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Gast

  • #1

In der neuen Beziehung ist plötzlich alles anders?

Wie geht man souverän damit um, dass der/die Ex in seiner/ihrer neuen Beziehung viele Verhaltensmuster und Interessen/Ansichten geändert hat, wegen denen man in der eigenen oft gestritten hat und diese vielleicht zur Trennung geführt haben?

Momentan habe ich stark damit zu kämpfen dass sich das nicht massiv auf mein Selbstwertgefühl auswirkt, da ich die Gründe dafür bei mir selbst suche und mich aufgrund dessen sehr mies fühle.

Wer von den Forumsteilnehmern kann mir erklären warum man sich so verhält und seine Prinzipien mal eben so über den Haufen wirft? Ist das defensive Rache an der/dem Ex, einfach nur der Hormonrausch oder kann man tatsächlich davon ausgehen dass die alte Beziehung reflektiert wurde und man in der Zukunft alles besser machen möchte?

Kennt das jemand und weiß wie man wie man am besten damit umgeht und die Gründe dafür nicht ausschließlich bei sich selbst sucht?

Danke für eure Antworten.
 
  • #2
Hm.

Ja, es ist unfair.

Nach unendlich langer Kindererziehungs-Selbstfindungszeit hatte ich drei Beziehungen, die schief gingen - zwei Mal schlicht die falschen Partner und eine schwierige Fernbeziehung.

Ich wollte niemanden in mein Leben lassen, habe die Männer auf Distanz gehalten.

Bei dem Mann war es völlig anders, er passt einfach, ich hätte nie gedacht, dass ich einen Mann finden könnte, dessen Persönlichkeit so perfekt meinen Vorstellungen entspricht und der mich so beeindruckt.

Ich bin dennoch ein paar Mal weggelaufen, aber nie sehr weit und er hatte die Souveränität mir die Hand entgegen zu strecken.

Sorry, aber bad news. Bei dem Richtigen geht es.
 
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Gast

  • #3
Kann ich dir nicht so beantworten. Ich denke am Anfang der Beziehung gibt man immer alles, geht Kompromisse ein oder benimmt sich deutlich besser als dann nach 6 Monaten. So trägt man in den ersten Wochen immer noch Makeup oder gute Kleidung und nach 1 Jahr Bez kommt dann die Sporthose raus oder so... Daher sinmd solche banalen Dinge nicht zu vergleichen..

Und ja ich lerne auch aus Fehlern der Vergangenheit und bin dann oftmals in der neuen Bez ein wenig verändert, was ja auch gut ist, denn wir sollten uns ständig verbessern oder zu uns finden..
 
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Gast

  • #4
Jeder Mensch ist anders, jede Beziehung ist anders.

Und vielleicht hat Dein Expartner ja aus seinen Fehlern gelernt. Manchmal ist die Situation festgefahren, man gibt dem den anderen keine Chance, erwartet, dass er immer wieder dasselbe macht, das einem auf die Palme bringt. Viele Verhaltensmuster lassen sich nur schwer durchbrechen. Mit einem neuen Menschen in einer Umgebung ist das viel leichter.

Das muss gar nichts gezielt mit Dir zu tun haben. Er hat gelernt aus seiner Erfahrung. Begangene Fehler kann er nicht wieder gut machen, aber er hat einen Neuanfang. Sieh es doch nicht als ärgern an, sondern als Deinen Erfolg, dass er es jetzt besser macht.

w37
 
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Gast

  • #5
Das habe ich auch schon oft beobachtet. Ich glaube die machen das in der Beziehung um einen zu ärgern und logischerweise nach der Beziehung nicht mehr von nöten, ist ja keiner da den es stört. Da kann man nur cool bleiben hnd sich nicht beeindrucken lassen, ignorieren, geht vorbei, auch wenn es dauert, als Partner sowieso nicht geeignet.
 
