G

Gast

Gast
  • #1

Ist das geschlechtsunabhängig so üblich?

Ist das geschlechtsunabhängig so üblich?

Ich habe eben bei ganz neuen männlichen Mitgliedern um die 60 Jahre dies in den 3 Fragen gelesen. Neues Mitglied 1 : kommt umziehen in Frage Neues Mitglied 2 : Bist du bereit für einen Umzug? und 2. Könntest du dir vorstellen mit mir gemeinsam zu leben? Wie soll frau so eine Frage im Vorfeld beantworten können? Ansonsten nur ein paar dürftige Worte unter "das Besondere ist... " eine Begründung findet sich nicht. Ist das allgemein so üblich? Geschlechtsunabhängig? Oder erwarten, dass "nur" die Männer in dem Alter, dass Frauen sich nach ihnen richten sollten? Womöglich auch noch in sein Haus in dem er mit der ehemaligen.... Oder findet man(n) genau diese Fragen auch bei Frauen dieser Altersklasse? Eine Altersklasse von der ich annehme, dass sie nicht genau dort an ihrem beruflichen Fortkommen arbeiten.
 
  • #2
Es gibt wohl sehr viele ältere Personen, die zwar eine Beziehung ersehnen, aber nicht unbedingt einen gemeinsamen Haushalt führen wollen. Daher ist es nur logisch, dass sich hier die beiden Hälften versuchen, frühzeitig zu finden: Jene, die noch eine richtige Partnerschaft wollen, und jene, die eher an eine Affäre denken. Ich finde das konsequent und geradlinig.

Ich finde es toll, wenn ein Mensch um 60 den Traum vom gemeinsamen Altwerden, von Geborgenheit und Partnerschaft noch nicht aufgegeben hat. Ich finde es eher traurig, wenn manche das von vornherein ausschließen und nur noch eine Art Affäre mit Unabhängigkeit wollen.

Diese klare Frage kann man natürlich vorher und sofort beantworten: Es geht doch nicht darum, ob man zu DIESEM Mann ziehen möchte (jeder weiß, dass sich das erst nach 6-18 Monaten entscheidet), sondern ob man PRINZIPIELL noch einmal zusammenziehen möchte!

Noch ein Punkt Bei Kontakten aus der Ferne kommen muss man doch klar sagen: Eine Fernbeziehung kommt nicht in Frage, also muss einer von beiden umzugsbereit sein. Wenn man das nicht ist, sollte man auch keine entfernten Kontaktanbahnungen mitmachen. Auch das kann man an dieser Frage schnell erahnen und sich Fernanfragen gleich ersparen.

Also insgesamt eine geschickte und gute Frage. Kein Grund sich aufzuregen oder zu lästern.

Bei jüngeren gibt es keine Häufung dieser Frage, weil die überwältigende Mehrheit natürlich davon ausgeht, dass man im Falle der Liebe und Kompatibilität auch zusammenzieht! Wer möchte schon als Paar alleine wohnen!
 
G

Gast

Gast
  • #3
ich verstehe das anders als frederika. ob ich die frage falsch verstanden habe?
mir scheint, die FS will wissen, ob auch die frauen dieses alters bei EP die frage einstellen. das können nur herren in dem alter um die 60 im forum beantworten.
oder fragt der herr das, weil er selbst nicht in ihre richtung umziehen möchte?

sie kann - genau wie ich - die weiblichen profile nicht einsehen.
ich habe unter den neuen, älteren mitgliedern nachgeschaut, da finde ich keinen zusammenhang mit einer fernbeziehung.
 
  • #4
@#2: Na ja, die Frage enthält ja viele Fragen. Erstens natürlich, ob 60-jährige Frauen die Frage auch oft stellen oder nur 60-jährige Männer. Das weiß ich nicht.

Sie enthält aber auch die Frage "Wie soll frau so eine Frage im Vorfeld beantworten können?" und darauf antworte ich in #1.3. Das kann man einfach generell beantworten, denn ob man printipiell umziehen will und einen gemeinsamen Haushalt führen möchte oder nicht, das weiß man doch -- und selbst wenn nicht, weiß man nach dieser Frage, dass dem Herrn daran liegt, und gibt also interessante Informationen.

