• #1

Ist die Religion heute überhaupt noch wichtig bei der Partnersuche?

Bei EP wird ja beim Profil immer die Glaubensrichtung angegeben, aber wie wichtig ist dies eigentlich heute noch?

Ich schätze 90% der Menschen, die einen Glauben haben, haben zwar diesen Glauben gleichwohl praktiziert doch nur eine Minderheit diesen Glauben aktiv.

Gut für die Minderheit ist der Glauben dann schon wichtig, aber bei den meisten eher nicht.

Ist dann nicht egal, welchen Glauben der andere hat, wenn der Rest passt?
 
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  • #2
Wichtig ist es, dass ein Mensch so glauben darf wie er das möchte und ihm gut tut (ich meine damit jetzt keine Extreme, die anderen schaden).

Ich bin aus der Kirche ausgetreten, glaube aber an Gott. Meine Partner waren alle Atheisten. Solange ich glauben darf und nicht lächerlich gemacht werde, kann der andere das für sich so leben wie er es braucht.

Einen Moslem könnte ich mir allerdings nicht als Partner vorstellen. Das ist einfach eine andere Kultur, ich kann mir auch nicht vorstellen mich in einen Ausländer zu verlieben. Da ist einfach keine Anziehung vorhanden, weil es mir zu fremd ist.

Es ist wohl auch eher selten, dass einer sehr gläubig ist, oft in die Kirche geht, Bibelkreise, Gemeindearbeit und der andere nichts damit anfangen kann. Meist sucht man sich ja doch gerade auf diesem Gebiet einen ähnlich denkenden Menschen, denn das verbindet ja.
 
  • #3
Der Glauben spielt sicher dann eine Rolle, wenn man ihn sehr stark in seinen Alltag integriert hat. Da passt dann ein Katholike nicht unbedingt zu einem Moslem.
Ich bin konfessionslos. Für mich wäre der Glaube des anderen nur ein Problem, wenn ich damit in der Partnerschaft ständig konfrontiert werde.
 
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  • #4
Religion spielt in meinem Leben keine Rolle. Ich bin überzeugte Atheistin und habe in meinem Leben ein sehr schlechtes Bild von allen Religionen bekommen. Sie sind allesamt von Intoleranz geprägt und Ausgangspunkt von Unterdrückung Andersglaeubigen, bis hin zur Ausuebung von persönlicher Gewalt und zu Kriegen. Religiosität ist für mich in Sachen Partnerschaft ein Ausschlusskriterium, egal welcher Glaubensrichtung.
Ich halte es mehr mit Aufklärung/Philosophie.
 
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  • #5
Es ist egal, wenn der andere nicht seinen Glauben oder Unglauben DAUERND thematisiert. Dann muss es passen, oder man wird irre. Ein Hühnerauge ist kein Zeichen Gottes für mich. Aber ich kenne Leute, die das so interpretieren und darüber bei 180 km/h auf der Autobahn erzählen und als Fahrer ständig zum Beifahrer gucken, dass einem ganz anders wird auf dem Rücksitz.
Die erziehen ihr Kind auch sehr kirchlich, dass es nur noch von Jesus spricht und alles, was es tut, für Jesus tut. Die Eltern sind der Meinung, das Kind könne es sich ja später aussuchen, ob es gläubig wird oder nicht. Ich sage dazu nichts, weil sie hochemotional und total unlogisch werden, wenn man ihnen sagt, dass das Kind total beeinflusst wird und es sich eben nicht mehr aussuchen kann. Dh. für mich: Bei der Kindererziehung spätestens gibt es Probleme, also einen Menschen, der andersgläubig ist, als Partner zu wählen, wird schwierig bei praktiziertem Glauben.
Sehr schön sind auch Bekehrungsversuche. Die oben genannten Personen verschenken gern mal an ihre anders- oder gar-nicht-gläubigen Freunde zum Geburtstag Büchlein "wie finde ich den richtigen Glauben" o.ä. Wenn man das als Partner dauernd hat, hält man das nicht aus.
 
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  • #6
Der Glaube ist nicht egal, schon wegen den dadurch bedingten Verboten im Kopf. Ich könnte mir es nur schwer vorstellen, dass es für mich funktionieren würde, mit einem Moslem zusammen zu sein. Da ist mein eigener Glaube viel zu weit entfernt (christlich mit esoterischem Interesse). W
 
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  • #7
Für mich spielt die Religion meines Partners eine Rolle, wenn dieser seiner Religion im Alltag nachkommen möchte bzw dieser dadurch beeinflusst wird.

