• #1

Irgendwann mal verliebt gewesen = auf ewig bedingungslos verfallen und unterlegen?

Hallo, liebe Forumsaktive,

mir kam gerade durch einen anderen Thread eine Frage in den Sinn:

Habt ihr schon mal erlebt, dass Menschen, in die ihr verliebt wart (von mir aus auch gerade seid), und bei denen klargestellt ist, dass die euch NICHT woll(t)en, sich euch gegenüber irgendwie "überlegen" verhielten, und das noch lange, nachdem diese Verliebtheitszeit war?

Beispiele von mir:
Ich war verliebt in jemanden, es stellte sich raus, dass er nicht in mich verliebt war, 3 Jahre später begegneten wir uns durch Zufall, und er dachte, ich wäre scharf drauf, mit ihm eine Nacht zu verbringen. Er reagierte äußerst angefressen, als ich mich verabschiedete.

Und noch ne ganz alte Kamelle: Mit 14 war ich in einen Jungen verliebt, der mich böse verarschte. Tat so, als wollte er was und machte sich einen Witz draus. Kurz darauf war er mit einem anderen Mädchen zusammen. Ein Jahr später war er mal sauer auf sie, weil sie mit einem anderen tanzte, und wollte dann unbedingt mit mir tanzen, um sie eifersüchtig zu machen. Er war regelrecht besessen davon, mich auf die Tanzfläche zu kriegen, und kam gar nicht auf die Idee, dass ich das nicht wollen könnte.

Das sind nun Geschichten aus der weit zurückliegenden Vergangenheit, aber mir ist es auch in älteren Jahren aufgefallen, dass manche eine gewisse Arroganz zeigten, als sei man nun auf ewig bedingungslos verfallen, automatisch unterlegen und für immer deprimiert, dass man sie nicht haben konnte.

Mich würden eure Geschichten dazu interessieren, von der Seite der Verliebten aus, bei denen der andere zu meinen scheint, sie würden ihn immer noch so sehr wollen, als auch vielleicht von der Seite der Person aus, die denkt, noch immer einen Fan zu haben aus vergangenen Jahren und sich ihm gegenüber "überlegen" zu verhalten.

Vielen Dank schon mal :)

PS: Warum die das so machen - ich denke, es wird Eitelkeit sein, vielleicht eine narzisstische Ader und, dass sie Gefühle als was Schwaches sehen (was wiederum interessant wird, wenn sie selbst in Beziehungen sind, weil ich denke, dass sie dann dadurch abhängig sind.)
 
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  • #2
Hmm. Also ich kann das so nicht bestätigen, ganz im Gegenteil waren sie eher extra lieb, wenn sie meine Gefühle nicht erwiderten.

Wobei ich mir nicht sicher bin bei den beiden an die ich gerade denke, ob sie die Gefühle nicht doch erwiderten, aber eben aus anderen Gründen keine Beziehung wollten ( der eine verheiratet, der andere mit Kinderwunsch)
Nachdem geklärt war, dass es nichts weiteres geben wird, verhielten sich alle normal.

Das habe ich auch immer so gemacht und sehe es auch so, dass das geklärt ist und man ja dann wieder normal miteinander umgehen kann.

Ein mittlerweile guter Freund sagte damals zu mir als ich (!) ihm einen Korb gab "na dann hast du eben Pech gehabt, du weißt nicht was dir entgeht." Mit einem Zwinkern. Das fand ich eine coole und sehr selbstsichere Reaktion. Ich weiß, dass er mich noch mag, sonst wären wir nicht schon so lange befreundet, aber nie im Leben würde ich mir einbilden, dass er noch in mich verliebt wäre.

Was mich darauf bringt: bist du dir sicher, dass sie wirklich dachten, dass du noch verliebt wärst und dass das nicht deine Gefühle waren, die du projiziert hast?

Also dass du dich unterlegen gefühlt hast, weil du einseitig verliebt warst? Gar nicht mal aktuell in dem Moment, wo es diese Situationen gab, sondern weil du weißt, dass er weiß, wo deine Schwäche lag, weil du es vielleicht selbst als 'Schwäche' siehst, einseitig verliebt gewesen zu sein?

Mir selbst ist es unangenehm, wenn andere einseitig in mich verliebt sind und irgendwie projiziere ich diese Denke dann im umgekehrten Fall auch auf den anderen...

Wieder so eine Sache der selektiven Wahrnehmung?
 
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  • #3
Liebe Void, ich denke in vielen Fällen ist es auch so, dass Jahre später immer noch Gefühle gegenüber der Person vorhanden sind, wenn auch stark abgeschwächt. Deshalb gehen viele Menschen davon aus, dass du sie zumindest immer noch attraktiv findest und sich dein Geschmack nicht sooo stark verändert hat.
Sie haben dich gedanklich in die Schublade "sie steht auf mich" gesteckt und wenn sie dich wiedersehen, kommt ihnen diese Erinnerung, weil zu dir diese Verknüpfung im Gehirn besteht ;)
Wenn man sich schon länger mit dem Thema beschäftigt hat und mehr davon verstanden hast, ist einem natürlich bewusster, dass sich Menschen, Lebenssituationen usw. ändern können und kein Interesse mehr vorhanden sein könnte.
Alle, denen ich deutlich gemacht habe, dass ich sie als Partner will und die mich nicht wollten, haben mich danach natürlich auch anders behandelt.
Manchmal habe ich auch Mitleid gespürt. Das Mitleid kam ja sicher auch, weil sie selbst mal unglücklich verliebt waren und wissen, dass einseitiges Interesse nicht so toll ist.
Von denjenigen, die mich von oben herab behandelt haben und ich gespürt habe, dass ich in ihren Augen schwach bin, weiß ich nun, dass sie die Liebe als genau das ansehen: eine Schwäche. Das wiederum zeigt mir, dass ich froh sein kann, dass es nicht zu einer Partnerschaft mit ihnen kam.
 
  • #4
Weder mit mir hat bisher jemand so etwas gemacht oder versucht zu machen noch habe ich versucht so etwas mit jemanden zu machen bzw. es gemacht. Ich kenne auch niemanden anders der so tickt.

Ich käme überhaupt nicht auf die Idee, dass jemand drei Jahre o.ä. auf mich wartet. Umgekehrt gibt es viel zu viele Alternativen um auf das Interesse eines Desinteressierten ewig zu warten.

Ich bin zwar der Meinung, dass es Potential gibt auch zunächst desinteressierte Menschen von sich einzunehmen aber wenn man dies nicht in wenigen Monaten schafft sollte man sich anderen Menschen zuwenden.

Alles andere ist aktive Beziehungsvermeidung indem man sich auf unerreichbare Menschen spezialisiert.
 
