G

Gast

  • #1

In die Wohnung einziehen, in der die Ehe stattgefunden hat?

Ich bin für klares Trennen nach einer Beziehung. Ein "freundschaftliches Danach" ist irgendwie nicht denkbar, schon gar nicht, wenn einer von beiden einen neuen Partner hat. Wie verhält man sich aber nun am besten, wenn der Wunsch nach Nähe besteht und der Partner meint: "Zieh doch zu mir:" Es ist die Wohnung, in der er mit seiner Ex-Frau gewohnt und gelebt hat. Bin skeptisch, ob ich mich dort wohlfühlen würde. Meiner Meinung nach müssten wir irgendwie "aufeinander zugehen", sprich: Ernsthaftes Interesse würde für mich damit bekundet werden, wenn wir tatsächlich "neu anfangen". Ich sehe in einem Aufeinanderzugehen eben ein wirklichen NEUbeginn ohne Altlasten. Oder sind Männer diesbezüglich weniger empfindlich? Ist das zuviel verlangt?
 
  • #2
Du hast Zweifel, ob Du Dich in der Wohnung wohlfühlen würdest, und Du hast klare andere Vorstellungen von einer neuen gemeinsamen Wohnung. Das solltest Du ihm genau so sagen. Wenn es ihm mit dem Wunsch nach Nähe wirklich ernst ist, dann wird er wahrscheinlich darauf eingehen und mit Dir zusammen eine neue Wohnung suchen. Oder spricht irgendetwas sehr dagegen, die alte Wohnung zu verlassen?
 
  • #3
Nein, wir sind einfach individuell verschieden empfindlich was so etwas angeht.

Nun, die Frage muss etwas genauer gestellt werden. Ist es Wohneigentum oder eine Mietwohnung? Bei Eigentum geht ein Verkauf und Neukauf heftig ins Geld (Kredite umbuchen, Maklergebühren, Notarkosten etc.) und wieso wenn die Wohnung ansonsten klasse ist. Dann musst Du es eben zu Deiner Wohnung machen, mit Möbeln, Deko etc.

Ich finds schon seltsam eine Wohnung als Altlast zu betrachten. Du scheinst Dir nicht allzu sicher zu sein was diesen Mann angeht. Ob Du Dich in dieser Wohnung wohl fühlst kannst dagegen nur Du wissen.
 
G

Gast

  • #4
Du schreibst doch Deine Meinung ganz klar! Warum fragst Du denn jetzt uns.
Nein, ich würde nicht in die Wohnung ziehen. Begründung: Dein Text.

w,36
 
G

Gast

  • #5
Ich (w) rate diesbezüglich dringend zu Vorsicht.

So sollten beim Zusammenziehen in eine Wohnung, in der der Partner mit seinem Expartner gelebt hat, nicht zuviele Dinge aus der Zeit der vorherigen Beziehung mehr da sein. Man kann u.U. nicht alle Möbel aus dieser Zeit entsorgen, frisch renovieren und dekorieren sollte aber möglich sein, damit nicht mit den alten Farben, Gardinen, Dekorationen (etc.) der Expartner quasi mit dabei ist.

Ich selbst habe diesbezüglich mit einem Mann schlechte Erfahrungen gemacht und jetzt würde immer darauf bestehen, gemeinsam ein neues Zuhause zu gestalten.
 
G

Gast

  • #6
Wie fühlst Du Dich denn, wenn Du derzeit in der Wohnung zu Besuch bist ? Wenn es finanziell machbar ist, bietet sich ein Neuanfang in einer neuen Wohnung immer an. Ein Neuanfang kann aber auch sein, indem das Mobiliar (beispielsweise insbesondere das Schlafzimmer) zusammen neu angeschafft wird. Wenn Wohneigentum vorhanden ist, wirds natürlich komplizierter....
 
