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  • #1

Ich werde beruflich in die USA gehen und bitte um Tips bzgl. Männer

Mit 38 hatte ich bisher 2 Partner, wobei ich mit nur einem Sex hatte. Somit bin ich erfahren unerfahren. Wie datet man in den USA? Ich habe etwas von Regeln vernommen aber leider im Internet nichts weiter darüber herausgefunden. Wie verhalten sich die Männer überwiegend und was erwarten sie von der Frau? Bis auf dass den Frauen gerne die Türe aufgehalten wird kenne ich mich nicht aus. Über Vorlieben im sexuellen Bereich und über das Ansteuern des Hafens der Ehe ebenso wenig. Wie sind Eure Erfahrungen und was wisst ihr und könnt ihr mir mitgeben?
 
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  • #2
Ich bin zwar ein Mann, aber habe vor kurzem ein Jahr lang in Washington gearbeitet. Meine Erfahrung war es das es keine nennenswerten Unterschiede zwischen Deutschen und Amerikanern gibt und ich bezweifle das es im Bereich dating anders ist, zumindest hätte ich da auch nichts mitbekommen.
 
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  • #3
Waas? Du hattest 2 Partner? Sorry, wenn Du schon in D-Land nichts am Laufen hattest in Deinem Alter, dann brauchst Du in USA auch nicht anfangen Hoffnung zu schöpfen. Ich weiß ja nicht aus welchem Kulturkreis Du kommst, aber Du solltest vielleicht erst einmal rausfinden wie es mit den Männern in Deinem eigenen Kulturkreis funktioniert bevor Du Dich auf fremde Kontinente einläßt. Die Amis sind eh ganz anders was D-Land betrifft. Die daten erst ewig und das hat dann auch noch nichts zu heißen. Und auch wenn schon Sex stattfindet heißt das noch lange nicht Boyfriend. Aber mehr weiß ich auch nicht. Doch! Bloß noch, daß sie wahnsinnig formell sind und man sich an gewisse Richtlinien halten sollte, hahahha das Land der Doppelmoral. Ein guter Tip: Bleib lieber hier! Ist besser!
 
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  • #4
Die Unterschiede findest du mehr in Bezug auf Land oder Stadt. Auch gibt es in manchen Staaten noch ziemlich obskure Gesetze.

Darüber solltest du dich vor Ort genauer informieren. Grundätzlich dürfte es in der Stadt eher so wie hier auch laufen. Meine amerikanischen Freunde verhalten sich jedenfalls nicht anders, als wir hier.

Vor den berühmt-berüchtigten Frauenvereinen, da solltest du dich in acht nehmen. Viele, nicht mehr ganz so junge, Amerikaner sind schon ziemlich prüde und sehr oft bigott in ihren Ansichten und ihrem Verhalten.

Wie so oft: Es gibt überall auf der Welt Solche und Solche...

Sei einfach du selbst, dann ist das schon OK. Du gehst ja nicht in ein exotisches Land...

Es ist ein wunderbares Land, ich wünsche dir viel Spaß und alles Gute.

w
 
  • #5
>>Bis auf dass den Frauen gerne die Türe aufgehalten wird<<

Also bitte, das ist doch bei uns genauso - oder etwa nicht?!

Oder gilt das in Deutschland etwa schon als oberflächlich oder gar unemanzipiert???
 
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  • #6
Uiiiii – meine Liebe, das wird spannend! In den USA ist das Dating nach anderen Regeln strukturiert als in Europa. Folgendes solltest Du wissen:

Die Amis sind sehr kommunikativ und quatschen jeden und alles unverbindlich an. Auch Telefonnummern werden gerne getauscht. Man muss dort nur in eine Bar oder ein Café gehen – Kontaktaufnahme ist quasi vorprogrammiert. Wenn du eine Telefonnummer bekommst, heißt das allerdings nicht automatisch dass du anrufen sollst. Und wenn du anrufst, mach dich darauf gefasst, dass niemand rangeht.

