• #61
Eines hat man schon aus diesem Thread herauslesen können. Die Frage nach Religion ist schon wichtig für viele Menschen. Ob man nun sehr religiös ist oder eher "ungläubig", solle schon am Anfang geklärt werden. Bei einem sehr religiösen Menschen, der sich mit einem Atheisten paart, scheinen die Probleme schon vorausprogrammiert zu sein. Ich z.B. bin eher "ungläubig", aber dafür pflege ich meine Nächstenliebe im Jugendcentrum ehrenamtlich. Ich halte dies für wesentlich wichtiger wie regelmäßig in die Kirche zu gehen und nachher eher egoistisch zu agieren. Ob es nun Gott gibt oder nicht sei einmal dahingestellt. Leider habe ich aber schon oft erlebt, dass Menschen die früher nie an Gott geglaubt haben, dann in einer sehr kranken und aussichtslosen Situation, zu Gott beten. Scheinheiliger geht es für mich nicht mehr.
 
S

Sophia45

Gast
  • #62
Für mich als Frau kommt generell kein Partner in Frage der einer Religion angehört, deren Mitglieder traditionell Frauen benachteiligen und unterdrücken. Oder die ein eigenes Rechtssystem mit brutalen, archaischen Bestrafungen etabliert hat oder etablieren will (am liebsten auf der ganzen Welt = eine aggressiv-expansive Religion). Auch ein Mann der Mitglied einer Religionsgemeinschaft ist, die alle Nicht-Mitglieder als "Ungläubige" bezeichnet und Austritte nicht erlaubt, käme für mich nie in Frage.
Mit allen anderen Religionen hätte ich aber keinerlei Problem.
 
  • #63
Antwort 61

So ist es.
Dazu gibt es auch einen Spruch aus dem ersten Weltkrieg:
Im Schützengraben gab es keine Atheisten.

Was mich generell am - Unglauben - stört ist die Erfahrung sobald ein Drama in der Welt oder im privaten geschieht wird gleich mit Gott gehadert, warum lässt Gott dies zu? Wenn es einen Gott gäbe, würde er das nicht zulassen.

Du meine Güte, der Mensch läßt dies zu, kein Gott.
Gott gibt es doch garnicht. Also bitte keine höhere Macht für den Mist verantwortlich machen, den der Mensch und die Wissenschaft angezettelt haben.

Die Zerstörung unseres Planeten, langsam und subtil betreibt kein Gott, der Mensch, das Maß aller Dinge sorgt ganz alleine dafür.
 
G

Gast

Gast
  • #64
Ich (w) bin der Ansicht, dass jeder Mensch selbst entscheiden sollte, ob er nach einer Religion lebt und um welche Glaubensrichtung es sich handelt. Ich selbst bin auf dem Papier katholisch, lebe aber seit Jahren als Atheistin.

Mir ist es egal, ob ein potenzieller Partner gläubig ist oder nicht. Ein Mann, der seinen Alltag stark nach seiner Religion ausrichtet, kommt für mich nicht in Frage. Aus Erfahrung weiß ich, dass solche Menschen auf die Dauer nicht damit zurecht kommen, wenn der Partner ein völlig anderes Leben führt. Damit meine ich nicht nur Moslems. Es gibt auch andere Religionen (z. B. die Neuapostolische Kirche), deren Angehörige einen Großteil ihrer Freizeit mit Gleichgesinnten und Aktivitäten im Zusammenhang mit der Religion verbringen.
 

Gast30

Gesperrt
  • #65
Es geht darum, dass die Wissenschaft bei allen wirklichen menschlichen Fragen versagt hat und immer noch versagt.

Gegen das Altern, bösartige und aggressive Krankheiten, den Tod sowie die Entstehung unseres Sonnensystems inkl. unseres Lebens auf der Erde fanden sie bisher leider -nichts- konkretes.

Der Mensch altert, erkrankt und stirbt weiter - tchja...

Religionen geben Gläubigen eine Substanz und eine Art Geborgenheit welche keine Wissenschaft der Welt geben kann.