G

Gast

  • #7
Das ist doch manchmal einfach auch eine Frage der Vernunft und der Möglichkeiten. Wohnungen kann man doch auch umgestalten.
Warum ist es so schwer zu akzeptieren, das der Partner auch ein Leben davor gehabt hat, warum sollte man vom Partner verlangen, dass er das Leben davor völlig auslöscht? Wichtig ist doch was jetzt in der Gegenwart passiert und was ich vom Partner mir gegenüber spüre!
Sollte er selbst nicht in der Vergangenheit leben, sonder ganz bei mir sein, ist für mich auch eine Wohnung in Ordnung in der eine Ehe mit einer Vorgängerin geführt wurde, wenn ich die Wohnung so gestalten kann, dass auch ich mich darin wohlfühle. w
 
G

Gast

  • #8
Mir würde es nix ausmachen in die Wohnung des Vorgängers zu ziehen sofern sie nicht mit Devotionalien des Ex dekoriert ist. Ich finde es übertrieben, dass sozusagen das gesamte Vorleben wegsterilisiert werden muss. Ein Mensch in mittleren Jahren hat ein Vorleben, das muss nicht ständig penetrant betont werden aber auch nicht ausgelöscht werden.
M
 
G

Gast

  • #9
Icxh denke, es ist immer problematisch, in die Wohnung des Partners / der Partnerin zu ziehen (unabhängig davon, ob es auch noch die Wohnung von deren / dessen Ex-Partner war). Versucht doch einfach die Wohnung neu zu gestalten. Renovieren, neue Farben, evtl neue Möbel, Teppiche usw. Falls du denkst, dass selbst das dir nicht hilft, dann sprich mit ihm und sucht euch eure gemeinsame Wohnung.
Alles Gute
 
G

Gast

  • #10
das ist für viele der Normalfall -schau dich um, wieviele sofort beim neuen Lover einziehen und sich im gemachten Nest schmarotzerartig breit machen. Männer wie Frauen. Für mich persönlich wäre dies nichts, deshalb kann ich dich verstehen. Hast du mit ihm geredet, über deine Ängste und Befindlichkeiten? Gehört ihm die Whg oder ist sie gemietet? Fühlst du dich auch jetzt schon in der Whg wohl oder unbehaglich? Hat er viel verändert seit der Ehe? Ist es möglich, dass du eigene Möbel usw. mit unterbringen kannst? Könntet ihr die Whg komplett renovieren und die Möbel zusammenwürfeln, damit von jedem etwas da ist? Viele Fragen, auf die nur du eine Antwort weisst. Ist es finanziell für dich attraktiv, bei ihm einzuziehen?
 
G

Gast

  • #11
Nein, absolut nicht, ich würde mich überhaupt nicht wohl fühlen. (w)
 
  • #12
Na ja, wer kann schon nach jeder Beziehung umziehen, Eigentumswohnungen oder Häuser verkaufen? Wer findet sofort wieder ein schönes Objekt und wer hat das Geld dafür? Aber auch der Austausch von Möbelstücken wie Bett oder Schränken dürften beriets die finanziellen Möglichkeiten und den Willen der meisten Menschen übersteigen.

Nein, die Forderung, die ganze Wohnung auszutauschen, ist geradezu absurd.

Ich bin ja wirklich hier bekannt dafür, dass ich für "totalen Kontaktabbruch, Erinnerungsstücke entfernen" eintrete, aber eine komplette Wohnung auszutauschen, ist dann doch zu hart.

Wichtig ist, dass keine Fotos und Erinnerungsstücke mehr herumstehen, dass die Dekoration nicht mehr von der Ex stammt, dass die Wohnung eben eine Single-Wohnung ist. Mehr erwarte ich nicht und mehr kann man meiner Meinung nach REALISTISCH auch nicht erwarten.

Dazu passt auch folgender Thread:

http://www.elitepartner.de/forum/mit-neuem-partner-im-selben-bett-schlafen-wie-mit-dem-ex.html
 
G

Gast

  • #13
Hier die FS: 1. Es ist eine Eigentumswohnung (die könnte man ja vermieten) 2. Sie ist komplett eingerichtet (es fehlt also an gar nichts, sprich meine Möbel werden sicher nicht hinzukommen) 3. Mh, ich kann nicht sagen, wie ich mich fühle. Irgendwie schwingt aber so ein "ich bin hier mal Gast in eurer gemeinsamen Exbleibe" mit. Das fühlt sich eben nicht gut an. Hab noch nicht geredet mit ihm, werde ich aber müssen. Finanziell attraktiv? Nein. Ich finde, ein gemeinsames Leben sollte auch gemeinsam aufgebaut werden. Dass dies nicht von null geht (siehe Erinnerungen) ist klar, aber wenigstens einen gefühlten Neustart.
 
