• #1

Immer mehr Singles gegenüber Sexualisierung in den Medien

Wie gehen Sie als Single mit der zunehmenden Sexualisierung in TV-Sendungen (Dschungelkamp, Bachelor, etc.) oder in den Medien um? Inwiefern spielt nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage die steigende Anzahl der Singles indirekt eine Rolle für die Ausrichtung der Sendungen?
 
G

Gast

  • #2
Ähm,...ich bin Single und kann mit Dschunglecamp und Bachelor eigentlich gar nix anfangen. Meiner Meinung nach gibt's im TV immer so eine Art Trend, vor ein paar Jahren gabs nur Talk shows von 12 - 17Uhr, dann wurden diese mit Gerichtsschows abgewechselt und danach gabs immer mehr Detektive.

Ich traue mich mal zu behaupten, dass die Gerichtsshows nicht Trend wurden, weil es immer mehr "Knackis" gab. Hoffe ich zumindest mal.

Wie man mit der zunehmenden Sexualisierung umgeht? Je nach dem wie man damit aufgewachsen ist und selbst dazu gelernt hat. Ich mag Sex, bzw. ich liebe es; bevorzugt mit einem Partner, der mich liebt und bei dem ich mich richtig fallen lassen kann. Aber das ist ein anderes Thema. Sex bzw. Sexualität ist für mich nix, wofür man sich schämen sollte. Das gehört dazu, und auch wenn uns die Religion am liebsten weis macht, dass der sexuelle Akt nur für's Kindermachen da wäre. Glaube ich nicht: sonst hätte Mutter Natur vorgesorgt und bei der Frau den "Zugang" nur bei fruchtbaren Tagen offen gehalten. Sorry... ist meine Meinung.
 
G

Gast

  • #3
Ich bin gerade "Frischsinglelin" und ich bin es gerade wirklich gerne. Das Elite-Forum ist ein guter Ratgeber. Danke dafür!
Zum Thema:
Dieses ganze Getue mit dem Sex in den Medien ist mir so sowas von egal. Mich juckt es nicht wer mit wem und warum.
Klar, die versuchen so Zündstoff in ihre Sendungen rein zu bekommen. Wenn nix passiert, guckt ja keiner. Sex sells, Zoff sells.
Die machen das für die ganze Gesellschaft, die drauf steht-nicht nur für Singles!
Meinst du, dass ich jetzt geknickt wäre überall Sex zu sehen, wo ich doch so ein armes Single-Frauchen bin? Neeee!
Hauptsache bei meiner Lieblingsserie "Das perfekte Dinner" muss der Übernachtungsgast keinen Sex haben. Da wäre ich genervt und würde nicht mehr gucken.
 
G

Gast

  • #4
Was hat eine Sendung wie "der Bachelor" mit dem Singledasein zu tun? Es ist ein Format, das man mögen kann oder auch nicht, egal ob man nun Single ist oder nicht. Wer wird Millionär ist ja auch keine Sendung nur für (angehende) Millionäre.

Im übrigen war die eine Sendung Bachelor, in die ich zufällig mal hinein geschneit bin, schon genau eine zu viel, die Damen dort verkörpern genau den Typ Frau, vor dem ich immer Reißaus nehme.
 
G

Gast

  • #5
Welche Medien?
Am Ende geht es nur um die Einschaltquote und wer ist am Ende schlimmer?
RTl,Sat1 und Konsorten oder diejenigen die sich dies auch noch anschauen.
Wenn es erlaubt wäre, würden diese Sender auch aus der Todeszelle live übertragen und
erst schauen sich es alle an und anschließend heucheln sie ihre Ablehnung.
Im Heucheln sind wir doch alle Weltmeister!
m,46
 
  • #6
Solche Sendungen werden zu Peep-Shows, und locken damit mehr Zuschauer an.

Wieviel weibliche Singles himmeln den TV-"Bachelor" an = "So Einen will ich auch".
"The Bachelor" wirkt wie ein Pilcher-Roman.(Nur aufgeteilt in mehreren Sendungen)

"Dschungelcamp" = Mischung von Voyeurismus und Masochismus ?
Immer auch junge, sexy Frauen dabei. Wer am wenigsten sexy ist, wird zuerst raus gewählt ?

"Big Brother" u.ä. - Alles junge, gutaussehende Leute. Und seien anscheinend alles Singles ?
Ob am Pool, unter der Dusche, oder fummelnd oder gar fi...... unter der Bettdecke.
= lockt die Zuschauer an. m.E. viele Singles darunter. Warum sonst tlw. so späte Sendezeiten ?

Die verschiedenen "endlosen" Soap-Serien wie GZSZ etc. halten sich bei manchen Zuschauern nur noch durch den Sex-Appeal ihrer Schauspieler/innen.
Besonders deutlich im Ausland zu erkennen, bei Soaps in südeuropäischen sowie Latino-Ländern.

