• #31
Wie kann es sein, daß eine Frau, die ihn wohl geheiratet hat mit dem Wunsch eine Familie gründen zu wollen, auf einmal die Scheidung einreicht?
Ach bitte jetzt hör doch auf! Wie viele Gründe hättest du gerne? Es gibt so viele Gründe wie es Menschen gibt.
Sie hat ihn verlassen weil: Sie sehr jung waren und sie es sich anders vorstellte, sie jemanden anderes Kennen gelernt hat, sie ihn vorschnell geheiratet hat und erst jetzt seine Macken zum vorschein gekommen sind, sie die Geschichte selbst nicht ernst genommen hat, sie, sie , sie oder er, er, er. Such dir was aus. Meine Güte nur weil er 30 ist? Auch junge Menschen machen erst mal ihre Fehler. Ja Vielleicht hat er auch gelogen und betrogen. Aber das wissen wir alle hier nicht. Noch nicht mal die FS. Bevor hier Meinungen verbreitet werden aufgrund von Indizien sollte die FS ihren Schwarm erst mal fragen. Was ist denn dabei wenn sie ihn fragt, warum er schon so früh geschieden wurde. Eben weil es sehr Zeitig ist und die Frage nicht vorwurfsvoll sonder interessiert gestellt werden kann. Meine Güte für einige hier ist ja immer ein Sturm im Wasserglas vorhanden.
m46
 
  • #31
An einer gescheiterten Beziehung haben immer beide einen Anteil. Daher ist es völlig unerheblich, von wem die Trennung ausging. Letztlich sagt die Trennung doch nur aus, dass es nicht mehr gepasst hat und dann einer von beiden die Konsequenzen gezogen hat. Man kann dann anschließend hin und her diskutieren, wer von beiden denn nun weniger Schuld oder der bessere Mensch ist, aber ich glaube nicht, dass das wirklich weiterführt. Man hört ja in aller Regel auch immer nur eine Version der Geschichte...
Und wenn der Partner sich aggressiv gegenüber der Partnerin benimmt und handgreiflich wird. Sind dann immer noch beide Schuld?

Und liebe Saskia91 ich würde dir dringend raten noch mal nach dem Grund zu fragen... Es kann auch gut möglich sein das es keinen wilden Grund gibt.

W25 und bereits geschieden
 
  • #32
Setze dort unbedingt an - bis Du eine genaue Antwort bekommst. Dort liegt die Lösung des Rätsels.

Keine Frau um 30 verläßt einfach so einen guten Mann. Absolut keine.
Genau das wollte ich ihr auch raten! Keine Frau verlässt einfach so einen Mann, wenn er gut ist!

Aber ich glaube er wird ihr niemals die Wahrheit sagen, weil jeder getrennte oder geschiedene Mann, wenn er selbst verlassen wurde niemals die Gründe nennen will, weil er befürchtet von den Frauen, keine Chance auf eine neue Beziehung zu bekommen.

Es kann auch so viele Gründe geben weshalb sie ihn verlassen hatte:
1) vielleicht hatte er Geldschulden und konnte nicht mit Geld umgehen,
2) Unehrlichkeit und Lügen in der Beziehung,
3) Alkoholismus oder andere Suchtabhängigkeiten, psychische Krankheiten
4) respektloses, dominantes und gewalttätiges Verhalten (auch verbal),
5) sie wollte Kinder aber er wollte keine,
6) sexueller Fetischismus, womit seine Frau nicht umgehen konnte/wollte,
7) sexueller Betrug u.a.

Das sind einige Gründe, die mir eingefallen sind, weshalb eine Frau einen Mann verlässt und es gibt sicherlich noch andere. Einer von diesen oder mehrere Gründe können zu treffen. Welcher Mann würde einen dieser Gründe zugeben, wenn er zutrifft? Keiner, er wird versuchen, um den heissen Brei zu reden oder die Tatsachen so verdrehen, dass die Exfrau als die Böse da steht.

Ein Mann, der sich als Scheidungsopfer darstellt, möchte bemitleidet und genommen werden als Partner.

@Saskia91 es ist sehr wichtig die Gründe herauszufinden, weshalb eine Frau ihren Ehemann verlässt und die Scheidung einreicht. All die von mir genannten Gründe, wird er dir ganz bestimmt nicht freiwillig erzählen, denn er bekäme er keine Chance. Besser wäre es, wenn du die Gründe erfahren könntest von seiner Exfrau gute andere Menschen die ihn ganz gut kannten und seine Frau auch.

Sei bitte vorsichtig und versuche tatsächlich herauszufinden, weshalb sie ihn verliess. Einen guten Mann will jede Frau behalten und hält alle andere Konkurrentinnen auf Abstand. Eine verstorbene Nachbarin sagte mir: "jede Frau achtet und passt auf einen guten Ehemann auf, so wie sie auch ihr eigenes Augapfel hütet."
 
  • #33
Bevor hier Meinungen verbreitet werden aufgrund von Indizien sollte die FS ihren Schwarm erst mal fragen. Was ist denn dabei wenn sie ihn fragt, warum er schon so früh geschieden wurde. Eben weil es sehr Zeitig ist und die Frage nicht vorwurfsvoll sonder interessiert gestellt werden kann. Meine Güte für einige hier ist ja immer ein Sturm im Wasserglas vorhanden.
m46
Ihn direkt zu fragen wird glaube ich absolut gar nichts nutzen. Vor allem dann nicht, wenn er selbst etwas verbockt hat und das weiss sie eben nicht. In so einem Fall ist es naiv zu glauben man bekäme ehrliche Antworten.

Darum @Saskia91 frage ihn nicht direkt, sondern versuche irgendwie indirekt heraus zu finden ohne dass er das bemerkt, denn ein Mann der berechtigterweise verlassen wurde, wird niemals der anderen Frau die Gründe nennen, weil er weiss, dass seine Chancen praktisch Null sind, eine neue Freundin ab zu kriegen. Das kannst du tatsächlich nur durch andere Menschen am besten erfahren oder von seiner Ex-Ehefrau.

Ich hatte auch einmal einen Mann gefragt, weshalb auch seine zweite Ehe gescheitert ist? Er meinte seine Exfrau hätte einen anderen Mann kennen gelernt und sich deswegen von ihm getrennt. Das stimmte schon, das war die Wahrheit, aber das war nur die halbe Wahrheit.

