• #1

In der nächsten Beziehung wird alles besser?

Hallo zusammen,

sicher kein neues Thema, aber ich stelle mir diese Frage derzeit recht häufig und würde einfach gerne Eure Meinungen/ Erfahrungen dazu lesen.

Mir fällt auf, dass immer recht schnell zur Trennung geraten wird. Es gibt natürlich zuhauf Gründe, die eine Trennung rechtfertigen bzw. die bessere oder einzig mögliche Entscheidung darstellen, wie emotionaler Missbrauch, toxische Beziehung usw.

Aber in vielen anderen Fällen gehen z.Teil langjährige Partnerschaften in die Brüche, die man vielleicht noch hätte retten können durch Paartherapie, Gespräche und letztendlich einer großen Portion Geduld und Durchhaltevermögen. Stattdessen geht der große Run auf die Online dating Plattformen los und ich bekomme es in meinem näheren Umfeld mit, dass es mit dem nächsten, übernächsten und überüberübernächsten auch nicht klappt - zumindest auf Dauer. Ausserdem ist es ja nicht so, dass die Traumpartner auf den Bäumen wachsen. Vielleicht lese ich ja jetzt hier auch ein paar Erfolgsmeldungen....?
 
  • #2
Ich komme noch aus der Generation : ich kündige gern. War und bin nicht bereit, etwas auszuhalten, da ist das Drama schon impliziert. Never. Ich kann alleine leben, problemlos. Mein Mann ist ein guter Mann, ihn wollte ich, hier bin zu Hause. Ihn wollte ich auch heiraten, was ich mir zuvor nie vorstellen konnte.
 
  • #3
Ich würde heute im Namen der Liebe nicht mehr aushalten. Ich würde heute nicht mehr versuchen etwas passend machen zu wollen, das einfach nicht passt. ABER ich würde versuchen meinen Partner besser zu verstehen, meine Ansprüche zu hinterfragen und an meiner Kommunikation zu arbeiten. Ich hoffe das meine Selbstliebe so stark ist, das ich von meinem Partner nicht mehr erwarten würde mich Glücklich machen zu müssen.
Ich glaube nicht daran, dass beim nächsten alles zwangsläufig besser wird. Ich sehe aber die Chance auf eine bessere Passung, weil ich heute weis, was ich nicht mehr will.
Das gelingen einer harmonischen Partnerschaft braucht aber definitiv zwei Menschen, die die selber Vision teilen und die eine möglichst große gemeinsame Schnittmenge teilen.
 
  • #4
............................und letztendlich einer großen Portion Geduld und Durchhaltevermögen. Stattdessen geht der große Run auf die Online dating Plattformen los und ich bekomme es in meinem näheren Umfeld mit, dass es mit dem nächsten, übernächsten und überüberübernächsten auch nicht klappt - zumindest auf Dauer.

Jein! Ich denke nicht, dass das so ist, sondern nur in einer vergleichsweise kleinen Kohorte der Bevölkerung!

Letzten Endes sind nur ca. 18% der Bevölkerung Singles und der Anteil, aus dem Bereich der Gebundenen, der diese 18% wechselweise speist, ist ungefähr nochmal so groß. Das heißt, dass nur ca. ein Drittel der Bevölkerung das macht, was du hier anführst! Die anderen zwei Drittel sind, ab irgendwann im 2x oder spätestens 3x Alter, in statischen Dauerbeziehungen!

Aus meiner Beobachtung: Keine einzige der Frauen, die ich in den letzten 5 Jahren gedated habe, hat auch nur annähernd eine Beziehungsvita, wie ich sie vorweisen kann. Keine davon hatte das Durchhaltevermögen, aus der Beziehung mit ihrem ersten Freund eine Langzeitbeziehung zu machen. Natürlich klappt es nicht bei jedem Menschen mit dem ersten Versuch. Trotzdem ist es statistisch praktisch unmöglich, dass wirklich ALLE diese ersten Freunde Schrott-Typen gewesen sind! Manchmal ...aber wirklich nur sehr selten ...haben meine Dating Partnerinnen sogar zugegeben, dass der erste, zweite oder dritte Freund der beste gewesen wäre, den sie je gehabt haben ...nur war der Drang, noch was anderes ausprobieren zu wollen, größer!

In meinem Umfeld gibt es jedenfalls ganz viele Paare, mit einer Beziehungsvita, wie meiner! Nur sind die eben nicht auf dem Markt verfügbar! Das verstellt die Sicht!

