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Gast

  • #1

Intaktes Familienleben?

Folgendes ist vor einiger Zeit im näheren persönlichen Umfeld passiert!
Ein Single Mann lernt eine verheiratete, kinderlose Mitt-Dreissigerin kennen.
Beide beginnen eine Affaire, sie trennt sich von ihrem Mann, reicht die Scheidung ein.
Wenige Wochen später wird die Frau schwanger von ihrem Affairen Mann.
Beide planen eine gemeinsame Zukunft.
Die Ehe ist mittlerweile rechtskräftig geschieden. Aus der Affaire war nun eine Beziehung geworden. Diese beendet die Frau aber wenige Wochen später, kommt wieder mit ihrem Ex-Mann zusammen und beide treten wenige Tage vor der Geburt wieder vor den Traualtar!
Wie würdet ihr als leiblicher Vater des Kindes damit umgehen?
Bitte nun keine Statements, von wegen, man lässt sich nicht mit verheirateten Frauen ein etc.,etc.
 
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Gast

  • #2
Ist ja eine geile Geschichte, ich lach' mich schief und scheckelig! Ich vermute mal, der Lover ist gutaussehend, wohingegen der gehörnte Ehemann den höheren Status vorzuweisen hat. Vermutlich wollte sich das clevere Sonnenscheinchen das tollste Erbgut bei bestmöglicher Versorgung für ihren Nachwuchs sichern. Zumal der leibliche Vater auch für den Unterhalt des Kindes aufkommen werden muss.

Vordergründig betrachtet hat sich das kleine Luder nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert, aber wenn man mal ehrlich ist, können die beiden Männer (insb. der Ehemann) auch nicht die cleversten sein. Sowas kann einem Mann nur passieren, wenn er zu blauäugig auf Frauen zugeht. Nicht falsch verstehen, Frauen sind keine Unmenschen. Sie sind aber auch nicht die Engelchen, die sie vorgeben zu sein.

Wie der leibliche Vater mit der Situation umgehen soll? - Unterhalt zahlen und zugucken, wie ein anderer Mann sein Kind aufzieht. Sicherlich kann er aber Umgangsrecht einklagen (sofern er dies überhaupt wünscht, denn ich persönlich würde mich von der Frau fernhalten wollen).

Bitte nun keine Statements, von wegen, man lässt sich nicht mit verheirateten Frauen ein etc.,etc.
Wie könnte man die Frage unabhängig vom Kontext betrachten? Hätte sich der Lover nicht auf eine Frau eingelassen, die ihren Mann betrügt, so wäre ihm selbst auch einiges an Kummer erspart geblieben. Wie konnte er davon ausgehen, dass sie ihn nicht hintergeht - schließlich scheint sie nicht besonders aufrichtig zu sein?

Bei dieser Geschichte gibt es zwei Gewinner (Mutter + Kind) und zwei Verlierer (Lover + Ehemann). Wobei der Ehemann sich selbst zum Loser stempelt, indem er sie zurücknimmt und ein Kuckuckskind aufzieht.
 
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  • #3
Also ist nun der neue und alte Ehemann der rechtliche Vater des Kindes, er wird mit der Mutter zusammen das Kind großziehen, die intakte Familie. ... Und der geschasste Liebhaber und leibliche Vater des Kindes ist nun zum Zuschauen verdammt. Shit happend.

Ich denke, man kann niemanden einen Vorwurf machen. Dem alten und neuen Ehemann nicht, denn er hat seine Frau immer geliebt. Der Frau nicht, weil wäre sie nur eine eiskalte Samen-Räuberin, dann hätte sie sich niemals scheiden lassen. Und dem leiblichen Vater nicht, denn er hatte es mit der Frau immer ernst gemeint.

