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  • #1

Ihm den Rücken freihalten?

Habe es hier wieder gelesen. Sie schrieb: ich halte meinem Mann den Rücken frei".
Nun würde ich gerne wissen was es bedeutet.
Ich bin eine normale Frau ohne Halbgott an meiner Seite. Welche Bedingungen muß eine Frau mitbringen um eine Rückenfreihalterin zu sein/werden?
W28
 
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  • #2
Liebe w,

in einer überregionalen Tageszeitung fand ich gestern im Wochenendteil die Anzeige einer süddeutschen Frau, 33 Jahre jung, die kein anderes Ziel im Leben hat als einem Mann den Rücken frei zu halten. Sie denkt sich die braucht dazu vor allem die Fähigkeit gut repräsentieren zu können und parkettsicher aufzutreten.

Ich dachte diese Sorte Frau wäre inzwischen museumsreif, aber wie wir sehen haben wohl immer noch Frauen den Zug nicht abfahren gehört.
 
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  • #3
in einer überregionalen Tageszeitung fand ich gestern im Wochenendteil die Anzeige einer süddeutschen Frau, 33 Jahre jung, die kein anderes Ziel im Leben hat als einem Mann den Rücken frei zu halten. Sie denkt sich die braucht dazu vor allem die Fähigkeit gut repräsentieren zu können und parkettsicher aufzutreten.

Nein, sie braucht dazu vor allem die Fähigkeit, einen größeren Haushalt perfekt führen zu können,
nicht nur mit Putzen, Kochen, Einkaufen, Waschen, Bügeln, Gartenarbeit, sondern auch mit der Erziehung der Kinder inkl. Kutschieren zu Musik, Sport und anderen Aktivitäten und mit einer herausragenden Begabung als Gastgeberin, neben der Organisation ihres Mannes - Termine, Geschäftsreisen, Kleidung für ihn kaufen, Koffer packen und vieles andere mehr.
Sämtlicher Papierkram gehört dazu - Bank, Steuer, Versicherungen, Verträge etc.
Und schließlich: für ihn Zeit haben, für ihn da sein, Beraterin sein, manchmal auch Trösterin.
Ehefrau sein, Geliebte, Mutter der Kinder, und nebenbei sehr gut aussehen, gesellschaftlich gewandt sein, gebildet, mehrsprachig, charmant, diplomatisch.

Ich dachte diese Sorte Frau wäre inzwischen museumsreif, aber wie wir sehen haben wohl immer noch Frauen den Zug nicht abfahren gehört.

Keineswegs ist diese Sorter von Frauen museumsreif. Männer von einer gewissen Karrierestufe an aufwärts schätzen, suchen und finden so eine Frau.

Für MICH (w) wäre das nichts, ich finde es sehr viel stressiger als ein normales Berufsleben, aber es gibt keinen Grund, auf so ein Dasein herabzusehen.
 
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  • #4
Liebe Fragestellerin,
die Formulierung kommt aus der Beziehungsgestaltung er berufstätig sie Hausfrau. Zum Hausfrausein gehört in diesem Fall folgendes dazu:
Managerin des Mannes in Terminangelegenheiten
Vertreterin des Mannes bei Familiensagen ( Geburtstagsfeiern organisieren, Kontakt mit Schwiegereltern)
Sekretärin des Mannes
Finanzberaterin des Mannes - entweder alleine oder in Gemeinschaft mit einem Steuerberater
100 % Übernahme der Erziehungsleistung für gemeinsame Kinder
100 % Übernahme der hauswirtschaftlichen Leistungen. Das schließt nicht aus, dass er ein guter Koch ist oder grillt oder die Familie immer wieder ins Restaurant ausführt
Bauherrin wenn das eigenes Haus umgebaut / gebaut wird - angefangen von Verhandlungen mit Handwerkern über Ästhetische Entscheidungen
Parkettsicher gehört idR nicht dazu. Schmuckstück sein idR auch nicht. Dieses Rücken-Frei-halten ist eine zeitintensive und vielseitige Aufgabe. Der Pferdefuß liegt bei den heutigen Ehegesetzen und der Regelung des Zugewinnausgleich und Versorgungsausgleichs. Die Aufgabe kann einseitig - vom Mann - gekündigt werden. Absicherung für diesen Fall - eine Ehevertrag notariell beglaubigt vor Heirat und Kinderzeit.
It this is your dream - live it. Its your life. W /57 und das, was man eine Karrierefrau nennt.
 