V.m52
 
  • #5
Sehe ich wie @HollyGolightly , ich kann sehr gut alleine leben. Aber wenn da jemand ist, der zu mir passt und mit mir sein möchte genau so sehr wie ich mit ihm, dann bleib ich mit dem bis zum Ende meines Lebens. Nur Drama brauch ich nimmer. Kommt auch nur, wenn da noch Lernlektionen da sind, dann wiederholt man halt die Klasse/Lektion/Partnerschaft so lange im Drama mit den entsprechenden Partnern, bis man verstanden und abgeschlossen hat.

Von daher, jedem das seine. Du kannst online daten soviel du willst, da wird erst eine gute Beziehung draus, wenn altes gelernt und verarbeitet wurde.

Manche fangen da das erst mit 45 an, andere sind da fertig und können nun endlich die Früchte ernten, wieder andere brauchen viell. auch noch ein zwei weitere Leben im Drama. Kein Leben ist miteinander vergleichbar.
 
  • #6
Zu lange Verharren ist ja auch nicht gut. Und wie sehr bzw mit welchen Erfolgsaussichten kann man schon an einer Beziehung arbeiten? Viele bleiben einfach aus Bequemlichkeit, mehr oder weniger unzufrieden, zusammen.

Der Beziehung eine Chance geben, so dass man sich hinterher nichts vorwerfen muss - auf jeden Fall. Aber ein totes Pferd reiten - dafür ist das Leben zu kurz.

Wenn man Ja sagt, eröffnet sich ein Weg. Wenn man Nein sagt, eine Welt.
 
  • #8
Keine davon hatte das Durchhaltevermögen, aus der Beziehung mit ihrem ersten Freund eine Langzeitbeziehung zu machen. Natürlich klappt es nicht bei jedem Menschen mit dem ersten Versuch. Trotzdem ist es statistisch praktisch unmöglich, dass wirklich ALLE diese ersten Freunde Schrott-Typen gewesen sind!
Das es nicht gehalten hat muss ja nicht heißen das einer "Schrott" war oder das man kein Durchhaltevermögen hatte.
Wenn man sich relativ jung Kennenlernent, Ist es ja nicht ganz ausgeschlossen das man sich irgendwann in unterschiedliche Richtungen entwickelt.

Die erste wirkliche Beziehung hat bei mir auch nicht gehalten. Nach 7 Jahren war es vorbei. Aber nicht aus Leichtfertigkeit oder sonstwas, einfach weil wir uns in ganz unterschiedliche Richtungen entwickelt haben und es keinen Sinn gemacht hätte es auf Krampf weiter zu versuchen, da einer von uns immer zu kurz gekommen wäre, bzw. bei Kompromiss keiner komplett glücklich gewesen wäre.
Dann ist es kein Aufgeben, keiner ist Schrott oder ähnliches, das ist dann die logische und für beide fairste und erwachsenste Entscheidung die man treffen kann.
 
  • #9
sicher kein neues Thema, aber ich stelle mir diese Frage derzeit recht häufig und würde einfach gerne Eure Meinungen/ Erfahrungen dazu lesen.
In der nächsten Beziehung wird alles besser, wers glaubt? Wie heißt es so schön? Die Hoffnung stirbt zuletzt! Es wird nur der Fall sein, wenn die vergangenen Beziehungen gut reflektiert und analysiert wurden, um so genau zu wissen, was nicht geht, bzw. was nicht mehr gehen wird, ein uraltes Thema, immer wieder dieselben Aussagen! Es gehört primär dazu, dass man emotional ganz nah bei sich selbst ist, sich diesbezüglich sehr gut kennt, um die Partner- Auswahl nach den individuellen passenden Kriterien auszuerwählen!
Mir fällt auf, dass immer recht schnell zur Trennung geraten wird. Es gibt natürlich zuhauf Gründe, die eine Trennung rechtfertigen bzw. die bessere oder einzig mögliche Entscheidung darstellen, wie emotionaler Missbrauch, toxische Beziehung usw.
Eine Beziehung, die nicht gut tut, nicht ergänzt, nicht bereichert, ist so unnötig wie ein Kropf, und sollte niemals so gehalten werden! Punkt!
Wenn emotionaler Missbrauch und toxische Verhaltensweisen erkannt werden, ist es im Grunde genommen mit großem Schaden, schon zu spät, sich zu trennen, dennoch ist Trennung sofort umzusetzen!
Aber in vielen anderen Fällen gehen z.Teil langjährige Partnerschaften in die Brüche, die man vielleicht noch hätte retten können durch Paartherapie, Gespräche und letztendlich einer großen Portion Geduld und Durchhaltevermögen.
Von Paartherapie, Gespräche in Wiederholungen, von großer Portion Geduld und Durchhaltevermögen halte ich persönlich, erfahrungsgemäß nichts, wenn es emotional nicht passt, dann passt es nicht, es wird so meist viel kostbare Zeit und Energie verloren, zu bleiben!
Stattdessen geht der große Run auf die Online dating Plattformen los und ich bekomme es in meinem näheren Umfeld mit, dass es mit dem nächsten, übernächsten und überüberübernächsten auch nicht klappt - zumindest auf Dauer.
Wir kann es klappen mit dem nächsten oder übernächsten, wenn man nicht bzw zu wenig reflektiert hat und das ganze Geschehen weiterhin dem Zufall überlässt?
Ausserdem ist es ja nicht so, dass die Traumpartner auf den Bäumen wachsen. Vielleicht lese ich ja
Der Traumpartner ist ausschließlich in der emotionalen Kompatibilität, nicht im rationalen Zweck zu finden, bei mir liegt das Verhältnis im Promillebereich, damit ist alles gesagt, dass der passende Partner nicht an jeder Ecke steht!
 
