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Gast

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  • #1

Ist das Frozzeln oder Streiten wichtig für die Beziehung?

Geht es Euch auch so, dass Ihr eine hitzige Diskussion spannender findet eine normale sag ich mal Kennenlern-Verabredung? Hatte gestern eine Verabredung mit einem Mann, der auf den ersten Eindruck gar nicht so interessant war, aber irgendwie haben wir uns dann in eine hitzige Grunsatzdiskussion verstrickt und er war immer ANDERER Meinung und hat diese auch glaubhaft und mit guten Argumenten vertreten. Das hat mich zwar maßlos wütend gemacht, aber ich finde diesen Herren im nachhinein sehr aufregend (in jeder Hinsicht). Ich bin nun wirklich gespannt auf das nächste Treffen, das es hoffentlich geben wird! Aber neutral betrachtet ist das ja eigentlich nicht so ganz normal oder?
 
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  • #2
Was ist schon normal....? Wenn es euch beiden Spaß macht zu streiten, bittesehr, ich brauche das nicht, mein Leben ist auch so spannend genug. Und in einer Partnerschaft ergeben sich genug Diskussionspunkte, mir ist wichtiger, dass wir uns verstehen im großen und ganzen. Hitzigen Diskussionen kann ich nichts abgewinnen - obwohl ich keinesfalls!! harmoniesüchtig bin.... ;-))
 
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  • #3
Ach, ich glaube, das ist gar nicht so unnormal. Ist eben spannender als jemand, mit dem man immer auf derselben Wellenlänge liegt. Allerdings sollte es besser nicht in Streit ausarten. Und ob das für eine Beziehung auf Dauer reicht... vermutlich nur, wenn man auch eine gemeinsame Basis findet. Sonst wird es eher anstrengend ;o)

Viel Spaß
 
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excuse-me

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  • #4
Also, "ja, finde ich auch - sehe ich auch so" ist wirklich nicht besonders spannend.
Stellt euch eine Gesprächsrunde vor, wo alle einer Meinung sind - gääähn......
Ich lese auch immer wieder gern Frederikas Beiträge - die reizen mich häufig zum Widerspruch - mir gefällt das. ;-)

In einer Partnerschaft sollte man sich schon in den wesentlichen Dingen des Lebens einig sein - aber vielleicht nicht immer einer Meinung!?! >:cool:))
 
  • #5
Er war immer anderer Meinung als du, hat seinen Standpunkt aber mit guten Argumenten verteidigt und du bist jetzt wütend. Worauf bist du eigentlich wütend? Darauf, dass er Recht hatte und du nicht? :)

Wenn es wirklich eine Grundsatzdiskussion war, dann ahne ich, dass es noch öfter zu solchen Auseinandersetzungen kommen wird. Eventuell müsstest du auch noch manch andere deiner Positionen überdenken und Meinung und Verhalten ändern.

Ich hatte auch mal so ein Date, bei der sie grundsätzlich anderer Meinung war als ich. IMHO hat sie ihren Standpunkt aber nicht gut verteidigt und bestand trotzdem auf ihrer Meinung. Wir haben diese Kontaktanbahnung noch während des Dates (bzw. am Ende) beendet. Bei dir scheint der Fall aber etwas anders zu liegen.

Triff ihr ruhig noch ein paar Mal, bevor du eine Entscheidung triffst.
 
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  • #6
Ich kann jetzt nur von mir reden: "Frozzeln" und "Streiten" sind in meinen Augen schon zwei verschiedene Sachen; "frozzeln" wäre da schon bei mir in Richtung "Necken, Scherzen, dumme Kommentare abgeben" etc; da wüsste ich zumindest mal, dass ich nicht schlecht behandelt werde (auch wenn's mich manchmal je nach Situation nerven würde). Macht manchmal auch Spass, denn "man weiss ja, von wem's kommt..."
Streit um einer Sache willen oder weil man/frau sich mal zur Wehr setzen muss: kann ja mal vorkommen, sollte aber sachlich begründet sein und ein baldiges Ende nehmen. Auf allzu persönlicher Ebene würde ich das auf Dauer auch nicht so sehr wollen.Denn dann würde sich bei mir langsam, aber sicher Abneigung aufbauen. Unjd womöglich als Dauerzustand brauche ich das nicht; schliesslich habe ich auch noch andere Sorgen...
 
