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  • #1

Innere Weigerung sich interessant zu fühlen, wie überwinden?

Hallo,

ich sitze derzeit nicht an einem PC, wo ich flüssig schreiben kann. Daher fasse ich mich etwas kürzer.
Ich bin eine Frau Mitte 40 , die mit seelisch mich eher schwächenden Eltern und auch ebensolchem Großelternkontakt aufgewachsen ist.
Und um es vorweg zu nehmen, ja mir mangelt es an s - werten.
Mein Lebenseindruck ist, dass ich auf keinen Menschen interessant wirke. Im speziellen nicht auf Männer. Ich habe noch keine "richtige " Beziehung" erlebt. Ein paar Versuche von 6 Monaten zählen für mich innerlich nicht.
Treffe ich erstmals auf Männer, dann erfahre ich kurzeitige äußerliche Aufmerksamkeit und positive Resonanz, scheine aber kein tiefergehendes Interesse zu wecken. Als existierte ich nicht. Das löst teils Trauer in mir aus und ich ziehe mich zurück. In meinem Leben habe ich mich insgesamt wenig "angeboten", da ich auch die Erfahrung machte, nicht jedermanns Typ zu sein. Bekannte und Freunde sagen mir, ich würde doch irgendwie anders sein und auch anders aussehen, aber teils hübsch in einer Art.
Heute ist mir etwas bewusst geworden, dass ich eine starke innere Weigerung fühle und lebe, mich innerlich + äußerlich interessant zu fühlen, zu geben, mich wertzuschätzen, in d Maße, dass ich es auch ausstrahle. Therapeutisch habe ich habe ich einiges abgearbeitet, kann allerdings diesen Schutzmechanismus, der dahintersteckt, nicht durchbrechen. Bleibe ich langweilig und unanziehend, uninteressant, laufe ich nicht Gefahr, in einer Beziehung gekränkt zu werden. Mir war klar, dass ich mich innerlich flüchte, aber diese innere Weigerung, mich interessant zu fühlen, um dann traurig über das Desinteresse anderer an mir zu sein, merke ich einfach jetzt sehr stark.
Hat jemand damit Erfahrung und kann mir vielleicht Hinweise geben, wie ich diese innere Weigerung überwinden könnte? Die Gründe für mein Verhalten und Fühlen sind mir klar.
 
  • #2
Gibt es grundsätzlich irgendetwas, das DU besonders interessant findest? Irgendein Hobby für das du brennst. Irgendeine Leidenschaft?
 
  • #3
Beschäftige dich mif den sogenannten "S" Werten, ganz besonders mit dem Thema: Selbsliebe, da sehe ich das größte Defizit bei dir! Selbstliebe ist das wichtigste Fundament für eine gelingende Partnerschaft! Jede Beziehung zu anderen beginnt und spiegelt immer mit der Beziehung zu sich selbst. Man hat es also selbst in der Hand, wie es mit der Qualität in den zwischenmenschlichen Beziehungen läuft. Der Beginn liegt also bei einem SELBST! Alles andere folgt danach, es lohnt sich also, bei sich zu beginnen, sie ist die beste Investition, die ich kenne!
 
  • #4
Mein Lebenseindruck ist, dass ich auf keinen Menschen interessant wirke. ...
Was für ein Feedback bekommst du, welches zu dieser Schlussfolgerung führt?
In welcher Form drückt sich das aus?
Heute ist mir etwas bewusst geworden, dass ich eine starke innere Weigerung fühle und lebe, mich innerlich + äußerlich interessant zu fühlen, zu geben, mich wertzuschätzen
Ist sicher, dass deine Selbstwahrnehmung der Wahrnehmung deiner Person durch andere Menschen entspricht?
Therapeutisch habe ich habe ich einiges abgearbeitet
Was hat sich aus der Therapie bezüglich deiner Aussenwirkung ergeben?
Hat jemand damit Erfahrung und kann mir vielleicht Hinweise geben, wie ich diese innere Weigerung überwinden könnte?
Bist du dir sicher, dass du diese innere Weigerung überhaupt überwinden willst?
Die Gründe für mein Verhalten und Fühlen sind mir klar.
Tja wir können jetzt mutmaßen was dich motiviert und der @INSPIRATIONMASTER wird dir seine Standards anbieten.

Mir fällt als einziger Ansatz ein, jetzt sofort und so oft wie möglich unter Menschen gehen und Kontakt suchen. Auch mit mimisch und mit den Augen. Also Barrieren die das behindern meiden.

Als Ziel einfach Feedback ernten und lernen es unbewertet hinzunehmen. Quasi in Menschen und im Feedback baden.

Wir interpretieren die Blicke und Worte der anderen oft als Bewertung. Das sind sie meistens nicht.
 
  • #5
Hallo Lora,

man kann doch nicht jedermanns Typ sein und soll es auch gar nicht!

Ich denke nicht, dass du wenige S-Werte hast, denn dann würdest du ja sehr lange bei einem Mann bleiben und dich anbiedern, bis dich dir einer erbarmt. Es ist doch nicht schwer, lange Beziehungen zu führen, wenn man einfach nur den Mund hält.
 
