• #31
Freundschaft +, das ist genauso wie eine Affäre. Nach dem Sex bleibt nicht mehr übrig und es verbittert. Und irgendwann lässt deine Attraktivität und Coolness als Mann nach, so dass du dich selber auch nur noch mit alten Omas ins Bett gehen kannst, weil die besseren Frauen dich nicht mehr wollen. Und was machst du, wenn du plötzlich mit 50 impotent oder krank werden würdest? Dann ist es mit dem Sex auch aus. Die Frauen sind dann weg und suchen sich was besseres, weil du mit ihnen nichts von Bestand aufgebaut hast.

Irgendwann sterben deine Freunde und deine Familie weg. Mit 45 wirst auch du merken, dass es bergab geht und keiner mehr Zeit für dich hat, weil alle mit ihrem eigenen Leben beschäftigt sind.

High Performer ist man bis etwa 60, wenn es gut läuft, dann kommens schwere Krankheiten dazu, die einen in die Knie zwingen und einem die Mobilität nehmen.

Du bist aber in bester Gesellschaft. Überall männliche Dauer-Singles über 40, die in ihrer Not wieder ihr Jugendlieben kontaktieren müssen. Auch bei mir sind wieder einige solcher ergrauten Ruinen angetanzt, in der Hoffnung, 20 Jahre später nehme ich sie wieder zurück oder leiste ihnen etwas Gesellschaft in ihrer Einsamkeit. Hahahaha! Hab sie gleich wieder nach Haue geschickt. Nein, mein Lieber. Baue dir etwas Solides auf, um nicht zu solchen Losern zu gehören, die am Ende nichts haben.
Was du vorhast, ist nichts neues. Diese Männer sind zu bemitleiden.

Tja. Affären und die moderneren Konstrukte wie F+, offene Beziehung und Polyamory sind aus meiner Sicht reine Wellness-Konstrukte. Oft zieht nur eine einzelne Person Genuss aus solchen Modellen.

Krankheiten und Alter werden in dieser Genusswelt ausgeblendet oder ignoriert. Allerdings sind sie nicht fort. Mit diesen Konstrukten gehen oft psychische Schmerzen einher. Die Leiden derjenigen, die der Liebe oder Angst wegen, Affären, F+, offene Beziehungen, Polyamory durch ihre Partner ertragen.

Aber auch der Profiteur solcher Konstrukte leidet vielleicht. Er lässt sich ja über diesen Weg nicht auf eindeutige, verlässliche Beziehungen ein. Vielleicht würde er dies ja gern und kann es nur nicht, weil er (krankhafte) Angst vor Enttäuschung hat, wenn er sich fest auf eine einzelne Person einlassen würde.
 
  • #32
Hmmm, die echten Highperformer, die ich kenne, sind alle langjährig verheiratet, Frau, Kinder - das volle Programm, denn das ist ihre Auftankstation und dafür machen sie das alles.

Und die, die sich zu Highperformern erklären und parallel neben der Arbeit nichts auf die Reihe bekommen, sind keine High-Performer sondern übereifrige Lowperformer.

Ja, F+ mögen sich die selbsternannten Highperformer wünschen - dass sich Beziehungen grundsätzlich dahin wandeln, glaube ich eher nicht, weil es zu wenig Interesse auf Frauenseite dafür gibt. Freundschaften kann ich auch ohne das + haben. Auf das + lege ich nämlich keinen Wert, wenn mir eine tiefere Bindung an den Mann fehlt.

Mir ist auch nicht klar, warum man keine Zeit für eine Beziehung aber für F+ haben will. Das heißt ja, dass Du auch eine Freundschaft pflegen muss und vielleicht nur jeder 4. oder 5. Freundschaftsabend im Bett endet, weil der Begriff ja auch noch Freundschaft beinhaltet.
Du meinst keine F+ sondern willst Frauen für dumm verkaufen und eine Sexaffaere unter dem Begriff führen.
Einige weibliche Bekannte haben das ein paar Jahre nach ihren Trennungen in den frühen 40ern gemacht, auch weil der Sex in der Ehe lange wenig und schlecht war. Vor willigen Männern könnten Sie sich kaum retten - Ueberangebot. Sie wollten sich ausprobieren, was nachholen etc. Nach 3-5 Jahren wurde ihnen der Sex mit wechselnden Männern fad und sie haben es eingestellt ohne dass ihnen was fehlt.