Wenn dich ein Mann um ein Date bittet, dann muss das erste Treffen in einer Bar stattfinden. Niemals am Wochenende! Das erste Treffen nur zwischen Montag und Donnerstag. Man gibt vor am Wochenende schon ausgebucht zu sein. Es muss sich verdient werden, dich am Wochenende treffen zu DÜRFEN.

Das erste Date hat auch vor Mitternacht zu enden. Schließlich hat man einen anständigen Beruf dem man am nächsten Morgen nachzugehen hat.
Gesprächsthemen beim ersten Date? Da wird alles abgeklopft: Beruf, Werdegang, Bildungsgrad, an welcher Uni warst Du, Lebenspläne, Hobbies, soziales Engagement (Charity), Sport, Einstellung zur Familie. Das ganze muss charmant, locker und oberflächlich beantwortet werden können um sich für ein zweites Date zu qualifizieren.
Achtung: Der Mann zahlt die Drinks beim ersten Date. Zärtlichkeiten oder gar Küsse gibt’s gar nicht beim ersten Date. Maximal eine Umarmung.

Das zweite Date findet dann zum Dinner in einem Restaurant statt. Inklusive Getränke kann das in einem guten Restaurant ziemlich teuer werden. Auch diese Rechnung wird vom Mann übernommen. Es kann durchaus sein, dass er sich dafür eine Gegenleistung erhofft – besonders wenn es teuer war. Amerikanische Männer gehen im Allgemeinen davon aus, dass es frühestens nach dem dritten Date Sex gibt.

Und nun dreht sich das Dating-Karussell. Du weißt nie, wer gerade alles mitfährt, denn Dating ist nicht exklusiv. Auch wenn ihr schon seit Monaten miteinander ausgeht, jeder von Euch kann mehrere Personen gleichzeitig daten (Sex inklusive).

Wie wird nun aus der ganzen Daterei eine Beziehung? Es wird abgesprochen. Ihr sichert Euch in einem Gespräch Exklusivität zu und besprecht, dass ihr ab sofort zusammen seid. Und schon ist man Freund und Freundin.

Ziemlich ätzend aber effizient (man muss es nur wissen) ist die Art des Abservierens. Man geht einfach nicht mehr ans Telefon. Nach mind. 3 x nicht ans Telefon gehen ist die Sache aus und vorbei. Das ist bei den Amis normal. Weitere Erklärungen sind unerwünscht und gelten als lästig.

Es kann dir jedoch passieren, dass er dich nochmal anruft obwohl er dich abserviert hat – und zwar wenn er Sex will. Dann ruft er dich nach Mitternacht an. Wenn Du ans Telefon gehst, dann gelten keine Regeln mehr - es geht nur um Geschlechtsverkehr. Nicht um Wiederaufnahme des Datings oder um eine Beziehung. Auch das ist durchaus üblich und nichts Besonderes.
Wer nicht abserviert wurde und den ganzen Firlefanz bis zur Beziehung geschafft hat, kann davon ausgehen, dass nach einem Jahr ein Verlobungsring die Beziehung festigen und in Richtung Ehe vorantreiben soll. Wenn es soweit ist – schreib einfach nochmal ins Forum. Dann kommen weitere Tipps!

Amerikanische Frauen schwören auf das Buch „The Rules“ von Ellen Fein und Sherrie Schneider. Da ist alles genau erklärt. Ich weiß noch nicht ob ich das witzig oder einfach nur dämlich finden soll. Blöd nur, dass sich in den USA alle daran halten. Fest steht: wer sich nicht daran hält, kann sein Gegenüber ziemlich irritieren.
 