In Wirklichkeit hatte er seine Frau vorher mehrmals betrogen! Das hatte ich viele Monate später herausgefunden! Und zwar durch einen anderen Mann und nicht von ihm selbst.

Oder würdest du einem neuen Mann freimütig erzählen, wenn du in einer vorherigen Beziehung mehrmals fremdgegangen bist oder Drogen nimmst oder Geldschulden hast? Das würdest du sehr wahrscheinlich immer zu verheimlichen versuchen und warum sollte ein Mann, wenn es einer der vorher genannten Gründe ist, es freiwillig den neuen Kandidatin beichten? Damit würde er sich selbst ins Bein schiessen, wenn es darum geht eine neue Beziehung aufzubauen.
 
  • #35
Ein Mann, der sich als Scheidungsopfer darstellt, möchte bemitleidet und genommen werden als Partner.

Ich lese nicht, dass er sich als "Opfer" darstellt.

Nach dem, wie manche Frauen hier das sehen, dürfte dann ja die Hälfte der Geschiedenen nie wieder einen Partner bekommen. Ich finde das als (Vor-)Urteil reichlich zu hart, schließlich laufen auch jede Menge Frauen herum, die ein Mann nicht hätte gehen lassen, erst Recht nicht mit Kindern, wenn sie "gut" wären. Wie sehen das denn die ganzen Alleinerziehenden, deren Männer mit einer anderen Frau "durchgebrannt" sind? Sollte ich da besser Abstand halten? Wenn ein Mann Frau und Kind verlässt, müssen die ja wirklich fürchterlich sein...
 
  • #36
Liebe Saskia. Wenn das Leben nur so einfach wäre. Eine plakative Schablone: Geschieden. Nein Danke.

Leider ist es nicht so einfach. Dazu müsste man sehr viel wissen und genau das ist das Problem. Was im einzelnen wirklich ganz genau passiert ist, werden wir vielleicht nie erfahren. Schliesslich hast Du nicht die Möglichkeit mit der Ex zu sprechen.

Männer, die noch nie eine Beziehung hatten, die können ebenfalls "gefährlich " sein im Sinne von beziehungsunfähig.

Aber der Spur nach gebe ich Dir Recht: man sollte sich immer die Beziehungsvergangenheit eines Menschen ansehen. Hat der alle zwei Jahre eine neue Beziehung und nie was wirklich handfestes? Dazu braucht es aber viel Fingerspitzengefühl und Lebenserfahrung. Zwischen den Zeilen lesen und spüren. Schliesslich können wir die neuen Kandidaten nichts ins Kreuzverhör nehmen.

Ganz ehrlich: ich interessiere mich auch brennend für die Beziehungen , die mein Partner vor mir hatte. Aber ich frage ihn kaum was drüber. Aber wenn er doch mal etwas erzählt, dann spitze ich die Ohren und höre genau hin. Und dann noch was: ich bin auch froh, dass er mich nicht über meine Vergangenheit ausfragt. Manches ist mir heute noch peinlich. Denn auch ich habe meine Vergangenheit und auch ich habe dazu gelernt. Und jetzt durfte ich bei Null anfangen.
 
  • #37
Nicht alle Frauen haben dieselben Anforderungen und somit kann ein Mann für die eine Frau ganz schrecklich sein, für die andere Frau ist es der Traummann.
Dem möchte ich noch hinzufügen: die eine Frau kommt mit fast jedem Mann gut aus, die andere findet an jedem Mann etwas auszusetzen. Vielleicht ist der Mann, der in der Ehe den ruhenden Pol gibt und das Gemäkel an sich abtropfen läßt, ein „guter”, vielleicht ist das aber auch grundverkehrt, und er hätte die Frau zurechtweisen bzw. – Erwachsene sollten einander nicht erziehen – verlassen sollen, bevor sie schließlich ihn verläßt, um mit dem nächsten und übernächsten dasselbe Debakel zu erleben (weil es ja an ihr selber lag), wer kann das schon sagen? Es gibt zu viele mögliche Konstellationen, als daß man hier eine Empfehlung aussprechen könnte.
 
  • #38
Sei bitte vorsichtig und versuche tatsächlich herauszufinden, weshalb sie ihn verliess. Einen guten Mann will jede Frau behalten und hält alle andere Konkurrentinnen auf Abstand. Eine verstorbene Nachbarin sagte mir: "jede Frau achtet und passt auf einen guten Ehemann auf, so wie sie auch ihr eigenes Augapfel hütet."

Ich bin gerade etwas fassungslos ...
Was sind das denn für ein antiquiertes Frauenbild? Die Frau muss einen guten Mann hüten wie einen Schatz? Erfreulicherweise sind die Frauen heutzutage nicht mehr so abhängig von einem Mann und können es sich daher erlauben, einen Mann auch dann zu verlassen, wenn sie ihn einfach nicht mehr (genug) lieben, um sich eine lebenslange Beziehung vorzustellen, oder weil die Passung bei Lebensstil, Hobbys etc. nicht ausreicht oder weil sie sich einen Hund wünscht und er nicht etc.

(Herrje, ich bin so dermaßen dankbar, dass ich in Deutschland und in der heutigen Zeit lebe. In früheren Zeiten mit der alten Rollenverteilung hätte ich kaum existieren können ...)
 
  • #39
Aus seinem Status lässt sich nur ableiten, dass er
1) (relativ früh) geheiratet hat und
2) die Beziehung scheiterte.

Die Heirat zeigt, dass er kein Beziehungsvermeider ist. Er "traut" sich was, hat an die Liebe geglaubt, zeigte sich verbindlich. Okay, es hat nicht ewig gehalten. Es wäre tatsächlich wichtig, herauszufinden, woran die Beziehung scheiterte und ob er seinen Anteil daran reflektiert hat. Aber wo ist der "Nachteil" oder Unterschied zu einem Mann, der eine ähnliche Beziehung führte nur ohne Trauschein? Oder zu einem Mann, der zehn Jahre lang nur unverbindliche Affären hatte? Oder einem, der mit 30 noch gar keine Beziehung oder Kontakte zu Frauen hatte?

Meine Erfahrung mit Geschiedenen ist positiv, zumindest im Vergleich zu Männern, die sich nie zu einer Frau, Kindern etc. bekannt haben. Meinen Mann hatte ich auch mit 26 Jahren kennengelernt. Da war schon drei Jahre geschieden und hatte einen siebenjährigen Sohn aus dieser Ehe. Er hatte einfach nur seine Jugendliebe geheiratet, als sie schwanger wurde. Er war ein ganz toller, liebenswerter, kluger und attraktiver Mann, meine große Liebe, an die lange davor und danach niemand herankam. Auch wenn die Beziehung nur gut zehn Jahre hielt, weil wir beide Fehler gemacht haben.
 