  • #5
Ich kenne es nur dann so, wenn kein wirklicher Abschluss gefunden wurde, also da war sie und hat Interesse an ihm bekundet und er hat sich dem entzogen, aber man hat nie Klartext gesprochen und die Hintertür zugemacht. Das hat dann meist die Zeit getan, aber dass man bei einem Wiedersehen auf den letzten Status Quo anspricht ist grundsätzlich normal in allen Kontakten. Damals war man mitten im Studium, hatte lange Haare oder irgendwelche absurden Ideen und bei Wiedersehen, wird genau darauf Bezug genommen und dann... oh...es gibt was Neues, der Mensch hat sich verändert, ... Im Parallelthread ging eine FSin aus, das ihr Ex sich in den 7 Jahren ohne Kontakt sich nicht verändert hätte und er immer noch bereit für eine Beziehung sein würde.

Und Arrogant war zu mir keine, in den ich verliebt war und dieser mich wollte, wenn er dann meinte, sie ist ja schon in mich verliebt und Sex bei Gelegenheit ist keine große Hürde, dann musste er dennoch nett sein; und den Versuch werte ich als normal, läuft was okay, läuft nix, geht auch. Seine Meinung mich nicht als Partnerin zu wollen, wird er in der Zeit nicht geändert haben, denn wäre ich sein Beuteschema, wären wir zusammen.
 
  • #6
Ich hatte den Fall tatsächlich auch mal, dass ein Mann mir gegenüber sehr arrogant aufgetreten ist, nachdem ich ihm meine Gefühle gestanden hatte. Und mich danach mit Absicht auch eifersüchtig gemacht hat, in dem er mir von hübschen Frauen erzählt hat. Mir hat dieses A...Verhalten aber geholfen, dass ich mich entlieben konnte. Karma ist bekanntlich eine bitch, daher hoffe ich, dass es ihn auch mal so trifft.
 
  • #7
Liebe void,
das hilft dir jetzt vielleicht nicht, aber das, was du beschreibst, kenne ich überhaupt nicht. Weder bei mir noch bei anderen. Hm, und da überlege ich, woran das liegt. Einerseits bestimmt daran, dass ich diese Menschen einfach nicht mehr in meinem Leben habe und sie mich auch nicht, durch Umzug oder ansonsten einfach ein anderes Lebensumfeld. Ich glaube, ich denke auch einfach nicht soooo weit zurück.

Was genau beschäftigt dich dabei? Deine Gefühle dabei?

Viele Grüße,
w56
 
  • #8
Ich habe vor einiger Zeit mal erlebt, wie mich ein Mann immer sehr auffällig musterte. So auffällig, dass ich es wohl merken sollte. Ich sah ihn dann auch öfter an. Und als ich einmal rübersah, stand er da grinsend mit einem anderen Mann zusammen, der dann auch zu mir rüberguckte. Ich bin sicher, der hat dem irgendwas über mich gesagt. Das war dieser Egopusher aus 2012/13, wegen dem ich hier damals gelandet bin. Der später die gleiche Tour mit einem minderjährigen Mädchen versuchte und ich ihm die Tour vermasselte. Das war so ein Typ, bei dem ich schon in der Schublade "Steht auf mich" war. Aus dieser Schublade bin ich aber erfolgreich rausgeklettert, als ich mehrmals glaubhaft ohne Zeichen eines Wiedererkennens an ihm vorbeiging bzw. durch ihn hindurchsehen konnte. Er interessierte mich schon lang nicht mehr, darum konnte ich das so gut. Ich merkte, dass er irritiert war ...

Dieses "Die stand ja mal auf mich" - ob das nun der Wahrheit entspricht oder der Gedanke nur eingebildet ist (man sollte nicht unterschätzen, dass es auch Männer/Frauen gibt, die sich Interesse nur einbilden, das aber wirklich glauben) - das kann sich bei den Leuten so festsetzen, dass sie bei deinem Anblick das sofort wieder als erstes auf dem Schirm haben.

Muss einem das als "Unterlegene" peinlich sein - ich hoffe doch nicht ...
 
  • #9
Ich habe mich mal in jemanden verliebt, er sich nicht in mich. Als er dieses bemerkte, war von ein auf den anderen Tag der Kontakt vorbei. Das er mir nicht in´s Gesicht sagen konnte, mich nicht mehr sehen zu wollen, werte ich als feige, korrektes Verhalten einer anderen Person gegenüber im " Alter" sollte gegeben sein. In jungen Jahren meinte jemand durch unterkühltes Verhalten zu mir, die Leidenschaft anzufeuern, bin dann halt weg.... er rannte mir ewig hinter her, das war so schlimm. Ganz olle Kamellen hätte ich auch noch, aber ich glaube Dich interessiert mehr die abgewiesene Liebe im erwachsenen Alter und deren Folgen im Anschluss.
 
  • #10
Ah, interessante Frage :)

Also, ich glaube, das hängt sehr vom Charakter desjenigen ab, in den der andere verliebt war. Ich hab auch schon erlebt, dass Männer, die ich vor Jahren mal gut fand, sich dann immernoch was drauf eingebildet haben, einer hatte das sogar meinem Kumpel erzählt, a la "wenn ich wollte, könnte ich sie immernoch haben", der mir das dann ziemlich irritiert erzählt hat und dem auch von sich aus gesagt hatte, dass das nicht stimmt. Daher war es nicht nur eingebildet @Joggerin. Das gibt es durchaus. Ich vermute Leute mit geringem Selbstwertgefühl, narzisstischen Tendenzen o.ä., die sich da überlegen fühlen können und mächtig. Die sonnen sich in dem Gefühl, begehrt zu werden und denken, das bleibt auch dauerhaft so.
Wenn jemand jemand anderen eifersüchtig machen möchte mit mir, weil ich ihn vor Jahren mal gut fand, kann ich das noch eher als milde Variante einstufen, weil ich es ein bisschen verstehen kann, jedenfalls in jungen Jahren :) Da denkt er halt, mit der klappt das dann immerhin, dass meine Freundin sich ärgert; vielleicht weiß die Freundin auch von der Vergangenheit.
Dann gibt es noch die Fraktion, die dann Mitleid hat auf immer und ewig. Da haben viele dann selbst schon schlimmen Liebeskummer gehabt und es tut ihnen so leid, dass sie einen haben abblitzen lassen und es ist ihnen unangenehm.
Und dann gibt es die, mit denen danach alles okay ist und keiner von beiden mehr dran denkt.

