• #1

Inwiefern beeinflussen die Wechseljahre die Partnerschaft?

Hallo Liebe Forumsmitglieder,

immer wieder lese ich Sätze wie " warte bis Sie in die Wechseljahre kommt", "die Wechseljahre sind schuld", "Hormonumstellung bei der Frau "usw. Ich bin w34 und zerbreche mir schon den Kopf über die Wechseljahre..Oh Himmel ;-) Ich habe eine neue Kollegin, mitte 50, die meint Ihr Leben hätte sich in jeder Hinsicht verändert mit den Wechseljahren. Optik, Gewicht, Sexualität, Leistung,... Liebe Damen wie sind den eure Erfahrungen und liebe Männer wie nehmt Ihre eure Partnerinnen/Ehefrauen in den Wechseljahren wahr? Danke schonmal für einen regen Austausch.
 
  • #2
Du bist 34 !!! Klar, wenn du möchtest, kannst du nun die nächsten 20 Jahre damit verbringen, dich auf die Wechseljahre vorzubereiten. Oder du lebst einfach und bist neugierig, wie es sein wird, wenn du älter wirst.
Wechseljahre sind keine Krankheit und bedeutet nicht das Ende des Lebens. Es ist so wie die Pubertät und das hast du ja auch überlebt.

Ich bin Anfang 60 und habe mir nie viel Gedanken über die Wechseljahre gemacht. Irgendwann waren sie dann da und nun sind sie wieder weg. So what!
Du kannst eh nicht wissen, wie es verläuft. Manche leiden, manche leiden nicht.
Ich hatte nur ganz minimale Symptome. Ab und zu kurze Hitzewallungen, ab und zu Schlafstörungen. Gewichtszunahme - ja, obwohl ich weder weniger Bewegung hatte noch mehr gegessen habe. Der Stoffwechsel verlangsamt sich einfach. Na ja, das ist eben so und nun habe ich keine Figur mehr wie mit 20 - ist mir aber egal, ich mag mich auch so und fühle mich wohl.
Super finde ich, dass ich mir keine Sorgen mehr um Verhütung machen muss, dass ich meine Tage nicht mehr habe und dass meine Migräne nun völlig weg ist - dafür nehme ich auch die Gewichtszunahme gerne in kauf.
Sexleben? Besser als früher, aber das liegt auch am neuen Mann.
Leistung? Na ja, ich bin eben keine 20 mehr und akzeptiere das. Ich muss mein Wohnzimmer nicht mehr selbst streichen oder meine Winterreifen aufziehen. Dafür gibt es Handwerker, die ich mir eben jetzt auch leisten kann. Aber ich bin fit und kann alles machen, was ich möchte.

Ich bin neugierig auf das, was noch kommt und sehne mich nicht nach der Vergangenheit. Die hatte ich ja und kann mich daran erinnern, wenn ich möchte. Die Zukunft aber ist etwas Neues und viel spannender.

Also keine Angst vor den Wechseljahren, sie gehören einfach dazu.
 
  • #3
Ich bin ebenfalls irritiert, warum eine junge Frau mit 34 sich für die Wechseljahre interessiert.
Als ich 34 war habe ich mein zweites Kind bekommen und mit 40 das dritte, und die Wechseljahre waren so weit entfernt wie der Mars von der Erde.

Ja es ändert sich was. Vor zwei Jahren mit 50 fing es an (normaler Durchschnitt). Ich habe ein paar Monate die Hölle durchgemacht und möchte hier nicht ins Detail gehen. War schlimm genug.

Ich hatte einen extremen Östrogen -Absturz. Angeblich haben sehr schlanke Frauen diesen Absturz stärker als füllige Frauen. Das kann ich nur bestätigen. Monatelang die Hölle mit schwerer Erschöpfung, Wallungen, Panikattacken und Schlafstörungen und Depressionen.

Bist du jetzt zufrieden? Mittlerweile geht es mir wieder besser. Manchmal habe ich noch eine Mini-Miniblutung, meistens aber monatelang gar keine.
Im Moment fühle ich mich wieder einigermaßen 'normal', kann wieder tanzen gehen und schwimmen.

Ich hoffe das Schlimmste ist vorüber.

Was hilft dir das jetzt?

Mit 34 solltest du Kinder kriegen und heiraten und Familie haben statt dir sinnlos den Kopf zu zerbrechen was in 20 Jahren los ist :)
 
  • #4
Gute Frage liebe MiaEmma. Denn ich habe gerade in den Wechseljahren eine neue Beziehung angefangen.

Ich arbeite hart an meiner Gesundheit, an meinem Aussehen, mache viel viel Sport, substituiere mich mit sehr vielen Nahrungsergänzungsmitteln, unter anderem auch ein pflanzliches Präparat gegen Wechseljahrsbeschwerden und achte sehr auf meine überwiegend vegane Ernährung. Mein Körper dankt es mir mit Fitness, gutem Aussehen, psychischem Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit.

ABER: ich bin nun in dem Alter (52), in dem ich was tun muß. Das hängt auch mit den Wechseljahren zusammen oder auch nur mit dem Alter. Keine Ahnung. Es scheint so, als würde mir nichts geschenkt.

Gott sei Dank bin ich psychsich wieder stabil, aber das hormonelle Auf- und Ab hat mir total zugesetzt. Besonders schlimm fand ich PMS in den Wechseljahren. Scheusslich. Das wurde aber RAPIDE besser seit ich meinen Körper substituiere. Ich habe mir sogar Eiseninfusionen geben lassen, die mich wirklich gepusht haben.

