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Immer noch in einer Beziehung - ein Zwischenbericht von Cho Oyu

Einige kennen ja noch meinen Nickname. Aufgrund der Prophezeiungen, dass ich irgendwann hinwerfe und sie alleine lasse, ein kurzer Zwischenbericht.

Unsere Beziehung hatte keinen guten Start und wir haben uns so durchgewurschtelt. Irgendwann haben wir das Durchwurschteln hinter uns gebracht und eine gut Beziehung geführt - haben schöne Urlaube zusammen verbracht, die besten Weihnachten meines und ihres Lebens etc. pp. Dann kam Corona und Dauer Homeoffice für beide. Es war für Monate zu eng, zu wenig Freiraum etc. Wir haben getrennte Wege gehen müssen, weil wir keine Luft mehr hatten zum Atmen. Diese Phase ist vorbei - wir haben einen Weg gefunden, er für uns beide passt. Zum einen leben wir mehr unseren eigenen Freiraum aus und gestehen dem anderen das auch zu. Wir sehen es beide als eine Formel von Egoismus gepaart mit höherer Kompromissbereitschaft. Meinen narzisstischen Züge gehe ich in einer Art Dauertherapie nach und wir haben einen wundervollen, pumperlgsunden Sohn.
Sie hat einen in Summe guten Job, plant nebenbei ihre Selbstständigkeit. Ich bin mitten in der Übergangsphase zur Selbstständigkeit, arbeite ab Juli nur noch 60 %, bin bereits Arbeitgeber. Das ist stressig, es fühlt sich ab und an so an als raste ich mit dem TGV Vollgas in den Tunnel - aber ich weiß, am Ende des Tunnels ist wieder Licht.

Wir planen unsere Zukunft gemeinsam und wenn der Corona nicht dazwischen gekommen wäre - wäre ich vielleicht auch zweifacher Vater ...

Danke Euch allen, die Ihr mir ab und an den Kopf gewaschen habt. Es war nicht immer einfach, allerdings oft sehr hilfreich

LG

Cho Oyu
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Hey, schön von dir noch mal zu lesen. Danke für deine Zeilen, ich erinnere mich gut an dich.
Toll das es dir und deiner Familie gut geht 👍
M51
 
  • #3
Das hört sich schön an, alles Gute weiterhin!
w27
 
  • #4
Beide „angehende“ Selbständige… Da sehe ich für die nahe Zukunft erhebliches Konfliktpotential. Wenn ich mich richtig erinnere, bist du um die 50? Da muss es mit der Selbständigkeit schnell fruchten, sonst geht Dir die Lebenszeit aus.
M55
 
  • #5
Gut gemacht Ihr Beiden...freut mich sehr
 
  • #7
Beide „angehende“ Selbständige… Da sehe ich für die nahe Zukunft erhebliches Konfliktpotential. Wenn ich mich richtig erinnere, bist du um die 50? Da muss es mit der Selbständigkeit schnell fruchten, sonst geht Dir die Lebenszeit aus.
M55
Branche verrate ich nicht (habe in dieser zuvor schon gearbeitet). Meine Homepage ist noch immer nicht so weit vorne bei google, wie ich es gerne hätte. Dennoch habe ich im Startjahr über 250.000 Umsatz und vermutlich auch einen geringen Gewinn. Kunden loben uns, dass wir uns wohltuend vom Wettbewerb unterscheiden und diese sehen die Unterschiede sehr wohl Konflikt sehe ich da nicht, weil wir beide noch einen Job haben mit ca. 60 / 70 Prozent. Das Einkommen ist gesichert, der Rest wächst nebenbei. Invest außer der Website gibt es keine. Wir arbeiten beide in Summe nicht mehr als vorher.
Und ja ich bin über 50, gehe davon aus, dass ich ab Anfang 2024 davon leben kann.
 
  • #9
Ich war in diesen Phasen dankbar in einer LAT Beziehung zu sein. Das Spannungspotential ist sehr groß wenn man 24 * 7 aufeinander hockt und ggf. auch noch Ressourcen teilen muss die man gleichzeitig benötigt.
Hat im Grunde in unterschiedlicher Tiefe jeder Mensch. Du bist dir dieser Seite bewusst und arbeitest daran. Das ist doch klasse.
wir haben einen wundervollen, pumperlgsunden Sohn.
❤️ lichen Glückwunsch.

Ich kann mich an verschiedene deiner Beiträge erinnern aber, dass du in so einer engen Beziehung bist ist mir neu. Ich habe es vielleicht überlesen.

Bei zwei Damen hier im Forum war mir diese Entwicklung auch entgangen.
 
  • #10
Ich kann mich an verschiedene deiner Beiträge erinnern aber, dass du in so einer engen Beziehung bist ist mir neu. Ich habe es vielleicht überlesen.
Doch hat er erzählt. Das, was er über seine Partnerin und ihre Beziehung schrieb, klang sehr lieblos. Wenn er sich nicht geändert hat, was nicht anzunehmen ist, ist die Frau nicht zu beglückwünschen, dass sie noch zusammen sind.
 
  • #11
Hallo "Urgestein",

schön , von dir mal wieder zu lesen. Noch besser, dass du auf einem guten Weg bist.

Schon komisch, welch unterschiedliche Auswirkungen Homeoffice und eingeschränkte Möglichkeiten haben können. Uns beide hat das eher noch näher zusammen gebracht. So gesehen war es eine gute Übung für die Zeit nach bzw mit sehr wenig Beruf und sehr viel freier Zeit.

Alles Gute für dich und deine Familie, die Selbständigkeit und alle Pläne.
 
