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  • #1

Ich will mit seinem Umfeld nichts zu tun haben - schlimm?

Ich bin seit einer Weile mit meinem Freund zusammen und habe ehrlich gesagt keine Lust, seine Familie oder Freunde (näher) kennen zu lernen. Ich habe ihn auch noch nie meinen Eltern vorgestellt und habe dies in nächster Zeit auch nicht vor, da sie sowieso weit weg leben. Und meine Freundinnen kennt er zum großen Teil auch nicht. Ich bin sehr zufrieden damit, ich kann diese gespielt-höflichen Situationen z.B. auf Familienfeiern sowieso nicht leiden, wenn man dann so krampfhaft Smalltalk machen muss und genau weiß, dass über einen gelästert wird, sobald man den Raum verlässt.
Deshalb gehe ich auch nicht mit, wenn er zu seiner Familie geht oder wenn ein Freund von ihm Geburtstag hat, obwohl er mich immer überreden will. Ist das denn so schlimm, wenn man keinen Wert darauf legt, die Familie bzw. den Freundeskreis des Partners kennen zu lernen? Ich bin doch mit ihm zusammen und nicht mit den anderen, was soll ich also mit denen?
 
  • #2
Für mich klingt das erst einmal sehr besitzergreifend und eingeschränkt. Du hast also deine Beute in deine Höhle geschleppt und das reicht. Auftritte in der "Außenwelt", soziale und familiäre Kontakte werden von dir abgelehnt. Eine tragfähige Beziehung sieht auf die Dauer anders aus. Da kommt man schon mit Verwandten und Freunden des anderen zusammen.
Außerdem hast du eine komische Auffassung von Sozialverhalten. Man ist also gekünstelt freundlich und hinterher wird gelästert? Kennst und machst du das ausschließlich so oder befürchtest du das? Hast du Angst davor, du könntest bei seiner Familie und seinen Freunden keinen Anklang finden?
Das ist verkrampft und wenig selbstbewußt.
 
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  • #3
Verrätst Du uns Dein Alter?

Entweder ist das deine erste Beziehung oder irgendwas in deiner Entwicklung ist massiv schief gelaufen.

Wie kommst Du darauf, dass sobald man den Raum verlässt, über einen übel gelästert wird?

Übrigens spinne den Faden doch mal weiter. Jetzt ist dein Freund noch verliebt in dich und stört sich vielleicht nicht an deiner Eingeschränktheit. Aber auf lange Sicht? Was ist, wenn Dein Freund Geburtstag hat, darf er dann niemanden einladen? Oder gehst du dann weg, weil du mit diesen Menschen nichts zu tun haben willst.

Was ist, wenn ihr Kinder bekommt? Hast du dann auch keine Lust auf das Lebensumfeld des Kindes?

Hört sich für mich an, als hättest du ein massives Problem, sorry ist nicht böse gemeint.
 
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  • #4
Hallo FS,
ich kann das gut verstehen, mir geht es genauso. Im großen und ganzen toleriert das meine Freundin. Zu meinen Freunden muß sie sowieso nicht mit, und ich nicht zu ihren. Bei der Familie lassen wir uns jeweils 1-2 Mal im Jahr blicken, (beide Familien wohnen weiter weg), und den Besuch arrangieren wir so, dass er nicht zu intensiv ausartet.

Ich sehe es wie Du, ich bin mit meiner Freundin zusammen, und habe kein Interesse sie in meiner Familie oder Freundeskreis wie ein Stück Vieh rumzuzeigen und habe genauso wenig lust, rumgezeigt zu werden bei Leuten die mich nicht interessieren. Ansonsten sollte jeder in einer Partnerschaft frei entscheiden dürfen, inwieweit er sich für die Hobbies, Familie oder den Beruf des Partners vereinnahmen lässt oder nicht.

Das heisst ja mitnichten, dass wir nicht gemeinsam in der Öffentlichkeit auftreten. Wir tun es even nur dort, wo wir beide Lust darauf haben und uns wohl fühlen, da gibt es noch genügend Anlässe zu.

