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Gast

  • #1

Immobilienerwerb als Single sinnvoll?

Ich lebe schon seit 12 Jahren im so genannten „Speckgürtel“ einer Großstadt, in der sich mein Arbeitsplatz befindet (Entfernung ca. 20 km, einfache Fahrzeit 35 – 40 Minuten). Ich wohne zur Miete in einem Mehrfamilienhaus. Die Wohnung, die Lage und auch die Hausgemeinschaft sind soweit ganz OK. Trotzdem gibt es ein paar Punkte, die ich für mich gerne verbessern würde. Daher denke ich von Zeit zu Zeit über den Erwerb einer Immobilie (Haus, Eigentumswohnung) nach. Allerdings bin ich zurzeit Single und relativ erfolglos in Singlebörsen unterwegs. Im RL ergibt sich leider irgendwie auch nichts. Bitte nicht missverstehen: Das soll kein Gejammer sein, ich kann mit der Situation ganz gut umgehen.

Ich stelle mir ganz konkret die Frage: Ist es sinnvoll, als Single mit Ende 40 ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, wobei ich mich örtlich in starkem Maße binden würde? Dafür sprechen die Altersvorsorge und die aktuell niedrigen Zinsen sowie die gesparte Miete. Dagegen spricht, glaube ich, das Singletum. Denn wenn ich doch noch mal mit einer Frau zusammenkommen sollte, wäre ich ohne Immobilie flexibler. Dann könnte ich u.U. umziehen, falls die Frau schon eine Immobilie besitzt, oder zusammen mit ihr irgendwohin ziehen. Es gibt ja viele Leute, die wollen lieber in der (Groß-) Stadt leben als außerhalb „im Grünen“. Meine derzeitige Mietwohnung wäre auf Dauer zu zweit zu klein.

Hat von Euch jemand eine ähnliche Situation gehabt? Wie habt Ihr Euch entschieden? Wohneigentum erst als Paar bzw. Familie oder auch als „älterer“ Single? Ich danke für Eure Antworten.

m/47
 
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  • #2
Ein Haus kauft man sich, um es an seine Kinder zu vererben... die Frage ist nur, wollen heutige Kinder allen ernstes bis an ihr Lebensende mit den Eltern zusammen wohnen? In der Regel ist das ganz und gar nicht der Fall.
Zudem wirst du bis zu deinem Tod und darüber hinaus für das Haus zahlen müssen - später dann deine Hinterbliebene für die das Haus eine Last sein kann. Ein Haus bedeutet Verantwortung, nicht nur einer Person, sondern aller Beteiligten, besonders für die Kinder - bei mehreren Kindern werden diese sich später um das Erbe streiten!

Was tust du, wenn du heute ein Haus kaufst und in 3 Jahren eine Frau am anderen Ende von Deutschland kennenlernst, in die du dich Hals über Kopf verliebst. Oder du lernst eine Frau kennen, die auch schon ein Haus hat? Ein Haus macht abhängig und verschlechtert die Chance frei zu sein für eine Liebe. DAbei ist ein partnerschaftliche Liebe das höchste Gut. Ich würde mir mit einem Haus niemals eine Last aufbrocken, schon gar nicht alleine.
 
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  • #3
Hallo, früher, also so vor ca. 20 Jahren war mein Traum immer eine eigene Wohnung, egal ob ich Single bin oder nicht. Als Altersvorsorge. Leider hat es mit dem Zusammensparen des Eigenkapitals nicht gereicht. Zudem habe ich festgestellt dass ich kein Vermehredichhurtig-Gen habe, sprich nicht vorhandene Mutti-Gefühle. So habe ich nach längerem Überlegen mir gesagt, dass es nicht die klügste Entscheidung ist, ohne Kinder oder sonstige Nachkommen oder eventuelle Erben ein Eigenheim zuzulegen. Stattdessen habe ich mir gesagt, ich benutze das Geld für Reisen, um die Welt zu erleben.

Es war eine gute Bauchentscheidung, denn zwischenzeitlich habe ich im Ausland gelebt, ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen habe in einer Großstadt gelebt und lebe nun in Deutschland auf dem Lande mit meinem Partner.

Ich denke aber, für einen zukünftigen Partner ist eine Immobilie kein richtig dickes Hindernis. Man könnte:
- sie vermieten
- sie verkaufen
- wenn es geht, zusammen drin wohnen.

Viel Glück bei der Entscheidung

w,40
 
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  • #4
grundsätzlich spricht gar nichts gegen Wohnungseigentum als Single, wenn man es sich leisten kann. Mit 47 würde ich mir noch ein Haus mit Garten zu legen, das würde auch für eine spätere Familie passen. Ich, w, noch älter, habe mir eine tolle Wohnung gekauft, allerdings hatte ich das Glück , dass mir so eine schöne Wohnung angeboten wurde, die gibt es über den Immobilienmarkt kaum. Mein Traum war jedoch ein älteres Haus in der Natur, nicht in der Stadt - aber bei mir hat die Vernunft entschieden. Ich bereue meinen Entschluß auch nicht, es lief alles glatt.
 
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  • #5
Ich (42, m) habe das Problem gelöst, indem ich eine Wohnung gekauft habe, bei der der Rückzahlungsplan statt wie üblich nach 30 oder mehr Jahren bereits nach 14 Jahren beendet sein sollte. Ausserdem zahle ich kaum mehr als hätte die Wohnung gemietet. Meine Wohnung war allerdings auch seeehr günstig!

Du solltest Deine Wünsche nicht davon abhängig machen, ob da noch eine Partnerin kommt oder nicht. Wenn eine kommt, dann findet sich sicher eine Lösung.

Tu es einfach für Dich. Dann bist Du glücklicher - was allerdings dazu führen könnte, daß Du schneller eine Partnerin findest... Viel Spaß dabei!
 