G

Gast

  • #14
Da liegt sicherlich jeder Fall ein wenig anders. Nach meiner Erfahrung überlassen es die Männer gerne den Frauen, die gemeinsame Wohnung nach deren Empfinden, Geschmack und Stil einzurichten. Das soll nicht heißen, dass es ihnen völlig "gleichgültig" ist, denn meistens hat man ja doch einen sehr ählichen Geschmack und sie sind dann bei der Dekoration eher toleranter und lassen die Frauen "machen", wenn deren Herz daran hängt. So war es zumindest in meiner Ehe und so ist es bei allen Freundinnen und Verwandten, aber es mag durchaus auch andere Varianten geben.

Als ich meinen jetzigen Lebensgefährten hier kennen lernte, waren wir von Anfang an mehr bei mir als bei ihm zu Hause. Das lag einfach daran, dass ich ein sehr geräumiges Haus habe, während er sich nach seiner Scheidung eine 60 qm große Wohnung gemietet hat. Ausserdem sagt mein Liebster auch jetzt noch, dass er noch nie ein Haus so geschmack- und stilvoll wie meines eingerichtet gesehen hat und er bewundert mich für mein "sicheres Händchen", was diese Dinge betrifft.

An anderer Stelle habe ich schon geschrieben, dass wir uns gemeinsam neue Matratzen und neues Bettzeug gekauft haben (Einbauschränke und Bett sind geblieben) und zusammen einige neue Möbel für den Wohnbereich ausgesucht haben bzw. haben anfertigen lassen. Die Deko hierfür, die er so toll und stimmig findet, war dann wieder mein Werk.

Schon als ich Single war, habe ich mir eine neue Küche für sündhaft viel Geld anfertigen lassen und auch das Gästezimmer neu gestaltet, so dass von dem Möbeln, die ich mit meinem Ex-Mann bewohnt habe, ohnehin nur noch die Vitrine im Essbereich, der Esstisch und die dazu gehörigen Sessel und Teppiche aus seiner Zeit erhalten geblieben sind und selbst die waren erst 3 Monate alt, als wir uns trennten.

Ansonsten muss jeder schauen, ob er finanziell überhaupt in der Lage ist, neue Möbel zu kaufen, Eigentum zu verkaufen und neues zu erwerben. Ich war -ehrlich gestanden- nicht bereit, mein Haus, das ich mit viel Liebe und Engagement eingerichtet (und auch seinerzeit geplant habe) aufzugeben. Und somit war klar, dass mein neuer Partner bei mir eingezogen ist. Und er fühlt sich hier "angekommen" und sehr wohl, wie er mir immer wieder bestätigt.

Und ich denke, das ist die Hauptsache!
 
  • #15
@#12: Warum sollte er teuer eine Wohnung mieten, wenn er doch in seiner Eigentumswohnung günstig wohnen kann? Wenn sie einmal vermietet war, will man da meist auch selbst nicht mehr einziehen und viele wollen sich die Mühe und die Risiken des Vermietens auch nicht machen.

Ganz ehrlich: Ich empfinde es als schrecklich gefühlskalt, einfach zu sagen "könnte er vermieten". Eigentum wächst einen ans Herz. Er fühlt sich wohl dort, die Wohnung gehört ihm und zu ihm. Du kannst doch nicht allen Ernstes verlangen, dass er die einfach so aufgibt und Geld verschwendet für eine Mietwohnung? Also das ist schon ein starkes Stück.

"Gemeinsames Leben gemeinsam aufbauen" klingt gut, aber baue bitte LEBEN auf, also gemeinsame Unternehmungen, Ziele, Tätigkeiten und projiziere nicht so verkrampft die Ex in eine neutrale Wohnung, die nichts dafür kann.

Hast Du eigentlich auch Deinen PKW verkauft, in dem Dein Ex gesessen hat? ;-)
 
G

Gast

  • #16
Als Übergangslösung würde ich es akzeptieren,aber wenn man ca nach 2 Jahren feststellt für immer,davon geht man ja aus zusammen bleiben möchte,würde für mich nur ein Neuanfang in Frage kommen.Mein Partner ist da der gleichen Meinung und da bin ich sehr froh.
Mein Partner hat sein Haus,was er ja für seine Familie gebaut hat,die es so nicht mehr gibt verkauft und wir haben uns zusammen ein neues Haus gebaut.In diesem Haus haben wir uns gemeinsam eingebracht und so plant man eine gemeinsame Zukunft,ohne Kompromisse.

