Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
G

Gast

Gast
  • #1

Ist es euch wichtig vor dem ersten Treffen den Namen zu kennen und die Identität überprüft zu haben?

Wie sicher geht ihr vor? Trefft ihr euch auch wenn ihr nur den Vornamen kennt? Ich gehe jetzt mal davon aus dass man in derselben Stadt wohnt. Informiert ihr andere vor einem Treffen mit einem Unbekannten?
 
  • #2
Nein, ich weiß eigentlich nie, wie der Mann mit vollem Namen heißt. Ich treffe mich an ungefährlichen, öffentlichen Orten und habe dabei noch nie Angst gehabt oder Probleme erlebt. Wenn man sich nicht so gegenseitig so sympathisch ist, was ja erfahrungsgemäß in etwa 90% der Fälle der Fall ist, dann sagt man nett Tschüß und sieht sich nicht wieder und muss daher auch nichts befürchten.

Ich selbst würde meinen Namen oder meine Adresse niemals vorher herausgeben und erwarte das auch nicht umgekehrt. Auch mit Telefonnummern bin ich sehr vorsichtig; ich halte auch vorige Telefonat für überflüssig. Letztlich sagt nur der Mensch in seiner Gesamtheit etwas aus.

Getauschte Namen oder Adresse wären mir viel zu gefährlich. Das ist genau die Masche der Kriminellen, der Stalker und der Triebtäter. Online-Dating ist sicher, weil es anonym stattfindet und man sich selbst beim ersten Kontakt noch alle Wahlmöglichkeiten offenhält.

Und mal ehrlich: Wenn man jemanden so im Alltag kennenlernt und sich auf einen Kaffee trifft, dann tauscht man auch keine vollen Namen oder gar Adresse aus, sondern meistens nur den Vornamen.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Also ,bei mir: Name, Vorname, Handy-Nr. & fast in allem Fällen Festnetz. Habe jetzt gerade "ein Abgebot", jemand zu treffen, der mir seine Tel-Nr. verweigert hat. Kommt natürlich nicht in Frage. Für den Fall der Fälle lasse ich zu Hause einen Zettel mit den Daten von dem Date liegen. w/35
 
G

Gast

Gast
  • #4
#2 Jo, gute Sache. Solche Krampfhennen vermeidet man dadurch ganz prima. Auf eine wie dich möchte ich auch niemals treffen. Datenstriptease bevor man sich überhaupt kennt.... unmöglich und auch gefährlich.

m34
 
  • #5
@#2: Bietest Du das auch umgekehrt? Dein Vorgehen ist ungeschickt und gefährlich und sowohl Partnerbörsen als auch Kriminalpolizei raten dringend davon ab, Unbekannten alle Daten zu geben.

@#3: Ja, kann ich nachvollziehen. An so eine will wohl kein Mann geraten.
 
G

Gast

Gast
  • #6
Ich habe mich NIE mit einem Mann getroffen (und ich hatte sehr viele Dates), dessen vollen Namen und Identität ich nicht kannte.

Nicht aus Sicherheitsgründen, sondern weil ich ein Mindestmaß an Höflichkeit und Niveau im Umgang miteinander erwarte, auch im Internet, und dazu gehört selbstverständlich, dass ein Herr sich der Dame vorstellt, wenn er sie näher kennenlernen will.

So gut wie alle Kandidaten haben mir aber spätestens nach zwei bis drei Mails sowieso von allein Namen und Adresse genannt.

Mag sein, dass das auch eine Generationenfrage ist, für mich wäre ein Treffen unter anonymen Bedingungen definitiv nie in Frage gekommen.

w54
 
  • #7
ich treffe mich auch immer so schnell es geht und da weiß man oft nicht viel vom anderen. Ist für mich auch nicht Bedingung, aber ich gestehe, dass ich sehr neugierig und so google ich immer, wenn ich was weiß. Finde ich auch nicht schlimm, kann man ja mit meinem Namen auch machen.
 
