• #61
Natürlich betreiben manche Frauen auch bei diesem Thema Rosinenpickerei, indem sie bei einem bekannten oder adligen Namen des Mannes natürlich dessen Familiennamen und die damit verbundenen Vorteile annehmen möchten. Auch im Falle einer Scheidung wird dann der Name behalten, auch wenn der Ex wieder neu heiratet. Siehe Barbara BECKER, die unter dem bekannten Namen bis heute erfolgreich Produkte vermarktet, obwohl sie schon lange von Boris geschieden ist und dieser wieder eine neue Frau Becker an seiner Seite hat.
 
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  • #62
@Tulya
Vollkommen richtig, aber wieso bekennt sich der Mann denn nicht namenstechnisch zu seiner doch angeblich geliebten Ehefrau? Wieso soll das die Frau denn automatisch beim Mann tun? Sie trägt doch ebenfalls einen hohen Arbeitsanteil am Funktionieren und Bestehen der Ehe. Bei einer Familie ist sie es, die ihren Körper neun Monate lang als Nest für das gemeinsame Kind hergibt. Allein dafür müsste der Mann doch eigentlich den Namen der Frau annehmen. Ich finde, Mann und Frau sollten die Namenswahl gleichberechtigt und unter Zuhilfenahme aller relevanten Aspekte entscheiden. Die Zeiten, in denen die Frau automatisch den Namen des Mannes annimmt sind inzwischen lange vorbei.
 
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  • #63
Wer seine Identität und Einzigartigkeit ausschließlich über seinen Namen ausdrücken kann, der hat im Leben grundsätzlich wohl irgendwas falsch gemacht.
Finde ich auch, dass die Männer, die ihren Namen nicht ablegen wollen, ein Problem haben.
Außerdem ist die ganze Erklärerei über unsere Namensverhältnisse irgendwann echt auch nervig, obwohl nicht sehr zeitaufwendig.
Stimmt, warum bleiben nicht endlich alle erwachsenen Menschen bei ihrem Geburtsnamen? Dann sind die Verhältnisse wieder klar. Wird auch so kommen, dauert aber noch. Immerhin sind wir ja schon im 21. feministischen Jahrhundert!
 
  • #64
Wir haben auch Vorteile mit unseren beiden Namen: mein Mann steht nicht im Telefonbuch ( das empfanden wir als besser), dafür aber ich mit meinem Namen (falls jemand unserer Bekannten die Tel.Nr. sucht).
Ich habe aber auch kein Problem damit, wenn mich jemand mit dem Namen meines Mannes anspricht.

Ich bin auch heute noch froh, meinen Namen behalten zu haben. Es ist meine Identität, und Freunde von früher können mich so auch wieder finden. Ich bin namentlich nicht vom Erdboden verschwunden.
 
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  • #65
Bei der Identitätsfrage kommt es sicher auf den konkreten Namen an. Wenn ich einen häufigen Namen wie Maria Neumann oder Andrea Hoffmann habe, ist es etwas anderes als einen außergewöhnlichen Namen zu haben, der in ganz Deutschland einzigartig ist.
Am Beispiel Becker sieht man, dass der Name Vorteile bringen kann, also wäre es dumm, unachtsam einen Namen abzulegen oder anderen Namen anzunehmen, "weil es halt so ist". Es geht nicht um Rosinenpickerei, es geht darum, dass die beiden Eheleute für sich als Paar die beste Möglichkeit aus den Gegebenheiten aussuchen.
Eine Ärztin "Dr. Gesund" aus einer alten Ärztefamilie Gesund sollte nicht unachtsam auf ihren Namen verzichten und einen anderen Namen annehmen, weil es eben so Brauch ist.
Wenn der Familienname regional positiv bekannt ist, ist es sinnvoll diesen Namen weiter zu führen, weil sich das Paar einfacher tut.
Ich sehe folgendes bei meinen früheren Schulfreundinnen mit neuem Namen: sie sind für alte Bekannte nicht mehr erkennbar. Auf Facebook und Xing finde ich sie nicht mehr und bei Kontaktanfragen erkenne sie nicht, lese ich in der Zeitung, dass sich Frau Xy für ein politisches Amt bewirbt, eine Zahnarztpraxis eröffnet oder Schulrektorin wird, erkenne ich sie nicht.
Für Menschen, die wenig verwurzelt sind oder einen häufigen Namen haben, sind das aber keine Argumente.
 
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  • #66
Hallo Camille !

