• #31
Wenn ich eine ungefähr alterspassende Frau finde, ist die Wahrscheinlichkeit leider nicht so gering, dass wir auch nicht so einfach mehr Kinder bekommen können, sondern eine Eizellspende in Anspruch nehmen müssen. (ich selber habe, durch andere Umstände, mal "social freezing" betrieben) Da ich es gerne möchte, dass man nicht nur Merkmale meiner Familie, sondern auch die meiner zukünftigen Frau in unseren Kindern wiederfindet, würde ich die EZS nur in Ländern machen lassen, in denen man seine eigene Spenderin mitbringen kann und diese sollte aus der genetischen Verwandschaft meiner Frau stammen.

Ich hoffe, dass das in diesem Thread jetzt nicht zu off topic ist, aber mich würde einfach brennend interessieren, wie du dir das vorstellst bzw ob du bei einer solchen Konstellation keine Probleme aufkommen sehen würdest, @Valmont.

Vorab gesagt, ich stehe Samen - und Eizellspende durchaus positiv gegenüber und bin auch auf jeden Fall der Meinung, dass dies nicht völlig anonym erfolgen sollte, sondern so, dass das Kind einmal seine genetische Abstammung kennenlernt.

Eine Konstellation, wie du sie beschreibst, stelle ich mir aber äußerst diffizil vor. Zumindest ich als Frau würde mir sowohl mit der Rolle als "innerfamiliäre" Eizellempfängerin als auch als Eizellspenderin sehr schwer tun.

Als Spenderin damit, dass ich "meine Eizelle" bspw als meinen Neffen rumhüpfen sehen würde - das Gefühl, mit diesem Kind, das meines ist und doch auch wieder nicht, so vieles zu verpassen, und ein irrationales schlechtes Gewissen, als hätte ich dieses Kind "weggegeben", wäre "weniger für es da" als für mein anderes, mein "richtiges" (von mir ausgetragenes und geborenes) Kind (und wenn ich noch kein eigenes hätte, würde ich wohl wirklich ganz simpel insgeheim das Resultat meiner Eizelle doch für mich wollen...).

Und als Empfängerin würde mich wohl das Gefühl nie loslassen, dieses Kind nur von meiner Schwester/Cousine o.ä. "geliehen" zu haben, ebenfalls irrational.
 
  • #32
Liebe FS,
frag' Dich aus kritischer Distanz einfach mal ob Du mit Deinem Kinderwunsch noch in der richtigen Lebensphase unterwegs bist. Die meisten meinen bist 67 nicht mehr berufstätig sein zu können, weil Altersschwaeche und das bei nicht vorhandenen oder bereits erwachsenen Kindern.

Du glaubst mit 45+ mit der Kinderaufzucht anfangen zu können, weil vermeintlich superfit.
Kannst Du auch bist 80 arbeiten, weil so unglaublich jugendlich oder sind das nur wunschgemäß ausgestanzte Fähigkeiten: Kinderaufzucht kein Problem, Erwerbsarbeit wiederum geht garnicht?

Sorry, aber mit 43 bist Du mehr als 10 Jahre zu alt, um Dich mit dem Thema eigener Nachwuchs zu befassen.
Es gibt einen guten Grund warum die GKVn diese Experimente nicht mehr bezahlen.
 
  • #33
Ich bin selbst mit 40 Jahren Mutter geworden, nach einer gescheiterten kinderlosen Ehe. Meinen Sohn möchte ich nicht missen, aber man kann sich das Leben ohne Kinder und als Paar trotzdem schön einrichten. Wenn man sich liebt geht alles, wenn nicht sollte man sich trennen. Ich hatte vor 30 Jahren eine Arbeitskollegin, die sich nach 5 Jahren hat scheiden lassen weil ihr Ehemann immer sturer den Gedanken ritt, keine Kinder haben zu wollen. Jahre später habe ich sie zufällig gesehen, mit neuem Mann und zwei kleinen Kindern an der Hand.

Was mich an der FS stört ist ihr Gedanke an ein Kind auf Biegen und Brechen. Da werden alle Möglichkeiten die es nur irgend gibt in Betracht gezogen, auch wenn man der Natur damit ins Handwerk pfuscht. Hauptsache der Mensch bekommt das was er will: Ein Kind! Die Natur hat sich etwas dabei gedacht, dass es spätestens mit dem Beginn der Wechseljahre bei der Frau vorbei ist mit dem Nachwuchs. Weil sie ganz einfach zu alt ist oder das Risiko steigt in Bezug auf Fehlgeburten oder Behinderungen des Kindes.

