• #1

Ist diese Konstellation normal? 13jährige Tochter von Freund sitzt vorne im Auto, ich hinten

Liebe Forum Mitglieder!
Wie die Fragestellung schon verrät umtreibt mich dieses Problem.
Als ich meinen Freund kennengelernt habe, sagte dieser zu mir, er stehe seiner13 jährigen Tochter zu, dass diese vorne im Auto sitzt auch wenn ich mitfahre. Er sehe seine Töchter nur 5 Tage im Monat und es sei ihm wichtig, wenn eine neue Frau in sein Leben tritt, dass er dieses Ritual nicht ändern will. Er habe in der Vergangenheit eine Frau kennen gelernt, welche damit ein Problem gehabt hätte und auf seine Tochter eifersüchtig gewesen sei.
Am Anfang unserer Beziehung war es also völlig normal für mich hinten bei der 9 jährigen zu sitzen.
Diese fing mit der Zeit allerdings an mich zu nerven, da sie die Autofahrt über die ganze Aufmerksamkeit von mir abverlangte, währenddessen mein Freund vorne mit der 13jährigen am Autoradio rumspielte.
Auch Besuche zu Verwandten wurden für mich komisch, weil ich hinten ins Auto einsteigen sollte.
Jetzt hab ich ihm gesagt, dass ich das komisch finde. Seine Tochter fragt seitdem immer freundlich, ob sie vorne sitzen kann, was ich manchmal toleriere und manchmal ablehne. Ich möchte ja eigentlich, dass sie mich mag und auch dass mein Freund nicht denkt, ich hätte ein Problem mit seinen Kindern.
Jetzt hab ich aber gemerkt, wie mich das Problem beschäftigt und mit ihm darüber gesprochen. Er hat gemeint, das zu klären - aber seitdem denke ich ist was zwischen uns, weil das auch einer der Gründe war, warum er sich von seiner Ex Freundin getrennt hat.
Ich bin nicht beratungsresistent und würde gerne eure Meinungen dazu hören!
Lieben Dank!

Achso, die Eckdaten: wir sind beide Anfang 40 und seit einem Jahr zusammen. Ich habe keine Kinder. Wir wohnen auch ( noch) nicht zusammen.
 
  • #2
Ich werds nie verstehen warum man Bedingungen, die seit Anfang der Beziehung stehen und die man so vernommen und akzeptiert hat, nach ein paar Jahren nachverhandeln will. Zudem gibts kein "normal" und nicht "normal" - jeder kann seine Maßstäbe selbst setzen und ich hätte aufgrund dieser Maßstäbe von vornherein auf die Beziehung verzichtet.
 
P

proudwoman

  • #3
Ich musste schallend lachen jetzt. In Anlehnung an den Hundethread nebenan, schlage ich vor, Hund und Kinder sitzen vorne und die neue Partnerin nimmt bitte auf der Rückbank Platz. So legt der "Chef" die Rangordnung fest, damit die Gefühle der Kinderchen, die er ja so selten sieht ( warum ist er eigentlich geschieden?), nicht verletzt. Ich finde, 5 Tage im Monat übrigens okay.
Das hätte ich nicht einen Tag mitgemacht. Ich käme mir vor, wie ein lästiges Anhängsel. Wie macht ihr das eigentlich, wenn die kleinen bei ihm übernachten, schläfst du dann auf dem Gästesofa?
 
  • #4
Liebe FS,
die Erwachsenen sitzen vorn, die Kinder hinten. Es sei denn der Tochter wird immer hinten schlecht. Oder sie wird auf dem Weg irgendwohin schnell abgesetzt und es ist ein 3-Türer??!!! Es ist respektlos dich hinten sitzen zu lassen. Eine völlig irre Idee! Kein Wunder, dass dieser Mann geschieden ist.
Alles Gute
 
  • #5
Hallo Fräuleinco !

Sagt mir das eine beim Kennenlernen, dann sage ich darauf, dass ich mit meiner Ex noch nicht abgeschlossen habe und daher noch keine neue Beziehung will. Für mich wäre das eine Zumutung.

Warum?

Keine Ahnung, warum. So gut kenne ich mich auch wieder nicht, dass ich so genau wüsste, warum ich auf gleiche Augenhöhe mit meiner Beziehungspartnerin viel Wert lege. Es ist einfach so und da wäre ich unnachgiebig. Kinderliebe hin oder her. Ich liebe auch Kinder, aber alles hat seine Grenzen. Ich täte genauso reagieren, wenn das Kind partout im gemeinsamen Bett schlafen können/dürfen MUSS.