  • #6
Hi @Lora_

Bleibe ich langweilig und unanziehend, uninteressant
Wie bleibt man denn langweilig, unanziehend, oder uninteressant? Wie äußert sich das?
Was würdest du tun, um interessanter zu sein, wenn du diesen Selbstschutz überwinden könntest?
um dann traurig über das Desinteresse anderer an mir zu sein
Welche Erfahrungen hast du diesbezüglich gemacht?
Wodurch wurden deine Ängste ausgelöst?
Wurdest du in der Schule gemobbt, hat dich mal jemand sitzen lassen, oder was ist da passiert?
 
  • #7
Ich denke, du musst dich selbst gar nicht interessant finden, sondern einfach authentisch deinen Neigungen und Interessen folgen, dann bist du automatisch für andere interessant.

Das Interesse der anderen kommt dann auch nicht unbedingt aus dem Interesse an deinen Hobbys, sondern einfach aus der Leidenschaft und Faszination, die du selbst für deine Hobbys ausstrahlst.

Ich kannte mal einen Mann, bei dem das gemeinsame Interesse eigentlich nur an einer bestimmten Automarke bestand.

Aber er erzählte so oft von seinen ganzen Hobbys und dies mit einer Begeisterung, DAS hat mir an ihm gefallen, diese Vielseitigkeit und seine Lebensfreude. Diese Hobbys an sich waren Dinge, mit denen ich persönlich gar nichts anfangen kann, unter anderem Fußball.

Er trug sein Herz auf der Zunge und war immer sehr authentisch, ich glaube er machte sich wenig Gedanken darüber, ob er interessant auf andere wirkt.

Aber ich denke, wenn man für sich denkt: ach ich bin sowieso langweilig, mich findet sowieso keiner interessant, strahlt man eben auch genau das aus.

Zu viel Anpassung an den anderen kann auch zu Interesse führen, wenn man nur noch für den anderen lebt und nicht mehr für sich selbst.

Die Lösung liegt meiner Meinung nach nicht darin, krampfhaft zu versuchen, das Gegenteil auszustrahlen, sondern einfach sich nicht so viele Gedanken darüber zu machen, was andere wohl denken könnten.
 
  • #9
Hi,
Das hört sich an, als kreisest du sehr um dich selbst. Interessante Leute kreisen nicht um sich selbst, sondern sind an anderen Dingen oder Menschen interessiert. Für mich macht einen tollen Typen (analog zur Frau) aus, dass er Dinge erzählt und nicht dauernd über sich selbst nachdenkt.
Das Leben nichr so ernst nehmen hilft auch, aber wie man das lernt, kann ich dir nicht sagen. Schaue mehr nach außen, erfreue dich an den kleinen Dingen. Fröhliche Menschen sind für mich automatisch interessanter als Trauerklöße, ich denke das geht anderen auch so. Tu dich mit netten und interessanten Leuten zusammen, da wirst du schon was lernen a.k.a. eine Scheibe abschneiden, ohne zu kopieren.

Auch wenn es unschön klingt, aber wenn man sich einbildet, uninteressant zu sein, erwartet man nur noch, dass die anderen einen sowieso nicht mögen. Du zerfließt förmlich in Selbstmitleid. Wie attraktiv ist das denn?

Leb und hab Spaß! Schalt den Kopf aus, mach Party und genieß die Menschen, die jetzt im Mai aufblühen wie nie. Tiefgründig sein kann man dann immer noch ;)

W u40
 
  • #10
Was für ein Feedback bekommst du, welches zu dieser Schlussfolgerung führt?
Ich bin ein Mensch, der Interesse formuliert, wenn ich jemanden treffe, den ich sympathisch und interessant finde, ein Thema spannend finde, frage nach etc. Ich selber erlebe das umgekehrt nicht so.
Ist sicher, dass deine Selbstwahrnehmung der Wahrnehmung deiner Person durch andere Menschen entspricht?
Wer kann darauf mit ' ja' antworten. ..
Was hat sich aus der Therapie bezüglich deiner Aussenwirkung ergeben?
Dass ich mir Menschen suchen muss, die Interesse an mir haben. Als Frau und als Mensch. Aber ich kann derzeit sagen, es gibt niemanden, der/ dem ich wichtig bin und umgedreht. Vielleicht kann ich auch keine richtige emotionale Nähe mehr aufbauen. Da habe ich auch den Hinweis, rauszugehen und sich zu exponieren erhalten. Ich denke, über diese Frage müsste ich länger nachdenken. Therapiebereiche sind doch reiche Felder....
Bist du dir sicher, dass du diese innere Weigerung überhaupt überwinden willst?
Ja, allein dieses Wort Weigerung hat mich innerlich heute erst gerüttelt. Mein Leidensdruck ist hoch. Von daher stehe ich erst am Anfang.
Tja wir können jetzt mutmaßen was dich motiviert und ..
Wie ich bereits schrieb, die Gründe für den Schutzmechanismus sind / waren von aussen zugefügte Kränkungen. Ich bitte um Verständnis, dass ich ggf. einiges nicht näher ausführe. Auch bin ich normalerweise nicht so zügig mit dem Antworten, da ich Zeit benötige, um darüber nachzudenken, es wirken zu lassen.
Mir fällt als einziger Ansatz ein, jetzt sofort und so oft wie möglich unter Menschen gehen und Kontakt suchen. Auch mit mimisch und mit den Augen. Also Barrieren die das behindern meiden.

