• #31
Ich empfinde diese Möglichkeiten als große Chance. So pflege ich auf leichte Art Kontakte, die ich sonst aus den Augen verloren hätte.
Menschen, die mir sympathisch sind, aber jetzt nicht zu meinem engeren Umfeld gehören. Aber ich freue mich immer mal wieder von Ihnen zu lesen.

Ich habe durch mein Hobby sehr nette Kontakte und Gedankenaustausch. Treffen können wir uns nur zweimal im Jahr, da wir weit auseinander leben. Aber durch verschiedene Medien klappt schneller Austausch und evtl Hilfe. Trotzdem telefonieren wir auch mal.

Meinen Partner habe ich auch im Internet gefunden. Im realen Leben wären wir uns wohl nie begegnet.
Meine Tochter hat vor kurzem eine große und längere Reise gemacht und zu jedem Stopp Bilder hochgeladen und kommentiert. So konnte ich gemütlich vom Sofa an ihrer Reise teilhaben und mußte mich den Gefahren des Reisens nicht aussetzen (war ein Scherz). Das hat mir großen Spaß gemacht und ich habe mich jeden Abend auf die neuesten Bilder gefreut.

Für mich wie gesagt, ist es eine große Chance.
Mit dem Handy höre ich unterwegs Musik oder Hörbücher. Am tablet lese ich.

Wenn jemand diese Möglichkeiten nur als passiven Konsum nutzt, dann wird er das immer tun, egal welche Möglichkeiten derjenige hat.
Das ist aus meiner Sicht keine Frage der Verfügbarkeit der mobilen Geräte, sondern des jeweilgen Menschen.
 
  • #32
Ich habe davor überhaupt keine Angst, denn ich habe schon vor 10 Jahren meinen Partner & in den letzten Jahren auch meine heutigen besten Freundinnen über das Internet kennen gelernt.
Selbstverständlich muss man dann noch selbst raus um die Leute wirklich kennen zu lernen indem man Zeit mit ihnen verbringt.

Mir ist auch aufgefallen, wenn ich jemanden im Netz anschreibe, sei es auf Facebook usw., dass eventuell nur einmal eine Reaktion darauf kommt und dann ist wieder Funkstille.
Was schreibst du denn & wem?
Nur weil man in den Sozialenmedien unterwegs ist, muss man ja nicht mit jedem dort Kontakt haben wollen.
Vielleicht suchst du die falschen Leute in den falschen Medien?
Wenn mich jetzt irgendjemand "grundlos" anschreibt "hallo wie gehts" frage ich mich, was der von mir will, schreibe aus Höflichkeit mal zurück, aber eigentlich muss das nicht sein...
Wenn es jetzt aber um ein gemeinsames Hobby geht, um die Arbeit etc, kann man da dann schon eher ein Gespräch aufbauen, sich dann vielleicht mal auf einem Event treffen usw & so eine Freundschaft aufbauen.
Es gibt 10.000 Foren, Facebook Gruppen etc in denen du Menschen mit den selben Hobbys oder Gemeinsamkeiten in Kontakt treten kannst. Ob du liebend gerne Fahrrad fährst, strickst, Oldtimer sammelst oder der Größte AC/DC / Helene Fischer Fan bist, es gibt online sicher gleichgesinnte. Gibt auch Apps & Gruppen für Leute die Anschluss & Kontakte suchen.
 
  • #33
Dass die FS hier von einigen harsch angegriffen wird, kann ich gerade nicht nachvollziehen. Sie stellt doch eine ganz freundliche Frage. Auch habe ich den Eindruck, dass die FS eher introvertiert ist.

Mir hat übrigens auch mal jemand die Frage gestellt: Keine Kontakte aus der Schul- oder Lehrzeit? Wie kommt's?

Ich habe mich danach sehr schlecht gefühlt. Das war nämlich in der Zeit, wo ich noch jemandem gefallen wollte. Und ausgerechnet der Heini fragte mich das ...

Die FS schreibt, dass sie Mobbing erlebt hat. Dass sie Kontaktschwierigkeiten hat. Dass sie aber durchaus auf Menschen zugeht, aber es sich nie so recht etwas ergeben hat. Tja - das alles kommt mir ziemlich bekannt vor. Und es gibt keinen Grund, einen Menschen, der das von sich preisgibt, hier zu verhöhnen.

Liebe FS, wenn du alles getan hast, was in deiner Macht steht, um Dinge zu verändern, das aber irgendwie trotzdem nie so recht klappen wollte - dann brauchst du dir auch keine Vorwürfe zu machen. Denn du hast alles versucht. Wenn du das verinnerlichst, kannst du deinen Frieden mit dir selbst machen und dazu stehen.

Wir Menschen sind nun mal verschieden. Ich sehe durchaus auch Leute, die sich mit der ständigen Online-Präsenz und gefühlt 100 Mails am Tag oder mehr ganz gehörig selbst unter Druck setzen und hier um Rat fragen: Er schreibt dauernd, aber ich kann nicht dauernd antworten. Ob er dann wohl böse mit mir ist?
Das sind dann Probleme, die du z. B. nicht hast.
 