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  • #6
Ich (z. Zt. Single, m, Mitte 40) wohne schon seit 13 Jahren im eigenen Haus im Grünen (ca. 130 km² Wohnfläche, mit schönem Garten). Mittlerweile ist es längst abgezahlt, so spare ich Unmengen an Miete, bin mein eigener Herr und habe eine prima Altersvorsorge. Als Beamter im Höheren Dienst bin ich quasi ortsgebunden und werde vermutlich auch bis zur Pensionierung an meinem Wohnort verbleiben. Wenn ich noch mal eine Partnerin/Familie haben sollte (was ich mir wünsche), dann werden sie entweder bei mir einziehen oder ich verkaufe das Haus und besorge mir ein neues Eigenheim - Geld ist genug da. Du hast doch die Vorteile genannt - an deiner Stelle würde ich nicht zögern, die attraktiven Zinsen nutzen (ich nehme an, du hast auch ausreichend Eigenkapital - ohne das geht es nicht); und wenn die Wohngegend stimmt, dann kannst du ja später - falls es erforderlich sein sollte - auch die Immobilie wieder verkaufen.
 
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  • #7
Ist es sinnvoll, als Single mit Ende 40 ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, .....

m/47
Im Grunde braucht es nur eine Aufzählung der NACHTEILE einer ETW statt Mietwohnung, da es keinerlei Vorteile gibt:

Zunächst mal fängt das schon mit dem Begriff "Eigentums"wohnung an, es handelt sich nämlich gar nicht wirklich um Eigentum sondern bestenfalls eine Eigentümergemeinschaft (es sei denn, alle Wohnungen gehören einem selbst). = Nachteil weil keine ALLEINIGE Entscheidungsmacht

Wer derart Mitglieder einer solchen Vereinigung kennt weiß, daß die im Grunde nach vielen Jahren nur noch dabei bleiben, weil kein massiver finanzieller Verlust realisiert werden will oder schlicht noch Schulden unabänderbar drücken = Nachteil weil finanzielle Knechtschaft (teils das ganze wertvolle Leben lang)

Wie der Begriff "Immobilie" schon sagt, ist das eine vollkommen unflexible Geldanlageform / Mittel zum Vermögensaufbau / Altersabsicherung da jederzeit hinein vollstreckt werden kann = Nachteil weil Hilflosigkeit und Pfändbarkeit

Gerade in Zeiten von Banken- Währungs- und Staatskrisen ist der Phantasie von "herrschenden Organen" zur eigenen Errettung keine Grenze gesetzt. Eigentümer von Wohnungen (oder die sich dafür halten) wird notfalls einfach eine Zwangshypothek eingetragen - hierzu braucht es keine Sondergesetze, Art. 14 GG der BRD regelt das bereits seit Jahrzehnten für den Fall der Fälle. = Nachteil weil unwehrbarer und zwangsweiser Zahlesel für die Fehler anderer (Politiker & Bankster usw.)

Die laufenden Kosten/Reparaturrücklagen etc. (selbst wenn die Sache geerbt oder bereits abbezahlt sein sollte) übersteigen meist selbst dann eine ortsübliche Miete, man zahlt also trotz angeblichen Eigentums nochmal, schließlich besteht ein Haus nicht nur aus Teppich und Tapete sondern geht vom Keller zum Dachscheitel, zudem sind die Kommunen nicht zimperlich was Gemeindeabgaben (und deren beliebige Erhöhung) und neue Beleuchtung und Belag der Straße vor dem Haus angeht = Nachteil weil ähnliche unwiederbringbare Kosten

Freunde suche ich mir, Familie hab ich einfach, so sieht es hier auch mit den Nachbarn -einem wesentlichen Punkt der Lebensqualität insgesamt- aus. Nachteil weil sich nicht so einfach vom Acker gemacht werden kann.

Fazit: Wer unbedingt den Status des "Eigentümers" braucht (wirklich ist er es ja nicht siehe Art 14 GG) und die Mittel hat, sollte sich ein Einzelgrundstück + Haus zulegen.

Wer sich gern für sein Leben den Bürokraten, Baupfuschern, Banken (bei Finanzierung), schrecklichen Nachbarn, staatlichen Bevormundern sowie den meist vollkommen hohlen und sinnentleehrten Beschlüssen einer ET-Versammlung unterwerfen will, sollte sich eine ETW zulegen, ansonsten für´s gleiche Geld (oder weniger) was Neckisches mieten und etwas vom Leben haben ;-)

PS: Ein großer Hagelschauer wie am letzten WE in unserer Umgebung sollte auch niemals wirklich (oft) kommen, als "Eigentümer" hat man den Schaden & Rennerei.
 
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  • #8
Ich w habe mir mit 30 eine schöne Neubau Eigentumswohnung gekauft. Ich weiss ja nicht was das Leben alles bringt. Vielleicht finde ich doch noch den Richtigen und bekomme Kinder. Dann ist die Wohnung zu klein, bzw. zu sehr im Zentrum. Aber man muss halt auf Veränderungen flexibel reagieren. Bleibe ich alleine behalte ich die Wohnung, sonst wird sie vermietet oder verkauft. Ist doch gar kein Problem wenn es sich um eine hochwertige Immobilie handelt.

Nur Mut! Wenn du es dir leisten kann, würde ich es jederzeit machen.
 
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  • #9
Ich (w42) stehe vor einer ähnlichen Frage. Ich habe vor, mir eine Eigentumswohnung zu kaufen. Ein Haus für mich alleine ist mir zu groß, zu teuer und zu viel Arbeit. Ich kenne einige Hausbesitzer, die nur jammern und stöhnen, wie viel Arbeit so ein Haus mit Garten ist und das möchte ich mir alleine nicht antun.