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  • #6
Hallo Liebe FS,

mir geht es genauso. Mein Ex-Mann hatte ein halbes Jahr nach Scheidung (die von mir aus ging) eine Neue. Kurze Zeit später, habe ich mitbekommen, dass er sehr viele Dinge geändert hat und realisiert hat, wegen denen wir uns ständig gestritten haben und im Kreis gedreht haben. Ich denke nicht, dass er ein halbes Jahr nach Trennung unsere 11-Jährige Beziehung reflektiert hatte.
Verfolge das Thema nun sehr interessiert und bin auf die Antworten gespannt.
 
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  • #7
Druck erzeugt Gegendruck. Und wenn man zu oft mit einem bestimmten Thema nervt, fährt sich die Sache schnell fest.

Menschen geben gerne, wenn sie selbst von etwas überzeugt sind und nicht weil sie dazu aufgefordert werden. Gerade Frauen geraten gerne mal in die Nörgel-Falle.

Natürlich entwickelt sich der Ex-Partner weiter, reflektiert ... aber dass er sich in den entscheidenden Themen so schnell verändert muss auch eine äußere Ursache haben. Vielleicht klappt in diesen Punkten die neue Beziehung besser. Man liebt auch nicht in jeder Beziehung gleich intensiv, das muss sich jeder ehrlich eingestehen. Ein Jobwechsel zum Bespiel kann genauso prägend sein, plötzlich gehen einem Dinge leichter von der Hand als im alten Arbeitsumfeld. Ich denke daher es liegt in der Natur des Menschen in einem sich änderenden Umfeld sozialer Interaktion sich wieder neu aufzustellen bzw sich aufstellen zu müssen.

Das ist traurig, aber ich denke sobald du mit der alten Beziehung abgeschlossen hast, wird dich das nicht mehr so beschäftigen, wenn der Ex sich zu dem Menschen wandelt, den du immer haben wolltest... hat halt nicht sollen sein, zu spät ist zu spät, vorbei ist vorbei. Klar es gibt die Momente, da wünscht man sich die Zeit zurück zu drehen, dieses und jenes anders zu machen und fragt sich wie es dann ausgegangen wäre. Teilweise kommt auch Neid auf die neue unbelastete Beziehung auf.... aber der Tag wird kommen, wo diese Gedanken ganz von allein Abschied nehmen.
 
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Gast

  • #8
Da gibt es beides und öfter auch mal Mixturen von beidem:

1. wie "saepe" schreibt, wenn es halt geklickt hat,
2. natürlich am Anfang, wenn die Welt nur mehr in rosarot wahrgenommen wird.

Wirklich wissen kann man so etwas erst, wenn sich eine Beziehung stabilisiert hat. 1. bleibt, 2. vergeht.

M.
 
  • #9
Keiner wird als perfekter Partner und Liebhaber/in geboren.
Jede/r muß es lernen. Am längsten und schwersten durch Erfahrungen.

Entweder lernen die Leute dazu, und werden besser.
Oder sie weigern sich, etwas zu ändern, zu lernen, zu verbessern. Und bleiben weiter so "schlecht" wie bisher.

Auch möglich: In der bisherigen Beziehung waren Eine/r oder Beide überfordert.
Aber im Laufe der Zeit reifer und besser geworden. Um dann die lfd. Beziehung oder eine neue Beziehung besser meistern zu können, als bisher.
(z.B. mit Ansprüchen an eine ernste, tiefe Partnerschaft - Oder an den Ansprüchen, die eine Familie mit Kindern stellt.)

Frauen sollten aufhören, die Schuld immer gleich bei sich zu suchen.
Und man soll nicht immer behaupten, am scheitern einer Beziehung wären Beide dran schuld.
Sondern konkret die Beziehung prüfen, ohne Vorurteile.

