• #31
Dann solltest du dich in erster Linie an der eigenen Nase fassen. Deine Erziehung hätte ja wesentlich dazu beigetragen, dass aus ihm so ein Rohling geworden wäre.
Der 16jähriger Bruder hat mit Sicherheit auch nicht aus Langeweile Drogen genommen, da wird einiges im Argen gewesen sein.

Wenn ich einen Sohn hätte und der jemanden sexuell missbraucht oder Leute foltert oder so, wäre er für mich auch auf Ewig unten durch.
Wegschauen, nicht wahrhaben wollen, Teppich hoch drunter kehren sind beliebte Strategien Verwandter und Freunde damit umzugehen. Du würdest das Stigma die Mutter eines solchen Mannes zu sein auch nicht mehr loswerden.

Ansonsten steh ich dem Blut-Thema ziemlich skeptisch gegenüber.
 
  • #32
Für mich ist charakterlos, sich nicht um sein eigenes Leben zu kümmern, sondern ständig in dem anderer Menschen herumzuwühlen.
Sehr richtig. Bei vielem halte ich mich raus, gerade bei Beziehungen anderer. Man ist nicht dabei, es gibt 2 Seiten.
Bei krassen Sachen sage ich was, aber der andere ist erwachsen.
Wobei es bei Kindern immer speziell ist. Eine ganz besondere Liebe, die mehr verzeiht, als man bei anderen akzeptieren kann.
Pauschal nicht zu sagen.
Es muss krass sein, um sich offen gegen sein Kind zu positionieren.
Generell würde ich Menschen, die mir nahestehen, schon auf Fehler hinweisen, aber auch genau überlegen, wie oft und bei welchen Fehlern ich das mache.
Guter Leitsatz.
Toleranz, das andere anders sind, andere Sichtweisen haben gehört auch zum Miteinander.
 
  • #33
Elternschaft bedeutet nunmal auch seinen Kindern Werte und Verhaltensweisen mit auf den Weg zu geben.
Richtig. Durch vorleben. Wenn das nicht funktioniert, entwickeln sie andere Werte, machen ihre eigenen Erfahrungen, entwickeln ihre eigenen Verhaltensweisen. Das finde ich wichtig. Kinder bekommt man für ein paar Jahre geliehen und darf ihnen beim Aufwachsen zuschauen.
Eltern sein bedeutet nunmal auch seinem Kind eine klare Rückmeldung über seine Verhaltensweisen zu geben.
In Form von Reflektion, abgestuft nach Alter. Wenn grundlegende Werte nicht vorhanden sind, sollte die Mutter sich vor dem Spiegel anbrüllen.
Mein Ältester z.B. ist jetzt knapp 15 Jahre jung- wen der jetzt ne Freundin hätte und so behandeln würde dann wäre hier die Hölle los, im Traum nicht würde ich ihn da in Schutz nehmen.
Hysterisch herumschreiende Mütter erreichen aus meiner Sicht überhaupt nichts. Die Kinder machen dicht und das völlig zu recht. Ich erlebe das tagtäglich (ohne jegliche Form von Hysterie).

Und wenns ganz hart kommen würde, mein Sohn würde straffällig, den würde mein Zorn treffen und das wäre mitnichten danach gegessen.
Das wäre mit Sicherheit gegessen. Von seiner Seite.
Oder für mich eine Horrorvorstellung, würde sexuelle Verbrechen begehen, dann sag ich's dir ganz klar, das wäre nicht mehr mein Sohn!
Sicher ein Extremfall. Aber auch da: meist ist bei Straftätern in der Kindheit irgend etwas schiefgelaufen.
 
  • #34
Dann solltest du dich in erster Linie an der eigenen Nase fassen. Deine Erziehung hätte ja wesentlich dazu beigetragen, dass aus ihm so ein Rohling geworden wäre.
So ein Blödsinn. Etliche liebevolle Eltern haben psychopathische Kinder. In meiner Nähe gibt es einen Mann, der (Anm. der Mod: entfernt. Beschreibungen grauenvoller Gewalttaten sind in diesem Forum nicht erwünscht) . Danach ging er in Zürich ins Casino und essen. Monatelang haben sie ihn gesucht. Er hat im Café gearbeitet wo ich oft war. Er war komplett normal ansonsten, niemand hätte das gedacht. Die Mutter hat ganz sicher nichts falsch gemacht, nur ist er pädophil und gewalttätig. Was kann sie denn dafür? Davon gibt es millionenfache Beispiele.
 