G

Gast

Gast
  • #8
Beim ersten Treffen nur Vornamen. Wenn zweites Treffen stattfindet und mehrere Telefonate etc., also sprich, näheres Kennenlernen, dann logischerweise voller Name und Adresse. Gleiches erwarte ich natürlich von meinem Gegenüber.
 
G

Gast

Gast
  • #9
#2 zu #3, #4 Sorry, aber ich bestehe NIE darauf, ich bekomme die Daten immer freiwillig, weil ich vor dem Treffen in der Regel (mind. 1 mal ) telefoniere und ein Paar Mails auf private Email-Adresse schreibe (meinen Nachnamen in der mail-adresse gebe ich als Frau nie als erste bekannt!) . Logischerweise kenne ich deswegen Handy-Nr. & Nachnamen noch vor dem Treffen. Festnetz-Nr. von mir gebe ich nicht raus, aber die Männer tun das , und ich finde es sehr vertrauenswürdig. Auserdem beim Telefonieren melde ich mich mit meinem Nachnamen, genau wie (in der Regel) mein Gegenüber. Wenn man die Tel-Nr. verweigert, bzw. von dem Treffen nicht telefonieren möchte.. da hat man was zu verbergen, auf solche Spielchen würde ich mich nicht einlassen. Ein Treffen ohne Telefonieren vorher ist für mich wie eine Art Blind-Date , so viel Zeit dafür habe ich wirklich nicht.
 
G

Gast

Gast
  • #10
Ich halte es wie #5

Ohne Name und Telefon-Nr. geht nichts. Wie soll ich denjenigen erreichen, wenn mir auf dem Weg zur Verabredung was dazwischenkommt? Wer seinem Namen nicht preisgibt, kann hinterher im Falle eines Falles nicht zur Anzeige gebracht werden (aber das nur am Rande erwähnt). In so eine Verlegenheit bin ich jedoch noch nie geraten. Ich hatte ein Treffen mal abgesagt, da sich die Dame in einem Umfeld bewegte, wo ich mir dann doch sagte, daß mir das ein bißchen zu unsicher werden könnte.

Andere informiere ich nur dahingehend, daß ich sage, wo ich mich dann aufhalte.
 
G

Gast

Gast
  • #11
Bei allen außer einem ersten Date, das ich hatte, kannte ich nicht mehr als den Vornamen des Mannes und manchmal die Telefonnummer. Nie wollte jemand von mir mehr wissen, meine Festnetznummer war aber im allgemeinen bekannt.
Ich habe mich immer nur an öffentlichen, belebten Plätzen getroffen und sehe da keine Gefahr.

Nie im Leben bin ich auf die Idee gekommen, die Identität zu überprüfen oder gar jemanden zu googeln, wenn ich dann seinen Nachnamen erfahren habe, was beim 2. oder 3. Date normalerweise der Fall war.
 
G

Gast

Gast
  • #12
Ich habe die Erfahrung von #8 gemacht - in der Regel haben mir die Männer im Zuge des Telefonierens ihre Festnetz-Nummern freiwillig gegeben, sie meldeten sich mit Nachnamen, genauso wie ich auch. Ich gehe sogar soweit zu sagen, ein seriöser Mann macht das von sich aus und gibt mir damit einen Vertrauensvorschuss. Auf Männer, in deren Wortschatz solche paranoiden Begriffe wie "Datenstriptease" im Zusammenhang mit Partnersuche vorkommen, würde ich ohnehin verzichten. Man tauscht ja auch Bilder aus, mit denen allerlei Schindluder getrieben werden kann - soweit geht dann aber der Datenschutz nicht?

Und ja, ich treffe mich an öffentlichen Plätzen und meine Freundin ist über das Date informiert.

w, 40
 
G

Gast

Gast
  • #13
Fürs erste Date reicht der Vorname.
Handy-Nr ist sinnvoll, kann auch ein Pre-paid-Handy sein.