Ja, das finde ich gut "... Ich habe kein Problem damit, wenn mich jemand mit dem Namen meines Mannes anspricht ...". Das ist vermutlich auch "die Lösung".

Jeder heißt, wie er will und spricht mich jemand mit dem Namen meiner Frau an oder sie mit meinem, dann ist es einfach gut so und egal. Es ist mir somit ganz egal, wie ich angesprochen werde. Ich reagiere bei alle Arten wohlwollend.
 
  • #67
Männer lieben doch logische Schlussfolgerungen und Handlungen.

Richtig, deswegen halten auch immer mehr Männer feste Beziehungen zu Frauen (Ehe, Kinder) nicht mehr für erstrebenswert, weil es keinen nachvollziehbaren Grund dafür mehr gibt.

UND: sie haben ihren Körper hergegeben um die Kinder auszutragen, oft die Karriere aufgegeben, eben viel mehr von sich aufgegeben als der Mann.

Die Argumentation ist ungefähr so, als würden Männer argumentieren, dass sie den Wunsch der Frau nach Kindern nur deshalb verweigern, um Frauen vor sich selbst zu beschützen, damit diese nicht ihren Körper hergeben, die Kinder austragen, ihre Karriere aufgeben und angeblich so viel mehr als Männer aufgeben.

Frauen sind irgendwie echt Meister darin, die Verfolgung eigener Wünsche immer auch als Selbstaufopferung darzustellen.

Und die offensichtliche Diskriminierung der Männer vor den Gerichten, wonach die Kinder selten dem Mann zugesprochen werden, auch noch als härtere Belastung der Frau anzusehen, entspricht genau dieser ständigen Opferinszenierung der Frauen. Erst streiten Frauen oft mit übelsten Lügen vor den Gerichten, damit die Kinder nicht zum Vater kommen, um dann nach Durchsetzung der eigenen Wünsche sich wieder als Opfer zu verkaufen, die härter belastet sei.

Selbst Blinde sollten hier sehen können, dass es schlicht vollkommen absurd ist, dass 2 Parteien sich so hart vor Gerichten darüber streiten würden, wenn die Funktion des Zahlsklaven tatsächlich der angenehmere Part wäre.

Das bedeutet: diese Tradition der Namensausrichtung nach dem Mann sollte weg (die Tradition hat nur mit "Besitz" zu tun, nicht mit Liebe, nicht mit Gerechtigkeit und am wenigsten mit Logik in irgendeiner Form).

Deswegen sollte man sich auch gegen "Ehe" und Kinder entscheiden, denn diese Traditionen haben auch nichts mit Liebe, nichts mit Gerechtigkeit und am wenigsten mit Logik in irgendeiner Form zu tun. Denn dann "besitzt" im Falle einer Trennung auch keiner einen Unterhaltsanspruch oder sonstige Rechte an dem anderen und keiner braucht sich dann "ungerecht" behandelt zu fühlen. Aber, wenn die Frau eine Tradition für sich und die eigenen Lebenswünschen für günstig hält, soll rosinenpickend daran natürlich wieder festgehalten werden.
 
  • #68
Wir hatten keine Kinder und ich habe den Doppelnamen gewählt, weil ich mir im wissenschaftlichen Umfeld unter meinem Namen bereits vor der Ehe einen gewisen Ruf erarbeitet hatte. Unter diesem Namen war ich wegen der Seltenheit auch mit Doppelnamen auffindbar. Der akademische Ruf gehört zu meiner Identität - nicht mein Familienname.

Für meine Kollegen war es einfach - sie blieben bei meinem Namen, weil der Doppelname wirklich lang war. Nach der Scheidung und meiner Rückbenennung müsste sich niemand umgewoehnen.

Ich fand die Lösung gut während der Ehe, undogmatisch und einfach rückabwickelbar bei Scheidung. Aus solchen Trivialitaeten mache ich keinen Paarkonflikt.

Das (freilich selten zutreffende) Argument des akademischen "Namens" halte ich für valide. Ebenso valide ist das (und in der Mehrzahl der Fälle zutreffende) Argument der einfachen "Rückabwicklung" - über dieses sollten Männer genau nachdenken, bevor sie sich auf etwas einlassen.

In meinem Fall wiederum ist es so, dass meine Familie eine lange und große Tradition hat. Diese wird auch an die nächsten Generationen weitergegeben. Wenn eine Frau nicht dazu passt, dann ist es ihr Pech. Nicht das meiner Familie, im Gegenteil.
 