Die FS fragte auch, ob "nur Männer erwarten, dass Frauen sich nach ihnen richten sollten?" -- Eine völlige Überinterpreations. Es geht nicht um "sich nach richten", sondern um "Hast Du Lust zusammenzuziehen?".
 
  • #5
Die Frage von Männern will doch nur klären, ob eine Fernbeziehung überhaupt in Frage kommt. Ich denke nicht das man damit verbinden muss, das der entsprechende Mann nicht bereit ist selber umzuziehen. Das sagt die Frage alleine nicht aus.
 
G

Gast

Gast
  • #6
Doch: meistens geht es um "sich nach ihm richten". Er hat wahrscheinlich ein Häuschen, welches er für sein castle hält aus dem er nicht weg will - dass frau in diesem Alter auch oft Hauseigentum hat, sieht er nicht. Natürlich ist das kein Hinderungsgrund - sollte es aber für beide nicht sein! -, aber viele fühlen sich mit Immobilienbesitz "fetsgenagelt"..leider
 
G

Gast

Gast
  • #7
Als Frau kann ich die anderen Frauenprofile auch nicht einsehen und daher die Frage, ob Frauen das auch schreiben, nicht beantworten. Diese Frage kommt bei Männern ab 40 (jüngere habe ich nicht angesehen) regelmäßig vor.

Für mich bedeutet sie nicht, wie Frederika es deutet, dass diese Männer "den Traum vom gemeinsamen Altwerden, von Geborgenheit und Partnerschaft" träumen. Vielmehr verklauslieren die Schreiber in solchen "Fragen" ganz klare Forderungen:

- ich bin ortsgebunden und daher will ich, dass die Frau zu mir zieht
-ich will auf keinen Fall umziehen, daher will ich, dass die Frau zu mir zieht
-meine alte Frau ist weg und daher brauche ich in meiner Wohnung/ meinem Haus eine neue Frau als Ersatz
-eine Beziehung ohne Zusammenleben kann ich mir unter keinen Umständen vorstellen
-ich möchte im Alter pflegerisch und hauswirtschaftlich versorgt sein, daher möchte ich, dass die Frau zu mir zieht

Für mich kommen solche unflexiblen Männer nicht in Frage und ich klicke sie weg. Wer ohne den potentiellen Partner auch nur zu kennen, solche drastischen Ansprüche (drastisch natürlich nur für den potentiellen Partner!) stellt, ist für mich uninteressant. Zu starr im Denken, zu egoistisch, zu unflexibel, zu fixiert auf eine bestimmte Art der Beziehung.

Ich halte solche "Statements", wenn sie bereits in den 3 Fragen formuliert werden für völlig unangemessen und verfrüht. Wie soll ich denn sagen, ob ich für jemanden umziehen würde, den ich noch nicht mal kenne??? Das ist das gleiche wie die Frage "wollen wir uns mal treffen?" oder "können wir mal telefonieren?" im Profil.

Wenn jemand im Text "Ich über mich" schreibt, dass er aus beruflichen oder was auch immer Gründen (Hauseigentum ect.) ortsgebunden ist und daher eine Partnerin nur aus der unmittelbaren Umgebung sucht, ist das o.k. und eine klare Ansage. Oder wenn er schreibt "eine Beziehung kommt für mich nur in Frage, wenn meine Partnerin mit mir innerhalb absehbarer Zeit auch zusammenleben will". Aber doch nicht so scheinheilig in den drei Fragen!

<MOD: Schreiben Sie Ihre eigene Meinung und diskreditieren Sie nicht die Meinung anderer.>

