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  • #1

Ist ein depressiver Mann Beziehungsfähig?

Wenn ein Mann nicht oder kaum im zwischen menschlichen Bereich kommunizieren kann,...weil er depressiv ist und so demnach auf Dauer eine Beziehung nicht möglich wäre?
Er sagt oft: „kann dir nicht geben was Du erwartest“ Was heißt das genau?
Ist er dann Beziehungsunfähig?
 
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  • #2
Warum willst Du Dir das antun? Finde doch einen Mann, der beziehungsfähig ist.

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  • #3
Ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten. Zumindest fällt es einem in dieser Situation schwer, Gefühle aufzubauen. Teilweise äußert es sich in Bindungsängsten bzw. Angst vor der Zukunft. Am schwersten wiegt jedoch die innere Leere und Gefühlslosigkeit die man ja selbst nicht möchte. In dieser Situation ist man selbst recht hilflos was die Lage nicht besser macht.

„kann dir nicht geben was Du erwartest“ heißt einfach nur, da sind momentan keine Gefühle. Es wird sich nur mit der Zeit ändern und braucht viel Geduld.
 
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  • #4
Lass die Finger von dem Mann, das bringt nichts. Du bist nicht seine Therapeutin oder Ärztin. Wenn er krank ist und nicht richtig kommunizieren kann, dir außerdem selber sagt, dass er dir nicht das geben kann, was du erwartest, was willst du dann noch? Du suchst doch einen gleichwertigen Partner und keinen Patienten.
 
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  • #5
Vermutlich leidest Du, FS, an einem Helfersyndrom. Wie kann man sich schon von Anfang an solche Probleme ins Haus holen?!

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  • #6
Depressionen ist ein Gefühlszustand, der - wie andere Erkrankungen - heilbar ist. Sie werden meistens durch bestimmte Aussenfaktoren ausgelöst. Viele Menschen haben im Laufe ihres Lebens einmal eine depressive Phase, sie lassen sich aber nicht behandeln. Besser ist es, sofort zum Arzt/Therapeuten zu gehen. Wenn er gerade nicht das geben kann, was Du brauchst, würde ich hinterfragen, ob es an seinem aktuellen Gemütszustand liegt, oder ob seine Zuneigung zu DIr tatsächlich nicht ausreicht für eine Beziehung.
 
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  • #7
"Ich kann Dir nicht geben, was Du erwartest" sagen oft auch Männer, die gar keine Beziehung wollen. Ein Satz, bei dem die Frau die Beine in die Hand nehmen sollte.
 
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  • #8
Was ich bei solchen Fragen nicht verstehen kann, warum kommen immer gleich Antworten wie "Lass die Finger von dem" oder "leidest du an einem Helfersyndrom". In einem anderen Thread wurde gleich abwertend über die Beziehungsangst gesprochen. Angeblich ist die ja nur vorgetäuscht.

Solche Antworten kommen meist von Frauen, die selbst nie in solchen Situationen waren und wohl bei den ersten Schwierigkeiten einer Beziehung hinwerfen. Irgendwie ist in der heutigen Zeit das Zusammenstehen auch in schwierigen Zeiten verloren gegangen.


@FS
Wenn er dir es wert ist, halte zu ihm und gin ihm die Zeit. Du musst dir jedoch im klaren darüber sein, es kann auch schief gehen.
 
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  • #9
Ich hatte einen depressiven Mann - es war die Hölle.
Du kannst nicht helfen, obwohl du ihn liebst.
Ich habe mich getrennt, es war für mich der letzte Weg um nicht selbst depressiv zu werden.
 
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  • #10
Wurde ihm diese Krankheit von einem Arzt bestätigt? Ich habe einen platonischen, depressiven Freund und das ist oftmals belastend für mich. Da wir aber bereits jahrelang befreundet sind, unterstütze ich ihn (höre mir seine Geschichten zwar nicht an, bin aber in der Arztwahl behilflich und besuche ihn wenn er in der Klinik ist). Würde ich einen Menschen kennen lernen und im Vorfeld wissen, dass dieser depressiv ist, würde ich mir das nicht antun eben da diese Menschen tatsächlich nicht beziehungsfähig sind. Es gibt diverse "Schweregrade" und einen erheblichen Unterschied zwischen einer lebensumstandsbedingten depressiven Verstimmung (damit meine ich Job und oder Wohnung und oder PartnerIn weg) und der Krankheit an sich.
Aber wenn dir jemand OFT sagt: "kann dir nicht geben was Du erwartest" glaube das einfach. Derjenige wird dies nicht ohne Grund sagen. w.30
 
