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  • #1

Ist ein Partner aus dem gleichen beruflichen Umfeld besser?

Hallo Forum!
Mich würde interessieren ob es für zeitintensive Berufe besser ist sich einen Partner aus der gleichen Branche zu suchen. z.B. Pilot+Stewardess, Arzt+Krankenschwester usw.
Gibt es da mehr Verständnis für Dienstreisen, Weiterbildung, Arbeitszeiten und jobspezifische Gespräche?
w25 (RA-Gehilfin)
 
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  • #2
Gerade die Kombination "Arzt und Krankenschwester" wird von Ärzten oft abgelehnt, weil die Dame keine Akademikerin und damit nicht auf Augenhöhe ist. Es sollte schon eine Akademikerin sein, die ein gewisses Bildungsniveau (und ein gutes Einkommen) vorweisen kann. Verständnis für Dienstreisen etc. haben Akademikerinnen genauso, das ist kein besondere Charaktermerkmal der Nicht-Akademikerinnen. Mit einer Nicht-Akademikerin kann man auch keine vertieften jobspezifischen Gespräche führen. Dann müßte eine Akademikerin (also Ärztin) her.
Ich kenne auch keinen Anwalt, der eine dauerhafte Beziehung mit einer seiner Sekretärinnen hätte. Solche Frauen werden von Männern, die so ticken, höchstens für kurze Affären genutzt, aber dann auch nicht im oder aus dem eigenen Büro, sondern immer von außerhalb. Wer will sich schon das Getuschel der Kollegen anhören? Übrigens: Stallhasen schießt man nicht, wie "Mann" so schön sagt.
 
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  • #3
Ja, ich komme aus dem kaufmännischen Bereich und habe mich am besten mit Männern verstanden, die verstanden wovon ich sprach und ich deren Probleme und Arbeitsalltag auch gut verstand. Ausserdem waren die Arbeitszeiten ähnlich und das ist auch gut für eine Beziehung.

w
 
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  • #4
Mein Partner und ich sind beide Wirtschaftswissenschaftler, arbeiten aber in vollkommen unterschiedlichen Branchen und Positionen. Ich halte dies für eine ziemlich ideale Kombination, war aber für mich kein Muss.
 
  • #5
Du überlegst jetzt, ob ein Rechtsanwalt zu dir passen würde? Der ist aber mit 25 noch nicht fertig ausgebildet und beruflich etabliert. Das ist erst 5-8 Jahre später der Fall. Also wird es ein älterer Mann.
Aber dann müsstest du dir zusätzlich nach jemandem suchen, dem ggf. Bildungsgefälle und geringer Verdienst der Frau egal oder noch besser willkommen ist. Mental würdest du wahrscheinlich seine ewige Assistentin blieben, die ja so viel Verständnis für seine beruflichen Belastungen hat.
Es gibt eine ganze Menge Männer, die das sehr ok. finden. Wenns passt, warum nicht?

Für mich ist das gleiche berufliche Umfeld zur Partnersuche ausgefallen. Die Männer, die ich kennenlernte waren entweder (potentiell oder real) meine Kunden oder Klienten. Leute für die ich arbeite oder die ich betreue, sind für mich als Partner uninteressant, weil ich zu abhängig von ihnen bin.
Jemand, der ähnliche Interessen und eine ähnliche Denke hat, aber nicht in der gleichen Branche arbeitet, war für mich interessanter.
 
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  • #6
Du überlegst jetzt, ob ein Rechtsanwalt zu dir passen würde? Der ist aber mit 25 noch nicht fertig ausgebildet und beruflich etabliert. Das ist erst 5-8 Jahre später der Fall. Also wird es ein älterer Mann.
Also bitte, mit 35 ist man doch kein "älterer Mann". Und das ein männlicher Partner nicht älter ist als die Frau, ist doch eher die ganz seltene Ausnahme.

m.
 
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  • #7
Willst Du jetzt nur noch Rechtsanwälte daten?
 
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  • #8
Ich hatte das Mal und wollte das nicht mehr! Warum? Weil man ständig und beständig nur am fachsimpeln ist und das ist gewiss nicht beziehungsförderlich! Das allerbeste Verständnis kommt ausschließlich über die Liebe und nicht über jobspezifische Gepräche, das ist meine Erfahrung. m
 
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  • #9
Kann gut sein, kann blöd sein. Einerseits fügen sich gemeinsame Vorlieben und Interessen. Viele lernen sich über den Beruf kennen, insofern nichts Besonderes.

