• #32
- Ist da dauerhaft nur ein gewisses, eher niedriges Level an Nähe bzw. gemeinsamer Zeit erwünscht und möglich? Oder ändert sich das mit der Zeit?
- Ist viel „Sich Melden“ und zB nach Treffen fragen dauerhaft eher ein NoGo, bzw sollte das am besten immer eher vom Intro ausgehen? So dass er bzw sie die Geschwindigkeit bestimmen kann und keinen Druck empfindet?
- Aufmerksamkeit, zB Vorbereiten eines gemeinsamen Essens etc wird wohl schnell als zu viel und erdrückend empfunden, oder?
- Sprechen Intros generell eher ungern über Beziehung? Oder würden sie eine Gesprächsinitiative vom Partner tendenziell begrüßen?
Nach meiner Erfahrung ist Nähe-Distanz eine andere Dimension als Intro/Extro. Ich kenne Menschen, die den Partner schnell als Teil ihrer selbst sehen und ihn 24/7 um sich haben möchten, NICHT aber irgendwelche anderen Leute. Auch mit der Kernfamilie wird dann maximaler Kontakt gepflegt, Freunde sieht man nur ganz selten. Ist zwar nicht meins, aber mein Freund hält es so und ist zufrieden. Da war auch die Kennenlernphase gleich sehr intensiv, viele Treffen initiierte er. Ich denke, das gilt auch für Frauen, d.h. wenn Nähe-Distanz passt zwischen euch beiden, kannst du in der Hinsicht nicht viel falsch machen.
 
  • #34
Um wen geht es hier konkret, habe bei dir irgendwie den Überblick verloren. Du bist also wieder in einer Beziehung ? Was soll man so abstrakt denn raten ? Ich bin extrovertiert aber brauche ebenfalls meinen Freiraum und meinen Rückzug. Du ruhst nicht in dir das ist wohl das Hauptproblem . Daher wird es schwer sein eine in sich ruhende Frau anzuziehen. Optimal wäre es eine Frau zu finden, die die Wurzel deiner Symptome erkennt und in Liebe und Nachsicht darüber hinweg sehen kann und dir damit Stabilität gibt. So ein Mensch ist aber eine 6 im Lotto , wünsche ich dir trotzdem .
 
  • #35
Nähebedürfnis und Extravertiert/Introvertiert sind unabhängig voneinander, auch ein introvertierter Mensch kann ein hohes Nähebedürfnis zu einem Menschen, den er liebt haben, gerade das beobachte ich ziemlich häufig, so wie ein extravertierter Mensch durchaus zwar viele Kontakte hat, aber trotzdem wenig Nähe möchte.
Ich denke, dass sich wenn nicht extrem, extravertiert und introvertiert ergänzen können, unterschiedliche Nähe-Distanz Bedürfnisse nie funktionieren.
Exakt. Ich mag viel Nähe, melde mich viel, bin sehr eng mit meinem Partner. Mein Mann ist auch introvertiert und ist genauso. Das eine hat mit dem anderen nicht viel zu tun.
Erstmal ist außerdem jeder auch bisschen anders, dann ist extra-Intro eine Art Spektrum, von bis, nicht entweder oder; viele sind ambivert. Dann gibt es noch andere Persönlichkeitsmerkmale, die in verschiedenen Kombinationen auftreten können.
Ist man sehr introvertiert, funktioniert das Gehirn einfach anders. Es wird weniger rausgefiltert, man ist schneller „voll“; man regeneriert sich allein ohne Massen an Reizen und braucht mehr Zeit für sich (wobei auch viele extrovertierte Menschen das benötigen). Daher mögen viele keine Gruppen, Smalltalk, Partys, Lärm, ständig Menschen um sich rum. Aber gute Gespräche, meist eher mit ein oder zwei Freunden werden geschätzt. Mit Nähe hat das wenig zu tun, eher damit, wie reizarm die Umwelt sein soll. Bei Babys kann man die Unterschiede schon messen; deutlich mehr Schreibabys sind später introvertiert; das hat eben mit dem Filter vom Gehirn zu tun. Gut oder schlecht ist nichts davon, nur unterschiedlich.
Deine Fragen haben für mich null mit introvertiert zu tun.
W, 38
 
  • #36
Nach meiner Erfahrung ist Nähe-Distanz eine andere Dimension als Intro/Extro.
Danke - das ist doch eine sehr wichtige Info. Ich dachte, da gäbe es Verbindungen.