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  • #5
Frag doch Deine Mutter. Die sollte es Dir erklären können.
Oder Ehepaare, die lange glücklich verheiratet sind.
 
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  • #6
Jede Frau, die Kinder hat und mehr als 50 % der Familienarbeit leistet, hält dem Mann den Rücken frei und ermöglicht ihm die Konzentration auf den Beruf. Und das ist nicht antiquiert, sondern noch höchst aktuell. Ich kenne jedenfalls kaum einen Mann, der wegen Kinderkrankheit zu Hause bleibt oder Teilzeit arbeitet oder gar eine Dienstreise ausfallen lässt, weil die Kinderbetreuung nicht gesichert ist.

Und es ist auch nicht unüblich, dass Familien bei Jobwechsel dem Mann hinterherziehen und die Frauen sich um Umzug, Schulwechsel, etc. kümmern und danach schauen, wo sie am neuen Ort evt. eine TZ-Stelle bekommen.

Zwei gleichberechtigte VZ-Karrieren mit Kindern und allem, was dazu gehört (min. 40 h-Woche, Dienstreisen, Ortswechsel) sind verdammt schwierig zu organisieren und es ist m. M. n. nicht unverständlich, dass einer zurücksteckt.

Das ganze schreibe ich aus der Perspektive einer Mutter, die VZ arbeitet und deren Mann auch VZ in einer anderen Stadt arbeitet. Änderung nicht in Sicht. Es geht, aber es erfordert famliienfreundliche Arbeitgeber, Flexibilität und viel Kraft und Nerven.
 
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  • #7
#1:
Selbstverständlich gibt es immer noch genügend solche Frauen, die einen reichen Mann haben, und in erster Linie Hausfrau und Mutter sind- natürlich auf gehobenem Niveau. Sie haben früher vielleicht mal studiert, arbeiten aber nicht mehr, sondern verbringen ihre Zeit mit dem Kind und, wenn das Kind im Kindergarten/in der Schule ist, beim Shoppen, beim Friseur, auf dem Golfplatz usw.. Zu Hause gibt es natürlich Personal wie Köchin oder Putzfrau, sodass Madame sich dort auch nicht übermäßig kümmern muss.
Ich habe mal an einer teuren Privatschule gearbeitet und dort sehr viele dieser Frauen kennengelernt. Sie stehen um 1 mit dem Porsche und mit Gucci-Tasche vor der Schule, um das Kind zum Reiten/Golfen/Tennis/Geige spielen, ... zu fahren. Und alle wirkten sehr zufrieden, zufriedener jedenfalls als die gestressten Vollzeit arbeitenden Mütter.
 
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  • #8
Du fragst noch, was es bedeutet?? Es ist ganz einfach: Du bist dann seine Haushälterin, Köchin, Putzfrau, Sekretärin, Mutti, Repräsentantin, Begleiterin, Therapeutin, Krankenschwester, Stilberaterin, Lückenbüßerin, Anwältin, Motivationstrainerin, Freizeitgestalterin...

...und du tust dies alles mit einem ständigen Lächeln und unvergleichlicher Begeisterung. Natürlich bekommst du seine Kinder, wenn er welche will, und übernimmst für diese die gleichen Aufgaben. Natürlich bist du per Du mit deinem Schwiegerdrachen, denn diese Männer sind meistens Muttersöhnchen.

Du wirst verstehen, dass das ein 24/7-Job ist. Es ist das, was Hausfrauen mit Kinderschar immer machen - wobei der Ausdruck "den Rücken freihalten" suggeriert, dass der Mann ordentlich Kohle verdient und bereit ist, dich daran teilhaben zu lassen. Was aber oft nur sehr begrenzt der Fall ist.