  • #10
langjährige Partnerschaften in die Brüche, die man vielleicht noch hätte retten können durch Paartherapie, Gespräche und letztendlich einer großen Portion Geduld und Durchhaltevermögen. Stattdessen geht der große Run auf die Online dating
Ich habe lange das negative Verhalten (Abwertungen , Illoyalität etc. ) meines ExMannes ausgehalten und das war ein Fehler , den ich erst jetzt einsehe . Ich hätte gleich schon vor der Ehe dieses bemerken müssen , aber damals war ich noch nicht soweit . Trennungskompetenz hatte ich auch keine . Nun, in meiner neuen Beziehung kommen wir beide aus langjährigen Beziehungen, die zum Schluss nicht gut liefen.
Wir haben erheblich dazu gelernt , ich weiß jetzt, dass ich mir das (Illoyalität , Abwertungen) nicht mehr gefallen lasse und würde mich sofort trennen. Jetzt mit meinem neuen Partner läuft es wunderbar . Es ist viel schöner .
Fazit: man lernt aus seinen Fehlern , ausharren würde ich nur dann, wenn beide in Liebe das probieren wollen. Wenn es Respekt und gutes Verhalten beider gibt .
 
  • #11
Wenn man sich relativ jung Kennenlernent, Ist es ja nicht ganz ausgeschlossen das man sich irgendwann in unterschiedliche Richtungen entwickelt.

Nichts anderes habe ich behauptet!

Doch es dürfte nicht bei 100% dieser Fall sein! Wenn ich 100 Singlefrauen date, dann müssten die, bei denen es sich so verhält, wie du es beschreibst, in dem Maße vorkommen, wie sie in der Bevölkerung vertreten sind. Doch die, die sich nicht auseinander entwickelt haben und sich jetzt, mit Mitte 40 oder 50 von ihrem ersten oder zweiten Freund (inzwischen Ehemann) getrennt haben, müssten auch, unter den 100 Datingpartnerinnen, vorkommen!

Doch das tun sie nicht!

Das liegt einfach daran, dass die 18% Singles im 3 4x und 5x Alter KEINEN gleichverteilten Querschnitt durch die Bevölkerung darstellen, sondern eine Auswahl mit bestimmten Eigenschaften, die genau dazu führten, dass sie Teil der 18% Kohorte wurden!

Dieses führt zu den Beobachtung der Fragestellerin und ist eben NICHT repräsentativ für die Gesamtbevölkerung!

V.m52
 
  • #12
Irgendwie ist es mit den Neustarts doch so ......

Ganz bei NULL fängt nur ein Baby an - jeder nimmt ab den ersten Lebenserfahrungen sich selbst immer mit.
Da ist es auch egal, ob du nur 2 Strassen weiter umziehst oder den Kontinent wechselst. Auch im neuen Arbeitsumfeld tauchen sehr oft die genau gleichen Probleme wieder auf.
Ich persönlich kann auch sehr gut alleine leben. Dennoch habe ich die Einstellung, nicht voreilig wegwerfen zu wollen. Egal was .....
Was ist aushalten ? Habe ich keinerlei Lust mehr auf eine weitere Reparatur, dann ist der Weg der Trennung besser. Aber wegen Kleinigkeiten /die auch jeder anders definiert) alles hinzuwerfen ? Nicht sinnvoll in meinen Augen. Das Gras ist jenseits des Zaunes nicht grüner - es sieht nur so aus. Oder es steckt sehr viel Pflege und Arbeit darin. Will ich diese Pflege nicht aufwenden - schauts bald so aus wie es jetzt schon bei mir ausschaut.
Haben und Halten - aber nicht immer geht das. Und nicht immer ist es der richtige Weg. Von daher - man betrachte den individuellen Fall, die handelnden Personen.
 
