• #31
Für mich ist ein Partner die Vertrauensperson schlecht hin. Mit ihm will ich nicht nur das Bett teilen und den Alltag meistern. Wenn ich da einem Freund von mir den Vorzug geben würde ,egal wie lange ich den kenne,dann trete ich meinen Partner damit in den A.....
Ich hätte auch null Respekt vor meinem Partner wenn er das dulden würde.
Freundschaften sind wichtig .Aber ein Partner sollte die Nummer eins sein. ( ausgenommen sind Kinder und Familie im gesunden Mass).
Wenn dieser Mann von der die FS spricht ,diese Freundschaft nicht in einem angemessenen Hintergrund stellen will (was übrigens jeder normale Freund kapiert und sich sogar von alleine zurückzieht ), dann würde ich als seine Partnerin in zum Teufel scheren.
Ganz einfach.
Und nicht,liebe Lilli 2000 ,aus Mangel an Selbstbewusstsein. Ganz im Gegenteil. Aus Respekt zu meiner eigenen Person.
 
  • #32
Es geht nicht um Erotik, nicht mal um den Wunsch des eigenen Freundes danach. Es geht darum, dass man ein Teil eines Paars sein will. Zu jemandem gehören, jemandem wichtig sein. Gerne wichtiger als alle anderen ( Kinder ausgenommen ).
Das stimmt nur bedingt. Pflegt man innige Freundschaften, ist emotionaler Platz besetzt. Der neue Partner hat von vornherein kaum eine Chance, gegen teilweise jahrzehntelange Bande gegenzuhalten. Ihm wird ein Platz des Bettgefährten und Tagesbegleiter eingeräumt, aber keineswegs einer Vertrauensperson. So hat man zwar "innige Freundschaften", es wird aber geflissentlich übersehen, dass man jahrelang Single bleibt oder von einer Beziehung in die nächste schlittert. Schliesslich will man sich " nicht für den anderen verbiegen".
Genau es geht um die Priorität der Person und die Positionierung aller Beteiligten im Beziehungsgefüge.

Dem Partner steht meiner Meinung nach, nach möglichen Kindern die Prio 1 zu. Er sollte auch die Vertrauensperson 1 sein. Mit ihm sollte ich gemeinsame Zukunftspläne, Träume, Projekte die verbinden haben.

Wenn der Partner hinter einem besten Freund (der muss nicht gegen- sondern kann auch gleichgeschlechtlich sein) dauerhaft zurück gesetzt wird, z.B. die Paarzeit regelmässig weniger als die Freund-Zeit beträgt, stimmt aus meiner Sicht diese Rangordnung nicht. Dann handelt es sich primär um eine sexuelle Partnerschaft.

Das gesamte Dreiecks-Konstrukt hat dann einen bedingt polyamoren Charakter. Der zentrale Partner hat seine Hauptbeziehung in zwei Komponenten (platonisch und sexuelle) zerlegt und diese auf zwei Personen verteilt. Der sexuelle Partner ist austauschbarer als der platonische Partner und wird entsprechend behandelt.

Die aus meiner Sicht richtige Rangordnung ist nach meiner Sicht auch in Frage gestellt, wenn viele Freunde/Bekannte die Rolle des besten Freundes einnehmen und der "Partner" nur ein gleichberechtigter von Vielen ist und entsprechend nur einen kleinen Teil der Zeit zugeteilt bekommt. Diese Zuteilung erfolgt ggf. sogar noch spontan, willkürlich, unregelmässig.

Auch dann reduziert sich die besondere Rolle des Partners auf eine sexuelle Komponente. Aus meiner Sicht wäre dieses keine Partnerschaft sondern eine Freundschaft+ oder nur Bekanntschaft +. Das Label Partner wurde dann nur aus taktischen Gründen (so bekomme ich Sex oder habe jemanden der zu mir zärtlich ist) vergeben.

Fehlende Prio spricht aber auch für fehlende Liebe bzw. Verliebtheit.
 
  • #33
Mir persönlich steht es nicht zu, die Freunde meines Partners und deren Beziehung zueinander zu bewerten. Ich finde es aber auch nicht "respektlos", wenn mein Mann auch zu anderen Menschen nett/liebevoll/verbindlich ist. Genau das mag ich ja an ihm, ich fühle mich dadurch auch nicht in meiner Postion als seine "Nr. 1" bedroht.

Nie, niemals und unter gar keinen Umständen würde ich ihm Dinge madig machen, die ihm wichtig sind.
Denn, wenn ich Probleme damit hätte, dass er z.B. seine (fiktive) beste Freundin nach meinen Maßstäben zu sehr mag, liegt das wohl an mir und nicht an ihm. Ich kann ja nicht erwarten, dass er meine Maßstäbe über seine stellt, wenn ich das umgekehrt auch nicht kann.

Ist doch befremdlich, wenn Menschen erwarten, dass ihr Partner die eigenen Bedürfnisse für sie hintenanstellt, tun das selbst aber nicht, denn sonst könnten sie sein Verhalten ja akzeptieren.
 
  • #34
Es geht ja nicht um Freunde, sondern dezidiert um einen besten Freund. Ich war noch nie in so einer Situation. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich eine Frau anziehend finde, die einen innigen besten Freund hat.
Ich denke viele lassen sich gerne gießen, von wem auch immer, Hauptsache sie werden nass. Bei den meisten dieser innigen Mann-Frau-Freundschaften will/wollte doch einer mehr und hat sich mit dem status quo arrangiert. Das latente Verlangen ist aber da.