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  • #35
So ein Blödsinn. Etliche liebevolle Eltern haben psychopathische Kinder.
Anders herum. Es ist klar erwiesen, dass bei vielen Straftäterinnen in der Kindheit etwas schiefgelaufen ist. Das bedeutet nicht, dass es bei allen so ist, aber im Grundsatz ist das Elternhaus beteiligt.
Überforderte Eltern bis hin zu Misshandlungen sind begünstigende oder auslösende Faktoren für Straftaten. Abgesehen von anderen Problemen im Leben.
 
  • #36
Familie ist für mich kein Geburtsrecht, das nenne ich Verwandtschaft, da kann ich nichts dafür. Familie ist ein emotionaler Status, es können sowohl Blutsverwandte als auch sehr gute Freund dazu gehören. Ich habe die Nummer mit der Blutsverwandtschaft eh nie kapiert. Muss ich den die mögen weil er sie jetzt Schwester, Bruder, Tante oder Onkel ist oder gar noch weiter verwandt ? Durch zufälliges Landen des Storches? Nö, da fehlt mir der komplette Zugang zu. Das Clanwesen der Schotten war übrigens so ähnlich, zum Clan gehörten nicht nur Blutsverwandte, das war eine Schicksals- und Verteidiungsgemeinschaft, zum Überleben wichtig. Heute ist das anders, und das ist auch gut so.
 
  • #37
Familie ist für mich kein Geburtsrecht, das nenne ich Verwandtschaft, da kann ich nichts dafür. Familie ist ein emotionaler Status, es können sowohl Blutsverwandte als auch sehr gute Freund dazu gehören. Ich habe die Nummer mit der Blutsverwandtschaft eh nie kapiert. Muss ich den die mögen weil er sie jetzt Schwester, Bruder, Tante oder Onkel ist oder gar noch weiter verwandt ? Durch zufälliges Landen des Storches? Nö, da fehlt mir der komplette Zugang zu. Das Clanwesen der Schotten war übrigens so ähnlich, zum Clan gehörten nicht nur Blutsverwandte, das war eine Schicksals- und Verteidiungsgemeinschaft, zum Überleben wichtig. Heute ist das anders, und das ist auch gut so.
Ja einen Teil sehe ich auch so. Aber bei mir ist es so, dass die Blutverwandschaft automatisch gegeben ist und ich mit diesen Leuten von Geburt an am allermeisten Zeit verbringe. Das verbindet enorm. Eine gemeinsame Zeit in der Kindheit macht bei mir den Grundbaustein für das ganze Leben aus. Ich hatte auch lange keinen Kontakt mit meiner Grossmutter und Streit, aber ich habe meine Kindheit mit ihr verbracht und sehr gute Erinnerungen und daher würde ich ihr immer, ausser bei Missbrauch oder wirklich sehr Krassem, verzeihen. Das Gleiche mit Mutter, Vater, Onkel etc. Das verbindet mich zu ihnen. Mehr als zu jedem Freund.
 
  • #38
Anders herum. Es ist klar erwiesen, dass bei vielen Straftäterinnen in der Kindheit etwas schiefgelaufen ist. Das bedeutet nicht, dass es bei allen so ist, aber im Grundsatz ist das Elternhaus beteiligt.
Überforderte Eltern bis hin zu Misshandlungen sind begünstigende oder auslösende Faktoren für Straftaten. Abgesehen von anderen Problemen im Leben.
Ja das stimmt sicher. Aber die anderen Leute die halt einfach boshaft sind und eine gute Kindheit genossen haben...wenn du so einen als Verwandten hast haste einfach Pech...
 
  • #39
Kinder sind immer ein Sonderfall, Elternliebe toleriert viel. Man ist nicht mit allem einverstanden, aber das bleibt intern. Bis zu einem Kontaktabbruch muss im Normalfall sehr viel passiert sein, sexuelle Gewalt z. B. . Die Liebe würde trotzdem bleiben.
Schrecklicher Gedanke.
Aber meine Kinder sind meine Kinder. Punkt😉.
 
  • #40
Aber bei mir ist es so, dass die Blutverwandschaft automatisch gegeben ist und ich mit diesen Leuten von Geburt an am allermeisten Zeit verbringe.
Je älter Du wirst, desto mehr Dinge werden sich höchstwahrscheinlich ändern. Besonders wenn man anfängt eigene Wege zu gehen. Nicht das ein Kindheit nicht sehr prägt, aber das Zusammengehörigkeitsgefühl verändert sich.

Wenn man jünger ist und bsp keiner der Geschwister eine eigene Kernfamilie gegründet hat ist meist der starke Verbindungspunkt die Eltern. Sobald Ehe, Kind kippt das eine Generation nach unten. Man selber bleibt für die eigenen Eltern mit das wichtigste im Leben, dafür bekommen bei uns dann die eigenen Kinder die bedingungslose Liebe ab.

