• #61
Ich kann gar nicht verstehen, warum man Leute überhaupt nach ihrer Beziehungsvergangenheit fragt.

Welchen Erkenntnisgewinn erhofft man sich davon?
Eine vergangene Beziehung war mit einem anderen Partner, zu einer anderen Zeit mit anderen Umständen. Auch der Mensch, um den es jetzt geht, war ein anderer - denn Menschen entwickeln sich immer weiter.
Das sind meiner Meinung nach viel zu viele Variable, um eine verlässliche Prognose für die Zukunft zu erstellen.

Es ist schön und gut aus Erfahrungen zu lernen - das tun Menschen grundsätzlich, aber man sollte schon versuchen vergleichbare Situationen heranzuziehen. Und Beziehungen zwischen unterschiedlichen Menschen sind nun mal nicht miteinander vergleichbar.

Also, liebe FS, wenn Dir der Mann gefällt, dann versuch' es mit ihm. Vielleicht passt es zwischen Euch ja.
 
  • #62
das sind auch schon wieder solche Vorurteile! Ich bin 30. und seit Herbst geschieden. Und mein Ex war ein guter Mann. Doch leider waren bei mir die Gefühle nicht mehr ausreichend. Wir waren 13 Jahre lang zusammen. Haben 2 Kinder und pflegen auch heute noch ein freundschaftliches Verhältnis. Von daher ist diese ganze Diskussion hier sowas von absurd.. Wie klein hier manche denken..
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #63
Und auch der neue Beziehungskandidat von @Saskia91 wird von sich aus überhaupt nicht über die vergangene Beziehung und Ehe sprechen und schon gar nicht schlechtes über die Ex sagen, wenn er weiss, dass er selbst der Übeltätet war.

Der "Übeltäter" - das klingt nach Schläger, Fremdgeher usw. Aber er hat doch nur gesagt, dass er an der Trennung Schuld ist.
"Schuld sein" kann aber auch nur ein Selbstvorwurf sein, dass es nicht gepasst hat.
Mein Ex hat sich auch die Schuld an unserer Trennung gegeben. Dabei ist er einfach nur so wie er ist. Er ist und war nie ein schlechter Mensch, er hat mich nie betrogen und mir nie etwas getan. Aber ich habe nach einigen Jahren gemerkt, dass wir uns auseinanderleben, dass sich unsere Charaktereigenschaften verstärken und dass wir nie zusammen glücklich werden können.
Er ist ruhig und introvertiert, fast schon depressiv. Ich bin temperamentvoll und unternehmungslustig und aktiv. Das kann nicht passen und wäre immer schlimmer geworden.
Ich habe mich getrennt, er hat sich die Schuld gegeben. Aber er ist ein guter Mann und er hat inzwischen eine absolut gute Beziehung zu einer Frau, die besser zu ihm passt.
Es sagt also absolut noch nichts aus, wenn sich die Frau getrennt hat und wenn er meint, Schuld zu haben.
Ich würde auch sagen, dass er ihr in nicht nach so kurzer Zeit die ganzen Eheprobleme auftischen sollte. Würde er das tun, würde hier das Geschrei groß sein über einen Mann, der über seine Ex herzieht.
Also wie er es auch macht, es wird nie richtig sein.
Sie soll ihn erstmal kennenlernen und dann sehen, wie er ist.
 
  • #64
Wer mag sich derart einer Inquisition unterziehen?
Ich wurde von meinem heutigen Partner in unseren ersten Dates auch einer Befragung unterzogen. Er tat es charmant, ich merkte es natürlich trotzdem. Hat mir überhaupt nichts ausgemacht. Warum? Weil ich nichts, absolut nichts zu verbergen hatte.

Was ist das hier teilweise für eine merkwürdige Haltung? Wenn ich mich in ein Auto verliebe, kaufe ich es auch nicht ohne eingehende Prüfung. Ich habe kein Geld zu verschenken. Ich werde mit meinem kostbaren Herzen wohl kaum nachlässiger umgehen als mit meinem Geld.
Ich habe außerdem ein Recht darauf, zu prüfen, wem ich mein Glück und Seelenheil anvertraue. Alles andere halte ich für neo-romantischen Schwachsinn.

