G

Gast

  • #1

In der Beziehung war der Sex gigantisch( bisher der beste)..

doch der Partner hat eine Persönlichkeitsstörung.. die Trennung war unvermeidbar. Trotzdem, ich leide.. kennt jemand soetwas? Wie lange ist es normal sich nach seinem Expartner zu sehnen ? Wie schafft man es nicht alle neuen Kontakte zu "vergleichen"? Danke
 
G

Gast

  • #2
Gigantischer Sex? Was war so gigantisch? Es hat Dir einfach gefallen. Bis Du nicht einen anderen Partner hast, mit dem es Dir auch super toll gefällt, wird das wohl Deine Meinung bleiben und es wird noch ein Weilchen dauern.
Ich sehne mich solange nach meinen Expartner (und nenne das Liebeskummer), bis ein anderer mein Herz erobert. Oder meine Sinne etc. Und ich denke weiters, dass man solange "vergleicht", bis das eben eingetreten ist.

Bei Dir gab es offensichtlich eine Trennung trotz Liebe. Das tut weh. Kenne ich leider auch. Aber es geht vorbei. Eines Tages lachst Du drüber.
 
G

Gast

  • #3
Ja, ich kenne das.

Ich habe mir regelmäßige Gesprächsrunden "gegönnt", da seine Persönlichkeitsstörung (passive Agressivität) für mich nicht offenkundig war.

Heute ist es 2 Jahre her und es ist gut. Ich habe etwas Wesentliches verstanden, denn auch ich hatte meine Anteile am Geschehen (= Rolle der Retterin)!
 
G

Gast

  • #4
Hallo,
was hatte denn Dein Partner für eine Persönlichkeitsstörung (gigantischer Sex klingt nach Borderline) und warum war die Trennung unvermeidbar? Was wären die Alternativen? Beantworte Dir dies Fragen und Du bist ein ganzes Stück weiter.
Kann es sein, daß Dein "Leiden" entweder der Trennungschmerz ist oder Du von Deiner Entscheidung nicht überzeugt bist? ICh kann Dir nur empfehlen, bewältige den Trennungschmerz (wenn er es denn ist) und beib Dich erst danach auf Partnersuche, dann hast Du die alte Beziehung soweit verarbeitet und bist bereit für eine neue Partnerschaft. Dann hat isch das mit dem "zwanghaften Vergleichen" (bitte nicht falsch verstehen) erledigt. Wie lange Du Dich nach Deinen alten Partner sehnen wirst, kann ich Dir natürlich nicht sagen. Dazu nur soviel: Was vermißt Du? Den Sex, den sozialen Status, allgenmein eine Partnerschaft...
Beantworte Dir auch diese Fragen, auch wenn es weh tut und Du hast das schlimmste hinter Dir.
Viel Erfolg
 
G

Gast

  • #5
Ich habe so etwas auch erlebt . Ist einfach manchmal zu verrückt werden ,wann versteht den anderen nicht mehr .kommt mit den plötzlichen Gefühlschwankungen die ja recht massiv sind nicht zurecht . Hab mich auch richtig wohl gefühlt neben ihr im Bett ,vom Sex ganz zu schweigen -Hammer -
Aber auf Dauer war das nicht auszuhalten. Wenn die Partnerin völlig unberrechenbar ist steht man ständig unter Spannung ,so in etwa -na was kommt als nächstes-Da wird man krank. Ich kannte diese -Art- der Beziehung nicht und hab mich auch getrennt.
Für mich steht fest (jetzt ) wer soche Krankheiten hat (egal wo immer die auch herstammen ) Finger weg . Ein wenig Helfersyndrom hab ich ja auch ,aber nur ausnutzen geht nicht .
Du denkst solange an den Ex zurück bis einer kommt der dort besser ist als er es war und dir besser tut .
Viel Erfolg
 
G

Gast

  • #6
Ja, ich weiß wovon Du redest- habe es auch so gigantisch und doch hoffnungslos erlebt.
Mir hat geholfen, mich schlau zu machen, was mit der Persönlickeitsstörung ist. Ich vermute es geht in Richtung Borderline. Ich habe mich im Internet viel informiert und auch im Bekanntenkreis solche Fälle wahr genommen und deren Probleme.
Das Wissen, was mit so einem Partner auf einem zu kommt, hat mir sehr geholfen. Sehr.
 
M

Marianne

  • #7
Definiere bitte "gigantischer Sex". Ist es eine Vielfalt, eine Art der Intensität, eine Form der Häufigkeit? Was meinst Du? Oder war es doch tiefe Liebe, gescheitert am Nichtzusammenpassen?
 
G

Gast

  • #8
Antworter NR.4 (m,44) definiert gigantisch so wie du es geschrieben hast Marianne.Mich hat die Partnerin förmlich nur mit dem Finger antippen müssen und ich wußte was los ist . Die Vielfalt ,Hemmungslos einfach alles -das hat sich mit meinen Wünschen zu 150 % gedeckt .
ABER -der Alltag hat nicht funktioniert-SMS ohne Ende ,kein Verlass , hab selber 2 Kids die bei mir sind und sie ne Tochter , aber wenn die Partnerin ständig im Mittelpunkt stehen möchte und Aufmerksamkeit braucht ,ich übertreib mal -wie ein kleines Kind - das geht doch nich
Sicher Sex ist ganz wichtig in der Beziehung ,aber das kann nich alles sein ...
 