Also wenn Frau sich Energien schon verschiedensten Männern holt, dann kann sie ja gerne auf meine verzichten.
 
P

Papillon

  • #35
Mir geht es da wie @Laleila oder @Coco78, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Männer wollten letztendlich immer mehr. Eine Freundschaft war uninteressant. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht klappt es im hohen Alter. Die Antworten der älteren Damen hier machen Hoffnung. Aufgrund dieser Erfahrungen schaue ich umgekehrt sehr sehr skeptisch, wenn mein Freund eine 'Freundin' hat.
 
  • #36
Vielen lieben Dank für eure Antworten, die ja schon sehr unterschiedlich sind!

Im Fall meiner Bekannten war es so, dass der Mann in seine beste Freundin früher verliebt war und sie ihn nicht wollte. Sie hatten auch ein paar Mal Sex. Später lernte er seine Partnerin kennen, die von dieser Vergangenheit weiß, aber trotzdem die Freundschaft akzeptieren muss (oder sich eben trennen). Sie verbringen viel Zeit zu zweit (ohne Partnerin), die Chemie stimmt einfach. Mir geht es nicht direkt um meine Bekannte, sondern die Fragestellung im Allgemeinen.

Es kamen hier auch einige Beispiele mit „Freunden/Freundinnen“(also eine/r von mehreren), aber ich finde „ein(e) beste(r) Freund(in)“ ist nochmal was anderes.

aber eben nur die Nr. 2-Frau im Leben dieses Mannes
Das finde ich ist vielleicht das wichtigste Kriterium.

Ganz simple Antwort:
Wer meine beste Freundin nicht akzeptieren kann, hat in meinem Leben nichts verloren.
Ich verstehe deine Sichtweise. Nur wenn ich mir vorstelle, dass ein Schiff untergehen würde und es nur noch einen Platz im Rettungsboot gäbe…wäre er für die beste Freundin oder die Partnerin, d.h. wessen wohl liegt mir mehr am Herzen?
 
  • #37
Mein Freund hat eine beste Freundin, die zudem seine Ex ist. Mit ihr war er im Alter von 16 bis 22 Jahren zusammen. Heute ist er 53, ich 48, sie 56. Die beiden sind sehr verbunden, haben einen gemeinsamen Freundeskreis, sie ist die Patentante seines Sohnes und buegelt ihm einmal im Monat seine Hemden (kein Witz). Seit wir zusammen sind, sehen sie sich deutlich weniger (ca. einmal im Monat zum Kloenen unabhaengig von den Hemden). Ihre Beziehung besteht schon so lange, dass ich mir nicht anmassen wuerde, sie zu unterbinden. Mit der Haeufigkeit ihrer Treffen komme ich klar und mit ihrem Umgang untereinander auch. Weihnachten waren wir mit seinen Freunden zum Skilaufen, auch da war sie eine Woche mit dabei. Sie ist uebrigens Single. Letztendlich ist es glaube ich wichtig, wie sich alles anfuehlt: Ich finde sie nett, aber nicht attraktiv und empfinde sie nicht als Konkurrenz. ABER: Waere sie total sexy und wuerde zu viel Zeit mit meinem Freund verbringen, waere das sicherlich anders. Nach seiner Scheidung war mein Freund 3 Jahre Single und sie auch. Er sagte mir einmal, dass sie zu der Zeit sehr wichtig fuer ihn und das Kind war und er sich gefragt hat, ob das wieder was mit ihnen werden koennte. Das hat mich natuerlich aufhorchen lassen, aber letztendlich ist er mit mir zusammen, nicht mit ihr. (Sorry, dass der Text nicht ganz rund ist,habe eine Tastatur ohne Umlaute und ohne sZ).
 
  • #38
Meine wunderschöne Freundin hat eine ganze kleine Herde von männlichen Freunden, die ihr Auto reparieren, ihre Umzugskisten tragen und Gewehr bei Fuß stehen, sobald sie ruft..
Deine Freundin kenne ich nicht und möchte ihr nichts unterstellen.

Die Frauen in meinem Umfeld, die ähnliche Konstellationen leben, speisen den Eifer der Herren allerdings sehr deutlich durch ihr Verhalten.
Heißt sie machen den Männern durchaus Hoffnungen, kokettieren, flirten, wimpernklimpern und legen ein insgesamt opportunistisches, zweckorientiertes Gebaren an den Tag. Natürlich um ihre treuen Fans und Haushaltshelfer nicht zu verlieren.

Das sind auch die ersten, die ihre "Kumpels" in den Hintern treten, wenn sie sich selbst verlieben und verpartnern - dann haben die Mohren ausgedient und können gehen.
Würde so eine Frau sich klar positionieren und verhalten, wäre sie trotz ihrer äußeren Attraktivität ihre Adlaten sofort los. Weil das eben keine Freundschaften sind, so wie die meisten Menschen Freundschaft verstehen.

Einen Mann mit einer solchen "besten Freundin" würde ich ablehnen. Bei solchen Frauen zücke ich Kreuz und Knoblauch, denn hier sind Kämpfe vorprogrammiert.
 