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  • #7
Amerikanische Männer sind, sehr in Gegensatz zu den deutschen Herren, ausgesprochen höflich ( dazu gehört mehr als die Tür aufzuhalten ), sprechen Dich zu jeder Gelegenheit und überall an ( Achtung: smalltalk ist völlig unverbindlich und Ausdruck des höflichen Miteinanders, nicht überbewerten! ). Happy hour ist Kult und Ladies werden sehr schnell angesprochen und auf einen Drink eingeladen. Auch hier: Achtung: heißt NICHT zwangsläufig "angemacht"! Unser " ich zahle aber meinen Teil beim Date" ist ihnen eher suspekt, "seperate checks" fast eine Beleidigung. Aber: beim 3. Date gilt noch der Klassiker: Sex. Du solltest also ziemlich genaue Signale senden, wenn Du anders denkst..Geheiratet wird jung und schnell,- geschieden ebenso. Ansonsten: VIEL SPASS! ( Bleib' lieber nach einem längerem Aufenthalt gleich dort...Du wirst Dich nach der Leichtigkeit, Höflichkeit, den überdurchschnittlich vielen gutaussehenden Herren und dem Spaß ansonsten hier vergebens sehnen...( P.S.: Amerikanerinnen "spielen ihre weibliche Rolle" auch mehr als wir in Deutschland,- sprich Make-up, Kleider etc. Und: natürlich ist es ein gr Unterschied, ob Du an die Küsten gehst oder in Mid-West landest!). Und für die Herren, die sich nun über mein Bild der deutschen Männer erregen mögen: sollten Sie zu den 0,5% der deutschen Männer gehören, die Türen aufhalten ( etc)gegenüber fremden Frauen, der Ihrigen oder auch nur über das 3. Date hinaus für selbstverständlich halten: sagen Sie es weiter:) Und ich brauche auch nicht den Rat, in USA zu leben: bin 1 Woche pro Monat beruflich dort und habe mich entschieden, in Deutschland zu leben,- TROTZ der Männer
 
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  • #8
Hallo,

ich habe 4 Jahre in den USA verbracht.
Sicherlich gibt es lokale vorkomnisse und ein Nord-Süd-Gefälle, wie genau man sich an das Dating-Protokoll hält. Beitrag #5 deckt die Sache aber sehr gut ab.

Die Sache mit dem ersten Date findet unter der Woche statt, ist sicherlich richtig. Es gibt aber wie immer ausnahmen, und viele Mennschen haben unter der Woche gar keine Zeit, so dass ein erstes Date am Wochenende nicht ganz ungewöhnlich ist.

Genau so gibt es leute, die nicht zurück rufen, weil sie nicht dazu gekommen sind. Als 3 nict erwiderte Verpasste Anrufe innerhalb eines nachmittags sind nicht das selbe, wie 5 nicht erwiderte Nachrichten auf dem Anrufbeantworter innehrhlab einer Zeitspanne von 1 Monat. Und ja, es ist gilt als lästig (fast schon "psycho"), wenn es jemand nicht versteht, wenn mit diesem Zaun-Pfahl gewunken wird. Für den Fall, dass jemand sein Handy verloren haben könnte, könntest du ja nach dem 2. nicht erwiederten Anruf eine kurze Email oder andere Kontaktmethode nutzen.

In großstätten, wie New York, ist es nicht ungewöhlich, dass die Frau (zumindest ab und zu)vihre Drinks selbst zahlt. Besonders seit der Finanzkriese.

Wenn du in Deutschland nicht so viele Beziehungen gehabt hast, so wird es dir in den USA wahrscheinlich einfacher vorkommen. Viele leute sind zwar oberflächlich, aber sehr kontaktfreudig. Alleine, dass man sich an das Protokoll hält, kann einem weit bringen.
Ein Teil des Protokolls ist es auf jeden Fall, sich entspannt zu verhalten. Also: mach dir nicht zu viele Gedanken!!

Viel Spass und Liebe Grüße!
 