Ja, es ist möglich, diese Zeit problemfrei zu erleben und attraktiv zu bleiben. Aber nach meiner Erfahrung muß man viel dafür tun. Wers nicht glaubt, der schaue sich mal die Damen an, die nichts für sich tun. Dann sieht man schnell aus wie eine alte Matrone. Leider.

Aber zu Deiner Frage, wie die Wechseljahre meine Beziehung beeinflussen: gar nicht. Ausser: jeglicher Kinderwunsch ist passee. Logisch eigentlich. Anfang 50 bekommt ein Paar eben keine Kinder mehr.

Früher habe ich auch unter PMS gelitten. Oder besser gesagt meine Umwelt. Wie auch immer. Also würde ich mal sagen, dass nicht so sehr die Wechseljahre belastend sind als vielmehr generell das hormonelle Auf und Ab im Leben einer Frau. Nun scheine ich in der Menopause zu sein. Auch ganz prima. Ruhiger und gleichmässiger läuft es nun bei mir. Genaugenommen ist das monatliche Gesabbere nicht wirklich erfreulich, insofern höchst entbehrlich.

Allerdings ist die Menopause auch ein Symbol für einen neuen, reiferen Lebensabschnitt. Die Jugend scheint endgültig vorbei. Aber so ist es nunmal im Leben. Die Männer werden auch älter und haben ihre hormonellen Schwankungen und Potenzprobleme.

Ich könnte auch eine Hormontherapie machen. Aber damit ist das Risiko für viele Erkrankungen, auch Krebs und Schlaganfall erhöht. Und diesen Preis will ich nicht bezahlen.
 
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  • #5
Ich finde den Beitrag von SandraW sehr gut beschrieben. Auch ich (W52) bin so ziemlich durch mit meinen Wechseljahren. Es war unspektakulär mit gelegentlichen Hitzewallungen, auch in der Nacht, aber die Vorteile überwiegen ganz klar: keine Menstruation mehr!
Meine Libido hat keinen Schaden genommen, auch kann ich nicht über Scheidentrockenheit klagen.
Meine Schwester dagegen, 9 Jahre älter als ich, keine Kinder, nimmt heute noch Hormon Substitution und meint, ohne geht es nicht. Vielleicht eine Frage der Leidensfähigkeit. Ich meine, wer ein Kind geboren hat und aufgezogen hat, der wird auch damit fertig. Sie war kürzlich sehr überrascht als ich ihr erzählte, dass ich glaube damit durch zu sein. ich habe jetzt seit ca. 2 Jahren keine Menstruation mehr..
 
  • #6
Liebe FS,

Die Erfahrungen anderer werden Dir nichts nützen, denn die Verläufe sind individuell zu unterschiedlich wie ich bei Dutzenden gleichaltriger Freundinnen, Bekannten und Kolleginnen sehe. Daher werden Dir die Infos nichts nützen.

Ich liege mit 60 in den letzten Ausläufern:
- Mit Mitte 40 habe ich die ersten hormonellen Umstellungen gemerkt, mehr Testosteron. Das habe ich nicht negativ wahrgenommen, meine Umwelt schon, weil ich mir nichts mehr gefallen ließ, mich nicht mehr in Selbstzweifeln verlor. Das Ganze fand sein Finale in der Scheidung, die ich nach 20 Jahren Ehe einreichte.
- Mit 48 hatte ich zuletzt meine Regel, auch keine unregelmäßigen Blutungen. Knall auf Fall war es vorbei ohne sonstige Nebenwirkungen und das habe ich so von diversen Freundinnen gehört, die auch immer sehr schlank waren. Hier hat es vielleicht auch was damit zu tun, dass ich keine Kinder habe.
Das war toll: nie wieder Bauchschmerzen, keine Spanungsgefuehle in der Brust, keine Sorgen eine weiße Hose anzuziehen, schwimmen und Sauna ohne Bedenken, keinen Kopf machen um Verhütung....
- Eigentlich habe ich vor 2 Jahren erstmalig die Wechseljahre in Form von Schweissausbruechen wahrgenommen.
- Gewichtsprobleme hatte ich weder vor noch nach Eintritt der Wechseljahre. Ich habe halt schon immer viel Wert auf Sport und vernünftige Ernährung gelegt und mit etwas Gesundheitsbildung, weiß man, dass der Körper weniger Energiebedarf hat. Da muss man die Mahlzeiten anpassen und auf Frust-Schoki verzichten, wenn man nicht zunehmen will.
In regelmäßigen sportmedizinischen Untersuchungen bekomme ich die entsprechenden Auswertungen und weiß daher, was in Sachen Sport und Essen zu tun ist, also auch kein Problem
- Optik? Da verwechselt Deine Kollegin den natürlichen Alterungsprozess, dem ja auch die Männer unterliegen wohl mit den Wechseljahren. Hier gilt halt: Wer immer gesund gelebt hat, nicht geraucht, gesund gegessen, Sport getrieben, gute Hautpflege, keine exzessiven Sonnenbaeder genommen hat, ist im Alter klar im Vorteil.
- Sexualität besser denn je, liegt am Mann und an den Lebenserfahrungen, nicht an den Wechseljahren
- Leistungseinbruch? Ohja, das versuche ich grad meinen Vorgesetzten zu erklären, nicht weil ich nicht mehr leistungsfähig bin, sondern nicht mehr so leistungswillig. Ich habe nun halt andere Prioritäten in meinem Leben und muss mich nicht mehr unentwegt beweisen.
Wenn sie selber immer was von "jungen Leistungstraegern" rumtexten, lasse ich diesen gern Vorfahrt. Leider durchschaut ein guter Vorgesetzter das und lässt mir nicht die Komfortzone.
Und ja, im privaten Bereich zeigt sich auch die Neigung zur Komfortzone: ich gehe lieber segeln statt Fensterzu putzen. Letzteres macht dann eben der Fensterputzer, weil ich ja für die Zukunft nicht mehr sparen muss. Diese Denke ist typisch Wechseljahre.
 