Ich selbst habe 15 Jahre lang so gelebt und die Schnauze voll. Jetzt habe ich einen 40-Stunden-Job mit Überstunden, Bezahlung und Verantwortung. Gefällt ihm gar nicht ;-)
 
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  • #9
Rücken frei halten ist eine Bezeichnung für Frauen die sich um alles kümmern was nicht geschäftlich ist. Das heißt der Mann möchte mit Hausarbeit und Garten nichts zu tun haben. Alle Einladungen zu Feiern sind erledigt und alles geplant und umgesetzt. Die Kinder gehen brav zur Schule und Frau geht natürlich alleine zum Schulsprechtag etc...............
 
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  • #10
Das bedeutet, dass die Frau keine Lust und/oder kein Interesse zum Arbeiten bzw. Geldverdienen hat und stattdessen ihrem Mann "den Rücken freihält".
Da Männer im Schnitt immer noch ca. 30% mehr verdienen und in den Top-Positionen sowieso kaum Frauen sind, ist diese Rollenverteilung meistens sogar sinnvoll.
 
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  • #11
Ich dachte diese Sorte Frau wäre inzwischen museumsreif, aber wie wir sehen haben wohl immer noch Frauen den Zug nicht abfahren gehört.

Nein, diese Sorte Frau ist alles andere als museumsreif, schau dir die ganzen Fußballerfrauen an oder Lilly, die Frau von Boris Becker. Die sagte mal: "Ich habe keine beruflichen Ambitionen, ich repräsentiere und unterstütze Boris Becker, das ist meine Aufgabe." Und als Dank dafür bekommt sie eben teure Designerkleidung, First-Class-Flüge und ein Jetset-Leben von Monaco bis Miami. Und sehr viele junge Frauen träumen von solch einem Leben, auch im Jahr 2013. Manche Dinge ändern sich eben nie.
 
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  • #12
Dem Mann den Rücken frei halten bedeutet für mich, dass die Frau alles tut, um dem Mann das Leben so angenehm wie möglich zu machen. D.h. an erster Stelle steht er, sie nimmt ihm ab, was sie kann, damit er sich in Ruhe seiner Arbeit und auch seinen Hobbys widmen kann.

Für mich ist das eine veraltete Form der Beziehung, weil es kein gleichberechtigtes Leben ist.
 
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  • #13
Ich finde es immer wieder lustig wenn Frauen davon sprechen "ihren Männern den Rücken frei zu halten", oder die "bessere Hälfte" wären, oder sich zur "Familienmanagerin" machen und Mutter zum wichtigsten Beruf der Welt erklären.

Tatsächlich ist es doch so, dass diese Frauen sich selber immer nur im Kreis drehen, und sich ständig neue Aufgaben für ihr ansonsten reizarmes Leben suchen. Und als Mann weiß man, dass man der Frau immer Anerkennung zukommen lassen muss, sei es auch nur für den unförmigen Klumpen Ton, auf den die naivie Ehefrau so stolz ist, weil sie ihn selber im Töpferkurs geformt hat. So vereinbart die emsige Hausfrau auch stetig private Termine, die der Mann ohne die Frau niemals hätte und vornehmlich der Frau wichtig sind, sie darf mit Hingabe an Stellen putzen, die der Mann nie zu Gesicht bekommt, sie darf Einkaufen und Gerichte kochen, die der Mann so niemals essen würde, sie darf die Waschmaschine befüllen, und die bügelfreien Hemden bügeln, und die Handtücher natürlich auch gleich mit damit der liebe lange Tag rumgeht, und es wird ein viel zu großes Haus gebaut mit einem viel zu großem Garten, damit die Frau ihr Hobby "dem Mann den Rücken frei halten" so richtig ausleben kann. Und wenn irgendwann mal Kinder kommen, dann darf die Frau für die Kinder Unmengen an weiteren Terminen vereinbaren, damit sie unter Menschen kommt, und sich mit anderen Frauen die "ihren Männern den Rücken freihalten" austauschen kann, und um sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen, wie wichtig sie doch sind, und wie hilflos ihre Männer ohne die starke Frau an ihrer Seite wären.