Was soll man so abstrakt denn raten ? Ich bin extrovertiert aber brauche ebenfalls meinen Freiraum und meinen Rückzug. Du ruhst nicht in dir das ist wohl das Hauptproblem .
Ah, ich hatte nur Info gesucht, noch nicht direkt Rat. Glaubst du, du ruhst mehr in dir als ich in mir? Warum?

Gut oder schlecht ist nichts davon, nur unterschiedlich.
Klar - hatte ich etwas anderes geschrieben? War nicht intendiert. Schreibabys sind ja auch süß.
 
  • #37
Das Bedürfnis nach Nähe hat wohl wenig mit der Dimension Intro/Extra zu tun. Da spielen andere Dinge rein …

Mir erscheint es eher so, dass du zum einen etwas zu viel Verantwortung für das Gelingen einer Beziehung zu übernehmen scheinst.

Und zum anderen auf Basis deiner Unsicherheit einen allgemein-gültigen Fahrplan suchst, an dem du dich orientieren kannst. Der so nicht existiert …

Anstatt so verkopft durch die Gegend zu laufen, versuche es mal zur Abwechslung mit tatsächlicher Empathie. Also nicht diese pseudo Variante, wo du dich nur selbst mit schonen möchtest. Sondern damit dich in andere wirklich einzufühlen.

Solange du aber damit beschäftigt bist, den anderen da hinzubekommen, wo du ihn haben willst, damit du bekommen kannst, was du brauchst, kreist du nur um dich selbst.
 
  • #38
- Ist da dauerhaft nur ein gewisses, eher niedriges Level an Nähe bzw. gemeinsamer Zeit erwünscht und möglich? Oder ändert sich das mit der Zeit?
Was soll Introvertiertheit pauschal mit einem niedrigen Level an Nähebedürfnis zu tun haben? Den Zusammenhang sehe ich nicht.
- Aufmerksamkeit, zB Vorbereiten eines gemeinsamen Essens etc wird wohl schnell als zu viel und erdrückend empfunden, oder?
- Sprechen Intros generell eher ungern über Beziehung? Oder würden sie eine Gesprächsinitiative vom Partner tendenziell begrüßen?
Ich denke, Deine Annahmen sind weitgehend falsch.
 
  • #39
Wie andere schon geschrieben haben, bezieht sich Introvertiertheit nicht unbedingt darauf, wieviel Zeit man mit seinem Partner verbringen will. Die Menschen sind viel zu vielfältig, als dass man allgemeingültige Regeln aufstellen könnte.

Ich meide zum Beispiel Menschenansammlungen. Zu einer Friedenskundgebung, zum Stadtfest oder auch nur in ein volles Café zu gehen, kostet mich Überwindung. Daran ist aber nicht nur meine Introvertiertheit "schuld", es hat noch andere Gründe.

Es kann auch sein, dass ich mich in einer Gruppe trotzdem superwohl fühle, je nachdem wie in der Gruppe die Stimmung ist. Bei Konzerten zum Beispiel.

Dass ein klammernder Partner für mich nichts ist, liegt nicht an meiner Introvertiertheit. In meiner letzten Beziehung fing er an zu Jammern, wenn ich mal heim zum Wäschemachen wollte, obwohl wir schon echt viel Zeit miteinander verbracht haben. Ging ich in ein anderes Zimmer, kam er nach kurzer Zeit hinterher. Ich fand das unglaublich abtörnend, wie ein kleines Kind. Und habe natürlich an der Leine gezerrt.

Männer, die sich wie ein Kind, wie mein Chef, mein Vater, mein Personal Trainer verhalten, sind einfach gar nichts für mich.

Wenn er mit mir über die Beziehung sprechen will, was sollte ich dagegen haben? Solange er es nicht auf einer Bühne vor 100 Menschen machen will.
 
  • #40
Ob ich mehr in mir ruhe als du in dir kann ich überhaupt nicht beurteilen da jeder hier nur virtuell Fragmente einer Persönlichkeit gezeigt bekommt aber deine Unsicherheit würde mich abschrecken, ebenso wenn Männer zu bemüht sind oder zu sehr Klammern . Ich bin in einer ganz anderen Lebenssituation als du total eingespannt und letztendlich überhaupt nicht bereit fürs online dating, während du sehr aktiv auf der Suche bist , was ja bei erwachsenen Kindern als Single verständlich ist .
 
