• #1

Ist er schon bereit für etwas neues?

Hallo, nach fast 2 turbulenten Jahren, und immer mal wieder Trennungen, haben wir uns endgültig getrennt. Das ganze zwar schon vor 3 Monaten, aber es zumindest vor zwei Wochen nochmal versucht. Das ganze ging 3 Tage gut, und nach einem wunderschönen Tag und Nacht, kamen ihm am nächsten Morgen erhebliche Zweifel. Diese führten dann schluss endlich auch zu dieser bewussten und endgültigen Trennung. Ich habe geweint, gelitten das ganze Liebeskummer programm durchlaufen (langsam geht es mir besser). Nach einem langen Gespräch mit ihm ist mir bewusst geworden, das wir bereits vor drei Monaten dabei waren uns langsam los zu lassen, da wir aber in dieser Zeit noch Freunde waren, ist es keinem von uns aufgefallen. Zudem hat er jemand neues kennen gelernt, er meinte erst es wäre nur Gefühlsüberlagernd und das eine hätte nichts mit dem anderen zu tun, aber eben in diesem langen Gespräch ist mir aufgefallen, das er sich zwar ein Stück weit mit der Trennung auseinander gesetzt hat, aber das ganze zeitgleich von sich weg schiebt. Ich weiß jeder lebt nun sein Leben, und hat auch das Recht dazu, und sein neues "Liebesglück" geht mich nichts an, aber ich frage mich ob er schon dazu bereit ist, und unsere Zeit schon komplett hinter sich gelassen hat?
 
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Gast

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  • #2
Na ja Ihr hattet eine turbulente und ziemlich stressige Beziehung. Wenn die "neue" mit Ihm eine harmonische , glückliche Beziehung führen kann - denkt er keine Sekunde mehr an Dich , warum auch. Wenn aber nicht , vielleicht auch weil er kein einfacher Typ ist , lauft Ihr Euch bestimmt wieder über den Weg und werdet irgendwie Kontakt halten.
 
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  • #3
Verblüffend ähnlich, eure Situation und unsere, mit dem winzigen Unterschied: Wir waren 30 Jahre zusammen. Auch wir haben uns eigentlich schon vor 3 Monaten getrennt und uns war das da ebenfalls noch nicht so 100%ig klar (Prinzip Hoffnung).

Ach das mit den "mehreren Trennungen" ist vergleichbar, da es letztes Jahr exakt das Gleiche (ebenfalls 3 Monate lang) schon einmal gab, da jedoch in einem weiteren Versuch endend - der offenbar scheiterte, wie uns jetzt klar ist.

Nun, da es wohl endgültig ist, kann ich, der männliche Part, deine Frage zumindest für mich klar beantworten: NEIN! Sprich: Ich bin definitiv nicht bereit für eine neue Beziehung!

Ich würde jede Frau an ihr messen und selbst wenn "die Neue" so manche Vorzüge hätte, würde ich nach dem Weglegen der rosaroten Brille momentan vermutlich vor allem die Mankos sehen ("Sie hätte das gekonnt ...").

Aber vielleicht ist das bei deinem Ex ja völlig anders, denn es gibt offensichtlich zumindest einen Riesenunterschied: Ich bin nicht nur noch nicht bereit für eine neue Beziehung - ich WILL gar keine!

Ich habe zumindest vor, eine ganze Zeit lang allein zu leben, einfach nur mit mir allein zu sein (ok, ich habe keine Ahnung, was morgen ist, aber zumindest momentan ist das meine Einstellung).
 
  • #4
#2 bei unserem letzten Versuch sagte er zu mir, das er in der Trennungszeit hier und da schon Frauen kennen gelernt hat, aber eben diese mit mir verglichen hat, und keine Bestand hatte. Ich weiß nicht genau, wann er sie nun letztlich kennengelernt hat, ich nehme an, das das ebenfalls in der Trennungszeit passiert ist, da er bei unserem "Abschluß-Gespräch" meinte er verstehe sich im Moment gut mit ihr, und eben dieses zuerst einmal Gefühlsüberlagernd währe. Im Grunde spielt es keine Rolle wann er mit ihr zusammen kommt, oder ob das jetzt schon der Fall ist. Es geht mich nichts an, aber nach der Beziehung und den starken Gefühlen füreinander, bin ich noch nicht soweit mich an den Gedanken zu gewöhnen, das er schon erheblich weiter sein könnte, und eben offen für etwas neues.
 
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  • #5
Liebe FSin,

ich habe es drei Mal selbst erlebt: Männer stürzen sich s o f o r t, am Ende einer Beziehung, in die nächste. Dieses Handeln ist ein Synonym für die Wegwerfmentalität unserer Gesellschaft, degradiert die Frau zu einer Sexgefährtin, zumal wenn die Beziehung nicht von langer Dauer war.
Ein Indiz dafür, dass frau keine menschliche Bedeutung für den Mann hatte und beruhend wohl auch auf dem Umstand, dass man(n) sein Alleinsein, seine Einsamkeit nicht erträgt. Das Internet macht`s möglich. Von Reflexion, differenziertem Nachdenken, geschweige denn das Aufkeimen von Gefühlen der Trauer, keine Spur!
Dir FS möchte ich empfehlen Dich gedanklich, emotional N I C H T mehr mit Deinem Ex zu beschäftigen. Es tut nicht gut. Du verlängerst nur unnötig den Prozess des Loslassens und des Verarbeitens der gescheiterten Beziehung.
 