  • #40
Ich bin gerade etwas fassungslos ...
Was sind das denn für ein antiquiertes Frauenbild? Die Frau muss einen guten Mann hüten wie einen Schatz? Erfreulicherweise sind die Frauen heutzutage nicht mehr so abhängig von einem Mann und können es sich daher erlauben, einen Mann auch dann zu verlassen, wenn sie ihn einfach nicht mehr (genug) lieben, um sich eine lebenslange Beziehung vorzustellen, oder weil die Passung bei Lebensstil, Hobbys etc. nicht ausreicht oder weil sie sich einen Hund wünscht und er nicht etc.

(Herrje, ich bin so dermaßen dankbar, dass ich in Deutschland und in der heutigen Zeit lebe. In früheren Zeiten mit der alten Rollenverteilung hätte ich kaum existieren können ...)
meine Nachbarin meinte damit, dass die Frau einen solchen Mann sehr zu schätzen weiss und glücklich ist sozusagen über einen Sechser im Lotto. Und dadurch, dass sie glücklich ist strahlt sie das aus und gestaltet die Beziehung für beide sehr schön und bewusst angenehm.

Kleine Aufmerksamkeiten erhalten die Freundschaft und genauso ist es auch in der Liebe. Hat Frau einen guten Partner oder ein Mann hoffentlich eine gute Partnerin so ist es doch eine Freude auf seinen Partner zu achten ihm immer wieder kleine Geschenke zu machen mit dem schöne Freizeiterlebnise zu unternehmen.

Wenn der Mann oder die Frau aber keine gute Partner sind, so achtet man nicht mehr auf die und langsam stirbt auch die Liebe ab und es kommt zur Trennung oder Scheidung. Wenn man enttäuscht und verletzt ist und sich dadurch emotional immer weiter entfernt hat und der Partner einem plötzlich auch egal wird.

Und hier geht es nicht um wirtschaftliche Abhängigkeit der Frau von einem Mann, das ist wohl klar. Es geht um die Sozialkompetenz und die menschlichen Qualitäten, über die sich jede Frau freut, wenn ein Mann sie mitbringt.
Loyalität, Treue, Ehrlichkeit, Souveränität, Stabilität, Verlässlichkeit, um nur einige zu nennen.
Diese und noch andere Charaktereigenschaften sind aber Voraussetzung für eine harmonische und respektvolle Beziehung. Einen solchen Partner wünscht sich wohl jeder Frau und umgekehrt auch jeder Mann eine solche Partnerin.

Ich denke schon, dass @Saskia91 diese Aussage auch richtig verstanden hat, dass damit nicht die wirtschaftliche Potenz eines Mannes gemeint ist. Sondern seine Persönlichkeit und das Verhalten. Dass die Frau heute glücklicherweise von meinem Mann nicht mehr wirtschaftlich abhängig ist, ist inzwischen allen bekannt und genau da sind die Errungenschaften der Emanzipation dass eine Frau sich nicht von einem Mann alles gefallen lassen muss! Auch Gewalttaten, weil sie wirtschaftlich nicht überleben konnte.
 
  • #41
Und wenn der Partner sich aggressiv gegenüber der Partnerin benimmt und handgreiflich wird. Sind dann immer noch beide Schuld?

Nein. Körperliche Gewalt in einer Beziehung hat jedoch nichts mit der Heirat zu tun. Sondern damit, dass jemand sich auf eine ungesunde Beziehung eingelassen und die Zeichen nicht rechtzeitig erkannt hat. Egal ob mit oder ohne Trauschein.

Ich finde das pauschale Andichten von schlechten Eigenschaften an Menschen, die nichts weiter als geschieden sind, ufert langsam aus.
 
  • #42
Keine Frau verlässt einfach so einen Mann, wenn er gut ist!
Es gibt ja noch die Möglichkeit, dass die Frau doof ist oder sie sich zu früh zusammengefunden haben, eine offene Beziehung nicht wollten und die Frau nun einiges nachholt, bevor sie sieht, dass das Gras woanders auch nicht grüner ist. Manchmal denkt man auch, die große Liebe wäre da noch irgendwo, um irgendwann zu sehen, dass es das in der Form, wie gewünscht, gar nicht gibt.
Ich würde niemals sagen, dass Scheidungsgründe nicht wichtig sind für die nachfolgende Partnerin, denn sie kann sich damit ja auch beruhigen, wenn es einfach heißt "zu jung zusammengekommen und sich weiterentwickelt in verschiedene Richtungen". Aber die Aussage "keine Frau verlässt einen guten Mann" würde ja bedeuten, dass für jede Frau dieser Mann gleichgut wäre und dass Frauen niemals Fehler machen. Hier gibt es doch bestimmt auch "ich hab ihn verlassen und will ihn zurück"-Threads.
 
  • #43
Ich finde das pauschale Andichten von schlechten Eigenschaften an Menschen, die nichts weiter als geschieden sind, ufert langsam aus.

Glashaus ... Steine werfen.
Wer ist hier noch nicht geschieden, gerade von denen, die ü40 sind? Und wer hatte noch nie eine längere Beziehung, die dann in einer Trennung endete? Möchte jemand ernsthaft behaupten, keinerlei Anteil an der Trennung gehabt zu haben, auch wenn Partner oder Partnerin sie ausgelöst haben?
Dass man hinschaut, wie die Beziehungsvergangenheit einer Partnerin ist, ok. Aber ein pauschales "einmal geschieden, für eine Partnerschaft nicht mehr zu gebrauchen" finde ich schon sehr vermessen.
Vielleicht möchten die betreffenden Damen noch ein "das ist natürlich nur bei Männern so" hinterherschieben?
 
  • #44
Ok, nun,
weiß ich ja schon länger - auf jeden Fall gemäß manchem, immer wieder kehrendem Tenor.

Ich bin eine "schlechte" Partnerin, usw. Denn klar, 2mal (!) geschieden. Pfui.

Ja, ich habe mich 2mal getraut, ja zu einem Mann zu sagen, wollte Verbindlichkeit, ein Versprechen geben.