Ich schätze, das zum Großteil die Männer alleine die Ursache für das scheitern sind.
Und deren Partnerin höchstens: Weil sie den falschen Mann gewählt hat.
Bis dahin, daß diese Männer auch ihre nächsten Beziehungen zum scheitern bringen.
Oder eine Frau finden, die diese Fehler ertragen kann.

(m,53)
 
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  • #10
In einer früheren Beziehung wurde ständig versucht mich "hinzubiegen", was wohl so eine Art unbewußte Trotzreaktion hervor rief. Ich möchte geliebt werden wie ich bin und nicht in eine "Wunschform" gepresst werden. Wer möchte schon einen Partner, der einen ständig kritisiert, anstatt einen als den Menschen zu akzeptieren, der man eben ist?

In der nächsten Beziehung wurde ich akzeptiert und geliebt so wie ich bin.
Ohne es anfangs überhaupt zu merken habe ich vieles abgelegt, was meinen alten Partner immer als "Fehler" gestört hat an mir.
Allerdings habe ich den neuen Partner auch viel mehr geliebt, was womöglich gerade daran lag, dass er mir regelmäßig das Gefühl gab ich bin ein toller, liebenswerter Mensch, ohne mich dafür erst verbiegen zu müssen.

w, 45
 
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  • #11
Vielleicht es so sehen, dass es wegen des Streits eine Trotzreaktion war, es nicht zu machen, während man insgeheim wusste, dass es doch stimmt. Und die neue Partneschaft ist dann eine Gelegenheit, es entsprechend der heimlichen Einsicht besser zu machen.
 
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  • #12
Von diesem Phänomen berichten viele Frauen. Prüfe Dich mal kritisch: Wie viel Druck hast Du ausgeübt, um bei Deinem Partner bestimmte Dinge durchzusetzen, die Du Dir gewünscht hast? Wie oft hast Du Dich deswegen mit ihm gezankt? Damit erreicht man nämlich genau das Gegenteil.

Dass er deine Wünsche nun mit der neuen Frau umsetzt, solltest Du nicht auf Dich beziehen. Er fühlt sich mit ihr wohl, wird nicht zu irgendetwas gedrängt und handelt nun freiwillig.

Was kannst Du tun? Du kannst daraus für deine nächste Partnerschaft lernen.
 
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  • #13
dass die alte Beziehung reflektiert wurde und man in der Zukunft alles besser machen möchte?
Das ist genau der Punkt.

Jeder Mensch erlebt und vollzieht eine Entwicklung seiner Persönlichkeit. Aus sich selbst heraus.

Eine Frau wie die FS würde sich aber gerne auf die Fahnen schreiben, daß diese Änderung ihr Verdienst ist, daß sie es war, die durch ihren erzieherischen Einfluß seine Persönlichkeit zum besseren verändert hat. Das ist natürlich Quatsch und erzeugt Widerstand.

Mit anderen Worten: ich möchte nicht, daß sich die Frau triumphierend auf die Schultern klopft, wenn ich etwas aufgrund von Persönlichkeitsreifung anders mache als früher. Also unterlasse ich es in ihrer Gegenwart.

Nach einer Trennung stellt sich das Problem nicht mehr. Sie mag dann zwar immer noch denken, daß es ein Ergebnis des "Reflektierens der Altbeziehung" ist, aber das tangiert mich nicht mehr. Vielmehr kann ich jetzt endlich so sein, wie ich in meiner persönlichen Reife eben bin, ohne ihr damit einen völlig unverdienten Triumph zu gönnen.

Mit "heimlicher Einsicht" hat das absolut nichts zu tun. Das hätten Frauen nur gerne.
 
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  • #14
Mein Ex hat mal auf diese bezügliche Frage einfach lapidar geantwortet: er passe sich halt jeder Frau an. So in dem Sinne: wenn die Frau unordentlich ist, ist er es auch. Wenn die Frau nur Vollkornbrot isst, isst er es dann halt auch. Usw.
Ob mittlerweile eine Einsicht besteht oder das nur um des Lieben-Friedens geschieht, weiss ich nicht, ist mir auch egal.
 