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  • #9
Liebe FS,

ich schließe mich #2 an und wundere mich darüber, dass Du (38 J. alt, bisher erst mit 1 Partner Sex gehabt) Dir ausgerechnet jetzt darüber Gedanken machst. Das klingt nach Teenie auf Klassenfahrt:)
 
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  • #10
@5 und 6

Ihr habt das so gut beschrieben, dass ich dachte, ich wäre wieder da!!! Habe mal in St. Louis gelebt, und es war genau so, wie Ihr es beschreibt.......besonders musste ich über die Absprache, des festen Gehens miteinander ächeln, ja das wird unmissverständlich besprochen, dass Frau dann die Dauerfreundin ist.....sonst ist alles offen und es werden Damen parallel gedatet. Das mit dem Bezahlen ist ganz wichtig, das erledigt der Guy, denn sonst beleidigst Du ihn und er versteht das nicht.......
Die Höflichkeit ist zwar oberflächlich und sie wollen wirklich nicht, dass Du vorbeikommst, wenn sie sagen: when ever you are in the city, please drop by......nein, tu es nicht.
Es ist aber super schön, sich als Frau zu fühlen und etwas Aufmerksamkeit zu genießen...

Das fehlt hier wirklich.....viel Spass und denk an die Beiträge, dann geht nichts schief.....



w, 7E276F9D foreign exchange student
 
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  • #11
Was ist das Problem, wenn die FS erst zwei Männer hatte und nur mit einem Sex. Oder weißt du wie lange die Beziehungen waren? Also bleib doch beim Thema. Wenn die FS eine Ausführung diesbezüglich hätte haben wollen, hätte sie sicherlich anders gefragt oder?

An die FS:
Bleib doch einfach bei dir, und sei entspannt, lass Amerika auf dich einwirken, die Mentalität der amerikanischen Herren wirst du schnell durchschaut haben, besser als zu viel zu wissen und Strategien zu entwickeln.

Good luck

w (46)
 
  • #12
@2+8:

Gebe #10 vollkommen recht: Weder geht es hier um die Frage, mit welchem Alter die Fragestellerin wieviele Partner gehabt oder nicht gehabt hat, noch steht es jemandem zu, dies hier zu beurteilen. Ganz abgesehen davon, dass die Menge der (Sexual-)Partner weder über die Qualität und Dauerhaftigkeit einer Beziehung noch über die 'Qualität' des Sex etwas aussagt!! "Bitte reden Sie zum Thema!"


@6:
>>Und für die Herren, die sich nun über mein Bild der deutschen Männer erregen mögen: sollten Sie zu den 0,5% der deutschen Männer gehören, die Türen aufhalten...<<

Vielmehr *wundere* ich mich darüber, dass das so sein soll! Ist das wirklich so in Deutschland (= echte Frage)?? Also in der Schweiz ist das nicht so. Nun ja, zumindest sind es mehr als gerade mal miese 0.5%! ;-)
 
  • #13
@ #11

Tut mir leid, meine Erfahrungen in der Schweiz sind grauslig was das angeht. Aber es mag daran liegen, daß ich Deutsche bin. Und bevor der Aufschrei losgeht von wegen, es sei gar nicht so, daß Schweizer den Deutschen feindlich gesinnt sind: Ich war schon in einer Situation, in der mir Schweizer sagten, sie würden sich schämen, wie ich soeben von ihren Landsleuten behandelt wurde, denn ich hätte keinen Anlaß gegeben sondern ich wäre adrett gekleidet, sähe ausgesprochen ansprechend aus, sei freundlich, zuvorkommend und wohlerzogen gewesen und der Themeninhalt sei kein Grund zu diesem Verhalten! Und ja, es war in Zürich, was unter Schweizern berühmt berüchtigt dafür gilt, daß dort besonders Deutsche gar nicht gemocht werden und man es ihnen auch deutlich zeigt. Ist man Ami, Inder, Asiat oder aus Osteuropa, sieht es wieder anders aus.
Ich kann nur zustimmen, daß die amerikanischen Männer ein Genuß sind (auch die in der Schweiz)!
Ich mußte mich daran gewöhnen, daß der Mann mir immer den Vortritt ließ, mir die Beifahrertür geöffnet und nachdem ich Platz genommen hatte auch wieder geschlossen hat. Fühlte mich wie eine Prinzessin! einfach als das umsorgte Weibliche. Allerdings war ich damals schlank...:)) In den USA wird viel Wert auf Äußerlichkeit, gutes Aussehen gelegt.