G

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  • #7
...ups...Beitrag wohl im Nirvana verschwunden! "Frozzeln" im Sinne von "Dumme Kommentare geben" oder so etwas: na, okay, manchmal nervt das zwar auch aber "man weiss ja, von wem's kommt".
Streiten würde ich immer versuchen, auf eine sachliche Ebene begrenzt zu lassen; wenn ich mich meiner Haut erwehren muss und der Andere auf mich nicht eingeht, lässt es sich ohnehin nicht vermeiden. Aber dann muss auch gut sein! Würde ich übrigens zum Widerspruch(#3) noch einmal um eine Stufe abgrenzen. Auch das Wie in der Sache (trotz allem faire Behandlung) ist entscheidend. Artet das etwa in insgeheime Bevormundung aus, so würde sich bei mir langsam aber sicher in Eigendynamik Abneigung gegen den Menschen an meiner Seite, den ich doch ursprünglich mal sehr gemocht habe, aufbauen. Eine "Mami" brauche ich nicht. Soweit sollte es auf Dauer natürlich nicht kommen...

T(43)
 
V

Vicky

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  • #8
Es kann halt bei Dir so sein wie der alte Spruch "Was sich liebt, das neckt sich." oder "Reibung erzeugt Wärme." oder so. Ist halt die Frage, ob Ihr Euch nur angeregt unterhalten und dabei kontrovers diskutiert habt oder ob es quasi schon in einen Streit ausartete. Ersteres fände ich persönlich interessant, letzteres abschreckend.

Ich finde es gut, wenn jemand zu seiner eigenen Meinung steht und diese auch souverän vertritt. Und wenn er das mit gut durchdachten, überzeugenden Argumenten tut - umso besser. Aber ich habe mal bei einem Dating jemanden kennengelernt, bei dem ich nicht wußte, ob er mich einfach uninteressant fand oder ob er mich gerade interessant fand und deshalb dachte, mich unverschämt provozieren zu müssen. Ich vermute fast, daß ihm irgendjemand ins Ohr geflüstert hat, daß Unverschämtheiten Adrenalin freisetzt und dies eine gute Basis für Leidenschaft sei oder so einen Krempel. Es fehlte nicht viel und ich hätte ihm genau das auf den Kopf zugesagt...

Insgesamt bin ich der Meinung, daß man möglichst viele Gemeinsamkeiten haben sollte. Verschiedenheiten und damit auch Meinungsverschiedenheiten kommen ohnehin früher oder später. Aber es gibt ja auch einige Frauen (ich hoffe, daß es nicht viele sind und ich somit keine Ausnahme darstelle), die auf echte Arschlöcher stehen und es cool finden, wenn ein Mann sie wie Dreck behandelt. (Nicht, daß ich das der Fragenstellerin unterstelle.) Das finde ich auch immer wieder im negativen Sinne faszinierend, weil ich den Reiz einfach nicht verstehen kann.
 
  • #9
@#7: Es ist gar nicht so, dass manche Frauen es geil finden, von einem Mann wie Dreck behandelt zu werden. Sie lieben eher das besonders stark ausgeprägte Durchsetzungsvermögen solcher Männer gegenüber anderen (vor allem Männern) und nehmen es in Kauf bzw. können sogar ganz gut damit leben, dass sie selbst auch manchmal die Leidtragenden dieser Eigenschaft sind.

Ich kenne so ein Paar, bei dem er ein ziemlich harter Hund ist und auch mit seiner Frau oft nicht sonderlich einfühlsam umgeht. Aber in den wenigen Momenten, in denen er beispielsweise sich mal nach ihrem Empfinden erkundigt, ist sie dann immer ganz verzückt. Diese Beziehung ist auf keinen Fall eine auf Augenhöhe.
 