Ich gebe Dir Recht, dass das nicht geht. Nicht recht gebe ich Dir dabei, dass es erst nach einem Jahr zum Problem wird. Du hast unklug gehandelt, weil Du ein, für Dich unüberwindbares Problem, akzeptiert hast und nicht beizeiten Stellung bezogen hast.

Im Übrigen kommt es auch hier auf deine Einstellung an. Die englische Königin wird ziemlich sicher IMMER hinten sitzen wollen.

Problem daran ist, dass man sich als zweite Geige fühlt und das will niemand. Bei allem Verständnis nicht. Wenn er meint, dass es seiner Tochter zustünde, dann meinst Du halt, dass es Dir als Partnerin zustünde. Sieht er das nicht so, dann mache ihn zum Ex oder akzeptiere Dich in der Nebenrolle.

Tief brummend
Kepler
 
  • #6
Ich weiß nicht so genau. Ist es ein Macht"kampf"`? Ich finde es so typisch erwachsen.Das Kind gehört nach hinten auf den Rücksitz,die Erwachsenen dürfen vorne sitzen. Warum eigentlich? Achja, Kinder müssen Grenzen haben und die neue Freundin muß Priorität sein.
Diese fing mit der Zeit allerdings an mich zu nerven, da sie die Autofahrt über die ganze Aufmerksamkeit von mir abverlangte, währenddessen mein Freund vorne mit der 13jährigen am Autoradio rumspielte.
Da hast Du vielleicht Dein Augenmerk gewechselt? Sonst wäre Dir aufgefallen, dass Dein Freund mit der älteren Schwester beschäftigt war. Es sind also schon 2 Kinder.
Ich verstehe Deine Gedanken, aber warum willst Du in Konkurrenz mit Kindern gehen? Wer vorne sitzt, ist doch völlig egal.
Es ist sogar manchmal beziehungsfördernd, nicht unbedingt danach zu gehen, was sich gehört und was nicht. Gerade bei 13jährigen.
Warum ist es Dir so wichtig, vorne zu sitzen?
Wir wissen eigentlich zu wenig, um da was zu sagen. Hinter so einer Frage stecken ja Haltungen.
W
 
  • #7
Die Sitzordnung im Wagen ist so - und bleibt so.
Seine Tochter ist seine Tochter und bleibt das auch - seine Freundinnen kommen und gehen.
Dir wurde gesagt, dass ihm das wichtig ist - es scheint ja auch sein Wagen zu sein.
Du wirst deiner Vorgängerin folgen - nicht wegen dem Platz im Wagen, sondern weil du ihn nicht ernst nimmst. Du hast ja nicht einmal gefragt, warum sich das so eingebürgert hat.
 
  • #8
Also ich finde das auch komisch.

Was hat denn die Häufigkeit seines Sehens des Kindes damit zu tun, wo sie im Auto sitzt, sieht er sie hinten etwa nicht?

Ich finde, man vermittelt dem Kind damit einen falschen Standpunkt.

Mit diesem Spielchen fängt dein Freund doch eigentlich erst mit irgendwelchen Prioritäten an.

Kinder stehen für mich nicht in einer Prioritätenliste davor oder hinter einen Partner. Die Liebe zu Kindern ist für mich etwas völlig anderes als Liebe zu einem Partner.

Ich würde mich auch herabgesetzt fühlen wenn ich als Erwachsener hinten sitzen sollte. Das wäre für mich ein Zeichen von Machtdemonstration des Vaters und das würde ich wiederum nicht mitspielen.

Es bringt nichts, so etwas zu diskutieren, dann bist du immer nur die Blöde.

Nach seiner sinnfreien Argumentation, die nur deiner Herabsetzung dient, hätte ich gesagt, dass mir hinten schlecht wird und dann wäre ich entweder nicht mitgefahren oder hätte dafür gesorgt, dass ich vorne sitze...

Ist natürlich schwierig mit sowas jetzt anzukommen, wenn du die ganze Zeit schon immer problemlos hinten gesessen hast.
 
  • #9
Vorschlag: fahrt mit deinem Auto, dann sitzt du am Steuer und er kann sich hinten reinsetzen. Dann darf das Mädchen nach vorn und du auch und alles ist ok.

Jetzt mal im Ernst: keine Ahnung, wie ich das finden soll.
Kleiner Machtkampf, richtig ?
Mit 13 macht man sowas wahrscheinlich, jedenfalls hat die 13-jährige Zicke ja schon fast was klischeehaftes, aber als erwachsene Frau sollte dir etwas besseres als 'menno' einfallen.

