• #31
Ich habe seit vielen Jahren einen kirchlichen Arbeitgeber. Mein vorletzter christlicher! sehr wohl bekannter Arbeitgeber hat mich (noch gelte ich als AE-Mutter) nach über 17 Jahren Dienstzeit auf eine miese und rechtlich nicht saubere Art und Weise gekündigt, mit Drohungen und unwahren Behauptungen vor Gericht, Androhung von Gefängnisstrafe und hoher Geldbusse, wenn ich weiterhin meine ungerechtfertige und vom Gericht nicht bestätigte Kündigung öffentlich mache. Ich war übrigens nicht die einzig Betroffene aus meiner ehem. Firma. Das zum Thema Christ sein.

Die besten Männer, die ich in meinem Leben hatte, waren alle Atheisten.

Die Männer, die immer behaupten, sie wären so tolle Christen, Menschenliebe und Menschenwürde stehe an erster Stelle, dieses "wir kümmern uns...", ist alles nur Schein nach aussen hin. Das waren oft die fiesesten und unreifsten Kerle, die nur an sich gedacht haben und höchst manipulativ waren.

w
 
  • #32
Ich habe in meinem Umfeld viele Menschen, die ein sehr konservatives christliches Weltbild vertreten. Interessanterweise sind dies vor allem Männer...
Eine Weile habe ich, die ich auch katholisch erzogen wurde, mit dieser Weltanschauung und diesen Ritualen geliebäugelt.
Während meine Mitschüler abends kiffend am Fluss saßen sang ich im Kirchenchor und ging mehrmals die Woche zum Gottesdienst... Es hat wohl jeder so seine wilden Phasen.

Und wie Phasen es so an sich haben, ging auch diese irgendwann zu Ende. Ich musste leider feststellen, dass die meisten Menschen in meiner Gemeinde Wasser predigten und Wein tranken, dass mir diese Form von Gemeinschaft mit all ihren engen sozialen Konventionen und Kontrollfunktionen immer mehr zuwider wurde.
Mit dem Widerwillen kamen die Zweifel; heute, wenige Jahre und einige Bücher von Dawkins, Hitchens und co. später glaube ich nicht mehr an eine höhere Macht, sondern lediglich an die "Macht" der Wissenschaft und der Empirie.

Mein Freund ist Naturwissenschaftler und Atheist, wir vertreten humanistische Werte, ohne dafür die Rituale einer Religion oder den Glauben an eine höhere Macht bemühen zu müssen.
 
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  • #33
Ein religiöser Partner würde für mich nicht in Frage kommen. Religion ist in meinen Augen frauenfeindlich. W54
 
  • #34
Ja, Religion spielt eine Rolle. Eine Beziehung mit einer nicht muslimin würde sich aufgrund meiner familiären und kulturellen Situation, als äußerst schwierig gestalten. Wenn ich jetzt erklären würde wieso weshalb und warum, würde ich noch bis morgen hier sitzen.

Wenn ich da Wahl habe, mache ich es für alle (!) Beteiligten einfacher und suche auch nach der gleichen Religion/Partnerin.
 
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  • #35
Lehnst du es denn generell ab, findest du es unangenehm, unangebracht... dir über Dinge Gedanken zu machen, die man (noch) nicht unmittelbar empirisch erfassen kann?

Nein, aber ich brauche keine Religion, die mich zum Denken anleitet - das kann ich alleine und viel freier.
Ich kann den Bezug, zwischen sich Gedanken machen und Religion überhaupt nicht herstellen.
Wer intensiv eine Religion praktiziert, denkt in den Kategorien dieser Religion und zwar je aktiver religiös, desto toleranzfreier gegen andere Ideen. Das möchte ich in meinem Leben nicht mehr haben.
In einer Partnerschaft geht es ums Zusammenbleben und den Einfluss, den aktive Religiosität hier auf den gelebten Alltag nimmt, nicht um spannende theroretische Diskurse und dann dreht man sich um, geht weg und muss die Folgen nicht erleben.
 