Woran ist es gescheitert?
Kein Betrügen, keine gravierenden Dinge.
An der falschen Wahl des Partners? Vielleicht. Nur, hinterher ist man / frau immer schlauer.
Vielleicht ganz banal, wir haben uns im Alltag verloren, sind ein Stück zusammen gegangen, mit Hoffnungen, Träumen, etc.
Und ganz leise, unmerklich, wurde die Distanz größer, die Kommunikation reduzierter, jeder entwickelte sich, in unterschiedliche Richtungen.
Immer mehr Enttäuschungen, mehr Missverständnisse, bis irgendwann nur eine WG übrig blieb.
Versuche, dies zu korrigieren, scheiterten, die Distanz war längst zu groß.
Also, genauso konsequent, wie das Ja zu einer Beziehung dann auch das Nein, das Beenden. Ohne Warmwechseln, Affären, sonstiges nebenher.
Ganz friedliche Trennungen.

Heute bin ich älter, habe viel über mich gelernt, etliche alte Muster verändert.
Ich weiß, dass es damals zu spät war, Korrekturen sind meist zu spät.
Es geht in Beziehungen ums Pflegen, Bewahren, Kommunikation, Miteinander.

Ich bin dankbar für jeden Menschen, der mit mir ein Stück Weg gegangen ist, sie haben mich mit zu dem Menschen gemacht, der ich bin.
Ich habe meine Kinder, dafür bin ich dankbar. Und ich habe durchaus gute Erinnerungen, fühle mich nicht beziehungsgeschädigt.

Diese Debatte, gut / schlecht - vielleicht hat eine Gute den Schlechten verlassen, die Schlechte den Guten, 2 Gute, 2 Schlechte? Oder es haben sich einfach nur 2 Menschen getrennt, bei denen es unwiderruflich nicht mehr passte?

Wer meint, ich sei deswegen 2. Wahl, der soll das tun. Das ist dann sein Thema.
Ich klassifiziere nicht, weder mich noch andere.
Mir geht es um die Persönlichkeit, um den Charakter, um den Menschen.

Für meinem jetzigen Freund ist es irrelevant, er war dafür sehr lange verheiratet. Und was sagt das aus?
Besonders beziehungsfähig, besonders leidensfähig?

Ich nehme Partnerschaft ernst, er auch. Wir haben diesbezüglich die gleichen Werte. Das zählt.
 
  • #45
Ich bin eine "schlechte" Partnerin, usw. Denn klar, 2mal (!) geschieden. Pfui.
Und ich bin sowas von eine schlechte Partnerin, denn ich war noch nicht mal verheiratet und habe trotzdem ein Kind. Ganz großes Pfui.

Ich war zwischen meinem 20. und meinem 25. Lebensjahr mit einem Mann zusammen, von dem ich mich dann getrennt habe.
Stimmt also folglich mit diesem Mann etwas nicht, gehört er nicht zu den Guten ?
Nun, er hat mich nicht geschlagen, betrogen, belogen, beklaut.
War immer loyal, außerordentlich lieb, obwohl er modelmäßig schön war und alle Frauen sich den Kopf nach ihm verrenkten.
Er hatte einen guten Beruf ( Handwerksmeister ).
Er war reinlich, gepflegt und zärtlich.
Er wollte heiraten und Kinder.
Kein Guter ? Nun, wenn das kein Guter ist weiß ich auch nicht...

Meine Liebe ging trotzdem den Bach runter.
Weil er klammerte, weil er jeden zweiten Tag Sex wollte ( huch, wie schlimm ! ) und weil er dann mit zunehmender Verzweiflung jammerte, bettelte und noch mehr klammerte.
DAS allein war alles, nur das, keine weiteren Katastrophen.

Er lernte ein Jahre später eine andere Frau kennen und sie heirateten etwa ein weiteres Jahr später.
Ich lernte die Frau auch flüchtig kennen.
Auch sie nett, attraktiv, berufstätig, alles tiptop.
Ob sie ihn jemals gefragt hat, warum ich ihn verlassen hatte ?
Ob er sagte, 'weil ich jeden zweiten Tag Sex wollte und außerdem viel mehr schmusen als sie und deswegen zum Jammerlappen wurde'.
Ich tippe, dass er diese Frau mit seiner schmusigen Art sehr glücklich gemacht hat und wer weiß, vielleicht fand sie häufigen Sex total gut. Jedenfalls sind sie immer noch verheiratet.

Mit uns hat es einfach nicht gepaßt, das ist alles.

Mir wäre es schnuppe, wenn mein neuer Freund geschieden wäre.
Auch wenn er mehrere Beziehungen gehabt hätte.
Vielleicht auch, wenn er noch nie eine richtige Beziehung gehabt hätte.
Ich will nur keinen Mann mit ( kleinen ) Kindern, keinen Witwer und keinen, der noch nicht geschieden ist ( außer, er ist schon vor fünf Jahren ausgezogen und hat praktisch keinen Kontakt mehr zur Frau ).

w 49
 
  • #46
Hallo zusammen,

nochmals vielen Dank. Ich habe ja schon mitbekommen, dass hier für alle scheinbar der Grund der Scheidung der Knackpunkt ist und ich bin natürlich auch neugierig. Jedenfalls haben wir uns heute wieder gesehen und ich war so neugierig, dass ich ihn gefragt habe.
Er hat sehr offen reagiert und meinte, dass er schon darauf gewartet hat, wann ich frage. So richtig antworten wollte er mir aber nicht. Er sagte, sie hätte jetzt einen anderen aber er wäre kein Opfer sondern es war seine Schuld. Warum genau, das wollte er aber nicht sagen. Er beließ es dabei zu sagen, dass er aus seinen Fehlern gelernt hat.

So richtig vertrauenserweckend klingt das jetzt irgendwie auch nicht und das habe ich auch gesagt. Er meinte es wäre nur zwischen seiner Ex und ihm und ich solle entscheiden wer er ist und nicht was früher mal war.

Irgendwie bin ich jetzt verwirrter als vorher.
 
  • #47
Liebe FS,
ich glaube nicht, dass in jungen Jahren geschieden zu sein ein Indiz für einen schlechten Partner ist.
Für mich ist es erstmal ein Indiz für einen Menschen, der sich getraut hat, sich festzulegen, was ich als einen positiven Zug sehe. Ebenso ist es ein Mensch, der sich entscheidet, nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag eine schlechte Ehe weiterzuführen, finde ich auch gut. Wenn die Ehe sauber beendet ist, die Ex nicht in der neuen Beziehung rumwurschtelt, dann ist es m.E. ok für einen Neustart mit ihm.
Ich sehe eine Scheidung in jungen Jahren nach kurzer Ehe genauso wie eine Trennung aus unverheirateter Beziehung - hat irgendwann einfach zusammen nicht funktioniert, meist aus mehreren Gründen.

