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  • #1

Iraner (31) studiert, weltlich: Anmeldung bei ElitePartner erfolgsversprechend?

Ich überlege seit einigen Wochen, mich bei Elite Partner anzumelden. Zu mir: Ich (31) komme aus dem Iran, bin aber seit über 20 Jahren in Deutschland. Meine Eltern stammen aus der bürgerlichen Schicht im Iran und haben, ebenso wie ich, studiert. Sie sind zudem weltlich, also in keinster Weise religiös. Auf "normale" Singeleseiten habe ich kein Lust, sie entsprechen nicht meinem Niveau. Allerdings würde ich auch gerne wissen, ob ElitePartner was für mich wäre. Anders formuliert: Wirken sich meine Vita und vor allem meine Nationalität hier eher negativ aus? Oder kann auch ich berechtigte Hoffnungen haben, hier eine passende Partnerin zu finden?
 
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  • #2
Aus den gebildeten Schichten des Iran kommen sehr kultivierte und kluge Männer. Ausserdem sind die Iraner oft sehr attraktiv.
Versuch Dein Glück !
Wenn sich eine daran stört, dass Du kein Deutscher bist, hat sie selber Schuld.
 
  • #3
Hm, ich bin etwas skeptisch. Du bist seit 20 Jahren in Deutschland, aber noch Iraner? Bist Du auch Deutscher? Fühlst Du Dich als Iraner, nicht als Deutscher? Wie kommt das nach so langer Zeit in Deutschland bei einer weltlichen Grundeinstellung? Also mir würde das sehr zu denken geben.

Generell haben Ausländer ohne deutschen Pass eher schlechte Karten -- zu recht.

Generell unterstellt man Deinem Kulturkreis eine frauenverachtende, machomäßige Denkart, die oft innerlich den Traditionen verhaftet ist, auch wenn man rein rational längst darüber steht.

Fragen aus reinem Interesse an Dich:

1) Stört es Dich, wenn Deine Lebenspartnerin schon etliche Partner vor Dir gehabt hat oder wäre Dir eine Frau mit keinem oder nur einem Vorgänger lieber?

2) Stört es Dich, wenn die Frau Atheistin wäre und nicht an die Existenz irgendeines Gottes glaubt? Würde Deine Familie das akzeptieren?

3) Wäre es für Dich OK, wenn Deine Söhne nicht beschnitten würden, sondern intakt aufwachsen?

4) Darf Deine Partnerin (oder andere Frauen) bei Deinen Eltern am Esstisch oder im Wohnzimmer genauso viel sprechen, lachen und offen sein wie Männer?

5) Magst Du deutsches Essen genauso wie iranisches?

6) Würdest Du, ganz ehrlich, irgendwie doch eine Deutsch-Iranierin bevorzugen oder lieber eine Deutsche?
 
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  • #4
Persönlich würde ich dich nicht mal kennenlernen wollen. Tut mir leid, aber dazu habe ich zuviele Vorurteile. Warum das riskieren, wenn es auch anders geht.

Du könntest dir eine gebildete, weltliche Iranerin suchen.
 
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  • #5
Ich sehe kein grosses Problem bei Deiner Suche. Ich würde allerdings "offensiv" in Deinem Profil die Staatsangehörigkeit und die von Dir o.g. Fakten dazu schreiben.

Ich gehe davon aus, dass auch Deine Einstellung zu Frauen bzw. Rollenverteilung westlich orientiert ist? Auch dies würde ich vermutlich explicit schreiben. Denn einige deutsche Frauen dürften Vorbehalte wegen (vermutlich) muslimischem Glauben haben.

Ich kenne beruflich iranische und irakische Kollegen. Die zeichnen sich allesamt durch ein sehr höfliches und sympatisches Wesen aus.

Viel Erfolg!
 
  • #6
@ 2:

1) Nein, das stört mich NICHT. Im Gegenteil: Hätte sie keinen Partner vor mir, würde ich skeptisch werden. Dann würde ich mich z.B. fragen, warum sie noch nie einen Partner hatte. Anders formuliert: Ich suche nicht eine Jungfrau. Ist sie dennoch Jungfrau und wir passen zusammen, wäre das aber auch egal.

2) Nein, es stört mich nicht, wenn sie an keinen Gott glaubt. Ich glaube ja auch nicht an Gott bzw. bin kein Moslem. Meine Eltern sehen es genauso.

3) Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, aber auch das wäre mir egal. Ich bevorzuge aber Töchter, weiss nicht warum, aber ich hätte viel lieber Töchter ;-)

4) Ja, das darf sie.

5) Ich mag iranisches Essen viel mehr, aber ich esse sehr gerne Currywurst mit Pommes oder eine Thüringer Wurst. Bei den iranischen Speisen mag ich aber auch nicht alles!

6) Die Herkunft der Frau wäre mir egal.

P.S. Ich bin Iraner, weil dort meine (erste) Heimat ist. Dort fragt man mich nicht, woher kommst Du und das obwohl ich akzentfrei Deutsch spreche. Im Iran schaut man mich in der U-Bahn nicht so an, als ob ich ein Terrorist bin. Dennoch habe ich auch Wurzeln in Deutschland und trotz des deutschen Passes (brauche also keine Deutsche Fraue wegen des Passes) sage ich auch in 80 Jahren: Ich bin ein Iraner, der aber lange in Deutschland lebt.
 
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  • #7
#3: Und welche Vorurteile wären das? Wie gut kennst Du den Iran? Schon mal dort gewesen?
 
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  • #8
@ #2 Frederika: Auch an Dich die Frage: Wie gut kennst Du den Iran bzw. seine Geschichte? Wusstest Du z.B., dass im Iran 50% der Studierenden weiblich sind?
 
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  • #9
<MOD: Angriffe entfernt.>

@Iranguy - Du wirkst auf mich sehr interessant und bist hier definitiv so etwas wie die Nadel im Heuhaufen:). w
 
  • #10
@#5: Ja, Deine Antworten klingen sehr aufgeklärt und positiv. Mit so einer Einstellung kannst Du auch Chancen bei deutschen Frauen haben.

Ich halte es trotzdem für falsch, Dich als Deutscher mit deutschem Pass nicht als Deutscher zu bezeichnen. So klingt das viel weniger angepasst und normal als Du eigentlich bist. Ich würde an Deiner Stelle eher formulieren: "Meine Familie stammt aus dem Iran."

Würdest Du denn Deine Kinder später als Deutsche empfinden? Oder sind die dann auch Iraner mit deutschen Pass? Merkst Du das Problem?

@#7: Die derzeitige politische Lage im Iran einschließlich der Frauenrechte ist miserabel. Weiteres Diskussionspotential gegenüber den menschenverachtenden Zuständen dort sehe ich nicht.
 
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  • #11
Du, Frederika,
Iranguy hat überhaupt kein Problem ! Seine zukünfitgen Kinder werden Verwandte im Iran haben und vermutlich mit ihren Eltern das Herkunftsland des Vaters besuchen. Das ist alles.

Ich habe in meinem Beruf mit vielen Menschen zu tun, die einen Migrationshintergrund haben.
Es sind ganz normale, kluge, erfolgreiche Menschen. Nur ein bisschen interessanter als Treu-Deutsche, finde ich ;-)
 
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  • #12
Ich denke, dass es leider immer noch sehr viele Menschen mit Vorurteilen gibt. Wahrscheinlich hast du im RL mehr Chancen.
Auf jeden Fall würde ich das Profil sehr ausführlich und mit viel Information zu deiner Einstellung ausfüllen.

Ich kenne einige Ausländer, auch orientalischer Herkunft, die deutscher sind als manche Deutsche. Ich selbst habe jahrelang in den USA gelebt und ich habe viele Menschen verschiedener Herkunft kennengelernt. Es ist normal, dass man auch mit neuer Staatsangehörigkeit seine ethnische Wurzeln behält und man darf doch mit der selben Selbstverständlichkeit und dem selben Stolz von sich sagen "ich bin Iraner" wie "ich bin Deutscher"
 
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  • #13
Ich hätte zunächst nur wenig Berührungsängste, da ich selbst lange im Ausland gelebt habe. Natürlich ist der Iran Deine erste Heimat, da kommst Du schließlich her. Es stört mich auch nicht, dass Du Dich als Iraner verstehst, denn das bist Du schließlich. Außerdem ist der Iran ein faszinierendes Land mit einer interessanten Geschichte. Man kann ihn keineswegs auf das jetzige Regime reduzieren. Das muss ja auch mal gesagt sein. Aber es würde mich stören, wenn Du eine ablehnende oder allzu distanzierte Haltung zu Deutschland hättest und wenn Du Dich nicht auch ein bisschen als Deutscher sehen würdest. Denn das bist Du in meinen Augen eben auch.

