• #1

Ich will seinen Namen bei Heirat nicht annehmen. Wie ist Eure Meinung zu dem Thema?

Hallo liebe Mitglieder,

ich habe mal eine Frage in die Runde - vor allem an die Männer :)

Mein Verlobter und ich heiraten dieses Jahr - beziehungsweise haben es vor. Allerdings gibt es einen Punkt, den er mir immer wieder vorwirft, obwohl ich dachte, es wäre schon geklärt: er ist beleidigt, dass ich seinen Namen nicht annehmen möchte...
Noch schlimmer, er wirft mir vor, dass ich damit seiner Karriere schade und nicht hinter ihm stehen würde. Er meint, dass alle hinter seinem Rücken über ihn als Schwächling reden würden, wenn er es nicht mal schafft, dass seine Frau seinen Namen annimmt. Und auch seine Kollegen würden ihn nicht respektieren können, geschweige denn seine Chefs oder Kunden (er ist in der Beratung tätig). Findet ihr das gerechtfertigt?

Zum Hintergrund: mein Name ist kurz, muss nicht buchstabiert werden und ist kein 0-8-15-Name. Sein Name ist lang, muss grundsätzlich buchstabiert werden und ist in meinen Augen einfach sehr unschön.
Ich bin im Familienunternehmen eingestiegen, das meinen Nachnamen im Firmennamen beinhaltet und habe sehr, sehr viel Kundenkontakt - er ist Angestellter.

Versteht ihr, ich möchte ja nicht mal, dass er meinen Namen annimmt (auch wenn ich es natürlich nicht ablehnen würde), ich möchte einfach nur meinen Namen behalten, weil er schöner ist, besser zu meinem Vornamen passt, ich so heißen möchte wie die Firma, die ich in absehbarer Zeit übernehme und eigentlich auch mit seiner Familie nicht so eng bin, dass ich den gleichen Namen wie sie tragen möchte...

Wie ist Eure Meinung zu dem Thema? Ich freue mich schon auf Antworten :)

Liebe Grüße
 
  • #2
Nach meiner Erfahrung sind solche eigentlich sinnlosen Streitereien immer Stellvertreter-Kriege.

Kann es sein, dass er ein Problem mit Deiner Stellung als zukünftige Firmen-Inhaberin hat?
 
  • #3
Liebe FS,
ich kann Dich - insbesondere auch wegen Eures Firmennames - sehr gut verstehen.
Warum ist denn in seiner Wertung sein "Ruf" höher anzusiedeln als Dein Familien- und Firmenname? Da wird mit unterschiedlich Maßstäben gemessen.
Ein Kompromissvorschlag, so hat es meine Kollegin gemacht:
Doppename. Frau Ihrnachname-Seinnachname. Offiziell hat sie den Doppelnamen. Firmenintern meldet sie sich mit ihrem Geburts-Nachnamen.
Wie gesagt, ich finde es seltsam, dass seine "Stolz"argumente höher wiegen als Deine (mit dem Nachnamen, den Du mehr magst und der mit der Firma zusammenhängt).
 
  • #4
Nach meiner Erfahrung sind solche eigentlich sinnlosen Streitereien immer Stellvertreter-Kriege.

Kann es sein, dass er ein Problem mit Deiner Stellung als zukünftige Firmen-Inhaberin hat?

Sehe ich auch so. Auf der Grundlage seiner Begründung würde ich ihn auf keinem Fall heiraten. Da sind ziemlich viele gravierende Probleme unter der Oberfläche, Probleme, die er mit sich selbst hat aber auch mit dem Verständnis von eurer Beziehung bzw. Ehe.
Das sage ich, die ich immer den Namen meines Mannes annehmen würde weil das für mich eine Frage der Verbundenheit ist. Wohlgemerkt - für MICH, ohne jeglichen Anspruch, daraus irgendeine "Regel" ableiten zu wollen ;) Ich würde aber ausschließlich aus Liebe und aus sonst keinem Grund heiraten.
Redet bitte miteinander vorher gründlich, bevor ein Unglück passiert.
 
  • #5
Ich schätze, dass der Mann einfach ein Problem damit hat und eher nach der altmodischen Weise gestrickt ist. Die Frau muss den Nachnamen des Mannes haben und nicht umgedreht.

Bei einem Freund von mir war dies alles kein Problem und es war sehr logisch gedacht. Er hatte vorher einen Allerweltsnamen der zu den Top 5 gehört und seine Frau hatte ihre eigene Ordination. Sein Name wird mit Sicherheit dadurch niemals aussterben. Wenn dann ihr Nachname geändert wird, dann denken vielleicht auch einige ihrer Kunden, dass es eine neue Ärztin ist. Gut, bei den beiden läuft vieles anders als üblich. Nach der Geburt der beide Kinder ging die Frau nach ca. 8 Wochen wieder arbeiten und der Mann blieb zu Hause.