Ich fand es manchmal auch unangenehm, mit Leuten danach noch engen Kontakt zu haben, die mir Avancen gemacht hatten, also, wenn ich nicht mit denen befreundet war. Ein Kumpel meiner Mitbewohnerin beim Studium war sehr verliebt in mich und schrieb mir einen Liebesbrief. Ich hatte grad wegen meines besten Freundes enormen Liebeskummer und hatte damit genug zu tun, dann kam noch das Mitleid dazu, weil ich ja genau wusste, wie es ihm ging. Und der war oft bei uns und da hab ich auch nach längerer Zeit noch gemerkt, dass er mich so angeschmachtet hat und das fand ich unangenehm. Da bin ich nie zu einem entspannten Verhältnis zurückgekommen, bei anderen dagegen gar kein Problem. Kommt immer auf beide Seiten an.

w, 36
 
  • #11
Ich vermute Leute mit geringem Selbstwertgefühl, narzisstischen Tendenzen o.ä., die sich da überlegen fühlen können und mächtig. Die sonnen sich in dem Gefühl, begehrt zu werden und denken, das bleibt auch dauerhaft so.
Diese Vermutung habe ich auch. Ich wollte nicht das N-Wort bemühen, obwohl ich insofern wirklich Geschädigte bin ...

Und genau bei DIESER Art Mensch kommt das Unterlegenheitsgefühl. Nicht bei solchen, die "normal" mit dir umgehen können. Ich finde das ehrlich gesagt schon ziemlich eingebildet, wenn diese Menschen denken, dass man jetzt für immer und ewig denen hinterhertrauert. Da kann man sich schon fragen: Für wen halten die sich?
Ich meine solche Leute mit spöttischem Gesichtsausdruck, süffisantem Grinsen und immer ein wenig von oben herab. Natürlich erst, nachdem sie gemerkt haben, dass man sie mag. Wenn's denn schon so weit gekommen ist, kann ich nur jeder empfehlen: Geht weg, so schnell ihr könnt. In dem Moment haben sie euch bereits gezeigt, was sie über euch und eure Gefühle (oder doch nur ihre eigenen eingebildeten Vermutungen) denken.
 
  • #12
"na dann hast du eben Pech gehabt, du weißt nicht was dir entgeht."
Exakt das ist auch meine Einstellung. Wenn es nicht zusammenkommt, hat halt irgendwas eben wirklich nicht passt, das ich nur nicht gleich sehe.
Es kann natürlich sein, dass ich dem TRAUM nachtrauere, also der Vorstellung, was hätte passieren können, wenn der Mann anders wäre. Aber mir ist hundertpro bewusst, dass er das ja nicht ist und damit als Wunschpartner ausscheidet.

bist du dir sicher, dass sie wirklich dachten, dass du noch verliebt wärst
Naja schon, ich meine, wenn der eine dachte, ich will mit ihm unbedingt immer noch ins Bett (nach 3 Jahren und seiner Absage??? Das war meinerseits ECHTES Desinteresse, keine Retoutkutsche.) und der andere meinte, ich wäre dankbar, dass er mit mir mal tanzt (nachdem er mich verarschte)? Ansonsten, also im älteren Alter ... Ja, es sah wirklich so aus, als dächten die, ich würde sie noch wollen. Kein Gedanke daran, dass ich sie auch BEWERTE als "nee, passt eigentlich nicht". Vielleicht kann ich meine Gefühle anfänglich nicht gut verbergen und die denken, ich sei für sie auf ewig ein Groupie. Aber bei mir passiert recht schnell, dass ich auch die Problemseiten sehe und mich frage, ob das wirklich so toll wird, wie ich meine. Aber die sind dann immer noch in ihrem "hey, du willst mich, aber kannst mich nicht haben"-Modus.

Verliebtheit und Bedürftigkeit sind zwei verschiedene Dinge, aber das scheint denen nicht bewusst zu sein.

Also dass du dich unterlegen gefühlt hast, weil du einseitig verliebt warst?
Habe ich mich gefragt. Und muss es mit "nein" beantworten. Ich überlege natürlich auch, ob ich wie ne Anhimmlerin rübergekommen bin. Aber an sich würde ich sagen: Verliebtheit, die gezeigt wird, kann IMMER als bedingungsloses Anhimmeln gesehen werden, wenn Mann eitel genug ist. In die früheren Verliebtheiten hatte ich sozusagen "investiert". Bis eben klar war, dass die nicht wollen, dann habe ich sofort einen Schlussstrich gezogen. Vielleicht habe ich "bedürftig" für mich geworben, ohne es zu sein? Ich glaube aber eher, dass die das so sehen wollten, weil SIE Liebe mit Bedürftigkeit gleichsetzen. Ein paar von denen waren ja verheiratet (und nee, ich hab bei denen nicht geschmachtet, ich bin nur auf ihr Flirten angesprungen). Ich glaube, die fühlten sich ihrer Frau unterlegen und dachten, ich sei nun wiederum ihnen unterlegen, weil ich verliebt wirkte.
(Ist auch heute der Grund, weshalb ich denke, dass ich nur den ersten Schritt mache in Form von eindeutigem Flirten. Wenn der Mann dann nichts macht - ich mach nichts mehr.)

weil du es vielleicht selbst als 'Schwäche' siehst, einseitig verliebt gewesen zu sein?
Kann ich absolut verneinen. Ich bin schon immer zu stolz gewesen, dann um Zuneigung zu kämpfen.
 
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  • #13
... sich euch gegenüber irgendwie "überlegen" verhielten, und das noch lange, nachdem diese Verliebtheitszeit war?

.. er dachte, ich wäre scharf drauf, mit ihm eine Nacht zu verbringen. Er reagierte äußerst angefressen, als ich mich verabschiedete.
Kann ich so überhaupt nicht bestätigen.
Ich denke, dass ist immer eine Einstellungsfrage.
Es ist letztlich Dein Mindset was da greift.

Was heißt denn "überlegen verhalten", was heißt denn "er dachte"?
Woher weißt Du was er denkt, woher weißt Du was er WIRKLICH denkt?

Ich bin i.M. total verliebt, unglücklich, Situation geklärt. Sie will nichts von mir. Wenn ich sie sehe bin ich immer noch in einer Art needy position, wie ich es immer nenne. Emotional durcheinander, ich bin empfindlich, aufgedreht, unsicher, es ist schön sie zu sehen, es tut aber auch unheimlich weh.
Diese Gefühle sind bei ihr sicher nicht annähernd vorhanden, deshalb sehe nur ich die emotionale Besonderheit der Situation und mache mir Gedanken, da kann es schon sein, dass man vieles überbewertet.
Wenn schon dann fühlt sie sich nicht "überlegen" sondern ich fühle mich (emotional) "unterlegen". Aber ICH begebe mich ja in diese Position, nicht sie drängt mich dahin. So würde ich es beschreiben.

Aber von Überlegenheit oder Verfügbarkeit habe ich bei den anderen Frauen von denen ich Körbe kassierte nie etwas gespürt, wenn wir uns nach längerer Zeit wieder begegnet sind. Kann natürlich sein, dass es anders ist, wenn eine Frau einem Mann ein deutliches Signal gibt.

Aber auch bei den Frauen, die ich gekorbt habe und die ich weiter sehe strahle ich diese von Dir angesprochenen Gefühle nicht aus. Ich respektiere alle Frauen, die mir offen ihre Zuneigung gezeigt haben (so viele waren es ja nicht, die den ersten Schritt gemacht haben) und finde es toll, dass sie den Mut hatten es anzusprechen. Aber wenn ich sie nicht will, dann will ich sie nicht, es sei denn ich habe meine Meinung über die Jahre geändert.