Das größte Problem ist einfach, dass es ja tatsächlich viele Männer gibt, die aus Deinem Kulturkreis stammen und letztlich doch ein anderes Verhältnis zu Frauen haben, als das hier üblich ist. Wobei der Iran ja eigentlich traditionell eher offen war....Du badest einfach unfairerweise aus, dass es hier einige gibt, die sich weder anpassen können noch wollen und die Frauen vorsichtig sein lassen.

Ich würde mich auf jeden Fall trotzdem mit Dir treffen. Ich glaube aber, dass ich bei Dir vorsichtiger wäre als bei anderen Männern. Wahrscheinlich würde ich auf Kritik von Dir wesentlich sensibler reagieren, als bei anderen Männern, weil ich mich immer fragen würde "geht jetzt die Bevormundung los?" Das würde bei Dir - verständlicher Weise - vermutlich dazu führen, dass Du erst Recht ärgerlich und empört wirst, was dann zu einem fatalen Teufelskreis führen könnte.

Mein Rat: Wenn Dir eine Frau gefällt, nimm sie so schnell wie möglich mit nach Hause. Lass sie Deine Mutter und Deinen Vater kennen lernen, beeindrucke sie mit iranischer Küche, die wirklich sehr gut ist und zeige ihr, dass Du sie wirklich gern hast und dass vor allem Deine Mutter eine gleichberechtigte Rolle in Eurer Familie spielt. Hast Du zufällig eine Schwester? Wenn Du Dich mit der gut verstehst, wäre das doch auch ein starkes Signal, ebenso wie weibliche Freunde.

Ach ja, und lass Dich von ihr bekochen ;-) Die deutsche Küche besteht nämlich nicht nur aus Currywurst und Pommes.... Das sollte man nach 20 Jahren in Deutschland schleunigst in Angriff nehmen. Viel Glück! w 38
 
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  • #14
@ 10 natürlich gibt es normale, kluge und erfolgreiche Menschen mit Mitgrationshintergrund. Den Fragesteller zum Beispiel. Aber es gibt halt auch andere und mit denen kamen die meisten schon mal in Berührung... Bei der Wahl des Lebenspartners ist man ja auch vorsichtiger als bei der Wahl seines Friseurs oder seines Zahnarztes. Und das ist auch berechtigt. Diese Sichtweise leicht abwertend "treudeutsch" zu nennen, finde ich nicht in Ordnung.

Es ist mir auch ein bisschen zu politisch korrekt zu sagen, dass Menschen mit Migrationshintergrund interessanter sind als "Treudeutsche". Solche Pauschalaussagen, mit denen alle über einen Kamm geschert werden, helfen nicht weiter. Das ist in meinen Augen genauso verallgemeinernd wie die "Ausländer raus" Variante. Und auch genauso gefährlich. Mann kann seine Augen schlicht nicht davor verschließen, dass viele "Menschen mit Migrationshintergrund" eben keineswegs "ganz normal" nach unserem Verständnis sind. Wenn das anders wäre, hätte der Fragesteller mit wesentlich weniger Vorurteilen zu kämpfen, da bin ich mir sicher!
 
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  • #15
@iranguy

Das einzige, was mich an dir stören würde, ist die Tatsache, dass du überhaupt nicht religiös bist, auf welche Weise auch immer. Damit würdest du für mich als Partner ausscheiden.

Ich - als Deutsche - mag iranisches und überhaupt orientalisches Essen viiiiiiiiiiiiiiel lieber als deutsches, um nur ein Beispiel zu nennen. Ich hatte mein ganzes Leben lang (und habe bis heute) vielfältige Kontakte zu Menschen aus aller Herren Länder, da mein Elternhaus in dieser Hinsicht immer schon sehr aufgeschlossen war. Und alle Iraner, die ich kenne (das sind nicht wenige), finde ich ausgesprochen sympathisch und kultiviert (und gutaussehend!), Männer wie Frauen.