Eine Eigentumswohnung finde ich eine gute Geldanlage, zumal man das, was man monatlich an Miete zahlen würde, zur Abzahlung nutzen kann. Darüber hinaus ist es eine Art Altersvorsorge. Ich gehe mal davon aus, dass du mit Ende 40 nicht mehr unbedingt eine Familie gründen willst, also stellt sich doch die Frage, dass du noch wartest, was da kommt, eigentlich gar nicht mehr, oder?

Und wenn du beruflich sowieso ortsgebunden bist, dann wirst du wegen einer neuen Partnerschaft sowieso nicht umziehen können, oder? Und sollte es doch so kommen, lässt sich eine Eigentumswohnung vermieten oder wieder verkaufen.

Ich tue als Single, das, was ich für richtig halte. Nur weil vielleicht irgendwann mal ein Mann kommt, warte ich nicht mit dem Wohnungskauf. Das halte ich für das falsche Lebenskonzept.

Ich mache auch sehr viele Reisen und vor kurzem sagte eine Bekannte zu mir, ich wäre ja schon fast überall auf der Welt gewesen (das stimmt nicht), ich sollte doch eher mal zu Hause bleiben, denn wenn ich mal einen Mann kennen lerne, dann gäbe es keinen tollen Ort mehr, den ich mit ihm entdecken könnte. So was ist für mich Unsinn. Man lebt ja sein Leben nicht in der Warteschleife.
 
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  • #10
Lieber M/47

ja, ich hätte kaufen können. Aber ich wollte mich nicht an den ungeliebten Standort binden und bin in der gepflegten Altbaumansarde hängen geblieben. 9 Jahre.
Manchmal denke ich: ich hätte ja woanders was kaufen und erstmal vermieten können. Mit 35 dachte ich kommt ein mann vorbei werfen wir ohnedies unser Geld zusammen und suchen uns ganz was anderes.
Jetzt denke ich auch drüber nach das als Single allein zu stemmen. Obwohl ich dabei natürlich keine Zuschüsse erwarten kann. Selbst wenn ich dann im Alter dem Staat nicht auf der Tasche liege weil ich vorgesorgt hatte.
 
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  • #11
Beim Kaufen ist ein ein Teil des Geldes immer auch als Tilgung verwendet. Beim Mieten ist das ganze Geld komplett futsch. Und eine Eigentumswohnung ist eine prima Altersvorsorge und beruhigend ist außerdem der Gedanke, dass einem niemand wegen Eigenbedarf kündigen kann.
Meine Kinder, beide sind Singles, haben jeder eine Wohnung gekauft. Und wenn doch mal ein Partner auftauchen sollte, dann kann die Wohnung immer noch vermietet werden.
 
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  • #12
Niemals würde ich mir als Single eine Immobilie ans Bein binden! Das wäre für mich die blanke Horrorvorstellung!

m.
 
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  • #13
Ich (m45, Single) war bis Ende 30 auf dem Trip, mir irgendwann eine ETW zu kaufen. Finanziell wäre das heute für mich überhaupt kein Problem. Allerdings haben sich die gesellschaftlichen und rechtlichen Umstände in diesem Land in den letzten Jahren derart zum Schlechten verändert, daß sich meine Einstellung zu diesem Thema mittlerweile um 180 Grad gedreht hat und ich zur Miete wohnen möchte.
Meine Entscheidung hat 2 Gründe:
1. Es wird in den Medien seit geraumer Zeit derart gegen Gutverdienende und Vermögende (sparsame ?) Bürger gehetzt, daß ich mir absolut sicher bin, daß sich der Staat im Zuge der Finanzkrise irgendwann zuallerserst an den Immobilienbesitzern vergreifen wird. So hat er es nach dem ersten, so hat er es nach dem zweiten Weltkrieg gemacht. Und er wird es wieder tun, wenn es sein muß. Die Daten über den Wohnungsbestand hat er ja bereits von der letzten Volkszählung. Außerdem kommt es beim Volk immer gut an, wenn "denen da oben" das Fell über die Ohren gezogen wird.
2. Den immer weiter um sich greifenden, zwangsverordneten Dämmungsirrsinn mache ich nicht mit. Jeden Monat sehe ich in meiner Umgebung eine neue Styroporfassade, die schon nach wenigen Jahren eklig grün veralgt sein wird, weil sich der nächtliche Tau an dem kalten, dünnen Außenputz niederschlägt, wie bei einem Auto. In 10 Jahren haben die alle ihre Fassade von außen durchfeuchtet und der ganze Sondermüll muß runter. Rest unverkäuflich. Nix mit Altersvorsorge.
Leider kann man mit den Leuten nicht mehr vernünftig über dieses Thema reden ("die armen Eisbärenbabys am Nordpol"). Auf Auseinandersetzungen mit Miteigentümern habe ich keine Lust.

m45
 
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  • #14
Kaufen , ganz klar.

man sollte seine lebenspläne nicht davon abhängig machen, dass man evtl. noch den Richtigen, die Richtige trifft......Liebe vergeht, die Wohnung, das Haus bleibt Dir. Du kannst es immer vermieten, wenn doch ein Umzug ansteht, solltest bei dem kauf aber sehr auf die lage achten. Die Wertsteigerung ist wichtig, sonst kann man das Geld auch auf der Bank vergammeln lassen (die aktuellen Tagesgeldzinsen decken nicht mal den Wertverlust der Inflationsrate, oder in Aktien investieren, auf Dauer angelegt eine gute Alternative.
ich lebe sehr gern in meiner Eigentumswohnung bei - für die erstklassige lage - niedrigen Wohngeldkosten von 330,-. In diesen Kosten sind Rücklagekosten für eventuelle Reparaturen enthalten. Beim Kauf einer Eigentumswohnung also auf das Rücklagenkonto gucken!