Zu den Trennungsgründen: auch diese finde ich weitgehend irrrelevant und ich würde sie bei ihm nicht weiter ergründen, denn das zeigt nur Misstrauen und schafft erste Dissonanzen:
- wenn er Mist gebaut hat, wie schlechter Umgang mit gemeinsamen Finanzen, Fremdgehen, Unzuverlässigkeit, faule Socke im Haushalt, eheliche Gewalt etc, er wird Dir nicht die Wahrheit sagen. Du musst wie bei jeder anderen neuen Beziehung hingucken, ob es zwischen Euch gut läuft
- wenn es mit ihm und seiner Ehefrau nicht mehr funktionierte weil sie sich auseinandergelebt/sehr unterschiedlich entwickelt haben, kann es mit einer anderen Frau (Dir) sehr wohl gut klappen, weil ihr besser miteinander harmoniert und mit 30 ausgereiftere Persönlichkeiten seid.
- Er kann ja auch aus der Scheidung für die nächste Beziehung viel gelernt haben. Eine Scheidung ist eine deutlich andere Dimension als eine Trennung aus unverheirateter Beziehung. Damit muss man sich anderes befassen und geht daher auch anderes in die nächste Beziehung. Das kann positiv aber auch negativ sein.
- unterschiedliche Menschen interagieren unterschiedlich miteinander. Deswegen klappt es in der einen Konstellation gut und in der anderen garnicht, sagt auch nicht viel über den Geschiedenen aus, wenn es nicht die xte Scheidung ist.
 
  • #48
...für alle scheinbar der Grund der Scheidung der Knackpunkt ...

Nur scheinbar. Und nicht für alle. Selektiv gelesen?

Er meinte es wäre nur zwischen seiner Ex und ihm und ich solle entscheiden wer er ist und nicht was früher mal war.

Irgendwie hat er da Recht und ich finde die Frage zu frühem Zeitpunkt sehr indiskret.
Du hast ernsthaft erwartet, dass er Dir "nach kurzem" die Gründe für seine Scheidung detailliert erläutert? Natürlich, ohne irgendwie schlecht über seine Frau zu sprechen?

Würdest Du jemandem, den Du gerade kennengelernt hast, die Details Deiner letzten Trennung erläutern? Ich nicht. Ich mag es überhaupt nicht, wenn bei frühen Dates die vergangenen Beziehungen zerpflückt werden und damit automatisch auch über die Expartner hergezogen wird (wer alle Schuld auf sich nimmt, steht doch auch nicht wirklich gut da, wie Du ja selbst schreibst).

Sind die Gründe nicht immer auch subjektiv? Letztlich musst Du Dir doch wirklich einen Eindruck machen und für Dich entscheiden, ob er zu Dir passt.
Ich vermute, Du marschierst mit ihm in eine Sackgasse. Eigentlich kannst Du Dir ein weiteres Date fast schon sparen, denn jetzt wird der Verdacht, dass es da etwas gibt, dass er Dir verheimlichen möchte, sich immer weiter in Dein Bauchgefühl bohren. Und er wird es berechtigt als aufdringlich empfinden, wenn Du weiter fragst. Mehr Gelassenheit hätte aus meiner Sicht weitergeholfen, irgendwann kommt die Sprache in einer beginnenden Beziehung automatisch darauf. Das Forum war ein schlechter Ratgeber.
 
  • #49
Bei diesem Mann von dem hier die Rede ist und er mit 30 Jahren schon geschieden ist, ist es offensichtlich, dass die beiden zu früh geheiratet hatten vielleicht ohne sich richtig gut zu kennen.
Wäre sie die schlechte Partnerin, so hätte er sich doch selbst von ihr getrennt - logischerweise.

Möglicherweise hat sie eine falsche Wahl getroffen, als sie diesen Mann heiratet denn und sie hatte ihn verlassen. Ich denke viele Ehen wären ja gar nicht geschieden, wenn man vorher genauer hingeschaut hätte und auch nicht geheiratet hätte. Das musste auch meine Schwester meinem Vater einmal eingestehen dass er recht hatte, als er sich skeptisch ihrem ersten Mann gegenüber äusserte und der Meinung war, er sei nicht gut als Mensch.. Er hatte nicht nur vor der Ehe Geldschulden sehr wahrscheinlich hat er sie auch während der Schwangerschaft betrogen und fing dann auch noch während der Ehe zu trinken Schon zu Beginn hatte mein Vater einen sehr schlechten Eindruck von ihm und hatte ansonsten auch sehr gute Menschenkenntnisse.

Insofern ja, man kann sagen dass manche Frauen (und auch manche Männer) die falsche Wahl getroffen haben, weil sie nicht rechtzeitig darauf geachtet haben wie der Mann/Frau wirklich ist. Diese schlechte Wahl der Eltern zahlen manchmal die Kinder sehr teuer, wenn welche vorhanden sind. Es ist klug und es ist eine grosse Kunst, die richtige Wahl zu treffen. Aber nicht zuerst quasi Schaden anzurichten, wenn Kinder da sind, um nachher klug zu handeln. Hinterher ist man immer schlauer!

Hat man die richtige Wahl getroffen, so lässt man sich auch nicht scheiden, hat man doch keinen Grund dazu - ausser es treten schwerwiegende Veränderungen auf, die für den Partner untragbar sind.

Manche Menschen werden nie reif und erfachsen, sind vielleicht auch gar nicht geeignet von ihrer Persönlichkeit her, eine Ehe zu führen und manche Menschen werden aber klug aus ihren Fehlern, manche aber auch nie im Leben.

Meine Schwester korrigierte den Fehler und liess sich scheiden aber aus dieser Ehe gibt es ein Kind.

Deshalb empfehle ich erneut der @Saskia91, den Mann genauer unter die Lupe zu nehmen und den Scheidungsgrund herauszufinden. Wenn sie nur eine kurze unverbindliche Affäre mit ihm wünscht dann ist das völlig irrelevant, aber nicht wenn sie sich - wie sie schon sagte - einmal eine Familie wünscht.