  • #34
Auch beobachte ich, dass viele gar nicht mehr miteinander sprechen, sondern nur noch "mailen usw."

Ich nutze kein Facebook etc., WhatsApp nutze ich im Wesentlichen für Terminabsprachen oder mal zwischendrin ein paar Worte mit alten Freundinnen, die bundesweit verstreut sind. Die Kommunikation ist dadurch sogar besser als vorher.
Mit meinem Partner kommuniziere ich praktisch gar nicht digital. Mag sein, dass die Message mal ein Telefonat beim Einkaufen ersetzt, aber das wars. In meinem Freundeskreis ist das bei den meisten so. Ich glaube also, dass nur die Menschen noch einsamer werden, die vorher schon wenig kommunikationsfähig waren.
 
  • #35
Daher ist es heute eher wichtig diese Leute aus früheren Zeiten zu behalten. Wie kommt es, dass du aus Schulzeiten, Ausbilsungszeit usw. keine Freunde hast?

Ich bin zwar nicht die FS, aber das ist bei mir genauso - und recht einfach zu erklären. Wenn man immer der Außenseiter war, der nie den Weg in eine Clique gefunden hat (teilweise wegen Ablehnung durch andere, teilweise auch selbst verschuldet, weil mir die Freizeitbeschäftigungen meiner Altersgenossen damals schon zu blöd waren), hat man diese Kontakte eben nicht. Erst mit späteren Klassentreffen habe ich langsam bemerkt, dass der ein oder andere doch nicht so übel ist.
Bei mir kam das erst später, mit einem christlichen Kreis und mit diesen Leuten treffe ich mich immer noch einmal im Jahr und demnächst mit denen, die näher wohnen, hoffentlich auch wieder öfter.
 
  • #36
Ich nehme Dich hier auch sehr reflektiert wahr und sehr ausgeglichen.
Das freut mich. :) Ich bin auch ausgeglichen, jedenfalls im Kopf. Beim Sport mach ich manchmal zu viel und zu wenig kontinuierlich.
Ich denke viel nach, weil ich auch mit meinen eigenen Problemen fertig werden musste bzw. muss, wenn neue kommen. Man lernt irgendwie nie aus.
Es ist auch nicht so, dass ich keine Personen hätte, mit denen ich mal was besprechen könnte, aber das ist dann mein Geschwisterkind, mit dem man aber über Bestimmtes auch nicht reden kann, da es eben nicht im Betroffenheitsbereich liegt. Zumindest familiäre Erkenntnisse aber. Mit meiner einen Cousine verstehe ich mich auch gut.
Und ich hatte mal eine supergute Freundin, mit der ich viel reden konnte und die auch viel reflektiert hat. Als sie studieren ging, zog sie weg und hatte auch keine Zeit mehr, weil sie sich richtig reinknien wollte. Ich hab damals noch gearbeitet und erst später studiert und da hätte ich dann auch keine Zeit mehr gehabt fürs Grübeln über anderes. Aber mit ihr war das eine wirklich enge und sehr tiefe Freundschaft über ein paar Jahre.

Ich glaube, wirklich gute Freunde zu finden, ist eben genauso leicht oder schwer, wie gute Partner zu finden. Man muss selbst auch ähnliches mitbringen (z.B. Interessen an Aktivitäten, mitunter auch einen Partner, wenn man was mit ner verpartnerten Person unternehmen will, dieselbe Zeit zur Verfügung, dasselbe Geld für Unternehmungen zur Verfügung haben, den naheliegenden Wohnort).

Ich denke auch, dass viele Leute mit Freunden Spaß haben wollen und nicht noch Probleme analysieren. Diese Leute gibt es ja. Bekannte halt, wenn sie mal einen Tag von ihrem Mann loskommen wollen z.B., was sehr selten passiert, denn wenn der was allein unternimmt, machen sie, was im Haushalt noch gemacht werden muss. Ansonsten wird alles mit dem Partner geplant, da der schon wenig Zeit genug hat für Pärchenaktivitäten. Und ein Single dabei, wär komisch, also wenndann laden sie andere Paare mit ein.
Ich war auch lange Zeit hier quasi weg, weil ich zu meinem Fernbeziehung-Ex fuhr. Dadurch ist eine Freundschaft vom Studium auch ausgeschlichen worden, obwohl ich mich bemüht habe, das nicht geschehen zu lassen. Aber die Freundin hatte keinen Partner und sonderte sich irgendwann selbst ab, vor allem auch, als sie ihr Studium nicht schaffte und ich meins nach einer Pause doch beendete. Die andere BF beendete auch die Freundschaft in der Zeit, als ich so aussah, als würde ich jetzt eine akademische Karriere beginnen. Ich hab damals plötzlich gemerkt, dass beide sich die ganze Zeit mit mir verglichen hatten und gemeint hatten, besser abzuschneiden (hätte mir aber schon früher auffallen können, es gab Anzeichen). Deswegen kam mir der Gedanke, dass so manche "Freundschaft" eine Dynamik drin hat, dass sich einer oben auf fühlt und der andere das gar nicht merkt, dass er im "Dinner for Spinner" (Film) den Spinner abgeben soll.
 