  • #69
Dann hat mir eine Freundin einen salomonischen Rat gegeben:
"Wenn es dir nicht sooooooo wichtig ist und du ihm eine Freude machen kannst, dann nimm doch seinen Namen an."

Ich denke, in dem Ratschlag der Freundin findet sich eine Art Grundpfeiler für das Gelingen einer Partnerschaft: Manchmal muss man auch mal die Größe haben, Dinge zu tun, die einem vielleicht nicht sooo sehr in den Kram passen, um den Partner glücklich zu sehen. Und zwar ungeachtet der eigenen Interessen.

Man kann ruhig über die Sinnhaftigkeit verschiedener Traditionen diskutieren [... wobei schon auffällt, dass die Rolle des hofierenden Gentleman komischerweise nur selten von Frauen hinterfragt wird ... manch (veraltete) Tradition scheint aus der Perspektive des Nutznießers gar nicht sooo schlimm]. Dabei sollte man aber nicht das aus dem Blick verlieren, was der / die Partnerin in einem Anflug von Altruismus selbst vielleicht schon aufgegeben oder getan hat.

Deinem Gatten in spe ist es wichtig, dass die Familie einen gemeinsamen Namen trägt. Hat er vielleicht schon einmal etwas für Dich getan, was eigentlich so gar nicht sein Ding war? Einfach nur so ... um Dich glücklich zu machen?

Und, um mal den Gedankengang von kolibri22 einen Schritt weiter zu führen, verleugnest Du nicht mit jedem morgendlichen Schminken oder dem regelmäßigen Färben Deiner Haare nicht auch Dein eigentliches Ich? Steckt darin nicht auch ein Identitätsverlust?
 
  • #70
Der Name symbolisiert die Identität - okay, da sind sich hier fast alle einig. Mit einer Heirat "bekennt" man sich zu einem anderen Menschen und ein gemeinsamer Name symbolisiert das nach außen. Wer seine Identität und Einzigartigkeit ausschließlich über seinen Namen ausdrücken kann, der hat im Leben grundsätzlich wohl irgendwas falsch gemacht. Liebe FS, ich kann dich nachvollziehen. Als ich vor fast zwei Jahrzehnten meinen Mann kennengelernt habe, habe ich ähnlich argumentiert: Mein Nachname gehört schon so lange zu mir, ich identifiziere mich mit ihm und folglich behalte ich ihn. War bei der Heirat kein Problem. Mittlerweile sehe ich das anders. Wir sind zusammengewachsen, haben uns mitteinander weiterentwickelt, ein Teil Selbstaufgabe ist zwangsläufig immer dabei - schon alleine wenn dann Kinder kommen. Ich würde mir heute sehr häufig wünschen, wir hätten den selben Namen.
Ich war die Verfasserin vom #57 doch aus Versehen habe ich ihn als Gast abgeschickt.

Wenn die Frau den Namen ihres Mannes annimmt, so würde das bedeuten, dass nur sie sich zu ihm bekennt und seinen Namen trägt. Was ist mit ihm, bekennt er sich nicht damit zu ihr, wenn er nicht ihren Namen annimmt bzw. wenn nicht beide einen Doppelnamen haben? Das ist wenn schon ein gegenseitiges Bekenntnis zueinander und kein einseitiges.

Ansonsten bleibt für ihn alles gleich aber die Frau soll sich zu ihm bekennen, indem sie seinen Namen so selbstverständlich annimmt? Also bitte, in welchem Jahrhundert leben wir? Selbst du hast deinen Namen behalten, was ich ausgesprochen gut finde und das würde mich nie in meinem Leben stören. Mit der zweiten Heirat hat meine Schwester zum zweiten Mal ihre Identität verloren (wie ich ihr schon sagte) und es ist tatsächlich so, dass sie sich extrem anpasste und unterordnet.

Es ist nicht der gemeinsame Name, welcher der Aussenwelt signalisiert, dass wir zusammen gehören und ich muss der Aussenwert gar nicht signalisieren, denn ich lebe nicht für die Aussenwelt, sondern für mich selbst und mein eigenes, privates Glück mit einem Mann. Und die Liebe zwischen zwei Menschen, ob verheiratet oder nicht spüren und sehen die anderen auch so!

Kinder können oder sollten den Namen der Mutter tragen, wenn man bedenkt, dass heute Frauen auch aus Samenspende schwanger werden können. Wie z.B. lesbische Frauen. Ein schwuler Holländer (den ich kannte) spendete auch seinen Samen an eine befreundete lesbische Frau.
 