Vielleicht ist das mit den Nachnamen auch ein typisches deutsches Problem. Meine EX-Frau hat ihren Nachnamen als Spanierin behalten, da dort dies so üblich ist. Eine Frau wird mit den Namen xyz geboren und wird auch mit diesen Namen irgendwann einmal sterben. Wegen einer Hochzeit ändert keiner den Namen und die Kinder bekommen immer einen Doppelnamen von Vater + Mutter.
Deshalb gibt es ja in Spanien so viel Ramirez, Sánchez usw.
 
  • #6
Trenne dich von diesem Mann, liebe @maggie13. Ihm fehlt es sowohl an Souveränität als auch an Liebe zu dir. An deinem Eingangspost wird ganz deutlich, dass er nur auf das vermutete Echo in seiner sozialen Umgebung Wert legt. Mehr noch: die Auffassung anderer Menschen, des nahen (und fernen) persönlichen Umfeldes wird ihm immer wichtiger sein als deine Meinung. Wenn du mich fragst, passt ihr beiden nicht zusammen: hier die selbstbewußte Geschäftsfrau, dort der kleine überangepasste Angestellte. Zwei Welten, die im Geschäftsleben eher hierarchisch getrennt sind.

Später werden auch die Wahl des Urlaubsziels, der Automarke und des Eigenheimes mehr von den Vorstellungen seiner Kollegen als von deinen Wünschen geprägt sein. Und immer wird es Zank und Streit geben, um dich auf sein Niveau herabzuziehen. Erspar dir das!
 
  • #7
Eigentlich ist die Sache doch klar:

Ich bin im Familienunternehmen eingestiegen, das meinen Nachnamen im Firmennamen beinhaltet
ich so heißen möchte wie die Firma, die ich in absehbarer Zeit übernehme

Man nimmt immer den Namen, der für die (bestrehende und insbsondere zukünftige) Familie am vorteilhaftesten ist. In eurem Fall wäre klar, dass Du den Firmen (Teil) Namen behältst und er sollte, wenn er schon nicht auch diesen Namen komplett annehmen will, ihn in einen Doppelnamen reinkombinieren.

Wenn Du Die Firma erst übernommen hast wäre ja nicht ausgeschlossen, dass er, z.B. bei deinen Firmenveranstaltungen, auch mal eine Funktion übernimmt. (oder mehr!)

Wenn ich das allerdings lese:

und eigentlich auch mit seiner Familie nicht so eng bin, dass ich den gleichen Namen wie sie tragen möchte...

sehe ich euer Problem viel tiefer!!! Sein Doppelname würde z.B. die Situation erzeugen, dass Kunden, die diesen Namen (seinen Doppelnamen) hören, deine Schwiegerfamilie u.U. mit Deiner Firma in Verbindung bringen. Bei dem Verhältnis evtl. problematisch!

V.m47
 
  • #8
Liebe FS,
Deine Gründe den eigenen Namen behalten zu wollen sind nachvollziehbar. Eine kluge, nicht streitsuchtige Frau wählt daher den Doppelnamen für die Aussendarstellung und nutzt ihren eigenen Namen. Resp. in Deiner beruflichen Situation zeigt das deutlicher, dass Du zwar verheiratet bist, dass es aber Deine Firma ist.

Als ich heiratete stand mein Berufsweg noch nicht fest, ob Wissenschaft oder Wirtschaft. Ich hatte meine ersten Veröffentlichungen unter meinem Namen rausgebracht und so wählte ich wegen Wiedererkennungswert den Dopelnamen. Mein Exmann hatte einen trivialen Namen, meiner ist selten und prägnant - zusammen war es ein langer Name.
Im Berufsleben nutzte ich der Kürze wegen meinen, nur im Schriftverkehr oder Vorstellungsrunden den vollen Namen. Bei der Scheidung hat kaum jemand die Veränderung bemerkt.

Ich glaube auch, dass euer Namenskrieg ein Stellvertreterkrieg ist. Ganz offensichtlich ist, dass Dein Mann seine Belange deutlich über Deine stellt und dass er ein ängstlich-konservatives Weltbild dabei zeigt. Wenn man beruflich oder geistig etwas internationaler aufgestellt ist, weiß man, dass Ehefrauen anderswo ihren Namen weiterführen.
Oder er hält Dich für blöd, dass er sich keine Mühe gibt zu argumentieren.