Außer meinem Vorschlag oben könnte ich mir noch vorstellen, dass du dich an den Kindertagen zurückziehst. Ich tippe, die sind insgesamt nicht erfreulich, der Machtkampf wird sicher auf verschiedenen Schlachtfeldern ausgetragen, richtig ?
Ich hätte da null Lust drauf und würde ihm einen schönen Tag mit den Mädchen wünschen, denn was die da machen, ist sicher ohnehin ätzend, Spaßbad oder sowas.

Definitiv würde ich nicht hinten sitzen, damit die Prinzessin triumphieren kann. Was anderes ist es, wenn dem Mädchen hinten schlecht wird und vorne nicht. So geht's mir nämlich, ich kann das wirklich aus eigener Erfahrung sagen.

Tja und weißt du, was die allerbeste Lösung ist ? Schaffe dir keinen Freund an, der Kinder hat, so einen Mist, wie du ihn hier erzählst, gibt es offenbar zuhauf, hier gibt es viele Threads dazu.
Auch ich habe zweimal mit Teilzeitvätern und einmal mit einem Witwer mit Kindern zu tun gehabt und danach Männer mit Kindern für mich ausgeschlossen. Das war mir einfach zu anstrengend.
Dauernd diese Kämpfchen, nee wirklich, braucht kein Mensch.

w 50
 
  • #10
Ich würde mich auch herabgesetzt fühlen wenn ich als Erwachsener hinten sitzen sollte. Das wäre für mich ein Zeichen von Machtdemonstration des Vaters und das würde ich wiederum nicht mitspielen.
Finde ich ein gutes Stichwort. Macht. Wieviel Macht gibt man einer neuen Partnerin, wenn man Kinder hat. Verliert man Macht, wenn man/Partner hinten sitzt? Wenn ja, über wen hat man Macht gehabt und verliert sie mit Platzwechsel?
Jeder normal denkende Mensch kennt pubertierende Kinder (das Mädel ist hier 13). Die brauchen eigentlich einhundertprozent Rückhalt und müssen sich mit solchen Dingen beschäftigen, dass sie aus Machtgefühlen heraus hinten sitzen sollen.
Finde ich ziemlich schräg.
W
 
  • #11
Liebe FS,
es sind deine Gefühle, für die du dich entschieden hast.
Warum sollen Kinder, die durch eine Trennung immer traumatisiert sind, nicht den besten Platz einnehmen dürfen, neben ihrem Papa. Spätestens, wenn sie pubertieren, wird sich alles schlagartig ändern. Du konkurierst als Erwachsene mit einem Kind, schaffst dir dadurch selber ungute Gefühle und katapultierst dich damit automatisch selber auf den hinteren Platz.
 
  • #12
Ich stimme @Tom26 vollkommen zu.

Du stellst ernsthaft deine Stellung als seine Partnerin in Frage, nur weil du 5x im Monat hinten im Auto sitzt?!

Es ist vielleicht ein Ritual und soll seiner Tochter vermitteln, dass sie für Ihn trotz neuer Partnerin ein hohen Stellenwert hat! Anstatt dich gleich benachteiligt zu fühlen, wie wäre es mal nach den Hintergründen der Sitzordnung zu fragen.

Seine 13 jährige Tochter ist anscheinend feinfühliger als du es mit 40 bist! Sie fragt dich immerhin freundlich, ob es in Ordnung ist wenn sie vorne sitzt.

Empathie ist keine Einbahnstraße.
 