w, 49
 
G

Gast

Gast
  • #8
Mir (w 52) ist das auch aufgefallen, dass mehrere Männer diese Frage in den berühmten 3 Fragen formulieren.
Ich gehe da jeweils dergestalt darauf ein, dass ich bemerke, wir seien ja wohl noch flexibel und kretaiv genug, um ggf. eine gemeinsam angestrebte Lösung für die Wohnort- und Umzieh- Frage zu finden. Einige Male bekam ich dann von den Herren Zusatzinformationen, warum ein Umzug für sie nicht in Frage käme. (Extrem war ein Mitt- Fünfziger, der drei kleine Kinder im Vor- und Grundschulalter am Ort wohnen hatte- dem habe ich mir erlaubt, abzusagen). Mein derzeitiger Farvorit ist prinzipiell nicht abgeneigt, sich auch selbst zu bewegen, obwohl er seine Ortsgebundenheit recht deutlich betont hatte. Ich kann also, zusammengefasst, ermuntern, nachzufragen- bei wirklichem Interesse erweisen sich die Männer als meist doch recht beweglich- nun, schließlich sind wir ja auch noch nicht so alt, dass wir schon rigide werden!
In Anlehnung an die "Kindlein" bemerke ich:
Lasset die Männer zu mir kommen...
Fröhliche Grüße, w 52.
 
G

Gast

Gast
  • #9
Wie soll frau so eine Frage im Vorfeld beantworten können?

Wenn eine Frau generell einen Umzug für sich nicht ausschließt und diese Frage entsprechend beantwortet, dann weiß der Herr doch gleich: Ok, sie wohnt weit weg, aber ist nicht ortsgebunden. Wenn eine Frau das kategorisch ausschließt, dann braucht der Mann garnicht weiter nachfragen, sofern er selbst seinen bisherigen Wohnort eben nicht verlassen kann oder möchte.

Kann nur für mich sprechen und ich weiß ganz gut, dass ich u.U. schon auch einen Ortswechsel in Kauf nehmen würde. DAS weiß man doch, ob man absolut nicht seinen bisherigen Wohnort wechseln würde, wenn einem Mr.Right begegnet, oder eben nicht. Zumindest verstehe ich die Frage so.

w39
 
G

Gast

Gast
  • #10
Die Frage würde ich eher pragmatisch sehen: wenn ein Kandidat ein Häuschen hat, an dem er sehr hängt, wäre es ja verständlich, wenn er darin wohnen bleiben möchte. Umgekehrt: eine Dame im eigenen Heim wird auch gern dort wohnen bleiben wollen - das gibt es also beides. Man müsste sich also einigen.

Mir scheint aber, dass die Herren der Schöpfung manchmal die passende Dame zum Heim - und für (kommende) Alterszipperlein - suchen. Jedenfalls wird man als Etwas-über-50-Jährige durchaus von Herren über 70 angemailt, die mit ihrem schönen Häuschen im Grünen winken.

Ansonsten finde ich ganz und gar nicht, dass getrenntes Wohnen nur eine Affaire zulässt. Eine verlässliche Partnerschaft kann durchaus auch mit getrennten Haushalten gut funktionieren. Schließlich ist man keine 18 mehr, man hat vielleicht eine lange Ehe/Beziehung hinter sich und seine Eigenheiten entwickelt, die man nicht unbedingt ablegen möchte/kann. Wenn beide einverstanden sind und hinreichend Vertrauen herrscht, kann getrenntes Wohnen also sinnvoll sein.

Eine Ideallösung wäre es, bei großer Entfernung irgendwann einen gemeinsamen Standort zu wählen - und dann dort ein neues, gemeinsames Heim zu schaffen. Schließlich kann man Häuser/Wohnungen auch verkaufen.
 
  • #11
Mädels, geht mal davon aus dass es sich hier um Männer handelt. Die wollen mit einer solchen Frage nix anderes aussagen als dass sie halt örtlich gebunden sind und es keinen Zweck hat sie anzuschreiben wenn mann weiter weg wohnt und selbst auch unflexibel ist. Alle anderen Interpretationen, vor allen #6 sind reine spekulation.

Und um die Titelfrage zu beantworten, zumindest Damen in den vierzigern sind mehrheitlich genauso drauf. Ich bin immer davon ausgegangen dass wenn mich jemand aus grösserer Entfernung anschreibt dass dieser auch flexibel ist- weit gefehlt.

Ist also nicht Geschlechtsspezifisch.
 
G

Gast

Gast
  • #12
ich empfinde es wie die meisten hier. Die Herren möchten, dass die Dame bei ihnen einzieht.
Mal abgesehen, dass auch sie in dem Alter Eigentum haben könnte, scheint er das gar nicht erst in Betracht zu ziehen. Und ob sie in ein fremdes Heim mit seiner (und der verflossenen ..) Einrichtung einziehen möchte? Denn die will er ja sicher nicht entsorgen. Das git natürlich für beide Seiten.