  • #37
Ich nutze kein Facebook etc., WhatsApp nutze ich im Wesentlichen für Terminabsprachen oder mal zwischendrin ein paar Worte mit alten Freundinnen, die bundesweit verstreut sind. Die Kommunikation ist dadurch sogar besser als vorher.
Mit meinem Partner kommuniziere ich praktisch gar nicht digital. Mag sein, dass die Message mal ein Telefonat beim Einkaufen ersetzt, aber das wars. In meinem Freundeskreis ist das bei den meisten so. Ich glaube also, dass nur die Menschen noch einsamer werden, die vorher schon wenig kommunikationsfähig waren.
Dass die FS hier von einigen harsch angegriffen wird, kann ich gerade nicht nachvollziehen. Sie stellt doch eine ganz freundliche Frage. Auch habe ich den Eindruck, dass die FS eher introvertiert ist.

Mir hat übrigens auch mal jemand die Frage gestellt: Keine Kontakte aus der Schul- oder Lehrzeit? Wie kommt's?

Ich habe mich danach sehr schlecht gefühlt. Das war nämlich in der Zeit, wo ich noch jemandem gefallen wollte. Und ausgerechnet der Heini fragte mich das ...

Die FS schreibt, dass sie Mobbing erlebt hat. Dass sie Kontaktschwierigkeiten hat. Dass sie aber durchaus auf Menschen zugeht, aber es sich nie so recht etwas ergeben hat. Tja - das alles kommt mir ziemlich bekannt vor. Und es gibt keinen Grund, einen Menschen, der das von sich preisgibt, hier zu verhöhnen.

Liebe FS, wenn du alles getan hast, was in deiner Macht steht, um Dinge zu verändern, das aber irgendwie trotzdem nie so recht klappen wollte - dann brauchst du dir auch keine Vorwürfe zu machen. Denn du hast alles versucht. Wenn du das verinnerlichst, kannst du deinen Frieden mit dir selbst machen und dazu stehen.

Wir Menschen sind nun mal verschieden. Ich sehe durchaus auch Leute, die sich mit der ständigen Online-Präsenz und gefühlt 100 Mails am Tag oder mehr ganz gehörig selbst unter Druck setzen und hier um Rat fragen: Er schreibt dauernd, aber ich kann nicht dauernd antworten. Ob er dann wohl böse mit mir ist?
Das sind dann Probleme, die du z. B. nicht hast.


Hallo Cassel,
über Deine Reaktion habe ich mich sehr gefreut. Denn einzelne Nachrichten von Usern haben mich doch ziemlich verletzt.
Schön, dass ich von Dir etwas verstanden worden bin.
Ja, ich bin ein eher introvertierter, sensibler, nachdenklicher, jedoch sehr wissbegieriger Mensch, mit dem man über "Gott und die Welt" reden kann.
"Freundschaft" ist für mich etwas Wichtiges. Bedeutet, dass ich diesen oder jenen Menschen - ob es mir gerade gut oder besonders schlecht geht - zu jeder Tages-und Nachtzeit kontaktieren kann. Und dieser auch mich.
Freundschaft sollte auf Bedingungs-losigkeit ausgerichtet sein.
Doch habe ich immer mehr das Gefühl, dass gewisse "Freundschaften" nur noch den eigen Vorteil sehen. Eine gute Nachbarschaft ist schön, doch sind diese nicht zu Freunden zu zählen.
Deinem Schreiben nach entnehme ich, dass Du anscheinend etwas Ähnliches erlebt hast?!
 
  • #38
@Martina698, echt unterirdisches Posting wieder mal.

Normale Unterhaltung deiner Generation ist für mich untragbar: Lästereien, Keifereien, Verbitterung, Abwertungen, Streit, Konflikte, Moral, Erniedrigungen, verpasste Chancen, andere Leute schlecht machen, andere Leute belehren, andere Leute behindern und beäugen, anstatt sich selbst mal im Spiegel anzuschauen ...

Das, was du als "normale Unterhaltung" bezeichnest, bezeichne ich als pemerante Abwertung, Respektlosigkeit und Bedürftigkeit. Nichts, was man braucht.

Du brauchst das anscheinend, denn du beschreibst ziemlich genau deine Beiträge hier. Ist natürlich auch eine Möglichkeit, ein bisschen Aufmerksamkeit zu bekommen, indem man anonym andere Leute runtermacht. Zum Glück nimmt @Loewe1967 das nicht persönlich, wäre auch absurd.

Ein Löwe ist ein Einzelgänger, ein Raubtier; er zieht die Isolation der sozialen Gemeinschaft vor.

Löwen sind Rudeltiere. Die alten Männchen werden zwar irgendwann von einem jüngeren vertrieben, aber die gehen nicht freiwillig "in die Isolation". Wären ja auch schön blöd, denn die Weibchen machen die ganze Arbeit.

Aber immerhin bist du konsequent: Wirklich alles, was du schreibst, ist Stuss.
 
