G

Gast

  • #1

Ist eine sorgfältige Verhütung auch heute noch keine Selbstverständlichkeit?

Ich bin 41 und wundere mich oft über gleichaltrige Bekannte, die fast alle Erfahrungen gemacht haben mit einer ungeplanten Schwangerschaft.
Eine hat die Pille schlampig genommen. Eine hat mit coitus interruptus "verhütet". Eine hat nach Ogino-Knaus verhütet und geglaubt, sie könne am 9. Zyklustag nicht schwanger werden. Wieder eine andere glaubte, kurz vor ihrer Periode zu stehen, aber die Symptome waren der Eisprung...
Einige Bekannte haben einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen, ein paar haben das Kind bekommen.
Ich wundere mich, dass so etwas im Zeitalter vielfältiger Verhütungsmöglichkeiten noch relativ häufig vorkommt.
Wie sind Eure Erfahrungen?
War es für Euch immer selbstverständlich, sorgfältig zu verhüten?
 
G

Gast

  • #2
Für mich ist das jedenfalls selbstverständlich. Wenn ich die Pille mal vergessen habe, verhüte ich außerdem mit Kondom.
Ich kann gar nicht nachvollziehen, wieso manche Menschen so schlampig sind mit der Verhütung. Schon allein der Stress, wenn man schwanger sein könnte...

w33
 
G

Gast

  • #3
Natürlich war es selbstverständlich, immer sorgfältig zu verhüten, außer in der Zeit, in der ich wirklich schwanger werden sollte. Da ich kein weiteres Kind mehr möchte, gibt es eben nur die Chance der Verhütung. Alles andere ist naiv und zeigt, dass sie den Kinderwunsch eben doch nicht abgeschlossen haben. w/42
 
G

Gast

  • #4
Ja, Du hast Recht.
Das ist die Realität. Heute kennen alle sämtliche Sexuellen Praktiken und Fantasien. Auch alle Perversionen.
Aber wie Kinder gemacht werden, ist die grosse Frage.
Lange meinte ich, dass das eine Frage der Inteligenz sei und dass das nur bei sozial einfacheren Menschen so sei.
Nö, das ist bei sehr vielen Menschen aller Ebenen vorhanden.
Und leider ist es auch so, dass es doch einige Frauen giebt, die sich so ihren Mann festnageln.
 
G

Gast

  • #5
Natürlich kann man trotz Pille und Kondom schwanger werden, beide Verhütungsmittel bieten KEINE 100%ige Sicherheit.
Ich bin 30, wurde sehr gut aufgeklärt (Schule, Mutter, Tante, Bravo) und musste ebenso die Erfahrung machen, dass gleichaltrige (die den selben Unterricht hatten wie ich) mit coitus interruptus verhüten wollten oder trotz Pille geraucht und Abführtabletten genommen haben. Einige hatten mehr Glück als Verstand, zwei Klassenkameradinnen wurden mit 16 schwanger.
Für mich persönlich war es immer selbstverständlich mit Pille UND Kondom zu verhüten. Wollte er kein Kondom, gab es keinen Sex und aus. Hier bin ich meiner Tante dankbar, sie arbeitete als Krankenschwester und erzählte mir oft von ganz jungen überforderten Müttern die ohne Freund da standen.
Ab und zu bin ich fassungslos wie leichtsinnig manche Menschen sind: Neben Schwangerschaften gibt es auch noch unzählige Krankheiten. w.30
 
  • #6
Ja, es ist erschreckend. Es gibt leider auch heute noch viele, die fest an Kondome zur Verhütung glauben, "sichere Tage" im Zyklus zu orten meinen, bei coitus interruptus irgendwie das Gefühl haben, sie hätten es zumindest versucht und so weiter. Einnahmefehler bei der Pille (seien es Durchfall, Antibiotika oder einfach Vergesslichkeit) sind auch an der Tagesordnung. Nicht umsonst gibt es so viele Schwangerschaftsabbrüche.

Ich kann all das nicht nachvollziehen, ist mir völlig unbegreiflich. Es gibt sichere Verhütungsmittel und die verläßliche Einnahme der Pille ist nicht so kompliziert.

Ich selbst habe IMMER perfekt verhütet und würde ohne sichere Verhütung wahrscheinlich nicht einmal erregt werden. Derzeit trage ich eine Kupferspirale.
 
G

Gast

  • #7
Für mich als Frau war es immer selbstverständlich, in ungesicherten Verhältnissen zu verhüten. Damit meine ich besonders in jungen Jahren, wenn man noch nichts hat.