Mary - the real
 
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  • #14
@ 5 Kompliment für diese detaillierte Beschreibung, sie war sehr kurzweilig zu lesen ;-).
Ach, das klingt alles so herrlich einfach und klar. Dagegen kommt mir unser "pluralistisches" System in Deutschland geradezu kompliziert vor.
 
  • #15
@12:

Hallo Mary,

Tut mir leid, dass Du so schlechte Erfahrungen in der schönen Schweiz ;-) gemacht hast: ich entschuldige mich hiermit in aller Form für das schlechte Betragen meiner Landsleute! (Das meine ich jetzt durchaus nicht ironisch!!)

Also ich kann nur soviel sagen: Ich bin Lehrer (in der heimlichen Hauptstadt der Schweiz :)) und es kommt sehr sehr selten vor, dass mir ein pubertierender Schüler die Türe vor der Nase zuknallt. Auch sonst im öffentlichen Leben habe ich nicht diese Negativerfahrungen gemacht (mit Ausnahmen natürlich).

Ich hoffe aber, Dir hat Zürich sonst doch auch ein wenig gefallen! :)

>>Ich war schon in einer Situation, in der mir Schweizer sagten, sie würden sich schämen, wie ich soeben von ihren Landsleuten behandelt wurde<<

Dem kann ich nur beipflichten. Ich finde es oft auch unmöglich, wie meine Landsleute gegen die Deutschen eingestellt sind. Die Gründe dafür sind sicher komplex und vielfältig (kann hier nicht darauf eingehen, da nicht Thema dieses Threads). Aber weisst Du was? In meinem Bekanntenkreis sind es praktisch ausschliesslich die Linken, die, wenn es z.B. um Menschen mit anderer Religionszugehörigkeit oder mit Balkanhintergrund usw. geht, den Mund weit aufreissen und nach Toleranz schreien und nicht das leiseste kritische Wort zulassen...: haargenau diese Leute sind es dann, die schlecht über die Deutschen reden!! Schon interessant, nicht...?

Also melde Dich, wenn Du wieder mal in Zürich bist, ich lade Dich gerne auf einen Kaffee ein und werde Dir die Türe aufhalten! ;-)
 
  • #16
@ #14 Peter_123
Vielen Dank für Deine liebe Reaktion!
Eben weil ich weiß, daß es auch nette Schweizer gibt, kann es gut sein, daß ich wieder nach Zürich komme. :) Außerdem habe ich dort 2 (schweizer) Freundinnen.
(Übrigens halte ich auch Männern die Türe auf. Meine schweizer Kollegen genossen das - ließen aber im Gegenzug die Tür regelmäßig zufallen ... )
Neben den Amis freue ich mich im Dorf Zürich also dann auch auf Dich :)

@all
Wie ist das übrigens mit den Amis:
wer (Mann, Frau) meldet sich wann und wie?
Wie redet man eigentlich so locker im Smalltalk? Ich meine wenn man sich nur oberflächlich austauscht lernt man doch vom anderen nicht unbedingt viel kennen um zu wissen, ob man engeren Kontakt möchte.

Mary - the real
 
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  • #17
Liebe FS,
im Deutschen heisst das Buch Die Kunst den Mann fürs Leben zu finden von Schneider und Fein.
Damit bist Du in USA bestens gerüstet.
Ich verbrachte einige Monate in den USA, war aber in Deutschland gebunden und habe daher keine Erfahrungen im Dating gesammelt.
Eines aber war auffällig: an meinem linken Ringfinger trug ich einen Freundschaftsring. Verdeckte ich ihn mit meiner rechten Hand oder war er sonstwie nicht zu sehen, kamen die Männer und forderten mich zum Tanzen auf. In einer deutschen Disco bin ich noch nie zum Tanzen aufgefordert worden. War meine linke Hand mit dem Ring frei zu sehen, kam kein Mann.