Ich finde die Gründe Deinen Namen weiterzuführen wichtiger als seine. Seine sind vorgeschoben, egoistisch und selbstwertschwach. Das ist ein deutliches Zeichen, dass ihr keine Beziehung auf Augenhöhe führt und dass er Dich downsizen will.
Es würde mich nun garnicht wundern, wenn Du erfolgreicher bist als er und dass er diese Stellvertreterkriege nutzt, um sich zu erhöhen.

Ganz ehrlich: bei Eurem Umgang miteinander um das Thema würde ich von einer Eheschließung absehen. In der Kombination geht das selten gut. Wie soll das bei einem echten Problem laufen?
 
  • #9
Mir wird wirklich schlecht, wenn ich hier lese, dass sie doch dann einen Doppelnamen annehmen sollte. Wo sind wir denn? Sein Verhalten geht wirklich gar nicht. Liebe FS, du musst dich hier nicht einmal rechtfertigen für den Wunsch, deinen Namen zu behalten. Ein Mann muss das auch nicht. Einem Mann würde auch kein Doppelname nahe gelegt werden. Warum sollst du weniger Wert sein? Einigt euch bei den Kindern, hier kann man mit den obigen Argumenten von Firma etc. sachlich argumentieren. Aber knicke bitte nicht vor dem Machismo ein und lass dir ein scheußliches Doppelnamen-Monstrum anschwatzen! Wenn er dich nur nicht heiratet, wenn du deinen Namen behältst, ist es keine Liebe.
 
  • #10
Dein Freund hat anscheinend echte Probleme. Such dir einen Mann der deinen Namen annimmt und fertig. So selten ist das heute auch nicht mehr. Kenne im persönlichen Umfeld einige Männer die das getan haben. Die Zeiten in denen die Frau nach der Hochzeit in den Besitz des Mannes übergegangen ist, ist zum Glück vorbei. Daher halte ich diese "Tradition" sowieso für überholt. Und bitte keinen Doppelnamen. Es gibt kaum etwas Schlimmeres.
 
  • #11
Also die Argumente liegen klar bei dir. Du stehst für die Firma, mit deinem Namen. Nicht im Traum würde ich da an seinen Namen denken oder ulkige Doppelnamen. Deine Familie vertraut auf dich und steht hinter dir. Setz ein Zeichen.

Du kannst nichts dafür, dass seine Karriere offensichtlich nicht ganz seinen Vorstellungen entspricht. So ein an den Haaren herbei gezogener Schmarrn. Als ob man von den Kollegen wüsste, ob die Frau den Namen angenommen hat oder nicht.

Ich selbst muss meinen Namen immer buchstabieren, obwohl urdeutsch, aber es schreibt sonst einfach jeder verkehrt und ja, das nervt gewaltig.
 
  • #12
Seine Argumente hören sich an, als habe er Komplexe dir gegenüber. Und offensichtlich fasst er das ganze als Machtspiel auf. Deine nachvollziehbaren Gründe sind ihm sch***egal? Ich finde seine Äußerungen klingen sehr unangenehm. Willst du ihn wirklich heiraten? Er kommt doch jetzt schon nicht damit klar, dass du das Familienunternehmen erbst und er “nur“ Angestellter ist. - Ich finde, dass sachliche, praktische und sprachästhetische Gründe zählen sollten bei der Namensentscheidung. Nicht das Geschlecht! Und auch nicht irgendwelche Minderwertigkeitskomplexe eines der Beiden Verlobten. Behalt deinen Namen. Egal was er sagt.
 
  • #13
In unserem Freundeskreis war es ähnlich: Sie Malerein, die mit ihrem Namen eine große Karriere und Bekanntheit hat, demzufolge wollte/konnte sie ihren Namen nicht aufgeben oder ändern. Hätte auch keinen Sinn ergeben.

Dein Partner hat dir schon erklärt, wo du stehst: Deine Identität steht unter seiner Karriere. Kannst du ihn evtl. überzeugen, dass deine Identität nicht unwichtiger ist als seine in der Welt?

Ich würde so nicht heiraten, sondern erstmal eine stabile Persönlichkeit erklimmen, vor allem meine "eigene Karriere" machen mit meinem eigenen Namen, die er so einfach nicht überrumpeln kann.
 