Wenn ein Verbrechen passiert ist, kann man anhand der mails sowieso feststellen, woher der Schriftverkehr kommt. jeder PC hat eine internationale Kenn-Nr.

Wenn eine Frau so viel Misstrauen hat, dass sie sich nur mit Männern trifft, die Namen und Anschrift bekannt gegeben haben, sollte sie es ganz bleiben lassen mit ihren Mitmenschen. Der Mann kann ja die Daten eines Freundes rausgeben oder etwas frei erfinden. Das bietet keine Sicherheit.
Die meisten Betrugsfälle werden von wirklich nahestehenden Personen verübt. Also am besten niemanden an sich ranlassen, liebe # 2.

Beim ersten Date können beide entscheiden, ob sie mehr Einzelheiten von sich verraten wollen. Wenn es sowieso kein 2. Date gibt, ist das nicht nötig. Dann ist der Nachname egal.
 
G

Gast

Gast
  • #14
Schließe mich voll und ganz Frederika und #12 an:
Vorname und Handy-Nr. (aber nur für Notfälle) reichen für das erste Date.

@#8:
Ich bin für Blind-Dates - spart mir eine Menge Zeit, da die lange Mailerei und Telefonate komplett wegfallen. Das ist meine Art und mein Verständnis von "Zeitersparnis".

w/48
 
G

Gast

Gast
  • #15
Ich wüsste gar nicht, wie ich die Identität überprüfen sollte... Mir reicht der Vorname. Handy-Nr. ist praktisch, wenn etwas unvorhergesehen dazwischenkommt. Je nach Entfernung kann es sein, dass man schon öfter telefoniert hat, auch per Festnetz - aber nicht unbedingt.
Auf jeden Fall weiß bei mir immer jemand Bescheid, wann ich mit mit jemandem treffe und wo und wie das in etwa geplant ist. Da gehe ich lieber auf nr. sicher.
(w,26)
 
G

Gast

Gast
  • #16
Hier nochmal die # 12
Es sollte normal und selbstverständlich sein, dass man einen unbekannten Menschen nur an einem öffentlichen, belebten Ort trifft.
Von einem Menschen, der im Restaurant mit mir einen Kaffee trinkt, brauche ich kein polizeiliches Führungszeugnis. Mein eigener Instinkt und meine Menschenkenntnis reichen völlig aus.

Wenn die Fragestellerin die Herren in ihrem Haus besucht oder zu ihren Dates ins Auto steigt, muss sie natürlich andere Vorsichtsmaßnahmen treffen als ich.

Meine Erfahrung ist, dass ein interessierter Mann gerne von sich, seiner Arbeit etc erzählt. Es ist viel spannender, den Mann erst mal als Mensch kennen zu lernen und dann hinterher festzustellen, welche berufliche Funktion er ausübt. Beim zweiten Date oder dritten Date tauscht man dann die Nachnamen und kann sich gegenseitig googlen. Aber da hat man sich sowieso die wichtigen Dinge erzählt.

Ich brauche nicht vor einem Date den Lebenslauf eines Mannes.
Was hilft mir ein toller Mann laut google, wenn er mir dann beim Date nicht gefällt?
Wenn Frau natürlich ausschliesslich einen Bankdirektor kennenlernen will, ist diese Info essentiell.

Alles Gute
 
G

Gast

Gast
  • #17
Aus Sicherheitsgründen gebe ich nie, nie, nie meinen Nachnamen heraus, sondern immer nur meinen Vornamen und allenfalls meine Handynummer. Mehr verlange ich auch von den Männern nicht, aber die erwähnen gern sehr schnell ihren Nachnamen, oft auch ihre Website-Adresse. Mir soll es recht sein, aber eine Frau sollte ihre Sicherheitsmaßnahmen konsequent einhalten.
 