Ich finde, wenn, dann müsste seine Frage so gestellt werden, dass er vermittelt, auch er sei bereit sich zu bewegen. Zu ihm oder zu ihr oder in etwas gemeinsames Neues -- was ichfür das Beste hielte.

Wir sprechen ja hier von den Älteren, So gebe ich auch #9 recht. ich kenne einige, die ihr eigenes Heim nicht aufgeben möchten. Es geht dann so: bei dir? oder mir? oder auch, ich möchte mich heute abend mal zurückziehen.
Aber sie sehen sich "trotzdem" als festes Paar - keine Affairen !!
 
  • #13
Diese Fragen kommen in der Tat ständig vor. Ich bin nicht sicher, ob das nicht manchmal auch einfach nur geschrieben wird, um die Rubrik nicht leer zu lassen. Ich glaube auch, dass sie besonders essentiell für Frauen und Männer ab ca. 55+ sind und auch verständlich. Es ist halt etwas ungeschickt, das schon bei Kontaktaufnahme zum Thema zu machen.

Egal, wie es gemeint ist, zumindest bietet es einen Anknüpfungspunkt. Z. B. in dem man so antwortet, wie hier auch argumentiert wird. Es kommt auf die Umstände an oder es geht eben nicht, weil die Frau auch ortsgebunden ist.

In meinem Profil steht ganz eindeutig die Aussage, dass ich nicht ortsgebunden bin. Natürlich bedeutet das nicht, dass ich auch bereit bin, bei einem potentiellen Partner sofort einzuziehen! Aber ich kann mir schon gut vorstellen, die Distanz zu verringern, wenn es denn paßt.

Allerdings werde ich auch (aus anderen Gründen) in spätestens 1 Jahr meine jetzige Wohnung aufgeben und bin dabei, mich neu zu orientieren. Da ich mich noch nicht für einen bestimmten Ort/Gegend entschieden habe, bin ich da (noch) wirklich ganz frei.

Kleiner Tipp: Wer gelegentlich bei den Profil-Checks guckt, der kann mit der Chiffre auch in das Profil des anderen Geschlechts gucken und sich anschauen.

(63 J)
 
  • #14
@#6: Wow, ist das eine Liste von männerhassenden und negativen Assoziationen. Da muss man erst einmal drauf kommen.

Falls Du selbst zufällig auch einen Mann suchst: Lass es sein. Bei Deiner Einstellung ist es das Beste für Dich und die Männer, wenn Du diese Idee nicht weiterverfolgst.
 
  • #15
@13 Chapeau, genauso isses
 
G

Gast

Gast
  • #16
[mod]

Was ist männerhassend daran, wenn ich Männer, die unter keinen Umständen einen Ortswechsel, Auszug aus ihrer bisherigen Wohnung/Haus oder getrennte Wohnungen wollen, als starr im Denken, egoistisch, unflexibel und fixiert auf eine bestimmte Art der Beziehung bezeichne?

Es gibt genügend Studien, die nachweisen, dass in Deutschland die Beteiligung älterer Männer an den Haushaltsarbeiten marginal ist und sie selbst dies auch nicht wünschen. Die Frage galt den Männern um die 60 und gerade bei denen ist das tradierte Rollenverständnis noch sehr eingefleischt.
Es gibt genügend Threads im Forum, in denen sich Frauen Ü50 ganz klar äussern, dass sie eben NICHT mehr mit einem Mann im gleichen Haushalt leben wollen, da dann automatisch der Grossteil der Hausarbeit an ihnen hängen bleibt.