Das fiunktioniert so übrigens seit über 12 Jahren äusserst "tragfähig". Ich glaube her, hätte sie mich ständig in die Gesellschaft ihrer Familie und Feundinnen gezwungen, oder ich umgekehrt sie, wäre die Partnerschaft wegen zuviel Zwang und Stress schon längst pulverisiert.

m, 45
 
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  • #5
Ich kann die FS gut verstehen, ich kann die Freunde und Vernwandten meines Freundes auch nicht leiden und hasse es, wenn ich sie sehen muss! Und ja, es stimmt, man wird oft abschätzig angeschaut und man merkt genau, wie sie im Grunde wirklich über einen denken, auch wenn sie noch so sch*-freundlich tun!
Ich bin sehr schlank und immer modisch gekleidet, arbeite auch in der Modebranche und allein schon deshalb können die mich nicht leiden und mustern mich immer von oben bis unten. Darauf kann ich echt verzichten und deshalb erfinde ich auch meistens Ausreden, wenn es um irgendwelche Familientreffen oder Geburtstage mit weniger attraktiven und deshalb neidischen Menschen geht.
 
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  • #6
Jetzt erklärt ihr mir doch bitte mal, wie geht das? Man liebt seinen Partner. Dieser ist so wie er ist, aufgrund seiner Erziehung, seines sozialen Umfeldes und seiner Gene. Okay, die Gene wollt ihr ja ausschließlich, aber was ist mit dem Rest, der den Partner doch auch ausmacht?

Vor allem frag ich mich, worüber redet ihr dann mit dem Partner. Die jeweiligen Freunde sind dem anderen nicht bekannt. Die Familie wird aussortiert. Hobbies werden bestimmt auch gemieden, weil da könnten ja auch Freunde sein.

Merkwürdig.
 
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  • #7
Sorry, aber da hast Du, FS, ein sehr seltsames Sozialverhalten. Bist du denn vom Typ her eher eine Einzelgängerin? Man muss doch nicht ständig mit Freunden bzw. der Familie zusammenhocken, mache ich auch nicht, allerdings nehme ich gerne am Leben meines Partners ausserhalb der Beziehung teil und würde es höchst seltsam finden, wenn er mich nicht mitnehmen will auf Geburtstage oder zu Freunden. Von Stress bzw. Zwang kann keine Rede sein, den Stress macht man sich meist selbst.

Vielleicht lästern ja seine Freunde oder Familie hinter Deinem Rücken weil Du etwas komisch wirkst? Das läge sehr Nahe.

w
 
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  • #8
Kennst du das Sprichwort: Zeig mir deine Freunde und ich sag dir wer du bist! Ich habe mich meistens gut bis sehr gut mit dem Umfeld meiner Partnerin verstanden; liegt auf der Hand, sonst wären sie kaum befreundet mit meiner Partnerin (Interessen, Charakter, etc.).

Familie, Freunde, Arbeitskollegen, etc. gehören zum prägenden Umfeld eines Menschen. Am Umfeld des Partners nicht interessiert zu sein ist aus meiner Sicht sonderlich und spricht für ein spezielles Sozialverhalten. Ein ähnlich gelagerter, eher introvertierter, ohne Bedürfniss nach vielen Aussenkontakten, Partner würde wohl besser zu dir passen. m, 43
 
  • #9
Ich lese die FS und denke-Autsch!

und dann noch zwei weitere die ein ähnliches Sozialverhalten an den Tag legen....

Ja, liebe FS- ich finde das schlimm. Das Umfeld ist wichtig, die Familie ist wichtig. Ich kann mir Eure Denke nur damit erklären dass Ihr keine so richtig guten Freunde habt. Und das finde ich äusserst bedenklich- dann fallt Ihr nämlich in ein seeehr tiefes Loch sollte die Beziehung schiefgehen.

Ich sehe das auch aus eigenem erleben so: Meine Freunde, Familie waren da als es mir nich so gut ging (ich bin Heute noch stolz darauf dass sich damals keiner in die Büsche geschlagen hat). Jetzt geht es mir bestens und warum Sie nicht auch daran teilhaben zu lassen? Ich finde es mehr als legitim dass Sie die Frau die mir so guttut auch kennenlernen. Und es ist auch nicht schlecht ein Feedback Abseits meiner anfangs rosaroten Brille zu bekommen.
@4
Ich bin sehr schlank und immer modisch gekleidet, arbeite auch in der Modebranche und allein schon deshalb können die mich nicht leiden und mustern mich immer von oben bis unten
Aha- und woher nimmst Du diese Gewissheit? Es könnte doch auch sein dass es einfach Dein möglicherweise etwas zickige Auftreten oder das Gespür dafür ist dass Du Dich Ihnen überlegen fühlst. Meiner Liebsten schlägt so etwas nicht entgegen- und Sie ist modischer, stilsicherer gekleidet und auch beruflich erfolgreicher als der grösste Teil meines Freundeskreises. Aber Sie lässt das keinen spüren sondern jeden so gelten wie er ist.
 