  • #36
AE-Mutter) nach über 17 Jahren Dienstzeit auf eine miese und rechtlich nicht saubere Art und Weise gekündigt, mit Drohungen und unwahren Behauptungen vor Gericht, Androhung von Gefängnisstrafe und hoher Geldbusse, wenn ich weiterhin meine ungerechtfertige und vom Gericht nicht bestätigte Kündigung öffentlich mache. Ich war übrigens nicht die einzig Betroffene aus meiner ehem. Firma. Das zum Thema Christ sein.
Was bitte hat Dein berufliches Kündigungsverfahren mit dem Thema Christsein zu tun ?
Die Kirchen sind nicht der Glaube und umgekehrt auch nicht.

Ich akzeptiere auch Christen, die außerhalb der Kirchen ihren Galuben leben .
Wahrscheinlich sind das sowieso die meisten Menschen.
 
  • #37
Was bitte hat Dein berufliches Kündigungsverfahren mit dem Thema Christsein zu tun ?
Die Kirchen sind nicht der Glaube und umgekehrt auch nicht.

Ich akzeptiere auch Christen, die außerhalb der Kirchen ihren Galuben leben .
Wahrscheinlich sind das sowieso die meisten Menschen.

Ganz einfach. Lies richtig. Ich habe bei einem konservativem kirchlichen Arbeitgeber gearbeitet, vertreten durch die Führungsleitung, die sehr großen Wert drauf legte, den christlichen Glauben nach aussen zu präsentieren und auf der eigenen Firmen-Webiste gut zu verkaufen. Aber nur nach aussen hin, aber nicht den eigenen Angestellten gegenüber. Also viel Theorie, wenig Praxis. Oder, große Klappe, nichts dahinter.

w
 
  • #38
"Wie hältst du's mit der Religion?" - war die berühmte Gretchenfrage beim Faust.
Mich würde interessieren, wie ihr da Unterschiede in Bezug auf die Kinder handhabt. Nach wessen Glauben werden die denn dann erzogen? Da gibt es ja nicht so ohne weiteres einen Kompromiss. Moslems, Christen, Atheisten... geben nun mal ganz grundlegend unterschiedliche Antworten auf diverse wichtige Fragen des Lebens - Fragen, die auch (kleine) Kinder schon stellen. Ich stelle mir das schwierig vor: mama sagt so, papa, was ganz anderes...
 
  • #39
Was bitte hat Dein berufliches Kündigungsverfahren mit dem Thema Christsein zu tun ?
Die Kirchen sind nicht der Glaube und umgekehrt auch nicht.

Dass die Kirchen mit ihren Mitarbeitern nicht gerade zimperlich umgehen, wenn sie nicht dem Regelwerk entsprechen, ist bekannt. Ein Teil meiner beruflichen Qualifikation, den ich allerdings nicht mehr nutze, ist auch davon betroffen.
So wie im Islam mit der Zeitehe praktisch gesehen Prostitution im Koran verankert ist, kann man das natürlich auch als Christ brav mit Annulierung der Ehe "wiedergutmachen".

Und ja, das hat etwas mit "Christsein" zu tun. Rein praktisch gesehen wird christlicher Glaube in Gemeinschaft bei uns in der Kirche gepflegt, zumindest erhebt die den Anspruch darauf. Und die Kirchen beanspruchen die "Definitionshoheit" über das, was Christsein ist. Nächstenliebe predigen und das Gegenteil tun. Zölibat fordern, heimlich für Pfarrerkinder bezahlen, Kinder schänden, die Täter durch Versetzung "bestrafen". Auch die christlichen Kirchen werden moralischen Ansprüchen keinesfalls immer gerecht...
 