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  • #15
Meine Erfahrung: Menschen ändern sich nicht bzw. dies kann nur durch sehr heftige Lebensereignisse (zb. Krankheit, Unfall, Tod in Familie usw) erfolgen. Man steckt in der anderen Beziehung nicht drin, also sieht man auch nicht, was dort los ist, wenn die Tür zu ist. Ich weiß von einigen meiner Vorgängerinnen/ Nachfolgerinnen einiger Ex-Partner, die Beziehungen liefen mit ihnen wie mit mir ab, es gab im Groben und Ganzen dieselben Probleme. Die Frauen wechselten, aber das Verhalten war das gleiche. Niemand kann aus seiner Haut.
 
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  • #16
Die FS:

Von diesem Phänomen berichten viele Frauen. Prüfe Dich mal kritisch: Wie viel Druck hast Du ausgeübt, um bei Deinem Partner bestimmte Dinge durchzusetzen, die Du Dir gewünscht hast?
Das habe ich auch schon reflektiert. Ich war nie jemand der viel "gemeckert", "genörgelt" oder sonst irgendwie massiv Kritik geübt hat.
Gut möglich dass er es anders empfunden hat, aber ich bin grundsätzlich jemand der eher die Klappe hält als ewig "rumzubohren", wenn ich merke dass ich nur auf Widerwillen treffe.

Mit anderen Worten: ich möchte nicht, daß sich die Frau triumphierend auf die Schultern klopft, wenn ich etwas aufgrund von Persönlichkeitsreifung anders mache als früher. Also unterlasse ich es in ihrer Gegenwart.
Das ist eben dieser Punkt den ich absolut nicht verstehe. Warum führt man eine Beziehung, wenn man quasi aus Prinzip schon nicht möchte, dass sich das eigene Verhalten positiv auf das miteinander auswirken könnte? Warum ist man in einer Beziehung, wenn man absichtlich Streit und Tränen provoziert obwohl man es eigentlich ganz einfach besser machen könnte? Eine reine Egofrage? Sorry, aber in dem Fall wäre es doch besser alleine zu bleiben und seine Persönlichkeitsentwicklungen alleine durchzumachen.
Ich für meinen Teil habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, wenn mein Freund dafür gesorgt hat, dass ich Dinge aus einem anderen Blickwinkel sehen kann und dadurch zu einem besseren Menschen werde.
 
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Gast

  • #17
Die FS:

Das habe ich auch schon reflektiert. Ich war nie jemand der viel "gemeckert", "genörgelt" oder sonst irgendwie massiv Kritik geübt hat.
Gut möglich dass er es anders empfunden hat, aber ich bin grundsätzlich jemand der eher die Klappe hält als ewig "rumzubohren", wenn ich merke dass ich nur auf Widerwillen treffe.


Das ist eben dieser Punkt den ich absolut nicht verstehe. Warum führt man eine Beziehung, wenn man quasi aus Prinzip schon nicht möchte, dass sich das eigene Verhalten positiv auf das miteinander auswirken könnte? Warum ist man in einer Beziehung, wenn man absichtlich Streit und Tränen provoziert obwohl man es eigentlich ganz einfach besser machen könnte? Eine reine Egofrage?
Da widersprichst du dir schon selbst.
Es wird wenig gemeckert, aber das Verhalten deines Partners "provoziert" (naja....) dich zu Streit und Tränen? Offensichtlich warst du schon jemand, der sehr sehr leicht in Rage gerät und daran ist dann auch noch der andere schuld, der ja "provoziert hat"....
Ich weine nicht, ich löse Diskussionen sachlich. Auch als Frau.
 