G

Gast

Gast
  • #18
Wenn ich ein ernsthaftes Treffen möchte, hatte ich bis dahin genügend Zeit und Austausch, um zumindest den Vornamen und die Telefonnummer zu wissen bzw. meine mitzuteilen. Wie schon #5 sagte, ist es ja auch eine Frage der Höflichkeit. Zu glauben, man setzt sich ansonsten einer gefährlichen Situation aus, liegt nahe an krankhaftem Mißtrauen und damit eine schlechte Basis. Mag sein, daß Frauen mehr Grund zur Vorsicht haben, aber die Beiträge zeigen, daß dies kein durchgängiger Gedanke ist. Im übrigen sind wir inzwischen alle so gläsern (Google sei Dank), daß die Furcht vor Herausgabe seiner Festnetznummer geradezu albern ist.
 
G

Gast

Gast
  • #19
Wenn ein Kontakt zustande kommt, dann gehen nei mir meist 3 - 4 Mails hin und her, in denen ich einschätzen kann, ob ich mit diesem Mann telefonieren will oder nicht.

Entweder bin ich dann die erste, die gerne reden möchte, oder es kommt zuerst von ihm.

Nach 2 - 3 Telefonaten weiß ich, ob ich ihn gerne sehen möchte oder nicht. Bis dahin habe ich von ihm seinen Vor- und Nachnamen plus Wohnort plus Telefonnummer und er von mir oder es hat sich irgendwann davor schon erledigt gehabt.

Das heißt: jedesmal, wenn ich einen Mann traf, kannte ich seinen ganzen Namen (und er meinen), seinen Wohnort (und er meinen) und seine Telefonnummer (und er meine). Manchmal bemerkten wir dann sofort oder nach 2 - 4 weiteren Treffen, ob wir uns nicht weiter kennen lernen möchten oder eben doch mehr Interesse da ist.

So einfach.

Sex hatte ich bisher nur mit einem. Nach einigen Monaten war trotzdem Ende, weil er zur früheren Partnerin zurück kehrte (er war ein Jahr getrennt).

Zwei wurden gute Freunde.

Mit allen trennte ich mich freundlich, mit Respekt und in beidseitigem Einvernehmen, dass wir uns zwar nett finden, aber kein Bedürfnis nach weiterer Annäherung besteht.

Wenn ich Fragen hatte, stellte ich sie ihm und nicht dem Internet.

Freundinnen oder Wachpersonal bemühte ich nicht. Wenn ich so unsicher wäre oder Angst hätte vor einem Mann, den wollte ich schon gar nicht erst sehen.
Umgekehrt heißt das: ich traf mich ausschließlich mit Männern, bei denen ich mich in irgendeiner Form wohl fühlte und deshalb auch nichts fürchtete.

w,57
 
G

Gast

Gast
  • #20
Ihr redet aber schon alle von Dates mit EP-Kontakten?
Also der Sorte von Kontakten, die Name, Adresse, Bankverbindung bei derselben Firma abgeliefert haben wie ihr auch? Die Firma, die Eure Postfächer auf ihrem Server liegen hat und die der Polizei, besonders der Mordkommision, sicher gerne behilflich is falls der theoretische Fall eintreten und etwas Ernsthaftes passieren würde.
Die Kontakte, die Euch ihre Telefonnummer (egal ob Handy oder Festnetz) geben und über diese bei ihrem Telefonprovider identifizierbar sind? Dort muss sogar der Personalausweis bei Vertragsschluss vorgelegt werden.

In einem Nachbarthread ist eine einzige, unbelegte Geschichte von einer Gewalttat im Zusammenhang mit Onlinedating erwähnt worden (Facebook; schon mehrere Treffen; Mord - vorausgesetzt die Geschichte stimmt). Ansonsten NICHTS. Keine Statistiken (nicht mal von Frederika, die sonst immer gerne viel gut fundierte Daten liefert), keine belegten Einzelfälle.
Daraus schliesse ich, dass das Risiko, während des Onlinedatings von einem Selbstmordattentäter in die Luft gejagt zu werden der gerade Euer Cafe pulverisieren will erheblich grösser ist. Davon wird wenigstens häufig berichtet.