  • #40
Dass die Kirchen mit ihren Mitarbeitern nicht gerade zimperlich umgehen, wenn sie nicht dem Regelwerk entsprechen, ist bekannt
Welches Gedankengut im 21. Jahrhundert so mancher kirchlichen Vertreter noch hat, kannst du hier nachlesen. http://www.salzburg.com/nachrichten...kner-will-keine-frauen-im-priesteramt-134317/

Wäre ich eine Frau, dann müsste ich mich schon fragen, in welchem Jahrhundert der Erzbischof Dr. Lackner und seine Kirche noch lebt.

Wenn ein nichtkirchlicher Arbeitgeber offiziell Frauen für Jobs ausschließt, dann würde es gleich eine Klagewelle drohen.
 
  • #41
@AufdrSuche
Bei uns war es so: Papa sagt so und Mama so. Ich bin (eher theistische) Agnostikerin mit protestantischer Kindheit. Mein ehemaliger Mann Atheist. Uns beiden war wichtig, dass das Christentum nicht an ihnen vorüberzieht - habe also auch Geschichten aus der Kinderbibel vorgelesen. Auch gebetet habe ich mit den Kleinen - weil mir selbst das Gebet als Kind viel bedeutet hat. Meiner Ansicht nach darf man als Kind durchaus auch an Jesus glauben und daran, dass er einen hört, es darf auch von seinen Werten hören, wenn es auch an Weihnachtsmann, Osterhase und Zahnfee glauben soll.

Mein Mann war völlig gegen die Gebete gewesen und hatte sich tatsächlich sehr erzürnt und es hatte eine große Krise gegeben, für die sich damals auch kein lösender Kompromiss fand. Er war der Meinung gewesen, ich würde sie indoktrinieren; ich war der Meinung, ein Gefühl für Spiritualität zu entwickeln schade ihnen niemals.

Ich beschloss, trotzdem mein Ding zu machen - bin ihm (aber auch mir selbst) allerdings insofern entgegen gekommen, dass ich mit dem Ende des magischen Alters auch damit aufgehört habe.

Irgendwann kamen die Fragen der Kinder: gibt es Gott?
- Ich: manche sagen ja, manche nein, manche sagen, sie wissen es nicht.
- Die Kinder: Was sagst du?
- Ich weiß es nicht.
- Und Papa?
- Er sagt nein. Was meint ihr?

Beide grübeln. Irgendwann kam im Brustton der Überzeugung: Ich glaub, dass es Gott gibt.

Beide haben sich taufen und konfirmieren lassen (von einer fantastischen Pfarrerin) - kamen über Freunde darauf, nicht durch uns, befassten sich intensiv mit Glaubensfragen. Es gab in der Zeit viele Gottesdienste auch für Eltern - war damals ziemlich oft in der Kirche (sonst nie). Selbst mein Mann kam ab und zu mit. Die Pfarrerin verstand es, Agnostiker, Gläubige und Atheisten gleichermaßen anzusprechen - selbst in der sehr liebevoll gestalteten Konfirmationsfeier, in der jeder Jugendliche sein eigenes, selbst verfasstes Glaubensbekenntnis vortrug. Da musste ich auch mächtig staunen, wie sich Kirche auch gewandelt hat!

Inzwischen oder derzeit ist meinen (erwachsenen) Kindern das Religiöse nicht so wichtig. Aber sie haben gernt, dass Glaubensfragen sich über ein Leben entwickeln und nicht statisch sein müssen.

Fazit: Spirituelle Erziehung unter Andersdenkenden ist eine Herausforderung, die auch sehr spannend sein kann für alle.
 
  • #42
Mit Kindern kann es sicherlich zu einem größeren Konfliktpotenzial kommen, vor allem wenn das Judentum und der Islam noch beteiligt sind, weil dann ja zB noch eine Beschneidung im Raum stehen könnte. Und das geht sicherlich auch den meisten Christen in Deutschland dann doch zu weit.