Männer haben nach meinen Erlebnissen kein solches Sicherheitsbedürfnis, und sind doch dann völlig überrascht, wenn sie ein Kind bekommen könnten.
 
G

Gast

  • #8
Es sollte natürlich selbstverständlich sein...

Spirale und Pille sind nur in festen Beziehungen sinnvoll. Sehe ich meinen Partner nur selten, sind diese Verhütungsmittel ökonomisch und gesundheitlich nicht tragbar. Dann kommen Schaumzäpfchen mit Kondomen in Frage.
Ich habe 5 Jahre lang in fester Beziehung erfolgreich nur mit Kondom an den fruchtbaren Tagen verhütet. Denn ich war ja auch so gut aufgeklärt ..., z.B. darüber, dass Spermien nur 2-3 Tage lang überleben.
Jahre später, als ich schwanger war, erzählte mir meine Frauenärztin, dass nach neuester wissenschaftlicher Erkenntnis 1. Spermien bis zu 6 Tage überlebensfähig sind und 2. bei besonders intensiven Orgasmen der Frau jederzeit ein Eisprung außer der Reihe stattfinden kann.
Die alten Verhütungs-Mythen zeigen sich dennoch erstaunlich beständig...

Noch eine Schlußbemerkung: Sex ohne Kondom ist einfach wesentlich schöner, intensiver und befriedigender. Man kann sich freier bewegen, ausgefallenere Positionen ausprobieren und danach länger vereint beieinander liegen. Das sind Qualitäten, auf die ich nicht gerne verzichte. Wenn, dann nur, um eine wirklich ungewollte Schwangerschaft in dem Moment zu vermeiden, in dem es keine Alternativen gibt, und das Kondom sozusagen das "kleinere Übel" darstellt.
 
G

Gast

  • #9
Ich nehme die Pille und habe immer zusätzlich Kondome im Schlafzimmer (und in der Handtasche), denn ich will weder Kinder noch Krankheiten.

Allerdings ist es mir in meinem ganzen Leben ein einziges Mal passiert, dass ein Mann vor dem Sex fragte, ob ich verhüten würde. Drei oder vier Männer haben selbst ein Kondom aus der Tasche gezogen und benutzt. Alle anderen sind nicht von allein auf diese Idee gekommen. Als ich dann ein Kondom hervorgezogen habe, gab es regelmäßig verdutzte Blicke und die Frage, ob das denn wirklich sein müsse.

w33
 
G

Gast

  • #10
Ich als Mann(45) finde das in einer Partnerschaft Verhütung etwas ist was beide betrifft,
und sollte offen besprochen werden.
Grundsätzlich Kondom und wenn die Pille/Spirale vertragen wird ebenfalls.Wir leben doch
in einer modernen Welt,wo ich es als selbstverständlich ersehe zu verhüten.Ohne würde
für mich nicht in Frage kommen.Abgesehen davon müßte ich die Frau schon so gut kennen
bzw."lieben" das es dazu kommt. Alles andere wäre mir zu Stressig/Nervig.
(M45)
 
G

Gast

  • #11
Bin die FS.

Danke für Eure Antworten.
Was ich wohl verstehen kann, ist, dass es manchmal nicht so einfach ist, die richtige Verhütungsmethode für sich zu finden.
Ich darf z.B. seit meinem 36. Lebensjahr keine Hormone mehr nehmen.
Als ich meinen letzten Partner kennenlernte, war das anfangs ein Problem.
Er lehnte Kondome ab, die ja auch zur Verhütung einer Schwangerschaft nicht so ganz sicher sind.
Wir verkehrten zwei Monate mit dem coitus interruptus.
Ich weiß, das war leichtsinnig.
Ich habe mir dann den Nuvaring verschreiben lassen, der nicht so belastend ist wie die Pille oder Dreimonatsspritze. Seit ein paar Jahren brauche ich allerdings nicht mehr an Verhütung denken, da ich Single bin.
Sollte es doch mal zum Sex kommen, dann nur mit Kondom.
 
G

Gast

  • #12
Ich habe auch schon einige Frauen kennengelernt, die mit dem Thema Verhütung ziemlich leichtsinnig umgehen. Die Damen waren im Übrigen allesamt Akademikerinnen, eine sogar im medizinischen Bereich tätig. Als verhütungssensibler und verantwortungsvoll eingstellter Mann hat mich das doch ziemlich überrascht.
 