Liebe FS,
natürlich hast du das Recht, nachzufragen. Wir sind alle keine 17 Jahre mehr und unbeschriebene Blätter. Jeder hat seine Vergangenheit, und es ist überhaupt nicht indiskret, alle möglichen Dinge aus der Vergangenheit des Mannes zu erfahren, nicht nur den Verlauf der vorigen Ehe und Scheidung.
Man muss das sicher nicht in Form einer Inquisition tun, sondern kann auch diskret oder humorvoll über die Vergangenheit sprechen. Es soll kein Misstrauen signalisieren und auch kein Bewerbungsgespräch oder Verhör werden, aber dafür stehen uns ja diverse kommunikatorische Möglichkeiten zur Verfügung.

Er braucht sich nicht zu rechtfertigen und nicht den gesamten Eheverlauf in extenso vor dir auszubreiten - aber es gehört zu den vertrauensbildenden Maßnahmen, auf so eine Frage nicht auszuweichen sondern ein paar ausgewählte Sätze zur Erklärung einzureichen. Ein umschriebenes "das geht dich nichts an" führt nicht zum Aufbau von Vertrauen, sondern schürt im Gegenteil Misstrauen, selbst wenn es sogar unbegründet sein mag. Damit hat er sich keinen Gefallen getan, und es sagt etwas über ihn aus.

Ich würde ihn weiter daten, aber mein Augenmerk auf ähnliche Verhaltensweisen richten. Schauen, ob er so reflektiert ist, wie er vorgibt zu sein, und ob er in der Lage ist, dir Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit zu vermitteln.
 
  • #65
Irgendwie bin ich jetzt verwirrter als vorher.
Ganz ehrlich, Deine Verunsicherung ist nicht verwunderlich wenn man so manche Kommentare hier liest, die Dich obendrein beflügelt haben dürften ihn zu befragen.
z.B.
Auch Statistiken beweisen z.B. dass ein Mann (oder Frau) selten nur einmal fremdgeht, sondern in einer Beziehung immer wieder und auch in mehreren.
Statistiken werden hier im Forum gerne mal pauschal bemüht um irgendwelche Aussagen zu untermauern, Details oder gar Quellen werden leider selten genannt.
Gehen wir davon aus, die Kernaussage der erwähnten Statistiken wäre tatsächlich 'Einmal Fremdgeher immer Fremdgeher', so darf bezweifelt werden dass diese Aussage auf 100% der Befragten zutrifft. Es sei denn es wurden vorab ausschließlich 'Mehrfachtäter' selektiert.

Gesetzt den Fall der Bekannte der FS wäre tatsächlich fremdgegangen, so bedeutet dies keinesfalls, dass er dies wieder tun würde! Denn
Er beließ es dabei zu sagen, dass er aus seinen Fehlern gelernt hat.
Und das liebe FS solltest Du ihm glauben!

Ich selbst habe vor vielen Jahren den Fehler begangen, ging in einer Beziehung fremd. Daraufhin beendete ich die Beziehung zeitnah. In meiner späteren Ehe (knapp 20 Jahre) war ich immer treu. Mein Mann erfuhr - trotz Nachfrage - nie wer die Beziehung beendete geschweige denn warum. Hätte er es gewusst, hätte er wohl ewig gezweifelt. Wem hätte das genützt?
Menschen können aus ihren Fehlern lernen. Wer einmal fremdging tut es - allen Statistiken zum Trotz - nicht zwangsläufig wieder.

Vielleicht war sein 'Vergehen' auch ein ganz anderes, viel harmloseres, wie hier schon mehrfach geschrieben.

ich solle entscheiden wer er ist und nicht was früher mal war.
Liebe @FS, genau das solltest Du tun. Wenn Du das nicht kannst solltest Du Dich von dem Gedanken an eine Beziehung mit ihm verabschieden. Denn ein Beziehung in der Du kein Vertrauen haben kannst, in der Du immer zweifelst ob er 'es' wieder tun würde ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt.

w 50
 
  • #66
Er will auch nicht bewusst täuschen, denn er weiss, wie heikel das ist. Solche Männer (oder auch Frauen) schweigen alles tot, solange es geht.
Da stimme ich Dir ja allgemein zu. Aber ich empfinde seine Antwort schon sehr reflektiert und finde es unwahrscheinlich, dass einer, der totschweigen will, cool der Frau vermittelt
Er meinte es wäre nur zwischen seiner Ex und ihm und ich solle entscheiden wer er ist und nicht was früher mal war.
Da müsste er schon sehr selbstsicher sein, statt innerlich zu zittern.