  • #7
Hmm, also ich bin nun 44 und merke absolut nichts von Wechseljahren.

Ich fühle mich hingegen viel besser als vor 10 Jahren. Das Kind ist aus dem Haus, ich habe mehr Zeit für mich, für Sport, Wellness und Entspannung. Das wirkt sich positiv auf meine Gesundheit und natürlich meine Stimmung aus.

Beziehungserfahrungen habe ich mittlerweile einige gesammelt, die zwar teils hart waren, die ich aber auch nicht missen möchte, aber zwischenzeitlich dazu führten, dass ich alles wesentlich entspannter sehe, als noch vor zehn Jahren.

Zusammenfassend würde ich behaupten wollen, dass ich nunmehr ein besserer Beziehungspartner wäre, als ich es noch mit Anfang 30 war.

Ich denke, dass daran auch ein paar gesundheitliche Schwierigkeiten sofern sie dann tatsächlich eintreten, nichts ändern würde.

Vielleicht wird ja vor den Frauen in den Wechseljahren gewarnt, nicht wegen der Wechseljahresbeschwerden sondern der Tatsache, dass man mit ca. 50 doch erheblich mehr Lebenserfahrung hat und sich nicht mehr so unterbuttern lässt, wie mit Anfang 20.

Mancher Mann mag dies vielleicht so nicht händeln wollen / müssen.
 
  • #8
Ich bin wohl auch in den Wechseljahren, jedenfalls friere ich nicht mehr so stark wie die letzten Jahrzehnte, vielmehr gerate ich bei der kleinsten Anstrengung ( z.B. Bügeln ) ins Schwitzen. Ich schwitze, obwohl ich nicht mal ein bisschen heftiger atme.
Wie ich beim Training in der Muckibude aussehe, könnt ihr euch denken. Meine Haare sind naß, als ob ich geduscht hätte.
Boah, mies...
Immerhin denken die Pumper, dass hier endlich mal ein Frau beim Training an ihre Grenzen geht, so wie sie selbst und finden das toll.
Ich finde das Schwitzen richtig doof, mehr aber auch nicht.

Ich habe keine weiteren Symptome, nur dieses Schwitzen am Kopf.
( Falls jetzt hier wieder die Naturfreunde-Laien-Mediziner was von Schilddrüse oder irgendwas-mit-meiner-Ernährung-nicht-im-Einklang-mit-kosmischer-Energie oder so was lallen: ich war beim Arzt, alles in Ordnung )

Letzten Monat fiel meine Periode das erste mal aus und ich dachte schon, ich bin durch, aber diesen Monat war ich wieder dabei.
Immerhin habe ich an der Enttäuschung darüber gemerkt, dass ich wirklich gar kein Problem damit hätte, nicht mehr fruchtbar zu sein.
Das hatte ich mich nämlich schon mal gefragt.
Sowas ist ja irrational und hat auch nichts damit zu tun, ob man tatsächlich noch Kinder möchte.

Einen Einfluß auf meine Leistungsfähigkeit ( voll da ), Libido ( so gering wie eh und je ), Stimmung ( ausgeglichen und fröhlich wie immer ) haben meine vermuteten Wechseljahre nicht, Haare oder Haut oder Scheidentrockenheit kann ich nicht feststellen.
Ich habe auch nichts von der Pubertät gemerkt und auch in der Schwangerschaft oder wenn ich meine Tage hatte war ich wie immer.
Ist das Glück ? Oder eine Typfrage ?
Mir sind mein Körper und meine Weiblichkeit nicht wichtig.
Mir ist mein Geist, meine Intellektualität wichtig.
Ich habe eine irre Angst vor Demenz oder auch schon vor dem natürlichen Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit im Alter, während mir der Abbau meiner weiblichen Attraktivität nicht wichtig ist.
Wahrscheinlich, weil ich im ersten Fall viel, im zweiten wenig zu verlieren habe.

w 50
 
  • #9
Die Wechseljahre beschreiben einen Wechsel. In alten Kulturen von der gebärfähigen Frau in die "weise Alte". Das ist heutzutage im übertragenen Sinn immer noch so. Man muß einfach nicht mehr alles tun und sich nicht ständig selbst beweisen.
Meine Vorschreiberinnen haben das gut beschrieben. Das Leben wird in vielen Bereichen einfacher.
Ich hatte etwas Hitzewallungen, was mich in meinem Beruf sehr störte und nehme nun etwas pflanzliches. Ich war schon froh endlich keine Tage mehr zu haben, doch letzten Monat war ich dann doch wieder dabei. Ok. So what. Ich achte immer schon auf gesunde Ernährung, lebe vegan und treibe Sport. Mein Gewicht hat sich nicht verändert. Für mein Aussehen bekomme ich viele Komplimente , auch von Jüngeren. Und ja, ich finde mich heute attraktiver als vor 20 Jahren und ich bin immer wieder als Model gefragt. Ich trage mein Haar silbergrau, was mir auf Grund des Winterttyps richtig gut steht. Kurzum, die Wechseljahre sind nichts wovor Du Dich fürchten müsstest. Ein gutes Buch " jede Frau wird älter- fragt sich nur wie" von Sabrina Fox kann ich wärmstens empfehlen.
 