  • #39
Liebe FS,
eigentlich wollte ich in diesem Forum überhaupt nicht mehr schreiben, aber was manche hier vom Stapel lassen ist gleinde gesagt eine absolute Unverschämtheit. Lass Dich bitte davon nicht runterziehen. Bei manche Forumsteilnehmern ist das leider mittlerweile Dauerzustand.
@Martina698: Sorry, aber bei Deinen Anmerkungen lach ich mich mehr als tot. Vielleicht informierst Du dich mal, was die Einsamkeitsforschung herausgefunden hat. Demnach ist die Einsamkeit Deiner ach so jungen Generation nämlich besonders groß. Die UK hat sogar ein Einsamkeitsministerium eingerichtet. Wie kommt das denn dann? Willst Du ernsthaft behaupten, nur für Menschen >50? Mit Sicherheit nicht! Sorry, aber informier Dich doch bitte VORHER! Die FS hat ein allgemeines Problem angesprochen. Die Digitalisierung hat Vorteile, aber eben auch Nachteile. Wie kann man das für alle Menschen im Alter >50 als Realität ansehen und über einen Kamm scheren? Ich kenne sehr viele über 50 Jahre, die sich an die Umstände angepaßt und auf diesem Weg kommunizieren. Wie kann man deshalb die FS so angehen? Nur weil ihr eine andere Kommunikation vielleicht mehr behagt? Mal sehen wie es bei so manchem wirklich "im Alter" aussieht, wenn der Freundeskreis schrumpft und nicht durch die gleiche Zahl neuer Freunde erstzt werden kann.
Liebe FS, Du bist abolut richtig wie Du bist. Lass Dir nichts anderes einreden. Die Begegnung im realen Leben ist nicht immer einfach. Eine tolle Freundschaft ist ein großes Geschenk und keine Selbstverständlichkeit. Daran solltest Du immer denken. Vielleicht sind für Dich andere Wege einfach besser, eventuell Vereine oder Hobbys. Du wirdt Menschen finden, die Deine Freundschft verdienen. Ich wünsche Dir dabei von Herzen alles Gute!!!

Nachtrag: dieses Niedermachen von hilfesuchenden Menschen kotzt mich so dermaßen an!!!! Was soll das Bitte bringen??
 
  • #40
Ach was. Es steht ja jedem frei, die Sachen so zu nutzen, wie es dem einzelnen beliebt.
Wirkliche Freunde zu finden, war nie einfach.

Ich kenne z.B. auch niemanden, mit dem ich mich über so manche Themen, die hier Themen sind, austauschen könnte. Also tiefgründige Gespräche, Gedankenanregungen, komplett andere Ansichten, über die ich nachdenken kann und gegebenenfalls meine eigene Argumentation finden muss, kriege ich woanders gar nicht und im Gespräch könnte ich das auch alles nicht so schnell erfassen.

Tja. Die Menschen, denen man es zutrauen würde, wirklich ein sehr guter Freund zu sein. Die haben keine...
Andererseits überrascht mich das nicht. Du setzt sehr hohe Standards an dich und deine Gedankengänge - wieso sollte es im Freundesbereich anders sein? Ich glaube, die meisten hier wären froh, wenn sie einen Freund vom Format einer void hätten ..

Ich teile deine Ansicht. Die meisten haben weit weniger Freunde, als sie selbst glauben.
 
  • #41
Wir entfernen uns schon seit Beginn der Sesshaftigkeit der Menschen immer von einander. Schräg oder? Wir kultivieren weiter und weiter unseren Lebensraum, bewegen uns kaum von der Stelle und erwarten trotzdem immer weiter Fortschritt. Ich glaube es ist nicht aufzuhalten. Versuche Dir ein Netz aufzubauen, ein Stammrestaurant, Stammkneipe, Sportverein etc. Das andere ist alles nichts. Zeige dich regelmäßig :)
 
  • #42
Nun auch ich bin mit teilen der Digitalisierung auch nicht zufrieden. Oft eine große Hilfe, aber auch oft voll die Seuche.
Das kennenlernen von Freunde und Bekanntschaften würde ich deshalb nicht als schwierig betrachten.
Ich denke , wenn man sich darauf versteift, dass digitale Medien eine Garantie sind diese zu finden, ist man aufgeschmissen.
Ich nutze sie privat, wenn überhaupt, nur als Ergänzung, mehr nicht.
Ich liebe die Persönlichkeit, den Kontakt zu greifbaren Menschen.
Darauf möchte ich nicht aufgrund der digitalen Welt niemals verzichten.
Ja , dann würde jeder vereinsamen und isoliert zurück bleiben.
Du hast aber nicht ganz unrecht.
Viele sind in dieser Medien Welt schon sehr tief eingetaucht und haven den eigentlichen Bezug zu Menschen eingebüßt.
Diese Menschen haben für gewöhnlich ganz wenig private Zeit, die sie zur Verfügung stellen könnten. Sind hektisch, unkonzentriert und oft kurz angebunden ( schick ne Mail) .
Sie erfassen teilweise komplette Situationen überhaupt nicht und verpassen obwohl sie so Global medial unterwegs sind, dennoch so viel.
Ich habe noch genau 1 Jahr und einen Monat, bis ich meine „Verfügbarkeit für alle „ abschaffe.
Mit 50 habe ich kein Smartphone mehr und nur noch eine Handvoll Menschen die meine Nummer haben werden. ( wenn ich das Telefon dann überhaupt noch dabei habe)
Herausforderung nach so vielen Jahren damit gelebt? Ja, bestimmt!
Aber einer meiner größten Wünsche für meine ganz eigene persönliche Freiheit.
Und ich weiß, ich werde dadurch nicht durch das soziale Netz fallen.
Weil ich auch ebenfalls auch immer offline ein Leben geführt und gepflegt habe.
M48
 