LG
 
G

Gast

  • #17
Als ich mich von meiner Frau getrennt habe ist meine neue Freundin etwa 6 Monate danach zu mir in mein Haus eingezogen. Sie fühlte sich von Anfang an nicht wohl, da half auch kein renovieren. Letztendlich suchte ich einen Käufer, welchen ich auch fand und kam relativ glimpflich aus der Finanzsituation raus. Wir haben dann eine 3 Zimmer Mietwohnung zusammen bezogen. 2 Monate danach haben wir uns getrennt. Der Grund war, dass die Gefühle ihrerseits nicht mehr da waren. Sie hätte dies bereits im alten Haus bemerkt, hat es aber auf das Haus geschoben. Jetzt such ich wieder eine Wohnung, diesmal für mich alleine.

Was ich damit sagen will ist, dass man sich darüber im klaren sein sollte was man will und bestimmte Sachen nicht an materiellen Werten festmachen soll.

Danke für die Aufmerksamkeit...
 
G

Gast

  • #18
#15 So sehe ich das auch. #14 ok. dieses Argument hatte ich nicht bedacht, da könntest Du Recht haben, dass, wenn man diese erstmal vermietet hat, man selbst nicht mehr einziehen möchte. Gefühlskalt - wenn es um eine Wohnung geht ... hoppla ... Eigentum wächst einen ans Herz ... EBEN ... und damit auch Emotionen, die verbinden. Wobei mir der Partner meiner Meinung nach mehr ans Herz wachsen sollte. Es ist keine neutrale Wohnung, sondern die, in der er mit der Ex lebte. Da brauch ich gar nicht viel zu projizieren. LEBEN heisst für mich eben auch ALLTAG ERLEBEN und nicht FLÜCHTEN in gemeinsame Unternehmungen.
 
G

Gast

  • #19
Also bitte, man kann doch nicht im Ernst erwarten, dass jemand seine Eigentumswohnung aufgibt, nur, weil er jetzt eine neue Beziehung hat. Was ist, wenn die Beziehung in einem halben Jahr vorbei ist?

Ein Umzug ist immer mit ganz erheblichen Kosten und sehr viel Zeit und Mühe verbunden. Wenn man allein schon daran denkt, wie viel Zeit und Mühe es macht, alles, was man in einer Wohnung so hat, in Kisten zu verpacken!! Das dauert in der Regel Tage. Eine neue Wohnung erfordert meist auch einige neue Möbelstücke, eine komplett neue Küche u.ä.

Wenn es sich aber - wie hier - sogar um eine Eigentumswohnung handelt, dann sind die finanziellen Verluste mitunter enorm! Man bekommt nicht unbedingt den Kaufpreis wieder rein, die bisherige Art der Finanzierung muss abgebrochen bzw. umgestellt werden... Ich verweise diesbzgl. auf das, was Kalle in # 2 geschrieben hat. Es hat doch kaum jemand so viel Geld um es so dermaßen unnütz zu verplempern. Wenn das jemand von mir verlangen würde, würde ich an der Ernsthaftigkeit und Tiefe seiner Gefühle verdammt zweifeln. Mal abgesehen davon, dass man eine Eigentumswohnung meist unter der Prämisse aussucht, dort für sehr lange Zeit, vielleicht sogar für den Rest des Lebens zu bleiben. Die Größe, der Schnitt der Wohnung, die Lage und und und. Das alles muss zum eigenen Leben passen. Eine Eigentumswohnung wächst einem in der Regel außerdem sehr viel mehr ans Herz als eine Mietwohnung. Ob eine neue Wohung all das erfüllen kann, was man in der alten gefunden hatte, bleibt fraglich. Und zudem kommt die Frage, was all das kostet. Das Geld, das man bei einer solchen Aktion in den Kamin bläst, könnte man jedoch sehr gut in ein neues Leben stecken, wenn die Zeit dafür reif ist.