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Gast

  • #18
Wie geht man souverän damit um, dass der/die Ex in seiner/ihrer neuen Beziehung viele Verhaltensmuster und Interessen/Ansichten geändert hat, wegen denen man in der eigenen oft gestritten hat und diese vielleicht zur Trennung geführt haben?
Hallo FS,

das ist pauschal schlecht zu beantworten, weil es natürlich von den konkreten Verhaltensmustern und Ansichten abhängt. Es ist sicher so, dass Männer und Frauen lernfähig sind und eine Beziehung reflektieren können, durchaus auch sehr schnell, weil manche Punkte sicher mindestens unterbewusst klar sind.

Vielleicht war der Streit in eurer Beziehung so, dass er Deine Sichtweise nicht annehmen konnte? Oder Du seine? Vielleicht sind die Themen in der neuen Beziehung nicht wichtig? Vielleicht hat ihm die Trennung vor Augen geführt, dass er sich ändern sollte und in manchen Fragen einfach einen falschen Standpunkt hatte? Vielleicht ist im Moment der Himmel rosarot und der streitet mit ihr in einem halben Jahr über die gleichen Punkte wie mit Dir?
Das kann eigentlich niemand sicher sagen.

Was man aber sicher sagen kann ist, dass Du Dir keinen Gefallen damit tust, weiter an eurer Beziehung festzuhängen. "Schuld" ist immer eine Mischung aus beiden Partnern, die in einer bestimmten Situation leben oder dies irgendwann nicht mehr möchten. Also, abhaken, dass es nicht gepasst hat, nach jemandem suchen, der (besser) passt. Das wird er nicht und nie wieder sein. Sicher nicht.

m, 46
 
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Gast

  • #19
Natürlich. Niemand läßt sich gerne belehren. Und erst recht nicht läßt er sich jeden Pipifax als Triumph der überlegenen Lebenstüchtigkeit der Frau unter die Nase reiben. Wenn ich bei drohendem Regen ohne Schirm rausgehe, obwohl die Frau sagt „nimm einen Schirm mit”, dann werde ich halt naß, na und? Und wenn ich daraus lerne, daß es angenehmer ist, einen Schirm dabei zu haben, dann habe ich diesen Lernerfolg dem gestrigen Naßwerden zu verdanken und nicht der Klugscheißerei der Frau. Sie sieht das aber anders und glaubt, mir nun täglich Ratschläge geben zu müssen. Dagegen wehre ich mich - und werde möglicherweise erneut naß. So lange ich mit dieser Frau zusammen bin, wird sich daran nichts ändern. Bei der nächsten natürlich schon.
 
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Gast

  • #20
FS

Da widersprichst du dir schon selbst.
Es wird wenig gemeckert, aber das Verhalten deines Partners "provoziert" (naja....) dich zu Streit und Tränen? Offensichtlich warst du schon jemand, der sehr sehr leicht in Rage gerät und daran ist dann auch noch der andere schuld, der ja "provoziert hat"....
Ich weine nicht, ich löse Diskussionen sachlich. Auch als Frau.
Ich habe nie gesagt dass ich das so handhabe und dass MICH das provoziert. Wenn du das aber aus meiner Formulierung so herauslesen möchtest, okay, aber das hat in dem Fall wenig mit der Fragestellung zu tun. Es geht hier nicht um mich und um einen bestimmen Fall, sonst hätte ich konkretere Beispiele genannt.
Abgesehen davon habe mir schon lange abgewöhnt in Rage zu geraten.

Und wenn ich daraus lerne, daß es angenehmer ist, einen Schirm dabei zu haben, dann habe ich diesen Lernerfolg dem gestrigen Naßwerden zu verdanken und nicht der Klugscheißerei der Frau. Sie sieht das aber anders und glaubt, mir nun täglich Ratschläge geben zu müssen. Dagegen wehre ich mich - und werde möglicherweise erneut naß. So lange ich mit dieser Frau zusammen bin, wird sich daran nichts ändern. Bei der nächsten natürlich schon.
Deswegen frage ich mich dann dennoch warum du überhaupt Beziehungen führst wenn du weder Ratschläge noch Kritik von einer Frau hören möchtest. Ich kann ja nun schlecht beurteilen welche Ausmaße das hat, aber so wie ich das lese klingt das für mich nach "solange sie die Klappe hält und mich nicht nervt ist alles super, sonst kann sie sofort gehen oder sich die Zähne ausbeißen."
Hört sich für mich nicht nach einer respektvollen Beziehung an.