Hier seh ich keine Logik
und schon gar nicht schlechtes über die Ex sagen, wenn er weiss, dass er selbst der Übeltätet war.
Gerade dann müsste er doch, wenn er innerlich zittert, sagen, dass ihn nicht allein die Schuld trifft und sowas wie "es sind immer beide" von sich geben. Das wäre doch nicht mal was, das ein schlechtes Licht auf ihn geworfen hätte, aber der Täuschungseffekt wäre besser.

Sehr viele Frauen haben zu lange Zeit Hoffnung und Geduld mit ihren Partnern und Männern, bis sie realisieren dass sie damit nichts bewirkt haben und dass sich gar nichts ändert.
Stimme ich Dir auch zu, aber diese Ex hatte einen Neuen, hat also warmgewechselt. Es klingt für mich so, dass sie vielleicht auch eine Weile gesagt hat, was sie stört (zu viel Kumpelaktivitäten oder er macht nie was für sie oder er arbeitet zu viel - immerhin scheint er sich jetzt ja viel zu kümmern beim Kennenlernen der FS, also denke ich mal, es geht in Richtung, dass sich die Ex nicht groß beachtet gefühlt hat an seiner Seite), er das überhört hat und sich nun vorgenommen hat, es besser zu machen, also z.B. aufmerksamer sein, mehr vermitteln, dass er Gefühle hat für die Partnerin.
Vielleicht irre ich mich und er hat sie betrogen, sie haben versucht, das hinzukriegen, es ging nicht und dann hatte sie einen Neuen. Dazu habe ich zu wenig Infos, und das hieße auch nicht, dass er die nächste Partnerin betrügt, wenn er schon sagt, dass er aus seinen Fehlern gelernt hat. Oder es ist so gemeint, dass er seinen Betrug nun besser verheimlichen wird. Keine Ahnung, zu wenig Infos. Aber Vorurteile geben nicht mal ne Chance und wenn man schon so auf die Stimmen hören will, die sagen, mit einem Geschiedenen klappt das garantiert nicht, dann braucht man es auch nicht weiter zu versuchen, finde ich. Dann sei es ein k.o.-Kriterium für die FS und die anderen hier, die meinen, an einer Scheidung in jungen Jahren die Qualität des Mannes ablesen zu können. Und warum dann nur bei Ehescheidung - jede Beziehung, die von einer Frau beendet wird, müsste doch zeigen, dass der Mann ein schlechter ist und nie wieder eine Partnerin finden dürfte.
 
  • #67
Wenn ich die Beiträge hier so lese, dann gibt es doch einen wesentlichen Unterschied zw. Forum und Realität. Ich habe es nie erlebt, dass die Datingpartnerin die Gründe usw. für die Scheidung meinerseits wissen wollte und umgedreht ich genauso wenig.
Es gab für mich wesentlich wichtigere Themen.
In der Regel habe ich es immer nur erfahren, wenn ich nicht danach fragte. Vielleicht produzierte ich schon ein Vertrauensbonus und dann erzählten die Damen dies frei Haus.
Mein Grund für meine Scheidung ist ganz einfach und dies kann niemals wieder vorkommen. Dies sieht auch meine jetzige Partnerin so.

Auf jeden Fall war der Mann den die FS jetzt datet für die EX-Frau es wert, dass sie ihn geheiratet hat. Das sagt ja schon alles aus. Wäre er nur 2. Wahl gewesen, dann hätte man ihn wohl nicht geheiratet.

Im Sinne der Gleichberechtigung hat dann eine Frau, die geschieden ist, auch einen Knacks weg und ist sie nur noch 2. Wahl. Ich habe in der Vergangenheit vieler solcher 2. Wahl(geschieden) Frauen gedatet.
 
  • #68
Mein Gott, Frauen die das erwarten kann man doch nicht wirklich ernst nehmen, oder?
Die FS muss verdammt aufpassen, dass sie sich mit ihrer indiskreten Art bei diesem Mann nicht selbst ins Aus schießt.