Also, mach dich ran! Sicher gibt es Unbelehrbare mit Vorurteilen, aber die gibt es überall, im RL und in Partnerbörsen. Wenn du einen deutschen Pass hast, würde ich mich an deiner Stelle unbedingt als Deutschen bezeichnen und hinzufügen, dass deine Familie aus dem Iran stammt. Damit ist klar, dass du keine Frau zum Heiraten suchst, um eine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland zu bekommen!

Viel Glück! Ich bin fast sicher: die Frau, die dich mal kriegt, ist zu beneiden.
 
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  • #16
hallo 13, hier ist 10
Es gibt Menschen mit Migrationshintergund, die nicht ganz normal sind. Das weiss ich.
Doofe gibt´s in allen Größen, Formen und Farben....dagegen ist kein Kraut gewachsen. Es gibt sogar Deutsche, die nicht ganz normal sind.
Alles klar ?
 
  • #17
ich bezeichne mich selbst auch als hamburger, obwohl ich seit jahren nicht mehr in hamburg wohne.
es ist völlig legitim, dass sich iranguy als iraner bezeichnet.

er hat seinen deutschen pass, spricht sogar akzentfreies deutsch, hat sich hier sicher integriert...wie die meisten seiner landsleute...und ist stolz darauf, perser zu sein.
alles andere wäre verwunderlich.
 
  • #18
Meiner Meinung nach gehören Vorurteile und Klischees als Argumente nicht zur Bildungsschicht. Eine Elite sollte doch in der Lage sein, zu erkennen das Vorurteile und Klischees keine Argumente sind!!!!! Ich habe auch Migrationshintergrund, aber bei allem was ich tue bin ich erfolgreicher als andere. Nicht die Herkunft entscheidet wer wir sind, sondern was wir daraus machen....
 
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  • #19
Ich hätte mühe damit, da die meisten Iraner doch als Muslime aufwachsen und somit dies geprägt sein wird bei euch in der Familie.
Wenn du eine Frau kennen lernst, die katholisch ist und die Kinder katholisch aufzieht, akzeptierst du das? Oder weil du jetzt nichtgläubig(vielleicht ändert das, wenn du Frau und Kinder hast?) bist, die Kinder auch so aufwachsen müssen und du wirst deine Frau dazu überreden bzw. überzeugen, dass Nichtglauben besser ist.

Ich würde dir vermutlich nicht trauen...muslime sind zum Teil unberechenbar, geben was an, um anzukommen und später erfährt man als Frau, wie sie wirklich sind.

Zumindest finde ich es schön, wenn deine Eltern weltoffen sind und ich hoffe, deine Mutter hat auch die gleichen Rechte wie dein Vater und macht nicht alles, "weil sie es will(bzw. was der Mann möchte)", sondern weil sie überzeugt davon ist.

Hoffentlich ändert es im Iran und überall, dass endlich die Männer dort kappieren, dass Frauen Menschen sind und nicht nur eine Sache, um sich zu vergnügen und damit zu machen, was man möchte.
Immerhin hast du keine Religion, besser so....

Viel Glück...ich würde dich nicht nehmen, sorry, egal wie attraktiv zu wärst und egal wie reich du wärst.
Mir ist die Liebe zwischen Menschen aus freiem Willen sehr wichtig und zurzeit werden noch zu viele Frauen und kleine unschuldige Mädchen misshandelt(von schweine-Männer in so Länder), so dass ich den Leuten dort noch sehr lange nicht traue...ich weiss, es gibt auch andere, vielleicht wie du...aber würde mich nicht wohl fühlen.

Hoffentlich ändert sich da ENDLICH was und die Männer werden die Augen öffnen und ihr HIRN benötigen!!!
 
  • #20
Iran Frauenverachtend? Das ist vielleicht unter dem jetzigen Regime der Fall aber Iran war auch mal sehr Westlich orientiert und nicht alle fügen sich dem jetzigen Regime, viele sind aus dem Iran geflohen und leben woanders ihre liberale Einstellung weiter...

<MOD: Keine persönlichen Angriffe!>

Zählt nicht in erster Linie der Mensch?

@Fs, probier es und lass dich nicht durch die Aussagen mancher hier nicht verunsichern, mir zeigt es das die überhapt keine Ahnung haben wovon sie reden!