  • #43
Ich merke, dass mit Ü50 die "Freundschaften" immer zweckorientierter werden. Mit Digitalisierung hat das nicht viel zu tun. So a la "Kommst du in meinen TCM Koch Workshop, dann buche ich dein Yoga Wochenende". Freundschaft einfach so - Fehlanzeige. Immer mehr Leistung und Gegenleistung wird erwartet. Ich habe gerade 2 neue Freundschaften in RL geknüpft. In diesem Rahmen habe ich eine Heilpraktikerin mit Indien Kenntnissen zum Lunch beim Inder eingeladen. Der Kontakt kam tatsächlich über FB zustande. Ich hatte viele Fragen vor meiner Ayurveda Kur und sie kennt Land und Leute. Ein guter Austausch! Dafür stehe ich im Gegenzug gerne mit Rat zur neuen Website und zum FB Auftritt zur Verfügung. Und tröste bei Liebeskummer. Ein Geben und Nehmen also. Eine andere neue Freundin hat mich für eine Massage zuhause besucht. Natürlich habe ich für diese bezahlt. Egal, im Anschluss gab es Kaffeequatsch bei mir, tat richtig gut und sind wir schön zu meinem Lieblings Thailänder Essen gegangen. Wir liegen auf einer Wellenlänge. Eine Reiterfreundin meinte mal, sie und ihr Mann sind mit den meisten Kunden eng befreundet. Das fand ich erstrebenswert und möchte es auch so halten. Und wer weiß, vielleicht lässt sich der Kontakt mit dem freundlichen Apotheker, dem Juwelier Ehepaar oder dem brillanten WEG Fachrechtsanwalt ja auch privat irgendwann vertiefen, rein freundschaftlich. Gute Gespräche gibt es bereits. Mit meinen Schul- und Unifreunden konnte ich mich zuletzt inhaltlich wenig inspirierend austauschen. Man saß gelangweilt und ohne Worte im Kino oder in einer neu eröffneten Bar. Die Gespräche wurden immer nichtssagender, der Kontakt immer lieblos. Bis es schmerzte. Und als ich mit einem schweren Bänderriss und einem Infekt zuhause lag, kam keiner! In der Zeit habe ich meine vegane Kochgruppe auf FB lieb gewonnen. Wir tauschen jeden Tag neue Rezepte aus. Der Kontakt ist sehr persönlich und der Umgangston herzlich und respektvoll. Wie angenehm! Sie lieben Tiere und gesunde Ernährung so wie ich. Mit keinem meiner RL Freunde konnte ich diese Hobbies je teilen. Ich denke mit Hilfe eines Coaches kann jeder lernen, wie man neue Freundschaften knüpft. Es kommt wie in einer Partnerschaft auf's Geben und Nehmen an. Man muss sich einbringen, anstrengen und sich von der besten Seite zeigen. Dann wird man auch schon mal aufgefangen, wenn es einem schlecht geht. Letztlich ist etwas von der beruflichen Professionalität auch im Privatleben angesagt. Und unzuverlässige und unfreundliche negative Kontakte auzusortieren. Nur so kommt man weiter! Am meisten vermisse ich aber meine Zeit im Reitstall abends, wo man locker beisammen war mit Mensch und Tier. Oder die guten Zeiten mit superlieben Nachbarn! Ich hoffe, dass ich jetzt auf Reisen wieder interessanten Menschen begegnen werde. Insgesamt haben sich in meiner letzten Partnerschaft die aktiven Frauenfreundschaften recht minimiert. Man muss einfach immer wieder neue Kontakte aufbauen und pflegen.
 
  • #44
Hi @Loewe1967,
habe nicht alle Beiträge in deinem Thread gelesen, finde dein Thema aber unglaublich spannend. Bin total gegen Digitalisierung wenn es um zwischenmenschliche Aspekte geht, denn wie soll jemand denn Stimmung, sowie Gestiken und Mimiken via Social Media ausdrücken, geschweige denn auch auf der anderen Seite deuten. Selbst wenn wir nicht kommunizieren, fällt es uns doch schon schwer, das korrekt zu deuten. Viel zu vielschichtig ist der menschliche Verstand aus meiner Sicht, das kann keine Maschine der Welt übernehmen. Sicher können es Hilfestellungen sein, u.a. wenn mal eine Sondersituation dazu führt, dass man nur skypen kann, weil man über 1.000 Kilometer voneinander entfernt ist. Vielleicht bin ich auch zu retro, aber ich stehe dazu und werde in keinem Fall diesen Weg der Kommunikation einschlagen. LG Robin
 
  • #45
Liebe Forenteilnehmer/Innen,
bei einigen habe ich mich ja schon persönlich bedankt.
Das will ich bei allen anderen hier jetzt gerne nachholen.