  • #11
Ich kann auch aus eigener Erfahrung berichten. Meine Antwort: definitv nein.
Es ist ein Wechselbad der Gefühle. Ein stetiges Hoch und Tief. Man erhält einen Tag totale Liebe und Aufmerksamkeit und am nächsten morgen ist alles vorbei. Ich hatte das über 6 Monate wußte zuerst nicht, was los ist bis alles ans Tageslicht kam. Man versteht die Welt nicht mehr lernt sich kennen, paßt alles, Liebe, Zärtlichkeit, Sex (war alles in der Phase als der Mann keine Medikamente nahm). Dann bricht alles zusammen der Depressive kommt im Alltag nicht mehr klar, muss Medikamente nehmen und diese legen die Gefühlswelt komplett auf Eis.Man ist neben dem Depressiven wie ein Fremder, kein körperlicher Kontakt findet statt, nicht mal ein Händehalten oder ein Begrüßungskuss, gar nichts.
Ich kam mit dieser Situation einfach nicht mehr klar, ich wollte Nähe wie schon gehabt und konnte sie über Wochen nicht bekommen. Nebeneinander herleben schon zu Anfang einer Beziehung wie Bruder und Schwester kommt für mich nicht in Frage. Es tut mir sehr leid für diesen Mann, er wird noch sehr lange damit zu kämpfen haben.
 
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  • #12
Nein - nicht beziehungsfähig. Du wirst immer wieder Phasen erleben, in denen diese innere Leere vorherrscht und er nichts fühlen kann.
Da hilft auch keine Geduld und es wird sich mit der Zeit auch nicht ändern - weil es die Auswirkungen der Depression und nicht eben nur eine 'Unart' ist.

Du wirst immer nur zeitweise einen Partner haben und die Zeiten, in denen die Depression nicht oder weniger die Oberhand hat, werden die anderen Zeiten nicht überwiegen. Dies mach Dir bitte klar! Selbst 'nur' eine Freundschaft zu haben, ist mit so einem Menschen sehr schwer.

Frage Dich bitte, warum Du unter diesen Umständen eine Beziehung eingehen willst! Hast Du so große Angst, alleine zu bleiben/ein Helfersyndrom ....

Ich rate Dir ganz dringend von einer Beziehung ab!
 
  • #13
Ich habe nahe Angehörige die an dieser Krankheit leiden. Deshalb muss ich Dir da die Illusionen nehmen. Beziehungsfähig sind diese Menschen schon-vorausgesetzt Du bist leidensfähig.

Er hat nämlich recht wenn er sagt dass er Dir nicht geben kann was Du erwartest- und wenn ers noch so gerne täte. Depressionen sind nicht einfach nur ein Blues sondern eine massive Störung der Körperchemie. Es fehlen die "Feel good Hormone" wie Serotonin und Endorphine. Beides Stoffe die als Belohnungsdrogen zum Beispiel beim musizieren, Ausdauersport, und Sex den Körper fluten. Ganz besonders aber wenn man frisch verliebt ist (ist die Ursache für dieses debile Dauergrinsen frisch Verliebter). Wenn er also nicht einmal frisch verliebt aus der Depri kommt ist es ziemlich Ernst.
Lässt sich lindern aber einmal ausgebrochen nie wieder vollständig heilen. Was heisst dass er sein Leben lang entsprechende Medikamente mit satt Nebenwirkungen zu sich nehmen muss. Dennoch wirds immer wieder Schübe geben.

Und Du kannst NICHTS machen, gar nichts. Das muss Dir klar sein wenn Du eine Beziehung zu einem Depressiven Menschen aufbaust.
 
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  • #14
Wenn man all das so liest, kann man nur hoffen, daß die Diskutanten selber nicht mal krank werden. Depressionen sind bereits eine Volkskrankheit. Die Ausprägungen reichen von mild bis akut suizidgefährdet. Warum schließt ihr immer gleich Menschen mit Handycap aus, selbst wenn die Erkrankung heilbar ist?