Ich würde als leiblicher Vater einen Ausbildungsvertrag abschließen, und meinem Kind zum 18. Geburtstag gratulieren. - In der Zwischenzeit würde ich eine tolle Frau suchen, und mit ihr zusammen eine Familie gründen.

m
 
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  • #4
Hier die FS

@1
Nein, meines Wissens ist der leibliche Vater ohne Unterhaltsverpflichtung. Durch die erneute Eheschließung ist er nicht der juristische Vater. Deswegen hat er ja auch keinerlei Rechte.
Er könnte anfechten, aber das ist gegen den Willen der Kindesmutter.
Dumme Situation für alle Beteiligten!
 
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  • #5
Nein, meines Wissens ist der leibliche Vater ohne Unterhaltsverpflichtung. Durch die erneute Eheschließung ist er nicht der juristische Vater. Deswegen hat er ja auch keinerlei Rechte.
Er könnte anfechten, aber das ist gegen den Willen der Kindesmutter.
Dumme Situation für alle Beteiligten!
Ok, das wusste ich nicht. Gott sei Dank musste ich mich niemals mit dem Scheidungs- und Unterhaltsrecht auseinandersetzen und hoffe auch, dies niemals zu müssen.

In diesem Fall hat der Lover sogar noch Glück im Unglück oder aber absolutes Pech - je nachdem wie verbunden er sich dem Ungeborenen fühlt. Das Verhalten des Ehemannes bleibt mir unverständlich.
 
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  • #6
Hier die FS

@4
Ja, die Rolle des Ehemannes scheint ziemlich unverständlich.
Und ich möchte auch nicht in der Haut der Eltern stecken, später einmal einem Kind zu erklären, dass es ein Kuckuckskind ist.
Die Familie gewinnt erst mal Zeit, mehr aber auch nicht.
Und ob es eine intakte Familie nach diesem Ereignis bleibt, ist auch fraglich.
Aber man sieht, Mutter wird man in Deutschland durch eine Geburt, um Vater zu werden reicht hingegen schon eine kleine Unterschrift! ;-)
 
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  • #7
puh...
was für eine geschichte.
vielleicht konnte die frau von ihrem ehemann keine kind bekommen???
und als sie schwanger war, ist es ihr wie schuppen von den augen gefallen, dass sie ihren ex-ehemann wieder haben will, damit war die vormals "untaugliche" ehe perfekt.

dass es zur scheidung kam, zeugt eher von der ernsthaftigkeit der trennung.

der arme vater, falls er das kind will, soll er anfechten und umgang einklagen, falls es ihm ganz recht ist, dass er nicht zahlen muss, soll er sich trollen, dann hat er das kind eh nicht verdient.

w
 
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  • #8
Hier die FS

@6
Der leibliche Vater möchte, aber die Mutter nicht.
Anfechten, gut und schön, aber bringt das gegen den Willen der Mutter etwas?
So was dauert, inclusive Umgangs-und Sorgerechtsverfahren, ca. 3 Jahre...
Diese Jahre sieht der leibliche Vater sein Kind definitiv nicht.
Zu wem hat dann das Kind eine sozial-familiäre Bindung aufgebaut?
Mit Sicherheit nicht zum leiblichen Vater...
Wenn es dann um die Durchsetzung des Umgangs-bzw. Sorgerechts geht, wird wahrscheinlich der Begriff ''Kindeswohl'' ins Spiel kommen.
Und wenn die Mama nicht will, wird dann wohl das Kind wollen?
Glaube ich ehrlich gesagt nicht dran...
 
  • #9
Ich hoffe, FS, du suchst nicht nur Gleichgesinnte, um ordentlich über diese Frau abzulästern.

Komplizierte SItuation. Grundsätzlich könnte ich die Konsequenzen aller Beteiligten verstehen.
Sicherlich ist es zwingend, die Mutter mit ins Boot zu holen, um ein eventuell eingeklagtes Umgangsrecht vernünftig zu händeln.
 
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  • #10
Nein, meines Wissens ist der leibliche Vater ohne Unterhaltsverpflichtung. Durch die erneute Eheschließung ist er nicht der juristische Vater. Deswegen hat er ja auch keinerlei Rechte.
!
Er ist der leibliche Vater und hat somit eine Unterhaltsverpflichtung dem Kind gegenüber. Und er hat natürlich auch Rechte. Zumindestens ein Umgangsrecht.
Die Frau hat es meiner Meinung nach faustdick hinter den Ohren. Doppelte Kinderunterstützung und dann noch abgesichert durch die Heirat.
 