Auf der anderen Seite: wenn der Pilot und die Stewardess nun andere Flugpläne haben, der Arzt und die Schwester andere Schichtpläne, dann ist es mit der privaten Gemeinsamkeit recht eng.
 
  • #10
@5 genau, ich meinte "älter als die FS"
 
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  • #11
Geht gar nicht :)
Arzt und Schwester ist das Klischee schlechthin. Arzt und Ärztin deutlich seltener. Die Schwester hat normalerweise etwas mehr Zeit für ihren Arzt und man sieht sich trotz Schichtarbeit häufiger als zb. ein vollzeitarbeitendes Chirurgenpaar.
Ich bin hochdankbar, wenn ich mich abends nicht noch im Bett über Fälle austauschen muss und im Normalfall mein Partner mich nach einem anstrengenden Dienst zu Hause ins Bett packt und ein bisschen umsorgt. Obwohl beide 80 bzw 65 St die Woche arbeiten.
Einen Arzt würde ich nicht haben wollen. Es gibt so viele gerade jüngere Schwestern, für die ein Chirurg das Nonplusultra ist, dabei verspricht das keinen sozialen Aufstieg und geheiratet wird höchst selten.
Von zig Kollegen werden die jungen Dinger für einen freundlichen Flirt oder mehr genommen, aber ernst nehmen sieht anders aus. ( gilt natürlich nicht für alle, aber in 15 Jahren schon die unglaublichsten Dinge gesehen)
Andersherum kommen kaum Pfleger auf die Idee sich bei uns so anzubiedern. Ist immer noch eher ein Tabu.
Das so viele Beziehungen im Krankenhaus laufen, hängt mit der Emotionalität der Arbeit zusammen. Man steht körperlich eng am Tisch, Extremsituation stundenlang, gemeinsames Bangen und Kämpfen, vertraute Gespräche und Verarbeiten von Erlebtem mit jemandem, der es versteht und die gleiche Emotion teilt.
Und nebenbei natürlich gewisse Anziehung. Wenn 5 Schwestern aus allen Räumen stürzen und dringend was auf dem Gang zu tun haben, weil Herr dr. Kommt, ist er natürlich ein toller Hengst.
Fr. Dr und Kolleginnen lachen sich jedesmal schlapp und sind etwas erbost, weil das eigene Geschlecht so bescheuert ist.
Bei Juristen oder ähnlichem mag es ja auf Grund der Arbeitszeiten oder gemeinsamer Kanzlei funktionieren, mit Schichtdienst eher nicht.

Und wer will abends im Bett schon jedesmal den Darmdurchbruch diskutieren, weil der andere gefühlt noch in der Klinik ist und Fachgesprächs- Redebedarf hat?

Chirurgin , 36
 
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  • #12
Von zig Kollegen werden die jungen Dinger für einen freundlichen Flirt oder mehr genommen, aber ernst nehmen sieht anders aus.
Meine Tante hat damals vor 30 Jahren schnellstens dafür gesorgt, dass "ihr" Doc aus der Klinik raus ist und ne Praxis aufgemacht hat. Weit weg von den ewig neuen blutjungen Schwestern (von denen sie selber eine war). Und die Arzthelferinnen in der Praxis sind natürlich von ihr handverlesen, hehe... je älter, desto besser, weil erfahrenes Personal ja wichtig für die Patienten ist... :)
 
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  • #13
Liebe FS

ja, ich würde sagen man ist eventuell verständnisvoller, geduldiger und respektvoller
wenn man innerhalb seiner eigenen Berufsgruppe datet (ich meine nicht die Branche).
Das hilft vor allem in der Kennenlernphase ungemein.
Ob es später noch die Ehe stabilisiert ?
Ich glaube es tut allgemein nicht gut, dauernd über Berufliches
in der Partnerschaft zu diskutieren. Wenn der Partner
etwas völlig anderes macht kann ich ihm ohnehin nicht wirklich helfen.

Wir sind alle verheiratet. Mit unseren Berufen.
Mit nichts ausser Schlafen eventuell verbringen wir so viel Zeit
an einem normalen Wochentag. Daher wäre es leichtsinnig
zu behaupten dass der Beruf mittel- und langfristig völlig beziehungsneutral ist.
Berufe verändern uns auch. Sie schlucken Zeit wie Automaten Münzen.
Ich z.B. muss ständig laut sprechen und bin abends froh wenn ich Musik
hören kann.
 