  • #12
Dein Name kommt mir bekannt vor aber deine Geschichte habe ich leider nicht in Erinnerung. Jedenfalls freue ich mich für dich und Gratulation für Euren Neugeborenen Sohn. Alles Gute 🍀
 
  • #15
Hallo "Urgestein",

schön , von dir mal wieder zu lesen. Noch besser, dass du auf einem guten Weg bist.

Schon komisch, welch unterschiedliche Auswirkungen Homeoffice und eingeschränkte Möglichkeiten haben können. Uns beide hat das eher noch näher zusammen gebracht. So gesehen war es eine gute Übung für die Zeit nach bzw mit sehr wenig Beruf und sehr viel freier Zeit.

Alles Gute für dich und deine Familie, die Selbständigkeit und alle Pläne.
Servus Tom,

ich kenne ein paar wenige Paare, bei den es wegen Corona ähnlich gelaufen ist, wie bei uns. Von Deiner Variante kenne ich nur eine Story - Deine;)

Dir auch alles gute.
 
  • #17
Ich kann mich auch an dich erinnern und war sehr überrascht, als du irgendwann mal Freundin und Kind erwähnt hast.

Davor (und danach auch) hast du eigentlich immer nur von deiner tollen Exfrau geschwärmt.
Das stimmt. Die Exfrau ist jedoch Geschichte. Sie kam sehr lange und häufig in meinem Kopf vor. Sehr sehr selten denke ich noch an Sie, habe sie seit 3 Jahren nur im Rahmen der Scheidung gesehen.
 
  • #18
Ich kann mich nur noch schwach dran erinnern, staune aber auch über diese Kehrtwende.. das klang damals wirklich nicht gut für deine Freundin. Ich kann sowas ja immer schlecht glauben, aber wenn du deine Fehler siehst und an ihnen arbeitest, ist das ja ein guter Schritt.
Schon komisch, welch unterschiedliche Auswirkungen Homeoffice und eingeschränkte Möglichkeiten haben können. Uns beide hat das eher noch näher zusammen gebracht.
Bei uns war das auch uneingeschränkt positiv, wie ein Gemeinschaftsbüro mit Pausen für Essen, Sport und andere Sachen... :D Gestritten haben wir uns auch nicht mehr, müssen nur mehr Aufwand betreiben, um auch mal andere Leute zu sehen, statt uns nur auf uns zwei zu verlassen. Wollen nicht mehr in die Firma zurück. Wir haben dann gewusst, wir können getrost heiraten.
 
  • #19
Ich kann mich nur noch schwach dran erinnern, staune aber auch über diese Kehrtwende.. das klang damals wirklich nicht gut für deine Freundin. Ich kann sowas ja immer schlecht glauben, aber wenn du deine Fehler siehst und an ihnen arbeitest, ist das ja ein guter Schritt.

Bei uns war das auch uneingeschränkt positiv, wie ein Gemeinschaftsbüro mit Pausen für Essen, Sport und andere Sachen... :D Gestritten haben wir uns auch nicht mehr, müssen nur mehr Aufwand betreiben, um auch mal andere Leute zu sehen, statt uns nur auf uns zwei zu verlassen. Wollen nicht mehr in die Firma zurück. Wir haben dann gewusst, wir können getrost heiraten.
Ich kann Dir sagen, die Kehrtwende ist harte Arbeit und funktioniert noch lange nicht immer. Die narzisstischen Züge, die doch sehr ausgeprägt sind, werden wohl nie weg sein, allerdings hoffentlich nie mehr so aufkommen. Die Therapeutin meint auch ich sei da sehr speziell. Jemand der so narzisstisch ist, wie ich erkennt dieses Problem in den seltensten Fällen und arbeite schon gar nicht daran. Ich vermute auch wirklich, dass ich bis zu meinem Ableben daran werde arbeiten müssen. Auch wenn es harte Arbeit ist fühle ich mich damit besser. Hochgerechnet bis zum Tod plane ich da mehrere 10.000 Euro ein. Aber ich glaube nur so bin ich erträglich.
Hinzukommt, dass meine Freundin sich als HSPlerin bezeichnet. Da treffen Welten aufeinander. Sie will da auch ein Stück von Weg.

Bzgl. Corona und Homeoffice gab es vielleicht bei uns eine spezielle Situation Ich brauche für meine Haupthobbys Österreich (Berge). Da haben mich die zwei Oberschlauen nicht hinfahren lassen. D.h. ich konnte zwei Jahre mich nicht im Ansatz so austoben (meine Freundin ebenso wenig) wie gewohnt. Ich glaube das hat zu einer unterschwelligen Dauergereiztheit geführt.

Ich bin kein Leugner von Corona, hatte die Krankheit selbst. Aber wie Politik uns teilweise und unsere Kinder desozialisiert hat, macht mich heute noch fassungslos. Die Medien haben auch einiges beigetragen, mit der permanenten Angstmache. Da habe ich mich zu sehr mitreißen lassen und immer wieder verglichen und das hat mich wütend gemacht. Schweden z.B. wurde am Anfang für seinen lockeren Weg kritisiert. Man hört nichts mehr davon - warum auch sie stehen besser da als die strengen Österreicher und nicht so viel besser als Deutschland oder die Schweiz. Bei diesem kurzen Vergleich hat die Schweiz mit ihrem auch eher lockeren Umgang die wenigsten Toten pro 100.000 Einwohner - wenn man den offizielle Zahlen glauben schenken mag.

Wir wohnen weit weg von unseren Herkunftsfamilien. Die konnten sich immer im großen Umkreis bewegen. Bei uns war nach 15 km die Grenze dicht.
 
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