  • #39
Im Fall meiner Bekannten war es so, dass der Mann in seine beste Freundin früher verliebt war und sie ihn nicht wollte. Sie hatten auch ein paar Mal Sex.
Eine Partnerschaft in dieser Form könnte ich mir nicht vorstellen. Die beiden empfinden sicherlich mehr als nur Freundschaft oder zumindest einer von beiden.

Es kamen hier auch einige Beispiele mit „Freunden/Freundinnen“(also eine/r von mehreren), aber ich finde „ein(e) beste(r) Freund(in)“ ist nochmal was anderes.
ich bin der gleichen Meinung. Es geht hier um die "beste Freundin", die wohl alles von ihm kennt/weiss, was die Partnerin noch nicht wissen kann oder nie wissen wird. Das ist zum scheitern verurteilt. Ich lernte einen Mann kenne, der auch eine beste Freundin hat. Er redete nur von ihr und das gab mir zu denken. Ich habe den Kontakt dann eingestellt, weil ich kein 5 Rad am Wagen sein möchte.
 
P

Papillon

  • #40
Liebe Nordlicht,
es kommt ja jetzt ganz darauf an, wie lang deine Freundin mit dem Mann zusammen ist. Meine Erfahrung war immer, die sogenannte 'Freundin' vom Beziehungsanfang war plötzlich von der Bildfläche verschwunden. Ich nahm dann die Position der Vertrauten meines Freundes ein. Das Problem erledigte ohne mein Zutun von selbst. So sollte das meiner Meinung nach gefühlsmäßig sein. Da braucht man gar keinen Argwohn. Das ist vielleicht das was @morslucis gemeint hat. Hierfür braucht es auch einbisschen Selbstvertrauen.
Es gab aber allerdings eine Ausnahme, ein Ex-Freund hatte andere Prioritäten. Er klärte mir, das Freundschaften längerhalten als Beziehungen und dementsprechend setzte er die Prioritäten. Ich habe das dann auch getan, in der Beziehung konnte ich mich nicht wohl fühlen.
 
  • #41
, ist emotionaler Platz besetzt. Der neue Partner hat von vornherein kaum eine Chance, gegen teilweise jahrzehntelange Bande gegenzuhalten. Ihm wird ein Platz des Bettgefährten und Tagesbegleiter eingeräumt, aber keineswegs einer Vertrauensperson.
Das sehe ich keineswegs so. Das was ich mit meinem besten Freund/Freundin bespreche, sind Sachen, die ich nicht mit meinem Partner besprechen kann oder will.

zB Gedanken, die ich mir über meinen Partner mache, ob und wie ich etwas anspreche oder um mir vorab eine andere Meinung einzuholen, meine Sichtweise zu prüfen.

Das kommt letztlich meiner Partnerschaft zugute, wenn ich nicht alles ungefiltert an meinem Partner abarbeite.

Gerade in der Anfangsphase der Beziehung hat mich ein guter Freund einige Male von meinem Misstrauenstrip runtergeholt, der letztlich auf schlechten Erfahrungen beruhte und nicht auf tatsächlichem Verhalten meines Partners. Solche negativen Gedankenspiralen kennt sicher jeder...

Männer handeln ja auch aus völlig anderer Motivation heraus als Frauen. Ich finde das immer wieder spannend mir da eine männliche Sichtweise zu holen.

Damit kann ich Auseinandersetzungen mit meinem Partner vermeiden.

Oder ich bespreche Themen mit einem Freund, wo meinem Partner einfach das tiefere Verständnis fehlt, wie das sehr schwierige Verhältnis zu meiner Mutter.

Ein Freund hat eine Mutter, die ähnlich tickt, da kann ich mich auskotzen, wenn ich Stress hab, der nicht schlecht über mich, denkt weil er es am eigenen Leibe erfahren hat.

Mein Partner hingehen hat eine Mutter, die er sehr liebt und die wirklich eine liebe und beste Mama ist und der kann es für sich nicht nachvollziehen, dass eine Mama eben nicht zwangsläufig gutwillig und lieb ist.

Warum sollte ich also meinen Partner damit belasten?
 
  • #42
Ich habe gerade mit einer Bekannten gesprochen, deren Partner eine beste Freundin hat. Sie gehen sehr liebevoll miteinander um. Die beste Freundin und der Partner beteuern beide, dass es nur Freundschaft sei und somit ja ihr gutes Recht.
Liebe Nordlicht
Ich finde es schwierig, ausgehend von diesem Beispiel eine allgemeine Diskussion zu eröffnen. Letztlich kommt es für mich auf den Einzelfall an, und wie die Beziehung deiner Bekannten im Detail funktioniert, kann man ja hier nicht erkennen.
Für mich gilt grundsätzlich, mein Partner darf Freundschaften mit allen Geschlechtern unterhalten. Wirkungsvoll verhindern, dass er jemand anderes kennen lernt und sich eines Tages anderweitig verliebt, kann ich im Ernstfall ohnehin nicht. Jedenfalls nicht durch Kontrolle. Sondern allenfalls dadurch, eine spannende, liebevolle Partnerin zu sein.
Es braucht halt Vertrauen. Da ich bisexuell bin, muss mein Partner mir ja auch vertrauen können, egal mit wem ich mich anfreunde.
 