Viel Glück

W30
 
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  • #21
@18

Ich glaube, du verwechselst da etwas. Religion und Kultur sind zwei Paar Schuhe.
Im Iran, Irak, Ägypten usw. gibt es einige religiöse Minderheiten, hauptsächlich Juden und Christen. Ich kenne z.B. irakische Christen. Glaub mir, die sind fanatischer und frauenfeindlicher als jeder Moslem. Dummheit hat nichts mir Religion zu tun.
Was den Menschen prägt, ist viel mehr die Kultur, die Sitten, die Moralvorstellungen, die in einem Land vorherrschen.
Ich finde es schrecklich, welchen Vorurteilen gegenüber Religion es immer noch gibt - selbst bei der "Elite"
Mir ist auf jeden Fall ein liberaler Moslem lieber als ein radikaler Christ.

w 54
 
  • #22
@#19: Natürlich spreche ich von der aktuellen Lage! Daran werden auch die möglichen Kandidatinnen hier denken.

Natürlich zählt in erster Linie der Mensch, aber der Mensch ist ja gerade auch das Produkt seiner Erziehung, Umgebung, Denkweisen und Herkunft. Daran besteht doch wohl kein Zweifel.
 
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  • #23
Frederika, wen iranguy die aktuelle Lage im Iran gefallen würde, würde er vermutlich dort leben.
Er ist aber schon als Kind mit seiner Familie nach Deutschland gekommen.
Vermutlich ist seine Familie eher westlich eingestellt und aus diesem Grund aus dem Iran geflohen ?
 
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  • #24
Hallo, ich selbst (w39) bin mit einem Iraner mehrere Jahre liiert gewesen und die Beziehung ist nicht am kulturellen Hintergrund gescheitert! Ich bin sehr verletzt worden, doch dies mir hätte mit einem Mann deutscher Herkunft ebenso passieren können. Im Gegenteil, ich bin nach wie vor fasziniert von der fremdartigen Kultur und würde nach wie vor sehr gerne Farsi lernen.

Ich finde es völlig legitim, dass iranguy sich als Iraner bezeichnet, denn seien wir doch bitte mal ehrlich. Wer in der Gesellschaft sagt denn, sobald er einem Mensch mit südländischem Äußeren begegnet: "Oh, der bzw. die ist sicherlich Deutsche/er mit persischem, französischem, türkischen etc. Hintergrund." Das ist doch hirnrissig. Statt dessen sagen wir alle: "Der/die ist Iraner/in, Spanier/in" etc. Außerdem hat jeder Mensch nun mal seine Wurzeln, ob er will oder nicht. In mir wird immer eine deutsche Seele sein, egal in welchem Land der Erde ich mich befinde und so muss ich auch jedem Anderen das selbe Recht zusprechen!

Viel entscheidender ist doch, dass die betreffende Person, welche in Deutschland oder anderswo dauerhaft lebt, sich mit der Kultur des jeweiligen Landes identifizieren kann und diese auch lebt ohne dabei die andere kulturelle Seite zu vernachlässigen. Genau das macht doch gerade die Bereicherung aus.

Ich habe kein Verständnis für Menschen, die z.B. seit fünf oder noch mehr Jahren in Deutschland leben, sich jedoch vehement weigern, die Sprache des Landes zu lernen. Das ist meiner Ansicht nach nicht nur peinlich, sondern auch ein Indiz dafür, dass diese Person sich nicht integrieren möchte. Selbstverständlich habe ich ebenso kein Verständnis dafür, dass Männer Frauen bzw. Mädchen unterdrücken, sie einer mittelalterlichen Willkür aussetzen und damit im schlimmsten Fall über Leben und Tod dieses Menschen bestimmen. Das ist zutiefst verachtenswert!

Andererseits gibt es leider auch viele Männer deutscher Herkunft, die von sich behaupten, Stil und Niveau zu besitzen und sich dann als notorische Draufgänger etc. mit null Empathie und Geist entpuppen. Es steht niemand auf der Stirn geschrieben, was er denkt oder plant. Es kommt immer wieder auf einen Versuch an.

Ganz ehrlich, gibt es nicht zu denken, dass iranguy sich heutzutage überhaupt mit der Frage beschäftigen muss, ob er hierzulande eine Chance hat, eine Frau kennen zu lernen?
Es ist schon schwierig genug, ein pendant zu finden. Vorurteile sind der Partnerfindung sicherlich nicht zuträglich. Sich im Vorfeld Gedanken über den Anderen, seine Herkunft etc. zu machen ist gut, logisch und sicher auch sinnvoll. Wir haben aber nicht das Recht, darüber zu befinden, ob es ein Ausschlusskriterium darstellt, dass jemand sich als d e r oder d i e bezeichnet der er nun einmal ist.
Wo bitte ist da die Grenze? Finde ich sehr bedenklich, so eine Geisteshaltung!