  • #14
Liebe FS
Ich würde niemandes Name annehmen, wenn ich heirate, vor allem nicht wenn ich deiner Situation wäre. Ich habe nun so lange alleine gelebt und mich selbst versorgt, ich möchte mir das Gefühl bewahren, ein Stück weit "Individuum" zu sein und meinen Namen, meine Identität, auch in einer engen und liebevollen Beziehung behalten zu dürfen. Wer mir das nehmen will, dem misstraue ich ein wenig.
Noch schlimmer, er wirft mir vor, dass ich damit seiner Karriere schade und nicht hinter ihm stehen würde. Er meint, dass alle hinter seinem Rücken über ihn als Schwächling reden würden, wenn er es nicht mal schafft, dass seine Frau seinen Namen annimmt. Und auch seine Kollegen würden ihn nicht respektieren können, geschweige denn seine Chefs oder Kunden (er ist in der Beratung tätig). Findet ihr das gerechtfertigt?
Er argumentiert hier mit seinen beruflichen Interessen, aber von seinem angeblichen Problem habe ich noch nie gehört. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er als Angestellter und Kundenberater in der Kaffeepause ausgefragt wird, ob seine Frau seinen Namen angenommen hätte, oder dass Kunden denken, er sei ein "Schwächling", weil du anders heisst. Und dass er deswegen nicht befördert würde. Ich meine, wenn er Präsidentschaftskandidat wäre, könnte ich das verstehen.
Aber falls er es nicht mitbekommen hat, du wirst eine Firma übernehmen und im Chefsessel sitzen dereinst. Dass du deinen Namen behalten willst und musst, ist aus beruflicher Sicht eine Realität und fusst nicht auf diffusen Komplexen. Wahrscheinlich liegt der Hase da begraben: Wenn schon, wird er derjenige sein, der dir den Rücken stärken muss, nicht umgekehrt. Dass ihr das bislang als Paar so grandios verdrängt habt, dass dieser Konflikt erst bei der Namensgebung auftaucht ist ein grosses Alarmsignal.
 
  • #15
Liebe FS,

Ich kann dich, als auch ihn verstehen!

Deine Beweggründe wiegen meiner Meinung nach mehr, aber dass es ihm viel bedeutet, dass SEINE FRAU auch SEINEN NAMEN trägt, ist doch auch verständlich.

Was spricht dagegen, wenn Du offiziell einen Doppel-Namen trägst? Dein Name ist kurz und lässt sich sicher gut mit dem deines Freundes verbinden.
So kannst du dich in der Firma auch "nur" mit deinem Familiennamen nennen und dein (zukünftiger) Mann kann dich bei offiziellen Anlässen die mit seinem Job zu tun haben mit deinem Doppel-Namen vorstellen.

Das wäre meiner Meinung nach ein guter Kompromiss! So habt ihr beide was euch wichtig ist. Beziehung funktioniert manchmal nur mit einem Kompromiss, den man gerne schließt, wenn man sich liebt. Seh es doch mal nicht so wie hier oft beschrieben, dass dein Freund beleidigt ist und ein Problem mit deinem Erfolg hat, sondern einfach so, dass da ein Mann ist, der gerne voller stolz seine Frau vorstellen möchte, die nun auch seinen Namen trägt und für alle sichtbar mit ihm verbunden ist!

Hier zur Trennung zu raten, ist meiner Meinung nach völlig unangebracht! Bitte nehme das nicht voll, sondern suche nochmal das Gespräch mit deinem Freund... ein Kompromiss ist der Weg.... Wäre jedenfalls mein Weg (an deiner Stelle), wenn ich wirklich versuchen würde meinen Partner zu verstehen.
 
M

Michael_123

  • #16
Faszinierendes Problem was Dein künftiger Ehemann und Vater Deiner Kinder so hat.

Seine "Argumente" sind natürlich kompletter Nonsens. Ob er als Kollege und bei Kunden anerkannt ist liegt an seinem Auftreten und an seiner Kompetenz. Sein Kollegenkreis scheint auch nicht so hitverdächtig zu sein...

Wenn er sich seiner selbst bewusst wäre, würde er sich keinen Kopf machen.

Oder er ist ein Perfektionist, bei dem alles nach seinen Vorstellungen zu laufen hat? Ist miesepetrig, wenn Dinge nicht so laufen wie er möchte?

Du kennst ihn am besten - dieses Miniproblemchen werdet ihr sicher lösen können. Du bist zu nichts verpflichtet.
 
  • #17
Schließe mich den Vorpostern an. Wenn Dein Freund seinen Selbstwert tatsächlich darüber definiert, dass er Dich überzeugen muss seinen Namen anzunehmen um vor den Kollegen gut dazustehen, dann ist das nur die Spitze des Eisbergs.

Eine Namensänderung auf Deiner Seite macht in Deiner Konstellation überhaupt keinen Sinn. Wenn er das von Dir fordert, sollte er mal über seine Definition von Liebe gründlich nachdenken.
 