  • #43
Dass es echte Freundschaft zwischen Mann und Frau nicht gibt, möchte ich doch bezweifeln.

Ich habe eine gute Freundin seit der Jugendzeit. Wir haben nie etwas miteinander gehabt und zumindest ich habe selbst in meinen wildesten Träumen nicht daran gedacht, weiter zu gehen. Ich denke, ihr geht es da genauso.

Der Punkt ist aber, dass wir nicht liebevoll miteinander umgehen, sondern freundschaftlich. Mehr als eine Umarmung zur Begrüßung gibt's nicht, kein "hab dich lieb", kein "du fehlst mir", keine gegenseitigen Kosenamen.

Wenn meine Freundin einen besten Freund hätte, würde ich das auch nur bis zu dem Punkt tolerieren, wie es freundschaftlich bleibt. Und freundschaftlicher Umgang ist das, wie Männer miteinander umgehen. Frauen sind mit ihren Freundinnen häufig viel körperlicher, Küsschen auf den Mund zum Abschied, sich gegenseitig "Süße" nennen usw. Das ginge definitiv nicht.
 
M

morslucis

  • #44
...
Ich verstehe deine Sichtweise. Nur wenn ich mir vorstelle, dass ein Schiff untergehen würde und es nur noch einen Platz im Rettungsboot gäbe…wäre er für die beste Freundin oder die Partnerin, d.h. wessen wohl liegt mir mehr am Herzen?
Das kommt darauf an, wie verbunden ich schon mit meiner Partnerin bin.
Ich könnte immer auch meinen Platz hergeben.

Meine beste Freundin ist meine Ex.
Ich will sie nicht zurück, sie will mich nicht zurück, und wir leben nachdem ich weggezogen bin 400km auseinander. Wenn wir uns sehen, müssen unsere Partner das aushalten. Natürlich ist der jeweilige Partner trotzdem Nummer 1. Ich bin im Moment Single, also muss nur ihr Partner was aushalten, aber das tut er auch. Wir kannten uns schon vorher.
Und er hat auch kein Problem damit, wenn wir uns alle gegenseitig nackt sehen, wäre auch lächerlich in diesem Fall.

Natürlich respektiere auch ich ihn und seine Rolle, und würde mich da nie dazwischendrängen. Eseidenn natürlich ich würde merken, dass er körperlich oder psychisch gewalttätig wird - Da ist dann aber auch bei meiner Schwester und ihrem Freund die Grenze.

Sind die beste-Freundin-Gegner auch auf Geschwister eifersüchtig?
 
  • #45
Hallo TE
Du hast gemerkt, viele holen sofort ihre zahlreichen, losen Freundschaften des anderen Geschlechts aus der Tasche, nur @morslucis konnte mit einer echten besten Freundin aufwarten, wenn sich nicht rausstellt, dass es auch eine Ex ist.

Beste Freundin kann ich mir nicht vorstellen, ich hätte mit einer Frau niemals das erleben können, was ich mit meinem besten Freund durchgemacht habe. Und was Zeit miteinander verbringen betrifft, das ist doch auch verschieden. Meinen besten Freund sehe ich im Moment wenig, er hat eine neue Freundin, zwei bis drei Monate dann nimmt er wieder am Leben teil. Die anderen beiden sehr guten Freunde sehe ich hobbybedingt meist jede Woche. Kommt auch auf die Lebensphase an.

Und beim Rettungsboot gibt es doch keine Frage, natürlich die Partnerin.
 
  • #46
Also ich als Frau, 37, habe einen besten Freund, der für mich wie ein grosser Bruder ist. Für keinen Mann der Welt würde ich den Kontakt zu ihm abbrechen oder auf ein Minimum reduzieren. Ein Mann, der mich als der Mensch liebt, der ich bin, wird mir diese Freundschaft nicht verbieten wollen, weil sie mir gut tut.
Dieser Freund war immer für mich da, und nach all dem soll ich ihn abschiessen?

Ich glaube, es ist ein grosses Problem, dass viele Menschen meinen, der Partner müsse alle ihre Bedürfnisse erfüllen: Freizeitpartner, Liebhaber, bester Freund... sein. Meiner Meinung nach bürdet man damit einer einzigen Person sehr viel auf. Für mich erfüllt mein bester Freund eine Rolle, die ein Partner nicht erfüllen könnte, denn wie gesagt betrachte ich ihn als grossen Bruder und sehe deshalb auch in einer Art zu ihm auf, die man mit kindlicher Begeisterung umschreiben könnte. Mit einem Partner will ich jedoch auf Augenhöhe sein.

Auch hier wieder: Es geht nicht um den Kontakt an sich, sondern dass der Partner vermittelt, er will:

- keine Kompromisse eingehen
- sich nicht verändern für eine Frau
- ihm ist es egal, ob er eine Beziehung mit seinem Verhalten riskiert
Wieso soll sich ein erwachsener Mensch für einen neuen Partner verändern? Ich selber bin bereit, an gewissen Macken etwas zu arbeiten und dem Partner in einem gewissen Masse entgegenzukommen, aber verändern will ich mich nicht. Ich will auch keinen Partner, den ich glaube verändern zu müssen!
 