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  • #11
Er ist der leibliche Vater und hat somit eine Unterhaltsverpflichtung dem Kind gegenüber.
Nein, er hat keine Unterhaltsverpflichtung.
Vater eines Kindes ist der, welcher am Tag der Geburt mit der Mutter verheiratet ist.
Wer der biologische Vater ist, das spielt gar keine Rolle.
Das sagt das deutsche Gesetz.
Absurd, aber so ist es gewollt.
Lieber Kinder, die nicht wissen von wem sie abstammen, als den Status ''geschützte Familie'' aufgeben.
Um Vater zu werden, reicht in Deutschland eine kleine Unterschrift!
 
  • #12
Der leibliche Vater möchte, aber die Mutter nicht.
Anfechten, gut und schön, aber bringt das gegen den Willen der Mutter etwas?
Bringt in dieser Konstellation absolut nix. Der leibliche Vater hat nicht einmal den Anspruch die Vaterschaft klären zu lassen. Ein Gentest darf auch nur mit Zustimmung der Mutter erfolgen.

Ein übles Beispiel dafür wie ein Gesetz das sicherstellen soll dass wenigstens jemand fürs Kind verantwortlich ist durch eine durchtriebene Frau pervertiert wird.

Sorry, aber ich sehe es durchaus so dass hier eine Frau Ihre Macht über die Männer voll auslebt. Das Kind tut mir jetzt schon leid, vor allem wenns ein Junge ist. Sie fährt hier einen unglaubliche Egotrip auf Kosten der Männer und des Kindes.
 
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  • #13
Ist die Geschichte wahr? Sie klingt, als würde hier Schach gespielt.

Wenn der leibliche Vater sein Recht haben will, wird er es einfordern müssen.
Diese Familie wäre mir aber mehr als suspekt und ich würde mich fragen, ob ich mein Kind dort gut aufgehoben weiß. Sollte er sich wie ein Samenspender fühlen wärs jedenfalls kein Wunder.
 
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  • #14
Nein, er hat keine Unterhaltsverpflichtung.
Vater eines Kindes ist der, welcher am Tag der Geburt mit der Mutter verheiratet ist.
!
Das ist falsch. Siehe zB OLG (Az. 13 UF 157/05). Der Vater eines sogenannten Kuckuckskind kann soger nachträglich das Geld für den Unterhalt zurückfordern.
Siehe auch hier: (BGH, Urteil vom 15.02.2012, AZ XII ZR 137/09)
 
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  • #15
Ach, solche Geschichten kommen gar nicht so selten vor.
Meist werden sie nur geheim gehalten.
Irgendwann kommt trotzdem die Wahrheit ans Licht, dann sind meist die Kinder diejenigen, welche am schlechtesten mit der Wahrheit umgehen können.
 
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  • #16
@13
Nein, in diesem speziellen Fall eher nicht.
Weil der juristische Vater wohl genau weiß, er ist nicht der leibliche Vater.
Er könnte anfechten, aber nur zwei Jahre lang ab Geburt des Kindes.
 
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  • #17
....so etwas kenne ich auch (außer, dass es in "meinem Fall" es zwischendurch keine Scheidung gab).

Als biologischer Vater hast Du keine Chance (der bist Du doch, oder?).

In meinem Fall hielt die Ehe noch 9 Jahre, dann trennte sich das Ehepaar, und ratet, mit wem die Frau jetzt seit 3 Jahren zusammen ist? Richtig: dem "echten" Vater des Kindes!

Also, falls es Dir um Dein Kind geht: dranbleiben, den Kontakt halten, auf Deine Chance warten, dass sie Dich freiwillig das Kind sehen und kennenlernen läßt.
Früher oder später wird das Kind selbst nach Dir suchen / fragen....