Aus meiner Sicht hat sie das schon losgetreten. Hier werden immer wieder die negativen Erfahrungen mancher Foristinnen in Szenarien verarbeitet, in denen der Mann dann Dauerfremdgeher und Schläger ist. Ich finde das wenig hilfreich für die Fragenden.
Ich kenne es in der Realität auch überhaupt nicht, dass bei ersten Dates die Karten in der Form auf den Tisch gelegt werden. Vielleicht hätte das mancher gerne, aber ich finde das völlig übertrieben.

Andererseits bin ich froh und dankbar, wenn eine Frau, die so "gepolt" ist, rechtzeitig anfängt zu bohren, damit ich die Beziehungsanbahnung frühzeitig beenden kann.
 
  • #69
Aus meiner Sicht hat sie das schon losgetreten. Hier werden immer wieder die negativen Erfahrungen mancher Foristinnen in Szenarien verarbeitet, in denen der Mann dann Dauerfremdgeher und Schläger ist. Ich finde das wenig hilfreich für die Fragenden.
Ich kenne es in der Realität auch überhaupt nicht, dass bei ersten Dates die Karten in der Form auf den Tisch gelegt werden. Vielleicht hätte das mancher gerne, aber ich finde das völlig übertrieben.
Ich kenne es durchaus, dass man sich einfach bei einem Date erzählt - muss nicht unbedingt das Erste sein - weshalb einige Beziehungen gescheitert sind. Gründe gab es immer.

Es ist nichts dabei, wenn ich erwähne, dass ein Exfreund von mir Alkohol getrunken hatte und leider keine Therapie machen wollte. damit wir eine glückliche Beziehung gehabt hätten, oder dass ich mit einem Mann zusammen war aber er sehr gerne ein eigenes Kind wollte und mit mir das nicht möglich war. Oder dass einer, den ich sehr geliebt hatte gestorben ist, als sie nur zehn Monate nach unserem Kennenlernen bei ihm einen bösartigen Tumor entdeckt hatten usw.

Ein alleinerziehender Vater mit dem ich eine Beziehung begonnen hatte aber sie nicht weiter führte, erzählte mir bereits vor dem Date am Telefon, dass seine Frau Alkohol abhängig war und er die Scheidung einreichte. Er bekam auch das alleinige Sorgerecht. Wäre er selbst der Suchtabhängige, hätte er bestimmt nichts gesagt.

Aber Menschen, die etwas gravierendes gemachtet haben, was einem anderen seelischen, finanziellen (bei Spielsucht z.B.) oder körperlichen Schaden zufügte, die erzählen am liebsten gar nichts über die Trennungsgründe - weder beim 1. noch beim 15. Date und möchten am liebsten, dass die Wahrheit niemals ans Tageslicht kommt und sie sich damit ins Bein schiessen.

Ich stimme @sonjab zu, dass die Gründe für eine Frau (aber auch für einen Mann) sehr wichtig ist, wenn sich diese Menschen eine Familie wünschen. Männer wollen sicherlich auch keine fremdgehende Frau als Partnerin oder keine Suchtabhängige, Aggressive oder einer mit Borderline Persönlichkeitsstöung oder anderen schweren psychischen Krankheiten. Ansonsten hat man sich nur Probleme eingehandelt und viel wertvolle Lebenszeit verloren. Aber auch, wenn man keine Familie möchte oder bereits Kinder hat, so will man doch keinen solchen Partner.

Ein geschiedener Mann ist keine 2. Wahl. Wichtig ist nur die wahren Gründe für die Scheidung zu wissen - mehr nicht. Und sie können relativ harmlos sein.
 
  • #70
Wichtig ist nur die wahren Gründe für die Scheidung zu wissen - mehr nicht.
Das ist aber relativ viel verlangt, wenn man die andere Person z.B. gerade dreimal getroffen hat. Klar kann einer was verbergen, wenn er sich nicht konkret äußern will, vielleicht hat er aber auch nur Respekt vorm Expartner. Ich finde, es ist auch ein Ungleichgewicht da, wenn die andere Person nicht erzählt, warum sie bislang keine längere Beziehung hatte oder woran ihre letzte Beziehung scheiterte und wie lange ihre Beziehungen im Schnitt gedauert haben.

Gründe für die Trennung können natürlich sehr aufschlussreich sein, aber wiederum auch nicht. Denn z.B. sind viele ja unterwegs mit "in guten wie in schlechten Zeiten" und haben aber nie erlebt, wie ein psychisch kranker Mensch sein kann und dass es den Partner zu einem Schattenwesen machen kann, wenn er versucht, sein Leben auf lange Zeit dem Kranken anzupassen. Weiterhin müsste man dann ja offenbaren, dass der Partner eine Krankheit hat, die er vielleicht nicht rumgetratscht an neue Dates sehen will.
 