  • #13
Hier ist die Fragestellerin.
Erstmal Danke für Eure Antworten.
Ich möchte es nochmal kurz erklären, sonst kommt evt ein falsch negatives Bild auf.
Also, er ist seit 5 Jahren geschieden und sieht die Kinder jedes 2te WE.
Er sagte mir, als wir die erste Autofahrt zu viert antraten, dass seine große Tochter immer vorne sitze. Er wolle sie jetzt nicht, aufgrund einer neuen Frau an seiner Seite nach hinten schicken, weil
das Kind sich dann evt zurück gesetzt ( im wahrsten Sinne !) fühlen könnte, mich dann nicht mag und ablehne. Das fände er schade, weil er so verliebt sei und das mit uns und zu viert auf jedenfall klappen solle. Seine EX Freundin hätte die Kinder als Konkurrenz gesehen und deshalb habe er die Beziehung beendet.
Natürlich haben mich seine Worte damals stark beeinflusst und ich wollte natürlich auch, dass mich alle mögen. Außerdem hat sie immer süß gefragt, vorher.
Wie hätte ich da am Anfang des kennenlernend sagen können, nein!?
Mit der Zeit fand ich's eben komisch.
Auch, weil er nie Stellung bezogen hat und es mich mit der Tochter allein austragen ließ.
Irgendwann fing die kleine mich hinten im Auto an zu nerven. Nach ein paar Monaten waren wir natürlich auch Vertrauter, als am Anfang.
Auch größere Strecken zu Eltern oder Geschwister wurde es mir zu blöd hinten zu sitzen. Auf dem Weg zu Rewe wär's mir noch egal gewesen.
Ich habe ihm meine Meinung jetzt am WE nach einer längeren Autofahrt dazu gesagt.
Er hat ganz einfühlsam reagiert und gesagt, er würde mit der großen sprechen und in Zukunft würde ich vorne sitzen. Er würde mich lieben.
Mit seiner Ex Partnerin habe er nicht so eine enge Bindung gehabt, wie mit mir und deshalb sei es ihm wichtig, dass es mir gut gehe.
So, nun kommen aber meine Ängste ins Spiel!
Was ist wenn das Kind mich jetzt nicht mehr mag. Was ist, wenn mein Freund insgeheim denkt, dass ich jetzt genau so anfange wie seine EX?!
Mein Freund ist ein liebenswerter Mensch. Er wurde von seiner EX Frau vor 5 Jahren wegen eines anderen verlassen.
 
  • #14
Achja, Kinder müssen Grenzen haben und die neue Freundin muß Priorität sein.
Nein, die "neue" Freundin möchte wie eine Partnerin behandelt werden.

In diesem Fall nicht, da der Freund ja explizit verlangt, dass seine immer Partnerin hinten sitzt.

Das ist wieder so ein Fall von geschiedenem Vater, der seine Kinder über alles stellt und nicht in der Lage ist, seine Freundin als vollwertige Partnerin zu behandeln. Dieses Verhalten scheint nicht selten zu sein, denn dazu gibt es hier einige Threads. Ich finde, dass man mit so einem Mann einfach nicht zusammenleben kann.
 
  • #15
Gibt es irgend einen Grund, dass du vorne sitzen möchtest, der sich nicht anhört, wie der Trotzanfall eines Kleinkinds?
Dir geht es um Machtdemonstration, Rangfolge und Rechthaben um des Rechthabens willens. Das ist kindisch.

Wenn es echte Gründe gäbe (Du bist extrem groß und brauchst die Beinfreiheit, dir wird hinten schlecht usw.) hättest du das schon bei der ersten Fahrt gesagt.
 
  • #16
Es wäre viel sinnvoller, dass die Geschwister hinten gemeinsam sitzen. Ich finde es auch gerade ein falsches Signal, dass die 13jährige der 9jährigen in dem Punkt vorgezogen wird. Was mag die 9jährige denken?

Aber das ist nicht dein Problem. Ich würde einfach den Fahrten aus dem Weg gehen, wie er erzieht, sein Ding. Immer mal einen Grund vorschieben, warum du aus praktischen Gründen alleine anreist (muss vorher noch dieses und jenes erledigen etc).
 
  • #17
Ganz klar: ein NOGO Deines Freundes, Dich so selbstverständlich auf den hinteren Platz zu verweisen. Ich hab grad ernsthaft überlegt, wie ich da reagiert hätte. Ich glaube, ich hätte den Mann ausgelacht und daraufhin hätte er mich nie wieder gesehen.

Übrigens: Ich sitze oft hinten, wenn wir (mein Partner, sein Sohn, mittlerweile Mitte 30, und ich) zusammen im Auto fahren. Und zwar biete ich das situations-abhängig, wenn es grad passt, an. Neulich sind wir beispielsweide zusammen aus einem Restaurant raus und die beiden haben sich grad innig unterhalten, sein Sohn hat ihm Fotos auf´m Handy gezeigt. Da hab ich spontan gesagt, dass ich heute hinten sitz, dann können sie an der Ampel noch weiter gucken.

Aaaaaaaber: die feinen, aber bedeutenden Unterschiede:

1) die Entscheidung kommt meistens von MIR, wenn ich hinten sitze,
2) in den meisten Fällen sitze ich vorne,
3) mein Partner bietet selbstverständlich (Thema: Augenhöhe, s.o.!) als erstes MIR den Platz neben sich an, bzw. öffnet mir sogar IMMER die Beifahrertüre, wenn er fährt,
4) gerade in der Anfangszeit unserer Beziehung (da war sein Sohn 14) war es selbstverständlich für meinen Freund, dass ich vorne sitze und
5) der Sohn meines Freundes ist mittlerweile ein erwachsener Mann, kein Kind mehr. Da wechseln wir uns dann - wie unter Erwachsenen - einfach ab.