Ich bin konfessionslos (würde auch nie getauft) und kann schwer verstehen, wenn Handlungen durch eine Religion begründet werden. Meine Eltern sind 50/50 evangelisch/katholisch, so dass ich als Kind beides mitbekommen habe und weder dem einen, noch dem anderen etwas abgewinnen konnte. Zusätzlich habe ich mich mit den evangelischen Freikirchen beschäftigt und auch das konnte mich nicht überzeugen. Ich habe mir also ausgesucht konfessionslos zu sein/bleiben.

Ein Partner, der sehr religiös ist, passt nicht zu mir. Vermutlich hätte ich starke Probleme ihn ernst zu nehmen. Und somit spielt für mich die Religion schon eine Rolle (es sei denn man geht von einem Christen aus, der zu Weihnachten und vielleicht mal zu Ostern die Kirche von innen sieht).

Meine Partner waren bisher tatsächlich alle katholisch, aber das nur auf dem Papier. Das stört mich nicht, auch wenn ich es nicht richtig verstehe.

w,29
 
  • #8
Für mich ja.

Ich bin Katholikin und gehe regelm. zur Messe.
In der Jugend war ich schon kirchlich aktiv und will in der Rente nochmal ehrenamtlich dorthin.
Persönlich hatte ich niemals etwas negatives dort erlebt, unabhängig was die Presse über Kirche, Papst etc. schreibt, mich berührt das nicht.

Ich fühle mich dort sehr wohl und habe viele Freunde dort gefunden.

Mein Glaube hat mir viel Kraft im Leben gegeben, wo es nicht so gut lief und der Glaube versetzt bekanntlich Berge.

Für mich sollte mein Partner zumindest ein Christ sein.
Ich könnte keine Beziehung zu einem Atheisten oder einem Menschen anderer Religion haben, es würde auf Dauer zu Zerwürfnissen und endlosen Debatten kommen, dazu hätte ich keinen Nerv und da ich ohnehin in meinem Alter eine stressfreie Bindung wollte, wäre diese Diskrepanz ein NOGO.

Nun kenne ich ein Paar, sie Christin, er Jude, seit 30 Jahren verheiratet und es funktioniert. Beide sind aber sehr gelassen, sehr tolerant und wollen sich nicht gegenseitig "bekehren".

Ich hatte auch mal einen Bekannten, der Atheist war, die Freundschaft war gut über Religion haben wir nie gesprochen.
 
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  • #9
Die Problematik ist doch, dass Menschen ihren Glauben und ihre Meinung heute sehr aggressiv, öffentlich und radikal vertreten. Mich nerven Hardcorechristen genauso wie unerbittliche, penetrante Atheistenposts im Internet, und wenn diese beiden Parteien sich ständig verbal traktieren und gegenseitig in die Suppe spucken. Beides hat für mich was mit geistiger Unterentwicklung und verletztem Stolz zu tun. Der kluge Mensch schweigt zu dem Thema, schlichtweg weil es unwichtig ist und er, wenn er einen Glauben hat, es stillschweigend praktiziert, ohne es jedem auf die Glocke binden zu müssen.
 
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  • #10
So lange es in keine Richtung extrem ist, wäre es für mich kein Thema, da geht die Liebe vor. Wichtig, ob gläubig oder nicht, sind mir gewisse ethische Grundsätze, die zehn Gebote treffen das ganz gut, sollte auch für nicht Christen soweit verständlich sein, denke ich.
 
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  • #11
Solange der Partner einen in Ruhe lässt und nicht bekehren will, ist es total in Ordnung. Ich bin Christin aber ich weiß dass es liebe Atheisten gibt sowie auch sehr unangenehme Christen.
 