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  • #10
Hallo FS,
lass Dich nicht beirren, die Netzwerke und Kontakte die man so als Mensch ansammelt sind heute so Vielfältig, wäre schlimm wenn jemand unvoreingenommen opportunistisch dies alles unkritisch aufnimmt. Ganz klar gibt es Verwandtschaft oder Freunde oder Kollegen, die einem nicht liegen und in deren Gesellschaft man sich langweilt. Das hat auch nichts mit Sozialverhalten zu tun, geschweige denn mit "ein Teil von Dir". Wenn Meine Freundin mit ihren Arbeitskollegen unterwegs ist, ist deren verbindendes Element die Arbeit, nicht der Charakter, Hobbies, Weltsichten, o.ä. Mit ihrer Arbeit habe ich rein gar nichts am Hut, ich verstehe einfach nichts davon und kann auch nichts beitragen. Ergo meide ich diese Gesellschaft und meine Freundin hat vollstes Verständnis.

Umgekehrt habe ich ein Hobby, mit dem hat meine Freundin rein gar nichts am Hut. Ich habe Freunde aufgrund dieses Hobbies, da ist dies das verbindende Element. Logisch, dass sie kein großes Interesse hat, bei diesen Treffen mit den Freunden teilzunehmen, sie würde sich so langweilen wie ich mich mit ihren Kolleginnen.

Und mit der Familie ist es ähnlich: Finden dort Treffen statt, z.B. die Geschwister kommen zusammen, haben die sich alle sehr viel zu erzählen - Dinge von denen ich keine Ahnung habe und zu denen ich wenig beizutragen haben. Ich bin daher der Meinung, man sollte die unter sich lassen, und nicht störend hinzukommen. Mir ist sogar schon aufgefallen dass wenn ich dabei war die Familie ein stückweit gehemmt ist, man versucht es mir recht zu machen und unterbricht die Gespräche immer wieder wenn man das Gefühl hat, ich könne nichts beitragen oder ich langweile mich. Das ist sehr nett, aber man sollte ihnen auch die Möglichkeit lassen, sich familiär zu treffen, ohne den "Fremdkörper".

Mach Dir also keine Sorgen, schaue Dir alle gut an, prüfe, mit wem Du klar kommst und mit wem nicht und reduziere die Verantsaltungen mit denen, die Du nicht ab kannst auf die Pflichtveranstaltungen. Das Leben ist viel zu schnell und kurz, als dass man sich mit Leuten umgeben sollte, die man nicht mag und mit denen man nichts anfangen kann. Partnerfixierte Umfeldgestaltung endet in der Regel in der Sackgasse, gestalte lieber Dein Umfeld so, dass Du glücklich bist und pflege die Schnittmengen mit Deinem Partner. Wichtig ist nur, dass Du und Dein Freund ein gemeinsames Verständnis dafür entwickelt, in welchem Ausmaß Ihr gegenseitig in den Netzwerken des jeweiligen Partners auftaucht oder Euch engagiert oder nicht. Eine Frau ist heute nicht mehr das Anhängsel eines Mannes, die ihm immer und überall folgen muß, und umgekehrt auch nicht; das haben wir uns hart erkämpft.
m, 49
 
  • #11
Das völlige Desinteresse und die Kontaktverweigerung mit dem Umfeld des Partners wird sicher dazu führen, dass du dort als "schwierig" angesehen wirst. Es wird aber auch über kurz oder lang Deinen Partner kränken und die Beziehung belasten, denn schließlich ist dieses Umfeld Teil seines Lebens und es hat ihm zu dem gemacht, der er ist.