Es kann natürlich auch alles gut gehen wie bei mir, was nicht zuletzt daran lag, dass ich nie geraucht habe, das haben selbst die Ärzte bestätigt.

Selbst Adoptionen sind ab einem bestimmten Alter nicht mehr möglich, wenn man nicht gerade über Vitamin B oder das notwendige Geld verfügt. Schwarze Schafe und unseriöse Institutionen gibt es schließlich reichlich auf der Welt.

Die FS soll sich rational mit dem Gedanken anfreunden eben keine Kinder zu haben. Sich da engagieren wo verwaiste Kinder sind oder welche ohne Oma und Opa. Diese Kinder sind dankbar, dass sich jemand um sie kümmert. Und dann kommt bestimmt irgendwann der Moment in dem sie froh ist, dass sie nach Hause gehen kann ohne dass sie dort Kindergeschrei oder ein Pubertierender mit Forderungen erwartet. *grins*
 
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C

Charline

Gast
  • #34
Ich finde diesen Thread sehr interessant. Die Lage der FS ist wahrlich nicht beneidenswert und ich kann verstehen, dass sie am Verzweifeln ist ( und dabei auf allerlei abstruse Gedanken kommt).
Was ich nicht verstehen kann, sind die hämischen, feindlich gesonnenen letzten Beiträge.
Die FS fragt in einem Forum um Hilfe. Wenn man die ihr nicht bieten kann und das Forum nur dazu nutzt, Gehässigkeiten und widerwärtige Gemeinheiten über Hilfe suchende Personen ausschüttet, dann wundere ich mich nicht mehr über die Verrohung der Gesellschaft. Das ist hier das krasseste Beispiel, das ich seit langem zu Gesicht bekommen habe. Ich wundere mich nur, dass diese vor Gehässigkeit triefenden Beiträge freigeschaltet werden.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, was die FS und ihr Mann in den letzten Jahren (vor allem psychisch) durchgemacht haben. Ich war in einer vergleichbaren Situation, allerdings etwas jünger als die FS und der 2. Versuch war erfolgreich.
Einen Kinderwunsch hat man oder man hat ihn eben nicht. Das kann man nicht beiseite schieben. Das Gefühl ist immer da. Das ist auch nicht vergleichbar mit dem Wunsch nach einem Konsumartikel (Auto, Klamotten etc.) Das ist was ganz anderes. Wenn ich mir eine neues Auto wünsche und kann es mir nicht leisten, kaufe ich eben ein gebrauchtes. Wenn ich den tollen Designermantel gern haben würde und meine Finanzen lassen es nicht zu, dann tut es auch der alte Parka. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie verzweifelt ich war, wenn ich Mütter mit Kindern oder Schwangere gesehen habe. Oder wenn schon wieder ein Ehepaar im Bekanntenkreis Eltern geworden war. Das war die Hölle für mich. Das ging so weit, dass ich Kinder nicht mehr ertragen konnte und mich von allen Mneschen meiner Umgebung abgekapselt habe. Bis ich dann selber schwanger war, Von da an war ich der gelassenste Mensch weit und breit. Und das hat sich seitdem auch nicht mehr geändert.
Übrigens, in der Kinderwunschphase habe ich oft gedacht, was wäre, wenn du jetzt von einem anderen Mann einfach so schwanger würdest .... Nicht fair dem Partner gegenüber, ich habe es auch nur gedacht ... Vielleicht hatte mein Partner damals ja ähnliche Gedanken, wer weiß?
Aber von solch verzweifelten Gedanken auf den Charakter der FS zu schließen, finde ich nicht ok. Wer kann schon von sich vorhersagen, wie er in einer Ausnahmesituation reagiert.
 
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  • #35
Hallo grazy,

Also ich komme mit deiner Frage nicht ganz klar!?!