Das ist das dümmste, was ich seit sehr langer Zeit gelesen habe! Die meisten bösartigen und aggresiven Krankheiten sind längst ausgerottet. Dass der Mensch noch nichts gegen die Entstehung des Sonnensytems gefunden hat, vermag ich nicht zu bedauern.
Dafür hat mir die Wissenschaft viele andere wunderbare Dinge gegeben, von denen Menschen noch vor 200 Jahren nicht einmal träumen konnten und die sie nicht der Religion verdanken, die Frauen nie etwas anderes als Bevormundung, Demütigung und Unterdrückung gebracht hat.

Religion gibt einem klugen, mutigen und wirtschaftlich privilegierten Mensch nichts - sie ist ein Trostpflaster für die Feigen und die zu kurz gekommenen, die auf ein besseres Leben auf Wolke 7 hoffen müssen, weil ihre reale Existenz so furchtbar trist ist!
 
  • #66
Für mich wird es erst problematisch, wenn jemand ernsthaft versucht, sein Denken und Handeln durch sektenähnliche Gebote leiten zu lassen oder dieses damit erklären oder begründen zu wollen.

Der zweite Problem entsteht daraus, wenn jemand mich von seinen Glauben überzeugen will oder dessen religiöse Einstellung meine Lebensweise massiv beeinträchtigt.

Ich gehöre keiner Glaubensrichtung an, aber würde niemandem deswegen verunglimpfen, wenn er aus irgendwelchen persönlichen Überzeugungen einen Zugang zu einer Religion gefunden hat und daraus seine innere Kraft zieht.
 

minimus

Gesperrt
  • #67
Die Wissenschaft hat leider nicht die Geheimnisse von Leben und Tod bis heute erklären können, sie hat weder etwas gegen Krebs, Alzheimer oder das leidige "altern" für manche Schöngeister etwas bewirken können

Was wären denn die Konsequenzen, wenn die Wissenschaftler dies alles beheben könnten?

Nehmen wir einmal an das Durchschnittsalter eines Menschen, würde dank der Medizin auf 120 erhöht und schon hätte man das nächste Problem. Man müsste das Rentenalter auf bzw. 80 J. erhöhen, da sich ja 50 - 60 J. Pension nicht finanzieren lässt. Des Weiteren hätten wird dadurch noch eine höhere Arbeitslosenquote, da ja durch das spätere Rentenalter auch viele Jobs noch besetzt sind.

Ich vergleiche gerne die religiösen Menschen mit den Fußballfanatikern. Beide gehen jedes WE ihren Glauben nach und BETEN und HOFFEN. Ich kann mit beiden wenig anfangen.

Seit Jahrtausenden muss auch der Mensch seinen Gott durch Gotteskrieger beschützen. Wenn es so einen allmächtigen Gott gibt, dann hat er es nicht nötig sich von einem "kleinen Menschen" zu lassen. Dies könnte er schon wesentlich besser als die sogenannten "Gotteskrieger".:)
 
  • #68
Und immer wieder kommt jemand mit Gott an.

Sorry Gott hat für all das Elend, die Zerstörung unserer Erde, für Krankheiten, Tod, Krieg und Verzweiflung nichts am Hut.

Der Mensch macht den ganzen Bockmist, dazu ist er sehr wohl absolut -ohne Gott- fähig, die Wissenschaft hat außer technische Errungenschaften, die wie erwähnt zu Lasten der Umwelt gehen nicht viel beisteuern können.

Sie kostet uns Millionen und gestorben wird weiter oder der Krebs hat immernoch das letzte Wort oder Alzeimer oder Demenz, das leidige Altern konnte auch noch kein Prof.Dr. aufhalten. Im Grund hat die Wissenschaft nichts überhaupt nichts erreicht in diesen Gebieten oder kennt jemand ein Wundermittel??

Es geht bei mir auch nicht um Gott oder höhere Macht, es geht bei mir alleine um den Menschen, der alles versaubeutelt, sich dann aber schnell ein Hintertürchen offen lässt, warum ein Gott all das zulässt, was er versaubeutelt hat - wie unprofessionell ist das denn?