Zwischen dem deutschen "Bequemlichkeitschristen" und Konfessionslosen wird die Kindererziehung aber vielleicht nicht so dramatisch. Wenn wir mal ehrlich sind, "erziehen" die wenigsten Menschen ihre Kinder richtig in ihrem Glauben. Die meisten haben nämlich nicht einmal eine Ahnung, an was sie da eigentlich glauben oder was die Kirchen predigen, in die sie gehen (zumindest an Weihnachten). Hab mal in einer katholischen Runde in Süddeutschland gefragt, was die Betroffenen so zum Katechismus ihrer Kirche sagen. Hab nur in lange Gesichter geguckt, keiner wusste, was ich überhaupt meine.

Sinnvollerweise finde ich, dass man seine Kinder nicht taufen lassen sollte, auch wenn man selbst christlich ist. Nur so überlässt man ihnen wirkliche Wahlfreiheit. Im Übrigen ist eine Kindestaufe auch nicht biblisch, sondern wurde nur als Machtinstrument der Kirchen eingeführt. Die Christen halten sich also nicht an ihre eigenen Regeln, könnte man sagen. Wenn solche Rituale schon wegfallen würden, wäre es noch weniger problematisch in Beziehungen mit unterschiedlicher Religion.
 
  • #43
Ein Partner mit gleichem religiösen Hintergrund ist einfach harmonischer, denn er kennt die Rituale, die Gebete und die Zeit welche man im Glauben oder in der Kirche/Gebetsräumen oder sonstigen Aktivitäten wahrnimmt.

Er macht ja mit.
Ein andersgläubiger oder ein Atheist wird dies nicht so sehen, er will diese Zeit wohl anderweitig mit Partner verbringen und zeigt somit weniger Verständnis.

Die Debatte "Glauben ja oder nein" sollte hier nicht Thema sein.
Ich bin als Christin auch Nichtgläubigen gegenüber tolerant und hege keinerlei Kritik an Menschen, welche damit nichts anfangen können. Ich benötige keine Rechtfertigung meines Glaubens an andere, es ist meine Privatsache.
 
  • #44
Ein religiöser Partner würde für mich nicht in Frage kommen. Religion ist in meinen Augen frauenfeindlich. W54
Ich glaube allerdings auch, dass Du für einen halbwegs religiösen Menschen ebenso wenig infrage kommen würdest. (Wenn Religionen Permissivität nicht gutheißen, könnte das übrigens noch andere Gründe haben als platte Frauenfeindlichkeit. Nur mal so am Rande.) Womit doch alles in Butter ist, oder?
Mal vom konkreten Beitrag losgelöst: ja, ich teile die Skepsis aller, die bei Menschen misstrauisch werden, die ihre Religion wie eine Monstranz vor sich her tragen. Das trifft aber auch auf moderne Quasi-Religionen zu - von Veganern bis hin zu ... na ja, lassen wir das lieber. Belassen wir es einfach bei der Feststellung, dass divergierende Wertvorstellungen in wichtigen Lebensbereichen inkompatibel machen können. Ist das so neu?
 
  • #45
Für mich persönlich ist der individuelle Glaube jedes Menschen wichtig, also käme für mich nur eine Frau in Frage, die sich mit diesem Thema zumindest gedanklich befasst hat. Eine die blind und vllt. sogar noch fanatisch einer kommerziellen Mainstreamreligion (Christientum, Islam, Judentum, Buddhismus, Hinduismus)nach Schema F folgt wäre aber Garnichts für mich.
Ich kannte sogar mal eine Frau die christlich gemäßigt erzogen wurde für die war bei einem Mann allererstes Kriterium, dass er Moslem ist...Sachen gibt's.
M32
 

Laleila

Cilia
  • #46
Früher war ich da sehr straight. Ein Mann der an irgendeine Art Göttlichkeit glaubt käme nicht in Frage. Spätestens bei der Erziehung eines Kindes hätte es "geknallt".
Mittlerweile, wo Kinder kein Thema mehr sind, könnte ich mit einem relativen Glauben eines Partners so halbwegs umgehen, so es ansonsten ein kritischer Geist und Freidenker ist, was allerdings sehr selten vorkommt.
 