Die bittere Wahrheit jedoch ist: Es gibt nichts was die Ehefrau für einen Mann erledigen könnte, das er selbst nicht kann, oder das ein Dienstleister nicht besser als die Ehefrau könnte. Und das meiste von dem was die Hausfrau den lieben langen Tag so treibt ist völlig unproduktives Zeit totschlagen, oder selbst gestellen Aufgaben nachgehen, die nicht im Sinne des Mannes sind.

Selbstverständlich gibt es auch sehr wenig belastbare Frauen, die mit 1 Kind bereits völlig überfordert sind, aber das solange kein Problem solange ist, solange sie einen belastbaren Mann haben der gut verdient, und die Frau den lieben langen Tag faulenzen lässt. Und als Anerkennung sagt er dann "du bist meine bessere Hälfte", "du hälst mir den Rücken frei", und "ohne dich hätte ich nicht Karriere gemacht".

m
 
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  • #14
Wieso fließt hier soviel Häme aus den Zeilen?
Wenn eine Frau mit dieser Aufgabe glücklich ist, wieso muss man dann hier vom Leder ziehen?
Ist das eigene "Karriere-Leben" vielleicht doch nicht so der Brüller?
Wer etwas gerne tut, der kann diese Aufgabe erfüllen, ohne dass er über andere herziehen und sie auch noch abwerten muss...
 
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  • #15
Den Begriff "einem Mann den Rücken freihalten" sehe ich als einen Euphemismus an. Der Ausdruck wird oft von Frauen benutzt, die eventuell zwar einen Beruf erlernt oder ein Studium absolviert haben, die aber nie im Leben auch nur ansatzweise arbeiten wollen. Den Rücken freihalten ist nichts anderes als Faulheit und fehlender Ehrgeiz. Kinder erziehen und ein bisschen Haushalt sind doch nun wirklich nicht so schwer zu managen!
Dann wundern sich diese Frauen, wenn der Mann irgendwann nicht mehr diese unattraktiv gewordene Hausfrauenmutti will und sich stattdessen eine Frau nimmt, die aus ihrem Leben etwas Besseres macht als Hausfrau zu spielen. Der nächste Schritt ist dann der erbitterte Scheidungskrieg, wo die Haufrauenmutti den Mann so intensiv wie möglich plündern will. Die Lebensfreude dieser Frauen ist dahin, nur der Kampf gegenüber dem Ex erfüllt ihr Lebensinhalt. Das Argument, sie hätten ja dem Mann den Rücken frei gehalten, soll dann als Totschlagargument dazu benutzt werden, um über eigene Faulheit hinwegzusehen und den Mann finanziell plündern zu wollen.
Ich verstehe vollauf die Männer, die nicht mehr heiraten wollen, um eine faule und unengagierte Frau durchzufüttern.
W, Ende 50, seit über 3 Jahrzehnten voll im akademischen Beruf (habe NIE ein gemeinsames Konto mit einem Mann gehabt), sehr gut verdienend und mit 3 Kindern, die ganz toll gelungen sind und ebenfalls Ehrgeiz, Empathie und Lebensfreude zeigen.
 
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  • #16
Wenn einer (meistens der Mann) vollzeit arbeiten geht und der andere (meistens die Frau) nicht oder teilzeit arbeiten geht und es kommt zur Scheidung, dann hat dem deutschen Familienrecht nach die Frau dem Mann "den Rücken freigehalten". Das wird einfach unterstellt als Begründung für das Recht der Frau auf Unterhalt und Versorgungsausgleich.

Dass das in der Realität anders aussah, spielt vor Gericht keine Rolle und lässt sich auch schlecht beweisen.