Ich verteile schon ein deutliches NEIN und höre auch von Bekannten Unverständnis, wieso ich denn DIE oder DIE abgeschossen habe, aber da bin ich konsequent. Ich bin nie auf ein Angebot eingestiegen nur weil die Frau "verfügbar" und interessiert war.
 
  • #14
Alle, denen ich deutlich gemacht habe, dass ich sie als Partner will und die mich nicht wollten, haben mich danach natürlich auch anders behandelt.
Manchmal habe ich auch Mitleid gespürt. Das Mitleid kam ja sicher auch, weil sie selbst mal unglücklich verliebt waren und wissen, dass einseitiges Interesse nicht so toll ist.

Sehe ich ganz genauso, wobei ich es nicht unbedingt Mitleid nennen würde, eher so eine eigene Unsicherheit, da man jetzt in die Verantwortung genommen wird mit den Gefühlen des Anderen vernünftig umzugehen.


Von denjenigen, die mich von oben herab behandelt haben und ich gespürt habe, dass ich in ihren Augen schwach bin, weiß ich nun, dass sie die Liebe als genau das ansehen: eine Schwäche. Das wiederum zeigt mir, dass ich froh sein kann, dass es nicht zu einer Partnerschaft mit ihnen kam.
Das ist eine coole Schlußfolgerung, die ich mir mal merken werde, wenn mir so etwas doch einmal passiert.
 
  • #15
dass manche eine gewisse Arroganz zeigten, als sei man nun auf ewig bedingungslos verfallen, automatisch unterlegen und für immer deprimiert, dass man sie nicht haben konnte.
Ich kenne es von "der anderen Seite" .
Überlegen fühle ich mich nicht - warum auch ?
Die eine oder andere Frau mag mich als überlegen betrachten - das ist allerdings dann ihre Sicht. Ich persönlich bin freundlich und höflich - denn schlussendlich hat man sich ja mal gemocht. Es ist ja selten und mir noch nicht passiert, dass sich jemand in mich verliebt hatte, die ich gar nicht leiden konnte.
Was allerdings nervt: wenn die Person noch immer "verliebt" ist - teilweise nach Jahren. Und immer wieder aufs Neue versucht .....
Meine dann abweisende Art könnte evtl als Arroganz bezeichnet werden.
 
  • #16
Naja schon, ich meine, wenn der eine dachte, ich will mit ihm unbedingt immer noch ins Bett
Dachte er, dass du mit ihm ins Bett willst oder wollte er mit dir ins Bett ? Bei letzterem würde ich nicht zwangsläufig davon ausgehen, dass er dir mit deinem Einverständnis unterstellt, dass du noch verliebt bist, lediglich die Tatsache, dass du ihn ja mal attraktiv gefunden hast und vielleicht deswegen nicht abgeneigt wärst. Die meisten Männer können Liebe und Sex ganz gut trennen, noch eine Portion Unsensibilität dazu ... voila...

Ich kann mir gut vorstellen welcher Typ Mann sich vielleicht so verhält, solche Schönlinge, die gerne im Mittelpunkt stehen und polarisieren.

Ich stehe mehr auf eine andere Sorte Mann: eher die Stillen, die ihre Unsicherheit nicht versuchen künstlich zu überspielen, vielleicht sind mir auch deswegen solche Erfahrungen erspart geblieben.


und der andere meinte, ich wäre dankbar, dass er mit mir mal tanzt (nachdem er mich verarschte
Hat er das gesagt oder wie kommst du darauf?

Ich glaube die meisten Männer denken sich viel weniger als man ihnen zutraut. Manche sind einfach völlig unsensibel und merkbefreit. Vielleicht bin ich auch zu naiv, um solche Spitzfindigkeiten zu unterstellen 😄

Ja ansonsten sehe ich es auch so, wie es schon geschrieben wurde: wer sich so verhält, tut mir damit eigentlich einen Gefallen und schießt sich selbst ins Aus. Da fällt das Entlieben leicht. 🤷‍♀️
 
  • #17
Ich kenne allen Varianten......Ich habe neulich über ein romantisches Date in der Küche vom Studentenwohnheim geschrieben. Der Junge, der mich damals zum Essen eingeladen hatte, musste ich irgendwann klar machen, dass mit uns nichts wird. Ich musste sogar umziehen. Um ihn nicht zu verletzen, habe ich ihm gesagt, dass ich keine Zeit habe und vielleicht nach dem Studium in 5 Jahren wir uns nochmals darüber unterhalten könnten. Als ich mit dem Studium fertig war, kam er tatsächlich wieder und fragte nochmals. Da hatte ich aber bereits einen Freund. Ich denke, dass er sich auch irgendwie klein und unterlegen vorkam und ich schämte mich auch. Es war eine sehr peinliche Situation. Ich denke, dass es Männer gibt, die keinen "Nein" akzeptieren können. Wie ein Fußballer versuchen sie es so oft bis es endlich klappt. An sich mag ich solche Charaktere aber in diesem Fall waren wir einfach zu verschieden.
Ich hatte (als ich jung war) auch einmal einen sehr guten Freund, der sich in mich verliebte. Er offenbarte mir irgendwann seine Gefühle aber ich hatte überhaupt keine Gefühle für ihn. Natürlich liebte ich ihn als Mensch, als guter Freund aber sonst wollte ich ihn nicht. Jedenfalls hat er sich zurückgezogen und wollte nie wieder mit mir reden. Ich litt sehr darunter. Wir fühlten uns irgendwie beide unterlegen. Ich konnte es überhaupt nicht verstehen, warum er nicht mehr mit mir reden wollte. Ich habe sogar mich später kurz darauf eingelassen aber als Paar waren wir nicht füreinander geeignet. Bei ihm standen viele Frauen schlange und ich konnte das nicht akzeptieren. Er fehlt mir immer noch sehr. Ich denke, gäbe es diese dramatische Entwicklung nicht, würden wir immer noch befreundet sein. Ich bedauere es sehr. Allerdings möchte ich auch gar keinen Kontakt mehr zu ihm. Es ist vorbei.
Es gibt auch noch einen Mann in meinem Leben, bei dem ich mich wirklich immer unterlegen fühle :). Ihn habe ich nach meiner Trennung kennengelernt. Bei ihm fühle ich mich wirklich immer wie post marriage/ separation Version von Birgit Jones. Ich weiß auch nicht warum. Er ist eben Mark Darcy meines Lebens. Nur eben ohne Happy End. Denn eins ist klar, egal was ich sage oder mache, am Ende bin ich unterlegen. Mittlerweile stört es mich nicht mehr. Ich denke, dass es ein gutes Zeichen ist.
 