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  • #14
Ist anscheinend nicht immer förderlich. Ich bin seit zwei Monaten mit einem Arzt zusammen, der bereits einmal mit einer Schwester verheiratet war und momentan in zweiter Ehe ebenfalls mit einer Schwester in Trennung lebt. Also die typische Klische-Ehe funktionierte hier nicht. Verständnis war zumindest in der letzten Phase der zweiten Ehe nicht vorhanden, eher absolutes Unverständnis und Frustation von Seiten der Ehefrau, wenn ihr Mann mal wieder abberufen wurde. Er hat sich bewusst gegen eine erneute Beziehung mit einer Krankenschwester entschieden.
 
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  • #15
ich glaube, es ist meistens besser, wenn man beruflich etwas vollkommen verschiedenes macht. Am meisten Ärger gibt es, wenn man mit dem Partner direkt zusammen arbeiten muss. Wenn es dann zur Trennung kommt, geht für einen auch der Arbeitsplatz oft über den Jordan, weil man nicht mehr zusammenarbeiten will.

Personen mit unterschiedlichen Berufen und Aktivitäten haben sich auch mehr zu erzählen. Wer will schon vom Partner ständig nur Geschichten von der gleichen Arbeit oder Arbeitsstelle hören?

mich würde das ziemlich schnell anöden.
 
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  • #16
Du redest von der gleichen Branche und ziehst aber das Klischee, höher positionierter Mann und tiefer positionierte Frau heran. Willst Du Dir die Absolution holen, dass Du das passende Gegenstück für einen RA bist? Ich habe schon in einigen Kanzleien gearbeitet. Da habe ich selber die Kombination Sekretärin und Anwalt nicht gesehen. Und gleiche Branche nützt in diesem Beispiel wenig, Juristen lernen eigen zu denken, diese Denkweise sehe ich bei RA-Gehilfinnen nicht. Das mehr an Verständnis würde sich wohl nur auf die Arbeitszeiten beziehen... Nur, und das nicht selten, sehe ich die Kombination Anwalt - Anwältin, Anwältin - Partner, oder Anwalt - Substitutin. Und das funktioniert, meiner Erfahrung nach, sehr gut. Denn es ist sehr entspannend, wenn man eine ähnlich erlernte Denkweise hat. Es erleichtert die Kommunikation und unter Juristen tauscht man sich in der Freizeit erstaunlich wenig über den Beruf aus, die Fälle werden nicht aus dem Büro "rausgetragen". In dieser Hinsicht kann ich zustimmen. Aber das herangezogenen Klischee, da sehe ich die Vorteile nicht wirklich (aber ist wohl oft gelebte Realität, da im beruflichen Umfeld viele Kontakte geknüpft werden).
 
  • #17
Fänd ich ziemlich unspannend und Verständnis für den Job des anderen hat man immer dann wenn man den eigenen gerne und mit Begesiterung ausübt.

Vor allem hast Du dann fast schon automatisch niemals Feierabend

Nee, ich finde es sehr schön Abends auf andere Gedanken zu kommen, andere Sichtweise zu erfahren anstatt im eigenen Jobsaft zu gären.

Im selben Betrieb sowieso nicht, absolute Horrorvorstellung.
 
  • #18
Oh Gott.. bloss nicht..
In meinem Umfeld gibt's entweder nicht ganz so attraktive Nerd-Mädchen (nicht die feschen Hipster Nerds, sondern die "echten") oder Business-Consultant-Mäusschen.. Un für den Job als Abteilungsleiter IT muss eine Frau ganz andere Qualitäten mitbringen als ich schätzen würde..

ergo bloss nicht..
 
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  • #19
Hilfe, das wäre gar nichts für mich. Nerd bin ich selber, das könnte ich bei meiner Partnerin überhaupt nicht brauchen. Ich finde es viel spannender, von ihr aus einem völlig anderen Umfeld Dinge erzählt zu bekommen.
 