Also, trag keinen Schmuck an den Fingern, wenn Du auf der Suche nach einem Mann bist. In den USA ist der Ehering links.

Wenn Du Frauen kennenlernst, denen Du gefällst, werden sie Dir anbieten, Dir Single-Männer vorzustellen. Nehme höflich an und danke ihnen für die Freundlichkeit. Dann gibt es Double-Dates. Wie gesagt, ich war gebunden und habe freundlich abgelehnt. Eigentlich schade, wäre sicher interessant gewesen.

Du musst vorsichtiger die Gesprächsthemen wählen als in Deutschland. Es wird zwar mangels einer Höflichkeitsform geduzt und der Vorname nach 5 Minuten ausgetauscht, aber es existiert schon eine grosse Abstufung, was man sagen darf und ab wann man wirklich Freunde ist, nach 5 Minuten bezeichnet sich nämlich jeder als Dein Freund.
Äussere Dich nie kritisch über Dein Gastland, seine Politik, seinen Rassismus, die Spiessigkeit der Leute, etc. NIE, NIE NIE.

In den USA ist es übrigens sehr verbreitet, mit dem Sex bis zur Ehe zu warten. Jedenfalls vorneherum. Was hinter verschlossenen Türen passiert, würden viele gerne wissen. Sie trauen sich aber nicht darüber zu sprechen, keiner spricht die Frage, ob sie denn schon 'you know what' haben dem Paar gegenüber aus. Hintenrum rätseln sie aber.
In Kalifornien sind die Leute noch in den 20er stehengeblieben, was Spiessigkeit angeht. Schau Dir alte schwarz-weiss-Filme an, da siehst Du, welche Einstellung die Menschen haben.
Du kannst aber nur mit Europäern darüber reden. Die Amerikaner würden Dich erstens nicht verstehen und zweitens nicht mehr zu ihren Parties einladen.

Wie ein Amerikaner als Mann ist, kann ich Dir nicht sagen. Ich habe nur zwei treue Familienväter kennengelernt, ansonsten Europäer. Den verheirateten Männern war es völlig egal, wenn ihre Frau nach den Geburten der Kinder 20 kg mehr als vorher hatte. Ich weiss nur aus Filmen und Erzählungen, dass die meisten Amerikaner beschnitten sind. Was das für Dich bedeutet, musst Du selber ausprobieren.
In einigen Bundesstaaten ist es strafbar, bestimmte Stellungen beim Sex auszuüben. Nur die Missionarsstellung ist überall erlaubt. In Louisiana muss man vor der Heirat einen Gesundheits-Test machen. Dort ist wohl die Syphillis weit verbreitet, dass sie nur dann ein Paar trauen, wenn es Syph-negativ ist.

Das Land ist wunderschön, reise so oft wie möglich. Geniesse die Freundlichkeit, auch wenn die Menschen nicht so tief sind wie hier. Hier sind sie ziemlich depressiv verglichen mit den Amerikanern.
Das Leben hat in den USA eine wunderbare Leichtigkeit, jeder will fun haben. Jedenfalls wenn man genug Geld hat. Sie sind sehr materiell, aber sie finden Arbeit ganz selbstverständlich. Es gibt kein Hartz 4. Hier finden viele Menschen, dass nur die Blöden arbeiten gehen.
In den USA finden sie es klasse, wenn jemand ein dickes Auto und ein tolles Haus hat. Der ist ihr Vorbild, weil er es geschafft hat.

Dementsprechend solltest Du solche Alpha-Männchen anerkennen und ihren Stolz verstehen.

Als Frau für Dich ganz wichtig:
Rasiere Dir die Achselhöhlen, die Beine und trage unbedingt Feinstrümpfe. Alles andere ist nicht akzeptabel. Auch bei 40 Grad im Schatten. Glaub mir, mit nicht rasierten oder gar nackten Beinen könntest Du genausogut im Bikini auf einen Geschäftstermin gehen.