  • #71
Wäre er selbst der Suchtabhängige, hätte er bestimmt nichts gesagt ... Menschen, die etwas gravierendes gemachtet haben, was einem anderen seelischen, finanziellen (bei Spielsucht z.B.) oder körperlichen Schaden zufügte, die erzählen am liebsten gar nichts über die Trennungsgründe.
Das mag so sein. Jedoch läßt sich diese Kausalität nicht einfach umdrehen nach dem Motto: wer keine Verfehlungen beichtet, gehört offenbar zu den ganz schlimmen Fingern. Wer nicht von der Verflossenen spricht, ist offenbar nicht getrennt (wer es aber tut, ist emotional noch nicht frei). Und so weiter und so weiter.

Mit dem gleichen Recht wie oben könnte man auch sagen: wer als Autofahrer behauptet, sich noch nie ein Bußgeld eingefangen zu haben, muß ein notorischer Lügner sein. Jedoch will ich aber auch mit einem der frei zugibt, daß er es mit der StVO nicht immer so genau nimmt, nichts zu tun haben.

Ob ich einem Menschen vertrauen kann, erkenne ich an der Art und Weise, wie er mit Alltagssituationen umgeht. Zum Beispiel, ob er zu viel erhaltenes Wechselgeld zurückgibt.
 
  • #72
@frank1210
Sehe es mal so...
Die Frau die dich trotz einer gescheiterten Ehe, eventuellen Unterhaltsverpflichtungen , Schulden aus der Ehe usw. kennen lernen will, derjenigen geht es wirklich um DICH. Die Auswahl wird zwar für dich kleiner sein, denn gerade Kinder mit einer Ex zu haben, bedeutet keine unbeschwerte Beziehung haben zu können. Aber wer richtig liebt, sortiert einen Menschen nicht deshalb aus.


Liebe TS,
Ein geschiedener Mann (wenn auch noch recht jung) kann auch dein Traummann sein!
Keiner von uns weiß warum er schon geschieden ist und eine Scheidung alleine kann auch einfach nur bedeuten sich einmal im Leben für die falsche Frau entschieden zu haben. Deshalb soll er jetzt ein schlechter Mensch sein?
Was bitte soll eine Scheidung euch daran hindern, glücklich miteinander zu werden?
Schwieriger wird es, das gebe ich zu, wenn er Kinder aus dieser Ehe hat, denn dann wäre eine unbeschwerte Beziehung wie du sie bisher kennst wohl so nicht möglich, denn dann bist du nicht alleine und es gibt noch andere Wesen die eine wichtige und zentrale Rolle im Leben des Mannes sind. Dessen solltest du dir bewusst sein.
Aber auch dann, ist er kein schlechter Mensch und kann dein Traummann sein.

Lass dich nicht von solchen schwachsinnigen Behauptungen aus deinem Freundeskreis verunsichern und verurteile Menschen nicht, nur weil ihr Leben nicht einem Bilderbuch gleicht.

Sehe es positiv. Ein Mann der schon geschieden ist, hat schon einige Erfahrungen im Leben gemacht, weiß was er will und weiß dich vielleicht mehr zu schätzen als ohne diese Erfahrungen.
Eine Chance hat er ganz sicher verdient!
 
  • #73
Es geht nicht darum, maßlos und fast paranoid mißtrauisch zu sein aber gesunder Menschenverstand hat noch keiner Frau geschadet. Und dazu gehört nunmal Vorsicht.

Aber, was mir noch einfiel: ich hatte eigentlich immer Dates, die sehr offen viel erzählt haben. Ich lachte dann immer, daß sie mir wie bei der Beichte alles erzählten. Aber diese vermeintliche Offenheit kann auch eine bewußte Täuschung sein.

Der Eine labberte viel, aber verschwieg mir eine schizoide Störung wie ich später erfuhr, welche in seiner Familie vorkam. Dazu noch Warnsignale, die sich später richtig als eine beginnende Alkoholsucht herausstellten (auch das familiär).