Ich denke viel eher der Mann ist nicht so richtig interessiert, wenn er so in Selbstaufgabe redet.

m, 38
 
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  • #15
Dito #3 und #4!
Natürlich ist der Mann beziehungsunfähig! Da bleiben doch wohl keine Frage offen!
Vielleicht braucht er ne Therapie vielleicht wird sich das irgendwann mal bessern, trotzdem solltest Du nicht die verständnisvolle Krankenschwester spielen. Männer bleiben nämlich nicht bei ihrer "Krankenschwester". Die sind die Trümmerfrauen, die sich mit den Problemen herumschlagen dürfen und am Ende abgelegt werden.
 
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  • #16
Wenn er bereit ist Medikamente zu nehmen und eine Therapie zu machen, müßte sich die Depression ja zumindest bessern oder sogar ganz vergehen.
Dann wäre eine Beziehung gut möglich.
Depressionen haben die meisten auch nur phasenweise, nicht dauerhaft.
 
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  • #17
Wie heißt es so schön?
Wer sich nicht selbst lieben kann, der kann auch keinen anderen lieben.

Lass ihn erstmal mit seinen Problemen klarkommen und such Dir lieber einen Mann der Dich glücklich und nicht auch depressiv macht.
 
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  • #18
Liebe FS,

wenn er sich professionell helfen lässt, besteht vielleicht doch Hoffnung für euch. Aber der Weg aus einer Depression heraus ist lang und schwer, aber nicht unmöglich. Alles Gute!
 
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  • #19
hallo! Ich kann auch nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass es schwierig sein wird. Ich wurde 6 Mal von so einem Mann verlassen und er kam immer wieder und sagte, es hätte nur mit ihm zu tun... ich habe es mir selbst eingeredet - "das schaffen wir schon...", aber wenn diese Welle bei ihm ankam, war es unerträglich für mich mit der Zeit. Jeder muss für sich selbst entscheiden..UND! Obwohl er ein Jahr in einer Terapie war und meinte, es hätte mit seinem Babyalter (!!!!) zu tun. Überlegt Euch mal - Man muss es lernen, sein Leben in eigene Hände zu nehmen und wenn es sogar nach einer Terapie nicht klappt, dann ...schwierig, ich weiß, wenn man verliebt ist...
 
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  • #20
Wenn man all das so liest, kann man nur hoffen, daß die Diskutanten selber nicht mal krank werden. Depressionen sind bereits eine Volkskrankheit. Die Ausprägungen reichen von mild bis akut suizidgefährdet. Warum schließt ihr immer gleich Menschen mit Handycap aus, selbst wenn die Erkrankung heilbar ist?

Ich denke viel eher der Mann ist nicht so richtig interessiert, wenn er so in Selbstaufgabe redet.

m, 38

Viele Arten von Depressionen sind eben n i c h t heilbar. Sie sind nur mit Medikamente in griff zu bekommen aber diese haben dann andere, sehr starke Nebenwirkungen.
Mein Exfreund hatte starke Depressionen. Ich habe immer gedacht ich kriege das hin. Aber es ging nicht. Nach 10 Jahren war auch ich ein seelisches Wrack und habe Therapie gebraucht.
Ich würde also immer die Beine in die Hand nehmen, wenn ich den Verdacht auf Depression hätte.
Ich bin ein gebranntes Kind.
 
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  • #21
Solche Antworten kommen meist von Frauen, die selbst nie in solchen Situationen waren und wohl bei den ersten Schwierigkeiten einer Beziehung hinwerfen. Irgendwie ist in der heutigen Zeit das Zusammenstehen auch in schwierigen Zeiten verloren gegangen.

Nein, damit hat das nichts zutun, meisstens kommen diese Ratschläge von Frauen, die das mal durchlebt haben - und was heisst Zusammenstehen in schwierigen Zeiten? Wenn ich von Anfang an weiss, dass ich es mit einer Person zutun habe, die depressiv ist, weshalb sollte ich mir Probleme ins Haus holen, wo ich es doch mit einem "gesunden" Mann besser haben kann? Das hat nichts mit schnellem Aufgeben zutun, sondern mit Mitleid und Helfersyndrom, ganz klar.