  • #13
Stattdessen geht der große Run auf die Online dating Plattformen los und ich bekomme es in meinem näheren Umfeld mit, dass es mit dem nächsten, übernächsten und überüberübernächsten auch nicht klappt - zumindest auf Dauer. Ausserdem ist es ja nicht so, dass die Traumpartner auf den Bäumen wachsen.
Das wundert mich nicht, denn erstens nimmt man sich selbst immer mit und zweitens gibt es geeignete Partner tatsächlich nicht wie Sand am Meer. Ich denke, viele lassen sich, gerade wenn sie schon länger unzufrieden sind in ihrer Partnerschaft, blenden von der Vorstellung, sie könnten direkt an der nächsten Ecke einen neuen, besseren Partner finden. Teilweise findet dann bestimmt auch zunächst eine einseitige Fokussierung auf das statt, was in der Partnerschaft am meisten gefehlt oder gestört hat. Wenn z.B. der Sex fehlte oder schlecht war, wird nach einem Partner gesucht, mit dem man es in der Hinsicht richtig krachen lassen kann, doch dann fällt auf, dass er leider keine Wäsche waschen und nicht kochen kann/will, was für den anderen selbstverständlich war, sodass man es gar nicht mehr als besondere Qualität erkannt und wertgeschätzt hat ... Die Frage ist auch, ob man überhaupt den alten Partner sofort durch einen besseren ersetzen muss, den anderen hat man ja vielleicht auch nicht sofort kennengelernt, also ich denke, dass die sehr zielgerichtete, ergebnisorientierte Suche das Potential für viele Enttäuschungen bietet. Eine weitere Frage ist auch, wie offen man nach einer langen Beziehung wirklich ist, sich nochmal so richtig auf einen komplett neuen Menschen einzulassen. Ich sehe die Gefahr, dass man -- gerade bei der zielgerichteten Suche -- vielleicht eher eine verbesserte Kopie des alten sucht. Einerseits ist es natürlich gut, wenn man konkret weiß, was man will, aber vielleicht fehlt auch die Offenheit, sich auf was komplett Neues einzulassen. Ich z.B. finde viele konkrete Eigenschaften meines Partners perfekt für mich und kann mir momentan nicht oder nur extrem schwer vorstellen, jemanden zu nehmen, der nicht auch genau diese Eigenschaften mitbringt, denn alles andere wäre gefühlt eine Verschlechterung, ich bin jetzt verwöhnt und drunter will ich es nicht mehr machen. So eine Festgefahrenheit kann ggf. auch nachteilig sein, das ist immer ein individuelles Abwägen.

Ich bin allgemein der Meinung, dass eine Beziehung mich bereichern und mein Leben insgesamt schöner machen soll. Ist das nicht mehr gegeben, würde ich die Beziehung beenden. Mal ein Tag mit Streit und Frust oder auch drei wären für mich kein Trennungsgrund, denn dann überwiegen die guten Tage ja noch immer deutlich. Das muss halt jeder individuell für sich abwägen. Was für den einen schlimm und direkt ein Trennungsgrund ist, ist für den anderen nur eine kleine Verstimmung. Dauerhaft durchhalten zu müssen, ist nicht meine Vorstellung von einer schönen Beziehung, ich mag lieber einen entspannten, angenehmen Alltag.
w27
 
  • #14
Hallo zusammen,

sicher kein neues Thema, aber ich stelle mir diese Frage derzeit recht häufig und würde einfach gerne Eure Meinungen/ Erfahrungen dazu lesen.

Mir fällt auf, dass immer recht schnell zur Trennung geraten wird. Es gibt natürlich zuhauf Gründe, die eine Trennung rechtfertigen bzw. die bessere oder einzig mögliche Entscheidung darstellen, wie emotionaler Missbrauch, toxische Beziehung usw.

Aber in vielen anderen Fällen gehen z.Teil langjährige Partnerschaften in die Brüche, die man vielleicht noch hätte retten können durch Paartherapie, Gespräche und letztendlich einer großen Portion Geduld und Durchhaltevermögen.
Aber weshalb muss man durchhalten, wenn beide oder einer nicht mehr will? Ich finde lange Partnerschaften etwas Schönes, aber nur dann, wenn es grundsätzlich stimmt. Oft zeigt sich doch erst in Krisen, wie belastbar eine Beziehung ist - hat man diese zusammen durchgestanden und die Beziehung besteht nicht nur überwiegend aus Krisen, ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass sie lange anhält. Manche Krisen zeigen aber auch, dass es eben doch nicht passt und auch nicht passend gemacht werden kann.