  • #10
Also ich stehe wohl vom Alter her kurz davor - und es interessiert mich schlichtweg nicht.
Kinderwunsch habe ich schon länger nicht mehr, und aktiv dafür gesorgt, dass ich keine weiteren mehr bekommen kann.
Dafür habe ich festgestellt, dass es jetzt für mich als Frau bzgl. Sexualität die beste Zeit ist - ich weiß was und wie ich will, ich habe keine Angst vor ungewollten Schwangerschaften und keine Hemmugnen mehr, meine Bedürfnisse zu artikulieren.

Es gibt Wichtigeres, und ich weiß doch sowieso nicht, wie es kommt.
Man kann sich Probleme auch herbei reden.
@sandra W hat es gut beschrieben.

Lebe die Lebensphase, in der Du jetzt bist, genieße, gestalte. Jetzt sind doch ganz andere Themen angesagt.
Und solche Kolleginnen, die mit ihren Horrorszenarien aufwarten? Gibt es nichts Lohnenderes, über das man sprechen könnte?
Ich denke dann lieber über die diesjährigen Sorten für meine Weihnachtsplätzchen nach :) - das kommt nämlich sicher.

w,48
 
  • #11
Ich bin jetzt 41 und denke mir auch jeden Monat "wär es doch schon vorbei", insofern kann ich verstehen, dass Du Dir Gedanken darum machst, was die Wechseljahre so mit sich bringen.

Ich erwarte aufgrund der Erfahrungen meiner Mutter, Tanten usw. nur postive Aspekte, ehrlich gesagt freue ich mich dauf. Die Menstruation mitsamt ihren Unannehmlichkeiten fällt weg und auch das leidliche Thema der Verhütung ist dann passé und so wie @frei schrieb hoffe ich auch, dass ich dann endlich nicht mehr ständig frieren muss:) Deshalb wünsche ich mir, dass es nicht mehr solange dauert bis es endlich soweit ist.

Um Verlust von Schönheit, Leistungskraft, Libido mach ich mir keine Gedanken - ich glaube nicht, dass der Verlust der Fortpflanzungsfähigkeit mich plötzlich häßlich, faul und lustlos macht. Ich meine es ändern sich ein paar hormonelle Dinge, aber ich als Mensch, Person, Frau bleibe doch gleich.
 
  • #12
Vielen Lieben Dank für die Rückantworten, die sehr ausführlich und ehrlich offen waren.
@Süsse65 zu deinem Rat bzgl. Kinder und Familie: ich habe eine 7- jährige wunderbare Tochter, mein Partner (hier auf EP kennnengelernt) eine 15-jährige wunderbare Tochter und die Heirat steht nächstes Jahr an. ;-) In dem Bereich bin ich wunschlos glücklich.

Warum beschäftige ich mich mit dieser Frage!? Ich bin der Typ @Moona. Ich arbeite auch hart an meiner Gesundheit und es irritiert mich wirklich von manchen Seiten zu hören, dass es irgendwann umsonst sein könnte, da der Körper in den Wechseljahren eh macht was er möchte. Das auch nicht nur der Körper eine Eigenleben entwickelt, sondern ja auch die Psyche. Ich bin ein Kontrollmensch und am strengsten mit mir selber. Ich denke dieser Kontrollverlust über meinen Körper macht mir jetzt schon gedanklich zu schaffen. Ich nehme keine Pille und bin somit meinem natürlichen Hormonhaushalt "ausgeliefert". Leider oder vielleicht auch Gott sei Dank, merke ich jede Phase des Zyklus. Die guten Phasen (die eine gute Woche nach der Periode) UND die schlechteren Phasen (um den Eisprung herum bis zu Periode). Einige Beiträge haben mich "beruhigt" und ich fand es schön zu lesen, dass man souveräner mit sich und der Umwelt wird. Zum Thema Sexualität: ob sie besser und erfüllender wird, mmhh, seit ich meinen Mann in Spe kenne, kann ich mir nicht vorstellen das es was besseres gibt aber schauen wir mal was kommt ;-)
Auch das Thema Verhütung ist für uns abgehackt, da er da in Abstimmung mit mir Vorgesorge getroffen hat. Deshalb gibt es für mich diesen einen Vorteil in den Wechseljahren nicht, da ich den ja jetzt schon habe.
 
  • #13
Das Argument, man sollte es auf sich zukommen lassen, hat defintiv seine Daseinsberechtigung aber man macht sich ja auch in anderen Hinsichten Gedanken um die Zukunft und versucht es in die für sich richtigen Bahnen zu lenken(Kinder, Haus, Job usw) UND ich mach mir eben Gedanken um die Wechseljahre.
Mir spukt auch im Kopf herum, als ich meine Pille absetzte vor Jahren(ich wollte endlich hormonfrei leben) konnte ich meinen damaligen Partner nicht mehr riechen. Somit überlege ich was passiert in den Wechseljahren, wenn sich der Hormonhaushalt wieder wandelt. Ihr merkt ich bin ein "Kopfmensch" aber Kommunikation hilft mir ;-)
 
  • #14
Die Hormone haben zweifellos große Macht über uns. Es nützt aber nichts, sich im Voraus Sorgen zu machen, denn damit kann man etwaige Unannehmlichkeiten später auch nicht verhindern. Da die Umstellungen bei jeder Frau unterschiedlich ablaufen, kann man hoffen, dass es nicht unangenehm wird. Falls doch, kann man zu gegebener Zeit etwas gegen Begleiterscheinungen tun. Selbst, oder/und mit Hilfe von Schul- oder Alternativmedizin. Die Aussicht, dass es dann keine monatlichen Bauchkrämpfe u Rückenschmerzen mehr geben wird, finde ich positiv.
 