  • #71
Wenn die Frau den Namen ihres Mannes annimmt, so würde das bedeuten, dass nur sie sich zu ihm bekennt und seinen Namen trägt. Was ist mit ihm, bekennt er sich nicht damit zu ihr, wenn er nicht ihren Namen annimmt bzw. wenn nicht beide einen Doppelnamen haben? Das ist wenn schon ein gegenseitiges Bekenntnis zueinander und kein einseitiges.

Ansonsten bleibt für ihn alles gleich aber die Frau soll sich zu ihm bekennen, indem sie seinen Namen so selbstverständlich annimmt? Also bitte, in welchem Jahrhundert leben wir?
...
Es ist nicht der gemeinsame Name, welcher der Aussenwelt signalisiert, dass wir zusammen gehören und ich muss der Aussenwert gar nicht signalisieren, denn ich lebe nicht für die Aussenwelt, sondern für mich selbst und mein eigenes, privates Glück mit einem Mann...
Der Mann bekennt sich zur Frau, wenn er ihr anbietet, ihr den Namen seiner Familie zu geben. Er stellt damit das gemeinsame Glück über sein eigenes. Das funktioniert natürlich nur mit einer Partnerin, die das ebenso sieht.

Egoistische Frauen - die nur ihr eigenes privates Glück verfolgen - sind weder Partnerschafts- noch gar Ehe-tauglich und sollten für Ernstes gemieden werden.
 
G

Gast

Gast
  • #72
Der Mann bekennt sich zur Frau, wenn er ihr anbietet, ihr den Namen seiner Familie zu geben. Er stellt damit das gemeinsame Glück über sein eigenes. Das funktioniert natürlich nur mit einer Partnerin, die das ebenso sieht.

Egoistische Frauen - die nur ihr eigenes privates Glück verfolgen - sind weder Partnerschafts- noch gar Ehe-tauglich und sollten für Ernstes gemieden werden.
In einer modernen partnerschaftlichen Beziehung hat der Mann kein Problem damit, sich zu seiner Frau zu bekennen. Er lässt ihr ihren Namen, sie lässt ihm seinen Namen. Denn sie respektieren sich als gleichwertige Menschen, auch in ihrem öffentlichen Auftreten. Er gehört zu den Kernthemen des Feminismus, dass Frauen Zugang zum öffentlichen Raum bekommen - auf der ganzen Welt.
Egoistische Männer, die nur ihr eigenen privates Glück verfolgen und keine Ahnung davon haben, was Frauen leisten mussten und worauf sie jahrhundertelang verzichten mussten auf dem Weg zur Gleichberechtigung, sind weder partnerschafts- noch ehetauglich und werden von uns Frauen zunehmend gemieden. Deswegen weichen Männer ja auch gerne ins rückständige Ausland aus.
 
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Ars_Vivendi

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  • #73
Was ist mit ihm, bekennt er sich nicht damit zu ihr, wenn er nicht ihren Namen annimmt bzw. wenn nicht beide einen Doppelnamen haben? Das ist wenn schon ein gegenseitiges Bekenntnis zueinander und kein einseitiges.

Auch in der heutigen Zeit wird von mir als Mann immer noch erwartet, dass ich mich "bekenne", indem ich eine Frau heirate.
So wie der überwiegende Teil der Ehen auf Initiative der Frau hin geschieden wird, dürfte auch der überwiegende Teil auf Initiative (und mit meist subtilem Druck) der Frau geschlossen werden.
Und, für die meisten Frauen nicht nachvollziehbar, die "Freiheit", die ich damit aufgebe, ist für den Mann meist ein erhebliches Opfer, genau um sich zu der Frau zu bekennen.
Frauen beenden zum Teil sogar die Beziehung konsequent, wenn sie nicht innerhalb einer bestimmten Zeit "gefragt" werden.
In einer Zeit, in der sicher bald auch noch jemand klagen wird, weil er seinen Kanarienvogel nicht heiraten darf, sollte man aus meiner Sicht dann die Ehe an sich in Frage stellen, wenn man schon an Traditionen rüttelt.
 
  • #74
Egoistische Frauen - die nur ihr eigenes privates Glück verfolgen - sind weder Partnerschafts- noch gar Ehe-tauglich und sollten für Ernstes gemieden werden.
Man kann genauso sagen, der Mann ist egoistisch und nimmt ihren Namen nicht an! Warum tut er das nicht, wenn ihm die zukünftige Frau ihren Namen anbietet?
Gerade bei FB gesehen, ein Bekannter, der verlobt war, hat geheiratet und trägt den Namen seiner Schweizer Frau. Er ist ein Deutscher.
Der Name würdest du nicht ändern, weil er seine Identität ist! Zu Recht!