  • #41
- Ist da dauerhaft nur ein gewisses, eher niedriges Level an Nähe bzw. gemeinsamer Zeit erwünscht und möglich? Oder ändert sich das mit der Zeit?
- Ist viel „Sich Melden“ und zB nach Treffen fragen dauerhaft eher ein NoGo, bzw sollte das am besten immer eher vom Intro ausgehen? So dass er bzw sie die Geschwindigkeit bestimmen kann und keinen Druck empfindet?
- Aufmerksamkeit, zB Vorbereiten eines gemeinsamen Essens etc wird wohl schnell als zu viel und erdrückend empfunden, oder?
- Sprechen Intros generell eher ungern über Beziehung? Oder würden sie eine Gesprächsinitiative vom Partner tendenziell begrüßen?
Ich kann ja nur von mir sprechen. 24/ 7 ist mir definitiv zu viel.

Es kommt aber auch auf die Art des Mannes an. Einer, der da ist und sich mit sich selbst beschäftigen kann, stört mich weniger als einer, der da steht und ständig Entertainment von mir erwartet. Am besten, dass ich mir dann noch die ganze Zeit ausdenken soll, was wir gemeinsam unternehmen. Ich mag es, wenn er ein eigenes Leben hat, mit eigenen Interessen und nicht nur um mich kreist.

Aber eben auch ein ständiges unterwegs sein, also z.b. jedes Wochenende, ständig Input oder andere Leute wäre mir nix.
Ich bin aber nicht nur introvertiert, ich bin auch hypersensibel, das heißt jeder Kontakt mit Menschen, mit Lärm oä. kostet mich Kraft. Daher mag ich das nur in kleineren Dosen. Ich brauche einfach Zeit, wo ich meinen Gedanken nachhängen kann.

Melden und nach Treffen fragen ist okay, aber eben nicht täglich treffen.

Deine beschriebene Aufmerksamkeit für ein abgesprochenes Treffen wiederum finde ich schön und nicht erdrückend.

Ich möchte über die Beziehung nicht sprechen müssen, denn dann wird es anstrengend. Was kann man denn da ständig reden wollen?
Entweder man fühlt sich miteinander wohl oder nicht und alles andere ist doch Krampf, wo sich einer verbiegen muss um es dem anderen recht zu machen.
 
  • #42
Mich interessiert, wie sich introvertierte Menschen (in meinem Fall Frauen, aber das ist vielleicht kein Unterschied) in einer angehenden Beziehung entwickeln. Auf was man achten sollte, was man falsch machen kann.
- Ist da dauerhaft nur ein gewisses, eher niedriges Level an Nähe bzw. gemeinsamer Zeit erwünscht und möglich? Oder ändert sich das mit der Zeit?
- Ist viel „Sich Melden“ und zB nach Treffen fragen dauerhaft eher ein NoGo, bzw sollte das am besten immer eher vom Intro ausgehen? So dass er bzw sie die Geschwindigkeit bestimmen kann und keinen Druck empfindet?
- Aufmerksamkeit, zB Vorbereiten eines gemeinsamen Essens etc wird wohl schnell als zu viel und erdrückend empfunden, oder?
- Sprechen Intros generell eher ungern über Beziehung? Oder würden sie eine Gesprächsinitiative vom Partner tendenziell begrüßen?
Fühle
Mich interessiert, wie sich introvertierte Menschen (in meinem Fall Frauen, aber das ist vielleicht kein Unterschied) in einer angehenden Beziehung entwickeln. Auf was man achten sollte, was man falsch machen kann.
- Ist da dauerhaft nur ein gewisses, eher niedriges Level an Nähe bzw. gemeinsamer Zeit erwünscht und möglich? Oder ändert sich das mit der Zeit?
- Ist viel „Sich Melden“ und zB nach Treffen fragen dauerhaft eher ein NoGo, bzw sollte das am besten immer eher vom Intro ausgehen? So dass er bzw sie die Geschwindigkeit bestimmen kann und keinen Druck empfindet?
- Aufmerksamkeit, zB Vorbereiten eines gemeinsamen Essens etc wird wohl schnell als zu viel und erdrückend empfunden, oder?
- Sprechen Intros generell eher ungern über Beziehung? Oder würden sie eine Gesprächsinitiative vom Partner tendenziell begrüßen?
Hi und Danke für Deine Frage an dieser Stelle. Als vermeintlich introvertierte Frau und einem Dating-Erlebnis ähnlich dem deinigen, fühle ich mich a) angesprochen und b) die/Deine Sichtweise der Gesamtsituation sehr spannend, da sie auch mir Verhaltensweisen meines Gegenübers vermittelt und Punkte darlegt, die ich aus meiner Sicht wiederum so noch gar nicht betrachtet hatte.
Mein recht extrovertiertes Date redete fast ununterbrochen von sich und stellte grundsätzlich (sowohl in den Telefonaten als auch beim Treffen) fast keine Fragen. Gesprächsanteil er 80%, ich 20% (meine 20% bestanden zu 95% aus wirklich interessierten Fragen nach seinem Leben).
Im Nachgang wurde mir spannenderweise vorgehalten, mich nicht wirklich geöffnet zu haben. Also hier der Tipp: stelle deinen Herzensdamen Fragen und Du bekommst Antworten. Introvertiert heißt ja nicht kommunikationsunfähig….
 