Als Ziel einfach Feedback ernten und lernen es unbewertet hinzunehmen. Quasi in Menschen und im Feedback baden.
Danke, in diese Richtung geht es. Ich schätze einprägsame Formulierungen in diesem Falle.
 
  • #11
Hi @Lora_


Wie bleibt man denn langweilig, unanziehend, oder uninteressant? Wie äußert sich das?
Es fängt bei mir wahrscheinlich schon mit der Haltung, dem Gang, dem Sprechen an. Unauffällig sein, im Hintergrund. Nicht auf interessante und lebendige Weise von sich selst sprechen können. Sich selbst also schlecht 'verkaufen können. Mir fehlt einfach komplett das Grundgefühl, dass ich liebenswert und gewollt sein könnte.


Was würdest du tun, um interessanter zu sein, wenn du diesen Selbstschutz überwinden könntest?
Es geht mir hier um meine innere Einstellung.. .
Ich könnte dann meiner durchaus vorhandenen Lebendigkeit im Leben ohne Angst Raum im Leben geben...
Welche Erfahrungen hast du diesbezüglich gemacht?
Wodurch wurden deine Ängste ausgelöst?
Wurdest du in der Schule gemobbt, hat dich mal jemand sitzen lassen, oder was ist da passiert?
Auslöser ist bei mir eine seelisch schwächende Familienstruktur, ein für mich ungesundes System .
 
  • #12
Hi,
Das hört sich an, als kreisest du sehr um dich selbst. Interessante Leute kreisen nicht um sich selbst, sondern sind an anderen Dingen oder Menschen interessiert. Für mich macht einen tollen Typen (analog zur Frau) aus, dass er Dinge erzählt und nicht dauernd über sich selbst nachdenkt.
Danke, sicher gut gemeint, aber da liegt der Unterschied zu einer belasteten Vergangenheit, die bis in die Gegenwart wirkt , leider, die man nicht wegzaubern kann und wenn sie einen wieder einholt, man bestmöglich versucht damit umzugehen und zu leben. Das hat dann wenig mit dem um sich Selbstkreisen zu tun.
Das Leben nichr so ernst nehmen hilft auch, aber wie man das lernt, kann ich dir nicht sagen. Schaue mehr nach außen, erfreue dich an den kleinen Dingen. Fröhliche Menschen sind für mich automatisch interessanter als Trauerklöße, ich denke das geht anderen auch so. Tu dich mit netten und interessanten Leuten zusammen, da wirst du schon was lernen a.k.a. eine Scheibe abschneiden, ohne zu kopieren.

Auch wenn es unschön klingt, aber wenn man sich einbildet, uninteressant zu sein, erwartet man nur noch, dass die anderen einen sowieso nicht mögen. Du zerfließt förmlich in Selbstmitleid. Wie attraktiv ist das denn?

Leb und hab Spaß! Schalt den Kopf aus, mach Party und genieß die Menschen, die jetzt im Mai aufblühen wie nie. Tiefgründig sein kann man dann immer noch ;)

W u40
 
  • #13
Liebe FS,

ich kann Deine Gedankengänge durchaus nachvollziehen.

Ich habe mich auch viele Jahre gefragt, was mit mir nicht stimmt, habe krampfhaft Anschluss an eine Welt gesucht, in der es für mich irgendwie keinen passenden Ort zu geben schien.
Ich habe in 12 verschiedenen Städten gelebt und bin von Ort zu Ort gezogen.

Nachdem ich mich die letzten fast 10 Jahre sehr intensiv mit mir und meinem Leben befasst habe, bin ich dahinter gekommen, dass ich im Grunde genommen ein sehr, sehr introvertierter Mensch bin, der am liebsten alleine ist und seine eigenen Wege geht.

Ich bin im Umgang mit anderen unfassbar schnell erschöpft und brauche danach immer viel Stille und Ruhe. Dagegen habe ich Jahrzente mit aller Gewalt angelebt.

Dieses Wissen hat mich letztlich befreit und mir die Chance gegeben, mich von vermeintlichen äusseren Zwängen und gesellschaftlichem 'das macht man halt so' zu befreien.

Zu begreifen, was meine wirklichen Bedürfnisse und Beweggründe sind und wie ich wirklich ticke, hat mein Leben nicht nur entspannter gemacht, sondern auch ins Gleichgewicht und DEUTLICH zufriedener.

Möglicherweise versuchst du einem Bild zu entsprechen, dass mit dir und deinem Inneren im Grunde genommen nicht wirklich etwas zu tun hat.

Ich hatte auch immer die Vorstellung, dass ich gerne eine langjährige Beziehung/Ehe haben möchte, beliebt und aufregend sein wollte, etc...

Aber es sollte nicht so sein und ich bin regelmässig an mir und der Realität gescheitert.

Ich brauche dafür einfach zu viel Freiraum, Ruhe und Stille.

Ich habe das lange nicht verstanden und sehr unter mir selbst gelitten, weil ich diesem aufgepfropften Fantasie-Ich so überhaupt nicht entsprechen wollte.

Ich wirke heute vermutlich auf die meisten Menschen auch furchtbar langweilig, in mich gekehrt und wenig aufregend.