Ansonsten wäre richtig den Rücken freihalten so, dass er sich um nichts kümmern braucht, außer das Geld nach Hause zu bringen.

m
 
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  • #17
Oh mein Gott...
Wenigstens Gast #2 hat schon eine gute Erklärung geliefert.
Es gibt nur wenige Frauen, welche das nötige Selbstbewusstsein dazu haben.
Wer diesen Typ Frau, dann als Putze bzw. Schmarotzer abtun will fehlt möglicherweise einfach die nötige Reife.
"Rückenfreihalterin" .... der Begriff kann auch nur von einer leicht verbitterten Frau kommen, die sonst nicht von Männern wahrgenommen wird und hier irgendwie auf Zustimmung von abservierten Kerlen hofft, die das männliche Äquivalent sind.
Ein guter Freund von mir hat so eine Frau, die ihm den "Rücken stärkt"

Sie kümmert sich um alles, ja alles, was außerhalb der Arbeit meines Freundes passiert.
Das geht los bei den 2 gemeinsamen Kindern, weiter kümmert sie sich um den gesamten Haushalt, alle versicherungstechnischen Belange, also auch um das Bankkonto und andere gemeinsame Anlagen, bis zum Hund, den man auch nicht vergessen darf.

Wenn mein Kumpel dann nach Hause kommt hat er die komplette Zeit daheim für seine Kinder und seine Frau. Es sieht wirklich idyllisch aus bei den Beiden...

Und um das hier noch klarzustellen, sie hatte nach ihrem Studium mit Diplomabschluss auch gearbeitet, bis halt das erste Kind auf dem Weg war.
Und sie sieht sehr attraktiv aus nach ihren 2 Kindern.

Sollte sich mir so eine Gelegenheit mit der passenden Partnerin und Arbeit ergeben wäre ich nicht böse.

m34

PS.: ... das eine Frau bei anderen Frauen anscheinend das Profil ausspäht ist regelrecht peinlich, sofern die Frage nicht von einem Abservierten ist, der sich hier dann als Frau ausgibt
--> dann einfach nur mein Beileid
 
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  • #18
Liebe FS

ich kann mich hier nur als Beobachterin äussern denn mir fiele nicht im Traum ein 'zurückzustecken', wie hier jemand Weibliches schrieb, um dann in späteren Jahren entweder als geschiedene Ex-Gattin einer Jüngeren zu weichen die den Rücken deutlich besser freihält als die inzwischen angejahrte Erstfrau oder, beim Fehler blosser Lebensgemeinschaft auf Zeit, ganz ohne Möglichkeiten und Altersabsicherung ein neues Leben starten zu müssen.

Natürlich ist Familienarbeit im gehobenen Haushalt (von dem jüngere Frauen natürlich träumen) vielfältig und tagfüllend. Selbst wenn dienstbare Geister beschäftigt werden.

Ich habe beobachtet dass diese Ehen nicht gesund wachsen.
Irgendwann ist der Mann soweit die Frau, die ihm den Rücken freigehalten hat einfach nur noch als das zu sehen was sie ist: jemand, der durch seinen Glanz mitstrahlen möchte.
 
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  • #19
Hallo Fragestellerin,

mit 28 hast du noch bessere Chancen als einem Mann den Rücken frei zu halten.
Eine Schulfreundin macht das. Sie kriegt alle 2 Jahre ein Kind und hält ihrem Mann
den Rücken frei. Keineswegs ist es so als müsste sie da viel freihalten.
Sie lebt in einer schönen grossen Altbauvilla in bester Hügellage mit Blick auf die City.
Die Hälfte der Kinder käme auch ohne sie tagsüber zurecht, da es eine Haushälterin hat.
Diese gehört seit 15 Jahren zum Inventar des Hauses.
Meine Cousine hat mal studiert, aber es war ihr zu anstrengend. Sie wollte nie in dem beruf auch arbeiten.
Dann kam sie auf die Idee der hauptamtlichen Ehefrau.
Materiell hat sie ausgesorgt - ist es das was du suchst ?
 