  • #13
Bei jeder Verhütungsmethode bleibt ein Risiko, dass die Frau schwanger wird! Eine 100%-ige Sicherheit gibt es nicht. Selbst bei einer Sterilisation nicht, wenn auch solche Schwangerschaften äusserst selten sind. Der Perlindex bei einer Sterilisation liegt bei 0,1 - 0,4%, bei der Pille 0,1 - 1%, bei der Spirale 0,1 - 2% und bei Kondomen bei 3%.

Ja es ist wirklich sehr schwierig und auch sogar psychisch belastend, die beste Verhütungsmethode zu finden, zumal leider nur die Frauen für die Verhütung zuständig sind oder sich zuständig fühlen. Die Männer müssen keine Schwangerschaft austragen.

Die Antibabypille hat eine höhere Hormonkonzentration als eine Spirale und dementsprechend bringt auch höhere gesundheitliche Risiken mit sich: wie Depressionen, Thrombosen und Herzinfarkt, Vaginal-Mykosen oder Brustkrebs. Gesichert sind nicht viele Zusammenhänge, doch scheint eine erhöhte Neigung zu Thrombosen und Herzinfarkt insbesondere bei rauchenden Frauen zu bestehen. Bei Pillen der dritten, heutigen Generation ist das Risiko im ersten Jahr der Anwendung am höchsten. Die Kritiker dieser Studien wenden aber ein, dass das Thromboserisiko dennoch niedriger ist als bei einer Schwangerschaft. Fakt ist aber auch, dass absolut gesehen erheblich mehr Frauen an einem Herzinfarkt sterben als an einem Brustkrebs, für das nach neuesten Studien, veröffentlicht im renommierten Fachblatt New England Journal of Medicine, kein besonderes Risiko besteht. Woran das letztlich liegt, ist weiterhin unklar. Klar ist aber, dass sehr viele Frauen nach der ersten Einnahme eine Gewichtszunahme von ca. drei Kilogramm bemerken.

Kondom wäre sowieso bei einer neuen Beziehung in den ersten 3 Monaten zu empfehlen, weil es vor HIV und vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützt. Das kann weder die Spirale noch die Pille. Danach muss das Paar die beste Lösung gemeinsam finden.
 
  • #14
Noch ein Nachtrag: die Pille steht sogar in Verdacht, die sexuelle Lust der Frauen zu rauben.
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/nebenwirkung-antibabypille-ia.html
 
G

Gast

  • #15
Na ja, ich dachte auch immer, dass ich sicher verhüte. Nahm lange die Pille und liess dann wegen Beschwerden die Kupferspirale einsetzen. Tochter ist jetzt 12 ;-). Nichts ist 100% sicher!
 
G

Gast

  • #16
was mich oft ärgert ist, das ganz viele männer keinen wert auf verhütung legen, kein kondom anziehen wollen ( weil es ja ohne schöner ist und sie mit kondom nicht soviel spüren bzw "er" dann nicht mehr steht ), das alles den frauen überlassen, bzw nichtmal darüber sprechen, das abklären.

aber das geschrei dann riesengross ist, wenn ein kind unterwegs ist. natürlich wird dann immer der frau unterstellt, sie habe ihm ein kind andrehen wollen :-O
hallo???
wenn ein mann keine kinder möchte, kann er auch verhüten bzw soll sich um dieses thema kümmern und nicht einfach davon ausgehen, das die frau schon dafür schaut ( am liebsten die pille schluckt, damit er ganz bequem sex haben kann ohne diesen blöden gummi drum---das er dabei ohne kondom bei all den ons und affären aber auch krankheiten einfangen könnte, daran denken viele männer auch nicht bzw ist ihnen egal. an der stelle danke ich diesen menschen für die grosse ausbreitung der geschlechtskrankheiten )

viele männer schieben die verantwortung nicht nur beim kinderbekommen-hüten-erziehen ab, sondern eben auch beim verhüten und schieben einfach der frau die schuld zu.

die frau bzw deren körper wird konsumiert, benutzt, sich daran befriedigt. aber bitteschön alles ohne umstände, beziehung, verantwortung und den unbequemen gummi.
über "folgen" wird dann ausgiebig geschumpfen und gejammert.
ich finde solche männer und deren frauen, die bei ihrem verhalten mitmachen bzw sich benutzen lassen, unmöglich.
das kommt leider immer öfters vor. zeigt ein mann kein intresse an der verhütung, möchte er nichtmal darüber sprechen, zeigt er doch seine werte und seinen charakter. mit so einem hat man keinen sex!
 