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  • #20
Ich fände das ganz schlimm wenn ich einen Partner aus dem gleichen beruflichen Umfeld hätte. Mir haben die Juristen an der Uni schon gereicht und ich bin jeden Tag froh nicht mehr in dieser Juristen-Welt leben zu müssen (ein paar nette Freunde u Kollegen mal ausgenommen). Ausserdem fände ich es schrecklich mit einem Ex arbeiten zu müssen.
Bei Juristen sieht man ganz selten, dass sie die Sekretärin heiraten oder ernsthaft daten. Selbst Flirtmässig habe ich da selten was erlebt. Eher unter den Kollegen/Kolleginnen, da geht's fleissig zur Sache.
 
  • #21
Ich lege sehr viel Wert auf meinen Job, bin ehrgeizig und gehe in meiner Arbeit auf. Ich persönlich hätte daher gerne einen Partner, mit dem ich mich auch umfangreich über die Arbeit unterhalten kann. Dabei wäre es natürlich schön, wenn er etwas ähnliches wie ich macht. Selbst, wenn es nicht die exakt gleiche Branche oder der exakt gleiche Betrieb ist - aber ein paar inhaltliche Berührungspunkte wären eben toll, um sich besser darüber unterhalten zu können.

Ist aber kein Ausschlusskriterium - so lange er Akademiker ist und wie ich viel Wert auf seinen Job legt.
 
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  • #22
Liebe FS

es ist zumindest gut wenn derjenige weiss wie dein beruflicher Alltag als Rechtsanwaltsgehilfin ausschaut und dich dafür respektiert. Branchenkenntnis allein sichert dir aber noch keinen Bonus bei der Partnerstimmigkeit. Du datest wohl auch eindeutig die höhere Qualifikationsstufe an, so wie eine Arzthelferin den Arzt und die Vorstandssekretärin den Vorstandsvorsitzenden. Es ist halt wie in einer romantischen Liebeskomödie mit Julia Roberts: der ranghöhere erwählt sich die hübsche Frau in untergebener Position. Sie hat über ihn ein tolles Leben. Fragt sich nur wie lange.
 
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  • #23
völlig verschiedene Berufe geht selten gut - es sei denn die Berufe werden mehr oder weniger als Hobby ausgeübt und dienen nicht dem Broterwerb. Ein Makler und eine promovierte Landwirtin (ja, gibt es), ein Opernsänger und eine Ärztin, ein Rechtsanwalt und eine selbstständige Konditorin oder Hotelmanagerin; das alles passt nicht, weil mit den Berufen völlig verschiedene Lebensmodelle verbunden sind. Juristen, und gerade Anwälte (bin selbst einer) sind oft stocksteife Zeitgenossen/ Zeitgenossinnen - Anzugträger eben. Das Verständnis für Menschen aus Kreativberufen läuft bei Anzugträgern gegen Null.
 
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  • #24
Hallo liebe FS,

das war klar das Du hier Prügel kriegst...Die Forumsmitlgieder mögen nicht die "klassichen" Beziehungen

Prinzipiell ist es besser aus einem ähnlichen beruflichen Umfeld zu kommen, aber nicht unbedingt für all die Gründe die Du nennst. Aber es ist in der Tat leichter Gespräche zu führen und anzudocken. Auch wenn das viele verneinen werden, der Beruf spielt eine zentrale Rolle, immerhin verbring mind. einer der Partner den größten Anteil des Tages dort.

Ob eine Stewardess nun einen Piloten daten sollte etc? Nicht unbedingt. Aber ein Pilot und eine Logistikerin im Flughafendienstlesitungsbereich ist vermutlich besser als ein Pilot und eine Lehrerin ...

M45
 
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  • #25
Das Verständnis für Menschen aus Kreativberufen läuft bei Anzugträgern gegen Null.
Also ich habe schon einige Pärchen kennen gelernt, wo sie Künstlerin war und er sehr gut verdienender Arzt oder Geschäftsmann. Ich habe mir da immer gedacht, dass das eine gute Kombi ist - sie bringt Farbe ins Leben und er das Geld, das sie nicht hat.