Ich verstehe diese Ansprüche an das Durchhaltevermögen immer nicht so richtig. Ich musste mir das von meinen Eltern auch schon anhören, da allerdings hatten sich die Böcke zum Gärtner aufgeschwungen. Keinen Tag würde ich tauschen wollen - aber Durchhalten ist wichtig, egal, ob man sich nicht respektiert, sich betrügt, die Kinder mit hineingezogen hat etc.pp.
Stattdessen geht der große Run auf die Online dating Plattformen los
Das wiederum fiele mir im Traum nicht ein, SO schlimm fand ich meine Singlezeit wirklich nicht.
und ich bekomme es in meinem näheren Umfeld mit, dass es mit dem nächsten, übernächsten und überüberübernächsten auch nicht klappt - zumindest auf Dauer.
Dann ist es eben so, solange niemand dabei zu Schaden kommt? Wenn das nur aus der Motivation heraus geschieht, dass man meint, woanders ist es besser, obwohl die Beziehung an sich läuft, naja, dann könnte man eines Besseren belehrt werden. Aber an einer nicht (mehr) funktionierenden Beziehung festzuhalten, nur damit man was langjähriges vorweisen kann oder "weil man das so macht" halte ich für absurd.
Ausserdem ist es ja nicht so, dass die Traumpartner auf den Bäumen wachsen. Vielleicht lese ich ja jetzt hier auch ein paar Erfolgsmeldungen....?
Meine jetzige Beziehung ist für mich wesentlich besser passend als die zuvor. Es sind zwar erst etwas über 20 Monate, aber diese Aussage kann ich jetzt schon treffen und hoffe, dass das noch lange so bleibt, von mir aus auch bis zum bitteren Ende 😊.
 
  • #15
Fazit: man lernt aus seinen Fehlern , ausharren würde ich nur dann, wenn beide in Liebe das probieren wollen. Wenn es Respekt und gutes Verhalten beider gibt
Viele müssen verdammt viele Fehler in ständigen Wiederholungen machen, bis sie den Schmerz nicht mehr aushalten und erst damn gehen, viel zu spät! Wer in echter/wahrer und beidseitiger Liebe lebt, da gibt es kein ausharren und kein probieren!
 
  • #16
Mir fällt auf, dass immer recht schnell zur Trennung geraten wird. Es gibt natürlich zuhauf Gründe, die eine Trennung rechtfertigen bzw. die bessere oder einzig mögliche Entscheidung darstellen, wie emotionaler Missbrauch, toxische Beziehung usw.
So ein Forum ist eben voll von Extremen. Da ist öfter mal eine Trennung anzudenken.
Aber in vielen anderen Fällen gehen z.Teil langjährige Partnerschaften in die Brüche, die man vielleicht noch hätte retten können durch Paartherapie, Gespräche und letztendlich einer großen Portion Geduld und Durchhaltevermögen.
Es ist eine Frage der Umstände, ob man retten will…
Stattdessen geht der große Run auf die Online dating Plattformen los und ich bekomme es in meinem näheren Umfeld mit, dass es mit dem nächsten, übernächsten und überüberübernächsten auch nicht klappt - zumindest auf Dauer.
Sicher nicht hilfreich. Man nimmt sich selbst eben mit und kaum eine Beziehung scheitert nur wegen einem von beiden.
Aus meiner Beobachtung: Keine einzige der Frauen, die ich in den letzten 5 Jahren gedated habe, hat auch nur annähernd eine Beziehungsvita, wie ich sie vorweisen kann.
Du hast für die Partnersuche aber auch eine außergewöhnlich ungünstige Vita.
Keine davon hatte das Durchhaltevermögen, aus der Beziehung mit ihrem ersten Freund eine Langzeitbeziehung zu machen.
Ich finde nicht, dass Durchhaltevermögen pauschal eine gute Eigenschaft in Bezug auf Beziehung ist. Gerade nicht in Phasen einer ersten Beziehung.
 