  • #18
Mein Exfreund war vorher verheiratet und beide hatten ihren Namen behalten.
Als es zu einer bösen Trennung kam, haben ihm direkt ein paar Herren gesagt: Das die nicht so heißen wollte wie Du, war doch damals schon ein Zeichen, dass sie nicht zu Dir steht.
Männer können da auch poröse Sprüche machen und an Männlichkeit und Ehre rum kratzen.
Vielleicht hat er schon einige solcher Giftpfeile abbekommen.
Nicht dass ich seine Reaktion dann toll finde aber es wäre eine Gesprächsgrundlage.
Solche Gespräche fängt man am besten mit einem Gefühl an. Freude Liebe Wut Angst und Traurigkeit sind übrigens nur "richtige" Gefühle. Ich bin verletzt ist indirekt schon ein Vorwurf...du Täter hast mir weh getan...Also rauslassen!
Sag ihm , dass Du traurig bist.
Ich wollte nie mit Dir kämpfen und jeder behält seinen, wäre für Dich die Möglichkeit gewesen, dass sich beide wohlfühlen.
Ich möchte werder, dass Du traurig bist noch ich.
Wir sollten uns wichtig sein und nicht was die Leute denken.
Ich habe das Gefühl, dass Du vor irgendetwas Angst hast.
Und wenn er wieder von den anderen anfängt, dann sag ihm: ich möchte Dich heiraten und keine Menschen die mir nichts bedeuten und schon lange nicht mehr da sind, wenn wir zusammen alt geworden sind.
So oder so ähnlich kann man ruhige Gespräche anfangen ohne Angriff und vielleicht auch den Pudelskern treffen.
Will er Dich oder Dich " beherrschen "...was ich nicht hoffe obwohl seine Kommunikation und Argumentation das transportiert.
Auch das Gefühl sollte man ansprechen.
Viel viel Glück in Deinem Namen;-)
 
  • #19
Nimm einen Doppelnamen an. Mädchennamen zuerst, dahinter hängst du seinen Nachnamen. So ist der Verlobte glücklich und du bist es auch weil der Zusammenhang zur Firma gegeben ist. Und im Fall der Fälle (Scheidung) legst du seinen Namen wieder ab. Das geht schnell und einfach, habe ich damals auch so gemacht.

Somit, wo ist das Problem?
 
  • #20
An alle, die der FS einen Doppelnamen vorschlagen:
Habt ihr mal an die Kinder gedacht? Die Kinder werden ebenfalls mal die Firma der FS erben und deshalb sollten sie, genauso wie die FS, den Firmennamen als Nachnamen tragen. Die Kinder können aber nur den Familiennamen tragen, also sollte der Name der FS der Familienname sein.

Man kann bei einer Heirat den eigenen Namen behalten, den Familiennamen annehmen oder den Familiennamen an den eigenen Namen anhängen. Es geht nicht, dass man den eigenen Namen als Familiennamen nimmt und den Geburtsnamen des Partners anhängt.
 
  • #21
Hallo :)

Behalte deinen Namen. Du musst dich für nichts rechtfertigen.
Einen Doppelnamen würde ich auch nicht wählen. Du musst hier nicht einknicken.
Seine Argumentation hat überhaupt nichts mit euch oder Liebe zu tun. Es geht ihm scheinbar nur um sich selbst... seine Karriere, seine Kollegen... was ist mit dir? Was ist mit deiner Firma?

Seine Kollegen lachen ihn aus? Unterschiedliche Namen schaden seiner Karriere? Wir leben nicht mehr in den 50ern.
An seiner Stelle würde ich den Kollegen mal eine Ansage machen.

Es steht nirgendwo, dass die Frau den Namen des Mannes annehmen muss. Willkommen in der Neuzeit... das sollte ihm mal klar werden.

Alles Gute :)
 
  • #22
Bezüglich Doppelname: eigentlich eine ganz gute Idee, ich kenne einige, die zwar einen Doppelnahmen haben, diesen aber am Telefon oder sonst nicht benutzen. Bei offiziellen Schreiben und in Schriftstücken natürlich schon.
ABER: interessant wäre es jetzt zu wissen, ob Dein Verlobter damit klar kommt, dass Dein Mädchen-Name ZUERST kommt, dann seiner, den man jederzeit unter den Tisch fallen lassen kann.
Falls NICHT, seid Ihr wieder in eurer Diskussion am Anfangspunkt und er hat einfach ein schwerwiegenderes Problem mit der Konstellation Du die Chefin, er der Angestellte (wenn auch in verschiedenen Firmen, oder der selben?)
Noch ein weiterer Gedanke:
Wie werden dann Eure Kinder heißen? Die ja irgendwann auch die Firma erben werden?
 