Der Zweite erzählte auch viel aber daß er viel Geld beim Poker verzockte behielt er für sich. Und auch daß er Autist war und deshalb alle bisherigen Frauen wegerannt waren, da unmöglich im Alltag. Auch kein Wort welche psychische Krankheit seine Mutter hatte, was wichtig war im Zusammenhang mit seinem Charakter.

Der Dritte war ein waschechter Narzisst aber das habe ich absichtlich übersehen, denn nur eine Affäre. Allerdings habe ich viele Nerven verloren, weil er untreu war und ich Angst bekam vor möglicher Ansteckung.

Alle Männer wurden fündig, teilweise im Ausland. Ich weiß, daß sie ihre Offenheit mir gegenüber bereut haben und nun ihre Geheimnisse für sich behalten.

Sei vorsichtig und lass Dich nicht für dumm verkaufen.
 
  • #74
Ich kenne es durchaus, dass man sich einfach bei einem Date erzählt - muss nicht unbedingt das Erste sein - weshalb einige Beziehungen gescheitert sind. Gründe gab es immer.

Du hast grundsätzlich Recht. Ich habe mich von der überschäumenden Phantasie einiger Foristinnen mitreissen lassen und mir ging es auch mehr um diese Phantasien.
Bei den ersten Dates halte ich es trotzdem für normal, eher an der Oberfläche zu bleiben. Seine Aussage, dass er eher selbst schuld ist, zeigt Reflektionsfähigkeit und ist eigentlich eher positiv zu werten.
 
  • #75
@frank1210
Die Frau die dich trotz ....usw. kennen lernen will, derjenigen geht es wirklich um DICH..... wer richtig liebt, sortiert einen Menschen nicht deshalb aus.
Ja, was denn nun ? Kennenlernen ( z.B. über eine PB ) oder richtig lieben ?
Dazwischen liegen doch viele Stufen und viele Monate.

Dass Menschen an Beziehungen festhalten, ganz gleich, welche 'Nachteile' es gibt, wenn sie richtig lieben, ist doch ganz klar, aber dahin muß man ja erst mal kommen.
Und gerade beim Kennenlernen im Internet wird viel und heftig gesiebt.
Dass nun der Status 'geschieden' so ein großer Brocken ist, der nicht durchs Sieb paßt, glaube ich aber nicht. Kinder, insbesondere kleine und erst recht, wenn sie bei dem Menschen leben, um den es geht, schon eher.
Schulden eher nicht, würde ich sagen, denn das steht ja in keinem Profil drin.
Wenn der Verschuldete das aber gleich schon beim Schreiben, Telefonieren oder beim ersten Date erzählt, wird das den ein oder anderen Interessenten sicher auch zum Beenden des Kontakts bewegen.
Wenn's später rauskommt auch, dann geht es darum, dass der Verschuldete nicht ehrlich war.

Wenn jemand in die Verschuldung gerät während die Beziehung schon besteht und man sich sehr liebt, wird es wohl ( hoffentlich ) nicht zur Trennung kommen. Und wenn doch, dann weiß der Verlassene, wie es mit der angeblichen Liebe bestellt war.

w 49
 
  • #76
Seine Aussage, dass er eher selbst schuld ist, zeigt Reflektionsfähigkeit und ist eigentlich eher positiv zu werten.
wie auch @Rosendame in ihrem letzten Beitrag erwähnt sieht man ja dass Menschen sich bei einem Date von ihrer besten Seite zeigen wollen und niemals ihre Verfehlungen aus der Vergangenheit preisgeben. Es ist ja auch vollkommen verständlich, weil die Menschen wissen, dass der andere Angst kriegen könnte.

Zu sagen, man sei selber schuld, dass die Beziehung gescheitert ist, ist auch nur eine schwammige Aussage, weil die Fragestellerin nicht wissen kann, ob der Mann daraus seine Lehren gezogen und keine Fehler mehr machen will. Und da bin ich eben extrem skeptisch und vorsichtig, weil auch die Statistiken etwas ganz anderes beweisen. Auch die Untreuestudie vom Psychologieprofessor Ragnar Beer (kann man ergoogeln), zeigte, dass ein Mensch der ein Mann fremdgegangen ist selten es nur bei einem Mal belässt. Da gibt es sogar ein online Artikel über diese Studie mit dem Titel: "Der Untreu treu".