Wieso hat man euch nicht richtig aufgeklärt. Dass in der Zeitung zu diesem Thema permanent Unfug verbreitet wird, daran ist man ja gewöhnt. In den Zeitungen steht halt immer das, was die Leser(innen) lesen wollen. Logisch sonst würde sie ja keiner kaufen. Und es vergeht ja auch kaum eine Woche, wo man nicht auf den Klatschseiten liest: Promi XY hat mit 45+ ein Kind bekommen. Dass es sich dabei praktisch immer um eine Einzelspende gehandelt hat wird vornehm verschwiegen.

Aber ich halte es für ausgeschlossen, dass die Mediziner, die operativ Spermien gewonnen haben und dann damit eine Eizelle befruchtet haben, dir nicht gesagt haben, dass in deinem Alter die Wahrscheinlichkeit auf eine Schwangerschaft nur noch bei höchstens 5 % liegt. Davon sind dann noch einmal ca 50 % abzuziehen, weil sich die Eizelle nicht einnistet. So dass deine effektiven Chancen mit eigenen(!) Eizellen schwanger zu werden bei mageren 2,5 % Prozent liegt, selbst wenn die Spermien-Qualität 1A wäre!

Wer hat dir gesagt, dass bei »dir alles stimmt« ?

Lediglich mit einer Einzelspende von einer jungen(!) Frau hast du die Chance zu ca. 50 % schwanger zu werden. Und genau so haben dass all die Promis gemacht, von denen man immer in der Zeitung liest, das sie in deinem Alter oder älter noch Kinder bekommen haben. Dafür müsstest du allerdings ins Ausland gehen, da dies bei uns verboten ist.

Zu diesem Thema gibt es gerade eine zweiteilige Reportage. (MDR)
»Kinderwunsch, von Ina Borrmann« die gibt es in der Mediathek, guckst du Google... :)

Ansonsten würde ich dir dringend empfehlen professionellen Rat einzuholen. Auch und vor allem psychologisch!

Liebe Grüße & alles Gute - Leo69 - m47
 
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  • #36
@Samtina



Es bleibt jedem unbenommen, die diversen Möglichkeiten der modernen Reproduktionsmedizin für sich selbst abzulehnen bzw durchaus auch bei anderen kritisch zu sehen.

Und ich stimme dir sogar zu, dass es nicht schaden kann, seinen Körper erst mal zu entgiften, bevor man schwanger wird.
 
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  • #37
Liebe FS,
nicht alle Kinder sind 'pflegeleicht' und das kann für eine Partnerschaft zur Zerreißprobe werden. Wenn es die eigenen sind, ist es schon schwer genug, aber wie wird Dein Partner ggf. damit umgehen, wenn es nicht sein leibliches Kind ist?
Du bist Dir sicher im klaren darüber, dass das Risiko einer Fehlgeburt in Deiner Situation erhöht ist. Wie würdest Du damit zurecht kommen, wenn Du mittels Samenspende schwanger werden würdest und das Kind verlieren würdest? Ich könnte mir vorstellen, das ist schlimmer als der erfolglose Versuch schwanger zu werden. Man sieht sich für eine Zeit vermeintlich am Ziel seiner Wünsche und doch folgt die Enttäuschung. Wäre Dein Partner, wissend, es ist nicht sein Kind, in der Lage mit Dir zu fühlen, zu trauern, als wäre es sein eigenes?
 
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  • #38
..Die FS fragt in einem Forum um Hilfe. Wenn man die ihr nicht bieten kann und das Forum nur dazu nutzt, Gehässigkeiten und widerwärtige Gemeinheiten über Hilfe suchende Personen ausschüttet, dann wundere ich mich nicht mehr über die Verrohung der Gesellschaft. Das ist hier das krasseste Beispiel, das ich seit langem zu Gesicht bekommen habe. Ich wundere mich nur, dass diese vor Gehässigkeit triefenden Beiträge freigeschaltet werden...

Da schließe ich mich absolut an. Teilweise richtig widerlich. Geht mir allerdings nicht nur bei diesem Thread so.

Denn, hier sucht eine verzweifelte Frau Rat - und hat es einfach nicht verdient, dass dann solche Posts kommen.
Etwas Respekt und Achtsamkeit im Umgang mit anderen, auch wenn es anonym ist, wäre angebracht.
Es ist für Außenstehende schwierig nach zu vollziehen.