Und nun zu DIR: Was ist mit Dir los? Hast Du Verlust-Ängste oder weshalb hast Du am Anfang bei solch faulen Dingen klein beigegeben? Und jetzt plötzlich soll alles anders sein.

Seine Tochter fragt seitdem immer freundlich, ob sie vorne sitzen kann, was ich manchmal toleriere und manchmal ablehne.
Wovon hängst das ab? Hoffentlich nicht von Deiner jeweiligen Laune gerade?

Oa, kein schöner Satz. "Eigentlich mag ich Dich ja". "Eigentlich finde ich Dich hübsch". "Eigentlich ist er mir egal". Heißt übersetzt: es ist eben nicht so.
 
  • #18
Wie viele Autofahrten pro Monat habt ihr, bei denen Du Dich nicht beherrschen kannst?

Die Töchter sind das eigene Fleisch und Blut. Bis das der Tod sie scheidet. Und ja, Freundinnen kommen und gehen.

Du bist erst seit 1 Jahr in seinem Leben. Die Töchter seit Geburt.

Er hat klare Regeln aufgestellt, die Du zu Beginn akzeptiert hast. Und jetzt möchtest Du die Regeln ändern. Wenn er dann die Beziehung beendet, brauchst Du Dich nicht beschweren.

Versetze Dich mal in die Lage der Töchter. Warum soll sie ins hintere Glied rücken, bloß weil der Vater eine Freundin hat?

Ich vermute, dass Dein "Autofahrtensitzordnungsproblem" ein Ventil für andere Schieflagen in Eurer Beziehung ist, bspw. weniger Sex, weniger gemeinsame Zeit, ein allgemeines Abflauen. Falls dem so ist, würde ich die echten Schieflagen ansprechen.

Wer glücklich in einer Beziehung ist, kommt gar nicht auf den Gedanken, in den Kindern des Partners Konkurrenten zu sehen.
 
  • #19
Hallo FS,
du hast keine Kinder und ich glaube daher rührt dein Missverstehen der Angelegenheit. Hier ist ein Vater mit zwei Töchtern, von deren Mutter er offensichtlich bereits längere Zeit getrennt ist und die er somit bereits seit längerem nur wenig sieht. Er möchte jedoch gerne ein gutes Verhältnis zu seinen Kindern haben und das beinhaltet, dass er zum Ausdruck bringt, dass sie immer denselben (hohen) Stellenwert bei ihm haben, unabhängig von einer neuen Partnerin. Mit der älteren Tochter besteht das Ritual, dass sie an ihren Besuchstagen im Auto vorne sitzt und das möchte dein Freund beibehalten. Ich finde das prima und würde dies an deiner Stelle unterstützen. Komisch finde ich getrennte Eltern, die beim Auftauchen eines neuen Partners diesen in der Priorität vor ihre Kinder setzen bzw. die Kinder heruntersetzen.
Sieh die Tochter nicht als Konkurrenz, denn das ist sie nicht. Was ist denn schlimm daran, wenn du manchmal im Auto hinten sitzt? Weil sich das nicht "gehört" oder was stört dich daran? Sag bei der nächsten Gelegenheit zu der Tochter, dass sie auf jeden Fall vorne sitzen soll, weil das ihr Ritual mit ihrem Vater ist und du das den beiden gönnst. Die Tochter und dein Freund werden dir dies danken.
Wenn Hintergrund für deine Frage aber eigentlich ist, dass du dich der Beziehung mit deinem Freund nicht ausreichend sicher fühlst, dann überlege, woran das liegt, aber dein Freund wird dir sicher nicht seine Liebe dadurch demonstrieren, dass er dich über seine Kinder stellt und das würde im übrigen auch nicht für ihn sprechen.
Bleib locker. Machtkämpfe von neuen Partnern mit den Kindern führen nur zu Problemen in der Partnerschaft und zu sonst nichts.
Alles Gute
w/44
 
  • #20
Hallo,

nun es ist mal so, dass Du Dich auf diese "Rollenverteilung" eingelassen hast. Für mich wäre es definitiv ein Trennungsgrund bzw. ich würde in solcher Konstellation keine Beziehung eingehen. Soll er ruhig seine Kinder hüten, aber ohne mich. Das Gefühl, dass ich erst nach seinen Kindern komme, würde mich innerlich zerfressen. Dann bleibe ich lieber alleine und habe Ruhe in meiner Seele.