Somit könnte ich auch alle Dramen oder Mißerfolge meines Lebens einem Gott anlasten, der natürlich dafür zuständig ist, ich war es nämlich nicht - kopfschüttel.
 
  • #69
Sie kostet uns Millionen und gestorben wird weiter oder der Krebs hat immernoch das letzte Wort oder Alzeimer oder Demenz, das leidige Altern konnte auch noch kein Prof.Dr. aufhalten. Im Grund hat die Wissenschaft nichts überhaupt nichts erreicht in diesen Gebieten oder kennt jemand ein Wundermittel??.

Auch wenn du dies 100 x postet, wird es dadurch nicht wahrer. Ganz im Gegenteil, zumindest seit 1840 hat die Lebenserwartung kontinuierlich lineare zugenommen und ist beispielsweise bei schwedischen Frauen von 45 auf 85 Jahre gestiegen. Seit 150 Jahren habe die Lebenserwartung jedes Jahrzehnt um 2,5 Jahre zugenommen.

Welches Gedankengut im 21. Jahrhundert so mancher kirchlichen Vertreter noch hat, kannst du hier nachlesen. http://www.salzburg.com/nachrichten...kner-will-keine-frauen-im-priesteramt-134317/

Wäre ich eine Frau, dann müsste ich schon mich fragen, in welchem Jahrhundert der Erzbischof Dr. Lackner und seine Kirche noch lebt.

Natürlich haben diese technischen Errungenschaften der letzten
50 J. unsere Umwelt stark belastet, aber ich kenne niemand der darauf verzichten möchte. Wenn man dies also beklagt, dann sollte man auch mit gutem Bsp. vorangehen. Wer A sagt, der muss auch mit B leben können. Wenn man aber über die Umweltschäden sich beschwert und im nächsten Moment den Geschirrspüler einschaltet, ist für mich nur scheinheilig.
 
  • #70
Bevor ich antworte, möchte ich kurz in Erinnerung rufen, wessen Geistes Kind Herakles ist.
Ich bin Katholikin und gehe regelm. zur Messe. In der Jugend war ich schon kirchlich aktiv und will in der Rente nochmal ehrenamtlich dorthin. Persönlich hatte ich niemals etwas negatives dort erlebt, unabhängig was die Presse über Kirche, Papst etc. schreibt, mich berührt das nicht.
Herakles ist eine "praktizierende Katholikin", kirchentreu, papsttreu, presse- und wissenschaftskritisch. Mit einem Wort: fundamentalistisch.
Sorry Gott hat für all das Elend, die Zerstörung unserer Erde, für Krankheiten, Tod, Krieg und Verzweiflung nichts am Hut.
Bei vorliegender Geisteshaltung ist es absolut nachvollziehbar, dass du für "dein Verständnis" von Gott und Kirche vehement Partei ergreifst.
Der Mensch macht den ganzen Bockmist, dazu ist er sehr wohl absolut -ohne Gott- fähig, ...
So wie dein Verständnis von Gott Kirchenlehre ist, so ist auch dein Verständis vom Menschen "nur" katholischer Glaube.
... und gestorben wird weiter oder der Krebs hat immernoch das letzte Wort oder Alzeimer oder Demenz, das leidige Altern konnte auch noch kein Prof.Dr. aufhalten.
Auf alle großen philosophischen Fragen kennt deine Religion (bzw. deine Kirche) eine Antwort. Es ist klar, dass jede konträre Meinung dazu nicht bestehen kann.
Ich könnte keine Beziehung zu einem Atheisten oder einem Menschen anderer Religion haben, es würde auf Dauer zu Zerwürfnissen und endlosen Debatten kommen, dazu hätte ich keinen Nerv ...
Für dich hast du das richtig erkannt, und exakt darum geht es in der Fragestellung. Wenn jemand (wie du) zum Fundamentalismus tendierst, dann führt jede konträre Position zu endlosen Debatten. So wie du kein Nerv dazu hast, so geht es anderen Menschen in der Diskussion mit dir.
Und weil du leider nicht selbstkritisch zwischen deinem GLAUBEN und deinem WISSEN unterscheiden kannst, ist im Grunde jede Diskussion mit dir zum Scheitern verurteilt.
 