G

Gast

  • #9
Kristina
Ein Buchtipp von mir:"Jein" von Stefanie Stahl. Da werden solche Beziehungen ganz ausführlich dargestellt und analysiert. War selbst einmal in solchen "Falle" (ein besseres Wort gibt es für diesen Zustand einfach nicht), und mir hat es die Augen geöffnet und sehr geholfen
Alles Gute.
 
G

Gast

  • #10
Wenn man nach einer Trennung leidet, ist das ganz normaler Liebeskummer. Das kennen wir leider alle auch. Wie lange das dauert, ist individuell und hängt auch damit zusammen, wie schnell du klar kommst mit deinem Leben ohne Partner. Sei aktiv, unternimm was mit deinen Freunden, lenk dich ab, das hilft schon mal für den Anfang.

Falls die Trennung unabdingbar war, weil er eine Persönlichkeitsstörung hat, dann vergiss auch die allfällige Idee, zurückzukehren. Es wird nicht besser werden. Wenn wirklich eine solche Störung vorliegt, wird er sich nicht ändern. Lebe dein Leben, gehe deinen Weg und werde emotional frei für eine neue Liebe.
 
G

Gast

  • #11
Oh ja, so was kenne ich. Psychopathen sind zuerst sehr charmant und behandeln Dich wie eine Prinzessin - der Sex ist daher sehr genial weil das Vertrauen sofort drauf anspricht. Man lässt sich fallen.

Nach einigen Monaten kommt das wahre Gesicht (lügen, betrügen, unpünktlich, Machtspiele) und man weiss nicht ob man nun dem Kurzsichtglas oder dem Weitsichtglas vertrauen kann.

Als ich den Spiess umdrehte und Schluss machte, verfolgte er mich während 2 Jahren wie ein Stalker und wollte mir auf allen Ebenen schaden!

Vom Sex kann man nicht leben, sondern vom gegenseitigen Respekt und Vertrauen!
 
G

Gast

  • #12
die Fragestellerin:
vielen Dank für eure Antworten.
schließe mich in Definition von bestem Sex bei Nr. 4(7) an..
.. es handelt sich um Borderline. .. Liebeskummer hatte ich davor auch schon, allerdings dachte ich in den Zeiten immer noch ich wäre beziehungsfähig und es wird beim nächsten mal besser klappen.
Diesmal steh ich irgendwie nur vor einem riesigen Scherbenhaufen und in echter Sorge noch einmal so etwas Grausames erleben zu müssen, andererseits sehne ich mich zurück.. irgendwie gestört.. und das schlimmste.. wer die schlechten Phasen und mein selbstgewähltes Leiden mitbekommen hat, schüttelt nur verständnisslos den Kopf weil ich "immer noch nicht!" drüber weg bin. Er hat übrigens eine Neue..
( Die Beziehung dauerte 1 1/2 Jahre, sind seit 7 Monaten getrennt)
 
G

Gast

  • #13
Mein Buchtipp: Robin Norwood: "Wenn Frauen zu sehr lieben" - super Buch!! Auch zum Thema, losloassen, Mitverantwortung, eigenes Handeln u. die Reaktione daraus. Erst neulich liegen sehen im Buchhandel. Ich habe es in meiner Trennungszeit gelesen.
 
G

Gast

  • #14
Auch ich kenne diesen Zustand, er ist nicht zu vergleichen mit einer "normalen" Beziehung und Trennung. Am Anfang fühlt man sich wie eine Prinzessin etc. dem kann ich nur beipflichten.
Die Trennung des Partners findet noch während der Beziehung statt, das hat der Andere uns voraus, bis wir dahinter kommen ist's zu spät. Ich war fast im Moment des Kennenlernens nicht mehr ich, ich war die ganzen 5 Monate Er, trotz dass ich mich intensiv damit beschäftigt hab.
Was man liest und wie sich was anfühlt sind zweierlei. Die Schwierigkeit liegt daran, denke ich,
in seine eigene Kraft, Seele und Ich zu kommen sich vom Ich des Partners zu trennen; auch hier gibt es verschiedene Techniken und Hilfestellungen, diese muss jeder für sich rausfinden. Während der Trennungsphase des Partners hat er, zumindest bei mir und meinen Vorgängerinnen, schon neue Frauen gehabt. In der Kommunikation und im Lügen ist er schlecht, da konnte ich schon Ansätze sehen, die ich erst nicht wahrhaben wollte.
Ich würde gerne im Raum Nürtingen/Kirchheim/Esslingen/Stuttgart eine Gruppe gründen für Partner der Psychopaten oder Expartner um sich hier gegenseitig auszutauschen denn alleine der Austausch mit Betroffenen Partner kann sehr hilfreich im Verarbeiten und Umgehen sein.
Wer also Interesse hat meldet sich bitte. Diese Form einer Gruppe ist nur ein Weg den man unterstützend mitnehmen kann. Gruß Sharon