Davon abgesehen zeigst Du hier ein sehr negatives Menschenbild, das m.E. Keineswegs gerechtfertigt ist, und ein sehr egozentrisches Sozialverhalten. Das wird sicher auch an anderen Stellen in Deinem Leben erkennbar sein. Du kannst Dich schon einmal darauf einstellen, dass es Dich auf Dauer einsam machen wird.

Niemand muss dauernd mit der Familie, Freunden, Bekannten, Kollegen etc. zusammenglucken. Aber der Mensch ist nun einmal ein Herdentier. Und irgendwann braucht und will er die Herde. Dumm nur, wenn er sich schon vor Jahren kilometerweit abgesondert und selbst den Blickkontakt verloren hat.
 
  • #12
Liebe FS, falls du eine ernsthafte Beziehung mit deinem Freund anstrebst, wird dein Verhalten auf Dauer nicht gut gehen!
Familie und Freunde gehören einfach dazu, denn ihr lebt nicht auf einer einsamen Insel. "Blut ist dicker als Wasser", heißt es, und wenn die erste Verliebtheit vorbei ist, wird er garantiert eher auf dich verzichten, als auf seine Familie.
Wie kommst du überhaupt darauf, dass über dich"gelästert" wird, du kennst die Leute doch gar nicht! Normalerweise freuen sich Familie und Freunde, wenn einer von ihnen verliebt und glücklich ist.

Vielleicht kannst du es dir einfach nicht vorstellen, dass die anderen freundlich auf dich zugehen würden, während du voller Ablehnung bist?
 
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  • #13
Nicht jeder wächst in einem harmonischen Elternhaus/Familie auf, und solche Ansichten spiegeln m. E. solche Erlebnisse wider. Ich selbst habe inzwischen ein höfliches Verhältnis zu meinen Eltern, beide Seiten sind reifer geworden. Das heißt aber noch lange nicht, dass ein Treffen nicht ständiges Aufpassen bedeuten würde, was man wie sagt. Die Lebensansichten meiner Eltern haben mit meinen meist nicht viel zu tun, ich toleriere das, muss es aber ja nicht noch ausdiskutieren. Tief empfundene Sympathie oder gar Liebe, ein sich aufgehoben fühlen im Elternhaus, waren mir schon immer fremd. Meine Mutter hat es erfolgreich geschafft, sich mit dem spärlichen Rest Familie, den es noch gibt, aufgrund von Erbschaftssstreitigkeiten zu überwerfen, an denen natürlich die ungebildete andere Partei schuld ist. Bei der Familie meines Vaters ist es ähnlich. Der Rest lebt im Ausland.

Mein Freund hat ähnliche Erfahrungen, kann seinen Eltern noch heute eine bestimmte Sache nicht verzeihen, beide sind aber altersbedingt ohnehin nicht mehr wirklich ansprechbar (Schlaganfall bzw. Schwerhörigkeit). Seine Geschwister sind konfliktbedingt in alle Winde zerstreut.

In beiden Elternhäusern war und ist ein Sprechen über tiefergehende Themen und echte Probleme nicht möglich. Entsprechend meiden auch wir Familientreffen.

Treffen von allen Parteien, Eltern, Schwiegereltern, Geschwister, kenne ich nur von anderen, bei meinem Ex-Mann war es so, dass die Familie jeden ganz selbstverständlich integriert hat, egal, woher er kam und wer er war. Das hat mir lange Halt gegeben und ich vermisse es auch noch. Da hat auch jeder mit jedem Kontakt und hilft sich gegenseitig.

Das erzähle ich all denjenigen, die sich hier so ungläubig über die FS äußern. Sicherlich, sollte es nur ein schwaches Selbstwertgefühl sein und die FS blockt nur aus Angst, abgelehnt zu werden, ist die Sache eine andere. Grundsätzlich hat es aber auch immer mit dem Urvertrauen zu tun, das man selbst vermittelt bekommen hat, wie man das Thema Familie sieht. Ich denke, die FS ist noch jung und drückt es jetzt sehr rebellisch aus, aber es liegt sicherlich ein grundlegendes Problem zugrunde.
 
  • #14
Wie kommst Du darauf, dass sobald man den Raum verlässt, über einen übel gelästert wird?