P

proudwoman

Gast
  • #47
Mit Religion möchte ich nichts zu tun haben und ist in meinen Augen das größte Problem auf dieser Welt und hat in einer Beziehung für mich nichts zu suchen.
 
  • #48
Im meinen Bekanntenkreis keine ich einige dieser sogenannten Atheisten. Offiziell ist man ein Atheist, aber zu Weihnachten, Ostern usw. besucht man immer die Kirche. Das halte ich ehrlich gesagt noch schlimmer.
Da finde ich auch lächerlich. Ich selbst würde mich nicht als Gläubig bezeichnen. Aber ich hoffe. Ich hoffe das es etwas irgendwo gibt was uns irgendwie leitet. Aber nur weil ich nicht Glaube(n) (kann), trete ich nicht aus der Kirche aus um ein paar Steuern zu sparen. Ich gehe in die Kirche wann ich möchte und mir danach ist. Ob meine Steuergelder zum besten verwertet werden, kann ich nicht überprüfen. Aber dennoch gibt die Kirche viel für die Menschen. Ich fahre ein Auto welches schon beim anlassen mehr Sprit säuft als ich Sonntags beim Bäcker ausgebe. Ich zahle die K.Steuer bis an mein Lebensende. Wer weiß, vielleicht brauche ich die Kirche in meinem Leben. Dann muss ich mich wenigstens nicht schämen, vorher ein Schmarotzer gewesen zu sein der sich Weihnachten und Ostern den hintern dort aufwärmt aber die paar Groschen nicht aus der Jacke bekommt.
m45
 
  • #49
Für mich ist das eine durchaus wichtige Sache, die ich bereits vor dem ersten Date abklopfe.

Mit Menschen, die irgendeine Sektenzugehörigkeit (neudeutsch: Religion) haben date ich nicht. Wer sein Leben, oder auch nur kleinste Teile seines Lebens danach ausrichtet was ein Dornenbusch auf eine Steintafel diktiert haben soll, oder danach welche Lebensweisheiten eine primitive Hirtengemeinschaft vor über 2.000 Jahren von sich gegeben haben soll, ist in meinen Augen nicht ganz dicht und auf dem Niveau eines Kindes das an Dornröschen glaubt.

Solange ich privat nichts zu tun haben muss mit solchen Leuten und sie mich mit ihrem Quatsch in Ruhe lassen, können Sie machen was sie wollen, das geht mich genauso wenig was an wie ihre Sexpraktiken, oder sonstige private Dinge. Aber ich könnte niemals jemanden respektiern, der an so einen Blödsinn glaubt.
 
  • #50
Es ist egal, wenn der andere nicht seinen Glauben oder Unglauben DAUERND thematisiert. Dann muss es passen, oder man wird irre. Ein Hühnerauge ist kein Zeichen Gottes für mich. Aber ich kenne Leute, die das so interpretieren und darüber bei 180 km/h auf der Autobahn erzählen und als Fahrer ständig zum Beifahrer gucken, dass einem ganz anders wird auf dem Rücksitz.
Die erziehen ihr Kind auch sehr kirchlich, dass es nur noch von Jesus spricht und alles, was es tut, für Jesus tut. Die Eltern sind der Meinung, das Kind könne es sich ja später aussuchen, ob es gläubig wird oder nicht. Ich sage dazu nichts, weil sie hochemotional und total unlogisch werden, wenn man ihnen sagt, dass das Kind total beeinflusst wird und es sich eben nicht mehr aussuchen kann. Dh. für mich: Bei der Kindererziehung spätestens gibt es Probleme, also einen Menschen, der andersgläubig ist, als Partner zu wählen, wird schwierig bei praktiziertem Glauben.
Sehr schön sind auch Bekehrungsversuche. Die oben genannten Personen verschenken gern mal an ihre anders- oder gar-nicht-gläubigen Freunde zum Geburtstag Büchlein "wie finde ich den richtigen Glauben" o.ä. Wenn man das als Partner dauernd hat, hält man das nicht aus.
 