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #50
So richtig vertrauenserweckend klingt das jetzt irgendwie auch nicht und das habe ich auch gesagt.
Schraub' mal deine Ansprüche herunter. Ihr kennt euch erst kurze Zeit, da wird er dir kaum seine Lebensgeschichte bis ins kleinste Detail erzählen. Der weiß doch gar nicht, wie du charakterlich gestrickt bist. Ich drehe den Spiel jetzt mal um: Auch du musst dich erst einmal bei ihm bewähren. Hat er Vertrauen gefasst, wird er dir sehr wahrscheinlich mehr erzählen. Wenn nicht, ist das eben so, dann musst du es halt so hinnehmen. Jeder Mensch ist unterschiedlich, der Eine plappert wie ein Wasserfall (meistens Frauen, leider!!!), der Andere gibt kaum etwas von sich preis, ist trotzdem ein feiner Mensch.

Er beließ es dabei zu sagen, dass er aus seinen Fehlern gelernt hat.
Bedeutet lediglich, dass er seine Ehe und seine Fehler darin reflektiert hat. Ist doch positiv. Die wenigsten sind dazu in der Lage, die geben immer den Anderen für den eigens verzapften Müll die Schuld.

ich solle entscheiden wer er ist und nicht was früher mal war.
Genau so ist es. Das war vor deiner Zeit, sollte dich nicht beeinflussen im Gedanken an eine Partnerschaft mit ihm.

Arbeite an dir, werde erwachsen, handele entsprechend. So langsam beschleicht mich das Gefühl, du bist noch sehr unreif und dein Bekannter ist dir in jedem Punkt haushoch überlegen. Vielleicht passt es gerade deshalb zwischen euch nicht.
 
  • #51
Au wei !
Kann sein, dass du einen Fehler gemacht hast.
Wenn ich der Mann wäre, würde ich deine indiskrete Frage sehr aufdringlich und übergriffig finden.
Ich finde, der Mann hat erstaunlich souverän und geduldig reagiert, er hätte dich auch in deine Schranken weisen können.

Fragst du immer schon in der Frühphase der Beziehungsanbahnung nach seinen mannigfaltigen Fehlern ? Oder nur nach den Gründen der Trennung der letzten zwei bis drei Beziehungen ? Denn die hat ja jeder von uns, der älter ist als 22 oder so schon erlebt.
Und hast du ihm vor der Frage erzählt, warum deine zwei bis drei letzten Beziehungen gescheitert sind ?
Nee ? Das ist ja was anderes, weil du nicht verheiratet warst ? *grübel*

Ich fürchte, die Leichtigkeit ist jetzt raus.
Ihr startet mit einem Vorwurf, mit Mißtrauen.
Kann sein, dass der Mann da keine Lust drauf hat.

w 49
 
  • #52
Wäre sie die schlechte Partnerin, so hätte er sich doch selbst von ihr getrennt - logischerweise.

Ich finde die pauschale Unterteilung in "gut" und "schlecht" wenig hilfreich. Es können auch zwei Gute aufeinandertreffen oder zwei schlechte. Es kann sich auch die Schlechte vom Guten trennen. Oder die Gute bezieht jahrelang Prügel vom Schlechten und trennt sich doch nicht. Und selbst, wenn er in der Ehe der "Schlechte" war, muss er das in der nächsten Beziehung nicht automatisch auch sein.
 
  • #53
Er hat sehr offen reagiert und meinte, dass er schon darauf gewartet hat, wann ich frage. So richtig antworten wollte er mir aber nicht. Er sagte, sie hätte jetzt einen anderen aber er wäre kein Opfer sondern es war seine Schuld. Warum genau, das wollte er aber nicht sagen. Er beließ es dabei zu sagen, dass er aus seinen Fehlern gelernt hat.
Das sag ich doch die ganze Zeit! Ein Mann (oder Frau), der es richtig verbockt hat würde das niemals der nächsten Kandidatin erzählen, denn er bekäme keine Chancen für eine neue Beziehung. Du weisst also gar nicht, was vorgefallen ist und was der Grund für die Scheidung ist. Das wird er dir niemals erzählen, sondern dir immer ausweichen. Am besten wäre es, wenn du tatsächlich von anderen Menschen herauskriegst, weshalb es zur Scheidung kam.

Angenommen er wäre öfters fremdgegangen oder wäre gewalttätig geworden und hätte tatsächlich daraus gelernt und beschlossen es niemals in der nächsten Beziehung zu tun, so würde er dir das auch gestehen und auch erzählen gerade, weil er es gelernt hat/hätte. Dessen kannst du dir sicher sein! Ich glaube nicht, dass er etwas gelernt hat, es ist nur eine nichts sagende Floskel, um dich um den Finger zu wickeln.

Ich halte es da wie Gandhi: "die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt"

Auch Statistiken beweisen z.B. dass ein Mann (oder Frau) selten nur einmal fremdgeht, sondern in einer Beziehung immer wieder und auch in mehreren. Das gleiche gilt auch für gewalttätige Partner. Ein Mann der zugeschlagen hat wird es wieder tun. Es sind beide sehr häufig Wiederholungstäter.

Sei vorsichtig oder breche gleich den Kontakt ab, denn du fühlst dich offensichtlich nicht wohl und bist ganz verwirrt und durcheinander und kannst keinen klaren Gedanken fassen.
Bedeutet lediglich, dass er seine Ehe und seine Fehler darin reflektiert hat. Ist doch positiv. Die wenigsten sind dazu in der Lage, die geben immer den Anderen für den eigens verzapften Müll die Schuld.
...
Genau so ist es. Das war vor deiner Zeit, sollte dich nicht beeinflussen im Gedanken an eine Partnerschaft mit ihm.
Das bedeutet leider gar nichts, dass er die Fehler reflektiert hat. Oder wie konnte ein Date Partner schon beim ersten Mal in mir so viel Vertrauen haben, um mir zu erzählen dass seine beiden Ehefrauen in sexuell betrogen hatten? Weil er den Fehler gemacht hat sie komplett zu vernachlässigen und nur seinen Job im Kopf hatte auch nach der Arbeit . Er meinte freimütig er wohl ein drittes Mal nicht den gleichen Fehler machen. Menschen erzählen immer von den Fehlern des anderen Partners aber niemals von den eigenen. Wer reif ist und wirklich reflektiert hat hat auch keine Probleme davon zu erzählen, verzeiht sich auch selbst die Fehler und macht sie nächstes Mal nicht mehr, weil er von vornherein weiss, dass das ein Fehler ist.
 