Merkt man auch immer für wen man durchs Feuer gehen würde und wie man Heilig Abend feiert ;-)
 
  • #41
Anders herum. Es ist klar erwiesen, dass bei vielen Straftäterinnen in der Kindheit etwas schiefgelaufen ist. Das bedeutet nicht, dass es bei allen so ist, aber im Grundsatz ist das Elternhaus beteiligt.
Für normale Straftäter gilt das zum Teil (auch da gibt es einfach angeborene Eigenschaften, die eine "Karriere" als Straftäter wahrscheinlicher machen), aber nicht für Psychopathen. Die Wissenschaft geht mittlerweile davon aus, dass das angeboren ist, sozusagen ein Fehler im Gehirn. Die Gehirnregion für Mitgefühl und Impulskontrolle ist unterentwickelt. Dafür können die Eltern nichts. (Anders bei Soziopathie, das ist aber eben was anderes.)
Gleiches gilt für echte Pädophilie. Diese ist wie Homosexualität angeboren mit hoher Wahrscheinlichkeit.
 

Laleila

Cilia
  • #42
Blut ist dicker als Wasser. Definitiv.
Zwar würde ich meinem Bruder meine Meinung sagen, verhielte er sich z.B.seiner Frau gegenüber unangemessen, aber nicht vor ihr.
Und käme es zur Trennung, weil er sie z.B schlüge oder betröge, hatte sie mein aufrichtiges Verständnis und Mitgefühl, aber er weiterhin meine Liebe und Loyalität.

Käme es zur Trennung weil sie ihm diese Sachen antät, ich würde sie mit dem Hintern nicht mehr anschauen.

Definitiv, Blut ist dicker...
 
  • #43
Liebe Zuhii da muss ich widersprechen!

Elternschaft bedeutet nunmal auch seinen Kindern Werte und Verhaltensweisen mit auf den Weg zu geben.
Eltern sein bedeutet nunmal auch seinem Kind eine klare Rückmeldung über seine Verhaltensweisen zu geben.

Mein Ältester z.B. ist jetzt knapp 15 Jahre jung- wen der jetzt ne Freundin hätte und so behandeln würde dann wäre hier die Hölle los, im Traum nicht würde ich ihn da in Schutz nehmen.

Und wenns ganz hart kommen würde, mein Sohn würde straffällig, den würde mein Zorn treffen und das wäre mitnichten danach gegessen.

Oder für mich eine Horrorvorstellung, würde sexuelle Verbrechen begehen, dann sag ich's dir ganz klar, das wäre nicht mehr mein Sohn!
Naja aber es gibt halt auch immer 2 Seiten der Geschichte und alles ist auch eine Frage der Wahrnehmung. Grundsätzlich sollten sich Eltern und Geschwister nicht in die Beziehungen ihrer Kinder einmischen ! Und wenn der Sohn die Freundin schlecht behandelt dann kann man so unter 4 Augen das Thema mal ansprechen. Trotzdem möchtest du selbst ja auch nicht das dein Sohn sich in deine Beziehung einmischt und dir vorschreibt wie du mit deinem Partner umgehen solltest.

Deshalb an die Fragestellerin: wieso sollte ich den Kontakt deswegen abbrechen ? Natürlich ist Blut dicker als Wasser und man bricht nicht einfach mal eben so den Kontakt zum Sohn/Bruder/Opa etc. ab ...
Und natürlich war es richtig von der Familie sich nicht einzumischen, ihr seid Erwachsen - du bist Erwachsen !
 
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  • #44
Naja aber es gibt halt auch immer 2 Seiten der Geschichte und alles ist auch eine Frage der Wahrnehmung. Grundsätzlich sollten sich Eltern und Geschwister nicht in die Beziehungen ihrer Kinder einmischen ! Und wenn der Sohn die Freundin schlecht behandelt dann kann man so unter 4 Augen das Thema mal ansprechen. Trotzdem möchtest du selbst ja auch nicht das dein Sohn sich in deine Beziehung einmischt und dir vorschreibt wie du mit deinem Partner umgehen solltest.

Deshalb an die Fragestellerin: wieso sollte ich den Kontakt deswegen abbrechen ? Natürlich ist Blut dicker als Wasser und man bricht nicht einfach mal eben so den Kontakt zum Sohn/Bruder/Opa etc. ab ...
Und natürlich war es richtig von der Familie sich nicht einzumischen, ihr seid Erwachsen - du bist Erwachsen !
Da muss ich dir widersprechen, ich mache keinen Unterschied zwischen Verwandtschaft, die ich mir nun mal überhaupt nicht ausgesucht habe, und Freunden. Wer sich schlecht benimmt oder mich schlecht behandelt ist raus. Ich verstehe sowieso nicht was das Wort Blutsverwandtschaft bedeutet. Man Teil zwar Gene, aber das ist auch alles.
 
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