Leider sind dies auch meine Erfahrungen, und aus dem Grund kann ich die FS sehr gut verstehen. Auch ich habe kein Interesse, Hinz und Kunz kennenzulernen, zumal diese Treffen und die daraus resultierenden Gespräche absolut ineffizient und irrelevant sind. Man muß kein "massives Problem" haben, nur weil man nicht dem Ruf der Herde folgt. Mein Mann konnte damals jederzeit seine Familie und Freunde treffen, Hauptsache ich mußte nicht mit. Was sollte ich da? Meine Zeit verschwenden, wenn Opa mal wieder Oma herunterputzte oder man zusammen saß und unsere Kinder wie Zirkusäffchen der "entzückten" Verwandschaft vorgeführt werden sollten? (Jetzt sing mal schön ein Liedchen für Tante Trudi...) Mein Sohn hat mir vor einiger Zeit gesteckt, dass er sich immer total bekloppt vorgekommen ist, sogar schon als Kind, als er merkte, dass er dem Entertainment der älteren Generation dienen sollte. Am besten noch "Männchen machen"?

Und natürlich wird gelästert, dass sich die Balken biegen, sobald man den Raum verläßt - auch das sind Erfahrungswerte. Klatsch, Tratsch und blablabla! Am besten, man hält sich einfach fern, wenn man weiß, dass man so etwas nicht möchte. Das Problem haben ab dem Moment die anderen, denn man muß sich nicht in Gesellschaft verstellen, auf die man sowieso keinen Wert legt.

Wie gesagt: Mein Mann konnte immer jederzeit zu den Seinen gehen, ich bin sowieso keine Klette - nie gewesen. Aber er durfte mich außen vor lassen, da ich auf dieses Geklucke und Klüngel keine Lust hatte - und das auch gelebt habe.

Früher bin ich überall mitgegangen und habe mich absolut unwohl dabei gefühlt - ich habe auch geglaubt, ich müsse das tun, weil "man das so macht"... Pustekuchen! Meine Freunde habe ich mir selbst ausgesucht, meist haben wir uns unter recht skurrilen Umständen kennengelernt, daraus erwuchsen Freundschaften für's Leben.

Und nicht jeder muss eine "Sozialkanone" sein, wenn man die Menschen mal näher kennengelernt hat, dann hält man sich den Großteil von ihnen besser vom Hals. Und nein, nicht "Piep-piep, wir haben uns alle lieb..." Ich denke eher gerne: "Geht mit Gott, aber geht!" Und: "Wer nicht kommt, braucht auch nicht zu gehen" :)

An alle "Supersozialisierten": Bitte gesteht "uns" (das wage ich jetzt einmal zu sagen) auch unsere Lebenserfahrung zu. Man muss nicht "gestört" sein, nur weil man keinen Wert auf Familie und Freunde des Partners legt, und es spricht nichts dagegen, wenn jeder seinen Freundeskreis behält und man immer noch ein Individuum bleibt, statt sich der großen Herde anzuschließen. Einzelgänger gab es schon immer und wird es immer geben - ob nun pathologisch oder durch Erfahrung. Deswegen ist man aber noch lange nicht "gestört", nur weil es dem Mainstream nicht passt - bitte Vorsicht mit solchen "Diagnosen" !!
 
  • #15
Oh ja, das ist sehr schlimm! Eine gewisse Neugier gehört doch dazu, woher mein Partner kommt, wie seine Freunde drauf sind etc. Zu sagen, ich bin sehr schlank und modisch gekleidet und ernte dafür jede Menge Neid ist ein bisschen zu kurz gedacht. Vielleicht spiegelst Du Deine Überheblichkeit einfach auf das Umfeld wider und erhältst deswegen (zurecht) Kritik?!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass über meinen Partner vonseiten meiner Familie und meinen Freunden gelästert wird. Erstens verstehen sich alle prächtig und zweitens ist dieser Umgang in meiner Familie und Umfeld nicht Usus. Schlimm, dass es das gibt!
 