Ich selbst bin im naturwissenschaftlichen Umfeld tätig und mag auch am liebsten Nerds. Das passt einfach.

w36
 
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  • #26
FS,
meine erste Frau kam aus dem direkten beruflichen Umfeld. Die Arbeit war zeitintensiv und ich hatte DRAUSSEN keine Gelegenheit eine Partnerin kennenzulernen. Es (sie) bot sich geradezu an, ich mußte nicht viel tun und mit 35 sollte man denn ja auch langsam mal verheiratet sein. Meine Frau ist dann mit der ersten Schwangerschaft aus dem, nennen wir es Betrieb raus und mir ist eine deutliche Last von den Schultern genommen worden. Es hat nicht funktioniert! Obwohl wir aus dem selben Stall kommen, so waren wir als Menschen grundverschieden.
Nun nehme ich mir die Zeit für die Partnersuche. Ich hätte auch kein Problem mit einer Frau mit einem Kreativjob, Künstlerin, Musikerin etc. zusammen zu kommen. Wenn sie denn zu mir paßt und ich mich über vieles mit ihr unterhalten kann was ich noch nicht kenne und ich sie für meinen Beruf begeistern kann und auf Verständniss für diesen aufbringt. Wäre schön!
m
 
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  • #27
Hallo liebe Leute,

an der Stelle kann ich nur unser eigenes Beispiel bringen:
Wir sind beide Ingenieure, arbeiten sogar im selben Unternehmen - aber nicht im gleichen Umfeld - soll heißen, wir sehen uns manchmal zum MIttag essen (Kantine), sonst aber nie in der Arbeit.
Ich finde es schön mit meinem Mann ein wenig zu fachsimpeln - wir lieben beide unseren Beruf und es ist toll, wenn der andere einem folgen kann - manchmal gibt es auch einen neuen Denkanstoss für ein Problem.
Auf der anderen Seite haben wir jeder noch unsere eigenen Interessen und Hobbies, haben viele Freunde und lassen uns gegenseitig Freiraum - uns gibt es nicht ständig im Doppelpack.
Jetzt erwarten wir unser erstes gemeinsames Kind und kümmern uns beide gemeinsam um die Vorbereitungen - wir werden beide zu gleichen Teilen Elternzeit nehmen, da ja auch unsere Gehälter sehr ähnlich aussehen.
Ich bin damit jedenfalls sehr sehr glücklich und das seit 10 bzw. Jahren (seit 7 Jahren verheiratet).
 
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  • #28
Hallo zusammen,

meine Erfahrung ist, dass es bei gleichem Beruf (Ingenieur) relativ gut klappte, bei grundsätzlich anderem Denken (Kunsttherapeutin, Krankenschwester, Heilpraktikerin) doch die grundsätzlichen Denkweisen unterschiedlich waren. Das gab eher Probleme, besonders mit der "Augenhöhe".

Ich suche mittlerweile daher nicht mehr im geisteswissenschaftlich-sozialen Bereich, sondern eher so in Richtung Ingenieurin, Ärztin, BWL.

m, 46
 
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  • #29
Bin Architektin, mein Exmann auch. Wir hatten ein Büro zusammen. Wir haben uns alles geteilt, Arbeit, Haushalt, Bett. Irgendwann war die Luft raus. Wir waren uns zu nahe, konnten nicht mehr Luft holen.

Ich würde nie mehr einen Architekten als Partner wollen.

w49
 
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  • #30
Liebe FS

ich kenne viele Anwälte die in unterschiedlichen Branchen und Positionen arbeiten.
Für soziale Einrichtungen, für Kanzleien und Unternehmen, für Kultureinrichtungen, für Krankenkassen, kommunale Träger- also kurz gesagt: Anwalt ist nicht immer derselbe Anwaltstyp. Es gibt Idealisten unter den Anwälten und am anderen Extrempunkt welche, die machen ihren Job eigentlich bloss zum Broterwerb nach Vorschrift. Es gibt künstlerische, soziale und humanitär engagierte Leute aber auch Consultingspezialisten und Prokuristen, Notare nicht zu vergessen. Nur weil du RA-Gehilfin bist und in derselben Sozietät tätig heisst das nicht automatisch du hast bessere Karten als jemand der von aussen betrachtet was er da so beruflich macht.

Mich persönlich würde es nerven wenn zuviel Berufliches Dauerthema in der Liebesbeziehung wird oder ich das blöde Gefühl haben muss, er nimmt mich nur weil ich z.B. einen ganz bestimmten akademischen Beruf ausübe. Zuviel Hierarchie schadet meiner Meinung nach auf Dauer jeder Beziehung (nicht zu verwechseln mit Achtung und Wertschätzung für das was der andere ist und tut)- auch wenn viele Männer sich wünschen der Frau die Welt zu erklären.