Schöne Grüße
Kati
 
  • #21
Hm, also so richtig kann ich mir das Problem nicht vorstellen. Vielleicht, weil er es so als Regel eingeführt hat und Du deswegen das Gefühl hast, er setzt Dich zurück.
Ich mag ja Kinder, also mir würde es nichts ausmachen, wenn das 9jährige Kind irgendwelche Autofahrspiele spielen will oder sowas. (Das Radio würde mich mehr nerven.)

Ich bin überrascht, wieviele hier das so strikt sehen, dass Kinder hinten sitzen müssen. Ja, okay, wegen der Beinfreiheit, wenn man lange Beine hat, aber sonst?

Hinten sitzen ist wahrscheinlich für manche nur erträglich, wenn sie einen Chauffeur haben. Wenn Kinder dabei sitzt, scheint es ne Rangfolgendemütigung zu sein.

Immerhin fragt Dich das Mädchen und Du sagst man "ja" und mal "nein".
Ich denke, das Problem liegt woanders, bei Deiner Eifersucht auf die Kinder, die noch ganz anders genährt wird, ODER, weil Dein Freund so ein Drama drum macht und er damit aussagt, dass es schon was bedeutet, dass Du nicht vorn sitzen darfst. Vielleicht wär es ganz locker gewesen, wenn er nicht schon im Vorfeld diese Ansage gemacht hätte und das Mädel Dich einfach ab und an gefragt hätte, ob es auch mal vorn sitzen darf.
 
  • #22
Warum fährst du nicht mit deinem Auto? Dann sitzt du automatisch vorne und wenn er nach hinten muss, dann merkt er schnell selber wie doof das ist.
Immer mitfahren ist doch doof, ich fahr eh am liebstes lebst
 
  • #23
Hallo Fräuleinco

Schon Dein Name sagt mir, wie Du dich selbst siehst, als Fräulein und nicht als Frau. Logisch dass Du dann auch so behandelt wirst.

Wie handhabe ich das. Bin 50, geschieden, meine Tochter ist 9 und ich sehe sie rund die Hälfte der Zeit, aber das spielt in der folgenden Aussage keine Rolle. Ich habe also eine Tochter mit ihren Bedürfnissen - auch an mich als Vater - und ich habe bald eine Partnerin mit Bedürfnissen an mich und ich an sie. Das sind zwei völlig verschiedene Ebenen. Zuerst die Lösung: das Kind sitzt hinten und die Partnerin neben mir, so sind auch Autos gebaut, vorne für die Grossen, hinten für die Kleinen. Ist ganz einfach, wie bei den Pferden. Grosse Pferde für grosse Menschen, kleine Pferde für kleine Menschen.

Was Dein Freund verwechselt ist die Kommunikationsebene. Wenn er seiner Tochter die Liebe zu ihr damit zeigen will, dass diese vorne sitzen darf, dann hat er entweder Angst, dass sie sonst seine Liebe nicht merkt oder er hat gar keine Liebe in sich und kompensiert. Das ganze hat mit innerer Klarheit zu tun. Seine Prioritäten finde ich gut, er will seine Tochter spüren, ihr Nahe sein, wegen der 5 Tage. Aber wie er es auslebt finde ich hilflos. Und ganz grundsätzlich gibt er seiner Tochter auch noch ein fabelhaftes Bild mit, wie "wertvoll" eine Frau an der Seite des Mannes ist. Ich denke er hat noch ein Trauma von seiner Ex-Freundin und dieses wiederholt sich jetzt, weil Du ihn nach einem Jahr auf eine von Beginn weg unhaltbare Situation ansprichst. Das ist auch Dein Fehler, denn eigentlich hast Du von Anfang an gespürt, dass hier was faul ist. Und das faule ist die unklare Botschaft seitens des Mannes an Dich und seine Tochter.

Wenn er seine Töchter nur 5 Tage im Monat sieht, bleiben ja noch 25 Tage für Dich. Das sollte ja reichen um entspannt vorne bei ihm im Auto zu sitzen. Andere Lösung; Du fährst in Deinem Auto, dann bin ich ja gespannt, wie die Sitzordnung wäre.

Alles Gute

Kurt
 
  • #24
Wenn ich mich jedes Mal, wenn meine Partnerin ihren Sohn bei derart wichtigen Dingen unerträglich bevorzugt, aufregen würde, wäre die Beziehung längst beendet.
Mütter bevorzugen ihre Kinder täglich gegenüber dem Vater. Wie läuft denn die Beziehung als solche? Meist deuten doch solche "Zahnpastatubendiskussionen" eher darauf hin, dass ein grundsätzliches Problem besteht...
Suche Dir einfach einen Partner ohne Kinder. Wahrscheinlich werden Dich dann irgendwelche anderen Nebensächlichkeiten aufregen.
 