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  • #16
Genau , über was unterhaltet Ihr Euch ? Über Angehörige , Freunde und gute Arbeitskollegen , die der andere eh nicht kennt !! Schräg ! Und bei Kohlfahrten , Fasching , Geburtstagsfeiern , Weihnachten und Ostern schließt Ihr Euch ein und .........ja was eigentlich
 
  • #17
Genau , über was unterhaltet Ihr Euch ? Über Angehörige , Freunde und gute Arbeitskollegen , die der andere eh nicht kennt !! Schräg ! Und bei Kohlfahrten , Fasching , Geburtstagsfeiern , Weihnachten und Ostern schließt Ihr Euch ein und .........ja was eigentlich

Ok, natürlich wird auch über die Teilnehmer einer Feier gesprochen, etwas lästern ist auch gar nicht verwerflich, finde ich.
Wer sich allerdings völlig aus der Gemeinschaft katapultiert, also zu verstehen gibt, mit allen anderen nichts zu tun haben zu wollen, wirkt überheblich und ist erst Recht in der Schusslinie der Mutmaßungen.

Deinem Freund tust du damit wirklich keinen Gefallen, denn er wird nicht haben wollen, dass es den Anschein hat, er sei mit einer (auch wenn es gar nicht so ist) arroganten Zicke zusammen.
 
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  • #18
DAS scheint mir eine ziemlich "schlimme" Situation, da jeder Mensch sich über sein Umfeld definiert. Denn das heißt defakto, dass du tatsächlich eine Teil deines Partners ablehnst, gar nicht akzeptieren kannst. Eigentlich idealisierst du deinen Partner, so etwas kann schnell zu großem Frust und bösem Erwachen führen ...
 
  • #19
Ich bin ja nun auch nicht so ein Mensch, der ständig bei der Verwandtschaft rumhängt. Großfamilie ist nicht meine Sache.
Aber das, was du da machst, erinnert mich an meine Eltern. Mein Vater ist normal kontaktfreudig, meine Mutter sehr introvertiert. Nach und nach hat sie sich in der Ehe durchgesetzt: Es gibt keinen gemeinsamen Freundeskreis mehr, meine Mutter hat gar keine Freunde, mein Vater besucht seine allein. (Was meine Mutter abschätzig kommentiert. Sie findet die Leute in seinem Ruderclub und die Herren mit denen er Segeltouren und Wanderungen macht, niveaulos.) Es wird kein Besuch empfangen oder nur, wenn es sein muß. Die einzigen, die immer kommen können, sind wir Kinder und ihre Mutter. Bei der Geburtstagsparty ihres Schwagers findet meine Mutter regelmäßig einen Grund, nicht mitzugehen, meist wird sie krank. Der Grund: Es sind so viele Leute da, die sie nicht kennt und auch nicht kennen will. (Übrigens ein sehr netter, toleranter großer Freundeskreis.) Auch der Kontakt zu den Schwiegereltern fand immer nur unter dem Motto "wenns sein muß" statt. Obwohl sie dort sehr geschätzt wurde.
Urlaub mag sie auch nicht, weder mit einem Freundeskreis, noch als Paar, man könnte ja mit anderen Leuten in Kontakt kommen, die einen kennenlernen wollen.
Sie hat ihren Tierschutzverein und ihre Katzen. Mein Vater ist seit Jahren allein im Urlaub und mit Freunden unterwegs.
Die Ehe hält, weil man sich damals nicht hat scheiden lassen und heute lohnt es auch nicht mehr.
Nur so als Perspektive...
 
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  • #20
"... - schlimm?" Meiner Meinung nach ja. Und dumm. Wenn Du sein Umfeld kennen lernst dann wirst Du Deinen Partner auch besser kennen. Und so können Dir möglicherweis böse Überraschungen erspart bleiben. Falls er in seinem " Keller noch eine Leiche liegen hat" :) m
 
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  • #21
Ich selbst,habe auch wenig Sozialkontakte,mittlerweile gar kein Kontakt mehr zu meinen Eltern.Es waren immer dieselben Gespräche/Vorwürfe.Irgendwann ist mir dieses Gelabber
zuviel geworden.
Heute diffenrenziere ich sehr genau zwischen Neugier und echtem Interesse,demnach
entscheidet sich die Länge und das Thema der Unterhaltung.
(Ja der Himmel ist schön blau)Ironie off
Mag sein das ich dadurch "Arrogant,Überheblich oder gestört " auf mein Umfeld wirke,
was soll`s,schließlich ist es mein Leben und das gestalte ich nach meinem Gutdünken.