Männer, die für junge Frauen nicht hochgradig attraktiv sind, haben eine schlechte Chancen auf F+, wenn sie nicht entsprechend in die Freundschaftspflege investieren können, weil mit highperformen beschäftigt.
Ihr Statement zu meiner FS ist fast beleidigend. Vielleicht ist ihrer Aufmerksamkeit entgangen, das ich weder Frauen für dumm verkauft habe, sondern lediglich eine Hypothese zu Beziehungsmodellen aufgestellt habe.
In ihrer Argumentation, das die vielen High Performern die Sie kennen, Kraft in der jeweiligen Familie tanken, impliziert eine konservative Einstellung Frau zu Hause und Mann Karriere, sehr antifeministisch!
Ebenfalls die generelle Unterstellung, das Männer bei jüngeren Frauen nur mit dem genetischen Merkmal "Attraktivität" punkten können. Die Weltgeschichte als auch das Real Life bestätigen das Gegenteil.
 
  • #33
Krankheiten und Alter werden in dieser Genusswelt ausgeblendet oder ignoriert. Allerdings sind sie nicht fort.
Das dachte ich mir auch.
Um meinen Partner kümmere ich mich & unterstütze ihn notfalls auch finanziell, wenn er so krank wäre, dass er (momentan oder langfristig) nicht arbeiten kann.
Freunden wünsche ich gute Besserung & besuche sie bei längerer Krankheit mal.

Was macht der high performer, wenn so krank wird, dass er nicht mehr performen kann? Würde sich die F+ da so einsetzen? Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
Nicht, dass man als Kranker (je nach Krankheit) nicht auch ohne festen Partner über die Runden kommen könnte, aber sind wir uns ehrlich, es ist doch so Vieles leichter, wenn man weis, man hat die uneingeschränkte Unterstützung seines Partners.
 
  • #34
Sehr gewagt finde ich die Theorie, dass Sex mit jemanden den man sich freundschaftlich verbunden fühlt, wie Sex mit Geschwistern ist.
Das hat niemand behauptet. Ich hab gesagt, dass es für mich so wäre.
Für mich war F+ eher ein unverbindliches Verhältnis zur Freizeitgestaltung plus Sex.
Ich denke, ich werde meine Definition ergänzen, weil Du auch recht hast. Ich hatte nicht bedacht, dass man auch bereit sein muss zum Verlieben. Dh. man kriegt keine Schmetterlinge in den Bauch, wenn nicht auch der Kopf irgendwo bereit ist dafür, weil man nicht gerade so viele Baustellen im Leben hat, dass man keine Beziehung gebrauchen kann. Da kann einem eine Person begegnen, in die man sich sonst verlieben würde, man tut es in der Situation nicht und lässt sich vielleicht nur auf F+ ein.

Allerdings fragte @godot ja danach, warum die LAT-Beziehung in seinem Bild kein F+ ist. Bei denen denke ich, wird ein Verbindlichkeitsgefühl da sein, dass bei F+ auf jeden Fall fehlt.

Bekannterweise sind die Schmetterlinge in jeder Beziehung irgendwann weg. Was ist dann? Ist die Beziehung dann beendet?
Wenn sie gut ist, nicht. Und wenn die Leute dran festhalten und hoffen, dass die Beziehung noch gut wird, auch nicht.
Dann ist ja mit dem Einstieg der Verliebtheit eine Bindung entstanden, und die Verliebtheit sollte schon bleiben, auch wenn es nicht mehr kribbelt. Ich glaube aber, dass es sogar solche Paare auch gibt.