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  • #18
Was heißt denn "überlegen verhalten", was heißt denn "er dachte"?
Woher weißt Du was er denkt, woher weißt Du was er WIRKLICH denkt?
Na, wenn er meint, ich würde mit ihm ins Bett steigen, nachdem wir uns nach 3 Jahren ZUFÄLLIG wiedergetroffen haben und er mir einen Drink spendiert hat, ist das doch ein ziemlich billiges Programm, finde ich. Wäre ich ne Fremde gewesen, hätte er sich mehr ins Zeug gelegt, um mich abzuschleppen, statt zu denken, ich stünde bereit, weil ich ihn immer noch so toll finden müsste. Und der andere - das war doch wohl offensichtlich, dass ihn nicht seine plötzliche Zuneigung zu mir antrieb, mit mir tanzen zu wollen, er dachte, er könne mich benutzen, weil ich für jeden Krümel seiner Aufmerksamkeit dankbar sein müsste.

Also ja, ich weiß, was die mir gegenüber dachten. Ich kriege es mit, wenn sich einer keine Mühe gibt.
Ich kriege es auch allgemein meist mit, wenn sich Leute mir gegenüber überlegen fühlen. Das ist keine von mir ausgehende Position, in die ich mich selbst begebe. Ich muss mir den Schuh nun nicht anziehen, habe ich ja auch nicht, aber mein früheres Ego war ein bisschen empört drüber, dass die mir mit so einer billigen Nummer kamen.

Ich habe auch schon erlebt, dass sich erst Riesenmühe gegeben wurde, um mich zu bezirzen, und dann, als ich verliebt war, kam dieses herabsetzende Verhalten. Das waren dann die Verheirateten.
Z.B. der verheiratete Prof, in den ich mit Ende 20 verliebt war. Der dachte auch, er könnte das für seinen Egopush benutzen. Irgendwann fing er an, mit einer anderen Studentin ein näheres Verhältnis aufzubauen und mir unter die Nase zu reiben, dass sie sich so gut verstehen, während er zu mir immer respektloser wurde, da ich mich zurückzog. Wenn das ins Berufliche geht, kann es wirklich gefährlich werden, sich in so einen zu verlieben, weil das Abwertende übergreift ins Berufliche und man da ja wirklich machtlos ist.

Es geht mir aber nicht darum, dass ich HEUTE noch ein Problem damit hätte. Mir geht es um eure Geschichten.

Sie will nichts von mir. Wenn ich sie sehe bin ich immer noch in einer Art needy position, wie ich es immer nenne. Emotional durcheinander, ich bin empfindlich, aufgedreht, unsicher, es ist schön sie zu sehen, es tut aber auch unheimlich weh.
So geht und ging es mir überhaupt nie, wenn mir einmal ein Korb gegeben wurde. Der Mann ist für mich ab da wirklich hundertprozentig Geschichte, weil Ablehnung nicht in mein Bild passt, das ich aufgebaut habe von "uns". Wie schlechte Zähne - sofort auf Null.

Ansonsten glaube ich Dir, dass Du keine Überlegenheitsgefühle gegenüber Frauen, die in Dich verliebt gewesen sind, hast. Ich habe ebenfalls solche Gefühle nicht ggü Männern, die in mich verliebt waren. Ich bin normal nett zu ihnen, aber nicht flirty (wie manche der Typen, die meine Verliebtheit benutzen wollten). Mein Ego ist auch nicht gekränkt, wenn die sich dann in ne andere Frau verlieben.
 
  • #19
@ Mitleid

Ja, ist mir auch noch eingefallen. Finde ich aber auch daneben, weil es den anderen kleinmacht. Ich komm schon klar damit, mit jemandem keine Partnerschaft zu haben. Und einen Mitleidsf ... sex anzubieten, fänd ich jetzt noch blöder.
Ich kannte mal einen, der suhlte sich darin, dass eine Frau wegen ihm einen Selbstmordversuch gemacht hatte (allerdings einen, der niemals funktioniert hätte. Er musste sie aber auf ihren Wunsch hin ins Krankenhaus bringen und wuchs dabei um 20 Zentimeter.)

Deshalb gehen viele Menschen davon aus, dass du sie zumindest immer noch attraktiv findest
Das stimmt ja bei manchen auch, auch wenn ich sie als Partner nicht mehr wollte. Aber selbst wenn, bedürftig oder mitleidsbedürftig wäre ich ja immer noch nicht.

Das Mitleid kam ja sicher auch, weil sie selbst mal unglücklich verliebt waren und wissen, dass einseitiges Interesse nicht so toll ist.
Schon, aber die sind ja auch damit klargekommen, dass sie die Person nicht als Partner/in bekamen. Und Überlegenheitsgebaren und Benutzenwollen für so was Niedriges wie Eifersüchtigmachen passt ja dann auch nicht dazu (wobei der damals 16 war, also das kann man altersmäßig noch verzeihen, auch wenn es damals schon Jungen gab, die nicht so blöde waren).

Genau Deinen Schluss habe ich auch gezogen. Wer Gefühle als Schwäche sieht, ist kein guter Partner.

Was genau beschäftigt dich dabei? Deine Gefühle dabei?
Heute gar nichts mehr. Mir fiel das Thema nur ein wegen eines anderen Threads und weil ich es generell schwierig finde, wenn einer sich von oben herab zu mir verhält. Wie kann man darauf "gewinnbringend" reagieren? Eher gar nicht. Sein Bild ist ja sein Bild und seine Position will er ja nicht aufgeben.

Bei den geschilderten Fällen musste ich ja nur dankend ablehnen, aber ich habe mich schon gefragt, wie die mich sehen bzw. sich sehen, wenn sie dachten, mit dieser billigen Tour sei zu kriegen, wofür sie bei anderen Frauen mächtig Verführungsenergie aufbringen müssten.

So ähnlich war das auch, wenn mich Verheiratete anbaggerten und ich wirklich drauf ansprang. Erst umwarben sie mich, dann, als ich angebissen hatte, kam herablassendes Verhalten bzw. einmal sogar Abwertung.
 
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  • #20
So kenne ich es nicht.

WENN ich mich verliebte, habe ich es sowieso eher bei mir behalten, bis ich wusste, es kommt auch von der anderen Seite ein positives Echo.

Wenn da nichts kam, setzte ich für mich den Haken, und irgendwann ist es Geschichte.

Und selbst, wo sich mal ein Flirt entwickelte, der dann nicht weiterging, war hinterher der Umgang schnell wieder wie vorher, oder der Kontakt schlief ein.

Ich denke, manches ist dann wie beim. Verlieben, man interpretiert in das Verhalten des Anderen etwas hinein. Beim Verlieben wird alles positiv interpretiert, alles als Signal gewertet - solche Thread sind hier Alltag - nachher wird alles negativ gewertet - und ist auch nichts...