  • #71
Wenn jemand (wie du) zum Fundamentalismus tendierst, dann führt jede konträre Position zu endlosen Debatten.

Das stimmt eindeutig.

Natürlich würde dies auch für jede andere Weltsicht gelten - jeder Mensch, der sich in keiner Weise selbst hinterfragen kann, ist unglaublich mühsam als Freund oder Partner und kann sich eigentlich nur mit seines Gleichen zusammen tun.

Glücklicher Weise ist dies bei den meisten Fundis schnell zu spüren...
 
G

Gast

Gast
  • #72
Ich bin zwar christlich-protestantisch getauft und erzogen, aber nicht fromm und durchaus offen, was mögliche Partner angeht. Selbst, wenn man Religion persönlich für Mumpitz hält, muss man sich aber den Tatsachen stellen und damit rechnen, dass es auf allen Seiten orthodoxe Spielverderber gibt, die einem bei der Planung eines Privatlebens jenseits der Konfessionsgrenzen in die Suppe spucken können.
 
M

Mooseba

Gast
  • #73
Mod-Kommentar: Bitte wieder zurück zur eigentlichen Frage !
Ganz einfach: Finger weg von Menschen, denen Religion noch wichtig ist. Ich lebe in der Gegenwart für die Zukunft und nicht in einer dunklen Vergangenheit. Das lässt sich auf Moralisten aller Art erweitern (Ökologisten, verbissene Veganer, Sozialträumer etc.). Und zum Hinweis: Moralismus ist nicht gleich Moral. Gottseidank, ach nee, glücklicherweise.
 
  • #74
Das stellt doch niemand infrage.
die Wissenschaft hat außer technische Errungenschaften, die wie erwähnt zu Lasten der Umwelt gehen nicht viel beisteuern können.
Ein wenig nachdenken könnte auch nicht schaden, liebe Herakles (vielleicht macht es ja auch ein wenig Freude, zu sehen, wie man polarisieren und provozieren kann).
Nur, weil sie einen inzwischen gelöschten Satz von mit aufgegriffen aber leider nicht verstanden haben, noch einmal kurz zur Erklärung: Die Wissenschaft ist nicht böse, genauso, wie Glaube und der ev. irgendwo verweilende Schöpfer. Die Wissenschaft bringt die Menschheit weiter und was der Mensch aus der Wissenschaft macht, ist eine andere Sache, genau, wie es mit dem Glauben auch der Mensch ist.

Das ist aber hier nicht das Thema ... irgendwo weiter vorn stand: Ist die Religion noch wichtig bei der Partnersuche?

Dazu mein Statement: Die Religion ist bei der Partnersuche eher nebensächlich, sofern keine Extreme im Spiel sind.

Moderation: Wenn jetzt alle bitte mal wieder zur Fragestellung zurückfinden, sonst müssen wir das Thema leider schließen. Danke für ihr Verständnis.
 
  • #75
Also ich finde die Religion bzw. Nicht-Religion bei der Partnersuche schon sehr wichtig. Hier treffen eventuell oft zwei Welten aufeinander. Ich z.B. könnte mich mit einem sehr religiösen Menschen nicht anfreunden. Auf der anderen Seite trifft dies oft auch auf andere Bereiche bei der Partnersuche zu. Als Nichtraucher möchte ich ja auch keine Raucherin und als sportlich aktiver Mensch, auch kein Couchpotato.:)
Auf jeden Fall gibt es im diesen Thread schon die eine oder andere, die ich lieber nicht daten möchte und eventuell beruht dies ja auf Gegenseitigkeit.
 
  • #76
Wieder mal so eine Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt. Der eine findet (gleiche) Religion wichtig, der andere verschiedene Religionen spannend oder aber generell unwichtig.

Für mich ist die Haltung zu Religion wichtig. Eine wirklich religiös engagierte Partnerin gleich welcher Religion passt nicht zu mir. Frauen aus bestimmten Religionen (islamisch, jüdisch) würde ich auch ausschließen.
Alle passiv christlich oder asiatisch religiösen oder auch ausgetretene sind für mich ok.
 
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