  • #51
Ich(Ü40) hatte jetzt schon ein paar Dates und war jeweils die Glaubensrichtung für die Herren schon wichtig, aber wie wichtig ist dies eigentlich heute noch?
Ich schätze 95% der Menschen, die einen Glauben haben, haben zwar diesen Glauben gleichwohl praktiziert doch nur eine Minderheit diesen Glauben aktiv.
Gut für die Minderheit ist der Glauben dann schon wichtig, aber bei den meisten eher nicht.
Ist dann nicht egal, welchen Glauben der andere hat, wenn der Rest passt?
damit habe ich mich auch einmal auseinander setzen müssen.... manchen ist der Glauben immens wichtig. Ich habe festgestellt, das es bis in die Ausgrenzung gehen kann.Kann ich im heutigen Zeitalter und intellektuellen Fortschritt nicht nachvollziehen aber ein Mensch,mit dem man da nicht konform geht vor dem sollte man sich fern halten
 
  • #52
Bei den gläubigen Menschen finde ich es immer interessant, wenn sich Frauen ihre Haare färben oder eine Schönheits-OP hinter sich haben.
Lt. ihren Glauben sind sie ja ein Abbild Gottes und warum verändert man dieses Abbild.
Hatte Gott beim den jeweiligen Erschaffen, einen schlechten Tag?

Es macht keinen Sinn, sein naives Gottesbild anderen überstülpen zu wollen. Denn deine Interpretation würde auch nahelegen, dass man durch Rasieren, Haare schneiden, Zahnbehandlungen, Sport, Bildung und vieles mehr dieses "Abbild" verändern würde.

Ich denke schon, dass es für eine Partnerschaft wichtig ist, dass man in die gleiche Richtung schaut, dass man in den grundlegenden Wertvorstellungen übereinstimmt. Das setzt aber nicht a priori die gleiche Religionszugehörigkeit voraus. Die Toleranz den anderen in seinem "Anders sein" anzunehmen, hat ja auch seinen Charme.
 
  • #53
Meine Freundin hat ihren religiösen Glauben nie richtig abgelegt - da sie allerdings keinerlei Probleme damit hat, dass ich nicht glauben mag, klappt das dennoch. Wenn sie ab und zu ihre Zeit in einer Kirche verplempern mag - sie muss ihre Freude daran haben. Nicht ich. Und ich muss ja nicht mit.
So richtig tief religiöse Menschen mag ich nicht. Kann daher mit diesen Leuten auch nichts anfangen. Will sie nicht in meinem Leben haben. Ist ähnlich wie den Menschen, die einer Ideologie auf Gedeih und Verderb anhängen - dabei das logische Denken vergessen und verlernen. Bzw nie konnten. Ich halte solche Ideologen für wenig intelligent. Was anderes ist es, wenn man mit solchen Leuten Geld verdient ....
 
M

mightyMatze

Gast
  • #54
Ich persönlich bin ein gläubiger und auch tatsächlich praktizierender (evangelischer) Christ, das heißt ich gehe auch tatsächlich regelmäßig in die Kirche (nicht jede Woche, im Schnitt würde ich sagen so 1-2 Mal pro Monat) und übe auch ein kirchliches Ehrenamt aus. Das heißt nun aber nicht automatisch dass ich nun damit auch stockkonservativ wäre, im Gegenteil, ich bin theologisch und kirchenpolitisch ziemlich liberal eingestellt.