  • #17
Bei mir ist es eher umgekehrt. Bevor ich meinen jetzigen Partner kennenlernte, habe ich überwiegend schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht und zweimal verhältnismäßig lange in Beziehungen ausgeharrt, die in vielerlei Hinsicht toxisch waren. Ich wusste im Grunde ganz genau, dass ich unglücklich bin, trotzdem wollte ich aus Liebe daran festhalten, was ich im Nachhinein als Fehler werte. Heute würde ich da anders vorgehen und mich aus Selbstschutz viel zügiger trennen, wenn mein Freund mich schlecht behandelt, belügt, oder betrügt. Mein Partner und ich ticken diesbezüglich recht ähnlich und haben schon öfter darüber gesprochen, dass wir einander zum Beispiel keinen Betrug verzeihen würden, weil Monogamie für uns essentiell ist. Eine kleine Krise hingegen wäre nicht weiter schlimm und kein Grund alles hinzuwerfen, schließlich ist es ganz normal, dass nicht immer eitel Sonnenschein herrscht. Wichtig ist, dass man offen, ehrlich und respektvoll miteinander umgeht und solange das der Fall ist, würde ich meinen Partner nicht leichtfertig verlassen, um etwas vermeintlich Besseres zu finden. Ich halte auch nichts von Warmwechslern, meines Erachtens braucht es immer etwas Zeit, um die alte Beziehung zu verdauen, bis man bereit für eine neue Liebe ist. Jedenfalls ist das bei mir so und ich habe auch mit frisch getrennten Männern nur schlechte Erfahrungen gemacht, weil diese i.d.R. unaufgearbeitete Problemberge mitbringen.

w33
 
  • #18
Diese Einstellung hatte ich nie gehabt. Ich habe meine Ehe oder die Beziehung davor nie als eine Zwischenlösung gesehen. Egal wo ich in meinem Leben gelandet war, war ich immer 100% dabei. Ich mag nicht wegwerfen und habe auch wirklich gekämpft um die Beziehung zu retten.
Im Moment möchte ich gar keine Beziehung haben. Ganz Alleine möchte ich sein und ich vermisse gar nichts. Die Herrschaften, die ich kennenlernen dürfte, waren zwar alle sehr freundlich und wunderbar aber sie haben mich alle getriggert. Darauf habe ich gar keine Lust mehr. Gar keine Lust mehr. Lieber glücklich alleine als zusammen unglücklich 😊.
 
  • #19
kaum eine Beziehung scheitert nur wegen einem von beiden.
Dss sehe ich genau anders herum, es liegt meist nur an einem, der den Unfrieden immer wieder herbeiführt, dagegen ist nichts zu machen, als zu gehen!
trotzdem wollte ich aus Liebe daran festhalten, was ich im Nachhinein als Fehler werte.
Diesen Fehler machen fast alle Frauen!
Heute würde ich da anders vorgehen und mich aus Selbstschutz viel zügiger trennen, wenn mein Freund mich schlecht behandelt, belügt, oder betrügt.
Wenn das so ist, dann sofort trennen, ohne Zögerung!
schließlich ist es ganz normal, dass nicht immer eitel Sonnenschein herrscht.
Wenn es um echte/wahre Liebe geht, ist wirklich immer Sonnenschein, ich kenne es seit Jahren nicht anders, zuvor war es immer anders!
habe auch wirklich gekämpft um die Beziehung zu retten.
Gekämpft wird immer nur dann, wenn es an echter beidseitiger Liebe fehlt, fehlt es an beidseitiget Liebe, dann braucht man auch nicht mehr kämpfen, der Drops ist längst gelutscht!
Die Herrschaften, die ich kennenlernen dürfte, waren zwar alle sehr freundlich und wunderbar aber sie haben mich alle getriggert.
Du wurdest schon sehr, sehr enttäuscht und sehr verletzt, was immer noch sehr stark nachwirkt, so spüre ich das!
 
  • #20
Bei mir war es immer oft so, dass die neue Beziehung die Defizite der alten Beziehung füllte, aber dann neue Probleme ganz andere Art aufwarf, die letztlich zur Trennung führten.

Ich schwanke zwischen der Hoffnung, endlich den für mich perfekten Mann zu finden und der Resignation, dass es sowieso nichts Gutes und Passendes gibt.

Momentan habe ich noch kein Interesse an einer neuen Beziehung, da ich mir nicht mehr vorstellen kann wie die aussehen kann.