Es entsteht ein Wunsch, eine Sehnsucht aus einem ganz natürlichen Trieb heraus.
Wir tragen alle den Wunsch nach Kindern in uns, rein biologisch.
Warum dieser bei einem mehr zum Tragen kommt ordert bei anderen ganz verschwindet, sind dann psychologische Gründe.

Nun ist, wie bei vielen Menschen, bei der FS der Wunsch spät zum Tragen gekommen, auch das eine zunehmende, und durchaus problematische, Entwicklung.

Und dann passiert eine weitere ganz normale Entwicklung.
Ein Paar möchte Kinder, es klappt, als gut.
Aber wenn es nicht klappt? Man immer mehr versucht? Immer wieder scheitert.
Es kann sich eine Spirale entwickeln, die die betroffenen Menschen in sehr tiefe, verzweifelte Abgründe rutschen lässt.

Die FS schreibt wie es ihr geht, ihrem Mann wird es nicht viel anders gehen.
Mit sind genügend Menschen begegnet, die genau durch diese Thematik in tiefe Depressionen gestürzt sind.

Liebe grazy,
Ich hoffe, Du konntest für Dich gute Denkanstöße mitnehmen.

Pass auf Dich auf,
Und ich würde Euch beiden wirklich nahelegen, psychologische Unterstützung zu suchen.
Zum Verarbeiten des Gewesenen - beide -, zum Entwickeln des künftigen Weges, und vielleicht auch zum Prüfen, wie belastbar Ihr als Einzelne und als Paar noch seid.
 
  • #39
Nicht alles, was medizinisch machbar ist, ist auch gut. Wir greifen bei Schweinen in die Natur ein für den Profit. Nun gehts beim Menschen weiter. Der Mensch will etwas, nun gehts auf Biegen und Brechen los. Natürlich nicht aus reiner Menschenliebe. Auch hier gilt: ohne Moos nix los. Wer über genügend Geld verfügt, kann sich praktisch sein Traumkind selbst basteln. Da gibt es keine Grenzen. Was ist aber mit dem Kind? Wer kann Behinderungen ausschließen? Wer möchte sich anmaßen, das Beste für das Kind zu tun, wenn es nicht mal seine biologischen Eltern kennt, von dem es vieles von seinem Wesen erbt? Liebe Fs, Du hast die Jahre in denen es einfacher war, ein Kind zu bekommen, anders verbracht. Du hattest andere Prioritäten. Das ist Dein gutes Recht und kann Dir niemand ankreiden. Man kann im Leben aber nun mal nicht alles haben. Übernimm Verantwortung für Deine Entscheidungen in diesem Leben. Wir alle leben dieses Leben nur einmal und tauchen nicht wieder auf, um angeblich Verlorenes im zweiten Leben nachzuholen.
 
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  • #40
Das Argument "Ausnahmsituation", kann ich nicht zählen lassen. Ich habe vollstes Verständnis für den Kinderwunsch der FS und ich weiß aus eigener Erfahrung wie aufreibend dieser sein kann, aber geht es hier noch darum alle Möglichkeiten auszuschöpfen um mit dem Mann den ich liebe ein Kind zu bekommen oder einfach irgendwie, irgendwoher schwanger zu werden, Hauptsache mein Kinderwunsch ist erfüllt. Dafür dann den eigenen Mann austauschen zu wollen, in Gedanken oder Real, dafür habe ich kein Verständnis mehr und da zählt für mich auch nicht das Argument "Ausnahmsituation". Da hört es dann einfach auf.

Wenn ich ein Mann wäre und ich wüsste dass meine Frau so denkt, würde ich das Weite suchen, denn das sagt sehr wohl etwas über ihren Charakter und ihrer Liebe zu mir aus.
Und dessen ist sich die FS auch bewusst, denn sonst würde sie mit ihrem Mann reden und nicht ein Forum betragen.

Ich würde ihr wirklich ein Kind wünschen, aber ich habe schon mal geschrieben, dass das gerade Züge bei ihr annimmt die nicht mehr gesund sind.

Viele versäumen das kleine Glück, weil sie auf das große vergeblich warten! Genau so geht es der FS, die vor lauter Kinderwunsch nicht mehr sieht, wie schön und reich ihr Leben vorher war und auch heute noch ist. Einen Partner zu haben mit dem alles passt und der einen liebt, ist nämlich auch nicht selbstverständlich.
 
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