Was man aber sicher sagen kann ist, dass Du Dir keinen Gefallen damit tust, weiter an eurer Beziehung festzuhängen. "Schuld" ist immer eine Mischung aus beiden Partnern, die in einer bestimmten Situation leben oder dies irgendwann nicht mehr möchten. Also, abhaken, dass es nicht gepasst hat, nach jemandem suchen, der (besser) passt. Das wird er nicht und nie wieder sein. Sicher nicht.
Das kann ich so unterschreiben. Ich habe auch akzeptiert dass wir nicht zusammenpassen und ich habe für ihn als Mann auch keine Emotionen mehr. Dennoch fällt es mir extrem schwer auch in der Hinsicht einen Cut zu machen, weil ich dieses Verhalten einfach nicht nachvollziehen kann, obwohl ich das natürlich gerne würde. Deswegen auch meine Frage an das Forum.
 
G

Gast

  • #21
wenn du weder Ratschläge noch Kritik von einer Frau hören möchtest.
Mehr und mehr verstehe ich, warum der Mann das Weite gesucht hat und jetzt, mit etwas Abstand, wieder zu einem normalen und liebenswerten Menschen zurück mutiert.

Man beachte die Positionierung: die Frau gibt ungefragt Ratschläge, der Mann nimmt sich heraus, selbst über genügend Urteilsvermögen zu verfügen, die Frau ist darob beleidigt, unterstellt dem Mann, nicht lernfähig zu sein, versucht die Deutungshoheit an sich zu reißen, der Mann hat keine Lust auf Kompetenzgerangel und bockt, die Frau wirft ihm vor, ihre Ratschläge nicht anzunehmen, womit sie durchaus recht hat ... und irgendwann reicht es ihm dann halt.

Und jetzt, bei der anderen, kann er tun, was er für richtig hält, ohne sich sagen lassen zu müssen, das alles sei ja nur ein Ergebnis der Klugheit und Lebenstüchtigkeit seiner Frau. Er wird es genießen, da bin ich mir sicher.
 
G

Gast

  • #22
Deswegen frage ich mich dann dennoch warum du überhaupt Beziehungen führst wenn du weder Ratschläge noch Kritik von einer Frau hören möchtest.
Da kann man wirklich nur den Kopf schütteln.
Ich führe Beziehungen aus Liebe heraus. Und nicht weil ich einen Coach für alle Lebenslagen brauche, weil ich alleine nicht klar komme.... als erwachsener Mensch braucht man keine Rundumbetreuung mehr. Danke Mama, ich komm schon klar.

Ich kann dem letzten Gast nur beipflichten, anfangs kamst du noch normal rüber und jetzt lichtet sich das Feld, warum der Mann so handelt wie er es eben tut.... er hat mein vollstes Verständnis.

w
 
G

Gast

  • #23
die Frau gibt ungefragt Ratschläge, der Mann nimmt sich heraus, selbst über genügend Urteilsvermögen zu verfügen.
Wenn es um Dinge des täglichen Zusammenlebens und der Beziehung an sich geht (und dabei geht es der FS wohl nicht um die Frage ob ihm die graue Hose besser steht als die schwarze, er sich den VW Kombi statt dem Sportflitzer kaufen, oder er gefälligst Squash statt Tennis spielen soll) dann ist das auch definitiv gerechtfertigt dass Frau ungefragt ihre Meinung kund tut und Kritik übt, wenn sie sich in der Beziehung so nicht wohl fühlt. Das selbe Recht steht dem Mann natürlich auch zu.