Immer dezent geschninkt ist auch ein absolutes Muss. Und gepflegte Hände mit lackierten Nägeln sowieso. Inzwischen gibt es auch hier überall Nagelstudios, in den USA hatte schon 1996 jede Verkäuferin und jede Kellnerin künstliche, lackierte Nägel.

Setz Dich in einem Restaurant nie an einen Tisch! Du wirst platziert, auch wenn alles frei ist. Dein Wagen wird von Valet-Boys für Dich geparkt und wieder gebracht, das macht kaum einer selber vor Restaurants. Wenn das 3,50 Dollar kostet, gibst Du 5 Dollar, Rest ist Trinkgeld.
Ja, Trinkgeld ist ganz wichtig in den USA. Beim Date kannst Du immer ein paar Dollar in der Tasche haben, um ab und zu das Valet-Parking oder den Tischanweiser zu tippen. Das Essen und die Drinks zahlt Dein Begleiter. Keinesfalls Du!

Sie sind sehr konservativ, was Kleidung angeht. Zwar werden die Boops vergrössert und abends zur Schau gestellt aber tagsüber bitte konservativ. Lieber zu viel Stoff als zuwenig. Ich weiss ja nicht, in welchem Business Du arbeiten wirst, aber lass Dich bitte von einer Kollegin beraten, am besten von einer Europäerin, die schon ein Jahr in den USA lebt. Es gibt Dinge, die kannst Du als Europäerin gar nicht wissen.
Das Rasieren habe ich in Deutschland nie so regelmässig betrieben, in den USA ist es ein absolutes MUSS.
Hab Spass und geniesse dieses wunderbare, oberflächliche, entspannte Land.
Kein Drama um Pfandflaschen, Mülltrennung oder Benzinverschwendung....
Paradies der Dienstleistung.
Und pass bitte beim Essen auf. Eine Freundin nahm in 6 Monaten um 3 Kleidergrössen zu!
Geh unbedingt ins Gym, Du wirst es brauchen. Das Essen hat 10 mal mehr Kalorien als bei uns. Die tun z. B. im Kino flüssige Butter aufs Popcorn.
Alles Liebe
 
  • #18
@16:

Sehr spannend zu lesen, vielen Dank für diesen Erfahrungsbericht!

Hast Du auch noch ein paar Verhaltensregeln für die Männer auf Lager? Falls es mich irgendwann doch noch in die USA verschlagen sollte! ;-)

m., 32 (bisher nicht aus Europa rausgekommen :))
 
  • #19
@ 17,
Da gibts nur eine: Sei so Europäisch wie Du nur sein kannst! Dei AmiMädels finden es klasse wenn sich ein Kerl über diese Stumpfsinnigen Regeln hinwegsetzt. Wenn Du dann Deine Drinks ohne Eis bestellst weiss auch jeder dass Du von auswärts kommst und verzeiht Dir alles.

Gilt leider nicht für die Mädels, die müssen das leidige Spiel mitmachen und es ist tatsächlich so! Als Regel kann gelten, je Kleinstädtischer und je nördlicher desto mehr. Ausnahme ist das Südliche Florida, da darf Frau tatsächlich ohne Strumpfhose auf die Strasse.
 
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  • #20
Lieber Peter,
Als Mann in den USA hast Du am besten einen gut bezahlten Job und bist ein Alpha-tierchen.

Eröffne einen neuen thread und Du kriegst eine ausfühliche Beschriebung.
Grüsse von
# 18
 
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  • #21
Weiss# jemand wie sich die Gesprächsführung der Amis ändert wenn sie an einer Frau intressiert sind? Sie lieben ständig alles mögliche und alles ist grossartig. Mit ihren Superlativen machen sie es einem schwer zu wissen woran man ist. Ich als Frau habe mir bisher nie etwas dabei gedacht wenn ich einen Mann als Bekannten betrachtete und mehrmals ausging. Ich habe mir auch nichts dabei gedacht wenn ich mit jemandem ausging in den ich verliebt war weil ich dachte eben weil er Ami ist macht er den ersten Schritt. Trotz meiner USA Erfahrung kann ich hier leider nicht helfen sondern muss diese Frage ebenfalls in die Runde werfen und hoffe auf stichhaltige Fakten die uns Frauen weiterbringen.
 