Hat die Frau keine eigene Identität, Persönlichkeit? Hängt das Glück des Ehemannes ausschliesslich davon ab, ob die Frau seinen Namen annimmt? Wirklich nur davon?
 
  • #75
In einer modernen partnerschaftlichen Beziehung hat der Mann kein Problem damit, sich zu seiner Frau zu bekennen. Er lässt ihr ihren Namen, sie lässt ihm seinen Namen. Denn sie respektieren sich als gleichwertige Menschen, auch in ihrem öffentlichen Auftreten. Er gehört zu den Kernthemen des Feminismus, dass Frauen Zugang zum öffentlichen Raum bekommen - auf der ganzen Welt.
Egoistische Männer, die nur ihr eigenen privates Glück verfolgen und keine Ahnung davon haben, was Frauen leisten mussten und worauf sie jahrhundertelang verzichten mussten auf dem Weg zur Gleichberechtigung, sind weder partnerschafts- noch ehetauglich und werden von uns Frauen zunehmend gemieden. Deswegen weichen Männer ja auch gerne ins rückständige Ausland aus.

Noch haben wir keine Vorschriften, dass Faruen den Namen ihrer Männer nicht annehmen dürfen - und noch gilt es nicht als erstrebenswert, dass Kinder (vielleicht aus Samenspenden entstanden?) den Namen der Mutter statt deines Vaters oder der Familie tragen müssten.

Was das mit Frauen im öffentlichen Raum oder mit der in früheren Jahrhunderten (nicht mehr heute!) durchaus gegebenen manifesten Benachteiligung von Frauen (mit Wahlrecht angefangen und beim Ehrecht noch nicht beendet) zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. Für mich ist das schon fast Kampfemanzentum, beinahe putzig in der inneren Logik.

Schlimm, diese rückständigen Männer, die sich nicht umerziehen lassen wollen, was? Nur: es gibt immer noch eine Menge Frauen, die keine weichgespülten Softies wollen. Müssen die auch umerzogen werden?
 
  • #76
Ich will die Faru erst noch erleben, die den Adelstitel (obwohl im normalen Leben nie benutzt) des Mannes verschmäht hätte. Ist mir noch nicht begegnet, wobei mir auch hartgesottene Emanzen im Alltagsleben gottlob nicht allzu häufig begegnen. Und bei denen, die ich erlebt habe, nehme ich an, dass sie so Ihre ganz eigenen Probleme auf dem Partnerschaftsmarkt haben könnten - was manchmal zu der Vermutung veranlasst, auch darin könnte einer der Gründe für Ihre Verbitterung und Verbiesterung liegen?
 
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  • #77
Hallo, also, das Thema als solches ist mir wumpe.Sollte ich heiraten, werde ich, für mich persönlich ist das selbstverständlich, den Namen meines Ehemannes annehmen.Aber das soll jeder halten, wie er mag, aus den Gründen, die er für richtig und gut befindet.Möchte nur dazu was schreiben:

Hast Du Dir gedanken gemacht wie die Kinder heißen werden? Ich glaube sie übernehmen den Namen des Mannes, aber erkundige Dich darüber. Das würde heißen, dass Mann und Kinder Müller heißen und nur Du - Weber...

Nein, das ist nicht so! Wie kommst Du darauf? Meine beste Freundin hat bei der Heirat ihren Namen behalten, ihr Mann seinen auch.Keine Doppelnamen, und beide Kinder heißen mit Geburt so wie sie!
 
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  • #78
Auch in der heutigen Zeit wird von mir als Mann immer noch erwartet, dass ich mich "bekenne", indem ich eine Frau heirate.
So wie der überwiegende Teil der Ehen auf Initiative der Frau hin geschieden wird, dürfte auch der überwiegende Teil auf Initiative (und mit meist subtilem Druck) der Frau geschlossen werden.

Ich frage mich, was denn bloß für Männer draußen rumlaufen. Alle fremdbestimmt von bösen Frauen, die subtilen Druck ausüben und die Initiative übernehmen. Was für Lus.... und Schlappis sind denn das?
Männer, wenn ihr euch so schlecht fühlt, dann steht auf und kämpft für eure Rechte und jammert und jault hier nicht über die bösen Frauen rum. Ist ja schon fast peinlich!
In 10 Jahren lesen wir hier....ich mußte den Namen meiner Frau annehmen, sie machte subtilen Druck...oder wie?! Man sollte euch echt bedauern.