Wenn dieser Mann schon sagt, dass er das nicht geben kann, was sie erwartet, dann meint er es auch so, aber viele Frauen spornt so ein Satz gerade noch richtig an...

Zuerst nachdenken und dann posten.

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  • #22
Meine Antwort: Das ist unwichtig. Das sollte keine Frau real mit einem solchen Mann erforschen.
Das muss Frau sich nicht antun. Lieber weitersuchen. M 54J
 
  • #23
Es geht doch hier um den Fall eine Beziehung mit einem depressiven Partner zu beginnen/einzugehen. Wir sind doch alle keine berufsmäßigen Samariter und haben das Recht, einen Partner zu suchen und evtl. zu finden, der gesund ist.

Selbstverständlich ist es doch eine ganz andere Situation, wenn der Partner später krank wird! Dann ist es ziemlich charakterlos, sich zuverabschieden; einfach schäbig.
 
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  • #24
Ich bin die #3 und nachdem hier unterstellt wurde, es würden Frauen gedankenlos abraten, obwohl sie noch nie in solch einer Situation waren, möchte ich doch etwas ausführlicher antworten.

Auch ich war mal mit einem depressiven Mann zusammen. Als ich ihn kennen lernte, hätte ich nie vermutet, dass er krank ist, weil er sich gerade in einer Phase befand, in der es ihm gut ging. Er wirkte völlig normal und gesund. Was dann folgte, möchte ich nicht noch einmal erleben. Nach und nach verhielt er sich immer merkwürdiger und gestand mir dann, dass er seit längerem in therapeutischer und ärztlicher Behandlung ist. Das half aber nur bedingt. Er ist nicht "grundlos" depressiv geworden, hat viel Schlimmes in der Kindheit erlebt. Ich konnte das alles nicht auffangen, konnte nicht gleichzeitig Freundin und Therapeutin sein. Das, was er mir anvertraute, war harter Tobak. Ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte. Zusätzlich zur Depression entwickelte er auch noch eine Essstörung. Alles drehte sich nur noch um ihn und seine Krankheit. Er war überhaupt nicht in der Lage, eine normale Partnerschaft zu führen. Ich wäre mit der Zeit daran kaputt gegangen. Dass ich die Beziehung beendet habe, hatte nichts mit schnellem Aufgeben sondern reinem Selbstschutz zu tun. Helfen hätte ich ihm eh nicht können, wir wären höchstens beide kaputt gegangen.

Meine Meinung ist daher Folgende: Wenn schon zu Beginn einer Partnerschaft klar ist, dass einer schwer krank ist und keine normale Partnerschaft möglich ist, dann lasst es, es hat (leider) keinen Sinn. Wenn man im Gegenzug mit einem Partner lange Jahre zusammen ist und er wird erst dann krank, ist das was ganz anderes. Natürlich hilft man ihm dann und verlässt ihn nicht.

Die wohlgemeinten Ratschläge, vonwegen, wenn er in Therapie geht, dann ist alles gut, dann ist auch eine Partnerschaft möglich, halte ich für etwas naiv. Leider sieht es in der Realität nämlich anders aus.
 
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  • #25
@#20 Gast
Eben. Zuerst nachdenken und dann posten. Ich habe die Erfahrung gemacht, solche Ratschläge kommen meist von Frauen die eben diese Erfahrung nicht gemacht haben. #3 ist hier wohl eher die Ausnahme. Und selbst sie schreibt, "Wenn man lange Jahre zusammen ist und er wird erst dann krank, ist das was ganz anderes. Natürlich hilft man ihm dann und verlässt ihn nicht."

Pauschal kann man eh nicht raten. Es kommt auch darauf an, wie schwer die Krankheit ist und ob sie nur vorübergehend ist. Wie pauschal und vorschnell geurteilt wird, kann man hingegen hier im Forum oft genug nachlesen. ;)
 
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  • #26
Hier die FS.
Danke erstmal für die ausführlichen Antworten und Meinungen.