Ich habe jedoch sehr viele Interessen, kann mich Tage- und Wochenlang einem Thema widmen, befasse mich mit Themen, die weit, weit über alle Denkmuster und Ideologieboxen hinausgehen, kann mit Begeisterung einem Käfer im Wald nachkrabbeln und rette Wespen, Regenwürmer und Bienen von Gehwegen, damit sie nicht zertrampelt werden.

Für die meisten wohl nicht sehr aufregend, aber so bin ICH nun mal.

Wenn ich heute zurückblicke, dann sehe ich ein künstlich aufgekratzten Menschen, der hochgeradig bedürftig war und die Schlüssel zu seinem Glück in den Taschen anderer suchte.

Heute wäre nur ein Partner für mich interessant, mit dem ich mich im Zusammensein genau so wohl fühle, wie wenn ich alleine bin.

Horche doch mal in dich hinnein.

Ist es WIRKLICH so schlimm, wie du es darstellst, oder bist du im Grunde genommen auch jemand, der sich an der Spiegelung im Aussen verausgabt, weil er glaubt, einem Bild entsprechen zu müssen, oder dass bestimmte Dinge so oder so sein müssen, dies alles mit dir und deinem Wesen aber eigentlich nicht viel zu tun hat.

Viel Glück 😊
 
  • #14
Ich bin ein Mensch, der Interesse formuliert, wenn ich jemanden treffe, den ich sympathisch und interessant finde, ein Thema spannend finde, frage nach etc. Ich selber erlebe das umgekehrt nicht so.
Vielleicht ist es nur ein unglücklich gewähltes Wort, aber wie kann ich Interesse formulieren? Ich kann es nur zeigen. Ist diese Wortwahl beruflich bedingt?

Ich denke, ich bin jemand der tiefes Interesse in verschiedenen Bereichen hat. Meinem Hobbyinteresse z.b. kann ich auch beruflich nachgehen.
Bist Du in manchen von diesen Bereichen auch kreativ oder reine Konsumentin?

ErwinM, 53
 
  • #15
Ich bin im Umgang mit anderen unfassbar schnell erschöpft und brauche danach immer viel Stille und Ruhe. Dagegen habe ich Jahrzente mit aller Gewalt angelebt.
FS, das wäre mal zu klären, wie stark Deine Intro- oder Extraversion ausgeprägt sind.
Zur kurzen Erläuterung:
- Extrovertierte beziehen ihre innere Energie aus dem Zusammensein mit Menschen.
- Introvertierte beziehen ihre innere Energie aus dem Alleine mit sich selber sein.

kann mit Begeisterung einem Käfer im Wald nachkrabbeln und rette Wespen, Regenwürmer und Bienen von Gehwegen, damit sie nicht zertrampelt werden.
Für die meisten wohl nicht sehr aufregend, aber so bin ICH nun mal.
Wo kann ich Dich finden?

ErwinM, 53
 
  • #16
Hallo,
ich denke, ich bin jemand der tiefes Interesse in verschiedene Bereiche hat. Meinem Hobbyinteresse z.b. kann ich auch beruflich nachgehen.

Wenn es da mehrere Bereiche gibt, dann kannst Du schon nicht mehr uninteressant sein. Interessen wären ein gutes Feld (sicheres) für grundsätzlichen Austausch, Kennenlernen.

Bewege Dich in diesen Feldern, wo Du sicher fühlst.

Kleide Dich, so, wie Du Dir gefällst.

Klein anfangen und einfach viele kleine positive Dinge mitnehmen. Beim Einkaufen einfach mal ein Kind anlächeln, Gelegenheit für "Zweisatz-Unterhaltungen" wahrnehmen ("Darf ich (bei irgendeiner Kleinigkeit behilflich sein)?" - "och, das ist aber nett von ihnen". Helfen aktiviert das Belohnungssystem.

Allem voran würde ich den Kontakt zur Familie stark einschränken.
 
  • #17
Dann lebe doch einfach in Ruhe weiter..

Wer redet Dir denn ein, eine sogenannte "Partnerschaft" führen zu müssen?
 
  • #18
FS, das wäre mal zu klären, wie stark Deine Intro- oder Extraversion ausgeprägt sind.
Zur kurzen Erläuterung:
- Extrovertierte beziehen ihre innere Energie aus dem Zusammensein mit Menschen.
- Introvertierte beziehen ihre innere Energie aus dem Alleine mit sich selber sein.


Wo kann ich Dich finden?
Als ich @Avida Beschreibung las, musste ich sofort an dich denken 🙂.

Und ich kann total nachvollziehen, wie es euch geht. Früher, als ich noch ganz viel um die Ohren hatte, bin ich manchmal einfach für 2-3 h im Wald verschwunden mit den Hunden. Irgendwo unter einen Baum gesetzt, erstmal Luft geholt und den Blättern beim "Wedeln" zugesehen. Und auch heute brauche ich ab und ab wieder die Erdung, ganz alleine und ganz viel "Landschaft" ohne Menschen. Früher dachte ich, typisch Dorfkind, hat damit wohl aber weniger zu tun.

Im Übrigen, die Trappen balzen gerade, haben sie sogar gesehen dieses Mal. Könnte für dich bestimmt auch interessant sein, aber wahrscheinlich weißt du das sowieso 🙂.