(M46)
 
  • #22
@9 und andere
lass Dich nicht beirren, die Netzwerke und Kontakte die man so als Mensch ansammelt sind heute so Vielfältig, wäre schlimm wenn jemand unvoreingenommen opportunistisch dies alles unkritisch aufnimmt. Ganz klar gibt es Verwandtschaft oder Freunde oder Kollegen, die einem nicht liegen

Darum gehts doch gar nicht! Natürlich kann man nicht mit jedem. Und das muss ja auch nicht sein.

Die FS kann aber mit KEINEM- sie will keinen auch nur kennenlernen. Also ein Mensch mit normalem Sozialverhalten lernt die Leute erstmal kennen und entscheidet dann mit wem er kann und mit wem nicht. Sie dagegen hat überhaupt nicht die Absicht auch nur einen aus dem Umfeld überhaupt kennenzulernen- weder Familie noch Freunde.

@13
Und natürlich wird gelästert, dass sich die Balken biegen, sobald man den Raum verläßt
Ok, mit dieser Familie hätt ich auch so meine Probleme- beleiben aber immer noch die Freunde. Und wenn die das tut sinds keine!

Nochmals an alle: Was geschieht denn wenn der einzige Sozialkontakt den Ihr habt der PArtner ist? Und der dann auf einmal weg ist?

Dann bitte nicht jammern dass ihr soooo alleine seid- schluchz.
 
  • #23
Hallo FS,
...ich bin mit meiner Freundin zusammen, und habe kein Interesse sie in meiner Familie oder Freundeskreis wie ein Stück Vieh rumzuzeigen und habe genauso wenig lust, rumgezeigt zu werden...


Seltsam, welche Auffassung manche Menschen von Partnerschaft haben. Bei den jeweiligen Freunden, da mag das manches Mal grenzwertig sein, aber Familie grundsätzlich auszuschließen (ohne es wirklich ausprobiert zu haben; diese erst einmal richtig kennen zu lernen), das ist schon krass.

Es heißt doch auch nicht, dass man da ständig aufkreuzen muss.

Unter Beziehung/Partnerschaft verstehe ich etwas Anderes. Das Verhalten der FS gehört für mich in die Abteilung Affairen. Da wollen und brauchen die Beteiligten so wenig wie nur möglich voneinander wissen und schon gar keinen Umgang mit Dritten. Zusammen sein und das Leben des Anderen teilen, das geht für mich anders.

Natürlich gibt es Fälle, in denen das mit dem Umfeld nicht klappt. Aber das ist dann ja eine andere Situation als die, es gar nicht erst zu versuchen.
 
  • #24
@FS:
Wie kommst Du denn mit Deiner eigenen Familie zurecht? Hast Du Geschwister? Hattest Du als Kind viel Kontakt zu Großeltern, Cousinen, Onkels,...?
Warst Du in der KiTa? Hattest Du als Kind viele Freunde, mit denen Du auch gespielt hast?
 
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  • #25
Das ist es was den Unterschied ausmacht zwischen ernstgemeinter Beziehung mit Zukunftsplänen und solchen Beziehungen, wo man von vornherein mit der Einstellung ran geht "Das hier ist nur ein vorübergehender Lebensabschnittsgefährte".

Wer ensthafte Zukunftspläne mit dem Partner im Kopf hat, der will schon von sich aus nach einer Weile das Umfeld kennen lernen. Eben weil er weiß, dieses Umfeld wird auch Teil meines Lebens sein, wenn wir mal zusammen ziehen, heiraten, Familie gründen.

Da ich nur an einer ernsthaften und zukunftsorientierten Partnerschaft interessiert bin wäre ein Partner, der total uninteressiert ist daran mein Umfeld kennen zu lernen, bzw. der nicht möchte, dass ich engere Bekanntschaft schließe mit seinen Freunden und Familie, auch bald wieder mein ex-Partner.

Wenn es zwischen euch allerdings von vornherein geklärt ist, dass eure Beziehung eher unverbindlich bleiben soll, wenn ihr euch einig seid, dass es sowieso nicht von Dauer sein wird, dass ihr kein Interesse habt an einer gemeinsamen Zukunft, dann (und nur dann) kann ich deine Einstellung verstehen.
Dann wäre es tatsächlich Zeitverschwendung sich für das Umfeld des Partners näher zu interessieren. Bei der absehbaren Trennung verliert man den Kontakt ja sowieso wieder.
 