  • #15
Es ist so, das man viele Dinge auf sich zukommen lassen muss. Sie lassen sich nicht verhindern oder steuern. Es gibt viele Themen die man nicht kontrollieren kann. Alte Eltern z. B. Da musst du durch. Wann man in die Wechseljahre kommt und wie sie sich auswirken, ist so individuell. Die Vorboten fangen schon mit ca. 40 an. Haarausfall, usw., können kommen, müssen aber nicht. Wechseljahre bringen manchen viele Probleme, die meisten lügen aber, wenn du sie fragst. Ich kenne Frauen, denen man das voll anmerkt, jeder merkt es, die in der Nervenklinik landen und trotzdem bockig den Motorradführerschein mit ü50 machen, auch wenn sie nicht mehr auf den Bock kommen. Aber die haben das nicht. Dafür fährt die, die immer diesen Lappen hatte, jetzt doppelt so schnell. Es gibt dicke Bücher dazu. U. a. "Weisheit der Wechseljahre". Es hilft nicht vorher zu lesen. Das ist, als wenn dir jemand erklärt, wie was schmeckt das du nicht kennst. Es hilft nur reinbeißen. Gerne gesehen sind Begleiterscheinungen wie Libidoverlust, ständige Blutungen und dann wieder Monate keine mehr, Hitzewallungen, Schlafstörungen, Zunahme und Depressionen werden angeschoben Streit, abgefranste Nerven, "sich nix mehr gefallen lassen" = "ehrlich" ---> Trennung. Eine Hundepension mit eigenem Jodeldiplom gründen? WECHSELJAHRE! Wenn du krank wirst, braucht es deutlich länger. Es wird viel mit Mittelchen experimentiert. Mir hilft das nicht, andere schwören drauf. Manche brauchen Hormone und das hilft dann aber auch was. Mehr als das haben Ärzte auch nicht, außer "Sport" und nur noch drei mal am Tag essen, nichts nebenher in sich reinstopfen. Sie testen nicht mal den Hormonspiegel. Wann es um ist wissen sie nicht, ebenso wenig ab wann du nicht mehr verhüten musst. Manche Frauen haben auch wirklich nichts, andere fast alles. Gesund leben ist immer gut, aber keine Garantie für irgendwas. Soviel habe ich die letzten Jahre lernen müssen: Man stirbt auch als Nichtraucher*in mit Größe 34 und Mutterkreuz und als yogatreibender Veganer unter 50. Da sind die letzten Jahre einige vor mir gegangen. Nach diesen schwarzen Prognosen - Wie kann man sein Leben jetzt noch retten? ;-) Das Zauberwort heißt JETZT. Befinde dich jetzt im Jetzt. Drüber nachdenken ist natürlich nicht verboten. Es kann sein, dass es nicht so wird, es kann sein das dir "gesund leben" nichts bringt. Das zu tun hilft aber deinem seelischen Wohlbefinden. Dein bester Helfer ist dann, dass deine Psyche OK ist. Die Buchhändlerin hier weiß inzwischen von welchem Regal das schallende Gelächter kommt. Frauen um die 50 die sich in den vielen Ratgebern wiedererkennen. Nach mir werden viele Posts erscheinen, die dir sagen, das es aber alles ganz anders ist. Was du aus dem o. g. Baukasten abgreifen wirst, entscheidet dein Körper dann beizeiten an deiner Vernunft vorbei. w50. Schon 3,5 Jahre drin.
 
  • #16
Ich arbeite auch hart an meiner Gesundheit und es irritiert mich wirklich von manchen Seiten zu hören, dass es irgendwann umsonst sein könnte, da der Körper in den Wechseljahren eh macht was er möchte. Das auch nicht nur der Körper eine Eigenleben entwickelt, sondern ja auch die Psyche.

Das hat aber nichts mit den Wechseljahren zu tun sondern ganz allgemein mit dem natürlichen Altern.
Altern gehört zum Leben und man sollte es akzeptieren, dass es so ist. Als Jugendlicher hatte ich Zeiten, da wollte ich nie erwachsen werden - und dann... dann konnte ich es nicht abwarten, endlich erwachsen zu sein, einen Job zu haben, eine eigene Wohnung, eine Familie und Kinder. Du bist gerade in der Phase, in der du nicht alt werden möchtest - ich bin schon in der Phase, in der ich es genieße, nicht mehr arbeiten zu müssen (nur noch zu wollen), in der ich erlebe, dass es schön ist, nicht mehr "hart" an mir arbeiten zu müssen sondern es zu akzeptieren, dass die ersten kleinen Alterskrankheiten auftauchen. Die kommen, ob ich daran arbeite oder nicht. Ich sehe sehr wohl, dass auch mein Körper Altersspuren aufweist und wird das nicht an sich sieht, der ist einfach blind.
Selbst mit noch so harter Arbeit kannst du das Altern nicht aufhalten, es ist der Lauf des Lebens.
Und dass sich die Psyche verändert - ja, aber eher dahin, dass man zufriedener wird. Mag sein, dass einige Frauen während des Wechsels Stimmungsschwankungen haben. Aber danach ist das dann auch wieder vorbei. Ich hatte nie das Problem. Glück gehabt.

Wenn ich meine 90jährige Mutter anschaue, dann fürchte ich mich auch davor, wie ich in knapp 30 Jahren aussehen werde. Aber sie ist glücklich und zufrieden, dass sie noch klar bei Verstand ist und ihren Haushalt alleine führen kann. Das zeigt mir dann wieder, dass man der Jugend nicht nachlaufen muss, denn man wird sie nie erreichen. Das Leben ist Veränderung und das Alter gehört dazu. Man muss nur das Beste daraus machen.
Wer nicht alt werden will, muss eben jung sterben.
 