Das Gute: auch im Alter kann man sich solche Wohnkosten leisten.

Bei Mietwohnungen wird man evtl. im Alter in eine unattraktive Gegend ziehen müssen, um die Mietwohnung bezahlen zu können, besonders dann, wenn wie von einigen vorgeschlagen, das Geld lieber für Reisen ausgegeben wurde. Dann hat man einer Durchschnittsrente kein Geld für eine schöne Wohnung.
Eigentumkauf ist klasse, wenn man viel Eigenkapital mitbringt, damit man in überschaubarer zeit (max. 10 Jahre) den Kredit abzahlen kann. Sonst wird es kritisch, was wenn man krank wird, die Arbeit verliert usw. usw.
Dann bleibt immer noch die Option alles auf einmal zu zahlen, finde ich am besten.

Summasumarum: handle so, als würdest Du nie wieder mit jemanden zusammenziehen bzw.-leben. Das kann passieren, nicht das leben in der Warteschleife verbringen. Sorge für Dich.

Wenn Du doch jemanden findest, wird alles neu gewürfelt. Vermietung bwz. Verkauf ist immer möglich......wenn die Lage stimmt!
 
G

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  • #15
Ein Haus kauft man sich, um es an seine Kinder zu vererben... .
Habe ich mich da irgendwie im Jahrhundert geirrt? Wir leben im Jahr 2013 !

Meine Großeltern haben 1926 ein Haus gekauft und es 1970 wieder verkauft - nicht vererbt.
Meine Eltern haben 1970 ein Haus gekauft (Doppelhaus zusammen mit den Großeltern) und haben es vor 10 Jahren wieder verkauft, zugunsten einer kleineren ETW.
Mein Mann und ich haben uns 1982 eine ETW gekauft, sie 2000 verkauft, dann ein Haus gekauft. Das haben wir dann nach der Scheidung 2010 wieder verkauft und uns 2 ETW gekauft. Ich gedenke nicht, sie meinen Kindern zu vererben, denn ich werde meine Wohnugn vielleicht auch nochmal verkaufen und mich irgendwann mal in ein Betreutes Wohnen einkaufen.
So immobil ist man mit Immobilien auch wieder nicht. Eine gut geschnittene und gut gebaute Wohnung kann man immer wieder verkaufen, manchmal sogar mit Gewinn.

Ich habe meine ETW ca. 2 Jahre nach der Scheidung gekauft und habe es nie bereut. Sollte ich noch einmal einen Partner finden, könnte er hier wohnen oder man könnte die Wohnung vermieten bzw. verkaufen. Wo ist das Problem?
Ich zahle einfach lieber in meine eigene Wohnung als Miete und es ist einfach ein anderes Gefühl, wenn man im Eigentum wohnt. Bei den derzeitigen Zinsen und den Preisentwicklungen ist es zumindest bei mir (auch im Speckgürtel) ein guter Deal.
 
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Gast

  • #16
Guten Abend,

meine Empfehlung, auch wenn es absurd klingt ist in Miete zu bleiben. Sie brauchen sich nur irgendeinen Neubau in Stadtnähe bzw. im Ballungsraum anzusehen. Wählen Sie eine Eigentumswohnung mit z. B. drei Zimmern und 100qm. Diese kostet schnell 299.000 Euro. Und da sind noch gar keine Zinsen draufgerechnet. Das ist schlichtweg zu teuer, weil der Verdienst eines normalen Bürgers in gar keinem Verhältnis dazu steht.

Mit dem Gehalt sollen der Lebensunterhalt und dann noch die Rate für die Immobilie plus das Hausgeld hingeblättert werden. Sie merken schon, der normale Bürger kann sich die aktuellen Preise gar nicht leisten. Das Verhältnis zum eigenen Portemonnaie ist die wichtigste Kennzahl. Wenn die Differenz zwischen Wunsch und Realität so weit auseinandergeht wie derzeit, dann muss man vom Kauf Abstand nehmen.

Hier kommt der wichtige Punkt. Jeder Käufer muss wissen, wann etwas zu teuer für ihn ist. Da helfen die besten Argumente für einen Kauf nicht. Diese mögen manchmal sinnvoll und logisch erscheinen, nur wer kein Geld hat, muss sich mit dem begnügen, was er sich leisten kann. Jaja, in unserer heutigen Zeit kommet es schlecht an, wenn man an das Zurückhalten appelliert, aber so ist es richtig.

In Deutschland ist die Immobilienblase noch am Aufblasen. Man giert geradezu nach den verfügbaren Objekten. Manch einer will seine Immobile als Betongold, als Schutz gegen die drohende Inflation, erwerben. Andere kaufen eine Immobilie, weil die Zinsen zur Zeit günstig sind.

Nun, die Zukunft derjenigen, die sich die Immobilie auf Pump geradeso leisten konnten, ist bereits vorgezeichnet. Die Konjunktur in der Welt kühlt ab, die Arbeitslosigkeit nimmt zu. Wenn dann der Immobilienkäufer Schwierigkeiten mit der Rückzahlung der Monatsraten bekommt, dann wird er merken, dass er etwas eingegangen ist, dass er so hätte nicht machen sollen.

Und Langfristig ist eine Immobilie "KEINE" Wertanlage!

M
 
G

Gast

  • #17
Nix mit Altersvorsorge.
Leider kann man mit den Leuten nicht mehr vernünftig über dieses Thema reden ("die armen Eisbärenbabys am Nordpol"). Auf Auseinandersetzungen mit Miteigentümern habe ich keine Lust.
Absolut korrekt: Altersvorsorge und Werterhalt einer Immobilie = Fehlanzeige

Oft schon nach zwei Jahren werden die mit einem dünnen Putz und einer leuchtend weißen Kunststoff-Farbe versehenen Fassaden schmutzig grün. Das kommt daher, dass sich in der Dämmschicht Feuchtigkeit aufstaut, die einzelligen Grünalgen der Gruppe Fritschiella gute Vermehrungsmöglichkeiten bietet.