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  • #20
Ich halte eine Reihe von Patenten, die ich international auswerte. Meine Frau war ein Sprachengenie (fünf Sprachen fließend und ca. sechs weitere so, wie die meisten Leute Schulsprachen nach Sek1 können) und ihre Anwesenheit war wahnsinnig wertvoll bei Verhandlungen mit Firmen aus dem Ausland. Sie hat mir mit einer "flüssigen Kommunikationsphase" so den Rücken freigehalten, dass ich mich auf die technischen Details konzentrieren konnte. Einer meiner Patentanwälte hat mir mal retrospektiv gesagt, dass er glaubt, dass meine Frau einen Anteil von bestimmt 20% an den erzielten Lizensgebühren hatte!

Ja, ich würde sagen, dass meine Frau der Prototyp einer modernen Rückenfreihalterin war!

m43

PS: Der Haushaltskrams ist albern; dafür gibt es Dienstleister und Personal! Wenn ein Mann dafür das Geld nicht ausgeben kann oder will, dann ist sein Job offensichtlich nicht wichtig genug, als dass man überhaupt darüber nachdenken muß, dass im irgendwer oder irgendwas den Rücken freihält.
 
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  • #21
Liebe Frau,

Das Modell was du meinst tönt nach klassischer Rollenaufteilung. Die Frau ist für alles Private zuständig, der Mann geht hinaus ins feindliche Leben und erwirtschaftet den Lebensunterhalt.
Die meisten Frauen sehen diese Arbeitsteilung immer noch als vorteilhafter an.

Ich kenne aber auch Männer die ihren Frauen den Rücken freihalten wollen.
Es gibt aber nur wenige Frauen die Männer die zu Hause bleiben möchten unterstützen.
 
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  • #22
Das bedeutet, dass die Frau keine Lust oder keine Begabung hat, sich den Lebensstandard, den sich wünscht, selbst zu erarbeiten, dass sie faul ist und deshalb ihr Leben damit verbringen will, einem Mann vorzumachen, dass sie genauso viel (oder mehr) arbeitet wie er, auch wenn er vierzig bis siebzig Stunden in der Woche arbeiten muss. Da es auch dem Dümmsten irgendwann dämmert, dass er nur so viel arbeiten muss, weil er es für zwei tun muss, haben solche Ehen eine begrenzte Haltbarkeit. Reife Männer suchen Frauen, die sich nicht hinter seinem Rücken vor der Arbeit verstecken. Zu Papas Zeiten war das anders. Erstens hatten Frauen zu dieser Zeit als Mütter von mehreren Kindern tatsächlich mehr zu tun und zweitens hatte der Mann wegen der größeren Belastung und geringeren Lebensqualität wenigstens noch etwas Ansehen. Heute weiß jeder, dass er nur der Dumme ist.
 
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  • #23
Reife Männer suchen Frauen, die sich nicht hinter seinem Rücken vor der Arbeit verstecken. Zu Papas Zeiten war das anders.

Wenn das wirklich so wäre, dann gäbe es bestimmt nicht so viele der sogenannten "Macchiato-Mütter"! Meine Freundin arbeitet an einer Grundschule in einer sehr wohlhabenden Stadt und erzählt, dass drei Viertel der Mütter in der Klasse nicht bzw. maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten.

Sie haben einen gut bis sehr gut verdienenden Mann, der problemlos zwei Autos, ne schicke Wohnung bzw. ein Haus, regelmäßige Urlaube und die zahlreichen Kinder-Aktivitäten wie Reiten, Musik, Tennis, Ballett usw. finanzieren kann. Und die Frau "hält ihm den Rücken frei", d.h. sie kümmert sich um die ganzen Angelegenheiten, die die Kinder betreffen, vor allem die schulischen, weil der Mann dafür abends nun wirklich keinen Kopf mehr hat. Wenn beide damit zufrieden sind, finde ich das völlig in Ordnung.
Klar werden diese Frauen im Falle einer Scheidung aufgrund des reformierten Unterhaltsgesetztes ziemlich dumm dastehen, aber sie verlassen sich eben darauf, dass die Ehe hält.
 