 
Zuletzt bearbeitet:
  • #19
Hallo,

ich sitze derzeit nicht an einem PC, wo ich flüssig schreiben kann. Daher fasse ich mich etwas kürzer.
Ich bin eine Frau Mitte 40 , die mit seelisch mich eher schwächenden Eltern und auch ebensolchem Großelternkontakt aufgewachsen ist.
Und um es vorweg zu nehmen, ja mir mangelt es an s - werten.
Mein Lebenseindruck ist, dass ich auf keinen Menschen interessant wirke. Im speziellen nicht auf Männer. Ich habe noch keine "richtige " Beziehung" erlebt. Ein paar Versuche von 6 Monaten zählen für mich innerlich nicht.
Haben sich denn diese 6-Monatsmänner mal irgendwie dazu geäußert? Hast du es dann beendet oder sie? Was sagten sie denn über dich?
Treffe ich erstmals auf Männer, dann erfahre ich kurzeitige äußerliche Aufmerksamkeit und positive Resonanz, scheine aber kein tiefergehendes Interesse zu wecken. Als existierte ich nicht.
Klar sollst du deine positive Grundeinstellung zu dir aus dir selbst haben, aber trotzdem wären die Gedanken dieser Männer zu dir interessant.
Das löst teils Trauer in mir aus und ich ziehe mich zurück. In meinem Leben habe ich mich insgesamt wenig "angeboten", da ich auch die Erfahrung machte, nicht jedermanns Typ zu sein.
Du kennst doch sicher den Spruch "Everybodys Darling ...". Niemand ist jedermanns Typ und ich glaube auch nicht, dass du das möchtest. So etwas entwickelt sich im Laufe des Lebens, diese Einsicht, dass einen nicht jeder mögen muss.
Bekannte und Freunde sagen mir, ich würde doch irgendwie anders sein und auch anders aussehen, aber teils hübsch in einer Art.
Heute ist mir etwas bewusst geworden, dass ich eine starke innere Weigerung fühle und lebe, mich innerlich + äußerlich interessant zu fühlen, zu geben, mich wertzuschätzen, in d Maße, dass ich es auch ausstrahle. Therapeutisch habe ich habe ich einiges abgearbeitet, kann allerdings diesen Schutzmechanismus, der dahintersteckt, nicht durchbrechen. Bleibe ich langweilig und unanziehend, uninteressant, laufe ich nicht Gefahr, in einer Beziehung gekränkt zu werden.
Da scheint wohl der Grund zu liegen, die Angst verletzt zu werden. Andere brechen deshalb Beziehungen ab, bevor es der andere tun kann usw. Da gibt's viele Spielarten und deine könnte eine davon sein. Rein theoretisch gehören Liebeskummer oder Verlassenwerden dazu, aber wenn du sowieso schon so verletzlich bist, ist das verständlicherweise noch schwerer auszuhalten.

Mir hat mal in einer längeren miesen Phase geholfen aufzuschreiben, was an mir positiv ist bezüglich verschiedener Rollen (Tochter, Mutter, Partnerin, Freundin, Kollegin, etc.). Ist nicht auf meinem Mist gewachsen, kam von der Therapeutin. War echt ein schwieriges Unterfangen, aber zumindest für mich ziemlich hilfreich.
 
  • #20
Das löst teils Trauer in mir aus und ich ziehe mich zurück. In meinem Leben habe ich mich insgesamt wenig "angeboten", da ich auch die Erfahrung machte, nicht jedermanns Typ zu sein.
Du könntest verinnerlichen, dass du nicht abhängig davon bist, wie andere Leute dich sehen.

Du hast deine eigene Persönlichkeit.

Ich nehme an, du kommst mit Menschen im Allgemeinen aus?
Man begegnet dir freundlich, lediglich beziehungstechnisch entwickelt sich nichts.

Heute ist mir etwas bewusst geworden, dass ich eine starke innere Weigerung fühle und lebe, mich innerlich + äußerlich interessant zu fühlen, zu geben, mich wertzuschätzen, in d Maße, dass ich es auch ausstrahle
Es könnte ein Wendepunkt sein.
Hin zu: Es ist nicht mehr wichtig, denn irgendwie will und kann ich das Beziehungs-Gedöns nicht.

Wenn es ein Wendepunkt ist, dann wirst du dich bald frei und ungezwungen fühlen. Du wirst andere Prioritäten setzen. Du kannst Dinge tun, für die du sonst gar nicht so viel zeit hättest. Freiheit ist ein hohes Gut.
 
  • #21
Beschäftige dich mif den sogenannten "S" Werten, ganz besonders mit dem Thema: Selbsliebe,
Hier wird ja explizit gefragt, wie man den Einstieg schafft, wenn man eben kein Kind mehr ist und spielerisch Selbstliebe, aber auch Selbstvertrauen lernt.
Hier wäre der Coach gefragt, einführende Gedanken oder auch ganz praktische Hilfe zu leisten.

Ich sehe nur einen Weg .... MACHEN. Und sich selbst für jeden kleinen Fortschritt loben und feiern.
 