  • #17
Das Argument, man sollte es auf sich zukommen lassen, hat defintiv seine Daseinsberechtigung aber man macht sich ja auch in anderen Hinsichten Gedanken um die Zukunft und versucht es in die für sich richtigen Bahnen zu lenken(Kinder, Haus, Job usw) UND ich mach mir eben Gedanken um die Wechseljahre.

Liebe MiaEmma,

viele Sachen kannst Du beeinflussen, gestalten.
Einen biologischen Prozess allerdings nur am Rand.
Wie jede Frau ihre Periode anders elebt, ist auch dies einfach ein körperliches Thema.

Was frau machen kann?

Auf ihre Gesundheit achten, fit bleiben.
Und ganz wichtig - die psychische Komponente, wenn ich einfach akzeptiere, was kommt, ist es leichter, als wenn ich vorher schon die ganzen Horrorszenarien hinein ziehe.

Bei meiner ersen Schwangerschaft hörte ich 1000ende Geschichte, was alles passieren könnte, was evtl. passiert ist - Bücher voll mit Katastrophen. Dazu die Geschichte meiner eigenen Mutter - d.h. reale Risikokomponenten
Irgendwann sagte ich mir STOPP, ich will es gar nicht hören. Ich schaffe gute Rahmenbedingungen, freue mich auf das entstehende Wesen und gehe vom Best Case aus - meine Sicherheit war die Wahl der Geburtsklinik, ich wollte die nächste Uniklinik, für den Fall der Fälle.
Und? Es ging alles gut, ich habe auch Nr. 2 bekommen.

Dies als Analogie - Du kannst Dir alle Horrorszenarien anhören, diese verinnerlichen, und dann glaube ich an mentale Kräfte - dann wird es auch für Dich schwierig.
Oder Du entspannst Dich, nimmst es als ganz natürlichen Prozess, der einfach zum Leben dazu gehört.

Für viele sind die Wechseljahre aufgrund der psychischen Komponente schwierig - Frau verliert die Fruchtbarkeit, Frau wird älter - damit ist es nicht mehr wegzudiskutieren.
Männer, auch wenn sie es nicht ganz so offen zugeben, haben mit dem Thema genauso zu tun - gerade die Komponente älter werden, nachlassende Libido, Erektionsfähigkeit ist bei ihnen das Thema.

Wichtig ist sich nach wie vor als vollwertige Frau bzw. Mann zu fühlen, sich zu sehen, unabhängig von diesen biologischen Prozessen.

Etwas weniger Kopf, etwas mehr Gefühl, übrigens wärst Du ein Kopfmensch, würdest Du Dich nicht so verunsichern lassen.

Wovor hast Du Angst, was sind Deine konkreten Befürchtungen, dass Dich ein Thema beschäftigt, das noch so weit entfernt ist?
 
  • #18
Bei mir kam das schrittweise. Mit 46 Schlafstörungen und ein deutliches Absacken der Libido. Schlafen konnte ich nach ein paar Wochen wieder gut (aber nie mehr so gut wie früher, als ich wie ein Stein schlief), die Libido hat sich dauerhaft auf einem tieferen Niveau als zuvor eingependelt, was mir recht ist. Mit 49 dann nicht mehr regelmässige und viel stärkere Blutungen, mal alle zwei Wochen, mal zwei, drei Monate gar nix. Die starken Blutungen waren zunächst mühselig, es war mir beruflich nicht immer möglich, im Stundentakt völlig überschwemmte Binden zu wechseln, ich kam dann auf die Idee, Inkontinenzeinlagen zu benutzen (und nachts Inkontinenzhöschen, damit ich nicht zwei Mal den Wecker stellen musste, um nicht das Bett vollständig zu verbluten. Die Dinger sahen heiss aus, mein damaliger Freund hat sich schlappgelacht!) Nun habe ich seit sieben Monaten keine Blutungen mehr, ich nehme an, das war's dann. Exakt vor sieben Monaten habe ich wieder ein paar Wochen lang mies geschlafen, das hat sich dann auch wieder gelegt. Keine Wallungen, keine Stimmungsschwankungen, keine Veränderung der Leistungsfähigkeit, und zu- oder abgenommen habe ich auch nicht. Doch, da fällt mir grad ein, dass meine Brüste mit etwa 40 von einem A zu einem B mutiert sind, ich fand sie vorher ok und finde sie jetzt ok.

Ich hatte nie Probleme mit den Monatsblutungen und hätte mir eigentlich gewünscht, sie noch viel länger zu haben. Ich habe so ein bisschen die Vorstellungen, dass frau nach den Wechseljahren einen Schnurrbart kriegt und sich die Figur vermännlicht. In der Tat zupfe ich mittlerweile Gesichtshaare aus, und ich fürchte, meine Taille ist im Begriff, sich zu verabschieden. Da ich keine Hormone schlucken möchte, bleibt mir nur, mich mit diesen Veränderungen abzufinden. Ganz angefreundet habe ich mich noch nicht mit dem Älterwerden.

Meine Partnerschaft haben die letzten Veränderungen nicht beeinflusst, wobei ich meinen jetzigen Freund erst vor 10 Monaten kennengelernt habe. Ich glaube, er empfindet mich nicht anders als vorher.

Ich habe das mit der Pille auch erlebt, dass Männer anders "rochen". Die Hormonveränderungen der letzten Jahre hatten keinen Einfluss darauf, wie lecker ich meine Männer fand.

Mach dir keine Kopf, liebe MiaEmma, es kommt, wie es kommt.