Eure Reaktion auf mein Statement ist genau das, was ich in einem anderen Thread als "gesellschaftliche Sanktion für das Abweichen von der tradierten Rollenvorstellung" beschrieben habe. Jemandem, der anderer Meinung ist als ihr, die Berechtigung abzusprechen, einen Partner zu suchen, ist schon wirklich skurril!

w, 49
 
G

Gast

Gast
  • #17
[mod]

Was #6 schreibt, kann man auch nüchtern und objektiv betrachten. Insbesondere Erfahrungen aus dem RL bestätigen, dass ältere Männer oft wenig flexibel sind. Meine Mutter, 70 Jahre alt, hat in den letzten 12 Jahren sehr viele Männer dieser Art kennengelernt, die ihr eigenes Haus nicht aufgeben möchten und eine Frau suchten, die ihr Leben zugunsten der Beziehung komplett ändert. Ich kann absolut verstehen, wenn frau in diesem Alter ihre Unabhängigkeit bewahren möchte und sich nicht auf so eine Beziehung einläßt. Und noch nüchterner betrachtet werden Immobiliengeschäfte im Alter nicht leichter.
 
G

Gast

Gast
  • #18
zeigt sich in der diskussion, dass die jüngeren (noch ?? ) anders denken?
mir scheint es jedenfalls so. ich hoffe für sie, dass die männer, die jetzt noch jung sind, sich nicht so entwickeln wie generation ihrer väter oder grossväter !!
so weit ich mich erinnere, ist Frederika noch von den vierzigerin entfernt, nicht wahr?
wie alt kalle ist, keine ahnung.

die +6 / 16 schreibt aus dem blickwinkel der - sagen wir mal - ab 50jährigen bzw noch älteren (mutter) die +15 aus ihrem wissen bzw. studien... da hat die FS vermutlich die richtige ahnung, was einstellung die alters-klasse betrifft.

was ich leider nicht gefunden habe - oder habe ich es überlesen? - dass ältere, männlche mitglieder geschrieben haben: ja, das findet sich bei den frauen ab mitte 50 und älter auch.

oder findet sich keine reaktion im thread, da frauen so etwas nicht "verlangen"?
.
 
  • #19
@ # 17:

Zitat: 'Oder findet sich keine Reaktion im Thread, da Frauen so etwas nicht "verlangen"?'

Das ist evtl. ein Denkansatz. Es kann aber auch daran liegen, dass Frauen oft eben nicht so direkt (und schon gar nicht im Profil bei einem Unbekannten) sind, also vorsichtiger und - evtl. auch das - oft flexibler/anpassungsfähiger sind. Oder einfach abwartend.

Erst mal gucken, ob sich da etwas entwickelt. Warum nach Lösungen suchen/verlangen, so lange es noch gar keine Probleme gibt?

Ich glaube schon, dass die meisten Frauen im ähnlichen Alter der FS einfach pragmatischer sind, als viele Männer. Wir haben das (oft auch schmerzhaft) im Laufe unseres Lebens gelernt.

Einige sind noch richtige Nachkriegskinder und in vielen Familien war tägliche Anpassung/Improvisation usw. angesagt. Die Frau hat damals noch meist das Familienleben organisiert und die Männer brachten das Geld nach Hause.

Vielleicht hat das dazu beigetragen, dass die meisten Frauen nicht einfach 'verlangen'. Sie finden zu gegebener Zeit Wege, ihre Vorstellungen/Wünsche zu äußern und sehen dann weiter.

Es kann aber auch alles ganz anders sein und alles hier ist eh nur Vermutung!
 
  • #20
@#15: Nun, Du kannst persönlich solche Männer ablehnen -- dafür habe ich gewissermaßen sogar Verständnis, denn jeder verfolgt seine eigenen Vorstellungen vom Glück. Aber es ist einfach nicht angemessen, Männern mit abweichenden Präferenzen einfach pauschal so negative Attribute wie Egoismus (hat oft gar nichts damit zu tun) oder mangelnde Flexibilität (hier steht Wunsch gegen Potential) zu unterstellen oder gar zu behaupten, dass solche Männer generell in der Partnerin nur eine Haushälterin oder Pflegerin sehen.

Gerade de beiden letzteren Aspekte empfinde ich als männerhassend -- hier wird einfach etwas extrem negatives unterstellt, obwohl jeder weiß, dass das mit dieser Konnotation nicht wahr ist:

Sehr vielen Männern geht es durchaus sogar vorrangig um Geborgenheit, Zärtlichkeit, menschliche Nähe, nicht alleine zu sein, gemeinsam durch das Leben zu gehen, mit jemandem aufzuwachen und einzuschlafen, um Sexualität und und Erotik, um gemeinsame Freizeitgestaltung, um gemeinsame Urlaube -- und AUCH unter anderem um gemeinsame Haushaltsführung und gegenseitiges Füreinanderdasein.