  • #22
Es ist nicht mehr wichtig, denn irgendwie will und kann ich das Beziehungs-Gedöns nicht.
Zustimmung, zu 100 %, ohne Einschränkung! Ja, für mich ist das meiste auch nur pupert. Beziehungs Gedöns, (Wichtigtuerisch!) als ob es in diesem einmaligen Leben nichts Wichtigeres gäbe!?! Es ist unglaublich, wie sich beide Geschlechter immer wieder täuschen, verar, enttäuschen und verletzen, bewusst oder unbewusst, sei mal dahingestellt. Dass dabei nichts Gutes rauskommt, weiss ich aus meiner beruflichen Tätigkeit und bekomme das hier, in voller Breitseite bestätigt, Punkt! Leider finden so viele Menschen über fremde Konditionierungen und dem Mainstream, den Zugang zu sich selbst nicht, sind überwiegend und ausschließlich in der Funktionalität und im Außen orientiert und aufgestellt, stehn sich und den Emotionen somit ständig selbst im Weg. An vielen Antworten von hier, (TS und BS) kann man klar erkennen, wie es mit dem Gesamtpaket der jeweiligen Persöniichkeit ausschaut!
Als starke Persönlichkeit, der in der Fülle seiner "S" Werte, in seiner Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Authentizität mit sich selbst lebt, kann man folgendes erkennen: 1. sie kann sehr gut kommunizieren. 2. sie weiß ganz genau, wie man mit unterschiedlichen Gesprächspartnern sprechen muss, und 3. sie kann auch in schwierigen Situationen erfolgreich kommunizieren und diskutieren. Eine starke Persönlichkeit zeichnet sich durch eine klare Ansage und durch eine präzise und deutliche Sprache aus, dies hängt überwiegend an den Eigenschaften der "S" Werten etc. davon ab. Ich weiß aus meinen reflektierten Erkenntnissen, sehr schnell und relativ genau, ob zu Beginn einer Beziehung sie lange dauern oder schnell wieder vorbei sein wird. Viele leben sich mit ihrem unpassenden Partner schnell auseinander, weil sie in ganz wichtigen Bereichen nicht kompatibel sind, zu unterschiedlich sind! Die Balance von Geben und Nehmen ist nicht im Gleichgewicht, da die jeweiligen Bedürfnisse zu weit auseinander klaffen. Das Nähe - und Distanzbedürfnis ist ebenso nicht kompatibel! Die meisten Paare können nicht miteinander reden, das lesen wir täglich fast in allen Beiträgen hier, sie reden viel lieber mit Drittpersonen, ein Zeichen dafür, dass diese Beziehung nicht stimmig ist und meist einseitig der Partner unzufrieden ist und leidet, bis sie eben bricht und dasselbe beginnt wieder von vorne!
 
  • #23
Hier wird ja explizit gefragt, wie man den Einstieg schafft, wenn man eben kein Kind mehr ist und spielerisch Selbstliebe, aber auch Selbstvertrauen lernt.
Hier wäre der Coach gefragt, einführende Gedanken oder auch ganz praktische Hilfe zu leisten.
Danke Tom26, auch nachträglich Glückwünsche zu deiner 6!
Selbstliebe und Selbstvertrauen kann man lernen! Wichtig dabei ist, sich selbst lieben, wie man ist, sich selbst wie den allerbesten Freund behandeln. Jeden Tag etwas finden, was man gut gemacht hat, was einen zufrieden macht! Täglich sich etwas Gutes tun! Seine Wünsche, Interessen und Bedürfnisse gegenüber anderen klar und unmissverständlich kommunizieren und mitteilen! Täglich sich bewusst machen, welche Erfolgserlebnisse erlebt wurden, auch wenn sie noch sehr klein sind! Sich über Glück und Erfolg freuen und sich niemals mit anderen vergleichen, sich selbst sein und sich selbst bleiben!
Echtes Selbstvertrauen entsteht aus positiven Erfahrungen, und einem ehrlichen und authentischen Auftreten.
Damit meine ich, dass wir immer uns selbst sind und nicht die Kopie eines anderen Menschen. Viele laufen mit ständig wechselnden Masken rum, sind nicht authentisch, haben es so gelernt, das größte Problem! Fehlendes oder geringes Selbstvertrauen ist die größte persönliche Schwäche und gleichzeitig der allergrößte Erfolgsverhinderer! Er macht alles dafür, dass wir unsere Ziele nicht erreichen, keinen Erfolg haben und in jedem Lebensbereich Schwierigkeiten haben. Unser Selbstvertrauen entscheidet darüber, ob wir glücklich oder unglücklich sind, ob wir erfolgreich sind oder ob wir versagen, ob wir Schwierigkeiten meistern und/oder daran zerbrechen, ob wir eine harmonische Partnerschaft führen oder im Streit leben, ob wir genügend Resilenz haben oder uns Kritik zum Einknicken bringt.
Selbstvertrauen heißt. sich selbst und den eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Menschen, die ein gutes, gesundes Selbstvertrauen haben, stellen sich immer wieder vor neuen Herausforderungen, fühlen sich nicht unsicher, haben ein positives Bild von sich selbst, glauben und wissen, den Alltag und die täglichen Aufgaben gut bewältige und meistern zu können.
 