Welche Frau kann in diesem TV-Geschäft vor der Kamera noch mithalten, ohne Silikon-vergrößerte Brüste ?

Solche "Traumwelten" birgen die Gefahr, daß ein Teil der Zuschauer/innen dies als Maßstäbe für ihre eigene Partnersuche nehmen ?
Und dabei die Leute in ihrer Umgebung weniger wahr nehmen ? Weil sie in Gedanken bei ihrer Lieblingssendung sind ?

Früher haben Leute auch geschwärmt, z.B. von gutaussehenden Schauspielern im Kinofilm.
Aber doch so realistisch, daß auch die Singles aus der Nachbarschaft noch Chancen hatten.
Heute anspruchsvoller und sturer. Das Aussehen der Anderen scheint für Viele am wichtigsten zu sein ?

Der Unterschied: Früher ging man ein paar Mal/Monat ins Kino. (50er Jahre).
Dann gabs immer mehr Fernsehen = immer mehr Berieselung.
Nun können sich die Leute mit Video und Internet ihre liebsten -sexy- Stars jederzeit anschauen.
(Das zeigen Statistiken über Suchbegriffe bei Google & Co.)
Je öfter man sein "Traumbild" sieht, desto weniger Interesse an Andere ?

Die Medien sind nicht an der steigenden Zahl der Singles schuld. Aber haben ungewollt ihren Anteil und Wirkung daran ?
 
G

Gast

  • #7
Das Hauptproblem scheint mir eher zu sein, dass die gebundenen Menschen meinen, sie verpassten etwas oder machten etwas falsch, und alle anderen (vor allem Singles) würden pausenlos flirten, Orgien feiern etc....daher die extrem hohen Zahlen von den in Seitensprungportalen angemeldetn usern (natürlich überproportional viele Männer, da Frauen sowieso oft Angebote dieser Art am Arbeitsplatz oder im Freundeskreis bekommen und generell weniger begeistert von Sex ohne jedes Gefühl sind).
Sex sells gab es immer schon. Traurig fand ich aber kürzlich, als ein kleines Mädchen, so geschätzte 8-9 Jahre alt, ziemlich derbe Anspielungen mit ihren Schulfreunden machte. Kein Wunder, wenn schon Kinder die härtesten Pornos via handy auf dem Pausenhof der Schule sehen und das für normal halten.
Dass es immer mehr Singles gibt, hat mehrere, komplexe Ursachen,denke ich, u.a. eine schlechte Familienpolitik, Steuergesetzgebung, eine harte Arbeitswelt und die pseudo-sozialen Netzwerke, die bekloppt machen statt "vernetzt"-eine schöne Scheinwelt, wo jede/r sich anders darstellt und per click den anderen eliminiert. Auch ohne Sexualisierung ist sowas verstörend und demütigend. Wer nicht aus seiner Herkunftsfamilie oder dem Freundeskreis ein gesundes, wertschätzendes und kontinuierliches Miteinander kennt, kann keine Partnerschaft aufbauen oder erhalten, denn er/ sie weiss ja gar nicht, wie man mit der Realität und Konflikten umgeht, die sich nicht einfach verzerren oder ausschalten lassen. (w.)
 
G

Gast

  • #8
Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen Sendungen wie Dschungelcamp oder Bachelor und dem Singledasein, außer vielleicht dem, dass mir das Schauen dieser Sendungen vor meinem intellektuellen Partner ein wenig peinlich wäre (ich gucke es aber trotzdem hin und wieder). Was diese Sendungen mit Sexualisierung zu tun haben sollen, sehe ich auch nicht. Olivia Jones' "Gürkchen" und die lauten "Penis"-Schreie in den Urwald zeugen doch wohl eher von einer Banalisierung der Sexualität, Sex íst in diesem Zusammenhang doch kaum mehr ernst zu nehmen.
Was mir allerdings Sorge bereitet:
- dass es durch die Sexualisierug der Medien die Trennung zwischen Liebe und Sex als Standard gesetzt wird. Merke ich zunehmend auch beim Online-Dating. Wer von sich behauptet, nur bei Verliebtheit mit einem Mann zu schlafen, muss sich gleich in die Schublade "prüde" stecken lassen
- dass Männer allen Ernstes glauben, die Figuren und Körper, die sie in den Medien sehen, seien "natürlich" und jede Frau könnte (und wolle) so aussehen. "Brüste machen" gehört anscheinend zur Standardausstattung bei der modernen Frau, und diese Entwicklung finde ich bedenklich.

P.S. Googlet mal "Ich Ken, du Barbie" und Süddeutsche online. Herrlich humoristischer Artikel für Bachelor-Gucker und -Hasser.
 
G

Gast

  • #9
Das hat nichts miteinander zu tun, denke ich. Trotzdem nervt mich diese Über-Sexualisierung. Das ist so unentspannt und zum Teil eben auch herabwürdigend für Frauen. Ich hätte gern wieder ein wenig mehr Prüderie in der Öffentlichkeit.
 