Der Mann bekennt sich zur Frau, wenn er ihr anbietet, ihr den Namen seiner Familie zu geben. Er stellt damit das gemeinsame Glück über sein eigenes. Das funktioniert natürlich nur mit einer Partnerin, die das ebenso sieht.

Da dürfte die Luft für Dich sehr eng werden, vermute ich mal fast.
Das ist ja schon so skurril, das man denken könnte, es handelt sich um Ironie:) Oh, es wird noch besser.....

Egoistische Frauen - die nur ihr eigenes privates Glück verfolgen - sind weder Partnerschafts- noch gar Ehe-tauglich und sollten für Ernstes gemieden werden.
Ein Mann, der es nicht erkennt, dass ich unser Glück über mein persönliches Glück stelle, wenn ich ihm meinen Namen geben möchte, der ist egoistisch und nicht ehetauglich.
Alles eine Sache des Blickwinkels:)
Lacht mal wieder!
W
 
  • #79
Auch in der heutigen Zeit wird von mir als Mann immer noch erwartet, dass ich mich "bekenne", indem ich eine Frau heirate.
So wie der überwiegende Teil der Ehen auf Initiative der Frau hin geschieden wird, dürfte auch der überwiegende Teil auf Initiative (und mit meist subtilem Druck) der Frau geschlossen werden.
Und, für die meisten Frauen nicht nachvollziehbar, die "Freiheit", die ich damit aufgebe, ist für den Mann meist ein erhebliches Opfer, genau um sich zu der Frau zu bekennen.
Frauen beenden zum Teil sogar die Beziehung konsequent, wenn sie nicht innerhalb einer bestimmten Zeit "gefragt" werden.
Man heiratet nur aus finanziellen Gründen und aus steuerrechtlichen Gründen. Würde der Staat den verheirateten und unverheirateten Paaren die identischen Rechte einräumen in jeder Hinsicht, dann würde niemand heiraten!

Was ändert sich für den Mann, ob er mit einer Frau verheiratet ist oder unverheiratet mit ihr zusammen bleibt, falls die Ehe nur ein freiwilliger Akt ist, aber nicht notwendig, aber ansonsten die Ehe keine Vorteile und Nachteile den Eheleuten bringt gegenüber den unverheirateten Paaren?

Die Persönlichkeit der beiden ändert sich nicht mit einem Eheschein, die Wünsche und die Bedürfnisse der beiden ändern sich auch nicht.
 
  • #80
Emanzipation-Rosinenpikerei lässt grüßen!
Würde meine Frau mit so etwas Dummen ankommen würde ich sagen: Ok Schatz, aber du trägst mich auch über die Schwelle ok? Warum muss der Mann dir nen Antrag machen, warum machst du das nicht und trägst ihn später über die Schwelle? Wenn Emanzipation und die Missachtung gegenüber Traditionen, dann für beide gleichberechtigt. Aber das sind die Frauen heutzutage. Sich schön die Rosinen rauspiken, aber Türen aufhalten und in die Jacke helfen, da ist der Mann doch noch Mann geblieben.
Anstelle deines zukünftigen Mannes würde ich es mir nochmal überlegen ob ich Lust auf so etwas habe. Der arme Mann. Bleib doch bitte Frau, entschuldige dich bei ihm und mach ihm was schönes zum Abendessen. Du kleine, verwirrte, Rosinenpikerin :)
 
  • #81
Hängt das Glück des Ehemannes ausschliesslich davon ab, ob die Frau seinen Namen annimmt? Wirklich nur davon?

Nein. Aber es ist ausnahmsweise mal ein emotionaler Punkt für Männer der die meisten eben auch unvorbereitet trifft weil Männer nicht damit rechnen und sich vermutlich nie damit befasst haben. In der Regel wird der Mann davon überrumpelt sein. Wogegen Frauen sich wohl eher schon ab einem relativ jungen Alter (ich sag mal grob 16) mit der Frage beschäftigen konnten dass sich der Name mit einer Heirat ändern wird/könnte.

Wenn ich mich umsehe bzw. die Heiratsseite in der Zeitung lese ist es nunmal immer noch zu 95% so dass der Name des Mannes angenommen wird.... Ganz selten mal ein Doppelname.