  • #23
Liebe FS,
Deine Gründe den eigenen Namen behalten zu wollen sind nachvollziehbar. Eine kluge, nicht streitsuchtige Frau wählt daher den Doppelnamen für die Aussendarstellung und nutzt ihren eigenen Namen. Resp. in Deiner beruflichen Situation zeigt das deutlicher, dass Du zwar verheiratet bist, dass es aber Deine Firma ist.

Ich finde Doppelnamen absolut übel. In der Regel klingen sie nicht gut und hinterlassen bei mir auch immer den Eindruck, dass da eine Frau mit dem Holzhammer darauf hinweisen muss, verheiratet zu sein. Doppelnamen sind für mich ein westdeutsches Phänomen bei Frauen über 40. In unserer Region sind sie selten anzutreffen, wenn erlebe ich es beruflich und zusammen mit der Berufsbezeichnung wird es dann noch schlimmer.

Als mein Mann und ich verlobt waren, kamen wir auch auf das Namens-Thema. Ich fragte ihn, ob es ihm etwas ausmacht, wenn ich meinen Name behalte, das fand er nicht gut. Im Gegensatz zur Argumentation des Verlobten der Fs hatte er aber einen guten Grund. Er wollte das unsere Familie, also wir als Paar und zukünftige Kinder, denselben Namen tragen. Das hat mich überzeugt und ich war bereit seinen Namen anzunehmen. Allerdings bot er mir sofort an, meinen Namen anzunehmen und so haben wir es dann auch gemacht.

Deine Gründe deinen Namen zu behalten sind nachvollziehbar. Aber selbst wenn es diese guten Gründe nicht gäbe und du einfach nur so deinen Namen behalten willst, dann ist das ok. Der Namenswechsel sollte eine bewusste Entscheidung sein. So sieht das ja inzwischen auch das Gesetz vor, wenn du nicht ausdrücklich dem Namenswechsel zustimmst, behältst du auch nach der Eheschließung deinen Namen.

Ob die Frage jetzt eine Diskussion über eure Beziehung oder Heirat auslösen sollte, kannst nur du entscheiden. Aber die Gründe deines Partners klingen für mich auch etwas nach Selbstwertproblem.
 
  • #24
Nimm einen Doppelnamen an. Mädchennamen zuerst, dahinter hängst du seinen Nachnamen. So ist der Verlobte glücklich und du bist es auch weil der Zusammenhang zur Firma gegeben ist. Und im Fall der Fälle (Scheidung) legst du seinen Namen wieder ab. Das geht schnell und einfach, habe ich damals auch so gemacht.

Somit, wo ist das Problem?

Ach, der Kompromiss heißt also: Frau, mach was der Gatte (fast) will. Wenn man sich nicht auf einen Namen einigen kann und jeder seinen behalten möchte, dann ist das halt so. Da kann man schlecht Kompromisse schließen, zumal die FS hier wirklich auch sachliche Gründe vorträgt und sein "Argument" wohl wirklich lächerlich ist. Für den feinen Herrn ändert sich ja auch nichts. Die beiden werden im Übrigen ja auch nicht das klassische Modell leben.

Und zum Thema sein Stolz: Hat sie keinen?

Wenn sie einen Doppelnamen annimmt, hat das auch die Folge, dass die Kinder seinen Namen automatisch bekommen, da das dann der "Hauptname"/Familienname ist. Solche Dinge sollte man auch bedenken. Was, wenn die Kinder mal den Familienbetrieb übernehmen wollen?

Frauenfeindlichkeit ausgehend von Frauen ist wirklich schrecklich. Und Männer, die so denken wie der Verlobte der FS ebenso. Erfrischend zu sehen, dass es hier so Männer gibt wie Steve und Michael!
 
  • #25
Falls hinter dem Namens-Problem tiefergehende Aspekte in der Partnerschaft stecken, hat die FS hier gute Anregungen bekommen, hinter eben diese Kulisse zu schauen, so sie mag.

Ansonsten finde ich dieses wieder einmal reflexhafte Rufen nach Trennung für eine junge Frau, die demnächst heiraten möchte, äußerst ungehörig. Manchen Foristen scheint nichts anderes einzufallen.

Erst einmal wären die Aussagen des Mannes ernst zu nehmen. Er ist offenbar altmodisch, und das ist keine schlechte Ansicht, sondern nur eine andere. Das kann man auch einfach mal so respektieren. Er hat seine Wünsche und dieses Umfeld, und es ist ziemlich unfair, ihm das abzusprechen. Da würde ich eher an seiner Stelle die Beziehung hinterfragen, wenn ich mit meinen Bedürfnissen so wenig Gehör und Verständnis finde (es geht nicht um das Durchsetzen seiner Meinung, sondern explizit darum, überhaupt erst einmal gehört zu werden).