Aber abgesehen davon: Schmeißt Du auch Unterwäsche weg, die Du in einer vorigen Beziehung anhattest, weg? Was ist mit Deiner übrigen Kleidung? Die hast Du doch auch angehabt als Du in einer früheren Beziehung gelebt hast. Was ist mit Geschirr und Besteck, das man bei gemeinsamen Mahlzeiten benutzte? Mit dem Auto, in dem der Ex mitgefahren ist? Was ist mit Bildern, Deko, Teppichen und und und? Es gibt ja Leute, die darauf bestehen, dass ein neues Bett angeschafft wird im Rahmen einer neuen Beziehung. Darüber kann man eventuell reden wenn man sich das finanziell leisten kann. So etwas halte ich aber persönlich für total überdreht und überempfindlich. Jeder von uns hat ein Vorleben, das muss man dem anderen nicht in allen Formen und Farben ständig ausmalen aber es muss auch nicht totgeschwiegen werden.

Es reicht vollkommen, wenn Fotos, Erinnerungsstücke usw. von der Ex und der vergangenen Beziehung nicht mehr in der Wohnung rumstehen und wenn man als Nachfolgerin nicht überall die Handschrift der Ex sieht, sondern die Wohnung so aussieht wie es eben für diesen Mann typisch ist.

Im übrigen schließe ich mich Frederika an. Ein gemeinsames Leben aufzubauen, orientiert sich doch hoffentlich an weitaus mehr und anderen Dingen. Es geht darum, ein echtes Paar zu sein bzw. zu werden, gemeinsame Wünsche und Träume zu haben und an deren Realisierung zu arbeiten. Das sind abstraktere und höherwertige Dinge als sich an einer Wohnung zu reiben.
 
  • #20
Ich begreife diese ganz Diskussion mal wieder nicht...

Ich meine, ein Haus, eine Wohnung kann doch jeder individuell gestalten - gemeinsam mit dem Partner. Da kann jede(r) seinen eigenen Stil entwicklen.

Es ist doch absurd, Alles und auch jedes Möbelstück etc. zu 'entsorgen'. Bestimmte Gebrauchsgegenstände, die kann man natürlich austauschen, wenn man es sich leisten kann.

Allerdings kann ich diese Empfindlichkeiten gegenüber Wohnung, Haus, Möbeln (außer Bett) nicht wirklich nachvollziehen: Den Mann (oder die Frau), bei dem euch das alles stört, ist doch in erster Linie das, was ihr mit dem/der Vorgänger(in) gemeinsam habt...!!

Der Mann oder die Frau habt ihr doch auch genommen, wie er/sie ist! Die sind doch auch 'gebraucht'... Wie erneuert ihr den/die denn...?? Wo sind denn da die Befindlichkeiten?
 
  • #21
wennb man sich in der Wohnung des neuen Partners nicht wohl fühlt, dann hat das nichts mit der Wohnung zu tun und das dort ein Ex mit dem Partner gewohnt hat, sondern weil man sich scheinbar der Gefühle des Partners nicht sicher ist und das wird sich auch in einer gemeinsamen neuen Wohnung nicht ändern.
Die Meinung man müsse beim Eingehen einer neuen Beziehung in eine neue Wohnung ziehen finde ich absurd. Und auch wenn die Wohnung voll eingerichtet ist, wenn man 2 Haushalte zusammenführt, dann ist die Einrichtung der Wohnung ja natürlich auch eine Mischung der 2 Haushalte. Der eine bringt die Sitzecke ein, der andere den Esstisch. Also ich verstehe deine Argumente nicht. Ich würde alleidrings nie in die Wohnung eines Partners ziehen, wenn es nicht auch eine Mischung der Möbel geben würde. Denn dann ist die Wohnung nicht mehr die des Es sondern eine neue gemeinsame
 
  • #22
die mischung der möbel, stell ich ich mir grausig vor.
da prallen 2 stile aufeinander und nachher passt nichts mehr zusammen.
ich würde dann lieber gemeinsam neu einrichten - so nach und nach.

im grunde genommen ist es doch eh so, das man nach dem zusammenziehen, die wohnung auf die gemeinsamwen bedürfnisse abgestimmt wird. damit wird es dann automatisch zur "gemeinsamen" wohnung
 
G

Gast

  • #23
Ist schon komisch, dass man im Gegenzug "verlangt", sie solle alles aufgeben.
 