Liefert bitte endlich einmal hier etwas mehr Fakten und weniger Gruselstorys vom schwarzen Mann. Man könnte fast meinen, Euch fehlte das Urvertrauen, das Kleinkinder unter günstigen Umständen entwickeln.

Glaubt Ihr, die Männer merken es nicht, dass Ihr in ihnen nichts weiter als potenzielle Mörder, Belästiger, Vergewaltiger seht? Seid Ihr der Meinung, das macht sie aufgeschlossener für eine Beziehung zu Euch?
Ich jedenfalls möchte niemandem zumuten vor mir Angst haben zu müssen - und mir nicht, Opfer eines solchern beleidigenden Generalverdachts zu sein.

m,35
 
G

Gast

Gast
  • #21
Ich verstehe diese Hysterie auch nicht. Was stellen die sich eigentlich so an. Alles Geheimniskrämerei. Männer sollen ihre Daten preisgeben, Frauen anscheinend nicht. Mir ist jedenfalls noch keine einzige Frau begegnet, die sich so knauserig anstellt. Ich bekam sogar persönliche Briefe (ganz altmodisch mit der gelben Post), mit Absenderadresse. Wir buchten sogar, ohne uns vorher real gesehen zu haben, gleich eine ganze Woche Schiurlaub.

Meine Güte, wenn ich mir das mal so überlege, muß diese Dame ja hunderttausend Tode gestorben sein. Hat sie aber nicht, sondern wir hatten eine schöne Schiwoche, auch wenn die Schneelage recht dürftig war. Oh ja, sogar ein gemeinsames Hotelzimmer gemietet. Wie entsetzlich. Über eMail und Telefonate konnte jeder ganz gut einordnen, mit wem er es zu tun hat. Es handelte sich hier zugegebenermaßen nicht um ein Beziehungspartner-Date, sondern um ein gemeinsames Hobby zu betreiben (das Schifahren). Andere Treffen, wo man schon eher an Beziehung dachte, zumindest in der Phantasie, liefen ähnlich ab. Was hat man denn zu riskieren? Wenn man sich real unsympathisch findet, verabschiedet man sich gesittet. Oder man versteht sich gut, aber stellt eben doch fest, daß sich manches nicht so realisieren läßt, oder man macht eben mehr daraus.

Wer schon aus Prinzip davon ausgeht, daß er mit einem Sonstwiewas-Verbrecher zu tun hat, braucht damit erst gar nicht anzufangen. Am besten sollte man doch gleich das Online-Daten verbieten.

Diese Horrorgeschichten können Euch mit normalen RL-Bekanntschaften ebenso passieren.

Ich lasse es mir als Mann auch nicht bieten, mich mit Leuten zu befassen, die Geheimniskrämerei betreiben.
 
G

Gast

Gast
  • #22
Für einen vernünftigen Mann gibt es keinen Grund, beleidigt zu sein, weil eine Frau nicht gleich mit ihrem Nachnamen herausrückt; der hat Verständnis dafür, dass sie ein paar minimale Sicherheitsmaßnahmen verinnerlicht hat. So gut wie kein Mann fragt nach meiner Telefonnummer, sondern schickt mir einfach seine. Das ist eine gute Basis.
 