  • #6
@2 irgendwie ist es hilfreich zu wissen, das es nicht nur mir so geht.

Bei unserem letzten Versuch, hatte er mir gesagt, das er zwar Frauen kennen lernt, aber eben vergleicht.

Und im ganzen endgültigen Trennungsprozess, meinte er eben auch das ganze mit der einen, mit der er sich gut versteht, wäre gefühlsüberlagernd.

Ich habe bis jetzt nicht den Eindruck das das gelogen war, zumal die Gefühle tief und stark waren die wir füreinander empfunden haben.

Ich für mich würde mich wohl bei dieser Trennung "besser fühlen" wenn ich wüsste, das das noch eine Zeitlang so ist mit dem vergleichen. Da die Beziehung und auch die Trennung recht intensiv war.
 
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  • #7
Mir geht es ähnlich. Wir sind jetzt - nach mehreren Trennungsversuchen meinerseits- entgültig seit ein paar Wochen getrennt. Wir haben keinen Kontakt, leben aber nur 10 Kilometer entfernt und ich arbeite in dem Ort, in dem er wohnt. Nun habe ich wirklich Angst ihn irgendwann mit einer neuen Frau zu sehen. Das täte mir sehr weh. Er ist ein ausgeprägter Narzisst und ich bin mit vielen Verletzungen aus der Beziehung gegangen, von denen ich mich nur langsam erhole.Viele schöne Momente habe ich in der Beziehung mit diesem Mannn nicht erlebt, allerdings fand ich ihn körperlich sehr anziehend.Ich weiß, dasss der Kontakt bei absolut null bleiben muss. Da es mir sonst wieder viel schlechter gehen wird. Und wie gesagt, ich hoffe, dass ich ihn nicht mit einer Anderen treffen werde.
 
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  • #8
Versuch es nicht persönlich zu nehmen! Meiner Erfahrung nach lenken sich Männer ganz gern erstmal ab ( am liebsten mit einer Anderen ), verdrängen. Glaub mir, das kommt irgendwann alles wieder hoch! Dann, wenn Du es schon verarbeitet hast.
Außerdem kannst Du davon ausgehen, daß das von seiner Seite aus keine wirklich tiefen Gefühle für die Neue sein können!!! Eigentlich kann sie einem leid tun, sofern sie was "Festes" von ihm will.
Denke auch Männer sind nach einer Trennung nicht besonders wählerisch. Hauptsache sie sind nicht allein, müssen den Schmerz nicht so fühlen weil sie abgelenkt sind. Außerdem wird das Ego aufpoliert weil es da jemand gibt der sie toll findet. Is ja auch einfach, schließlich kennt sie ihn nicht so gut wie Du! ;-)
Ich hab das nach 14 Jahren auch durch. ( ist jetzt 4 Jahre her ) Tut abartig weh, ich weiß!!!
Versuch Dein Leben neu auszurichten! Laß ihn ziehen!
Du bist auch ohne ihn ein wertvoller Mensch!
Kopf hoch! Das geht vorbei! Versprochen!!! ;-))
Wünsche Dir viel Kraft!
VG!!!
 
  • #9
@ 7 Vielen vielen Dank, Deine Worte machen mir mut.

Ich befinde mich auf dem Weg der Besserung, nicht zuletzt weil ich ihm auch meinen Unmut über die Art und Weise der Trennung, mit geteilt habe. Und dazu auch zu 100 % stehe.

Es ist ein langer Prozess, der durchlaufen werden muss (leider), aber ich fühle zumindest das ich für mich auf dem richtigen Weg bin.
 
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  • #10
Die These, dass für die neue Frau wenig Gefühle entstehen können, weil er die vergangene Beziehung in einer so kurzen Zeit nicht verarbeiten haben kann, hinkt m. E. aus folgendem Grund:

Wenn auch die vergangene Beziehung im Rahmen eines Warmwechsels stattgefunden hat und tiefe Gefühle sich garnicht eingestellt haben, gibt es ja eigentlich nichts zu verarbeiten.

Ich habe das Gefühl, dass manche Menschen (Männer wie Frauen) diesen Weg des Warmwechselns gehen, weil er schlicht einfacher und bequemer ist. Offensichtlich handelt es sich um Menschen mit Bindungsstörungen, die zu wirklicher Liebe bzw. dem Aufbau einer wirklichen zwischenmenschlichen Beziehung nicht in der Lage sind. Sie verlieben sich zwar immer in die Nächste/den Nächsten "neu" und denken ernsthaft, es sei endlich die/der Richtige. Das geht dann solange, bis die Verliebtheitsphase zu Ende ist, dann sind sie weg.

Schade ist, dass der verlassene Partner dann erstmal an sich selbst zweifelt und sich in das Fegefeuer der Eitelkeiten begibt... die/der Neue ist besser bla bla bla..... Manchmal nimmt er die Schuld für das Scheitern der Beziehung sogar alleine auf sich, der Bindungsgestörte lacht sich derweil im neuen warmen Bett einen Ast.

Tragisch ist, dass der verlassene Partner erst kapiert, wenn alles vorbei ist. Und dann versucht er häufig das kranke Verhalten seines Bindungsphobikers zu entschuldigen. Da gibt es aber keine Entschuldigung, denn er kennt sein Defizit und kann ja gut damit leben.
 
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