  • #22
@20
Gar nicht, das ist ja das Problem. Aber Du kannst davon ausgehen dass ein Kerl der Interessiert ist das auch zum Ausdruck bringt. Meistens zwar fürchterlich verklausuliert und umständlich aber doch. Die klare Ansprache ist dort ziemlich verpönt- aber von uns Deutschen erwartet man es geradezu.
Und ja, die Sache mit den Superlativen ist so, das machts so schwierig herauszufinden obs ihm wirklich gefällt oder er nur Smalltalk macht. Siehe der Begriff Subprime für Schrott.

Wenn aber ein unliierter Mann mehrmals mit Dir ausgeht will er in der Regel was von Dir. Ob es nur Sex oder mehr ist weiss man dann aber leider auch nicht. Rein Freundschaftliches Ausgehen mit einer Person des anderen Geschlechtes gibts sehr selten- und schon gar nicht mit derselben Frau. Wenn, dann wird das vorher geklärt (im Gegensatz dazu wenn Mann was von der Frau will). Seltsam und Gewöhnungsbedürftig für uns.

Der Vorteil für uns Europäischen Aliens: Uns wirds nicht übelgenommen wenn wir dann einfach mal fragen. Wir wissens ja nicht besser- und es ist auch so schön exotisch und damit attraktiv.
 
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  • #23
# 20
So viel ich weiss, macht selbstverständlich der Mann den ersten Schritt.
Du darfst aber mal signalisieren, dass in Deutschland niemand Verlobtes auf dich wartet.
Du darfst auch lächeln und sagen, dass Du Dich für den schönen Abend bedankst und eine tolle Zeit hattest. Vielleicht hat er keine Ahnung, dass von Dir aus Interesse besteht.

Du bist eine Exotin für ihn, ist doch angenehm, wenn der Mann nicht gleich über Dich herfällt, sobald Du in seinem Auto sitzt. Vielleicht will er sich langsam annähern oder er findet es ganz angenehm, mal mit einer Frau auszugehen, die ihn nicht gleich nach dem 3. Date vor den Traualtar schleppen will. Amerikanerinnen sind extrem auf den Status Ehefrau fixiert. Lebensgemeinschaft geht gar nicht, innerhalb von 2 Jahren Beziehung muss schon ein Ehering her, sonst wird Trennung angedroht.

Wenn Amerikaner übrigens sein ein paar Wochen miteinander ins Bett gehen, kommt ein ernstes Gespräch. Man sagt sich gegenseitig, ''I care für you'', was so viel bedeutet, dass einem der andere etwas bedeutet. Wenn sich beide dann einig sind, sind sie fest zusammen und dürfen keine anderen Flings mehr haben.

Im Gegensatz zum Europäer ist Sex für die meisten US-Amerikaner nicht unbedingt bindend. Du darfst also noch mit Rick und Bobby ins Kino, wenn Du mit Joe schon drei Nächte verbracht hast. Bei uns wäre das ein riesiges Problem, in den USA fragt Joe dann mal nach, ob Du meinst, es könne mit Euch was werden.

Mein Tipp,
Frag doch einfach mal einen Deiner Dates, wie das in den USA so ist mit den Männern und den Frauen. Da könnt Ihr dann bei einem Drink ganz locker über die Unterschiede sprechen. Du kannst sagen, woran Du merken würdest, ob ein Mann Interesse hat.
Er kann sagen, dass er dann z. B. Deine Hand streicheln würde. Entweder streckst Du sie ihm dann lächelnd hin oder Du versteckst sie hinter dem Rücken. Das ist wunderbar deutlich für beide.
Viel Spass
 
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