  • #24
Danke Tom26, auch nachträglich Glückwünsche zu deiner 6!
Selbstliebe und Selbstvertrauen kann man lernen! Wichtig dabei ist, sich selbst lieben, wie man ist, sich selbst wie den allerbesten Freund behandeln. Jeden Tag etwas finden, was man gut gemacht hat, was einen zufrieden macht! Täglich sich etwas Gutes tun! Seine Wünsche, Interessen und Bedürfnisse gegenüber anderen klar und unmissverständlich kommunizieren und mitteilen! Täglich sich bewusst machen, welche Erfolgserlebnisse erlebt wurden, auch wenn sie noch sehr klein sind! Sich über Glück und Erfolg freuen und sich niemals mit anderen vergleichen, sich selbst sein und sich selbst bleiben!
Echtes Selbstvertrauen entsteht aus positiven Erfahrungen, und einem ehrlichen und authentischen Auftreten.
Damit meine ich, dass wir immer uns selbst sind und nicht die Kopie eines anderen Menschen. Viele laufen mit ständig wechselnden Masken rum, sind nicht authentisch, haben es so gelernt, das größte Problem! Fehlendes oder geringes Selbstvertrauen ist die größte persönliche Schwäche und gleichzeitig der allergrößte Erfolgsverhinderer! Er macht alles dafür, dass wir unsere Ziele nicht erreichen, keinen Erfolg haben und in jedem Lebensbereich Schwierigkeiten haben. Unser Selbstvertrauen entscheidet darüber, ob wir glücklich oder unglücklich sind, ob wir erfolgreich sind oder ob wir versagen, ob wir Schwierigkeiten meistern und/oder daran zerbrechen, ob wir eine harmonische Partnerschaft führen oder im Streit leben, ob wir genügend Resilenz haben oder uns Kritik zum Einknicken bringt.
Selbstvertrauen heißt. sich selbst und den eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Menschen, die ein gutes, gesundes Selbstvertrauen haben, stellen sich immer wieder vor neuen Herausforderungen, fühlen sich nicht unsicher, haben ein positives Bild von sich selbst, glauben und wissen, den Alltag und die täglichen Aufgaben gut bewältige und meistern zu können.
Du beschreibst Ist- versus Sollzustand.

Was in deinen Beiträgen regelmäßig fehlt, ist eine Beschreibung wie der Einzelne von seinem Ist- zum Sollzustand kommt (?)

Z.B. wie baut jemand ohne Selbstvertrauen genau dieses auf?

Die Information, dass ihm Selbstvertrauen fehlt, es aber benötigt, hilft allein überhaupt nicht.
 
  • #25
Die Information, dass ihm Selbstvertrauen fehlt, es aber benötigt, hilft allein überhaupt nicht.
Do-it-yourself ist gefragt! Du machst es dir, wie es sehr viele ebenso tun, verdammt sehr einfach, viel zu einfach! Das Beginnen beginnt immer mit einem SELBST, es geht um Selbstfindung, die niemand für einen abnehmen kann! Punkt!
Selbstfindung ist eine nIcht ganz einfache Reise in sich SELBST, in den zunächst einmal dunklen Tunnel, die nie abgeschlossen sein kann. Es bedeutet, sich ständig selbst besser kennen zu lernen und sich genauso anzunehmen, wie man von Natur wirklich ist. Der Weg dorthin ist sehr holprig und steinig, sich mit sich selbst zu beschäftigen, ist für mich eines der schwierigsten Aufgabe überhaupt. Seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse erstmal zu erkennen, dann zu kennen und zu wissen, wohin man sein Leben wirklich lenken möchte. Kurzum: Sich selbst zu finden ist die Grundlage für ein wahres, glückliches Leben. Viele Menschen fühlen sich in Ihrem Leben unglücklich, das lesen wir doch ständig hier, doch was tun diese Menschen wirklich dagegen? Von außen betrachtet, ist für andere alles scheinbar soweit gut. Ein liebevoller Partner, tolles Kind (er), ein sicherer Job, gute Freunde. Doch etwas fühlt sich nicht richtig, nicht stimmig an, etwas gravierendes fehlt. Meist kümmert man sich viel zu lange Zeit, um andere mehr, als um sich SELBST! Dabei wird vieles nur vorgeschoben, Kinder, Arbeit, Familie Freunde etc., dadurch bekommt man dss Gefühl, sich für sich verloren zu haben. Plötzlich fragt man sich: war das denn ALLES? Was habe ich verpasst? Wer bin ich eigentlich und was macht mich als einzigartige, besondere Persönlichkeit aus, wo und wodurch genau unterscheide ich mich von anderen? Was möchte ich wirklich konkret in meinem Leben? Wie soll meine Zukunft werden? Was sind meine echten Bedürfnisse, kenne ich meine echten Bedürfnisse überhaupt? Der tiefe Wunsch entsteht, wieder zu sich selbst zu finden, wie es schon mal besser war! Die Reise zu sich selbst, muss also SELBST begonnen werden, um all diese Fragen selbst beantworten zu können, anders geht es eben nicht! Für mich eine erfüllende und schöne Aufgabe!
 
  • #26
Täglich sich bewusst machen, welche Erfolgserlebnisse erlebt wurden, auch wenn sie noch sehr klein sind! Sich über Glück und Erfolg freuen und sich niemals mit anderen vergleichen
Danke für deine Glückwünsche.

Ja, an so etwas habe ich gedacht - Dinge, die ich als Kind "einfach so" gelernt habe. Läuft ganz automatisch ab inzwischen. Vielleicht weiss man deshalb nicht mehr, wie man bestimmte Verhaltensweisen eigentlich erlernt hat.
Ich stelle es mir schwierig vor, als Erwachsener mit den Erfahrungen, die genau diese Selbstliebe und damit auch Selbstvertrauen verhindert haben, genau das zu erlernen.
Darum auch die Bitte, eine Möglichkeit des Einstiegs zu formulieren.