  • #25
Der Wert eines Menschen hängt nicht davon ab, auf welchem Platz im Auto er sitzt. Weiter oben wurde die Queen genannt: Eine Königin ist immer eine Königin, auch auf dem miesesten Stühlchen der Welt.

Ich würde mich hüten, in ein liebgewonnenes Vater-Kind-Ritual hineinzukritteln.

Setz doch du dich mal ans Steuer, oder schlag vor, dass ihr dein Auto nehmt. Mein liebster Platz in einem Auto ist der Fahrersitz.

Frau 51
 
  • #26
Ja, es ist blöd dass du das erst akzeptiert hast und es dich nun stört. Aber was solls, auch als Erwachsene darf man mal seine Meinung ändern. Ich empfehle ein lockeres Gespräch mit Mann und Kindern außerhalb der Autosituation. Koche was schönes für alle, esst gemeinsam und wenn alle satt und zufrieden sind, sagst du dass du noch was mit ihnen besprechen möchtest. Du kannst dann sowas sagen wie dass du es toll findest, dass die Kinder so ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater haben und dass du weißt dass sie für ihn ganz wichtig sind. Des lieben Frieden wegens hast du dich erst damit einverstanden erklärt, im Auto hinten zu sitzen. Aber nun ist dir aufgefallen, dass das ein Fehler war. Du findest es blöd hinten zu sitzen, weil du der Meinung bist, dass im Auto die Erwachsenen vorne sitzen sollten und du dich blöd fühlst wenn du hinten ins Auto einsteigen sollst (die Begründung, dass dir die 9jährige hinten auf die Nerven geht solltest du lieber nicht anführen). Dann hörst du dir an, was die anderen drei dazu zu sagen haben. Frag da ruhig genauer nach und höre genau zu. Dann sucht ihr gemeinsam nach Lösungsvorschlägen.

Die Sitzplätze im Auto sind eigentlich keine große Sache, eine gute Gelegenheit um zu schauen wie ihr zu viert miteinander umgehen und Probleme lösen könnt.

Ich finde auch die Lösungsvorschläge von frei gut, die kannst du ja bei dem Gespräch einbringen.
 
  • #27
Das finde ich nicht!

Hältst du beim Autofahren nicht gerne mal die Hand deines Freundes? Redest du beim fahren nicht auch gerne mit ihm? Möchtest du nicht auch das Gefühl haben, komplett integriert zu sein?

Kinder gehören mMn (wenn noch ein Erwachsener mitfährt) auf die Rückbank! Ich würde mich auch nicht auf die Rückbank setzen lassen, an Stelle der FS. Allerdings hätte ich meinem Freund das sofort gesagt, wenn er mir damit gekommen wäre.

Warum werden Kinder, die getrennte Eltern haben, immer so gepudert? Ich bin sicher, zu Ehezeiten durfte das Kind auch nicht vorne sitzen, sondern seine Frau war vorne bei ihm gesessen.
Und da liegt der Hund begraben! Ich glaube dein Freund war weder in seine Ex Freundin total verschossen, noch ist er es in dich. Sonst hätte er sich nicht wegen dieser Thematik (um dem Kind nicht vor den Kopf zu stoßen) von ihr getrennt und hätte es anschließend nicht sofort bei dir auch platziert, dass die Tochter vorne sitzen darf und er daran nichts ändern möchte.

Mich wundert langsam nicht mehr, warum Kinderlos und mit Kind (wenn auch nur tageweise) - als Paar zusammen immer seltener funktioniert.
Ist natürlich für das Kind viel besser dass, es im Auto immer vorne sitzen darf, dafür aber ständig eine neue Frau an der Seite ihres Vaters akzeptieren muss, weil keine Beziehung mehr hält. *Ironie Off*
 