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  • #26
@FS:
Wie kommst Du denn mit Deiner eigenen Familie zurecht? Hast Du Geschwister? Hattest Du als Kind viel Kontakt zu Großeltern, Cousinen, Onkels,...?
Warst Du in der KiTa? Hattest Du als Kind viele Freunde, mit denen Du auch gespielt hast?

Ich bin nicht die FS, aber ich war in der KiTa und habe es gehasst, diesen ganzen Zwergenmist mitzumachen. Ich kann mich noch bestens an diese Zeit erinnern, obwohl es schon viele Jahre her ist. Ich gehöre auch zur Marke "Eigenbrötel" und würde am liebsten mit niemandem etwas zu tun haben müssen. Menschen sind mir oft ein Gräuel, alleine schon ihr Geruch und ihr sinnfreies Geplapper...
 
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  • #27
Du wirst, solltest du eines Tages eine Familie gründen wollen, ernsthafte Probleme bekommen. Selbst wenn deinem Partner die Sippschaft nicht so wichtig ist, die Kinder werden das nicht so sehen. Kinder sind sehr konservativ und werden sich nicht so leicht damit abfinden, dass sie keine Omas, Opas, Tanten und Onkel haben. Selbst wenn sie das anfangs noch nicht so einordnen können, irgendwann im Laufe ihres Lebens werden sie das als Verlust wahrnehmen, und diesen Verlust werden sie dir ankreiden. Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen: Mit einer solchen Einstellung reicht es allenfalls zur "Lebensabschnittsgefährtin", nicht aber zur echten Partnerin.

Was das Lästern anbelangt: ich bin selbst glücklicher Onkel und genieße es, dass meine kleine Nichte total vernarrt in mich ist und ihre Eltern das auch gerne sehen. Ich verstehe mich blendend mit meiner Schwägerin, die einfach ein Teil unserer Familie geworden ist. Ich bin zwar nicht immer einer Meinung mit ihr, aber das ist so wie mit meinem Bruder, mit dem muss ich ja auch nicht immer einer Meinung sein und trotzdem haben wir ein sehr gutes Verhältnis. Kritisiere ich meine Schwägerin? Ja. Streite ich mich gelegentlich auch mit ihr? Ja, klar, so macht man das in einer Familie. Aber lästern und sie als Person schlecht machen würde ich niemals, und wenn ich es täte, so würde es auf mich zurückfallen, indem der Rest meiner Familie mir die Unterstützung entziehen würde.

m,30
 
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  • #28
Hallo FS,

ich find's okay. Man muss doch nicht immer machen, was allgemein üblich ist. Ich finde auch: Entweder von Herzen oder gar nicht; gerade was Privatsachen betrifft. Ich mag auch keine Heuchelei.


w29
 
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  • #29
Nochmals an alle: Was geschieht denn wenn der einzige Sozialkontakt den Ihr habt der PArtner ist? Und der dann auf einmal weg ist?

Dann bitte nicht jammern dass ihr soooo alleine seid- schluchz.

Die FS hat doch geschrieben, dass sie ihre EIGENEN Freundinnen hat und bloß keine Lust hat, die (für sie fremden) Freunde und Bekannten ihres PARTNERS kennenzulernen! Und das ist doch absolut legitim und verständlich.
 
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  • #30
Ich kenne das, eine meiner Freundinnen ist sehr attraktiv und wird deshalb von allen Frauen aus der Familie und dem Freundeskreis ihres Partners regelrecht gehasst. Außerdem modelt sie nebenher und ist dadurch natürlich erst recht ein Hassobjekt.
Sie sagt, jede Geburtstagsfeier sei ein Spießrutenlauf für sie, die ständigen bösen Blicke und das scheinheilige Getue der anwesenden Weiber sei kaum zu ertragen. Vor allem, weil sie Angst haben, dass ihr "Schatzi" meine Freundin vielleicht auch toll finden könnte - was sowieso der Fall ist. Und deshalb hat sie auch keinen Bock mehr, diese Leute zu treffen.
 
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