G

Gast

Gast
  • #23
Wenn ich an meine Online-Datingzeit zurückdenke, dann kam das eigentlich nicht vor, dass ich den vollen Namen meines Dating-Partners nicht kannte oder umgekehrt. Das lag daran, dass ich so gut wie nie jemanden getroffen habe, mit dem ich nicht vorher eine Weile gemailt und auch telefoniert hatte. Nicht aus Sicherheitsbedenken, sondern für mich hat sich sehr schnell herausgestellt, dass ich sonst meine Zeit verschwende. Per Mail und Telefon kann ich feststellen, ob ich mir mit jemandem etwas zu sagen habe. Und weder mein Gegenüber noch ich sollten dann uns zu verstecken haben. So habe ich mit meinem jetzigen Mann sogar 2 Monate gemailt und telefoniert, bis wir uns das erste Mal in der Mitte zwischen unseren damaligen Wohnorten getroffen haben.
Eine merkwürdige Geschichte habe ich aber mal erlebt. Das betraf einen Herrn aus Berlin. Da waren ein, zwei - anonyme - Mails hin- und hergegangen, und zu dem Zeitpunkt musste ich beruflich nach Berlin und hatte ein paar Stunden Zeit. Er schlug vor, mich am Flughafen abzuholen und in seine Datsche (!) zu fahren und dort zu frühstücken. Einen vollen Namen hat er jedoch nicht genannt, keine Telefonnummer und keine Adresse, auch auf Nachfrage nicht. Ich habe dankend abgelehnt und bin auf Unverständnis gestoßen: das sei doch auch ein Risiko, mich unbekannterweise in seine Datsche auf irgendeinem Schrebergartengelände Berlins zu lassen... Strange...
w54
 
G

Gast

Gast
  • #24
Das Thema wurde unter " #4216 Rubrik: Single Blinddate covern oder nicht? " bereits ausführlich erörtert. Quintessenz ganz ähnlich wie auch hier: es gibt zwei tendenziell getrennte Fraktionen.

Bei der einen handelt es sich um überwiegend Frauen (aber auch einige Männer darunter), die offenbar zunächst JEDEM Mann unterstellen, er könne ein Triebtäter sein. Und deshalb auch erwarten, dass Mann das zunächst Gegenteil (wie auch immer) unter Beweis stellt. Ein merkwürdiges Menschenbild kommt da zum Vorschein, das wirklich nachdenklich machen kann und auch mit Realität nichts zu tun hat.

Da finden sich dann immer wieder auch Hinweise auf anonyme Treffen und nur Handy-Kontakte etc.- und ebenso kriminalpolizeiliche Warnungen vor solchen Treffen. Nur, wer möchte sich wirklich mit einem Mann oder einer Frau treffen, die ihre Identität verbergen wollen? Warnungen vor SOLCHEN Kontakten bestehen sicher zu recht. Nur ich dachte eigentlich, die hier Diskutierenden seien Menschen, die auf Partnersuche sind und nicht auf der Suche nach unverbindlichen Sexkontakten.

Die Beiträge unter #17, #18, #19 und #20 bringen es bereits auf den Punkt: es ist eine merkwürdige, streckenweise schon hysterisch anmutende überängstliche Panikmache, die da betrieben wird und die vor allem nicht differenziert, dass es eindeutige Unterschiede gibt zwischen dem Handling bei ernsthafter Partnersuche und den genannten Sexkontakten.

Im Übrigen würde es mich nicht einmal wundern, wenn Personen, die sich als überängstlich und unsicher outen, tatsächlich ein höheres Risiko haben, Opfer zu werden, da ihre Fähigkeiten, Situationen und auch Menschen adäquat zu beurteilen, weniger gut ausgeprägt sind. Vielleicht kennt ja jemand Studien dazu, individuelle Affektheurisik und Risikowahrnehmung sind schließlich ein interessantes Feld ...
 
V

Vicky

Gast
  • #25
@ # 9

Aber der Vorname reicht ja erst mal, oder? Warum muss der Nachname bekannt sein? Und eine Handynummer, die nirgendwo aufgelistet ist, reicht, um den anderen zu erreichen. Aber mach Dir mal keine Sorgen wegen einer potentiellen Anzeige. Polizei und Staatsanwaltschaft kommen im Falle eines Verdachts einer Täterschaft schon an die Daten - auch dann, wenn DU den vollen Namen und die Adresse nicht kennst. DAS ist also nicht das Argument.
 
V

Vicky

Gast
  • #26
@ # 23

Ein normal-vorsichtiges Verhalten UNTERSTELLT eben nicht jedem Menschen, ein Straftäter, Triebtäter oder sonstwas zu sein. Man weiß aber, dass - schätzen wir mal - 2 % der Bevölkerung Straftaten verüben. Diese Menschen haben kein Etikett auf der Stirn kleben.