G

Gast

  • #24
Also ich gehöre zu den nicht so empfindlichen und schlafe in jedem Bett, wie im Urlaub im Hotelbett schließlich ja auch (und ich möchte wirklich nicht wissen, was sich dort bereits alles abgespielt hat). Wenn wir zusammenwerfen sind Ihre Möbel auch meine Möbel und umgekehrt, sicherlich findet man da einen Kompromiss für die doppelt vorhandenen Sachen wenn man sich wirklich liebt und etwas Gemeinsames aufbauen will. In einer Beziehung war ich sogar froh, dass der Ex nicht alles mitnehmen konnte, so kam ich neben der neuen Partnerin auch noch in den Genuss sein Werkzeug und sein Rennrad benutzen zu können. Das Schlafzimmer war übrigens so hochwertig und neu, dass ich es auf keinen Fall übers Herz gebracht hätte es wegzugeben.

Also, mehr Gefühle füreinander als Resentiments gegen den oder die Ex.

Insofern halte ich es wie Frederika in #14.
 
G

Gast

  • #25
Liebe FS,
wie fühlst Du Dich mit ihm auf neutralem Gebiet?
Mietet doch mal einen Ferienwohnung für mindestens 2 Wochen. Liegt es an der Wohnung oder fühlst Du Dich mit Ihm nicht wohl?

Nach Meinung des Forums soll also die FS ihr Bett, ihre Küche, ihre gesamten Möbel verkaufen oder wegschmeissen und die Sachen seiner Ex benutzen?
Das käme mir ziemlich ungereicht vor.
Sie soll ihr Leben aufgeben, weil er mit einer anderen eine Eigentumswohnung bezogen hat?
Vielleicht hat die andere Frau die Wohnung ausgewählt und er hat es eben akzeptiert und sich nun daran gewöhnt?

Die FS hat an ihre Dinge auch eine emotionale Bindung, wieso soll sie es aufgeben?.
Abgesehen davon kann man auch an einer Mietwohnung hängen, wenn man sie sich kuschelig gemacht hat und wenn sie die perfekte Wohnung für einen ist.

Vielleicht fühlt sie sich aber vom Schnitt der Wohnung, von der Lage oder der Grösse des Balkons oder der Aussicht nicht wohl? Vielleicht wohnte sie 10 Jahre im luftigen Altbau, seine Wohnung ist ein düsterer 60er-Jahre-Bunker?
Nur weil sie ihm gehört muss es doch keine Traumwohnung sein. Vielleicht konnte er sich nicht etwas schönes leisten?
Wenn er sie perfekt findet, muss sie sie nicht auch perfekt finden.

Mein Vorschlag als Kompromiss:
Die Wohnung ist von ihm, fürs Innenleben darf sie sich austoben und aussuchen, was von ihm und was von ihr reingestellt wird.

Hauptsache, beide fühlen sich dann wohl.
 
  • #26
Aha, Also doch eine Eigentumswohnung.

Vorrausgesetzt sie ist wirklich schön und gut gibts ausser Deinem komischen Gefühl nun wirklich keinen Grund die zu verkaufen und mal eben so einen fünfstelligen Betrag aus dem Fenster zu werfen- und das kostet das. Wenn ich die Kohle hätte würd ich mich lieber Neu einrichten und dann meinen Alltag dort leben.

Vermieten? Niemals, auch das bedeutet Kosten, dazu noch weiss man nie was für Mieter man bekommt und wenn Dann du, liebe FS nach einem jahr zu dem Schluss kommen solltest dass es doch am Mann und nicht an der Wohnung lag ist das Desaster komplett.

Und genau das vermute ich, Du witterst sogar in der Wohnung die Ex als konkurrentin.

Ich hab ihr damals alles mitgegeben was von Ihr war und was Sie gekauft oder ausgesucht hatte, alles was bliebt war eh meines, mein Geschmack. Die Butze hat Heute nix mehr von der Ex- ist ne ziemliche Kerlbude geworden und falls meine Liebste zu mir kommen sollte darf Sie sich hier einrichtungsmässig austoben. Und es wird, egal wo ein mix aus beiden sein- Sie hat da ein paar wirlich tolle Stücke. und lieber MadMax- es muss eine Mischung aus beiden sein.