  • #28
Als ich meinen Freund kennengelernt habe, sagte dieser zu mir, er stehe seiner13 jährigen Tochter zu, dass diese vorne im Auto sitzt auch wenn ich mitfahre. Er sehe seine Töchter nur 5 Tage im Monat und es sei ihm wichtig, wenn eine neue Frau in sein Leben tritt, dass er dieses Ritual nicht ändern will. Er habe in der Vergangenheit eine Frau kennen gelernt, welche damit ein Problem gehabt hätte und auf seine Tochter eifersüchtig gewesen sei.
Eigentlich hättest du direkt auf dieses Statement hin anders reagieren sollen. Aber gut, erstens muss man über so etwas Merkwürdiges erstmal nachdenken und überlegen, was das bedeutet u was man dazu sagt. Und zweitens möchte man grundsätzlich positiv sein, weil man schließlich verknallt ist u das neue Glück genießen möchte.
Ich finde es ein bescheuertes Getue, pädagogischen Unsinn, Machtgeplänkel. Ich glaube, ich würde ihm das so sagen mit diesen Worten, und dass ich ab sofort nie mehr zusammen mit ihm und Tochter/ Töchtern in einem Fahrzeug fahren werde! Fahr ab jetzt nur noch mit deinem eigenen Auto. (Ihn könntest du vorne mitfahren lassen, und wenn du magst, die zwei Kinder hinten.)
 
  • #29
So auf den ersten Blick würde ich das erstmal nicht überinterpretieren.
Ich habe ja drei Kinder und saß auch viele Reisen lang hinten. Mein mittlerer Sohn war sehr früh, sehr groß, der konnte ohne Knoten in den Beinen gar nicht mehr hinten sitzen. Wir hatten damals auch ein zu kleines Auto für die Familie. Das spielt ja auch eine Rolle. Der Vorteil war, dass ich mich hinten dann mit meiner Tochter vergnügt habe. Essen, Unterhaltung etc geboten habe.
Das war aber nie ein Machtkampf. Ich erzähle es nur, weil es verdeutlichen soll, dass auch völlig in Ordnung sein kann.

Später hat meine Tochter dann mit mir kleine Machtkämpfchen auch über die Autositze ausgetragen. Sie wurde von ihrem Vater wie eine Prinzessin behandelt und unsere Ehe lag da schon danieder und ich wurde von ihm lieblos behandelt. Das war sehr unschön (man überlegt es sich ja dreimal die Familie zu schreddern) und ich habe mich da klar durchgesetzt, weil es auch mein Auto war und ich dann bestimme. Es war aber nervig und insgesamt eine unschöne Situation. Er hat sich ins Fäustchen gelacht, dass wir uns stritten und ich so eine negative Rolle spielen mußte.

Bei Euch hat sich ein Vater-Tochter-Ritual eingebürgert, das bereits vor Dir existierte. Er wollte seiner großen Tochter wahrscheinlich nach der Trennung von ihrer Mutter signalisieren, dass sie jetzt die "Frau" an seiner Seite ist.
Ich glaube, das ist der Knackpunkt an der Sache, wenn Kinder als Partnerersatz instrumentalisiert werden so lange das Singledasein anhält. Das hört man ja öfter. Das ist glaube ich, der Fehler den Dein Freund begangen hat. Aus der Nummer kommt er jetzt nicht mehr so leicht raus, ohne seine Tochter zu verletzen.
Es gibt ja hier sehr erfahrene Foristen, die dir da vielleicht eine gute Lösung geben können. Ich weiß keine. Man müßte es behutsam machen und die Schieflage wieder gerade rücken ohne, dass sich das Mädchen verletzt fühlt. Der Mann mit seinen Töchtern machen auf mich einen netten Eindruck nach dem Lesen. Sie ist einfühlsam und fragt lieb und er betont, dass er Dich liebt und ihm Dein Wohl wichtig ist. Also ich finde das sympathisch. Mit einer 9 jährigen kann auf einer Autofahrt so lustige Spiele machen. Ich würde für die Fahrten lustige kleine Sachen basteln. Aber so etwas mache ich halt auch gern. Klitzekleine Püppchen mit selbst gehäkelten Bettzeug in einer kleinen Kiste drapieren. Kleine Spiele in Kistchen. Püppchen häkeln, die die Autofahrt mitmachen und Sachen kommentieren. Das kann alles sehr lustig sein. Bei mir würde die Große darum betteln bei mir sitzen zu dürfen. ;-)
 
  • #30
Liebe FS,

nach deinen neuerlichen Ausführungen verstehe ich umso weniger dein Verhalten. Du zelebrierst Probleme, wo keine sind.
Es wäre besser, wenn du dich vorerst mit dir selber auseinandersetzt und dir deine wirklichen Gründe für dein Verhalten anschaust.
Sich zurückgesetzt fühlen, ist verbunden mit der Angst, nicht wichtig genug für den Partner zu sein. Du kannst dafür sehr viel tun, indem du aktiv partnerschaftlich agierst, erwachsen und partnerschaftlich.

Freue dich darüber, dass du einen verantwortungsbewussten und feinfühligen Mann kennen lernen durftest.