Bis dahin vergnüge ich mich derzeit in einer sehr speziellen Beziehung mit einem 15 Jahre jüngeren Mann, natürlich im beiderseitigen Einvernehmen ohne ernsthafte Absichten.😇😎
 
  • #21
. Darauf habe ich gar keine Lust mehr. Gar keine Lust mehr. Lieber glücklich alleine als zusammen unglücklich
Da muss ich dem Inspi sogar mal zustimmen.
Ich hab Dich schon vermisst @Lavieestbelle. Du schreibst nur noch sehr selten.
Durchhaltevermögen habe ich beim Joggen oder bei meinen z.T. verqueren Kunden, aber ich würde den Begriff nicht mit einer Beziehung in Verbindung setzen. Eine Beziehung habe ich, weil ich sie will und weil sie passt, aber nicht, weil ich irgendwelche Rekorde zu brechen beabsichtige.
Was nicht heisst, dass eine Beziehung konsumorientiert entsorgt werden soll, sobald Wolken am Himmel erscheinen.
Zumindest langjährige Beziehungen sind kein stetiges Kontinuum, sondern unterliegen Veränderungen, bspw. Geburten von Kindern, Krankheiten, Arbeitslosigkeit oder später der Auszug von Kindern bis zum Eintritt ins Rentenalter. Diese Veränderungsprozesse erfordern manchmal Geduld und auch Flexibilität. Schlecht, wenn der Vater meint, dass sich die Mutter zuviel um die Kinder kümmert und dann mal entschwindet oder frau/man wird arbeitslos, das Geld wird knapp und der Andere fliegt zum Nächsten.

Aber letztendlich muss jedes Paar individuell entscheiden, wann und wo die Grenzen gesetzt werden sollen.
Sich selbst zu sagen, wie tolerant man doch sei und toleriert bspw. gegen den eigenen Willen Untreue, Sucht o.ä., macht nicht glücklich, sondern krank.
Und dann ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende.

W,57
 
  • #22
Du wurdest schon sehr, sehr enttäuscht und sehr verletzt, was immer noch sehr stark nachwirkt, so spüre ich das!
Ich denke schon, dass die Wunden der Vergangenheit mittlerweile geheilt sind. Ich habe aber leider Trigger entwickelt, die ich nicht mehr los werden kann. Ein Beispiel: Ich habe neulich jemanden kennengelernt. Er war wirklich sehr nett und wir haben uns in einem Park getroffen und sehr entspannt geredet. Die Sonne schien, die Bäume blühten und ein Meer von Blumen war vor uns aber alles was er sagte erinnerte mich an meinen Ex-Mann. Wenn ich zum Beispiel das Wort Marathon oder Klassische Musik nur höre, ist es vorbei. Alles was früher positive Gefühle in mir auslöste, ist leider negativ behaftet. Wenn jemand mit Stolz erzählt er habe mal gesungen oder würde Differenzialgleichungen sehr gut verstehen, würde ich heute nur noch müde lächeln und sagen schön für dich und viel Spaß dabei und Tschüss 😽.
 
  • #23
@Lavieestbelle
Das tut mir sehr leid . Es hört sich nach einem Trauma an. Vielleicht solltest du mal Traumatherapie in Erwägung ziehen . Ich finde es überhaupt nicht schlimm keinen Partner zu wollen , ich habe ja selber keinen aber so getriggert zu sein ist schmerzhaft und sehr schade .
 
  • #24
Ich hab Dich schon vermisst @Lavieestbelle. Du schreibst nur noch sehr selten.
Ich bin noch da 😊. Aber viele Geschichten im Forum interessieren mich nicht mehr. Ich denke es ist ein gutes Zeichen 🌸.
Mir geht’s gut 🙂.
Zumindest langjährige Beziehungen sind kein stetiges Kontinuum, sondern unterliegen Veränderungen, bspw. Geburten von Kindern, Krankheiten, Arbeitslosigkeit oder später der Auszug von Kindern bis zum Eintritt ins Rentenalter. Diese Veränderungsprozesse erfordern manchmal Geduld und auch Flexibilität.
Ich stimme dir zu 👍.
 
  • #25
Ich war ja 14 Jahre mit einem im Grunde guten Mann zusammen. Ich war damals noch 19,er 30. Die zweite große Liebe und JETZT für immer.

Wir hatten dann nach 3,4 Jahren ein großes Zerwürfnis und uns dann nach einigen Wochen wieder zusammen gerauft.

10 zumeist schöne Jahre später kam dann das alte Thema, gewisse Verhaltensweisen und somit einiges Unschönes, wieder auf und ich bin dieses Mal straight gegangen.

Die Sache mit dem Durchhaltevermögen könnte gut passen bei mir.

Ich hätte es nur noch, wenn die Basis solide gebaut wurde. Und ich als Beweis unsere Basis betrachten kann und keine fremden Vorbilder mehr benötige. Der Zugewinn in meinem Leben muss durch die Beziehung bestehen bleiben.
 