Was in deinen Beiträgen regelmäßig fehlt, ist eine Beschreibung wie der Einzelne von seinem Ist- zum Sollzustand kommt (?)
Hat er hier doch gemacht.
Zumindest bei mir ist angekommen, was hoffentlich der FS helfen kann ......sich bewusst seine "guten Seiten", seine Erfolge, seine schönen Erlebnisse am Ende des Tages aufzuzeigen. Etwas, das ich als kleiner Bub gelernt habe und es daher auf Anhieb gar nicht formulieren konnte.
 
  • #27
Kann es sein, dass Du in der Kindheit oft von deinen Eltern mit anderen verglichen wurdest? Es gab früher dieses unsägliche Erziehungsmodell die Kinder zu motivieren, in dem ständig ihnen gesagt wurde, dass die anderen besser, schneller, hübscher usw. sind. Deshalb haben viele erwachsene Menschen wenig Selbstbewusstsein und finden sich nicht interessant. Wie es überwinden? Hm, ich denke man muss immer wieder dagegen ankämpfen, zumal die Anderen auch oft solche Schwächen ausnutzen um sich besser zu fühlen. Ich habe von einem Freund gelernt, dass man manchmal auch Grenzen setzen muss.
 
  • #28
Selbstliebe aufbauen:

Glaubenssätze:
Es ist immer wichtig seine Glaubenssätze zu überarbeiten.
Redet man sich täglich Mantras ein wie z.B., "ich bin es nicht wert geliebt zu werden", "ich bin unscheinbar", "ich bin uninteressant", "niemand mag mich" usw. usf. dann programmiert man sich auf diese innere Einstellung.
Das sind diese typischen Absolutismen und Übertreibungen, die man bewusst vermeiden sollte.
Deshalb ist es wichtig zu versuchen, sich umzuprogrammieren mit positiven Glaubenssätzen.
Positive Glaubenssätze wie z.B. "ich bin es absolut wert", "ich bin interessant", "ich bin gut, so individuell wie ich bin" usw. usf.
Auf die innere Sprache achten!

Mindmap:
Es hilft, wenn man sich vor Augen führt, was man im Leben "gut gemacht", Momente, in denen man glücklich war, Momente, in denen man Liebe empfangen hat.
Man kann diese Momente dann wie in einer kleinen Liste im Gehirn jederzeit abrufen.
Man kann sich Momente überlegen, in denen man schonmal selbstbewusst war, z.B. "Referat in der Schule". Als man stolz war, dass man sich etwas getraut hat. Dieses Gefühl eines solchen Momentes kann man sich verinnerlichen und lernen abzurufen.

Selbst-Prophezeiungen/Träume:
Es ist natürlich wichtig, sich zu überlegen, wie man gerne sein möchte. Das sind Ziele. Diese Ziele kann man verfolgen.
Das Selbstbewusstsein spiegelt sich auch im Äußeren.
Träume ich davon, wie toll ich z.B. mit tiefroten Haaren aussehen würde, welche Wirkung das hat und welche positiven Reaktionen das auslösen könnte, dann programmiere ich mich bereits auf so einen "Auftritt". Dieses Szenario kann man dann verwirklichen.
Wenn es sich so anfühlt, als wäre man das einfach nicht, sollte man nicht sofort aufgeben. Ein bisschen Schauspielerei am Anfang hilft, sich "umzuprogrammieren".

Autogenes Training:
Bei Panik-Attacken z.B. wenn man auf andere Menschen zugehen will, hilft es, wenn man regelmäßig autogenes Training betreibt. Diese antrainierte "innere Ruhe" kann man in Situationen, in denen man ängstlich ist, abrufen.

Wenn grundsätzlich das Urvertrauen bei dir fehlt @Lora_ dann gibt es natürlich Therapien in denen Vertrauen erlernt werden kann. Das geht von der "sich fallen lassen"-Übung bis hin zum Training Mimik und Gestik deuten zu können.
 
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  • #29
Ich bedanke mich schon einmal für alle eure ausgiebigen Antworten, Anregungen, Ideen. Ich benötige noch etwas Zeit, um darauf einzugehen .
 
  • #30
Ich stelle es mir schwierig vor, als Erwachsener mit den Erfahrungen, die genau diese Selbstliebe und damit auch Selbstvertrauen verhindert haben, genau das zu erlernen
Es fängt damit an, sich zu sagen, ich bin richtig so, wie ich bin, der Satz ich mag mich, das geht für viele nicht.
Wissen und sich zugestehen, was will ich, was mag ich, was wünsche ich mir, wie will ich leben, alles wichtige Fragen.
In sich spüren, und sich ein-und zugestehen, dass man Wünsche hat, Träume, Bedürfnisse, dass es ok ist, und dass man Nein sagen kann, oder LMAA, nicht freundlich, wenn einem nicht danach ist, nicht immer nett, nachgiebig, höflich.
Man darf, und man muss NICHTS, wenn man das verinnerlicht hat und sagen kann, und spüren, ich liebe mich, dann ist es gut, Ziel erreicht.
Das Glück ist, wir können heute so leben wie wir wollen, ganz egoistisch ddn Weg gehen, den man will, man muss es sich trauen und machen.
 
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