Liebe FS, es gilt für euch, einen Kompromiss zu finden, mit dem beide leben können. Beide Argumente sind aus ihrer Perspektive stichhaltig, daher wäre mglw. die Lösung tatsächlich, dass du einen Doppelnamen annimmst.
Dass sein Name nicht hübsch klingt und immer buchstabiert werden muss, ist für mich kein stichhaltiges Kriterium, um seine Wünsche komplett zu torpedieren.
Er könnte im Gegenzug nur seinen Namen behalten und müsste nicht dazu genötigt ("entmannt") werden, auch den Doppelnamen zu tragen, wenn ihm das nicht zusagt.
Dass du deinen Namen mit einbringst, kann er vor den Kollegen gut mit der Übernahme des Betriebs rechtfertigen.
Für dich bliebe nur die Unannehmlichkeit, von Zeit zu Zeit einen längeren und unschöneren Namen schreiben und buchstabieren zu müssen. Du solltest dir überlegen, ob dir dein Partner diese Unannehmlichkeit wert ist.
 
P

Papillon

  • #26
Kurz eine andere Sichtweise:
Also ich arbeite ebenfalls in einem Familienbetrieb mit entsprechenden Namen. Die Firma werde ich ebenfalls übernehmen bzw wir sind im Übergabeprozess. Ich hätte aber keine Probleme den Namen meines Mannes anzunehmen. Ich finde das gehört dazu und ist ein Zeichen, dass man eine Familie ist.
Firmennamen sind ständig im Wandel. Es gibt Fusionen und werden angepasst. Ich habe sooft ein solches Informationsschreiben auf dem Tisch.
Unüblich ist es, besonders in traditionellen Handwerk, dass Frauen nicht den Namen des Mannes annehmen. Das heißt natürlich nicht, dass es die FS tun muss. Aber so könnte auch ihr Verlobter denken.
Wo ich ihn nicht verstehe: wer bitte fragt im normalen Geschäftsalltag danach, wie der Mann oder die Frau mit Nachnamen heißt? Karrieren hängen bestimmt nicht daran.
Ich kann eher den ästhetischen Faktor nachvollziehen. Wenn der Name einfach nicht schön ist, da haben es später die Kinder schwer. Von Doppelnamen halte ich nicht viel. Wenn ein Paar nicht mal in der Lage ist sich bei sowas zu einigen, wie soll es dann bei richtigen Problemen gehen? Solche Ehen nehme ich im Unterbewusstsein nicht ganz so ernst.
 
  • #27
Als ich 1985 geheiratet habe, habe ich einen Doppelnamen angenommen. Ich wollte meinen Namen nicht ganz hergeben und ihm nicht zumuten, meinen Namen annehmen zu müssen. Als dann 1994 die neue gesetzliche Möglichkeit geschaffen wurde, dass jeder seinen Namen behalten kann, habe ich, in der Übergangsfrist, in der das möglich war, meinen Doppelnamen abgelegt und trage seither wieder meinen Mädchennamen.

Mein damaliger Ehemann war sehr beleidigt. Er fand, dass wir einen gemeinsamen Namen haben sollten. Seinen natürlich. Und das finde ich ehrlich gesagt egoistisch. Ich hätte ja verstehen können, dass er meinen Namen nicht annehmen möchte. Aber verlangen, dass ich seinen Namen trage (der übrigens gar nicht schön ist, slawische Endung mit itzki hinten). Von wegen Gleichberechtigung. Hier hört sie nämlich gleich schon auf.
 
  • #28
Hätte/wäre/wenn…

Es ist heute noch nicht sicher, ob das Paar gemeinsame Kinder haben wird und ob die überhaupt einmal die Firma erben. Mir fallen mehrere Gründe für einen Negativfall ein. Klar, der Mensch muss und sollte alle Eventualitäten im Kopf durchlaufen lassen, trotzdem fließt bis dahin noch viel Wasser den Rhein herunter.

Nichts desto trotz tun die Beiden gut daran, bereits vor der Hochzeit einen Nachnamen als Familiennamen festzulegen. Und zwar schriftlich, damit jeder Einzelne sich auch 10 Jahre später noch darin erinnert. Nicht erst bei der Geburt eines Kindes. Sind sie dazu nämlich aus Gründen von Trotz, Wut und Sturheit nicht in der Lage wird ein Familiengericht über ihren Kopf hinweg bestimmen. Punkt! Das wäre dann traurig und peinlich zugleich, weil es ganz klar ihre persönliche Unfähigkeit bescheinigt.