  • #47
Also ich als Frau, 37, habe einen besten Freund, der für mich wie ein grosser Bruder ist.
Glaub ich Dir auf Anhieb. Hier ticken Frauen und Männer einfach unterschiedlich.
Was ich nicht glaube, dass er zu jeder Zeit, von Anfang an immer nur brüderliche Gefühle hatte. ;-)
Die Frauen in meinem Umfeld, die ähnliche Konstellationen leben, speisen den Eifer der Herren allerdings sehr deutlich durch ihr Verhalten.
Heißt sie machen den Männern durchaus Hoffnungen, kokettieren, flirten, wimpernklimpern und legen ein insgesamt opportunistisches,
Sie flirtet nichtmal, die Männer laufen ihr einfach zu. Ich glaube sie will es auch nicht wahrhaben, dass sie nicht nuuur Freundschaft von ihr wollen.
Und sie ist zu distanziert, zu... unantastbar irgendwie, als dass die meisten Männer sich von sich aus trauen, die Grenze zur Körperlichkeit zu überschreiten.
Und wer es doch mal versucht, bekommt eine klare Ansage und ist dann plötzlich immer anderweitig beschäftigt.

Seeehr seltsam (Ironie off)
Das was ich mit meinem besten Freund/Freundin bespreche, sind Sachen, die ich nicht mit meinem Partner besprechen kann oder will.

zB Gedanken, die ich mir über meinen Partner mache, ob und wie ich etwas anspreche oder um mir vorab eine andere Meinung einzuholen, meine Sichtweise zu prüfen.
Hmmm, eigentlich gibt es keine Situationen (bis auf Desinteresse bei unterschiedlichen Interessensgebieten, welche ich meinem Partner nicht erzählen mag oder kann. Ich musste auch noch nie Angst davor haben wie er wohl reagieren könnte.
Beste Freundinnen und mein schwüler bester Freund sind einfach da um Spaß mit ihnen zu haben, mich an ihrer Anwesenheit zu erfreuen, ihnen beizustehen, gemeinsame Interessen zu pflegen sie lieb zu haben.
Mein Hafen, Kummerkasten, Rettungsboot ist mein Mann und ich der seine.
 
  • #48
Partner kommen und gehen, Freunde bleiben oft ein Leben lang. Sie werden weder eifersüchtig wenn du mehr als einen Freund hast, sie stehen zu dir auch in schlechten Zeiten und du kannst mit ihnen meist eine bessere Zeit verbringen als mit einem Partner.
Deswegen Bro before Ho - eine Partnerin die meine Freunde nicht akzeptiert kann gleich wieder gehen.
Und im Rettungsboot sitzt selbstverständlich mein bester Freund.
 
  • #49
Nach 36 jähriger Freundschaft mit männlichem Freund, würde ich diese niemandem opfern oder mir erzählen lassen, dass es ab jetzt reicht nur zu telefonieren.

Somit sehe ich es wie @frei...in wie weit ist die Paarzeit beeinflusst.
Bzw wie wird eine solche Freundschaft gelebt.

In Singlezeiten haben wir uns viel öfters gesehen und waren schon zusammen im Urlaub.

Mit Partner ist das völlig tabu, da läuft die Freundschaft wie jede andere auch.

Nur wer bestimmt was normal ist?
Keiner...so finde ich.

In einer Partnerschaft sollen sich beide wohlfühlen.
Man kann sich selbst reflektieren, warum stört mich das.
Wo sind meine Grenzen, der Partner hat allerdings das gleiche Recht!

Gute Freundin und guten Kontakt zur Exfrau, spricht heute in meinen Augen für einen Mann.
Ist eine von den Damen eine Zicke, will ich es nicht, weil ich diese grundsätzlich nicht leiden kann.
 
  • #50
...dass der Mann in seine beste Freundin früher verliebt war und sie ihn nicht wollte. Sie hatten auch ein paar Mal Sex.
Uff, dann ist es wohl das geringere Problem, dass der Mann eine beste Freundin hat, sondern dass er eine andere Frau besser findet, als seine Partnerin.

Ich an deren Stelle würde prüfen, keine Ahnung, ob es dazu eine belastbare Methode gibt, ob mein Freund diese Frau nehmen würde, wenn sie nun doch wollte und mich dann verlassen.
Offenes Fragen ist wahrscheinlich nicht geeignet, aber vielleicht könnte sie mittels anderer Methoden eine Erkenntnis gewinnen, die ihr bei der Entscheidungsfindung in der Frage, 'will ich mein Leben als zweite Wahl verbringen ?' helfen könnte.

Ich hatte bislang noch nicht darüber nachgedacht, ob es Freundschaften zwischen Männern und Frauen bar jeder Erotik oder Hoffnung darauf geben kann, ich war noch nie in der Situation, dass es eine Rolle spielte, aber hier gewinne ich die Erkenntnis, dass es nicht so ist.
...nur @morslucis konnte mit einer echten besten Freundin aufwarten, wenn sich nicht rausstellt, dass es auch eine Ex ist.
Tja, das hat sich leider inzwischen herausgestellt.