Das gleiche gilt auch für Suchtkrankheiten. Sie sind auch schwer zu behandeln bzw. die Betroffenen werden immer wieder rückfällig. Es ist selten jemand für den Rest des Lebens tatsächlich frei von Drogen oder anderen Suchtmitteln geworden. Und leider sind auch gewalttätige Partner immer wieder gewalttätig aufgefallen. All diese Menschen ändern sich nicht nicht wenn sie keine Therapie machen. Aber auch eine Psychotherapie ist kein Garant, dass ein Mensch sein Verhalten verändert. Es ist selten jemand von Saulus zu Paulus geworden. Dann sind es wirklich löbliche und vorbildliche Ausnahmen.

Wir schreiben hier munter weiter und wissen gar nicht, ob die FS diesen Mann immer noch trifft. Zumindest weiss sie nicht, was er konkret mit "es war meine Schuld" meint. In welcher "Schuld" steckt er genau?

Sobald die FS nicht weiss, weshalb seine Frau sich von ihm trennte und scheiden liess, wird sie ängstlich und misstrauisch bleiben. Verständlich, denn keine Frau (und auch kein Mann) möchte solche Partner haben, die die oben genannten Probleme hatten. Oder wollen Männer doch eine Partnerin mit diesen Problemen? Ich glaube nicht!

Es ist wirklich naiv zu glauben, dass sich Menschen einfach so von heute auf morgen ändern aber es ist unser aller Wunsch und unser unerschütterlicher Glaube an das Gute im Menschen, dass uns vernalasst, jemand anderem eine Chance zu geben - trotz Skepsis, trotz Vorsicht von Anfang an und trotz der Alarmglocken im Bauch!
 
  • #77
...dass Menschen sich bei einem Date von ihrer besten Seite zeigen wollen und niemals ihre Verfehlungen aus der Vergangenheit preisgeben.

Völlig klar. Du weisst beim Partner der FS aber nicht, ob sie irgendwann am gleichen Problem scheitern wie er mit der Ex, ob also die Vergangenheit überhaupt eine Rolle spielt. Für mich ist das im Kern immer eine Frage der Kompatibilität. Egal, ob jemand Verfehlungen erkennt oder gar einsieht oder nicht, Du hast nie Gewissheit. Mir ist aber jemand lieber, der darüber nachdenkt als jemand, der pauschal die Schuld bei der Ex ablädt.

Und da bin ich eben extrem skeptisch und vorsichtig, weil auch die Statistiken etwas ganz anderes beweisen. Auch die Untreuestudie vom Psychologieprofessor Ragnar Beer (kann man ergoogeln), zeigte, dass ein Mensch der ein Mann fremdgegangen ist selten es nur bei einem Mal belässt.

Habe ich überlesen, dass er gesagt hat, er sei untreu gewesen? Ich bin nicht mehr skeptisch und vorsichtig. Ich gehe Risiken bis zu einem gewissen Grad ein, begrenze den Maximalschaden auf ein erträgliches Maß und beende im Zweifel die Beziehung wieder, wenn es gar nicht mehr geht. Mein Konzept oder meine Erwartung ist nicht mehr, dass eine Beziehung lebenslang halten muss.

Es ist wirklich naiv zu glauben, dass sich Menschen einfach so von heute auf morgen ändern aber es ist unser aller Wunsch ...

Eine Frau braucht sich nicht für mich zu ändern. Sie kann aber zu mir passen, obwohl sie nicht zu ihrem Exmann gepasst hat. Es kann natürlich auch schiefgehen. Das weiß ich vorher weder bei der, die nie vorher einen Partner hatte, noch bei der, die 3x geschieden ist. (Natürlich gibt es Fälle, wo mir gleich klar ist, das passt nicht).
Sogar der Mann, der vorher dauernd fremdging, passt wunderbar in die offene Ehe von Laleila.
Wenn ich alle Frauen ausschließe, die geschieden sind oder schon eine längere gescheiterte Beziehung hinter sich haben (für mich kein großer Unterschied), dann muss ich das Thema Partnerschaft beenden und alleine bleiben.
 