  • #12
Mir wird immer bewusster, wie weit Gläubige/Anhänger ggf. von ihrer Religion oder Kirche bevormundet oder gar manipuliert werden. Ich könnte es nicht ertragen, wenn meine Partnerin sowas auch mitmachen würde.
Ich habe einen christlichen Glauben, aber finde keine Kirche, der ich glauben und vertrauen könnte. Entweder meine Partnerin hat die gleiche Überzeugung, oder ist Atheistin, oder praktiziert ihren Glauben alleine.
Noch extremer: Wenn meine Partnerin für einen extrem niedrigen Lohn (z.B. auf Hartz-4 Niveau) in einer kirchlichen Einrichtung arbeiten würde, während diese Einrichtung oder gar deren Kirche riesige Profite scheffelt. (und ggf. sogar mit Steuergeldern subventioniert wird)
Manche Religionen, Konfessionen, Glaubensgemeinschaften schließe ich generell aus. Z.B. weil sie ihre Anhänger dazu anstiften, Druck auf den Partner auszuüben. Außerdem alle Sekten.
Meine Großmutter war ihr Leben lang eine "Sklavin" ihres christlichen Glaubens. Getrieben durch Ängste, weil sie ständig Sanktionen / Strafen von Gott befürchtete, bis hin zur ewigen Hölle, wenn sie nicht das Alles praktiziert. Was sie meinte, machen zu müssen.
 
  • #13
Mir wird immer bewusster, wie weit Gläubige/Anhänger ggf. von ihrer Religion oder Kirche bevormundet oder gar manipuliert werden. Ich könnte es nicht ertragen, wenn meine Partnerin sowas auch mitmachen würde.
Es kann aber auch gut gehen und ich habe dies als Atheist aus eigener Erfahrung gesehen.Meine EX-Frau ist sehr religiös und lies auch keine Messe aus.Das Sie dies meistens alleine bis auf Weihnachten, Ostern usw. vollzog war für uns auch nicht das Problem.Wir hatten da einfach ein Abkommen.Ich stellte ihren Glauben nicht infrage und Sie versuchte mich auch nicht zu bekehren. Wenn die Partnerschaft so läuft, dann ist es auch für beide kein größeres Problem.


In der Realität sind diese sogenannten extremen Gläubigen eher die Ausnahme, auch wenn uns manche Medien es anders vermitteln wollen. Da die beste Freundin meiner Exfrau im örtlichen Kirchenvorstand ist, hatte ich da auch einen guten Einblick. Zu 98% der Messebesucher waren eigentlich die Menschen auch nicht besonders gläubig. Man vollzog diese Besuche eher aus der Tradition heraus. Ähnlich ist es auch bei anderen Glaubensrichtigen aus meiner Erfahrung gelagert.
 
  • #14
Mein Ex-Freund ist ein Krishna-Anhänger und durch ihn habe ich das auch ein Jahr lang praktiziert. Leider musste ich einmal mehr feststellen, dass ich keinen Zugang zu Religionen habe, er jedoch wurde immer mehr davon eingenommen und es prägte auch seinen Alltag immer stärker. Dies hat uns unter anderem auch auseinander getrieben. Ich kann verstehen, wenn Menschen die Gemeinschaft mit religiös Gleichgesinnten suchen, aber für mich ist es nichts, da ich mich schnell missioniert und bevormundet fühle.
Ich beschäftige mich selber schon seit Jahren mit Yoga, Meditation, Persönlichkeitsentwicklung (aber alles in Massen) und ich glaube an eine geistige Welt (oder Gott oder wie immer man es nennen möchte), dies jedoch aufgrund meiner selber gemachten Erfahrungen.
Ich würde mir jedoch schon einen Partner wünschen, der einen Zugang zur Spiritualität hat, vielleicht auch "nur" durch sein Handeln und seine Weisheit...
 
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  • #15
Ich würde mir jedoch schon einen Partner wünschen, der einen Zugang zur Spiritualität hat, vielleicht auch "nur" durch sein Handeln und seine Weisheit...

So sehe ich das auch. Es mag Atheisten geben, die allein durch ihr Handeln und ihren Respekt zu anderen Menschen oder allgemein zur Umwelt im Grunde religiöser als manch andere sind, die ihren Glauben an die große Glocke hängen. Taten sind wichtiger als Worte.
.
 
  • #16
Ich bin Atheistin und kann mir eine Partnerschaft mit einem ernsthaft Gläubigen schwer vorstellen. Da ich eine sehr kritische Haltung allen Religionen und Ideologien gegenüber habe (biografiebedingt), könnte ich mich nicht in einen solchen Mann verlieben.
Eine Ausnahme mache ich bei Menschen, die ihre Überzeugungen im Alltag leben und danach handeln ohne dies an die große Glocke zu hängen. Auch wenn dies mit persönlichen Nachteilen verbunden ist. Ihnen gilt mein Respekt.
Bei vielen Religionen gibt es eine Unmenge an Verlogenheit und Scheinheiligkeit.
 