Die Menschen die Freundschaft und Paarbeziehung krampfhaft trennen und vermeiden wollen, sowie für Paarbildung zwingend auf Hormonrausch (Schmetterlinge) setzen, sind auf dem Holzweg.
So hab ich das auch nicht gesagt. Für mich beinhaltet eine Beziehung: Verliebtheit (die bleibt durchaus in einer Beziehung), Verbundenheit (haben auch Freunde), gemeinsame Interessen (haben auch Freunde) und natürlich auch Freundschaft. Wenn der Partner nicht der Freund sein kann, ist er nur ein Liebhaber und ansonsten passt es doch gar nicht. ABER: Was Freunde nie haben in meiner Welt, ist die Verliebtheit. Denn würde ich mich in einen Freund verlieben, könnte ich, wenn er mich nicht will als Partnerin, nicht mehr mit ihm befreundet sein, schon gar nicht F+.
 
  • #35
Freundschaft +, das ist genauso wie eine Affäre. Nach dem Sex bleibt nicht mehr übrig und es verbittert.

Ich denke, Deine Reaktion zeigt schlicht, F+ ist nichts für Dich. Das ist auch völlig in Ordnung. Es gibt aber sicher auch Menschen, die Single sind, sich gut verstehen und einfach auch ihre sexuellen Bedürfnisse gemeinsam stillen. Ohne großartige Verliebtheit. Ob man danach verbittert ist, ist eine Persönlichkeitsfrage. Ja, wer sich eine F+ "antut", ohne zwischen Liebe und Sex trennen zu können, wird anschließend verbittert sein. Aber, wenn das zwischen beiden Beteiligten geklärt ist, dann ist es das Problem der verbitterten Person.

Irgendwann sterben deine Freunde und deine Familie weg. Mit 45 wirst auch du merken, dass es bergab geht und keiner mehr Zeit für dich hat, weil alle mit ihrem eigenen Leben beschäftigt sind.

Es gibt sicher genügend beruflich erfolgreiche Menschen, bei denen Partnerin oder Partner auch irgendwann weg sind, weil sie nicht damit leben möchten, dass beruflicher Erfolg eben auch Zeit und Energie kostet. Eine Garantie dafür, dass der erfolgreiche Mensch nicht nur als Versorger zum Aufziehen von Kindern und für die anschließende Altersvorsorge durch Versorgungsausgleich willkommen ist, gibt es auch nicht.
 
  • #36
....das die vielen High Performern die Sie kennen, Kraft in der jeweiligen Familie tanken, impliziert eine konservative Einstellung Frau zu Hause und Mann Karriere, sehr antifeministisch!

Vielleicht bin ich ja nicht antifeministisch sondern Du denkst zu antiquiert?

Wer sagt denn, dass bei Highperformern die Frau zuhause bleibt? Wo lebst Du denn? Fast alle Highperformer, die ich kenne haben studierte und beruflich erfolgreiche Ehefrauen. In einigen Fällen ist die Frau noch erfolgreicher als der Mann.
Ich kenne nur 2 Fälle, in denen die Frauen nicht berufstätig sind.

Bei allen Familien ist für beide Partner die Familie ihre Kraftquelle. Da muss man (m+w) nicht performen, keine Fassade zeigen, kann einfach sein und das genießen.
Alle haben den Status Highperformer/in aus innerer Motivation erreicht.

Ebenfalls die generelle Unterstellung, das Männer bei jüngeren Frauen nur mit dem genetischen Merkmal "Attraktivität" punkten können. Die Weltgeschichte als auch das Real Life bestätigen das Gegenteil.
Habe ich nicht gesagt, Du simplifizierst Attraktivität auf Aussehen. Auch Geld ist attraktiv, wie das Real Life noch viel öfter bei großem Altersunterschied bestätigt.
 
F

Frau29

Gast
  • #37
In ihrer Argumentation, das die vielen High Performern die Sie kennen, Kraft in der jeweiligen Familie tanken, impliziert eine konservative Einstellung Frau zu Hause und Mann Karriere, sehr antifeministisch!

Frau zu Hause ist nicht grundsätzlich antifeministisch. Insbesondere wenn Kinder da sind, würde ich eher Kinder und Berufstätigkeit als antifeministisch bezeichnen. Denn dadurch ist die Frau einer Doppelbelastung ausgesetzt, wodurch ihre Lebensqualität sehr beeinträchtigt ist. Jeder der eine Frau mit Kind und Berufstätigkeit kennt, weiß das. Es ist deshalb nicht antifeministisch, sondern ein Privileg wenn frau nicht arbeiten muss und trotzdem ein hoher Lebensstandard möglich ist. Ich würde Männer bei denen das nicht möglich ist, auch nicht in Erwägung ziehen.