Ich hätte also ehrlich gesagt schon meine Schwierigkeiten mit einer konfessionslosen oder gar bekennend atheistischen Partnerin. Ich denke wir würden uns wahrscheinlich gegenseitig einfach nicht verstehen, weil unsere Weltanschauungen so unterschiedlich sind.

Eine potentielle Partnerin sollte meine Einstellung zu Glaube und Kirche zumindest akzeptieren. Am schönsten wäre natürlich wenn auch sie ein Interesse am Glauben hätte, denn das verbindet natürlich sehr und man hat gleichzeitig auch eine gemeinsame "Freizeitbeschäftigung". Aber in meiner Altersgruppe (ich bin 37) bin ich halt leider was das betrifft ein totaler Exot, so dass ich nicht viel Hoffnung habe eine solche Frau zu finden.
 
  • #55
Ich persönlich bin ein gläubiger und auch tatsächlich praktizierender (evangelischer) Christ, das heißt ich gehe auch tatsächlich regelmäßig in die Kirche (nicht jede Woche, im Schnitt würde ich sagen so 1-2 Mal pro Monat) und übe auch ein kirchliches Ehrenamt aus. Das heißt nun aber nicht automatisch dass ich nun damit auch stockkonservativ wäre, im Gegenteil, ich bin theologisch und kirchenpolitisch ziemlich liberal eingestellt.

Ich hätte also ehrlich gesagt schon meine Schwierigkeiten mit einer konfessionslosen oder gar bekennend atheistischen Partnerin. Ich denke wir würden uns wahrscheinlich gegenseitig einfach nicht verstehen, weil unsere Weltanschauungen so unterschiedlich sind.

Eine potentielle Partnerin sollte meine Einstellung zu Glaube und Kirche zumindest akzeptieren. Am schönsten wäre natürlich wenn auch sie ein Interesse am Glauben hätte, denn das verbindet natürlich sehr und man hat gleichzeitig auch eine gemeinsame "Freizeitbeschäftigung". Aber in meiner Altersgruppe (ich bin 37) bin ich halt leider was das betrifft ein totaler Exot, so dass ich nicht viel Hoffnung habe eine solche Frau zu finden.

Du bist ein gutes Beispiel.
Kirchlich engagiert und dann aber die Ehefrau langjährig betrügen und Prostituierte besuchen... Und sich damit brüsten.
Wegen genau dieser Doppelmoral wollen viele Menschen keinen religiösen Partner: da sind mir echt gelebte Werte eines Atheisten viel lieber als Scheinheiligkeit eines Kirchgängers.
 
M

mightyMatze

Gast
  • #56
Du bist ein gutes Beispiel.
Kirchlich engagiert und dann aber die Ehefrau langjährig betrügen und Prostituierte besuchen... Und sich damit brüsten.
Wegen genau dieser Doppelmoral wollen viele Menschen keinen religiösen Partner: da sind mir echt gelebte Werte eines Atheisten viel lieber als Scheinheiligkeit eines Kirchgängers.

Ein Heiliger zu sein habe ich nie behauptet. Auch wenn man gläubig ist bewahrt einen das nicht davor auch mal nicht unbedingt vorbildlich zu handeln. Da ist es gerade ein Trost, dass man sich trotz all dem Mist, den man baut, von Gott getragen wissen darf (Stichwort "sola fide", allein der Glaube).
Martin Luther wird der Satz zugeschrieben: "Sündige tapfer, aber glaube noch tapferer".

Im übrigen möchte ich mich verwehren gegen die Unterstellungen "langjährig" und "sich brüsten". Beides stimmt nicht.
 