G

Gast

  • #17
@13 ich nahm früher die Pille und heute auch wieder - nie hat mir die Pilleneinnahme die sexuelle Lust geraubt. Dann ist es das falsche Präperat oder der falsche Mann.
 
G

Gast

  • #18
Ich habe mit 17 Jahren angefangen die Pille zu nehmen und bin bis heute Nichtraucherin. Mit 23 bekam ich dann aufgrund einer nicht erkannten Thrombose eine beidseitige Lungenembolie. Mittels Ausschlussverfahren aller anderen in Frage kommenden Faktoren wurde die Pille als Ursache ermittelt. Seither kommt eine hormonelle Verhütung für mich nicht wieder in Frage - das ist für mich russisches Roulette. Sei es auch noch so bequem in der Anwendung.

Ich bin seit einigen Jahren Single und daher ist Verhütung für mich kein Thema. Wenn sich jedoch eine neue Partnerschaft ergibt ist Verhütung auf jeden Fall angesagt und das zusammen in Absprache mit dem Mann. Das versteht sich für mich von selbst und hat mit gegenseitigem Respekt und Rücksichtnahme zu tun. Für mich sind das wichtige und grundlegende Elemente einer Partnerschaft.

w,29
 
G

Gast

  • #19
Ich bin ein Spiralenkind, mein Bruder das Ergebnis der Verhütung via "Zäpfchen". Wie oben schon erwähnt wurde, ist Verhütung niemals eine 100%ige Sicherheit. Aktuell hoffe ich selbst auf die Wirkung der "Pille danach", da es einen "Kondomunfall" gab und ich die Antibabypille sowie andere Hormone aus gesundheitlichen Gründen absetzen musste, die Suche nach einer geeigneten "Zusatzverhütung" aber nicht abgeschlossen ist. Wie auch immer, mein derzeitiger Partner wird sich einem Infektionstest unterziehen, ebenso auch ich. (Der Test ist mein Wunsch.) Auch im verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Verhütung ist also keine Sicherheit geboten. Aber umso erschreckender ist es festzustellen, dass viele (auch im eigenen Bekanntenkreis) damit sehr fahrlässig umgehen. Für mich war/ist Verhütung immer eine Selbstverständlichkeit, ich wurde aber auch sehr offen aufgeklärt. Ich glaube, vielen Frauen fehlt einfach das Bewusstsein der "Gefahr" oder stehen dem Gedanken an eine Schwangerschaft nicht abneigend entgegen. Ebenso fehlt vielen Männern das Bewusstsein der "Gefahr" und ihrer eigenen Verantwortung.
 
G

Gast

  • #20
NIE WIEDER VERHÜTUNG!!
Ich habe immer nur mit Kondom verhütet. 15 Jahre lang ohne Pannen! Das ging ganz gut und hält auch das Bett sauber :) Mit 32 habe ich mich nach 7 Jahren von meinem Partner getrennt und den Nuvaring genommen. Ich hatte sogleich Schweißausbrüche, Abmagerung, Extrem unreine Haut und die Leistungsfähigkeit des Gehirns setzte sich ganz stark herab. In der Woche ohne Ring gings besser. Aber sonst fing ich an übelst emotional zu werden wie schwangere Frauen. Nach einem halben Jahr habe ich den Ring verflucht "in die Ecke geworfen". Von dem Typ, der angeblich nicht mit Kondom konnte, habe ich mich getrennt. Von da an gings bergab und ich erkrankte sehr schwer an einer Depression, die 1 Jahr bis zur Genesung brauchte. 3 Monate nach dem Klinikaufenthalt (7 Monate) verliebte ich mich. Mit meinem neuen Lebenspartner nehme ich Kondome, das ist o.k. Ich kenne meinen Körper genau und merke auch den Eisprung, führe meinen eigenen Kalender. Entsprechend wird verhütet. Das ist besser als diese blöden Verhütungsmittel. Die machen den Körper und das Gehirn kaputt. Solche Arzneien würde ich nur nehmen, wenn ich wirklich schwer krank wäre, eine Einnahme durch gesunde Mädchen ist untragbar! Inzwischen beschäftigen sich dankenswerterweise auch die Behörden mit dem Tod durch die Pille. Mädchen, nehmt Kondome und geht liebevolle Beziehungen ein! Das ist gesünder als die Pille nur für den schnellen Orgasmus und die Suchtbefriedigung!