Sind die beste-Freundin-Gegner auch auf Geschwister eifersüchtig?
Lassen wir mal das Wort 'eifersüchtig' weg, denn zumindest ich, und ich bin eine der beste-Freundin- und sogar der bester-Freund-Gegnerinnen, sehe nicht Eifersucht als Ursache meines unguten Gefühls, dann beantworte ich deine Frage mit 'ja'.
Vorausgesetzt wir reden hier vom analogen Fall, wie ich ihn weiter oben geschildert habe.
Wenn mein Freund einen Bruder hat, mit dem er seine Freizeit lieber verbringt als mit mir und ich buchstäblich in der zweiten Reihe stehe wie die Hallig-zugezogene Ehefrau, würde ich mich von diesem Mann zurückziehen. Ganz ohne Eifersucht.
Naja, diese Frau ist in der Situation und in dem Haus und auf der Hallig gefangen, sie kann nicht so einfach weggehen wie ich, aber sie könnte in die innere Emigration gehen und sich gefühlsmäßig zurückziehen.
Ich denke, das passiert oft in solchen Zusammenhängen, vielleicht noch öfter als Szenen zu machen oder 'klärende Gespräche' ( würg ) einzufordern.
Der Partner zieht sich zurück und am Ende sagt der beste-Freund-Partner, die Trennung sei aus heiterem Himmel gekommen.
...mir fällt gerade auf, dass wir lange keinen 'aus-den-Wolken-Faller-Thread mehr hatten. Eine Weile gab es das wöchentlich.

w 51
 
  • #51
Partner kommen und gehen, Freunde bleiben oft ein Leben lang.
Solche Thesen beruhen wahrscheinlich auf eigenen und beobachteten Erfahrungen. Ein kommen und gehen sehe ich, wenn es eine Vielzahl von Kontakten gibt, von denen keine länger als 2 - 3 Jahre hält.

Es liegt immer auch einem selbst wenn Partner laufend kommen und gehen. Schlechte Auswahl, Romanzensucht, geringe Frustrationstoleranz, überzogenes Anspruchsdenken, Lust auf Abwechselung, fehlend Bereitschaft sich wirklich einzulassen, Ängste, Spielchen, Macht- und Kontrollsucht, Langeweile ...

Personen die häufig kommen und gehen und denen ich nicht meine Sorgen und Ängste anvertrauen kann sind für mich keine Partner. Wenn es stattdessen stabile und vertrauensvolle jahrzehntelange Freundschaften gibt, sind diese Freunde meine wahren Partner.

Austauschbare zusätzliche Sex- und Spassbekanntschaften ergänzen diese wahre Liebe.
 
M

morslucis

  • #52
Lassen wir mal das Wort 'eifersüchtig' weg, denn zumindest ich, und ich bin eine der beste-Freundin- und sogar der bester-Freund-Gegnerinnen, sehe nicht Eifersucht als Ursache meines unguten Gefühls, dann beantworte ich deine Frage mit 'ja'.
Vorausgesetzt wir reden hier vom analogen Fall, wie ich ihn weiter oben geschildert habe.
Wenn mein Freund einen Bruder hat, mit dem er seine Freizeit lieber verbringt als mit mir und ich buchstäblich in der zweiten Reihe stehe wie die Hallig-zugezogene Ehefrau, würde ich mich von diesem Mann zurückziehen. Ganz ohne Eifersucht.
Naja, diese Frau ist in der Situation und in dem Haus und auf der Hallig gefangen, sie kann nicht so einfach weggehen wie ich, aber sie könnte in die innere Emigration gehen und sich gefühlsmäßig zurückziehen.
Ich denke, das passiert oft in solchen Zusammenhängen, vielleicht noch öfter als Szenen zu machen oder 'klärende Gespräche' ( würg ) einzufordern.
Der Partner zieht sich zurück und am Ende sagt der beste-Freund-Partner, die Trennung sei aus heiterem Himmel gekommen.
...mir fällt gerade auf, dass wir lange keinen 'aus-den-Wolken-Faller-Thread mehr hatten. Eine Weile gab es das wöchentlich.

w 51
@frei :
Aber das "mehr Zeit und lieber mit dem besten Freund verbringen"-Ding ist doch nichts, was da zwangsläufig mitkommt.

Wer seinen Partner so behandelt der hat wohl wirklich ein Priorisierungsproblem.
Dann ist es total verständlich, dass der Partner sich vernachlässigt fühlt.

Aber wenn der Partner 100% Aufmerksamkeit und "emotionalen Platz" belegt, was passiert dann wenn einer der Partner plötzlich stirbt, oder einen schweren Unfall hat, oder ausreisst.
Wer ist dann für den verbliebenen Partner da? Wo gibt es dann Trost und eine Schulter zum ausheulen?

Meine Eltern sind untrennbar. Nicht, weil sie so gut zusammen passen und harmonieren und sich guttun (Das ist alles nur bedingt der Fall), sondern weil sie sich in ihrer Partner- und Elternschaft völlig sozial isoliert haben.
 
  • #53
Ich finde es sehr wichtig dass beide Partner auch anderweitig gute und emotional befriedigende Kontakte haben!!

Mit Menschen, die sich nur mit allen emotionalen Bedürfnissen auf mich fokussieren weil sie sonst niemand haben habe ich sehr schlechte Erfahrungen.

Ich bin der Meinung Liebe ist ein Kind der Freiheit und des Wohlwollens und ein PartnerIn kein Besitz.