Woher diese Feuchtigkeit stammt, lässt sich leicht erklären: Die Dämmschicht verhindert tagsüber die Aufheizung der Außenmauern durch die Sonnenstrahlen. Nachts geben die Mauern deshalb kaum Wärme nach außen ab. Die Außenhaut der Dämmung kühlt daher rasch so weit unter den Taupunkt ab, dass sich Kondenswasser darauf niederschlägt. Durch unvermeidliche feine Risse in der Außenhaut dringt die Feuchtigkeit in die Dämmung ein, kommt aber am Tage vor allem an der Nordseite des Gebäudes wegen der wasserdichten Kunststoff-Farbe kaum wieder heraus. Einmal vollgesaugt, isolieren die Dämmplatten nicht besser als ein nasser Pullover. Oft sieht man an den grünen Fassaden regelmäßig angeordnete weiße Punkte. Dort sitzen die Dübel, mit denen die Dämmplatten am Mauerwerk befestigt sind. Sie bilden Wärmebrücken, an denen der Außenputz trocken bleibt und Algen nicht gedeihen können.


M/27
 
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Gast

  • #18
Eine eigene, selbstbewohnte Immobilie ist wie ein Sparschwein das du jeden Monat fütterst.
Mit einer entsprechenden Eigenkapitalquote ist es sehr realistisch, dass deine monatliche Annuitätenrate, bei den derzeitig traumhaft niedrigen Zinsen, nicht höher sein dürfte als die Miete für eine vergleichbare Immobilie.

Ich habe in meinem Leben schon mehrere Immobilie gekauft und wieder verkauft - immer mit Gewinn! Jetzt bin ich 60 und habe vor einem Jahr meine vorläufig letzte Immobilie gekauft, eine ETW die ich selbst bewohne. Die Miteinkünfte von zwei weiteren Immobilien finanzieren praktisch meine selbstbewohnte ETW, so dass diese in 8 Jahren schuldenfrei sein dürfte.

Ich empfehle dir JETZT zu kaufen, wegen der unschlagbar günstigen Zinsen. Die beste Altersvorsorge überhaupt ist es, in Betongold zu investieren. Mit Mietzahlungen machst du nur andere reich aber nicht dich selbst! Bedenke jedoch, die Lage muss stimmen!, dann wirst du bei einem evtl. späteren Verkauf oder Vermietung keine Schwierigkeiten haben.

Ein weiteres Argument pro Immobilie: du bist vor Mieterhöhungen geschützt! Und was die Nachbarn anbelangt: diese kann man sich in einer Mietwohnung noch viel weniger aussuchen als in einer Eigentumswohnung!

Viel Glück.
 
G

Gast

  • #19
Als gelernter Ökonom eine klare Antwort:
Mit über 45 lohnt ein Immobilienerwerb nicht mehr, denn nach deiner statistischen Lebenserwartung wirst du die Immobilie nicht mehr abwohnen können.
Man sollte bedenken, dass die BRD eine hohe Verschuldungsquote hat. Sollten die bisherigen Steuerquellen versiegen, wird sich der Staat an den Immobilienbesitzern vergreifen. Menschen die in Südeuropa Immobilien erworben haben, werden bis aufs Hemd ausgenommen. Mit Immobilien ist man immobil - und das weiß der Staat. Man sollte niemals Immobilien in hoch verschuldeten Staaten kaufen, also niemals in Ländern wie Deutschland oder den südeuropäischen Ländern.
 
  • #20
Hallo, ich habe mit 28 mich dazu entschieden eine Wohnung zu kaufen. Eine kleine für mich, mit großer Terasse (Dachwohnung) und habe so mein eigenes Reich. :)

Die anfänglichen Investitionen (Möbel, Küche, Bad) erschrecken manchmal einen und man glaubt, man wird die nächsten 20 Jahre kein Geld mehr haben. Gut die Wohnungen bei uns sind so ... München Mitte Höhe. Ich hätte mir auch keine größere leisten können. Aber ich hatte auch schon ein Startkapital und musste nicht die ganze Wohnung auf Pump kaufen.

Davon abgesehen sehe ich es so: ich zahle jeden Monat meine Rate und nach ein paar Jahren wird die Wohnung mir gehören. Bei der Miete, zahle ich zwar auch jeden Monat etwas, aber die Wohnung wird mir immer noch nicht gehören.
Im Notfall, bei einer Familienvergrößerung oder extreme Geldknappheit, kann ich meine Wohnung verkaufen oder vermieten.

Man sollte aber vorher schon gut seine finanzielle Lage kennen.
 
G

Gast

  • #21
Ich würde meinen Beziehungsstatus nicht vom Kauf einer Immobilie abhängig machen, wenn Du Dir eine ETW kaufen möchtest, dann mach es. Du bist dann auch vor evtl. Mieterhöhungen und Eigenbedarfskündigungen geschützt.

Meine letzte Bleibe war eine Mietwohnung, ich würde wegen Eigenbedarfs gekündigt nach 14 Jahren und habe mir eine ETW gekauft und diesen Schritt nie bereut.

w
 
  • #22
Hi FS,

die Frage war ja ob als SINGLE sinnvoll. Natürlich ja, Du solltest Dein Leben nicht von irgendwelchen Eventualitäten abhängig machen. Ist dann tatsächlich die Situation da dass Du Dich verliebst und den Standort wechselst kannste immer noch vermieten oder, wenn klug gewählt, mit Gewinn verkaufen.