Dass es aber Einzelfälle gibt, möchte ich nicht bestreiten - "Gottes Zoo" ist bunt, es gibt genug Menschen, die mit Körben nicht umgehen können..

W, 50
 
  • #21
aber ich habe mich schon gefragt, wie die mich sehen bzw. sich sehen, wenn sie dachten, mit dieser billigen Tour sei zu kriegen, wofür sie bei anderen Frauen mächtig Verführungsenergie aufbringen müssten.
Ich denke, du hast dir einen guten Abschluss damit verschaffst, dass du anderes reagiert hast als die dachten. Wenn du dich auf den Tanz zum Zwecke des Eifersüchtigmachens der Freundin eingelassen hättest, wärst du noch am selben Tag wieder abserviert worden. Danke für den Tanz. Man sieht sich (oder auch nicht).
So aber hat der Mann gemerkt: Ne. Das macht die nicht mit. Dabei dachte ich doch, die findet mich gut ....
Du hast ihm klargemacht, dass dem nicht (mehr) so ist. Besser hättest du nicht reagieren können.

Und dieser andere Mann, der glaubte, du wärst glücklich, wenn du einmal mit ihm schlafen dürftest (war das der, der sich über Fellatio gefreut hätte?) - dem ist schließlich auch ein Licht aufgegangen.

Ich denke, die beiden haben da einfach mal was gelernt. Also alles gut :)
 
  • #22
Wie kann man darauf "gewinnbringend" reagieren?
Also in dem angenommen Fall, dass ich verliebt war und er nicht und er sich dann arrogant herablassend verhält, würde ich ihm klar machen, dass ich mich in seiner Person geirrt habe. Ihm zu verstehen geben dass ich mich nicht in ihn verliebt hätte, wenn er gewusst hätte, wie er wirklich ist.

Ihn also ganz offiziell auch wieder vom Thron runter heben.


Wie gesagt im amourösen Bereich ist mir sowas noch nicht vorgekommen, jedoch hatte ich beruflich gerne auch mal mit Männern zu tun, die sich gern herablassend Untergebenen gegenüber aufführen.

Wenn man dann nicht devot reagiert, sondern ihm seine mangelnde Souveränität vor Augen führt ist das auch hilfreich.
 
  • #23
Ganz olle Kamellen hätte ich auch noch, aber ich glaube Dich interessiert mehr die abgewiesene Liebe im erwachsenen Alter und deren Folgen im Anschluss.
Mich interessiert alles, also schreib es ruhig. Im erwachsenen Alter finde ich es viel einfacher, weil ich zumindest mich nicht mehr in Männer verliebe, die nicht um mich werben, also flirten, mir Aufmerksamkeit schenken.

Ich finde das ganz interessant, wie Verliebtheit erlebt wird und wie damit von anderen umgegangen wird. Der gemeinsame Nenner bei den geschilderten Fällen scheint zu sein, dass man sich als verliebte Person in deren Augen selbst abwertet oder mitleidserregend ist. (Bringt mich auch zu der Frage, ob ich damals irgendwie so rübergekommen bin. Schon möglich, dass mein Stolz nicht sichtbar war. Der, mit dem ich keinen ONS haben wollte, war richtig zickig, als ich ging.)

Ich habe tatsächlich auch noch Verehrer von vor über 30 Jahren, die heute noch mit mir flirten, aber eben nur das.
Aber ich habe mich nie doof zu ihnen verhalten, sie noch extra angeflirtet oder benutzt, um andere eifersüchtig zu machen, und ich denke auch nicht, dass die heute alles stehen und liegen lassen würden, um was mit mir anzufangen.

Der machte vor allen eine Eifersuchtsszene, blaffte seine Freundin an, dass er dann eben mit mir tanzen würde, kam zu mir und versuchte mehrmals, mich vom Stuhl zu zerren, obwohl ich auch mehrmals "nein" gesagt hatte. Also ja, ich würde sagen, er war der Meinung, das ginge so einfach, wie er sich das vorstellte. Surprise, surprise. Selbst wenn ich noch total auf ihn gestanden hätte, hätte ich DA nicht mit ihm getanzt.

Aber: Du hast eine interessante Sichtweise aufgeworfen - vielleicht haben die gar nicht so viel nachgedacht. Fakt ist jedenfalls, dass sie meinten, mit NULL Mühe irgendwas zu kriegen, wo sie sich bei anderen Frauen richtig anstrengen müssten. Der Umwerbungsprozess fand nicht statt, weil sie dachten, das sei unnötig. Ich glaube, DAS ist der Punkt, der es deutlich macht.

War ich ja auch schon längst.
 
  • #24
Ich kenne das... Ich habe mich immer sehr respektvoll und schönend gegenüber Männern verhalten, die in mich verliebt waren, auch wenn einige von ihnen mir ziemlich unangemehm, sogar abstössend waren. Leider waren die Männer, in die ich verliebt war, meistens total unmenschlich gegenüber mir. Sie haben in mir keine Werte gesehen und wollten nur das Eine von mir, weil sie dachten, dass sie mir überlegen seien, da ich auf sie stehe. Und sie haben deshalb nix gekriegt.... Aber es hat mir extrem Weh getan... Jetzt bin ich im Kontakt mit einem Mann, der ganz anderes zu sein scheint. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit vergiften mich und ich habe Angst, dass auch er seine Haltung ändern kann, wenn er weiss, dass ich in ihn verliebt bin... Meine Gefühle verstecken kann ich aber auch nicht. Na ja, ich zeige mich so wie ich bin – egal, was passiert...
Ich denke, es ist ein weit verbreitetes psychologisches Problem unter Menschen. Der Mensch will immer ein Schritt weiter gehen. Dabei denkt er irrtümlicherweise, dass das, was er bereits erreicht hat, nicht das beste sei. Das beste sei das, was er noch nicht erreicht hat. Besonders bei Männern ist die Psychologie des ewigen Jägers extrem stark entwickelt. Gibt es hier eine Lösung? Vielleicht sollte die Liebe lieber etwas geheimnisvoll bleiben, nicht so viel verbal oder durch auffallendes Verhalten betont werden... So macht man den Jäger immer süchtig nach mehr...
 
  • #25
Liebe Void,

irgendwie beschäftigen dich immer verheiratete Männer......entweder gefallen sie dir......oder sie flirten mit dir.
Männer flirten ja generell gerne, aber es kommt doch darauf an, wie du ihnen entgegen trittst.
Wenn ich nicht darauf einsteige, hat sich das schnell erledigt.
Ich bin ja oft immer an eher exzentrische Männer geraten, auf einen Verheirateten bin ich noch nie gestossen. Käme mir auch nie in den Sinn, da etwas in irgendeiner Form anzufangen.