Ebenfalls die generelle Unterstellung, das Männer bei jüngeren Frauen nur mit dem genetischen Merkmal "Attraktivität" punkten können.

Ältere Männer können bei mir ausschließlich mit viel Geld punkten, ein bißchen Attraktivität kann nicht schaden, aber niemals mit Attraktivität alleine. Merke: Geld ist vielen Frauen auch heute noch sehr wichtig!
 
  • #38
...ein Privileg wenn frau nicht arbeiten muss und trotzdem ein hoher Lebensstandard möglich ist. Ich würde Männer bei denen das nicht möglich ist, auch nicht in Erwägung ziehen.

Richtig, ein bequemes Privileg. Es hat aber nichts mit dem zu tun, was wir als Beziehung im 21. Jahrhundert haben sollten: die vielzitierte "Augenhöhe" und Gleichstellung. Dazu sollten beide sich die Erwerbsarbeit und die Familienarbeit teilen. Manche Frauen möchten aber lieber wieder das 50er-Jahre-Modell fahren, weil sie erkannt haben, dass es kurzfristig bequemer ist, die "Cappucino-Mama" zu geben als eine wirklich gleichberechtigte Beziehung zu führen. Ich kann jungen Männern nur empfehlen, solche Frauen zu meiden und stattdessen moderne Partnerinnen zu nehmen. Es kann sonst irgendwann zu großen Problemen bis hin zur Altersarmut führen.
 
  • #39
Ältere Männer können bei mir ausschließlich mit viel Geld punkten, ein bißchen Attraktivität kann nicht schaden, aber niemals mit Attraktivität alleine. Merke: Geld ist vielen Frauen auch heute noch sehr wichtig!

Diese Geld-Fokussierung ist für mich das Gegenstück zum gierigen Glotzen einiger Männer auf das Sex-Objekt-Frau.

Wenn ich als einzigen Gegenwert für eine Beziehung Geld geht das schon in Richtung Prostitution wobei du in anderen Threads ja schon Sexualität aus deinem Leistungskatalog heraus genommen und an die Profis übertragen hast. Dort tolerierst du ja auch die mögliche Nutzung von sexuellen Dienstleistungen durch deinen künftige Partner.

Wie stehst du denn zur Freundschaft plus und welchen Wert hat Liebe und Freundschaft in deinen Beziehungsgedanken?
 
  • #40
Diese Geld-Fokussierung ist für mich das Gegenstück zum gierigen Glotzen einiger Männer auf das Sex-Objekt-Frau.

So isses. Wir haben hier vereinzelt Frauen, bei denen völlig klar ist, dass sie sich Männer nach der Geldtasche aussuchen. Das darf jede so handhaben, wie sie möchte. Ich habe hier aber noch von keinem Mann gelesen, dass er Frauen ausschließlich nach dem Aussehen aussucht. Das wird eher von den Frauen unterstellt, die mit Persönlichkeit nicht zum Ziel kommen.
 
  • #41
Hi Mike,
Bei einem männlichen Highperformer wird im beruflichen Umfeld ab dem mittlerem Alter erwartet, dass er Frau mit Kind im privaten Hintergrund hat, die ihn beruflich unterstützt. In konservativen Bereiche wie Bank oder Lehre, Justiz gehört die Ehe zum Lebenslauf wie Abitur und Uni-Abschluss. Man ist verheiratet und lebt mit der Kindsmutter nicht unverheiratet zusammen.

Alles andere ist merkwürdig und zeigt, dass er auf Frauen nicht attraktiv genug wirkt, als dass sich irgendeine Frau mit seinen Eigenheiten ärgert.
Es wird dann über die sexuelle Präferenz spekuliert usw (Suchterkrankung, zwischenmenschlicher Umgang).

Ab etwa 40/45 Jahren verdrehen die Kollegen und Chefs heimlich oder direkt die Augen und grinsen sich einen, wenn Du wieder eine neue, andere Frau zum Firmenevent mitbringst.
 
Top