Ich wuerde mich für einen Menschen den ich mag freuen so nette Bindungen da sind und wuerde mich auch von den meinen nie! für einen Partner trennen

Bisschen anders sehe ich es mit Exen. Da denke ich das Risiko dass einer der beiden noch hofft recht groß. Das wuerde ich als Partnerin mindestens hinterfragen, verbieten jedoch wohl eher nicht.
 
  • #54
Das kommt letztlich meiner Partnerschaft zugute, wenn ich nicht alles ungefiltert an meinem Partner abarbeite.
durch deinen Post sehe ich das alles nochmal mit anderen Augen. Ja ich denke auch, dass es sehr bereichernd sein kann für eine Partnerschaft. Ich merke es, wenn ich mit Freundinnen über Männer spreche. Wir drehen uns andauernd im Kreis und da könnte mir ein Mann eher helfen (wenn ich Fragen zu Männern habe) und ich könnte ihm in Sachen Frauen helfen.
 
  • #55
Wenn mein Freund einen Bruder hat, mit dem er seine Freizeit lieber verbringt als mit mir und ich buchstäblich in der zweiten Reihe stehe wie die Hallig-zugezogene Ehefrau, würde ich mich von diesem Mann zurückziehen. Ganz ohne Eifersucht.
Das ist dann aber definitiv eine Angelegenheit der Prioritäten.
Ich gehöre ja zu der Freund-Fraktion, und außer der letzten Freundschaft, hatte ich auch schon mal über Jahre hinweg einen sehr verlässlichen, platonischen Freund, etwas älter, gut verheiratet, garantiert ohne Ambitionen. Also, gibt es, geht. Und mein Bergkumpel ist jetzt nicht "bester" Freund, mir aber ein guter Freund, wie hatten nie etwas miteinander, werden dies nicht, da sind einfach keinerlei Ambitionen.

Aber, ganz egoistisch, ich möchte auf der Prioliste eines potentiellen Partners oben stehen - Kinder ausgenommen - und dann ist es mir egal, ob es Freunde m/w sind, sonstige Angehörige, Hobbies oder der Beruf.
Da geht es nicht um Eifersucht, ich möchte spüren, dass ich jemandem wirklich wichtig bin.
Ein Mann, dem ich nicht einen ähnlichen Platz auf meiner Prioliste einräume, wäre kein Partner.
Das heißt aber nicht, dass man sich gegenseitig nicht den Raum für Freunde, Hobbies, etc. zugesteht. Der darf und muss mE. sein, nur in angemessenen Verhältnis.

Bei einem Vorstellungsgespräch erklärte mir ein potentieller Chef, dass er aufgrund beruflicher Termine bei keiner Geburt seiner 4 Kinder dabei war - er war stolz darauf, und verlangte von mir die analoge Haltung.
Konkret - sollte ich während eines Meetings einen Anruf aus einem Krankenhaus bekommen, dass eines meiner Kinder oder ein Partner verunfallt sei, hätte ich das Meeting wie geplant ordentlich und konzentriert zu beenden, und dann in meiner Freizeit, nach Feierabend mich um diese Angelegenheit kümmern.
Ohne Worte.
 
  • #56
nur @morslucis konnte mit einer echten besten Freundin aufwarten,
Vermutlich hast du recht und so super innige, gegengeschlechtliche Freundschaften gibt es gar nicht so oft.
Wenn ich auf mein bisheriges Leben zurückblicke, hatte ich solche innigen Beziehungen mit dem anderen Geschlecht nur mit meinen Partnern und nie zusätzlich einen besten Freund. Wenn ich in einer Beziehung war und den Wunsch hatte, mit einem anderen Mann innig befreundet zu sein, musste ich mir eingestehen, dass ich -trotz Partner- doch mehr für den anderen empfinde und aus diesem Grund eine Freundschaft/mehr Zeit mit ihm verbringen wollte.
Wenn ich merke, dass die Chemie stimmt und ich einen Mann für eine Freundschaft interessant finde, könnten sich auch immer Gefühle entwickeln und er käme als Partner in Betracht, außer er wäre körperlich sehr unattraktiv für mich. Deshalb würde ich auch befürchten, dass es möglich ist, dass sich mein Partner in eine beste Freundin verlieben könnte, wenn zwischen ihnen Vertrauen und Sympathie in großem Maß vorhanden sind.

Liebe Nordlicht,
es kommt ja jetzt ganz darauf an, wie lang deine Freundin mit dem Mann zusammen ist. Meine Erfahrung war immer, die sogenannte 'Freundin' vom Beziehungsanfang war plötzlich von der Bildfläche verschwunden.
Sie sind schon ein paar Jährchen zusammen.
'will ich mein Leben als zweite Wahl verbringen ?'
Ich denke, dass die Partnerin nur zweite Wahl ist und er sich für die beste Freundin entscheiden würde, sollte die ihn plötzlich doch wollen.
 
  • #57
Und mein Bergkumpel ist jetzt nicht "bester" Freund, mir aber ein guter Freund, wie hatten nie etwas miteinander, werden dies nicht, da sind einfach keinerlei Ambitionen.
Hm ja, glaube ich dir gerne, von dir aus nicht, denn du bist ja eine Frau.
Dass Frauen rein freundschaftliches Interesse an Männern haben können, hat hier, falls ich sorgfältig genug gelesen habe, keiner in Frage gestellt.
Es geht eher darum, ob das bei Männern vorstellbar ist.