  • #78
Habe ich überlesen, dass er gesagt hat, er sei untreu gewesen?
Männer beenden eine Beziehung nicht, indem sie die Trennung aussprechen. Männer gehen immer zuerst fremd. Davon scheinen einige Damen so felsenfest überzeugt zu sein, daß sie eine Trennung, egal wer sie ausgesprochen hat, automatisch mit Untreue des Mannes in Verbindung bringen.
Eine Frau braucht sich nicht für mich zu ändern. Sie kann aber zu mir passen, obwohl sie nicht zu ihrem Exmann gepasst hat.
Zum Glück ist das so. Denn wat dem eenen sin Uhl, kann dem anderen sin Nachtigall sein: was soll ich denn mit einer Frau, die so austauschbar Mainstream ist, daß sie quasi zu jedem paßt? Angenommen, sie hätten sich auseinander gelebt, weil die Frau immer nur so langweilige Dinge wie Berge, Museen oder gar Opern anschauen wollte, statt mit ihm durch die Kneipen zu ziehen oder daheim die Füße hochzulegen, dann wäre das in meinen Augen eher eine Empfehlung für die Frau als ein Anlaß, skeptisch nach dem Trennungsgrund zu fragen.
 
  • #79
Einen geschiedenen Mann kennen zu lernen, wäre für mich kein Problem.
Wichtig ist mir einfach dass der wirklich auch geschieden ist und nicht getrennt lebend oder an der Ex noch hängend oder ähnliches.
Und ja, natürlich darf er Kontakt zur Ex haben, hat er Kinder mit ihr und kümmert sich nicht darum, wäre das für mich ein Ausschlusskriterium - obwohl ich keine habe und keine möchte.
Ich selbst habe auch Kontakt zum Ex, wir waren sogar nochmals zusammen in Sportferien und selbst da war klar, dass wir "Ex" sind, nicht mal die Karibik und die Cocktails am Strand haben bewirkt dass wir wieder was voneinander wollten.
Warum es auseinander ging, ist sicher mal eine Frage für später aber nicht am Anfang.
Ob er Alkoholiker ist oder geprügelt hat, finde ich eh raus und das sehr schnell. Wenn er ein Fremdgeher ist, dann konnte ich mich noch immer auf mein Bauchgefühl verlassen.
Und alles andere ist zu intim. Die Frage ist allerdings "berechtigter" wenn eine Frau Heirat und Kinder will aber sich z.B- die erste Frau getrennt hat weil er keine zeugen kann.
 
  • #80
Weil sich leider die Fragestellerin nicht mehr zu Wort gemeldet hat, wissen wir gar nicht über die vergangene Ehe ihres neuen Kandidaten bzw. über seine Schuld an deren Scheitern.

Je nachdem, worum es geht so ist es überhaupt keine Frage der Kompatibilität zwischen zwei Menschen, sondern es ist eine Frage der Persönlichkeit. Die Persönlichkeit eines Menschen ändert sich nicht egal mit wie vielen Partner man zusammen kommt.

Damit möchte ich sagen: wenn ein Mann suchtabhängig ist, bleibt er suchtabhängig egal mit welchem er zusammen ist. Mein Exfreund hat auch nicht aufgehört zu trinken auch, wenn wir nicht mehr zusammen sind. Jemand toleriert das, ein anderer nicht.

Untreue Menschen werden nicht plötzlich treu, wenn sie mit anderen Partnern zusammen sind - ausser sie sind nur dann fremdgegangen, weil sie zu Hause praktisch nie die Sexualität leben konnten und sich das aber mit der nächsten Beziehung komplett ändern.
Auch gewalttätige Männer sind gegenüber einer anderen Frau nicht plötzlich friedfertig. Sie bleiben potenziell gewalttätig auch wenn die neue Partnerin mit ihnen umgehen beziehungsweise Eskalationen verhindern kann und sie nicht mehr schlagen (müssen). Aber mit solchen Menschen lebt wohl jede Frau in Angst und Schrecken und dauerhafter Anspannung.

Es muss ja trotzdem nicht passen mit der nächsten Partnerin, es kann nur sein, dass die nächste Partnerin schwach ist abhängig und sich nicht trennen kann oder will. Manchmal denkt man sich über bestimmte Paare: "warum sind die noch zusammen, man sieht, dass sie gar nicht zusammenpassen, wenn man sie näher kennt."

Ich wäre deswegen vorsichtig, weil hinter den Gründen beides stecken kann 1) etwas harmloses, womit man gut klar kommen kann oder 2) etwas sehr gravierendes und unverzeihliches.

Solange man nichts weiss, ist Vorsicht geboten!
 
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