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  • #17
Natürlich. Wenn du als Atheist eine Frau aus dem Islam willst, dann wird es kritisch. Und auch eine Pfarrerstochter wäre ein Problem.
 
G

Gast

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  • #18
@ #15

so dachte ich auch mal. Ich bin nicht kirchengläubig, wurde atheistisch erzogen, habe aber durchaus meinen spirituellen Glauben.

Ich dachte auch, ich könnte mich nie in einen Mann verlieben, der gläubig ist.

Und dann lernte ich einen tollen Mann kennen und verliebte mich. Dass er recht (christlich )gläubig ist, erfuhr ich erst später.

Und nun ? Weil er mich interessiert, er ein Mensch ist, den ich für seinen guten Charakter, seine Wärme und Menschlichkeit schätze, interessiere ich mich für seinen Glauben, seine Weltanschauung.

Ich möchte ihn verstehen, verstehen wie er tickt, ob er durch seinen Glauben zu so einem angenehmen Menschen geworden ist, da ich auch gern so eine herzlich warme Ausstrahlung hätte und mich gern weiterentwickeln möchte.

Für mich ist diese Begegnung und diese Erfahrung auf jeden Fall eine Möglichkeit, mein Wissen zu erweitern, mich in Toleranz zu üben und eben und vor allem, mich persönlich weiterzuentwickeln - was nicht zwangsläufig heisst, dass ich den Glauben für mich annehmen möchte.
 
H

Halbtrocken

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  • #19
Ich finde es ja richtig nett, wie hier die Atheisten versuchen, die Theisten (Gläubige) von sich fern zu halten oder sich als diejenigen verstehen, welche den wahren Charakter der Welt und des Seins erfaßt haben.

Schlicht und einfach ist Atheismus genau so eine Religion, wie der Theismus, nur mit dem Unterschied, daß die Theisten zwingend an die Existenz eines höheren Wesens glauben. Dieser unbedingte Zwang, die Dogmatik macht den Grundbaustein einer Religion aus.
Und jetzt bei den Atheisten: hier wird dogmatisch (also ohne Beweis!) und zwingend die Existenz eines höheren Wesens VERNEINT. Atheismus ist eine Religion wie jede andere auch, nur mit dem Unterschied, daß die Existenz eines Nicht-Gottes angebetet wird - nichts anderes ist das Glaubensbekenntnis der Atheisten: "Es gibt keinen Gott".
Auch findet man unter Atheisten dieselben Gruppen von Gläubigen wie in den anderen Religionen: die Moderaten, die Ernsthaften, die Zweifelnden, die Toleranten und auch die Fanatiker. Letzter bekämpfen und missionieren die Anhänger der großen Religionen genauso wie deren Fanatiker umgekehrt.

Als fortschrittlich sehe ich diejenigen Menschen an, die sagen, daß weder die Existenz, noch die Nichtexistenz eines Gottes bewiesen werden kann, weshalb die theistischen als auch die atheistischen Religionen gleichermaßen richtig und falsch liegen.

Grundsätzlich können bei verschiedenen Religionen nur die Moderaten und die Toleranten miteinander auskommen. Alle anderen werden früher oder später scheitern. Das sollte bei einer Partnerwahl immer im Blick sein.
Ganz besonders unangenehm (im Sinne der Aufdringlichkeit und des Sendungsbewußtseins) sind übrigens die eifernden und bekehrenden Atheisten.
 
  • #20
Das ist ja schön geschrieben. Aber einen wichtigen Unterschied darfst du dabei nicht vergessen. Theisten unterwerfen sich (in verschiedenem Maße natürlich) den "Regeln" ihrer Religion. Für Atheisten existieren solche einfach nicht. Und wenn im Alltag diese eben sehr präsent sind, dann ist das eher ein Problem für den atheistischen Partner, umgekehrt aber nicht.
 
H

hot stuff

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  • #21
Ich finde es ja richtig nett, wie hier die Atheisten versuchen, die Theisten (Gläubige) von sich fern zu halten oder sich als diejenigen verstehen, welche den wahren Charakter der Welt und des Seins erfaßt haben.