Die meisten Männer wird so eine Ansage ziemlich unvorbereitet treffen und sie werden sich wohl mehrheitlich dadurch gekränkt und zurückgewiesen fühlen...

Für mich wäre diese Zurückweisung jedenfalls ein schwerer Schlag ins Gesicht.

Das wäre bestimmt der Anfang vom Ende wenn ich anschliessend sage dass wir uns von dem Geld für die Hochzeit in dem Fall ja das Oldtimer Motorboot kaufen können dass uns so gefällt.... Für die Hochzeit brauchen wirs ja nicht mehr...
 
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  • #82
Emanzipation-Rosinenpikerei lässt grüßen!
Würde meine Frau mit so etwas Dummen ankommen würde ich sagen: Ok Schatz, aber du trägst mich auch über die Schwelle ok? Warum muss der Mann dir nen Antrag machen, warum machst du das nicht und trägst ihn später über die Schwelle? Wenn Emanzipation und die Missachtung gegenüber Traditionen, dann für beide gleichberechtigt. Aber das sind die Frauen heutzutage. Sich schön die Rosinen rauspiken, aber Türen aufhalten und in die Jacke helfen, da ist der Mann doch noch Mann geblieben.
Anstelle deines zukünftigen Mannes würde ich es mir nochmal überlegen ob ich Lust auf so etwas habe. Der arme Mann. Bleib doch bitte Frau, entschuldige dich bei ihm und mach ihm was schönes zum Abendessen. Du kleine, verwirrte, Rosinenpikerin :)

Da hat man dann auch das beste Beispiel dafür, weshalb man sich gut überlegen sollte, wen man ehelicht und ob man seinen Namen aufgibt. Ein Mann, dessen Herablassung gegenüber Frauen und Nicht-Ernstnahme der FS aus allen Zeilen trieft. Der meint, er würde große Taten vollbringen, weil er beim ersten Date den Kaffee bezahlt, (zumindest in der Werbungsphase) der Frau in den Mantel hilft und den Heiratsantrag macht. Und die Frau darf sich dafür dann mit "Kleinigkeiten" wie der Aufgabe ihrer Identität (= ihres Namens), der Aufgabe ihre Jobs und ihrer finanziellen Unabhängigkeit, wenn Kinder kommen, und alleinigem Machen des Haushalts, solange die Beziehung andauert, revanchierrn, eben weil sie die Frau ist. Eigentlich ein gutes Beispiel dafür, dass es Sinn macht, seinen Namen zu behalten. Hat man einen Partner, der darauf souverän reagiert und einem genauso wie sich selbst wie selbstverständlich dasselbe Recht auf Behalt des eigenen Namens einräumt, hat man einen guten Mann erwischt, der einen für voll nimmt und eine Partnerschaft anstrebt. Hat man einen, der mit dem Fuss aufstampft und meint qua Tradition mehr Rechte zu haben als die Frau, kann man sich schonmal auf Unterdrückung oder Grabenkämpfe einstellen.

w, 30, die selbst beim ersten Date schon Kaffees bezahlt hat und selbst einen Heiratsantrag machen würde, dafür aber in einer Beziehung Gleichberechtigung lebt und nicht vom Mann aufgrund des Geschlechts wie ein kleines kochendes Dummchen behandelt werden möchte.
 
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  • #83
Ich will die Faru erst noch erleben, die den Adelstitel (obwohl im normalen Leben nie benutzt) des Mannes verschmäht hätte. Ist mir noch nicht begegnet, wobei mir auch hartgesottene Emanzen im Alltagsleben gottlob nicht allzu häufig begegnen. Und bei denen, die ich erlebt habe, nehme ich an, dass sie so Ihre ganz eigenen Probleme auf dem Partnerschaftsmarkt haben könnten - was manchmal zu der Vermutung veranlasst, auch darin könnte einer der Gründe für Ihre Verbitterung und Verbiesterung liegen?

Weit hergeholt alles. Die FS ist keine Emanze in Deinem Sinne, nur weil sie damit hadert , den Namen ihres künftigen Ehemannes anzunehmen. Ich wundere mich hier zunehmend, dass die intelligenten Männer nicht dazu in der Lage sind, kleine Feinheiten zu unterscheiden.
Die Männer hier kleben an alten Rollenmustern fest, die es jeder Frau sehr schwer machen, sich auf sowas einzulassen.
Genauso gut könnte man ja auch meine, dass solche Männer es schwierig haben auf dem Partnermarkt und deshalb doch arg verbittert und verbiestert sind. Welche Frau möchte einen Mann, der nicht mal in der Lage ist, sich auf die Beweggründe seiner zukünftigen Frau einzulassen? Kaum eine.
W
 
  • #84
Welche Frau möchte einen Mann, der nicht mal in der Lage ist, sich auf die Beweggründe seiner zukünftigen Frau einzulassen?