Mehr und mehr verstehe ich, warum der Mann das Weite gesucht hat und jetzt, mit etwas Abstand, wieder zu einem normalen und liebenswerten Menschen zurück mutiert.
Unglaublich dreist was sich hier einige aus ein paar vagen Zeilen und einer neutralen Fragestellung zusammenreimen. Die FS ist augenscheinlich recht jung und versucht hier eine Hilfestellung zu finden um die nächste Beziehung in der Hinsicht besser meistern zu können und anstatt hier neutral auf ihre Frage einzugehen wird noch indirekt auf sie eingedroschen. Aber wenn ich sowas lese wundert es mich nicht mehr, dass hier so einige Leute dank Beziehungsunfähigkeit Langzeitsingles sind.

w58
 
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Gast

  • #24
Die FS ist augenscheinlich recht jung und versucht hier eine Hilfestellung zu finden um die nächste Beziehung in der Hinsicht besser meistern zu können, und anstatt hier neutral auf ihre Frage einzugehen wird noch indirekt auf sie eingedroschen.
Nun ja, sie fragt:

kann man tatsächlich davon ausgehen dass die alte Beziehung reflektiert wurde und man in der Zukunft alles besser machen möchte?
Darin verbirgt sich genau die zu recht angeprangerte Einstellung, daß ihre Erziehungsversuche zwar erfolgreich waren, jedoch eine andere Frau nun die Früchte erntet. Mit anderen Worten: der Mann ein entlaufenes Haustier.

Darauf "neutral einzugehen" wäre nicht sonderlich hilfreich. Der Mann reflektiert nicht die Altbeziehung, er ist froh, ihr entronnen zu sein. Wenn nicht beim nächsten Mann nicht genau wieder dasselbe passieren soll, muß hier ein Mann deutliche Worte finden. Beipflichtende Antworten von Frauen führen die FS lediglich im Kreis herum.
 
G

Gast

  • #25
FS

Wenn es um Dinge des täglichen Zusammenlebens und der Beziehung an sich geht (und dabei geht es der FS wohl nicht um die Frage ob ihm die graue Hose besser steht als die schwarze, er sich den VW Kombi statt dem Sportflitzer kaufen, oder er gefälligst Squash statt Tennis spielen soll) dann ist das auch definitiv gerechtfertigt dass Frau ungefragt ihre Meinung kund tut und Kritik übt, wenn sie sich in der Beziehung so nicht wohl fühlt. Das selbe Recht steht dem Mann natürlich auch zu.
Danke!
Du hast verstanden was ich im Bezug auf die Vorschreiber meine, auch wenn es in meinem Fall weniger um Alltagsdinge geht.

Aus dem Grund werd ich hier nun ein paar Beispiele nennen:

1. Er war immer absoluter Antialkoholiker, hat nie was getrunken, nichtmal ein Glas Wein oder ein Bier. War mir im Endeffekt völlig gleich, das musste er selbst entscheiden. Ich selbst trinke nur sehr selten Alkohol.
Nun ist er öfter pro Monat gut angetrunken unterwegs.

2. Wir wollten in den Urlaub, doch das gewählte Reiseland war ihm aufgrund politischer Unruhen zu unsicher. Haben dann eben auf ein anderes Ziel umgebucht, obwohl am Ferienort selbst nichts zu befürchten gewesen wäre. (er war auch allgemein kein Freund von 2. oder 3. Welt-Ländern, da zu gefährlich..)
Und nun will er mit seiner neuen Freundin eine Afrika-Tour machen. Auch durch Länder in denen Entführungen mehr oder weniger an der Tagesordnung stehen.