Schlicht und einfach ist Atheismus genau so eine Religion, wie der Theismus, nur mit dem Unterschied, daß die Theisten zwingend an die Existenz eines höheren Wesens glauben. Dieser unbedingte Zwang, die Dogmatik macht den Grundbaustein einer Religion aus.
Und jetzt bei den Atheisten: hier wird dogmatisch (also ohne Beweis!) und zwingend die Existenz eines höheren Wesens VERNEINT. Atheismus ist eine Religion wie jede andere auch, nur mit dem Unterschied, daß die Existenz eines Nicht-Gottes angebetet wird - nichts anderes ist das Glaubensbekenntnis der Atheisten: "Es gibt keinen Gott".
Auch findet man unter Atheisten dieselben Gruppen von Gläubigen wie in den anderen Religionen: die Moderaten, die Ernsthaften, die Zweifelnden, die Toleranten und auch die Fanatiker. Letzter bekämpfen und missionieren die Anhänger der großen Religionen genauso wie deren Fanatiker umgekehrt.

Als fortschrittlich sehe ich diejenigen Menschen an, die sagen, daß weder die Existenz, noch die Nichtexistenz eines Gottes bewiesen werden kann, weshalb die theistischen als auch die atheistischen Religionen gleichermaßen richtig und falsch liegen.

Grundsätzlich können bei verschiedenen Religionen nur die Moderaten und die Toleranten miteinander auskommen. Alle anderen werden früher oder später scheitern. Das sollte bei einer Partnerwahl immer im Blick sein.
Ganz besonders unangenehm (im Sinne der Aufdringlichkeit und des Sendungsbewußtseins) sind übrigens die eifernden und bekehrenden Atheisten.
Ich nehme an, dass hier des öfteren Atheisten mit Agnostikern verwechselt werden...Ist ja auch nicht so einfach das Thema, für Menschen, die nicht jeden Tag analytisch denken müssen oder sich mit philosophischen Fragen auseinandersetzen...
 
  • #22
Sicher, und unser Planet, der einzige in unserem Sonnensystem auf dem Leben möglich ist, ist quasi durch "Zufall" entstanden, da fanden sich natürlich "zufällig" ein paar Zellen aus denen eine imense Vielfalt aus Flora und Fauna und Mensch entstand, hm, alles zufällig.

Und was für ein Zufall dass die Sonne exakt in dem Abstand zur Erde steht, dass es nie zu heiss und nie zu kalt wird und welch ein Zufall, dass der Mond die Gezeiten beherrscht und welch ein Zufall, dass die anderen Gestirne davon nicht betroffen sind, Zufall über Zufall.
Diese blieben dann vom Menschen verschont, welch ein Segen.

Und das so wahnsinnig exakt berechnet, war es ein Konstrukteur, ein Architekt, nee der Zufall, wer sonst?

Im Grunde wissen auch Wissenschaftler garnichts, untereinander stehen sie sich in ihren Thesen in Opposition, selbst das "schwarze Loch" im All unterliegt einer ständig wechselnden Analyse.

Solang der Mensch bei all seinen Forschungen immer wieder an Grenzen stösst kann er für mich niemals das Maß aller Dinge sein, nie.
 
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  • #23
@ Herakles
Man kann es auch andersrum sehen. Wäre der Mensch nicht durch diese Gegebenheiten, die Du Zufall genannt hast, "entstanden", so wäre eben nichts entstanden oder nur Bakterien oder was auch immer, und keiner da, der heute meinen würde, seine Existenz wäre irgendwas Besonderes, nur weil er das meinen kann.
Wenn man es so sieht, dass es wirklich alles Zufälle waren, dann ist eben ein Wesen entstanden, das so weit denken kann, dass es sich einen Schöpfer ausdenken kann, weil es so fasziniert von seiner eigenen Existenz ist.
Wenn der Mensch nicht mehr als was Besonderes angesehen wird, was das Leben angeht, sondern einfach als die höchstentwickelte Form, rückt er aus diesem Mittelpunkt raus, dass er unbedingt einen Schöpfer haben muss, da er so toll ist.
(Denken ist auch so eine Sache, wenn man sich ansieht, wie Menschen mit einander und mit der Umwelt umgehen.)
Solang der Mensch bei all seinen Forschungen immer wieder an Grenzen stösst kann er für mich niemals das Maß aller Dinge sein, nie.
Das sollte er sowieso nicht und ich finde, die Frage stellt sich auch gar nicht, wenn man mal die Augen aufmacht und ein bisschen bescheiden darauf guckt, was andere Lebensformen so können. Ich finde es immer lustig, wenn ein Tier irgendwas macht, was intelligent zu sein scheint, und dann "der Mensch" anfängt zu staunen, weil er alles andere für komplett unterbelichtet hält.
 