Ich bin sehr überwältigt von der doch in der Mehrheit positiven Resonanz, die ich auf mein polarisierendes Thema erhalten habe.
Damit habe ich im Vorwege nicht gerechnet. Die eine oder andere Anregung nehme ich auf meinen Weg mit.
Wie sich das Leben für mich weiterentwickelt, werde ich sehen.
Dennoch, es hat Spaß gemacht, mich mit Euch hier auszutauschen.
Und wer weiß, vielleicht werde ich mich sogar nach einiger Zeit mit einem neuen Thema hier einbringen.
Denn Ideen/Themen zum Diskutieren hätte/habe ich genug.

Alles Gute für Euch alle.

Loewe1967 (w, 52 Jahre)
 
  • #46
Naja, jetzt tun wieder alle als würden sie die Digitalisierung nur sinnvoll nutzen für die Facetime mit entfernt lebenden Verwandten oder Kontakt mit Menschen, die ebenfall besondere Orchideen-Hobbys haben.

Das ist doch recht gut untersucht, dass die häufige Nutzung von FB und Co im Zusammenhang mit Depression steht und die dauernde Nutzung der neuen Medien zu Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen usw. führt.

Wie ein Forist schreibt... über Whatsapp und FB hängt er mit Leuten zusammen, mit denen ihn nichts verbindet und er sonst keinen Kontakt hätte....

Das ist die große Gefahr. Wir nennen e nicht mehr "Brieffreundschaft" und verzetteln uns. Wir verschwenden Lebenszeit für digitale Likes, die im echten Leben nicht tragfähig sind und keine Bedeutung haben.

Wie oft lesen wir hier, dass anfangs wunderschön viel gesimst und 100 h telefoniert wurde. Hätten sich die beiden früher und öfter getroffen, wäre schnell klar gewesen, dass es nicht passt.

Wir hatten hier mal ein Thread, von einer Frau, die keine Zeit für Beziehung hatte, weil sie ihre Frei-Zeit auf Fahrt und Besuch ihrer vielen Freunde verbrachte.
Ein typisches Beispiel für Verzetteln.
 
  • #47
Digitalisierung schafft problemlos einen Überblick über alle Angebote, was das Herz begehrt, erhält; Foren, Interessengruppen, Freundschaften, Datingseiten, etc.
Über Netzwerke, der Gruppenfunktion und nach pers. Einstellungen bleibt man auf zeitnah dem Lfd. Das Handy auf den Bahnsteigen würde ich nicht negativ sehen, wer in Kontakt bleiben will, kommuniziert halt in Bahnen & Co. Es gibt also Kommunikation.
Einzig wenn ich nicht von Fremden angesprochen werden will, zücke ich das Handy.
Die Unsitte, die zugenommen hat, ist bei Denjenigen, welche die Töne laut eingestellt haben, überall telefonieren, dass man überall stille Zuhörer hat und sich den fremden Kram anhören muss, oder Videos und Spiele in Zimmerlautstärke, dass man Film und Highscore mitverfolgt, dass liegt aber an dem Menschen, der hier seinen Auftritt vor fremden Publikum hat. Daher haben viele, die ihre Ruhe haben wollen, Kopfhörer in den Ohren, zeitweise bei Billig-Stöpseln wird man dann musikalisch beschallt, war aber damals bei den Walkman und Ghettoblaster auch so. Auch das digital indirekt erwartet wird, dass man sofort antwortet und ständig erreichbar/verfügbar ist, aber das händelt jeder wie er möchte. Es gibt den Ausschaltknopf oder Mute-Einstellung.
"Freundschaft" ... Bedeutet, dass ich diesen oder jenen Menschen - ob es mir gerade gut oder besonders schlecht geht - zu jeder Tages-und Nachtzeit kontaktieren kann. Und dieser auch mich.
Freundschaft sollte auf Bedingungs-losigkeit ausgerichtet sein.
Du meinst, im akuten Notfall ist da jemand, auf den man sich 100 % verlassen kann. Aber das sollten auch wirklich nur gr. Ausnahmen sein, sonst wird jede Freundschaft, ob pers. oder virtuell überstrapaziert.
Ich sehe auch nicht den Unterschied zw. Buch oder Handy/Kindle, man liest den Inhalt. Bei Computerspielen wird auch die Konzentration und Motorik geschult. Einzig der immense Stromverbrauch und Verschleiß der tw. giftigen Akkus, gerade bei der derzeitigen Klimadebatte, und die Strahlung der Geräte.
Bei Kleinkindern denke ich anders, hier ist das aktive Spielen & Interagieren mit Gleichaltrigen wichtig, durch direktes Feedback, erlangt man Rücksicht, Empathie, Miteinander und Zutrauen in die eig. Fähigkeiten. Aber meiner Beobachtung nach haben die meisten Kinder Spielkameraden & Freunde. Viele Kinder/Jugendliche haben musikalische, sportliche Hobbys.
Digitalisierung führt nicht zur Vereinsamung, man ist vernetzt & eingebunden, über weite Distanzen. Wenn man jemanden nicht wichtig im RL ist, ist man das auch nicht im virtuellen, und während im RL es niemand jemanden direkt ins Gesicht sagt, zeigt sich dies im virtuellen schnell. Und das Menschen oberflächlich ins Gesicht lächeln/lügen, ihre Vorteile aus Freundschaften ziehen, war vor der Digitalisierung genauso, nur virtuell gibt es and. Möglichkeiten. Diese melden sich nur, wenn sie was brauchen, da ist es sogar im pers. Austausch schwerer sich abzugrenzen.
 