Wir sind schon länger befreundet, und wies so ist, aus Freundschaft wurde Liebe.
Er ist 52, ich auch, ist selbstständig, hat einen Jungen im Alter von 8 Jahren - sein Lebensinhalt. Mit der Zeit bemerkte ich sein ab normales Verhalten, Rückzüge nicht Erreichbarkeit...etc. Vieles was hier steht, sehe ich in ihm wieder.

Auf mein Drängen hin, begab er sich in Therapie derzeit, er ist noch in Behandlung und nimmt auch Medikamente.
Wir wohnten nicht zusammen sahen uns aber 1- 2mal die Woche regelmäßig über 2 Jahre. Weil mir es damit aber mit vor geschrittener Zeit garnicht so gut ging, er sich da gerade in Therapie begab, hab ich ihn verlassen. Er wollte es erst nicht, sah es aber dann ein das er ein Stück des Weges allein gehen musste. Der Kontakt brach völlig ab über ein Jahr lang.

Nun, schrieb er mir wieder und möchte den Kontakt da wieder anknüpfen wo ich ihn mal beendete...darum fragte ich hier ob das sinnvoll ist. Wenn er mir damals es doch nicht geben konnte was ich brauche, dann doch heute nicht anders würde sein? Ich möchte einfach nicht nochmal verletzt werden. Vergessen hab ich ihn nie, die Gefühle haben sich auch nach einem Jahr nicht verändert.
 
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  • #27
Von dem bekannten Psychiater Manfred Lütz stammt der Satz: "Das Gute an der Depression ist, dass sie vorbei geht." (Freilich - und der Meinung ist Lütz natürlich auch - bedarf es hierzu jedoch oft ärztlicher bzw. therapeutischer Hilfe.) Und was ich zudem noch zu bedenken geben möchte: Menschen mit Depressionserfahrungen sehen oft tiefer!
 
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  • #28
Von dem bekannten Psychiater Manfred Lütz stammt der Satz: "Das Gute an der Depression ist, dass sie vorbei geht." (

Mag sein, aber das Schlechte ist, dass sie auch immer wiederkommt.
Wer wirklich unter Depressionen leidet, wird diese nie wirklich los. Es kommt in Schüben und das ist das teuflische. Die Phasen schleichen sich ein und wenn man nicht aufpasst ist man mitten drin.
Bei meinem Ex kamen die Depressionen immer so im Abstand von 5-6 Jahren. Dann aber heftig, nie ohne längerer Therapie und mit Medikamenten. Die Medikamente hatten dann auch wieder negativen Einfluss auf seine Libido. War echt schei.....
 
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  • #29
EIn Mensch der Depressionen bekommt hat eine Krankheit. DIese ist in der Gesellschaft stigmatisiert. Lieber lebt man mit jemandem der eine Krankheit hat, die akzeptiert wird. Allerdings ist etwas sehr wahres daran, dass diese Menschen mit dieser Lebenserfahrung, die vorbeigeht , sich mehr Gedanken machen, als Andere, also auch oftmals in ihr Leben mehr Ordnung reinbringen und mit ihren Freunden wirklich wertvolle Gespräche führen können. Wer das Tal durchwandert hat, ist in der Lage den Berg zu erklimmen. Ich spreche aus eigener Erfahrung.
 
  • #30
@10 und 24
Hast Du denn Erfahrung damit?

Ich glaube nicht, sonst würdest Du hier nicht so schreiben.
Meine Erfahrung kommt nicht von einer Partnerin sondern enem Elternteil- da kannst Du nicht einfach gehen. Was ich hierzu geschrieben habe ist die Ärztliche Lehrmeinung. Wenn der Partner an Depressionen erkrankt sollte man selbstverständlich versuchen mit der Krankheit klar zu kommen (ist aber sehr schwer und belastend). aber mit einem Erkrankten eine beziehung aufzubauen muss schon sehr gut überlegt sein. In den Depri-Phasen wird er Sie auch immer wieder zurückweisen. Nicht weil er böse ist sondern krank.

Das liebe FS muss klar sein. Am besten Du fragst einen Doc nach dieser Krankheit und deren Auswirkungen- dann hast Du eine klare und keine Anonyme Aussage.

Nochmals: Du kannst schlichtweg NICHTS tun. Nur ihn immer wieder in die Psychtrie einweisen lassen wenns mal wieder soweit ist. Schaffst Du das?
 
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