  • #24
Ich bin verheiratet und trage ca. 1% zu unserem Haushaltseinkommen bei, übernehme dafür aber garantiert nicht 99% der Arbeit. Dennoch teilen wir alles (d. h. alle Immobilien, monatliches Einkommen etc). Wir lieben uns und rechnen nicht auf. Ich finde es schade, wenn man sich vor-RECHNEN muss, wie und in welchem Umfang, man einander den "Rücken freihält". Partner sollten keine Chefs oder Angestellte sein.
 
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  • #25
Ich hätte gerne einen Mann der mir den Rücken freihält. Der putzt, wäscht, kocht, organisiert und präsentiert. Bin in einer guten beruflichen Position mit entsprechendem Einkommen und kann es mir leisten. Der Rückenfreihalter sollte aber auch damit rechnen nach erledigtem Job gegen ein jüngeres Modell ausgetauscht zu werden. Und das alles für einen Appel und ein Ei! Wer ist denn heutzutage noch so dumm sich so auszuliefern? W47 !!
 
  • #26
Liebe FS, ich, akademisch ausgebildet und sogar promoviert, habe 15 Jahre lang meinem Mann "den Rücken frei gehalten" und all die oben beschriebenen Dinge getan. Er hat das gut genutzt und Karriere gemacht, verbunden mit dem entsprechenden Einkommen.
Nach 15 Jahren war ich die ständige Umzieherei, das Managen von Kindern, Umzügen und Hausrenovierungen so leid. Ich war ständig stark beschäftigt und trotzdem unterfordert und unzufrieden mit mir und meinem Leben.
Das Ende vom Lied: Die Ehe ist gescheitert, um meine Unterhaltsansprüche musste ich 2 Jahre lang kämpfen, denn er hat mir jeden Cent streitig gemacht. Dankbarkeit für die 15 jahre lang "Rücken frei halten"? Keine Spur davon.
Jetzt habe ich meinen eigenen Beruf, durch viel Arbeit und Weiterbildungen habe ich zumindest einen Teil meiner beruflichen Entwicklung nachholen können und bin in einer Führungsposition, die mich sehr zurieden stellt.
Trotzdem- er verdient das vierfache von mir (brutto). Gerechtigkeit- ganz sicher nicht und schon gar nicht nach dem heutigen Scheidungsrecht.
Überleg Dir gut, ob Du so etwas selbst willst.
Alles Gute
finca
 
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  • #27
"Den Rücken freihalten" ist das Gegenteil von "in den Rücken fallen", was Frauen leider immer dann besonders gerne tun, wenn der Mann gerade seine gesamte Kraft an der Vorderfront investiert. Da wird dann z.B. mehrfach panisch-hysterisch in seine Besprechung hinein telefoniert, weil sie sich irgendwo verfahren hat und nicht mehr weiß, wie sie dort hinkommt, wo sie in 10 Minuten sein muß. Und die Geschäftspartner schütteln den Kopf.

Eine typische "Rückenfreihalterin" würde halt ausnahmsweise mal nicht gleich zum Handy greifen, sondern sich selbst zu behelfen versuchen, damit der Mann sich auf seine geschäftliche Besprechung konzentrieren kann.
 
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  • #28
Da wird dann z.B. mehrfach panisch-hysterisch in seine Besprechung hinein telefoniert, weil sie sich irgendwo verfahren hat und nicht mehr weiß, wie sie dort hinkommt, wo sie in 10 Minuten sein muß. Und die Geschäftspartner schütteln den Kopf.

Hysterisch oder panisch reinpoltern, finde ich (w) auch nicht toll. Und wenn sie wegen jedem Mist gleich den Mann anrufen muss, hat sie ein ganz anderes Prpblem. Aber davon ab ist es völlig in Ordnung, wenn die Frau ihre eigenen Belange vertritt und sich nicht nur an den Geschäftspartnern orientiert und den Belangen des Mannes.

Zwei reife, gleichberechtigte Menschen sollten in der Lage sein, dass einfach zu klären, indem man sagt, dass man in der Besprechung nicht gestört werden möchte. Das hat nichts mit Mann oder Frau zu tun! Über eine gewisse Reife und Eigenständigkeit sollte die Frau natürlich verfügen. Das hat aber nichts mit dem Rücken freihalten des Mannes zu tun. Sondern damit, sich eine erwachsene Frau zu suchen.
 