Nehmen wir mal die Ausnahmen aus, die es immer und in jeder Hinsicht gibt, scheint das doch eher nicht vorzukommen, jedenfalls hatte hier noch niemand ein Gegenbeispiel...falls ich sorgfältig genug gelesen habe.

Du auch nicht, denn dieser Mann wähnte sich ja seit 1,5 Jahren in der Beziehungsanbahnung mit dir und ließ uns wissen, dass er dir ordentlich was erzählen werde, wenn du aus dem Urlaub zurück bist.
Oder verwechsele ich da was ?

w 51
 
  • #58
Warum sollte ich also meinen Partner damit belasten?
Weil in guten wie in schlechten Zeiten? Das schwierige Verhältnis zu deiner Mutter muß dein Partner nicht verstehen, aber auf jeden Fall akzeptieren. Reagiert er mit Unverständnis, sorry, dann ist er auch vielleicht in anderen Dingen nicht besonders tolerant. So eine Sonnenscheinpartnerschaft ist nichts für mich. Ich teile mit ihm Tisch und Bett, er erlebt mich in intimsten Momenten und dann kann ich ihm nicht sagen, was mir auf dem Herzen liegt?? Ich glaube, Menschen haben hier eingeschränkte Sicht, nach dem Motto- man klebt nur zusammen oder hat viele"beste" Freunde und der Partner ist irgendwie dabei, weil die"kommen und gehen". Natürlich hat man Freunde und soziales Leben, aber wenn richtige Verbindung da ist und nicht nur"es passt", bleibt der Partner die wichtigste Ansprechperson. Weil man es anders gar nicht will. Fehlt dieser Bedürfnis, ist man nur noch passende Lebensgemeinschaft.
 
  • #59
Du auch nicht, denn dieser Mann wähnte sich ja seit 1,5 Jahren in der Beziehungsanbahnung mit dir und ließ uns wissen, dass er dir ordentlich was erzählen werde, wenn du aus dem Urlaub zurück bist.
Nun, "ordentlich" erzählt war ja schon gleich im Folgepost relativiert - und die Entschuldigung, die beim Treffen seinerseits folgte, eine sehr lahme. Wie gesagt, zum Frustablassen stehe ich in dieser Form nicht zur Verfügung, und dafür ist mir eine sehr wichtige - und absolut platonische - Freundschaft verloren gegangen.

Ich bin mir allerdings sicher, dass bei meinem verheirateten Bergfreund nichts anderes dahinter steckt, und auch bei vorherigen Freundschaften mit Männern. Es ist aber tatsächlich sicherer, nach meiner Erfahrung, wenn die betreffenden Männer verpartnert sind.

Ein paar Männer hier haben schon oft genug erzählt, dass sie es problemlos können, vielleicht noch nicht in diesem Thread, aber ansonsten durchaus.

Generell gehe ich davon aus, dass nicht jeder Kontakt mit sexuellem Interesse verknüpft wird - dafür habe ich zuviel beruflich und privat mit Männern zu tun.

Sollte ich zu gutgläubig sein, ok, dann bleibe ich lieber naiv - und dieses eine, und erste, Mal verbuche ich unter Erfahrungen. Für die ich durchaus dankbar bin, weil es viele positive Erinnerungen gibt, leider nun mit einem faden Beigeschmack, weil man mE Themen nicht in dieser Form klärt. Das war eine überflüssige, total besch***, hochpeinliche Nummer und da bin ich empfindlich, verletzt und nachtragend.
 
  • #60
Ich denke, hier muss man differenzieren. Erstens , dass Männer und Frauen unter Freundschaft was anderes verstehen. Und zweitens, Frauen können mit Männern befreundet sein, Männer dagegen nicht.
Im ersten Fall geht es Frauen darum eine Person zu haben, mit der man alles besprechen könnte. Diese Person könnte auch in anderem Land leben. Männern geht es ehe darum, Fakten zu schaffen. Das bedeutet, sie legen Wert auf gemeinsam Erlebtes und dass sie jemanden haben, der zu ihnen steht und notfalls auch Hilfe leistet.
Im zweiten Fall geht es um geschlechtsspezifische Unterschiede. Männer sind nie mit einer Frau befreundet, die sie nicht sexuell attraktiv finden. Warum das so ist, streiten sich die Geister,aber dass es so ist,ist lange bewiesener Fakt.Ja, es gibt diese guten jahrelangen Freundschaften. Aber wie man oft erlebt, sind das nach wie vor Ausnahmen. Die meisten scheitern eben,weil eine Person mehr will. In der Regel ist das ein Mann. Wenn platonische Männer gewusst hätten, es kommt nie raus und die Freundschaft geht weiter, würden sie alle ihre Freundinen sofort auf der Stelle vernaschen. Aber- sie trauen sich nicht, weil sie vergeben sind oder gesellschaftliche Ächtung fürchten, oder zu schüchtern oder sie haben Angst,dass danach der Kontakt abbricht. Also nehmen sie Freundschaft mit, besser so,als gar kein Kontakt. Bei Frauen ist es anders, wenn der Mann ihnen nicht gefällt, können sie trotzdem weiter Kontakt pflegen, weil es einer Frau guttut, männliche Energie um sich rum zu haben.