Lieber Fs, ich wünsche Dir viel Glück! Gott sei Dank leben wir in einer Demokratie. Also los, melde Dich an. Warum sollte Deine Nationalität ein Hindernis sein?
 
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  • #25
Es ist sehr interessant, wie schnell manche Menschen sofort bei der Aussage sind: "Ich bin fast sicher: die Frau, die dich mal kriegt, ist zu beneiden". Mit Recht sagen dann wieder andere: "Ich würde dir vermutlich nicht trauen...muslime sind zum Teil unberechenbar, geben was an, um anzukommen und später erfährt man als Frau, wie sie wirklich sind". Manche können sich eben sehr gut verkaufen!
 
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  • #26
Sorry, ich hätte auch abgesagt, habe zu viele Vorurteile und mag andere Optik. Ich kann Dir nur empfehlen, bei EP selber aktiv zu werden und Deine Lebensansichten offen darstellen. Ich weiss , es gibt sehr(!) viele Frauen, die eben auf orientalische Optik stehen, aus dem Grund sehe Deine Chancen (aber nur bei dieser Kategorie) gar nicht so schlecht. Eine Anmeldung würde ich auf jeden Fall empfehlen, ohne sich anzumelden, wirst Du es nie erfahren, ob es sich lohnen würde! Wünsche Dir viel Glück!
 
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  • #27
Melde Dich einfach an, mach den Test, füll das Profil aus und schau, was auf Dich zukommt. Es gibt im Profil auch die Frage nach der Religion, da klickst Du dann 'keine' an. Vieles kannst Du nachträglich noch ändern. Wenn es gar nichts für Dich ist, kannst Du das Profil wieder löschen. - Du musst ja nicht gleich bezahlen, wenn Du noch keine Kontakte aufnehmen möchtest. Dann wirst Du sehen, ob Du Anfragen bekommst. Lesen und mit anderen kommunizieren kannst Du aber erst, wenn Du mindestens einen Monat bezahlst. Manchmal läuft einem aber auch eine kostenlose Probeteilnahme für zwei Wochen als Angebot über den Weg.

Ich hatte hier kürzlich mit einem Perser einen sehr netten Austausch. Viel Glück!
w 45
 
  • #28
Die Fragestellung zielt darauf ab zu erfahren, ob es Vorbehalte gibt und wie sehr der Migrationshintergrund die Chance auf Erfolg schmälert.

Da nützt dem Fragesteller rein gar nichts, wie es sein sollte, sondern nur wie es eben ist.

Er will doch gerade die Vorbehalte erfahren, nicht die politisch-korrekte Version.

Er kann nur lernen, wie er Vorbehalte entkräftet, wenn er sie kennt.
 