Haben Sie schon mal eine Frau gesehen, die sich auf die Beweggründe der Männer einlässt, weshalb er nicht heiraten und keine Kinder bekommen möchte? Solche Männer werden dann doch gerne als "unreif" und als solche beleidigt, die keine Verantwortung übernehmen wollen, um sie dann auszusortieren. Dabei wollen diese doch auch nur keine Identitätsänderung und nicht in alten Rollenmustern festkleben.
 
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  • #85
Meine Ex wollte damals meinen Namen ebenfalls nicht annehmen. Sie kam mit dem Argument, dass sie keinen ausländisch klingenden Namen haben will, obwohl er überhaupt nicht ausländisch klingt. Es ist ein schlesischer Nachname, aber aus meiner Sicht ein sehr schöner.

Ich finde es schöner und auch einfacher, wenn man denselben Namen trägt. Ansonsten stünde das im
Widerspruch zur Hochzeit. Einerseits den Bund fürs Leben mit einer anderen Person, andererseits sein eigenes Ding machen wollen.

Wenn meine jetzige Freundin mir sagt, dass sie ihren Namen behalten will, werde ich sie nicht heiraten. So einfach ist das.
 
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  • #86
@Tulya
Vollkommen richtig, aber wieso bekennt sich der Mann denn nicht namenstechnisch zu seiner doch angeblich geliebten Ehefrau? Wieso soll das die Frau denn automatisch beim Mann tun?

Weil es gesellschaftlich anerkannt ist, ja sogar erwartet wird, dass die Frau den Namen des Mannes annimmt, während eine Annahme des Namens der Frau für den Mann einer gesellschaftlichen Kastration gleichkommt.
 
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  • #87
Weil es gesellschaftlich anerkannt ist, ja sogar erwartet wird, dass die Frau den Namen des Mannes annimmt, während eine Annahme des Namens der Frau für den Mann einer gesellschaftlichen Kastration gleichkommt.
Im 21. Jahrhundert soll das einer gesellschaftlichen Kastration gleichkommen, in der Bundesrepublik, mitten in Europa? Unglaublich! Besser: Das Grundgesetz noch mal gründlich lesen.
 
  • #88
Weil es gesellschaftlich anerkannt ist, ja sogar erwartet wird, dass die Frau den Namen des Mannes annimmt, während eine Annahme des Namens der Frau für den Mann einer gesellschaftlichen Kastration gleichkommt.

...ahh ja, und die armen Männer sind alle so schwach, dass sie sich von der Gesellschaft (wer sind die überhaupt, die Gesellschaft???) diktieren lassen, wie sie sich zu verhalten haben - alles also offensichtlich Weicheier und Mitläufer....

Will eine halbwegs moderne Frau so einen Mann überhaupt?
 
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  • #89
Wenn meine jetzige Freundin mir sagt, dass sie ihren Namen behalten will, werde ich sie nicht heiraten. So einfach ist das.
Na und? Das ist doch nun nicht ungewöhnlich. Dann wird eben nicht geheiratet. Oder soll das eine Erpressung sein? Weiß man jetzt nicht so genau. Wäre dann aber auch noch ein Grund, eine Hochzeit mal gründlichst zu überdenken. Für mich jedenfalls.
W
 
W

wahlmünchner

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  • #90
Der Mann bekennt sich zur Frau, wenn er ihr anbietet, ihr den Namen seiner Familie zu geben. Er stellt damit das gemeinsame Glück über sein eigenes. Das funktioniert natürlich nur mit einer Partnerin, die das ebenso sieht.
Da fällt mir ein, das ein Paar heiratete wo er Brühschwein hiess mit Nachnamen ;D.
Nach langem Lamentieren liess er sich überreden den Namen der Frau anzunehmen, der gemeinsamen Kinder ( die dann noch geplant waren) zuliebe. Schliesslich wurde schon selber total gehänselt als er klein war.
Also in dem Fall war das gemeinsame Glück, das Aufgeben seines Nachnamens.
Also alles nicht sooo verbissen sehen..
..es gibt doch Ausnahmen
 
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