Ja, Du kannst sogar recht haben, dass viele Männer ab 60 noch nie richtig alleine einen Haushalt geführt haben, weil ihre frühere Partnerin dies getan hat. Viele sind davon vielleicht überfordert und sehnen sich wieder nach einem ordentlichen geführten Haushalt. Das hat einfach mit der Rollenaufteilung zu tun, die für diese Männer Lebenswirklichkeit war, daher also auch mit dem, was sie gewohnt sind, was sie gelernt haben und as sie faktisch einfach können. Es ist aber männerhassend, ihnen das einfach als quasi moralisch verwerflich auszulegen oder zu behaupten, die gesamte Partnersuche sei deshalb nur auf Haushalt und Pflege fixiert. Dem ist einfach nicht der Fall. Wie bereits gesagt, auch Männer sehnen sich aus vielen anderen Aspekten nach einer Partnerschaft.

Deine Unterstellung und Deine extrem negative Sichtweise von Männern lässt nur einen Schluss zu: Sie hätten es nicht gut bei Dir.
 
  • #21
Im Normalfall sind es in der Altersgruppe +/- 60 vor allem die Männer, die in einem eigenen Haus wohnen. - Und oft sind sie noch im Beruf und deshalb ortsgebunden.

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass hier das Herz daran hängt! Grundsätzlich spricht doch für eine potentielle Partnerin gar nichts dagegen, das gemachte Nest gleich mit zu benützen! Oft ist es ja noch so, dass dies für sie einen Vorteil bietet gegenüber der 2-Zimmer Wohnung im 3. Stock. Garten statt Balkonpflanzen, Liegestuhl statt Ventilator...
Es sei denn, der ältere Herr ist schon so unflexibel, dass er einer Renovierung und neuen Möbeln nicht zustimmen kann, dann wäre für mich der Mangel an Flexibilität abtörnend.

Für viele Damen könnte es direkt ein Anreiz sein, zusätzlich zum neuen Schatz auch noch ein Häuschen zur Benutzung mitgeboten zu bekommen.
 
  • #22
@#20: Richtig, Angela, danke für diese pragmatische und lebensnahe Sichtweise. Genau so wird es im wahren Leben ganz oft sein und das ist doch wohl auch für alle nachvollziehbar.
 
G

Gast

Gast
  • #23
@#19: "...und AUCH unter anderem um gemeinsame Haushaltsführung"

Sorry, da sind meine Erfahrungen hier anders. Dann haben Sie mit den Männern Mitte 50 bis hoch in die 60 "das richtige Händchen" bei der Auswahl gehabt! Oft wird auch expliziert in den 3 Fragen eingetragen: "Führen sie gerne den Haushalt?" und / oder "Kochen sie gerne?"

Anfangs habe ich auch immer gedacht, wir beide. Ich war wohl etwas naiv. Mitnichten, dass ich noch eine ganze Weilre voll berufstätig bin - er aber nicht mehr arbeitet - (Unterschied entstanden durch den gewünschten Altersunterschied) war kein Thema. Er fand Frauenhände seien geeigneter dafür! Außerdem habe er wegen des Golfspielens auch nicht so viel Zeit.
 
G

Gast

Gast
  • #24
Es freut mich für die Männer, dass es Frauen gibt, die sich gern in gemachte Nest setzen - wie Angela schreibt.

Da bin ich wohl die Ausnahme: Ich habe lange ein grosses Haus geführt und bin froh, dass ich jetzt nicht mehr so viel Arbeit mit Haus und Garten habe. Auch dazu hatte mein Ex-Mann am Wochenende keine Lust. Ich gehöre demnach zu den Ausnahmen, die froh sind in einer wohnung mit großem Balkon zu wohnen.
 
  • #25
@#22: Es wäre wünschenswert, Beiträge im ganzen zu lesen und dann zu kommentieren. Du reißt meine Worte aus dem Zusammenhang. Schade. Destruktiv.
 