Also liebe FS, gehe in Dich und werd Dir darüber klar ob Du wirklich zusammenziehen willst. Wenn isses doch einfach, Seine Wohnung, Deine Möbel und Deko und schon ist es auch Dein zuhause.
 
G

Gast

  • #27
#24 Danke! Auf neutralem Gebiet fühle ich mich mit ihm sehr wohl, schöner könnte es nicht sein. Den Tipp mit der Ferienwohnung hatte ich auch schon im Hinterköpfchen. Es ist eben so wie mit anderen Dingen auch. Wenn ich mit einem Ex-Partner jahrelang ein Lokal besuche und mit ihm dort schöne innige Stunden der Zweisamkeit verbringe, ist diese Lokalität eben "besetzt". Ich würde mich hüten, mit einem neuen Partner die gleichen Etablissements aufzusuchen. Neue Partnerschaft bedeutet eben für mich auch, neue EIGENE Orte, Wege und Plätze zu finden, die noch nicht "besetzt" sind. So denke ich jedenfalls. Und! Es geht mir jetzt auch nicht um Möbel oder Sachen, sondern um die "Be-haus-ung".
 
  • #28
@#25
kalle, wenn man beide wohnstile mixed, dann sollte ein neuer stil dabei herauskommen, oder ein vorhandener stil - sei es ihrer oder seiner - wird perfektioniert.
aber aus 2 haushalten einen zu machen, in dem nachher nichts mehr zueinander passt, stelle ich mir grausam vor!
so eine art gelsenkirchner barock:)

oft ist es doch so, dass von den sachen, die doppelt vorhanden sind, man sich für das bessere teil entscheiden kann-qualitativ oder vom stil her passend.

bei mir ist es jetzt so, dass nach auszug meiner ex, ich mich komplett neu eingerichtet habe. alles passt zu einander.
allerdingst ist das ganze auf eine person ausgerichtet.

würde jetzt eine neue frau einziehen, würde sich die einrichtung automatisch verändern, da sie zweierkompatibel gemacht werden muss.
damit löst sich das problem doch von selbst.
man guckt, was an mobiliar beiderseits zu verwenden ist, anderenfalls wird zugekauft und überflüssige möbel werden entsorgt.

sollte einer der partner probleme damit haben...die beziehung könnte ja in die hose gehen und man muss dann wieder alles neu kaufen...kann man möbel auch einlagern.

irgendwann kann man auch die wohnung/haus zur disposition stellen und sich etwas suchen, was beiden gefällt.
aber von vornhinein alles über den haufen zu werfen und etwas neues gemeinsam zu suchen, muss nicht sein.
 
G

Gast

  • #29
MadMax, 'tschuldigung, aber das ist doch Blödsinn, dass beim Zusammenmixen nichts Vernünftiges rauskommt. Antiquitäten gemischt mit ganz modernen Möbeln sieht doch genial aus!

Beide überlegen, was unbedingt behalten werden soll, der Rest kommt weg. Und einige Dinge kann man sich ja gemeinsam neu kaufen.

Ein ganzes Haus zu verkaufen, so wie's oben einer beschrieben hat, würde ich nie tun. Ich würde zusammen in das wertigere Haus ziehen und das andere vermieten.
 
  • #30
es ist doch quatsch das ein Durcheinnder raus kommt, wenn man 2 Wohnungseinrichtungen mischt. Man würde ja nie eine Sitzgarnietur und die Esstischstühle mischen, aber vielleicht ein eine sinnvolle gute Mischung.
Und ehrlich gesagt gehe ich in die gleichen Resturants wie mit Beziehung. Scheinbar hat eher die FS ihre alte Bindung noch nicht ganz überwunden. Ich hoffe, ich treffe nie auf einen Mann, der so unflexibel ist wie die FS und ich somit ohne Zwang meine Wohnung verkaufen muss um die Beziehung zu halten nur weil irgendwann in der Wohnung auch mal mein Exmann darin gewohnt hat.
Natürlich gibt es viele Argumente für die gemeinsame Wohnung, aber hier geht es ja nicht um das ARgument, die andere Wohnung ist schöner, näher an der Stadt oder sonst was, sondern nur daran, dass die Ex dort gewohnt hat.