Da deine Ausführungen hier im Forum ja auch immer sehr langatmig sind und du alles bis ins kleineste Detail zerpflückst, denke ich mir oft, du bist eine kleine Träumerin......vielleicht solltest du aufwachen:)
 
  • #26
würde ich ihm klar machen, dass ich mich in seiner Person geirrt habe.
Das WIE ist ja die Frage. Man kann ja nicht mitten im "ich bin dir sowas von überlegen"-Verhalten auf allgemeiner Ebene plötzlich sagen: "Ach, übrigens, ich steh nicht mehr auf dich." Es sind ja keine Beziehungsgespräche, es ist die allgemeine Attitüde "für dich muss ich mir keine Mühe geben und behandele dich wie mein Groupie".

Mit dem ONS-Mann hatte ich ja nun gar keinen Kontakt vor seiner Offerte, dem hätte ich das sagen können (aber ich war selbst sehr überrascht, dass er wollte, dass ich mitkomme zu ihm, nachdem ich drei Jahre vorher den Korb gekriegt hatte - das sieht echt nach Mitleid aus, urgs.), aber der mit dem Tanzen war ja in meiner Klasse und auch anderweitig zu mir so, als hätte er noch eine wertlose Ersatztante im Hintergrund, die ihn unbedingt will. Bis zum Tanzzeitpunkt vielleicht, aber möglicherweise ist er merkbefreit genug gewesen, es danach auch noch weiter zu denken und meine Tanzunwilligkeit auf meine Schuhe zu schieben.

Und das Ding ist auch, dass die bei mir gar nicht auf einem Thron waren. Aber das sah wohl für sie so aus, als seien sie es. Hm ... Bin ich needy rübergekommen, obwohl ich nie needy war? Oder sind die needy gewesen bei den Frauen, in die SIE verliebt waren, und dachten es daher auch von mir?


WENN ich mich verliebte, habe ich es sowieso eher bei mir behalten, bis ich wusste, es kommt auch von der anderen Seite ein positives Echo.

Wenn da nichts kam, setzte ich für mich den Haken, und irgendwann ist es Geschichte.
So mach ich das heute auch, also ich verliebe mich nicht mehr in Männer, von denen keine Signale kommen. Allerdings konnte ich bislang meine Gefühle schlecht verbergen. Ich versuche gerade, das zu lernen.
Das Ding aber ist: Bei den verheirateten Typen (gibt nur 3), die mich umwarben, habe ich auch die erste Zeit gar nicht gemerkt, wie ich mich verliebte und positiv auf sie und ihr Flirten reagierte. Also DIE machten den Anfang und mein Verstand kriegte nicht mit, wie ich mich umgarnen ließ, während mein Gefühl schon reagierte (ich weiß, das klingt vielleicht komisch, ich kann es aber nicht anders beschreiben. Ich hatte ganz anderes im Kopf als Männersuche und ich fand Singlesein super). Dann war es mir bewusst und ich musste mit meinen Gefühlen klarkommen. Wobei ich in den letzten beiden Fällen ja gleich auf Abstand gegangen bin, also groß den Eindruck, dass ich sie verliebt anhimmle, können beide nicht gehabt haben. Der erste eigentlich auch nicht, weil ich mich nach seiner komischen Reaktion in Richtung "wer waren Sie noch mal?" zurückzog. Ab da wurde es dann richtig doof, weil er es ins Berufliche zog, mich abzuwerten.
 
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  • #27
Der machte vor allen eine Eifersuchtsszene, blaffte seine Freundin an, dass er dann eben mit mir tanzen würde, kam zu mir und versuchte mehrmals, mich vom Stuhl zu zerren, obwohl ich auch mehrmals "nein" gesagt hatte.
Da hat er sich aber ganz schön blamiert. Da warst du sicher einmal mehr froh, dass der Kelch an dir vorübergegangen ist.

Ich war immer nur heimlich verliebt, ohne mich zu offenbaren. Nicht oft. Aber ich hatte oft den Eindruck, die haben das gemerkt. Mag sein, dass verliebte Frauen anders gucken. Ich habe es bei mir festgestellt. Ich sah schöner aus, wenn ich mir im Spiegel zugelächelt habe.

In den Jahren 2004 bis 2006 war ich heimlich in einen höhergestellten Arbeitskollegen verliebt. "Sie kann man gut ausnutzen" sagte er zu mir, weil ich dumm genug war, ihm immer wieder Arbeiten abzunehmen. Es gab mal eine Meinungsverschiedenheit, da versuchte ich mich zu erklären. Da meinte er: "Ich glaube, dass mehr dahintersteckt". Zwei Mal sagte er das. Ich bestritt das natürlich und dachte: Was sonst könnte er meinen außer, dass er irgendwas an meinem Verhalten bemerkt hat?

Das ist zum Glück lange her. Heute weiß ich gar nicht mehr, was ich an dem mal gefunden habe.

Und diese andere Geschichte während meiner langen Karenzzeit - zu dem war ich ja sogar noch freundlich, als er längst mit den Abwertungen anfing. Der hat regelrecht ausgetestet, wie weit er noch gehen kann. Meine Selbstentschuldigung: Ich war damals physisch und psychisch nicht mehr ich selbst.
Aber das hat mich geprägt - und verändert.
 
  • #28
Fakt ist jedenfalls, dass sie meinten, mit NULL Mühe irgendwas zu kriegen, wo sie sich bei anderen Frauen richtig anstrengen müssten.

Das ist wahrscheinlich auch ein springender Punkt.
Du schreibst ja selbst, dass du dich heute zu keinen Gefühlsäußerungen mehr hinreißen lassen würdest, wenn der Mann nicht ausgiebig um dich geworben hat oder seine Zuneigung gezeigt hat.
Das war damals vielleicht anders in deinem Verhalten. Er musste sich nicht anstrengen und bekam trotzdem deine Zuneigung, womit dann diese Respektlosigkeiten einhergingen.

Das kann man ja auch gut bei Affären Frauen beobachten, die ewig auf einen Mann warten oder Frauen, die alles für einen Mann tun und er ist dafür nur noch frech und unverschämt. Das ist umgekehrt mit Frauen sicherlich nicht groß anders.

Ich denke es ist sowas grundsätzlich menschliches, dass man etwas, wofür man arbeiten oder kämpfen musste mehr schätzt als etwas, was man vor die Füße gelegt bekommt. Damit schwindet dann eben auch der Respekt.

ICh denke die meisten Menschen sind zunächst egozentrisch und achten nicht unbedingt drauf, wie es anderen mit ihrem Verhalten ergeht, was sie dabei denken oder ob sie verletzen.

Für den Tänzer warst du in Moment nur Mittel zum Zweck, um seine Freundin zu ärgern, was anderes hat er sich sicher dabei gar nicht gedacht.

Es zeigt vor allem seinen Charakter.

Es klang so, als handelt es sich um Geschichten aus deiner Jugend, warum beschäftigt dich das noch so?

Solche Geschichten von verarschen und eifersüchtig machen sind ja im Jugendalter sicher nicht ganz selten, Menschen entwickeln sich doch aber auch weiter und reifen (hoffentlich ).
 