Eine Möglichkeit ist noch, dass der Partner deinen Nachnamen annimmt. Ich kenne einige Männer, die in große und seit langer Zeit bestehende Firmen eingeheiratet haben. Den Nachnamen ihrer Frau als Erstes in ihrem Doppelnamen tragen, damit Fremde direkt wissen, aus welchem Stall die kommen.

Setzt euch wie erwachsene Menschen zusammen und wägt pro und contra für jeden Einzelnen ab. So schwer ist das doch gar nicht!!! Und wenn alle Stricke reißen suche dir einen neuen Mann…
 
  • #29
Familienunternehmen haben eine eigene Kraft. Erhalten im Sinne von Erben/Übernehmen, gehen auch einher mit Verantwortung und Pflicht.

1. Du behältst in jedem Fall deinen Familien-Namen ... auch aufgrund der Firma.
2. DEINE Kinder sollen in jedem Fall deinen Familien-Namen tragen ... immerhin wachsen sie in deinem Bauch heran und werden/ sollen nach dir die Firma weitertragen.
Dein Name hat klaren Bezug zur Firma bzw. ist sogar Bestandteil des Firmennamens

Namenswechsel in der Folge-Generation sind nachteilig für Geschäfte, wenn die klare Gründer-Inhaber-Linie nicht mehr erkennbar ist.

2. Hast du überhaupt schon den Ehevertrag vorbereitet?
Der wird nämlich auch noch notwendig werden.
Schließlich müssen Firma und Mitarbeiter vor Scheidung/Scheidungsfolgen geschützt werden.

3. Dieser Mann ist kein guter Partner, für eine Frau die ein Unternehmen führen wird.
Er ist engstirnig, egoistisch, neidisch oder zumindest egozentrisch,
und in seiner Familie fühlst du dich nicht wohl.
Was weißt du von diesen? Kennst du die Schattenseiten seiner Sippe? Haben sie sich früher schon Werte, Ländereien oder Immobilien angeeignet oder darum gestritten?
Seine Forderungen an dich könnten sogar Taktik sein ...
Immerhin bringst du eine fette Beute in den Clan...
In 1 Generation trägt diese dann deren Namen ... ohne jegliche Aufbau-Leistung.
Er manipuliert dich ja bereits jetzt schon. Stellt (als Angestellter) seine Kunden über die Kunden eures Unternehmens.
Und du sollst lieb und nett und verständnisvoll Abstriche machen
um den Gatten nicht zu erzürnen ... ?

Im Grund kannst du dir solche Partner (Energie-Räuber) gar nicht leisten.
Dennoch ist es besser, dies jetzt noch zu erkennen, und nicht erst nach der Hochzeit.

4. Eventuell springt er ab, wenn du ihm Punkt 1-2 erklärst. Tue es!


Alles Gute!
 
  • #30
Ok, ihr streitet euch um den Namen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das das einzige ist.

- Wie steht's mit dem Wohnort, was passiert, wenn er in einer anderen Stadt eine tolle Arbeitsstelle bekommt ?

- Wie einigt ihr euch, wenn ihr Kinder habt und die betreut werden müssen ? Wenn du eine Konferenz hast, deren Ende nicht absehbar ist ? Macht er dann früher Schluss und holt die Kinder vom Kindergarten ab oder geht das auch nicht, weil die Kollegen das auch weicheimäßig finden ?

- wie einigt ihr euch, wenn du findest, dass es toll ist, ganz nah an der Firma wohnen zu bleiben, er aber eine gaaanz tolle und gar nicht teure Hofreite auf dem Land kaufen will ? Weil das ja auch so toll für die Kinder ist.

- Nimmt er in den Sommerferien drei Wochen Urlaub, um die Kinder zu betreuen, weil du ja nicht sechs Wochen wegbleiben kannst ?

- und noch viele Kleinst-Petitessen, wie Wohnzimmereinrichtung, Auto, Urlaubsort, die Gestaltung der Hochzeit und etwas größere wie die Wahl der Schule, der Religion, wie lange die Kinder abends wegbleiben dürfen und ob sie nur Ökomampf bekommen oder auch mal Fastfood ?

Wie habt ihr euch bisher geeinigt ?
Das mit dem Namen ist nur ein winziges Detail, deswegen würde ich mich nicht trennen. Wenn es keinen Konsens gibt, behält jeder seinen Namen. Wenn er dich unter diesen Umständen nicht heiratet, gibt es eben keine Heirat.

w 50
 
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