  • #54
Ich finde daß Saskia toll reagiert hat mit dem Nachfragen - sie hat ihm gezeigt, daß sie kein dummes Mädel ist, das alles glaubt, was er ihr vordichtet.

Für mich wäre der Mann spätestens nach diesem nebulösen Gespräch aus dem Rennen.

Ich finde er hat sie abgewimmelt - zuerst noch freundlich und dann mit Ausreden und vagen Aussagen.

Ich wäre jetzt erst recht mißtrauisch.
 
  • #55
Er beließ es dabei zu sagen, dass er aus seinen Fehlern gelernt hat.
Ich finde die Antwort erstmal okay, weil sie erwachsen ist. Ja, kann sein, dass es eine Täuschung für Dich sein soll. Wirkt auf mich nicht so, aber kann sein. Aber vielleicht ist es wirklich Reife, denn er kennt Dich kaum, muss damit rechnen, dass Du vielleicht keine Reife besitzt und ihn aburteilst, während Du die wahren Hintergründe nicht verstehst (er vielleicht selber noch nicht mal in der Gänze). Und er müsste Dir die ganze Beziehung erklären, vielleicht sagen, dass er andere Bedürfnisse hatte, die Du, eine ihm erst kürzliche bekannte Person, dann beurteilst, aber selber nicht Dein ganzes Seelenleben vor ihm ausbreitest, dass er sich das beurteilen kann.
Er meinte es wäre nur zwischen seiner Ex und ihm und ich solle entscheiden wer er ist und nicht was früher mal war.
Dagegen kannst Du nichts als Argument vorbringen außer "ich will aber testen, ob du gut bist". Das ist allerdings blöd, weil es von Überlegenheitsgefühlen Deinerseits und Misstrauen spricht.
Entweder Du bist verliebt oder nicht.

Mein Ex wollte nie über seine Beziehung reden und ich war auch misstrauisch. Es war aber nicht, um mir was zu verheimlichen, sondern, weil er das hinter sich lassen wollte. Er wollte auch von meinem Vorleben nichts wissen.

Dein Misstrauen jetzt ist zwar verständlich, wirkt aber auch kontrolle-ergreifend, ängstlich und "lehrerhaft". Mir ist klar, dass Du Dich schützen willst, aber das schaffst Du nicht in dieser Weise. Entweder, Du lässt Dich drauf ein oder Du beendest es. Ich glaube nicht, dass Dich der Grund und eine Erklärung von ihm, was die Beziehung angeht, weiterbringt, weil Du anschließend nur drauf achten wirst, ob es bei Dir genauso wird mit ihm, Du vielleicht Vorurteile hast, er zuviel von sich preisgeben müsste an eine Fast-Unbekannte und seine Besserung gar nicht zu sehen sein wird für Dich. Zum einen, weil Du nur auf das Negative achten wirst und dabei davon ausgehst, dass Du es richtig einschätzen kannst, zum anderen, weil ihr euch noch nicht so gut kennt und nicht so vertraut seid, dass er es "beweisen" könnte, dass er anders geworden ist.

Seine Antwort ist wesentlich reifer, als dass er sich von Dir in die Rechtfertigungsecke hätte drängen lassen, die bedeutet hätte, dass er vor einer kurz gekannten Person vielleicht auch Dinge von der Ex ausbreiten müsste, die keine andere Person was angehen. Das alles könnte er Dir erzählen, wenn ihr zusammen seid und er sich sicher ist, dass Du nichts rumtraschst und von ihm nicht so einen Eindruck hast, wie es sich auf bloßes Sagen hin vielleicht anhört.
 
  • #56
Ich finde daß Saskia toll reagiert hat mit dem Nachfragen - sie hat ihm gezeigt, daß sie kein dummes Mädel ist, das alles glaubt, was er ihr vordichtet.
Ja möglich, dass er täuschen wollte, aber Dichtung war das überhaupt nicht, weil er ja gar nichts ausgeplaudert hat. Für mich ist plausibler, dass er bei einem gewollten Täuschungswunsch denken könnte, wenn er eine geschmeidige Erklärung liefert, die der Ex alle Schuld zuschiebt und ihn wie den großen tollen Beziehungsmann dastehen lässt, er wesentlich schneller die FS rumkriegte. Zumal er damit gerechnet zu haben scheint, dass sie fragen wird. Leute, die täuschen wollen, sind doch in der Regel geschickter mit der Darstellung ihrer eigenen Unschuld an der Misere, und Menschen ohne Erfahrung glauben genau das dann und vertrauen.

Wirkt es auf Dich wirklich integer, wenn er seine ganze Beziehung und die Eigenschaften der Ex ausgebreitet hätte vor einer Frau, die er kaum kennt, nur damit er bei ihr den Test besteht, als Beziehungskandidat in Betracht zu kommen? Ich denke, damit hätte er sich erst recht rausgebracht wegen Indiskretion und Ausbreitung seines Innenlebens vor einer Person, die er kaum kennt, nur um sich zu rechtfertigen.

Ja, es kann sein, dass er nichts draus gelernt hat und nur vernebeln will. Kann aber auch nicht sein. Ich finde es reifer, so eine Antwort zu geben, als sich ins Verhör nehmen zu lassen von quasi Unbekannten.
 
  • #57
Mein Gott, langsam wird es peinlich hier. Was dem Bekannten der FS alles angedichtet wird nur weil er geschieden ist. Unglaublich! Und dann noch von Menschen, die ihn persönlich überhaupt nicht kennen, sondern lediglich aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen jetzt alle geschiedenen Männer in einen Sack packen.

Nicht zu vergessen: Wir sind hier alle auf die Aussagen der FS angewiesen um einen Kommentar abzugeben. Möglich, dass sie nicht alles erzählt, Wichtiges unter den Tisch kehrt oder alles so dreht wie sie es gerade gebrauchen kann.

Mir jedenfalls ist der Bekannte der FS sympathisch. Eben weil er geschieden ist, aus welchen Gründen auch immer. Solange er seine Frau nicht umgebracht hat beweist er doch, dass er ein konsequent handelnder Mensch ist.

Auch dass er bei seinen Erzählungen der FS kein Kotelett ans Ohr labert finde ich gut. Wenn er irgendwann will wird er schon Details auf den Tisch packen. Oder auch nicht, weil die FS aufgrund ihres wenig erwachsenen und hyperneugierigen Verhaltens als Partnerschafts-Kandidatin bereits durchgefallen ist.

