• #31
Hallo,

Vielleicht ist es auch etwas ganz anderes. Ich will dir jetzt keine Angst machen.
Aber ich war wie dein Mann. Ich habe viel und von sehr früh bis sehr spät gearbeitet, abends noch Emails gecheckt, am Wochenende auf Emails geantwortet auch in meine Emails während dem Urlaub geschaut.
Nach der Trennung von meinem Mann und mit meinem neuen Freund ist es jetzt komplett anders. Im Nachhinein ist mir dann klar geworden, dass ich vorher nicht allzu viele Gründe hatte nach Hause zu gehen, wir hatten uns auseinander gelebt und es war nicht mehr viel da worauf ich mich daheim hätte freuen können.
Heute mit meinem neuen Freund gehe ich deutlich früher heim und freue mich auf mein zu Hause und meinen Freund zu sehen.

Wie gesagt ich will dir keine Angst machen, aber da kam mein Workaholic sein her.
 
  • #32
Er ist in dem Alter, in dem er das Fundament seiner Karriere baut. Und das ist Arbeit, viel Arbeit, wenn man erfolgreich sein möchte. Wenn er mal über 30 ist fragt niemand mehr nach der Studienzeit. Sondern nach Einsatz, Flexibilität, Effektivität und Willen.
Im Grunde macht er alles richtig - er investiert Einsatz und zeigt seinen Willen, feilt an seiner Effektivität und seinem Können. Erarbeitet sich einen Vorsprung.
Du bist freizeitorientiert. Passt nicht zu seiner Karriereorientierung.
 
  • #33
Es ist völlig logisch, dass ein junger Hochschulabsolvent in den ersten Berufsjahren aufs Gas tritt - er ist der Neue, hat noch kein Netzwerk, kein wirkliches Fachwissen, muss sich ein gewisses Standing erst erarbeiten, hat aber Lust darauf, sich mächtig reinzuknien und dazu noch Energie ohne Ende. Er will beweisen, dass er hart arbeiten kann
Dadruch, dass man lange auf der Arbeit hockt, hat man noch lange nicht bewiesen, dass man hart arbeiten kann... vielleicht sogar eher ineffizient, sich schlecht organisieren kann oder gar trödelt..

Es gibt allerdings auch Kollegen in anderen Abteilungen bei uns, die sich so viel Arbeit auf den Hals hetzen, dass diese vollkommen überfordert sind. Daran sind sie selber schuld, es hatten mehrere schon „Burn-Out“ oder Depressionen..

Man sollte nicht mies gelaunt auf die Arbeit kommen, zittrig und aufgeregt. Für mich war und ist die Arbeit immer erfreulich, es macht Spaß, meine Aufgaben gefallen mir und ich komme gut zurecht mit meinen Kollegen.
Man sollte sich viel eher in seinem Können beweisen und in der Art und Weisewie man seine Aufgaben erledigt.

Andere Kollegen gehen doch auch früher, warum kann sich der Freund der FS dann nicht auch mal einen früheren Feierabend gönnen?

Ich glaube er wird „ausgenutzt“ von der Firma... bis er nicht mehr kann. Es handelt sich hierbei um ein Wirtschaftsunternehmen, nicht die Wohlfahrt. Wirtschaftsunternehmen sind auf Wachstum/Profit aus, also müssen auch mal Ressourcen gespart werden (zb. Arbeitskräfte, Löhne).
Eine zusätzliche, entlastende Stelle muss begründet beantragt werden.. einfacher ist es natürlich die Aufgaben auf einen/alle zu verteilen und Kosten zu sparen.👌 da kommt sowas wie Vertrauensarbeitszeit super zur Geltung, apropos ist das überhaupt fair?🚬

In manchen Branchen müssen AG aussagekräftige Anreize bieten um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen (Zb. IT) die Zeiten ändern sich... in manchen noch nicht.

Liebe FS, sprich in Ruhe mit deinem Freund, vielleicht ist er wirklich etwas überfordert. Es ist schwer sich einzugestehen, dass man mit seinen Aufgaben nicht zurecht kommt, genauso schwer ist es Aufgaben abzugeben.

Zwischen euch ist alles in Ordnung?

Ich denke wenn man seine Freundin liebt verbringt man doch gerne Zeit mit ihr, freut sich seine Freundin nach dem Feierabend zu sehen.

Meine Mutter arbeitet auch sehr viel 5 Uhr morgens ist sie auf der Arbeit, um 16-17 Uhr zuhause (jeden Tag) sie macht sogar die Bestellung über ihr Telefon von zuhause, im Urlaub und überall.. (ständige Erreichbarkeit) sie ist hohen Druck ausgesetzt, funktionierst du nicht, wirst du abgesägt. Läuft was schief, kommen Führungskräfte und „rütteln“ dich wieder gerade. Sie hat immer ein mulmiges Gefühl zur Arbeit zu gehen (sie ist selber eine Führungskraft, aber über ihr gibt es noch höhere Führungsebenen) sie ist unruhig und immer fertig und kaputt von der Arbeit.