3. Er war nie ein Freund von Büchern und lesen und hat mich immer belächelt wenn ich noch schnell in die Buchhandlung wollte um mir neuen Lesestoff zu besorgen. Er fand es langweilig und meinte er nimmt nur ein Buch in die Hand wenn es wirklich sein muss. (Schule, Studium) Er hat dann am Strand, See, im Zug usw. eben Musik gehört wenn ich gelesen habe. Fand ich zwar sehr schade aber jeder hat nunmal andere Interessen.
Inzwischen ist er ein großer Fantasyfreund und hat angefragt ob er sich von mir diverse Bücher leihen kann.

4. auch hat er z.B. seine politischen Ansichten geändert, die er vorher sehr vehement vertreten hat.


DAS eben hat mich so gewundert, weil es in meinen Augen doch eher Prinzipien/Lebenseinstellungen sind und keine Launen, die man mal eben über den Haufen wirft. Auch haben diese Punkte weniger mit mir in der Beziehung zu tun, deswegen können sich hier die Schreiber ihre gehässigen Angriffe sparen.
Sicherlich haben mich manche Sachen mehr oder weniger gestört, aber ich habe deswegen nie Diskussionen und endlose Streitigkeiten angefangen sondern mich mit vielem arrangiert und bin dann eben mit Freunden statt mit ihm ins Kino, weil er schon aus Prinzip keine 11€ für einen 3D-Film bezahlen wollte. (Was er jetzt übrigens auch macht.)
 
G

Gast

  • #26
In Beziehung stehen heißt, mit einer anderen Person zu interagieren. Das Handeln hängt also unmittelbar und stark auch vom Gegenüber ab.

Andere Beziehung, anderes Gegenüber, anderes Handeln.

Ganz einfach, ohne üble Hinterlistigkeiten.

M56
 
G

Gast

  • #27
Der Ex-Partner macht zwar nicht die alten Fehler wieder in der neuen Beziehung - aber dafür macht er andere, die sich aus dieser neuen Beziehung ergeben.

Gewisse Dinge sind einfach charakterlich festgelegt.

w, 45
 
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Gast

  • #28
Und nun will er mit seiner neuen Freundin eine Afrika-Tour machen ... so gewundert, weil es in meinen Augen doch eher Prinzipien/Lebenseinstellungen sind und keine Launen
Auch Lebenseinstellungen können sich ändern, es sei denn, man wäre bereits dem Altersstarrsinn verfallen. Pech allerdings, wenn man mit einem Partner zusammen ist, der sich solche Änderungen als Triumph auf die eigene Fahne schreibt. Um dem zu entgehen, hilft eigentlich nur, die einst vertretene Auffassung weiter aufrecht zu erhalten, auch wenn man sich längst schon darüber hinaus entwickelt hat.

Trennt man sich, ist man an diese Zwänge nicht mehr gebunden.
 
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Gast

  • #29
Liebe FS,
Interaktion zwischen zwei Menschen hängt unmittelbar von den beiden Akteuren ab und deren Kommunikations-/Interaktionsstil. Als ich Dein Eingangsposting las dachte ich " uahh, schon wieder eine Frau, die nicht weiß, wie Männer kommunizieren: einfach und direkt. Von Dir nichts konkretes, sondern abstrakt psychologisierend bis moralisierend, alles, was Männer nicht leiden können.
Nun hast Du Information nachgelegt und man kann sich das Problem besser vorstellen. Nein, wenn Männer sich von einer Beziehung zur anderen sehr kurzfristigbtotal verändern, dann haben sie nicht reflektiert und machen nun alles anders, sondern sie hätten diese Wuensche auch schon in der vorherigen Beziehung, könnten es nur mit DER Partnerin nicht leben.
Ich habe sowas nach einer Trennung noch nie festgestellt: die Männer haben in ihren neuen Beziehungen immer das weiterhin gemacht, was mich störte und zur Trennung führte. Entweder, die neue Frau war anders und es passte oder aber sie waren nach einiger Zeit wieder getrennt.