Alles andere sind Grundsätzliche Überlegungen, das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Ansonsten ist hier ja echt viel Polemik im Spiel. Selbstredend ist eine selbstgenutzte Immo eine gute Kapitalanlage, die Rechnung ist einfach: in den meisten Gebieten ist die Miete in etwa gleich einer Abzahlungsrate incl. Zinsen bzw. beim derzeitigen Zinsniveau sogar teurer. Das heisst nix weiter als dass Du mit der Immo eigenes Kapital bildest was bei der Miete Kapital für den Vermieter bildet.

Man sollte bedenken, dass die BRD eine hohe Verschuldungsquote hat. Sollten die bisherigen Steuerquellen versiegen, wird sich der Staat an den Immobilienbesitzern vergreifen
Leute, träumt weiter. Es wird an ALLE Vermögen gehen, egal wie angelegt. Erste Pläne für Vermögenssteuern gibt's ja schon. Zuallererst alles was irgendwo in Aktien liegt, Lebensversicherungen werden eh schon jetzt geplündert. Kapital ist ja sooo böse.

Und schaut mal wohin die Reise bei den Mieten geht. Also meine Wohnkosten verringern sich laufend (weil weniger Zinsen zu berappen sind), die Mieten steigen, sollte der Staat den Anstieg politisch begrenzen wird's keinen mehr geben der in Wohnungen zum vermieten investiert. Ergo wird bei diesem Wahlkampfgetöse im Oktober nix mehr übrig sein.

Ich hab gekauft und es nie bereut. Wenn ich dann mal die Treppen nicht mehr laufen kann wird verkauft und ins betreute Wohnen eingekauft, der Rest wird ausgegeben.
 
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Gast

  • #23
Hier nochmal die #6 - für alle Nachteile eines geglaubten unbeweglichen "Eigentumes" aufzuzählen reichen die 3.000 Zeichen bei weitem nicht aber sei es drum.

Hier wird viel von Altersvorsorge gesprochen, also ich (m-42 und zur günstigen Miete) kenne in meinem großen Bekanntenkreis -und das ist ab Mittelschicht aufwärts- eigentlich niemand, die nicht ab dem 70. Lebensjahr oder früher zusehen, ihr ach so geliebtes (meist großes) und vor allem längst abbezahltes Haus endlich LOSZUWERDEN. Die können ja nicht alle dumm sein, also hat das wohl Gründe und das sind niemals wirklich Finanzielle:

Zum einen schlicht die Last mit der Arbeit, also Hege & Pflege, im Alter ist man nicht mehr so gut dabei und wer will schon immer Fremde im Haus haben, die Kinder haben ja meist ihr eigenes Reich irgendwo weitweg im Lande.

Zudem kommt schlicht die Angst, als gutsituierter Rentner/Ehepaar Begehrlichkeiten bei der Unterschicht zu wecken und sollte man gar zusätzlich Vermieter sein, dann kann man heutzutage im beruflichen Ruhestand beginnen, die Rechtsanwälte und Steuerberater zu füttern= Aufwand, Ärger, Kosten und Streß ohne Ende.

Das Argument Immobilie als Altersvorsorge sollte man also als junger Mensch gleich sein lassen, wer im Arbeitsleben gut spart, kann später unbeschwert mieten selbst wenn er Joopie Heesters übertrifft.
Übrigens gibt es tatsächlich krisensichere Geldanlageformen, aber im Netz stöbern kann ja jeder selbst.
 
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  • #24
Ich stimme #22 in fast allen Punkten zu.

Aus meiner Sicht handelt es sich bei der Entscheidung, eine eigengenutzte Wohnimmobilie zu kaufen meistens um keine INVESTITIONS-, sondern um eine KONSUM-Entscheidung. Würde man tatsächlich nach finanzwirtschaftlichen Investitionskritierien, rational, unter Abwägung von Opportunitätskosten und Risiken abwägen, so würde in den meisten Fällen eine Entscheidung gegen die Immobilie treffen.

Die Tatsache, dass sich um einen "unbewglichen" Vermögenswert handelt wurde bereits genannt. Hier müssen auch die hohen Unterschiede zwischen An- und Verkaufspreis berücksichtigt ("bid-ask"-spread) werden, im Falle einer Veräußerung vor 10 Jahren nach dem Erwerb auch die steuerliche Seite. D.h. wenn man sich für ein Haus/ eine Wohnung entscheidet, sollte man diese auch tatsächlich bis zum Ende halten.

Kritiker würden hier natürlich entgegnen, dass die Hauspreise auch in Zukunft deutlich ansteigen werden. Meine Meinung als Ökonom: In den meisten Gegenden wird das nicht mehr der Fall sein. Schaut man sich die 1A lagen (FFM, MUC, HH, S, z.T. Berlin) an, dann muss man erkennen, dass die Mietpreise bereits auf einem derart hohen Niveau sind, dass Steigerungen kaum noch möglich sind bzw. man muss Leute finden, die in der Lage sind diese Preise zu zahlen. Hier sehe ich eine gewisse Schwelle in naher Ferne (oder können sich z.B. MUC in 5 Jahren nur noch McKinsey-Unternehmensberater Wohungen dort leisten). Abgesehen davon besteht in diesem Bereich ohnehin die Gefahr staatlich-regulativer Eingriffe.

Risiken gibt es hinsichtlich der Verschuldung. Es stimmt natürlich, dass die Zinsen sehr niedrig sind. Schließt man aber z.B. einen 10-jährigen Kredit ab, so besteht nach 10 Jahren ein erhebliches Zinsänderungsrisiko. Davon abgesehen gibt es das Risiko des Jobverlusts usw.