  • #29
…, dass man sich als verliebte Person in deren Augen selbst abwertet oder mitleidserregend ist.
Das er mich nicht will, gut das trifft mein Ego & Stolz, aber wieso sollte ich mich dann selbst abwerten, also im Umkehrschluss, der andere meinen, das erst diese Liebe mich abwertet/minderwertig macht oder jemand Mitleid mit mir haben müsste?
Mitleid bekommt man, wenn man den Eindruck erweckt, mit einer Absage nicht klar zu kommen.
Die meisten, welche eine Absage erhielten oder mit der Zeit begriffen, der andere will nicht (und sich vlt. aus auch in verliebter Aufmerksamkeit gesonnt hat), entliebten sich dadurch wieder, eben wenn erkennt, die Schwärmerei stößt nicht auf Gegenliebe. Wenn ich mich heulend auf die Straße werfe, Drama veranstalte, ihm nach dem Nein, dennoch hinterlaufe oder mit Selbstmord drohe, jedem erzähle, er ist ein Mistkerl, ja dann bin mitleidserregend, weil ich es nicht schaffe souverän/normal damit umzugehen. Jeder ist sicherlich schon abgelehnt worden und nahezu jeder hat für jemanden (Boyband/Starlett)geschwärmt.
Ich denke nicht, die meisten würden denken, „diese/r Frau/Mann ist verliebt in mich, ha ha wie lächerlich... weil man sich dadurch selbst abwertet. Im Regelfall pusht aber das Interesse des anderen Geschlechts ungemein das eigene Ego. Also ist der Mensch in meiner "Liga", denkt man sich doch eher „hach wie schön“.
Anders, wenn man diesen Menschen zuvor schon insgeheim abgewertet &"minderwertig" eingestuft hat, und innerlich nur denkt, oh bitte nie die oder der, und dann zeigt ausgerechnet diese Person Interesse, dass ist unangenehm. Mir ist mal ein Mann (untere Liga) hinterhergelaufen, 1x nett geantwortet, damit war er dann überpräsent und ich genervt, weil ich ihm aus dem Weg ging. Es bestand zw. uns kein weiterer Kontakt, also rutsche mir raus, "OMG, schon wieder *(Beleidung)", was er hörte und dann war auch sofort Schluss. Ich habe mir nie Gedanken über ihn gemacht, ich wollte ihn auch nie in meiner Nähe/Umfeld.
Und eifersüchtig machen. Dies hat nichts mit Dir zu tun, sondern nur mit derjenigen, die eifersüchtig gemacht werden soll. Dazu braucht man keinen verliebten Groupie, zu viel der Ehre, nur weibl. und halbwegs attraktiv. Es soll dem anderen Part nur klar gemacht werden, dass es andere Frauen gibt und man weg sein könnte; man versucht mit Druck auf Verlustangst & Eifersucht anzuspielen. Die Reaktion der Freundin/Ex steht dabei im Fokus u. nicht derjenige, der als Objekt dazu benutzt wird, den anderen eifersüchtig zu machen. Diese Person hat man nicht auf dem Schirm, deshalb bekam er nicht mit, dass Du überhaupt nicht tanzen willst, er wollte nur seine Strategie (mit irgendwem) durchziehen. Letztlich ging es ihm in der Situation wie Dir, verzweifelt die Aufmerksamkeit & Zuwendung einer best. Person auf sich zu lenken. Und diese in der Öffentlichkeit gezeigte Verzweiflung lässt schon jemanden lächerlich, bedürftig und mitleidig wirken.
 
  • #30
irgendwie beschäftigen dich immer verheiratete Männer......entweder gefallen sie dir......oder sie flirten mit dir.
Das täuscht. Es waren lediglich 3 Männer, und die in den letzten 23 Jahren, der eine vor 23 Jahren, der zweite vor 7 Jahren, der letzte letztes Jahr. "Dazwischen" hatte ich fast 10 Jahre eine Beziehung, davor waren die Männer, für die ich mich interessierte, Singles. Auch die beiden Olle-Kamellen-Burschen waren Singles, als ich mich in sie verliebte und beim Tanztyp war das vorbei, bevor er seine Freundin fand.

Die anderen Verheirateten, die flirteten oder zeigten, dass sie gern Sex hätten, haben mich emotional nicht weiter beschäftigt, ich hab mich nur über ihr Verhalten gewundert.

Ich hab es hier im Thread nur angeführt, weil es nachhaltigen Eindruck hinterlassen hatte, wie das mit dem ersten Verh. lief, bei dem ich ja noch alles ernstgenommen hatte.

aber es kommt doch darauf an, wie du ihnen entgegen trittst.
Das ist richtig. Ich bin drauf angesprungen mit dem Gefühl, während mein Verstand mit Studium oder anderem beschäftigt war. Ich hab es nicht gemerkt, wie ich mich verliebt habe, und die gaben sich eben Mühe und reagierten auch so, wie ich finde, dass Interessierte reagieren. Gut, der erste hat mächtig aufgedreht. Hätte ich mehr Lebenserfahrung gehabt, wäre mir aufgefallen, dass er viel zu offensiv ist. Aber die anderen beiden waren nicht so.

Es klang so, als handelt es sich um Geschichten aus deiner Jugend, warum beschäftigt dich das noch so?
Tut es gar nicht, es ist hier kein "ich hab ein Problem"-Thread. Es ist ein "ich würde gern mal drüber plaudern, was ihr so erlebt habt und drüber denkt"-Thread. Ich bin drauf gekommen durch einen anderen Thread, wo es im weiteren Sinne ums Thema "Hinhalten" ging und irgendwie auch um "ich bin verliebt, also in der Hinterherrennposition".
Die beiden Kamellen waren jetzt nur als Beispiele gedacht, wo mir sowas passiert ist, dass mein Verliebtsein missverstanden wurde als Hinterherlaufen oder zumindest "für immer verliebt" zu sein, dass man um mich nicht mehr werben müsste, wenn man was von mir will.

Hat es einen heutigen Bezug ... für mich nicht. Wie gesagt, wenn sich einer keine Mühe gibt, mich zu umwerben, hake ich das gleich ab. Das ist aber durchaus ein Thema, das hier ja in manchen Threads auftaucht: Soll die Frau den ersten Schritt machen usw.. Erst dachte ich nach meinen Erfahrungen: Nee, auf keinen Fall.
Mittlerweile denke ich, sie soll durchaus signalisieren, dass sie bereit ist, dass sich ein Mann nähern kann, also z.B. ein bisschen flirten, lächeln, dass er "anspringen" kann. Aber was manche Männer hier schreiben, dass sie Signale nicht erkennen können und die Frau mehr machen sollte - da denke ich, sie sollte nicht. Wer nicht flirten kann, Signale nicht deuten kann, muss es lernen. Musste ich auch.
 
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