  • #24
An Herakles:

Wer, wenn nicht der Mensch selbst, soll denn das Maß aller Dinge sein?
Leben entsteht nicht zufällig, sondern wie im Chemiebaukasten, wenn die passenden chemischen Bestandteile unter passenden Bedingungen zusammentreffen. Das hast auch Du sicher in der Schule gelernt?

An Halbtrocken:
Nö, Atheismus ist sicher keine Religion. Ich finde es genauso albern und kindisch an einen "lieben Gott" zu glauben wie an die Existenz von Außerirdischen. Warum sollte man die Existenz eines höheren Wesens nicht verneinen, wenn es bis jetzt noch nicht EINEN EINZIGEN Ansatzpunkt dafür gegeben hat, daß es existieren sollte? Da ist ja die Trefferquote beim Yeti-Schneemenschen noch größer.
 
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  • #25
Wenn man es so sieht, dass es wirklich alles Zufälle waren, dann ist eben ein Wesen entstanden, das so weit denken kann, dass es sich einen Schöpfer ausdenken kann, weil es so fasziniert von seiner eigenen Existenz ist.
Wenn der Mensch nicht mehr als was Besonderes angesehen wird, was das Leben angeht, sondern einfach als die höchstentwickelte Form, rückt er aus diesem Mittelpunkt raus, dass er unbedingt einen Schöpfer haben muss, da er so toll ist.
Seh ich auch so. Bei der Wissenschaft gibt es bei neuen Erkenntnissen immer mal wieder eine Paradigmenwechsen. Mit einem Partner der unumstösslich an eine bestimmte Religion glaubt, kann es aber schwierig werden, je nach Toleranzlevel. Man/Frau will ja auch nicht auf einen Partner runtersehen, der noch nicht so weit ist, Glaubenssätze in Frage zu stellen und sich neuen Sichtweisen zu öffnen.
 
  • #26
Religion ist in soweit wichtig bei der Partnersuche weil ich mir niemals einen religiösen Partner suchen würde. Es gibt keine einzige Religion die die Frauen nicht unterdrückt oder unterdrückt hat.
Ich kann auch nicht verstehen wie man als Frau in der Kirche sein kann.
 
  • #27
Ich schätze 90% der Menschen, die einen Glauben haben, haben zwar diesen Glauben gleichwohl praktiziert doch nur eine Minderheit diesen Glauben aktiv.
Für gläubige Menschen ist Religion eine Geisteshaltung, und der Glaube ist gelebte Wirklichkeit. Gläubige Menschen unterscheiden nicht zwischen Glauben und Wissen, denn ihre Religion, ihr Glaube ist für sie Realität. Menschen mit "festem Glauben" haben ein in sich geschlossenes Gedankengebäude, und triviale Antworten auf fast alle Fragen des Lebens.
Die Diskussion mit einem Gläubigen ist wie ein Gespräch mit einer Wand. Irgendwann wird in der Argumentation der "Religions-Joker" gezogen, und das Gespräch ins Absurde geführt.
Das eigentliche Problem sehe ich aber darin, dass es kaum einen Unterschied zwichen leichtgläubigen und strenggläubigen Menschen gibt. Der Leichtgläubige hat nur noch nicht zum festen Glauben gefunden. Leichtgläubige Menschen sind für mich alle, die nur allzu gerne zum Selbstbetrug neigen, seien es alle Esoterik-Tanten, Astronomie-Junkies, oder Placebo-Abhängige Homöopathen mit ihren selbstgebastelten Glaubenssätzen.
Ich denke, ich könnte weder mit einer leicht- noch mit einer strenggläubigen Frau zusammen sein, die ihr Leben nach Binsenweisheiten und Kalendersprüchen ausrichtet, oder ein beliebiges Regelbuch als Gott gegeben sieht.
 
  • #28
Solang der Mensch bei all seinen Forschungen immer wieder an Grenzen stösst kann er für mich niemals das Maß aller Dinge sein, nie.
Dass der Mensch schon Maß der Dinge ist, sieht man ja wie der Mensch andere Lebensarten ausgelöscht hat. Forscher hinterfragen auch permanent ihre Theorien und dies macht, bzw. kann die Religion nicht. Es wäre interessant, wenn auch die Religionsvertreter sich den kritischen Rationalismus sich stellen würden. Die Religion agiert halt dogmatisch und die Wissenschaft dann eher undogmatisch.