  • #26
Ich bin noch da 😊. Aber viele Geschichten im Forum interessieren mich nicht mehr. Ich denke es ist ein gutes Zeichen 🌸.

Einerseits schade. Ich lese Deinen Lebensweg sehr gerne.
Andererseits verständlich. Es scheint tatsächlich gut zu werden und macht Mut.
Es lohnt sich hin zusehen und zu zuhören. Auch und gerade bei Dir.

Mit dem Forum geht es mir ähnlich, obwohl die Protagonisten immer wieder zu überraschen wissen. Ähnlich Deinen Triggern. Interessant und aufschlussreich. Es bleibt spannend.

Ich kenne gar keine destruktiven Beziehungen, außer vielleicht einer kurzen Episode. Da sehe ich heute meinen Anteil. Wenn es schief lief, war es Hilflosigkeit adäquat zu reagieren, die zu einem unschönen Ende führten. Ich kenne meine Defizite, lebe und verschone andere damit. Genug Schönes und Gemeinsamen bleibt, sagt Frau und Mann.

Es ist wichtig zu wissen, was man will und dieses zu tun oder zu akzeptieren. Ich führe Beziehung wie ich sie mir vorstelle und vermag und vertraue darauf, dass andere auch. Die wichtigste zu mir selbst.

M53
 
  • #27
Ich kenne gar keine destruktiven Beziehungen, außer vielleicht einer kurzen Episode. Da sehe ich heute meinen Anteil. Wenn es schief lief, war es Hilflosigkeit adäquat zu reagieren, die zu einem unschönen Ende führten. Ich kenne meine Defizite, lebe und verschone andere damit. Genug Schönes und Gemeinsamen bleibt, sagt Frau und Mann.
Ich mag deine poetische Art. Das meine ich wirklich. Du bist wirklich talentiert ❤️🌸 dennoch frage ich mich oft, was will er denn damit sagen 😏. Sicherlich hat jeder Mensch Deffizite, Schwächen und warum soll man damit „leben“ und „andere damit verschonen“. Das würde bedeuten, dass eine Beziehung nur für Menschen geeignet ist, die irgendwie makellos und perfekt sind. Aber wer ist es schon wirklich makellos mit 50? Das ist erstens unrealistisch, wenn man auf der Straße die Augen offen hält und zweitens sagt etwas über die Haltung, die man zu sich selbst hat. Warum nicht denken: „ich bin super talentiert und ich mag die Welt und die Welt soll sich glücklich schätzen mich gehabt zu haben“. So musst du denken 😊. Fortsetzung in Plauderecke.
 
  • #28
wir haben uns in einem Park getroffen und sehr entspannt geredet. Die Sonne schien, die Bäume blühten und ein Meer von Blumen war vor uns aber alles was er sagte erinnerte mich an meinen Ex-Mann. Wenn ich zum Beispiel das Wort Marathon oder Klassische Musik nur höre
Bloss weil die Sonne schien und die Bäume blühten muss es nicht der richtige Mann gewesen sein. Witzigerweise führt bei mir das Wort Marathon genau in die entgegen gesetzte Richtung. Ich treffe nur niemanden, der auch nur einen Halbmarathon läuft. Geht ab einem gewissen Alter eher Richtung Immobilität.

Aber viele Geschichten im Forum interessieren mich nicht mehr
Kann ich verstehen. Irgendwann ist alles durchgekaut, was es an möglichen und unmöglichen Beziehungskonstellationen gibt und dann kann auch alles andere hier anstrengend werden.
Dann ist es besser den Griffel ähm die Tastatur ruhen zu lassen.

Du schaffst das @Lavieestbelle , ob mit oder ohne Forum. Da bin ich mir ganz sicher.🍀
W,57
 
  • #29
Wie verlinkt Mann in die Plauderecke (Eine der besten Threads seit langem. Dank an den Ersteller und die Moderation.)?

Auch sehr interessant Deine Schlussfolgerung und Analogie. Ich verabscheue Superlative. Perfekt sowieso. Stoff zum Nachdenken.

Die, die mich kennen, wundern sich nicht mehr. Ich denke schneller und mehr als ich rede respektive schreibe. Obwohl ich auch sehr gerne schreibe. Das führt oft zu Kuriositäten, noch öfter zu unerwartet und überraschend Gutem. Es lohnt sich abzuwarten. Ich weiß: Nicht immer einfach.
Für Frau. 🤣

Ich bemühe mich mal. Schließlich möchte ich nicht unhöflicher Weise einen Thread kapern, wie so mancher andere. ;)
 
  • #30
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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