  • #48
Liebe Fs,
die Digitalisierung isoliert keinen Menschen - es ist nur eine dumme Technik. Möglicherweise isolieren wir Menschen uns, weil wir die Fähigkeit auf einem Smartphone rumzutippen und eine App zu bedienen mit Medienkompetenz verwechseln und weil ein schwaches Ego dazu verleitet wird, sich durch virtuelle Kontakte geliebt zu fühlen, wobach sich viele sehnen.

Ich bin eine alte Frau und gehöre zu den digitalen Pionieren. Sei Dir sicher: ich weiß, wie man jedes Gerät ausschaltet und lasse mich von keinem Gerät fernsteuern.
Mir dienen die mobilen Endgeräte um einen Kanal aufzumachen und eine Verabredung für die antiquierte analoge Begegnung zu treffen, von Angesicht zu Angesicht. Bevor ich mit einer Einzelperson lange tippe, greife ich zum Telefon und wähle die Festnetznummer.
Jawoll, als alte Tante habe ich nicht nur Desktop-Pc, Notebook, Tablet und Smartphone sondern auch noch den bevorzugten Kommunikationskanal Festnetztelefonie. Den wähle ich immer, wenn ich mit jemanden in einer hektikfreien Umgebung mit hohem Datenschutzniveau sprechen will - also eher immer.
Hat derjenige auf seinen mobilen Anschluss umgeleitet und kommuniziert wegen der allgegenwärtigen Ablenkung mit der Aufmerksamkeitsspannung einer Amoebe mit mir, sage ich einfach "melde Dich, wenn Du Zuhause bist und Zeit hast. Tschüss". Bei meinen sozialen Konakten funktioniert das ganz hervorragend.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #49
Jawoll, als alte Tante habe ich nicht nur Desktop-Pc, Notebook, Tablet und Smartphone sondern auch noch den bevorzugten Kommunikationskanal Festnetztelefonie. Den wähle ich immer, wenn ich mit jemanden in einer hektikfreien Umgebung mit hohem Datenschutzniveau sprechen will - also eher immer.

Har, Ha..... Herrlich. Ja wie du alte Tante, bin auch ich noch mit Wählscheibentelefon ( in Kotzgrün und mit Samtbezug) und Vorhängeschlösschen Groß geworden. :)
Internet gabs noch nicht. Aber hey, wir in Köln waren da anderen weit vorraus. Es gab damals den Kölner Telefontreff. Man wählte die Nummer 901 - 908 glaub ich und dort waren dann jeweils, ich glaube es waren 9 Leute in einer Leitung verbunden miteinander.
Dort meldete man sich mit eine Nicknamen und quatschte mit Wildfremden munter los.
Hat nicht lange gedauert und die ersten Treffen wurden ausgemacht.
War Klasse dann die Leute vom heißen Draht auch persönlich kennen zu lernen.
Dann kam das Internet und jeder hatte einen Computer im Haus, so starb dann langsam der Telefontreff aus. Von dann an hieß es, " Sie haben Post" :)
Das schöne daran war, und wäre hier manchmal auch eine schöne Maßnahme.
Wenn sich dort irgendwelche Störenfriede eingewählt hatten und nur Mist von sich gaben, wurden sie von den stillen Moderatoren, wir nannten sie Funküberwachung, rausgeschmissen.
Lustige Erinnerung

m48
 
  • #50
Ich merke, dass mit Ü50 die "Freundschaften" immer zweckorientierter werden. Immer mehr Leistung und Gegenleistung wird erwartet. Ich habe gerade 2 neue Freundschaften in RL geknüpft.

Vermutlich ist das bei Selbstständigen nochmal anders. Meine Freundschaften sind frei von solchen Erwartungen. Ich würde diese Art Beziehungen auch nicht als Freundschaften bezeichnen, sondern grundsätzlich erstmal als Geschäftsbeziehungen. Mag sein, dass sich dann ein persönlicher Kontakt daraus ergibt, aber dann findet der Kontakt ja (mindestens auch) außerhalb von reinen Zwecktreffen statt.

Digitalisierung in jedem Kontext: ich kann die modernen Medien nutzen, um den persönlichen Kontakt zu organisieren. Oder ich kann den Kontakt so gestalten wie früher eine Brieffreundschaft, bei der ja im Regelfall auch keine persönlichen Treffen stattgefunden haben. Und ich kann irgendwas dazwischen wählen, also einen Teil der persönlichen Treffen ersetzen oder aber den Kontakt intensivieren und ergänzen.