  • #26
@#23: Ja, Du gibst ein perfektes Beispiel -- man muss es nur positiv sehen. Die Frage im Männerprofil wäre doch für Euch beide sehr nutzbringend, denn Ihr wüsstet beide sofort, dass es mit Euch beiden nicht passt.

Profile sind dazu da, einen kompatiblen, passenden Partner zu finden. Diese Fragen ermöglich genau das. Perfekt!

Also bitte nicht negativ interpretieren, sondern einfach nur die eigenen Schlüsse im Hinblick auf potentielle Kompatibilität ziehen.
 
G

Gast

Gast
  • #27
auf mich wirken solche Fragen nicht sehr einladend, zumal nach meiner Beobachtung diese Art von Profilen auch sonst nicht gerade vor Originalität glänzen. Das können trotzdem sehr nette Menschen sein. Sie haben halt ein (kleines) Kommunikationsproblem.
 
G

Gast

Gast
  • #28
Ich habe ebendiese Frage als Mann verschiedentlich bei Frauen gelesen, wobei mich überwiegend Frauen 35-50 anschreiben, die noch nicht Seniorinnen sind.

Bisher habe ich aus der Frage bisher immer geschlossen, dass "sie" hier äußerst frühzeitig Pflöcke einschlagen will, nach dem Schema: "Wenn es aus uns etwas werden soll, dann richtest DU Dich gefälligst nach MIR!" Ich nehme diese Angelegenheit also als typisch für ähnliche Angelegenheiten, die "sie" in der Partnerschaft vermutlich ebenso konzilianzlos und herrisch angeht und vor allem nach IHREM Kopf entscheiden will.

Ich selber muss zwar tatsächlich nicht unbedingt zwanghaft an meinem derzeitigen Wohnort kleben bleiben, ich könnte für die Partnerschaft also tatsächlich umziehen. Aus dem Aspekt "mangelnde Konzilianz" heraus habe ich diese Profile trotzdem immer ad acta gelegt und nicht weiterverfolgt.

Ausgeprägte Konzilianz ist schließlich für eine haltende Partnerschaft entscheidend wichtig, wichtiger als vieles andere.
 
G

Gast

Gast
  • #29
Ich bin auch noch nicht im Alter 60+, kann es aber nachvollziehen.
Wären mir bei meiner damaligen Mitgliedschaft solche 3 Fragen aufgefallen, hätte ich einfach nur überlegt, ob ICH bei einem sich anbahnenden, vielversprechenden Kontakt darauf verzichten könnte, mein Leben aus der gewohnten Bahn herauszutrennen und in ein Haus zu ziehen, was mir Unwohlsein bereitet (und das ist für mich jedes Haus, mit dem ich absolut nichts zu tun habe, in dem vorherige Frauen gelebt! haben).
Daran ist schon eine Beziehung gescheitert.
Für mich wichtig u. es hat mir gezeigt, dass der Witwer noch nicht abgeschlossen hatte.

Ich würde es nicht tun, wohl aber, wie es mein LG und ich es gemacht haben:
Er ist für ein halbes Jahr zu mir gezogen, dann haben wir uns was gemeinsames an einem anderen Ort gesucht.
 
  • #30
@15/16 etc.
Habt Ihr wohl überlesen, oder? Frauen sind in unserem Alter (Mitte 40 um auch die Frage zu beantworten) mindestens genauso wenig bereit umzuziehen wir die Männer. Sie sagen es einfach nur nicht so direkt. Da kommt dann oftmals später die Ernüchterung.

Mir ist es einmal geschehen dass mich eine Dame aus Hamburg angeschrieben hatte (ich lebe im Süden) und erst nach eineigen Mails auf meine Anfrage hin erklärt hatte dass Sie keineswegs bereit wäre aus HH wegzuziehen. Das sei doch eine so tolle Stadt, ich solle doch alles hinschmeissen und nach HH kommen. Und Sie hatte weder eine Immobilie noch Familie dort. Ich hab Ihr abgesagt obwohl ich durchaus bereit bin mal wieder etwas neues zu sehen, trotz Immobilie, Familie und Freundschaften.

Der Egotrip ist also Geschlechtsunabhängig.
 
Top