Besser als der Kauf einer Eigenheim-Immobilie ist der Kauf von Objekten zur Vermietung, weil die zumindest auch bei einem Wohnortwechsel gehalten werden können. Man schafft sich aber ein erhebliches Klumpenrisiko. Bevor man sich 5 oder mehr Wohneinheiten leisten kann, sollte man damit aufpassen. Schließlich ist es möglich, dass ein Mieter mal 6 Monate nicht zahlt bzw. man Schwierigkeiten hat, die Wohnung weiterzuvermieten und schon kommt man in Refinanzierungsschwierigkeiten.

Anders sieht die Sache natürlich aus, wenn man "professionell" investiert d.h. z.B. Sanierungsgebiete entdeckt, die Chancen versprechen, schnell saniert, dann teuer verkauft usw....

Deshalb: Lieber Aktien kaufen, da ist eine bessere Streuung möglich und die Renditen sind höher, wenn man langfristig (z.B. auf 20-Jahressicht) investiert.
 
  • #25
Ich kann mir kein Eigentum leisten und antworte daher "von außen":

Es kann schön und sinnvoll sein, sich auch als Single Träume zu erfüllen. Wenn es Dir Spaß macht, eine Wohnung auszusuchen, einzurichten und zu gestalten, dann ist das doch ein sinnvolles Projekt und eine schöne Beschäftigung und Ablenkung vom Single-Leben.

Du solltest dann aber auch wirklich bereit sein, sie zu vermieten, falls du eine Frau kennen lernst, mit der du zusammen ziehen möchtest. Ich habe nun schon ab und zu Männer kennen gelernt, die sich ihre Traumwohnung alleine gekauft und eingerichtet haben, und erwarteten, dass die Frau dort mit einzieht. Die Wohnung befand sich dann aber häufig auf dem Land oder sonstiger ungünstiger Lage und war komplett in Schwarz und/oder mit "schön" viel Leder und Chrom eingerichtet ;-) Da hätte ich definitiv nicht mit einziehen wollen, da mein Traum eine Stadtwohnung, Altbau, mit viel Holz und Vintage-Möbeln ist. Man kann sich dann ja nicht mal mehr "in der Mitte einigen".

Fazit: Wenn es dir nur um eine Altersvorsorge oder bestenfalls um ein nettes Projekt geht, mach es. Wenn du innerlich flexibel bleiben kannst, dir mit einer Frau gemeinsam ein neues Nest zu bauen, mach es. Ansonsten warte lieber, bis du "sie" kennen gelernt hast.
 
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  • #26
Ich finde grundsätzlich nicht, dass man Entscheidungen und eigene Wünsche vom momentanen Beziehungsstatus abhängig mache sollte.

Ich habe mir auch als Single vor einigen Jahren eine Altbauwohnung in einer Hamburger "In-Gegend" gekauft. Mittlerweile sind die Preise explodiert und ich freue mich darüber. Wichtiger für mich ist aber der emotionale Aspekt, ich kann die Wohnung so herrichten wie es mir gefällt, eine teure Einbauküche ist dann keine "Verschwendung" wie in einer Mietwohnung sondern ist ein Luxus, den ICH mir gönne!

Wenige Monate nach dem Einzug habe ich übrigens "meinen" Schatz gefunden, mit dem ich mittlerweile zusammen in dieser Wohnung lebe.

Also, leb dein Leben, treffe deine Entscheidungen und die Sache mit dem neuen Partner kommt eh dann, wenn man nicht damit rechnet...
 
  • #27
eigentlich niemand, die nicht ab dem 70. Lebensjahr oder früher zusehen, ihr ach so geliebtes (meist großes) und vor allem längst abbezahltes Haus endlich LOSZUWERDEN.
Klar doch- und was kommt nach dem Verkauf dann rein? Ziemlich viel Kohle, und das ohne den Fiskus oder KV dabei mit bedenken zu müssen. Bei allen anderen Anlagen aber doch. Natürlich bleibt man nicht im Haus wenn man Älter wird, aber verkaufen ist bei der richtigen Immo gar nicht so schwer.

Übrigens gibt es tatsächlich krisensichere Geldanlageformen, aber im Netz stöbern kann ja jeder selbst.
Du glaubst auch alles, oder? Nicht alles was im Netz steht ist auch wahr! Hier gilt IMMER: Ertrag steht im direkten Verhältnis zum Risiko.

und sollte man gar zusätzlich Vermieter sein, dann kann man heutzutage im beruflichen Ruhestand beginnen, die Rechtsanwälte und Steuerberater zu füttern= Aufwand, Ärger, Kosten und Streß ohne Ende.
Und was wenn DEIN Vermieter auch so denken würde? Ach ja tun ja immer mehr was die Mieten ziemlich hoch treibt!

Also ich zahl hier mit Tilgung weniger als wenn ich was kleineres gemietet hätte. Würd ich wegziehen könnte ich sofort mit etwa 20% Gewinn verkaufen. Eine solche Rendite erziel ich Heute nirgends mehr. Mit der Vermietung haben wir bisher auch nicht den geringsten Stress.

Für mich geht die Rechnung sehr gut auf.
 
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  • #28
Hier spricht mal ein Experte der bereits seine 3. Eigentumswohnung hat ( jeweils durch Verkauf der vorherigen von 83 qm - dann auf 95 qm und jetzt akt. auf 107 qm ) ) und der auch beruflich viel mit Finanzierungen zu tun hat.