"Können" bedeutet in jedem Fall, dass ich die Wahl habe und andere Menschen genauso. Wie man das dann macht, ist doch letzenendes völlig egal und vermutlich fühlen sich manche Menschen auch schon weniger "isoliert", wenn sie regelmäßig per FB kommunizieren. Insofern können moderne Medien auch Isolierung abbauen.

Betreiben wir hier nicht auch eine Art Kontaktpflege, die ohne moderne Medien nicht möglich wäre und sind damit alle etwas weniger isoliert?
 
  • #51
Liebe FS, ich lege auch sehr viel Wert auf eine Freundschaft. Es ist für mich neben meiner Familie das wunderbarste Thema der Welt. Es bereichert mein Leben und gab/gibt mir Hoffnung, dass das Leben schön ist und schön sein kann. Freundschaften wachsen im erwachsenen Alter aber sehr langsam und manchmal gehen sie auch verloren, werden von anderen Menschen kaputt geredet oder zerstört. Ja, das ist sehr schade und macht mich auch manchmal unheimlich traurig. Es gibt Freundschaften, die nicht sein dürfen und plötzlich sich in Luft auflösen. Sie sind nicht mehr da aber leben in unseren Köpfen und Herzen weiter und existieren dort für immer :).
Es gab und gibt solche Freundschaften und es wird auch immer geben. Das hat mit Digitalisierung nichts zu tun. Plattformen wie FB und Instagram nutze ich auch aber nicht um Freunde zu finden sondern diese sind Technologien um Netzwerke zu bilden, es ist so zu sagen wie eine virtuelle Welt und das schöne daran ist, dass du diese Welt selber gestalten kannst. Du kannst Künstler kennenlernen, die in unterschiedlichsten Orten auf der Erde wohnen, du kannst dich weiterbilden, du kannst anfangen ein Instrument zu lernen oder Kurse besuchen. Es ist Wahnsinn was alles auf einmal möglich ist.
 
  • #52
Zum Thema "Digitales Kommunizieren" muss ich auch noch sagen, dass ich FB oder WA (was auch zu FB gehört) nicht sonderlich toll finde, Twitter auch nicht. Erstmal ist bei mir überhaupt kein Bedürfnis da, Zeit zu investieren für belanglose Meldungen über meinen Alltag bzw. Austausch über sowas. Dann gerät man auch in Like-Zwang, denke ich mir.
Zusätzlich kriege ich bei FB immer so ein unterschwelliges Gefühl von Ausspioniertsein, was natürlich irrational ist, ich schreibe ja auch Mails und SMS, die sicher auch nicht geheim sind, wenn einer es drauf anlegt. Naja.

Ich denke, wenn man mit Smartphone aufgewachsen ist, ist das unheimlich schwer, ab einem gewissen Alter NICHT mitzumachen. Ich glaube nicht, dass man immer eine Extraeinladung per Mail bekommt. Die kommunizieren dann über WA und man ist außen vor und die einzige Person, die nicht informiert wurde. Und wenn dann noch so ein Wettbewerb dazukommt, sich am schönsten zu präsentieren, dann verbringt man ne Menge Zeit mit Repräsentation.
Das kann nun auch älteren Leuten passieren, insbesondere, dass man außen vor ist. Es müssen ja nur genügend Leute WA nutzen. Kommt man neu irgendwohin, muss man damit rechnen, dass die Leute komisch gucken, wenn man kein WA nutzt. Und dann fragen sie sich, wie man sich verabreden soll und irgendeiner muss die lästige Aufgabe übernehmen, die Nicht-WhatApper zu informieren. Mitdiskutieren werden sie wohl sowieso nicht können.

Ich glaube, die meisten hier wären froh, wenn sie einen Freund vom Format einer void hätten ..
Ich glaube, ich bin tatsächlich rot geworden, als ich das gelesen habe :) Vielen Dank für die Einschätzung.
Und wie Du vermutest: Ich denke, dass so mancher überrascht wäre, wenn er wirklich mal einen Freund bräuchte, wieviele sich dann verabschieden. Ich meine jetzt hier niemanden konkret, ich denke, viele können das auch gut einschätzen und haben genauso viel "eigenes Leben" wie ihre Freunde auch und wissen, wenn sie nur gemeinsame Interessen teilen. Aber es denkt sich schnell, viele Freunde zu haben, bis es einem mal nicht gut geht und die lockeren Themen nicht angesagt sind. Ich glaube, viele möchten auch wirklich mit Freunden von Problemen abschalten, nicht welche lösen, die sie nicht betreffen.
Ich finde, man muss sich wirklich tiefere Gedanken über die Leute machen, die man "Freund" nennt. Nicht, um sie schlecht zu finden oder sauer auf sie zu sein, wenn sie nur Bekannte sein wollen, sondern um sie besser einzuordnen, wie man zueinander steht. Und an wen man sich wirklich wendet, wenn was ist.
 
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