Frau 51
 
  • #19
Den Beitrag von gast_w kann ich nur unterstreichen. Sehr gut auf den Punkt gebracht.

Ich selbst werde im nächsten Monat 51 und mir geht es soweit so gut. Bin vor einem Jahr meinen ersten und wahrscheinlich auch letzten Marathon gelaufen. Ich hatte mich konsequent darauf vorbereitet und mir als Deadline meinen 50. gesetzt. Das war auch gut so. Eine Woche nach meinem großen Lauf habe ich die stärkste Blutung meines Lebens bekommen. Den Lauf hätte ich damit vergessen können. Manches im Leben ist eben doch Schicksal.
Seitdem habe ich Dauerblutungen, welche von einem Myom verursacht werden. Mein Arzt und ich erhoffen uns, durch Rückgang der Östrogene mir die eigentlich unabdingbare OP zu ersparen. Ein Jahr doktorn wir nun schon rum und wir sind zuversichtlich.

Ansonsten werden die Wechseljahre ja sehr unterschiedlich erlebt. Ich versuche es mit Heilkräutertees, Yoga (tut mir sehr gut), Sport, angepasste Ernährungsweise. Leichte Hitzewellen habe ich bisher nur des nachts.
Aber auch ich habe mich frühzeitig mit allgemeiner Gesundheitsfürsorge auseinandergesetzt.

Ich sehe diesen Lebensabschnitt jedoch wie viele Mitschreiberinnen nicht ausschließlich positiv. Es ist das Alter, was auf uns zukommt mit all seinen Unwägbarkeiten. Da sind die Jahre zwischen 50 und 60 ja die jungen Jahre. Danach hat die ganze Thematik für mich einen ungewissen, nicht greifbaren Aspekt.

Aber wie schon gesagt, im Endeffekt musst du es auf dich zukommen lassen und lernen anzunehmen, was du nicht ändern kannst. Die Wechseljahre haben eben auch etwas fatalistisches. Da du sowieso ein Kontrollmensch bist, ist fatalistische Gelassenheit vielleicht auch das, was dir helfen könnte, loszulassen. Sich vor Augen führen, dass die Natur sich ihren Weg bahnt und du nur so gut es geht, unterstützen kannst. Millionen Frauen sind in den Wechseljahren und Millionen werden sie bekommen. Wir sind nicht die einzigen und werden es überleben.
 
  • #20
Warum machst du dir denn mit 34 über Wechseljahre Gedanken? Tickt deine biologische Uhr? In dem Alter macht man sich doch eher Gedanken über die Familienplanung oder nicht? Ich werde 43 und man sagt ja, dass ab 40 die Hormonumstellung anfängt und die Menopause ab ca. 50. Schau dir doch deine Mutter an, dann weißt du ungefähr, was dich erwartet.
Optik? Leichte Gewichtszunahme merke ich schon jetzt und das ABnehmen ist schwieriger - ich kann den ganzen Tag nichts essen und nehme trotzdem zu. Früher habe ich gegessen, was ich wollte und wurde immer der Magersucht bezichtigt :)
Aber warum orientierst du dich mit 34 an einer Mitte 50jährigen?
Und was bei ihr ist, kann bei dir doch ganz anders sein.
Wovor hast du genau Angst?
Das Älterwerden macht vor niemandem Halt - ich bin froh, dass ich kein Mann bin, weil die alle Haarausfall bekommen und sich nicht schminken können :) Das ist hart.
Ansonsten gibt es doch SPort, Ernährung, Botox und Hyaluron und zur Not auch Hormonpflaster, falls man von Schweißausbrüchen gebeutelt wird.
Ich wurde ab 20 mit PMS-Nachtschweißausbrüchen beim Östrigenabfall gebeutelt - das hab ich jetzt nicht mehr - war auch unangenehm. :)
Sex ist besser als früher, aber ich stehe denke ich auch noch vor den Wechseljahren oder bemerke außer der Sache mit dem Gewicht wenig... muss jetzt mehr joggen gehen...
 
  • #21
Hallo liebe MiaEmma,

mach´ dir bitte jetzt keinen Kopf. Meine Vorrednerinnen haben eigentlich schon alles gesagt. Es ist bei jeder Frau unterschiedlich.
Ich sehe das jetzt bei mir und vielen Freundinnen: Eine (ein Kind) hatte gar nichts, mit 54 hat sie zudem mit einer Ernährungsumstellung 38kg abgenommen und es geht ihr sehr gut. Eine ist jetzt mit 48 (kein Kind) ganz plötzlich in den Wechsel gekommen und nimmt jetzt Hormone, weil sie alle möglichen Zustände hatte. Bei einer anderen hat erst jetzt mit 52 die Regel begonnen auszusetzen.

Bei mir selbst hat es sich seit einem Jahr bemerkbar gemacht, bzw. ich habe keine (außer einmal lange, und einmal eine Zwischenblutung) Regel mehr. Manchmal habe ich Schweißausbrüche, in Intervallen, vergeht wieder. Leider habe ich auch plötzlich eine Allergie und Hashimoto bekommen, aber egal.

Der springende Punkt ist, dass du auf dich selbst achtest und auf eine Balance in deinem Leben. Ich habe bis 45 in jeder Hinsicht wirklich hart gearbeitet bis ich mich fast aufgerieben habe.
Dann habe ich einiges in meinem Leben umgestellt, eine Therapie gemacht und jetzt ist es gut. Mir ist es noch nie besser gegangen und ich sehe auch entsprechend aus.
Natürlich gab und gibt es Momente der Wehmut, man wird halt älter und es ist nicht aufzuhalten. Aber man kann aus dem was man hat das Beste machen.
Gewichtsmäßig war ich immer schlank und habe zwar nicht viel, aber regelmäßig Sport betrieben. Jetzt mache ich zusätzlich Krafttraining der Gesundheit zuliebe (2 x die Woche, halbe Stunde).
Im Sommer trage ich problemlos Shorts.
Libido hat sich gesteigert und die Freude an jeder Art der Zweisamkeit.
Also, achte auf dich genauso wie du auf deine Kinder, deinen Mann und deine Lieben achtest und akzeptiere, dass auch dieser Abschnitt zum Leben dazugehört und alles wird gut!
 