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  • #10
@9: Thomas, Du hast eine gute Beobachtungsgabe und einen bestimmten Frauentyp exakt auf den Punkt gebracht.
Auf mich wirkst Du häufig eher wie ein Psychologe als ein IT-ler. ;-))

@Fragestellerin: Hitzige Grundsatz-Diskussionen, in denen der/die Gegenüber immer gegensätzlicher Meinung ist, sind durchaus interessant. Aber in Bezug auf eine mögliche künftige Partnerschaft, und unter diesem Gesichtspunkt betrachte ich in der Regel ein EP-Date, sollte doch zumindest dem „Grundsatz“ nach, ein gewisser Konsens bestehen.
Was hat Dich denn so wütend gemacht? „Seine glaubhafte und gute Argumentation“, gute Rhetorik?

Claire
 
  • #11
@#10: Tja, Claire, rate mal, welches Nebenfach ich im Studium gewählt habe. *g* Mir ist der angesprochene Frauentyp schon ab und zu mal begegnet und es ist schon vorgekommen, dass sie sich dann bei mir ausgeheult haben, wenn ihr Partner es mal wieder übertrieben hat. Ich habe dafür nicht besonders viel Verständnis, denn über die Risiken einer solchen Partnerschaft kann man vorher Bescheid wissen.

Ich sehe das übrigens so wie du, dass ich beim ersten Date nicht unbedingt auf Konfrontation aus bin, sondern lieber Harmonie und Gemeinsamkeiten suche. Grundsatzdiskussionen heftigerer Art können auch deswegen gefährlich sein, weil man nicht weiß, ob man das Gegenüber nicht vielleicht an einem wunden Punkt erwischt hat und er nur deswegen seinen Standpunkt vehement verteidigt. Solche Dinge sollte man doch besser auf später verlegen, wenn man sich besser kennt.
 
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  • #12
Wie ich Dich sehe: Die intelektuelle Diskussion mit Ihm hat Dir ja Spass gemacht, wenn ich Dich richtig verstehe.
Dass er seinen Standpunkt mit "glaubhafter und guter Argumentation" vertritt, erkennst Du zwar an, ärgerst Dich aber gleichzeitig darüber. Ich entnehme dem, dass er versucht hat darzulegen und zu begründen, warum das bei Ihm so ist und ich vermute mal, Du kommst damit nicht zurecht. Und darum ärgerst Du Dich wohl. Ich glaube weniger, dass es hier um die Frage nach dem Streiten in der Beziehung, sondern eher darum geht zu lernen, aufeinander zu- und ein zugehen.
Trotz aller Meinungsverschiedenheiten, trotz aller Unterschiede in den Grundsätzen...Meiner Meinung nach ist das hier eine Frage der Toleranz in Meinungsverschiedenheiten, die sich hier eigentlich stellt. Und da übe ich jetzt einmal ganz massive Kritik. Stell Dir mal die Frage, ob Du nicht in Wirklichkeit diejenige bist, die eigentlich gerne eine solche Diskussion in Ihrem Sinne bestimmen würde. Ob es Dir nicht in Wirklichkeit schwer fällt, eine andere Meinung zur Kenntnis zu nehmen und zu hinterfragen, ohne gleich in die Luft zu gehen. Zumindest wirkst Du so auf mich. Und Toleranz im Sinne von "Geduld mit dem Anderen" hat mit "Ja und Amen" nichts zu tun. Eine solche "Mami" brauche ich zumindest nicht...
Ob meine Kritik jetzt gerechtfertig ist oder nicht; nun - dieser Frage wirst Du Dich schon stellen müssen. Sonst erledigt sich die Frage nach dem Streiten in der Beziehung irgendwann mal von selbst...

T(43)
 
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  • #13
"Im Ehestand(?) muss man miteinander streiten, denn so erfährt man was voneinander..."
 
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