  • #10
Sendungen wie "Bachelor" oder "Dschungelcamp", Gerichtsshows und Castingshows gehören für mich in die Kategorie "Unterschichtenfernsehen" (obwohl ich weiß, dass auch Akademiker sie anschauen). Mit so etwas verschwende ich meine Zeit nicht. Mir ist aber klar, dass die Sender Geld verdienen wollen und mit diesen Sendungen erfolgreich sind - von daher sollen sie es ruhig senden, ich kann in der Zeit ja was anderes machen.
 
G

Gast

  • #11
Ich denke, losgelöst von dem Status der Bildung, dass da wohl ein Zusammenhang zwischen der steigernden Singlesanzahl und dem steigen Angebot der sexualisierten Sendungen besteht. Single ist eher zu einem Voyeurismusverhalten als ein gebundener Partner geneigt. Daher werden solche Sendungen gerne von Single (unabhängig der Bildung) angeschaut. Ob das letztendlich das Angebot reguliert, glaube ich eher nicht. Dafür ist m.E. ein sozialer Wandel verantwortlich. Es gibt immer weniger Tabu-Themen. Durch Globalisierung setzten wir uns mit verschiedenen Problematiken auseinander, die wir früher deren Existenz nur verschwiegen hätten. Daher ist auch „die Scham-Grenze“ ganz weit nach hinten verschoben. Und Voyeurismus gehört mehr oder weniger zu Menschsein. Meine Antwort: Jein
 
G

Gast

  • #12
Ich (w) sehe diese Sendungen kaum, bemerke aber ebenso die verstärkte Sexualisierung in Medien, Werbung, Gesellschaft.
Es muss meiner Ansicht nach nicht prüder werden, aber jedem gleich seine Pseudo-Offenheit unter die Nase zu reiben, finde ich übertrieben und mühsam. Wer nicht supersexy und "aufgeschlossen für alles" ist, ist unattraktiv - zumindest könnte man dies denken, wenn man solche Sendungen verfolgt.
In wie weit Singlezahlen hier eine Rolle spielen ist fragwürdig, außer man erwartet sich zur entsprechenden Sendezeit allenorts gelangweilte alleinstehende Personen vor den Fernsehern.
 
  • #13
Ich erkenne keine zunehmende Sexualisierung in den letzten 10 Jahren in den Medien. Formate werden immer an der Zielgruppe ausgerichtet, das war schon immer so. Kuppelshows gibt's doch schon ewig: nur die Liebe zählt, Herzblatt, diese Formate wurden durch modernere abgelöst.

Formate werden einzig danach ausgerichtet, einen grossen Marktanteil bei der werbewirksamen Hauptzielgruppe zu erreiche. Daher spielt die Veränderung der Werbung für mich eher eine Rolle als die Formate an sich.
 
G

Gast

  • #14
Ich erkenne keine zunehmende Sexualisierung in den letzten 10 Jahren in den Medien.
10 Jahre sind vielleicht zu kurz. Ich habe kürzlich Musikvideos angesehen. Man betrachte die Unterschiede zwischen den 80iger Jahren und heute. Wem da nicht die Augen aufgehen, der hat sie generell verschlossen...
Dies nur als Beispiel, es betrifft ja generell unsere Zeit. Mode und Zeitgeist schön und gut. Aber die Überforderung der Frauen wird verständlich, wenn man sich ansieht was heute schön oder sexy zu sein hat. Vor allem auch wenn Männer der ganzen Künstlichkeit Gauben schenken oder sich tatsächlich jene Offenheit erwarten sie sie aus solchen Sendungen kennen - auch wenn sie um die Realität wissen.
 
G

Gast

  • #16
Als Single kenne ich überwiegend Paare, die diese Sendungen gucken und dabei irgendwelchen Sehnsüchten nachhängen, die sie in ihrer Beziehung nicht leben - nach der Arbeit nach Hause, essen und gemütlich fernsehen. Die Singles, die dieses Fernsehprogramm konsumieren, sind zu wenig aktiv, um sich auf den Weg ins echte Leben zu machen, hängen Illusionen von Beziehungen, Sex und Umgangsstilen nach, die mit der Wirklichkeit wenig zu tun haben und werden immer frustrierter.

Ich habe für sowas keine Zeit, sondern gehe ins Kino, zum Sport, mit Freunden was essen .... Als Fernsehprogramm interessieren mich dann eher Filme, die Zusammenhalt, Gemeinschaftsleben etc als Inhalt haben - das sind meine Sehnsüchte: erst menschliche Nähe, dann Sex.

Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass diese Sendungen, die allesamt einen respektlosen, rüden Umgangston zeigen, starke Auswirkungen auf das zwischenmenschliche Miteinander haben, dass Partnersuche mit "schnell mals Sex für wenig Geld" verwechselt wird, wie man es in den SB zunehmend findet.