  • #22
Vielen Dank für die Antworten.
Einige Schreiben: Auf sich zu kommen lassen, es passiert eh was die Natur vorsieht usw.
Ich glaube da liegt mein Problem! Kann ich wirklich nichts beeinflußen mit Sport, Ernährung, evtl. auch Nahrungsergänzungsmittel usw.
Diese Frage wird mir keiner Beantworten können :)
 
  • #23
Hier meine Antwort: nein, kannst du nicht, es kütt wie et kütt, entweder hast du Wechseljahresbeschwerden oder nicht, Gesund leben, sport treiben, all das ist eine gute Idee und wird immer wieder gerne genommen, aber wirklich beeinflussen kannst du die Wechseljahre damit nicht. Manchen Frauen helfen pflanzliche Stoffe, manchen nicht. Du kannst nicht hellsehen, es gibt keine Garantie.
 
  • #24
Natürlich kannst du die Wechseljahre nicht aufhalten, egal wie viel Sport du treibst oder was du isst.

Sonst könntest du ja mit 60 oder 80 noch Kinder kriegen - ich denke nicht dass das in deinem Sinne wäre.
Die Natur hat das natürlich schlau eingerichtet, damit wir Frauen nicht ewig Kinder kriegen müssen.
Früher ohne Verhütung kam jedes Jahr ein Kind, und die Frauen waren dankbar wenn endlich Schluss war mit dem Kinderkriegen.

Ob du starke Beschwerden bekommst oder nicht kannst du nicht beeinflussen.

Manche Frauen leiden sehr stark, obwohl sie ein Leben lang gesund gelebt haben (so wie ich), und manche Frauen die keinen Sport machen und rauchen merken eher wenig.

Verstehen tue ich aber immer noch nicht warum frau sich mit 34 über so was Gedanken macht.

Du bist doch mitten im Leben und aus meiner Sicht noch blutjung :)
 
  • #25
Kann ich wirklich nichts beeinflußen mit Sport, Ernährung, evtl. auch Nahrungsergänzungsmittel usw.
Diese Frage wird mir keiner Beantworten können :)
Nein, das kann dir niemand beantworten.
Dazu müsstest du dich klonen. Dein eines "Ich" müsste all das machen, das andere "Ich" lässt es bleiben. Ist dann ein Unterschied zu merken, dann hast du deine Antwort. Du kannst aber nicht von anderen Frauen auf dich schließen.
Gesund leben ist eh gut, auch ohne Wechseljahre. Aber man darf sich auch nicht selbst die Schuld geben, wenn man Beschwerden bekommt. Ist eben so.
 
  • #26
Ja, wenn die Reproduktionsphase abgeschossen ist, wird Sexualität weniger wichtig
Dem kann ich so nicht zustimmen. Ich hatte mit 30 ein schönes Sexleben aber jetzt mit 58 ist es häufiger und schöner. Nach den Wechseljahren wird der Sex viel entspannter, sagen auch meine Freundinnen. Mit meinem neuen Partner erlebe ich jetzt schon sechs Jahre meinen "zweiten" Frühling. Ich kenne auch keine Frau, die extrem unter den Wechseljahren gelitten hat. Nur Hitzewallungen hatten wir alle. Aber Scheidentrockenheit, juckende Haut, dünne Haare oder Gewichtszunahme trat bei keiner auf. w58
 
  • #27
Dem kann ich so nicht zustimmen. Ich hatte mit 30 ein schönes Sexleben aber jetzt mit 58 ist es häufiger und schöner. Nach den Wechseljahren wird der Sex viel entspannter, sagen auch meine Freundinnen. Mit meinem neuen Partner erlebe ich jetzt schon sechs Jahre meinen "zweiten" Frühling. Ich kenne auch keine Frau, die extrem unter den Wechseljahren gelitten hat. Nur Hitzewallungen hatten wir alle. Aber Scheidentrockenheit, juckende Haut, dünne Haare oder Gewichtszunahme trat bei keiner auf. w58

Ich kann das eigentlich so bestätigen. Meine Freundin ist älter als ich (52) und befindet sich sogar zur Zeit mitten in den Wechseljahren. Das ist aber überhaupt nicht schlimm für unsere Beziehung und das sie mit ihrer Sexualität abgeschlossen hat, ist total Unsinn. Wir haben ein sehr gutes und ausgefülltes Sexleben und ich würde sogar behaupten, dass sie sogar ein stärkeres sexuelles Verlangen hat als ich. Oft geht die Initiative auch von ihr aus und wir beide genießen das auch sehr.
Vor ihr hatte ich ja nur jüngere Freundinnen und ich finde sogar, dass sie weniger Lust hatten und der Sex unregelmäßiger stattfand.

Ich denke, es gibt mit Sicherheit auch Frauen die mit ihrer Sexualität abschließen. Ob das mit den Wechseljahren zu tun hat kann ich als Mann natürlich nicht sagen, aber vielleicht ist es ja auch wirklich nur eine Sache der Einstellung. Vielleicht war das Interesse an Sex ja auch vorher nie so besonders stark gewesen...
 
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