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  • #29
Danke für die sehr anregenden Ideen und Statements. Vieles ist bereits gesagt, ich möchte vielleicht noch anmerken, dass aus meiner Sicht vieles nicht schwarz-weiß ist. Ich habe mir oft die Frage gestellt, welcher Mensch wäre ich wohl, wenn die Revolution im Iran nicht ausgebrochen wäre? Mein Vater wäre wohl nicht ins Gefängnis gekommen (er hatte unter dem Shah ein politisches Amt) und ich wäre wohl im Iran geblieben und müsste mir nie Gedanken machen, ob ich überhaupt jemals eine Frau "abkriege". Nun, heute hat mein Vater einen Beruf, der seiner Ausbildung nicht entspricht und meine studierte Mutter ist Hausfrau, weil man mit persischer Literatur in D eben nicht viel anfangen kann. Sie leben in einer unscheinbaren Großwohnsiedlung, weil das Regime ihnen ihr großes Haus im Iran weggenommen hat. Im Iran hätte ich wohl die besten, schönsten Frauen haben können, da hätte keine gefragt: Ist der gut genug für mich? Keine wäre auf die Idee gekommen, meine Eltern als "Ausländer" abzustempeln, nur weil sie Deutsch mit Akzent sprechen. Vor allem hätte mir keine Frau die Frage gestellt, eh sag mal, behandelst Du mich auch gut genug? Es tut sehr, wenn ich sehe, welche Asis (sorry) mit welchen Frauen zusammen sind und wie ich als gefühlsvoller Mensch unter bestimmten Vorurteilen zu leiden habe. Man sieht mich als Bedrohung, dabei habe ich niemandem etwas getan, im Gegenteil, diejenigen, die für die Revolution im Iran verantwortlich sind, haben mein Leben und meine Träume zerstört. Dennoch denke ich, und das ist die Quintessenz, dass ich derselbe Mensch geblieben bin. Wenn ich bestimmte Charaktereigenschaften habe, dann habe ich sie nicht, weil ich in einem bestimmten Land geboren bin, sondern weil ich sie einfach mitbekommen habe - sei es durch die Genetik oder eben durch die Sozialisation. Sicher, spielt das Umfeld eine Rolle, aber ein Beispiel: Im Iran war ich immer Klassenbester, so auch in Deutschland. Warum? Nun, mein Vater (obwohl Iraner) hat mir immer gesagt: Nur mit Planung und Organisation kann man erfolgreich sein. Dies war immer seine Einstellung, auch bevor er überhaupt einen Gedanken an eine Migration nach D verschwendete. Ein anderes, letztes Beispiel: Ich habe immer gelehrt bekommen, dass ein Mann eine Frau respektieren und beschützen soll. Ich kenne im Iran viele, die es genauso sehen und demnach handeln, dagegen gibt es auch in Europa viele Männer, die ihre Frauen schlagen. Mag sein, dass also Vorurteile existieren, doch bin ich weder ein Durschnittsiraner noch ein Durschnittsdeutscher. Ich bin, genauso wie viele Menschen, einzigartig.
 
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  • #30
Ich (m) habe 2008 im Iran mit einer Reisegruppe auf dem Landweg durchquert. Die Erfahrung ist, daß dort sehr viel freundliche Leute sind, offene Leute, Leute, die vom Regime genug haben, Frauen, die den Schleier als lästiges Übel betrachten und solche, die sich gern darin verstecken, wenn mann sie anschaut. Es gab aber auch schon Heiratsanträge von Frauen mit denen ich auf der Straße ein paar Worte gewechselt hatte, es gab viele junge Menschen, die einfach studieren können, lernen können was sie wollen - im Land haben sie keine Chance, außerhalb des Landes aber auch nicht. Aber da war nichts von Terrorismus oder so, ich hab in den Basaren Leute getroffen, die perfekt Deutsch sprachen - und die Polizei - andere Sitten, andere Bräuche. Ich bin abends mal unterwegs gewesen und habe an einer Polizeiwache gefragt, wo ich denn etwas zu trinken kaufen könnte. Man bat mich herein fragte mich aus (was mir den Schweiß auf die Stirn trieb) bis man mir sagte "da drüben können Sie sich etwas kaufen"). Daß die nur freundlich sein wollten, begriff ich erst hinterher.

Du bist soweit, daß Du Dich hier wohlfühlst und Paß hin, Paß her (Du solltest einen deutschen Paß kriegen können, aber soweit ich weiß, entläßt der Iran niemanden aus seiner Staatsangehörigkeit - also bist zweistaatlich) Du bringst ein mehr mit an kulturellem Wissen oder auch an Lebenserfahrung und Lebenshintegründen. Du weißt, wie es andernorts - im Iran - aussieht und bist Dir daher um so mehr im Klaren darüber, wie gut es Dir geht - hast also mehr Lebensglück.

Und darauf kommt es an. Ich denke aber auch, daß Du bei EP deswegen auch richtig bist, weil es hier auch die eine oder andere Exil - Iranerin gibt - ich habe zumindest mal mit einer telefoniert - sie war ein sehr warmherziger Mensch.

Leute, die nur sagen "aus dem Iran - NEIN" sind vorurteilsbehaftet. Wenn, dann müßten die Leute erst mal dorthin fahren und sich die Leute ansehen. Und Du, Du weißt, wie man hier lebt und glücklich sein kann, bist gebildet ...

sorry, aber so teuer ist EP nun auch wieder nicht, um es nicht mal zu versuchen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, wer aber wagt, der gewinnt vielleicht. Also melde Dich doch einfach an.
 
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