  • #57
Kirchlich engagiert und dann aber die Ehefrau langjährig betrügen
So alleine ist er aber auch nicht damit. In den Ort, wo ich wohne, ist das Ehepaar im Kirchenvorstand genauso. Beide haben auch noch mehrere Affären am Laufen und deshalb müssen sie auch jeden Sonntag zum Beichten.:)

Eines habe ich in meiner Zeit, wo ich in Spanien lebte, festgestellt, dass es dort nicht so viele Atheisten gibt, wie in Deutschland. In Spanien zahlt jeder ca. 1 % von seinen Einkommen an div. Einrichtungen. Entweder in die Kirche, Caritas oder das Rote Kreuz usw.
Gebe es dies auch in Deutschland, dann würde es nicht so viele Atheisten geben. Meine Ex-Frau zahlte für die katholische Kirche und meine Beiträge bekam das rote Kreuz.

Grundsätzlich sollte dies jedoch kein Problem sein, wenn sich beide Menschen damit umgehen können und spreche hier aus der Erfahrung. Zu Weihnachten, Ostern, Pfingsten usw. ging ich mit meiner Frau in die Kirche und nicht wegen des Glaubens, sondern als Liebe vor ihr, weil ihr es wichtig war. Dafür wurde ich dann an einen normalen Sonntag freigestellt und konnte auf der Couch lesen, während sie zum Gottesdienst ging.

Für mich als Atheist werden 2018 eher uns die Außerirdischen besuchen, als das wir einen Gott sehen. Eventuell waren ja die Außerirdischen schon hier und sind dann völlig gefrustet weiter geflogen. Da fliegt man eine Entfernung von über 1000 Lichtjahren und dies bei einer Bevölkerung, die es nicht weitergebracht hat, als den Trabanten ihres Planeten zu besuchen. Was für ein lausiger Trip und lass uns weiterfliegen zu einem Volk, das auf unserem Niveau ist.
 
  • #58
Da ist es gerade ein Trost, dass man sich trotz all dem Mist, den man baut, von Gott getragen wissen darf (Stichwort "sola fide", allein der Glaube).
Martin Luther wird der Satz zugeschrieben: "Sündige tapfer, aber glaube noch tapferer".


Ziemlich lächerlich. Ich denke, wer einen auf "Christ", regelmäßig in die Kirche geht und auf dem entsprechende "Moral" Wert legt, sollte sich dann entsprechend verhalten. Dieses bigotte "Sonntags tun wir alle christlich, werktags interessiert es mit überhaupt nicht" finde ich komplett lächerlich. Ich war auch mal relativ katholisch, aber genau das ist für mich ein Grund, aktuell über einen Austritt nachzudenken, weil auch die katholischen Priester das nicht viel anders sehen.
 

Laleila

Cilia
  • #59
Ja, klar.
Mir geht es da wie @Claire74. Einen Partner könnte ich in seiner Religion und in Folge in seinem Wesen nicht ernstnehmen.
Bei Freunden und Bekannten ist es mir gleich, solange sie mich nicht missionarisch unterwegs sind. Aber mit ihnen lebe ich auch keinen Alltag, muss mich mit ihnen nicht auf die Kindeserziehung einigen oder übers Weltgeschehen debattieren. Bei ihnen kann ich mir auch mal einen Abend lang auf die Zunge beissen, mein Leben lang kann und möchte ich dies aber nicht und so käme es wahrscheinlich immer wieder zu verletzenden Diskussionen.
Nein, einen Mensch mit Religion schlösse ich per se als Beziehungspartner aus.
 
  • #60
@Basketballer @Lebens_Lust Ziemlich krass, was Ihr in Bezug auf @mightyMatze äußert - darf eurer Meinung nach ein Mensch, der Fehler macht (oder nennen wir es ruhig ganz klassisch: der Sünden begeht), und auf wen träfe das nicht zu, nicht gläubig sein? Wie begründet Ihr das?

Ich persönlich bin trotz der langen Liste meiner Verfehlungen gläubig und praktizierende Katholikin. Mein Freund ist Atheist, was mich zwar nicht davon abgehalten hat, die Beziehung einzugehen, was ich aber dennoch oft schwer erträglich finde. Atheisten erscheinen mir "heimatlos" und oft zynisch.
 
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