  • #43
Mich interessiert, wie sich introvertierte Menschen (in meinem Fall Frauen, aber das ist vielleicht kein Unterschied) in einer angehenden Beziehung entwickeln. Auf was man achten sollte, was man falsch machen kann.
- Ist da dauerhaft nur ein gewisses, eher niedriges Level an Nähe bzw. gemeinsamer Zeit erwünscht und möglich? Oder ändert sich das mit der Zeit?
- Ist viel „Sich Melden“ und zB nach Treffen fragen dauerhaft eher ein NoGo, bzw sollte das am besten immer eher vom Intro ausgehen? So dass er bzw sie die Geschwindigkeit bestimmen kann und keinen Druck empfindet?
- Aufmerksamkeit, zB Vorbereiten eines gemeinsamen Essens etc wird wohl schnell als zu viel und erdrückend empfunden, oder?
- Sprechen Intros generell eher ungern über Beziehung? Oder würden sie eine Gesprächsinitiative vom Partner tendenziell begrüßen?
Zweiter Teil:
Und nein, ganz im Gegenteil, jemand, der eher nach innen ausgerichtet ist, braucht vielleicht besonders das Gefühl der Nähe & Verbundenheit um sich gänzlich öffnen zu können - eine Basis sozusagen. Go for it!
Wenn Du Dir unsicher bist, ob ihr der Kontakt zu viel oder zu eng wird, frag sie einfach.
Mein „Date“, der im persönlichen Gespräch kaum Luft holte, schickte spannenderweise kaum von sich aus Nachrichten und reagierte nur sehr selten auf meine.
Ein gemeinsames Essen zuzubereiten ist etwas sehr Schönes und ist, wie auch ein Gespräch über eine Beziehung, alles andere als erdrückend. Wenn auch das schwierig war, habe ich insgesamt eher den Eindruck, dass wenig „Raum“ für Entwicklung/Offenheit von Dir ausging.
Egal ob intro- oder extrovertiert:
Entscheidend ist doch die Fähigkeit, jemanden abzuholen und mitzunehmen auf dem potentiellen gemeinsamen Weg und es nicht zum Wettrennen zu machen. Der eine geht eher langsam, der andere schneller. Das gemeinsame Ziel ist der Punkt. Wenn Dir wirklich etwas an ihr liegt, stell ihr Fragen - all die Fragen, die Du an dieser Stelle gestellt hast. Dann wird sich viel Nähe und Gespräch von selbst ergeben. . :)
 
  • #44
Wenn Dir wirklich etwas an ihr liegt, stell ihr Fragen - all die Fragen, die Du an dieser Stelle gestellt hast. Dann wird sich viel Nähe und Gespräch von selbst ergeben
Dank dir für deine Gedanken!
Ja, so ein Gespräch über Gefühle und Beziehung fällt mir tendenziell schwer, bzw. denke ich meistens, dass doch alles irgendwie klar ist, man nichts zerreden muss etc.
Das muss ich wohl ändern.
 
  • #46
Mich interessiert, wie sich introvertierte Menschen (in meinem Fall Frauen, aber das ist vielleicht kein Unterschied) in einer angehenden Beziehung entwickeln. Auf was man achten sollte, was man falsch machen kann.
- Ist da dauerhaft nur ein gewisses, eher niedriges Level an Nähe bzw. gemeinsamer Zeit erwünscht und möglich? Oder ändert sich das mit der Zeit?
Moin @Verwirrt1111
Da würde ich erst einmal die Frage in den Raum werfen ob Intro- oder Extravertiertheit überhaupt einen direkten Einfluss auf das Miteinander in einer Liebesbeziehung hat. Kann man die alltäglichen sozialen Vorlieben, auf die ich dieses Modell, mehr ist es ja nicht, primär angewandt sehe, eins zu eins auf eine amouröse Beziehung ummünzen? Müsste der Intro dann nicht tendenziell zur Beziehungsfähigkeit- bzw unwilligkeit tendieren? Er könnte aus dem Zusammensein mit dem Partner schließlich keine Kraft schöpfen, wenn man sich überspitzt nun eine Art Über-Intro vors geistige Auge holt.
 
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