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  • #29
Nein, sie braucht dazu vor allem die Fähigkeit, einen größeren Haushalt perfekt führen zu können,
nicht nur mit Putzen, Kochen, Einkaufen, Waschen, Bügeln, Gartenarbeit, sondern auch mit der Erziehung der Kinder inkl. Kutschieren zu Musik, Sport und anderen Aktivitäten und mit einer herausragenden Begabung als Gastgeberin, neben der Organisation ihres Mannes - Termine, Geschäftsreisen, Kleidung für ihn kaufen, Koffer packen und vieles andere mehr.
Sämtlicher Papierkram gehört dazu - Bank, Steuer, Versicherungen, Verträge etc.
Und schließlich: für ihn Zeit haben, für ihn da sein, Beraterin sein, manchmal auch Trösterin.
Ehefrau sein, Geliebte, Mutter der Kinder, und nebenbei sehr gut aussehen, gesellschaftlich gewandt sein, gebildet, mehrsprachig, charmant, diplomatisch.
Keineswegs ist diese Sorter von Frauen museumsreif. Männer von einer gewissen Karrierestufe an aufwärts schätzen, suchen und finden so eine Frau.
Für MICH (w) wäre das nichts, ich finde es sehr viel stressiger als ein normales Berufsleben, aber es gibt keinen Grund, auf so ein Dasein herabzusehen.

Stimme vollumfänglich zu, in früheren Generationen konnte man diese Frauentyp auch öfter mal sehen. Mein Mutter zum Beispiel.
Ich (m) habe mich aber schon in Kindertagen von der Vorstellung verabschiedet, das ich sojemanden auch finden könnte. Dazu bin ich nicht der Typ und diese Frauen sind so auch nicht mehr verfügbar, da sie, wenn sie wirklich tüchtig sind, auch selbst leicht Karriere machen können.

Diese Frauen haben mehr als nur Respekt verdient, ich kenne viele Männer die auf diesen Frauen sehr sehr stolz waren und das heute (in öffentlichen Reden) auch gerne anbringen als Grund für ihren Erfolg.
Es ist aber OK, das diese Frauenrolle verschwunden ist, zuviele Männer haben diese Frauen einfach ausgenutzt. Ich denke da auch an viele Politiker und Wirtschaftslenker, z.B. Helmut Kohl, oder Willy Brandt. Manchen haben sie dann irgendwann "entsorgt". Das hätte bestraft werden müssen.
 
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  • #30
Liebe Fs

kleines Spiel mit vertauschten Rollen: was würdest du von deinem Mann wünschen, wie kann er dir den Rücken freihalten ?

Meine Vorstellung gingen nie dahin dass er von Beginn unserer festen Beziehung an für mich putzt, kocht, wäscht, die Hemden bügelt und sich 7 Tage die Woche als für mich selbstaufopfernd als allseits nützliche Gedankenstütze, back Office und Seelentröster erweist. Ich käme nicht im Traum auf solche Ideen. Vielmehr würde ich rechnen ob es für eine Haushaltshilfe reicht und lieber auf Fitnessclub oder andere Ausgaben zugunsten der beidseitigen Entlastung verzichten. Nichts ruiniert eine neue Beziehung so sehr wie eine einbetonierte Rollenzuweisung, die auch noch auf unbestimmte Zeit gelten soll. Flexiblere Handhabung ist hier allemal besser.

Wenn du selbst deine Karriere verfolgst während er die seinige pusht meint "Rücken freihalten" einfach das gute Gefühl sich im very urgent case auf den Partner verlassen zu können. Umgekehrt würde ich für ihn in die Bresche springen wenn es pressiert. Du ziehst aber nicht täglich im Zug eine Notbremse, also besteht für selbständig agierende Frauen eher selten der Dauerbedarf eines Partners der dir den Rücken freihält in dem Sinne wie es die meisten traditionell orientierten Männer einfach voraussetzen.
 
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