Ich finde er hat eine reelle Chance verdient. Die FS soll ihn näher kennenlernen und dann weiter sehen.

P.S.: Ich würde mir wünschen, der "Geschiedene", Gottchen! könnte hier mitlesen und allen negativ eingestellten Foristen verbal den Marsch blasen!
 
  • #58
Ja möglich, dass er täuschen wollte, aber Dichtung war das überhaupt nicht, weil er ja gar nichts ausgeplaudert hat. Für mich ist plausibler, dass er bei einem gewollten Täuschungswunsch denken könnte, wenn er eine geschmeidige Erklärung liefert, die der Ex alle Schuld zuschiebt und ihn wie den großen tollen Beziehungsmann dastehen lässt, er wesentlich schneller die FS rumkriegte. Zumal er damit gerechnet zu haben scheint, dass sie fragen wird. Leute, die täuschen wollen, sind doch in der Regel geschickter mit der Darstellung ihrer eigenen Unschuld an der Misere, und Menschen ohne Erfahrung glauben genau das dann und vertrauen.
Stimmt gar nicht! Ein Mann der z.B. mehrmals in seiner Ehe fremdgegangen ist (oder gewalttätig wurde, eine Suchtkrankheit oder psychische Krankheit hat usw.), zittert innerlich und hofft, dass die neue Kandidatin keine Fragen stellt, zumindest so lange nicht, bis er sie sicher hat. Er will auch nicht bewusst täuschen, denn er weiss, wie heikel das ist. Solche Männer (oder auch Frauen) schweigen alles tot, solange es geht.

Und auch der neue Beziehungskandidat von @Saskia91 wird von sich aus überhaupt nicht über die vergangene Beziehung und Ehe sprechen und schon gar nicht schlechtes über die Ex sagen, wenn er weiss, dass er selbst der Übeltätet war.

Ein solcher Mann wird sich hüten, dass etwas aus seinem Verhalten ans Tageslicht kommt, weil er weiss, dass er sich sofort ins aus manövriert!

Möglich, dass seine Ex - weil zu jung und naiv - nicht genau hingeschaut hat, wen sie da heiratet. Oder sie war auch voller Hoffnung während der Ehe, alles würde gut. Ihre Jugend und Naivität kann man ihr als eigenen Fehler andichten. Sehr viele Frauen haben zu lange Zeit Hoffnung und Geduld mit ihren Partnern und Männern, bis sie realisieren dass sie damit nichts bewirkt haben und dass sich gar nichts ändert.

Und sagen nicht immer prügelnde Männer ihren Frauen, wie Leid es ihnen tut und sie entschuldigen sich auf den Knien, bitten ihre Frauen diesen Fehler zu verzeihen und versichern, dass das nie wieder vorkommt? Bis zum nächsten Mal.., so viel lernen sie aus ihren Fehlern! Und das gleiche Spiel beginnt von vorne!

Mir selbst sagte ein Mann:
"ihr Frauen lässt euch zu viel gefallen von den Männern und seid zu geduldig und solltet ihr ihr Verhalten nicht lange gefallen lassen und die Männer viel früher verlassen."
Habe selbst gestaunt, das aus dem Munde eines Mannes zu hören.

Naiv wer wirklich glaubt, alle Menschen können und wollen sich ändern!
 
  • #59
Hallo Saskia,
nun hast du mit ihm gesprochen, er kommt dir zumindest auf halbem Weg entgegen, sagt, dass er Schuld an der Trennung hatte....
Und schon wieder kommen von dir nur Zweifel.
Kann es vielleicht sein, dass du regelrecht nach einem Grund suchst, ihn in die Wüste zu schicken? Wenn du ihn (als Person) nicht willst, dann lass es doch einfach.
Alles und jedes am (neuen) Partner zu hinterfragen und zu analysieren kann niemals zu einer vertrauensvollen und harmonischen Beziehung führen. Und Garantien gibt es nunmal nicht. Entweder, du bist verknallt und gehst das "Risiko" ein oder du gehst wissenschaftlich an...ja, an was eigentlich?...die Sache ran und siehst an jeder Ecke Gespenster und malst dir alles in worst case Szenarien aus. Auf die Tour wirst du immer nur die misstrauische Beobachterin sein, nie aber die Geliebte, Gefährtin, Freundin....
Hinterfrage dich und deine Beziehungsfähigkeit,,,Beziehungsbereitschaft
Zwerg_Nase
 
  • #60
Ein Mann, der seine Scheidung refekltiert und verarbeitet hat, der wird dir darauf eine vernünftige Antwort geben.
Bei manchen Frauen hier denke ich wirklich, entweder können die nicht lesen oder sind blond.

Natürlich wird er eine vernünftige und für die FS ausreichende Antwort geben. Zu gegebener Zeit, aber erst dann wenn er auch will. Du kannst doch nicht allen Ernstes erwarten, dass nach kurzer Date-Zeit (das schreibt die FS doch ganz deutlich!) die ganze Lebensgeschichte auf den Tisch kommt!? Mein Gott, Frauen die das erwarten kann man doch nicht wirklich ernst nehmen, oder?

Ich selbst bin eine Frau, die immer erst "auspackt" wenn sie massiv Vertrauen gefasst hat. Deshalb kommen Einzelheiten aus meinem Leben evtl. nach langer Zeit, wenn nicht sogar Jahren, auf den Tisch. Und immer erst dann, wenn ICH dazu bereit bin. Da kann mein Gegenüber tausend Mal fragen, wenn ich selbst nicht will werde ich auch nichts erzählen. Entweder hat mein Partner Vertrauen zu mir ohne Antworten auf ganz spezielle Fragen oder nicht. Dann ist er halt nicht der Richtige, muss notfalls gehen.

Die FS muss verdammt aufpassen, dass sie sich mit ihrer indiskreten Art bei diesem Mann nicht selbst ins Aus schießt. Interesse am Bekannten soll sie ruhig zeigen, aber manche Fragen in Richtung ehemalige Beziehungen und Gründe für durchgeführte Trennungen sind am Anfang einer kurzen Bekanntschaft absolut tabu. Ein gewisses Risiko bei neuen Bekanntschaften bleibt immer. Erst im tagtäglichen Umfang miteinander lernt man den Menschen doch wirklich kennen.

Komisch, dass das so manche Floristin hier nicht rafft und den Bekannten der FS genau deshalb schlecht redet!!!
 
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