Als erstes was #6 = als Komentar schreibt ist falsch und unsinnig - selbst wenn ich investieren oder reparieren lasse habe ich immer noch einen Gegenwert von Eigentum was sich zum einen verbessert ( wg. der Investition ) was aber auch den Vorteil hat:

a) Vermietung = der Gegenwert ist weg ich zahle Miete und nach 10 Jahren hab ich nix - dafür bin ich flexibel

und

b) bei Eigentum = die Darlehensrate tilgt mein Darlehen und der Marktwert der Immobilie bleibt bzw. steigt nach 10 Jahren und kompensiert dadurch die Zinsen

Beispiel : ich zahle 700 Euro Kalt x 12 Monate = 8.400 = 84.000 Euro in 10 Jahre die ich dem Vermieter in den Rachen werfe

bei Kauf ist das Darlehen getilgt und es ist immer noch der Gegenwert vorhanden oder höher durch Inflations- oder Marktpreissteigerung

Wichtig für Dich :

Wenn Du bedenken hast wg. Single und später Partner = dann kauf eine Eigentumswohnung - ziehe dort ein und falls beruflich - Privat oder gesundheitlich sich etwas ändert kannst Du die Wohnung ggfs. verkaufen - vermieten ( auch möbliert sogar für einen begrenzten Zeitraum möglich ) somit bist Du schon immer flexibel und keiner in der heutigen Zeit beählt sein Eigentum bis zum Lebensende sondern kann dies verändern .

Beachte : kaufe nur das Beste : Lage - Lage - Lage dies ist anfangs teurer aber die Wertsteigerungen ober ggfs. schnelle Vermietbarkeit in Zukunft kompensieren den Anfangs höheren Aufwand..

Ich habe meine Wohnung 12 Jahre und 9 Jahre gehalten und die letzte habe ich 2012 erworben nach dem ich die vorherige mit 60.000 Euro Gewinn veräußern konnte.

Fazit : eine Immobilie ist nicht so immobil wie viele meinen sondern kann auch flexibel sein und selbst die Veränderungen im Privatleben lassen sich anpassen ...

Viel Erfolg -

m-45 aus Köln ( wo ich weiss , dass es sehr teuer ist zu wohnen in guter Lage ) :)
 
  • #29
Der große und allgemein gültige Vorteil eines Eigenheims steckt schon im Namen: Es ist etwas eigenes. In ihm ist man sein eigener Herr und in ihm hat man eine Gestaltungsfreiheit, die man als Mieter niemals erreichen kann. Wer also nicht einfach nur eine Behausung möchte, sondern tatsächlich ein Heim, das er nach eigenen Wünschen gestalten, sich quasi auf den Leib schneidern und in dem er die eigene Persönlichkeit zum Ausdruck bringen kann – für denjenigen ist ein Eigenheim genau das richtige.
Neben diesem durchaus idealistischen Ansatz werden auf der anderen Seite auch gerne die materiellen Vorteile eines Eigenheims angeführt. Diese Argumentation ist jedoch nur mit der äußersten Vorsicht zu genießen. Nur unter ganz bestimmten Umständen rentiert sich ein Eigenheim auch in finanzieller Hinsicht.
 
G

Gast

  • #30
Niemals würde ich mir als Single eine Immobilie ans Bein binden! Das wäre für mich die blanke Horrorvorstellung!

m.
Sehe ich genauso. Der FS sollte einfach mal 20 Jahre weiter denken. Da gibt es noch mehr wesentlich ältere Leute, der Wohnungsmarkt wird sich dementsprechend negativ verändern, man wird selber nicht mehr jünger, man verliert vielleicht seinen Job, kann die Raten nicht mehr zahlen, es fallen große Reparaturen an, man ist unflexibel usw.

Ich glaube, viele die Eigentum wollen, brauchen dieses Kauf-Gefühl um sich emotional sicher zu fühlen. Inzwischen habe ich sehr viele Eigentum-Besitzer kennengelernt, die es bereut haben, z.B. im Speckgürtel einer Grosstadt ein Haus zu haben, ständig die Kinder rumkutschieren zu müssen, der Vater ist ja nie da, weil er das Geld ranschaffen muss, ständig muss was am Haus/Garten gemacht werden, das bleibt oft an der Frau hängen, meine Schwester klagte, dass sie nun in einen goldenen Käfig sitzt, aber kaum noch Kontakt zu anderen Leuten hat, weil es denen ja so ähnlich geht. Jeder pfutzelt im und Haus herum, man ist schon älter, dazu noch der Job, wo man mehr Leistung zeigen muss, weil man den ja behalten will, wegen dem Haus, dann ist man abends tot und liegt fix und fertig in seinem Häuschen. Für was bitte schön? Urlaub ist wenig drin, oder auf Balkonien/Garten, weil das Geld für die nächste Reparatur usw. angespart werden muss.

Wenn ich mir was kaufen würde, dann nur eine frisch topsanierte Altbauwohnung in einem gepflegten Altbauhaus in einer guten Wohngegend, was ich natürlich vorher noch durch einen Gutachter abschecken lassen würde. Aber solche guten Wohnungen sind längst weg vom Markit und übrig bleibt nur der Rest, der sich über kurz oder lang, als Fehlinvestition heraus stellen muss, weil es logisch ist.

So lebe ich lieber bescheiden und frei in einer kleinen bezahlbaren Mietwohnung, muss mir wenig den Kopf machen, wenn ich keine Arbeit mehr habe, zahlt die Arge oder der Staat die Miete, ich kann umziehen wenn ich will, ich muss nur meine Wohnung putzen, nichts anderes, ich kann das Leben draussen geniessen, ich kann in Ruhe in Urlaub fahren, ohne auf das Geld zu achten, gut, ich habe Glück mit meinem Vermieter, die Hausgemeinschaft ist angenehm, also welchen Grund sollte es geben, mir den Stress mit Wohneigentum anzutun?

Ich will jetzt leben und nicht wenn ich alt bin. Also brauche ich jetzt das Geld und nicht wenn ich alt bin. Mein Kind wird sich selber versorgen müssen.

w 50