@Constanze: Ob es jetzt den sogenannten Außeririschen gibt oder nicht sei einmal dahingestellt. Eventuell ist aber in der Zukunft es leichter das Dasein eines Außerirdischen zu beweisen als das von einer höheren Person. Gleichwohl wurde aber erst letztes Jahr wieder ein Planet in der habitablen Zone entdeckt. Gut der Planet ist dann ca. 500 Lichtjahre von uns entfernt und wenn die Außerirdischen einen ähnlichen Wissensstand wie wir haben, dann ist ein "kleiner Trip" zu uns auch nicht möglich. Auf der anderen Seite ist ja auch der Bereich, den wir bisher im Universum so betrachten können, nur just around the corner. Vielleicht ändert sich dies ja auch im Jahre 2064. Lt. Star Trek wird ja dann der Warpantrieb erfunden und wir haben dann viel bessere Möglichkeiten.:)

Wir sind mit Sicherheit nicht einzigartig und wenn dann hat man einige Fehler bei der "Herstellung" begangen. Unterm Strich ganz egal ab Atheist oder Anhänger einer Religion. Es treffen immer zweierlei Weltvorstellungen aufeinander.
 
  • #29
Nein spielt sie nicht da ich persönlich der Meinung bin, dass Intelligenz und Religion nicht zu vereinbaren sind. Ich denke dass Religion nur von Leuten vorgeschoben wird, die nicht Willens sind Eigenverantwortung für ihr Leben zu tragen und stattdessen lieber Moral und Regeln aus einem Märchenbuch (egal welches) übernehmen und bei Bedarf als Rechtfertigung für ihr (schlechtes) Verhalten vorschieben.
Würden Religion und Gottesfürchtigkeit dazu führen dass Menschen ihr Dasein und ihr Verhalten gegenüber ihrer Umwelt hinterfragen, würde ich vielleicht anders darüber denken aber wenn ich mir ansehe was die Religion mit der breiten Masse so anstellt, fehlt mir einfach jegliches Verständnis. Das ist Manipulation auf höchstem Level.

Wer das braucht - bitte.. aber ich brauchs nicht und auch keinen Partner der zugänglich für sowas ist.
 
  • #30
Ob sich nun zufällig Zellen, der Urknall (der immernoch von verschiedenen Wissenschaftlern widerlegt wird, denn sie finden immer noch keinen Konsens wie unser Sonnensystem nun wirklich entstanden ist, auch im Jahr 2014 und ich denke wir werden es auch nie erfahren) oder sich verschiedene Chemikalien genannt Zufallsprinzip (logo was sonst) zusammenfanden, wir bleiben ein Rätsel (für Nichtgläubige) und das ist auch gut so.

Der Urknall ist eine Wortgebung der Wissenschaft - weil sie nichts besseres finden konnten für ihr Nichtwissen !!

Bisher konnte kein Wissenschaftler den Code knacken, sie tüfteln nur schon hunderte von Jahren daran herum, lächerlich wie der Mensch ist, sterblich, dem Tode verfallen und nicht mal matz der Krebskrankheit zu trotzen will er aber das All und die Enstehung des Lebens erkunden, wie erbärmlich.

Man braucht keinen Gottesbeweis, für mich ist Gott allein schon die immerwährende Grenze des Machbaren der ständigen Bemühungen des Menschen an die er stößt und nicht mehr weiter weiß, wenn er wieder und wieder sich seiner Wissenschaft ergeben muss - ohne Ergebnis einer Erkenntnis über Zeiten und Raum und sich wieder neuen Ungereimtheiten oder Ungleichungen gegenübersteht.

Der Mensch wir immer wieder erkennen müssen, er ist nichts, er weiß nichts und sein Wissen ist begrenzt, der Weltenraum aber weitet sich ewig weiter ins Dunkel des Universums - nur einer kann ihn begleiten, der über den die Wissenschaft schon viel herausgefunden hat - DEN ZUFALL.

Der Zufall hat zumindest viele Kräfte freigesetzt, Eruption, Explosion und Entstehung von Welten.

Naja, evtl. hilft er uns ja auch mal den richtigen Partner zu finden - grins.
 
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