Wenn ich mich im Auto anschnalle, dann gehe ich nicht davon aus, dass ich gleich in einen Unfall verwickelt werde und ich den Gurt damit wirklich brauchen kann. Im Gegenteil - die meisten von uns machen sich nicht die geringsten Sorgen um Gefahren beim Anlegen des Gurtes. Es ist ein Automatismus, der von den sehr unwahrscheinlichen Fall eines schweren Unfalls Sicherheit bieten soll. Und so unterstellt man dem anderen nicht direkt etwas beim Online Dating, man weiß aber um schwarze Schafe und möchte nicht nachher das Nachsehen haben.

Wieso geben die Online Dating Plattformen selbst eigentlich genau die Tipps, die hier auch genannt wurden? Wenn das alles so schwachsinnig wäre, müßte man das nicht tun, es könnte sogar als geschäftsschädigend angesehen werden. Auch die Polizei gibt genau diese Verhaltensweisen aus. Vorsicht ist eben in diesem Fall besser als Nachsicht.

Ich verstehe aber nach wie vor nicht, was eigentlich so schlimm daran ist, bis zum ersten Date nur den Vornamen und eine Prepaid-Handynummer zu kennen. Dann trifft man sich an belebten Plätzen, wo eine Gefahr nahezu ausgeschlossen werden kann. Und wenn man sich gefällt, trifft man sich nochmal usw. Dann ist aber noch Zeit für weitere Details. Wenn ich jemanden auf einer Party kennenlerne, sage ich auch nur meinen Vornamen. Nicht aus Angst, sondern weil es den anderen in der Regel gar nicht interessiert, wie ich mit Nachnamen heiße und wo ich wohne usw. Wir unterhalten uns ein bißchen und das war's. Wieso sollte man immer beim ersten Aufeinandertreffen alles mögliche über den anderen wissen wollen / müssen. GENAU DAS kann man nämlich auch als Mißtrauen auslegen!
 
G

Gast

Gast
  • #27
Zu #25: Sehr gut zusammengefasst! Gerade in letzter Zeit habe ich es erlebt, dass Männer auf einer als seriös geltenden Plattform so taten, als suchten sie eine feste Beziehung und sich nach dem Date herausstellte, dass sie auf ein Sexabenteuer aus sind. Vorher hatten wir tolle, ernsthafte Mails ausgetauscht und sehr ernsthaft miteinander telefoniert. Jetzt bin ich froh, dass diese Typen meinen Nachnamen nicht kennen!

(Nun kann man sich fragen, warum solche Männer seriöse Plattformen benutzen. Ganz einfach: Eindeutig sexuell orientierte Frauen sind ihnen zu forsch und unromantisch.)
 
G

Gast

Gast
  • #28
also, wenn es sich um einen verkappten Triebtäter handeln sollte, dann könnte der auch nach dem 4., 5. oder 14. Treffen zuschlagen, egal, ob er meinen Nachnamen dann bereits kennt. Die Kenntnis des Nachnamens dürfte diesen dann wohl auch nicht hindern.

Ich wußte von allen meinen Dates immer komplette Daten, inklusive Arbeitsplatz. Weil die Männer irgendwann ihre Telefonnummer und mail (vorname.nachname) mitgeschickt hatten, nicht, weil ich darauf bestanden hätte.

Einer bot mir an, mich zum Date mit dem Auto abzuholen (habe das abgelehnt, nicht aus Sicherheitsgründen, sondern, weil ich im Falle des Nichtgefallens unabhängig sein wollte)
Einen anderen habe ich beim ersten Date mit dem Auto abgeholt - würde ich eigentlich nie machen, aber am Ende war es sogar der Richtige.

Ansonsten wie auf einer Party: Erst nur Vorname, und wenn man ins Gespräch kommt, ergeben sich eben auch mehr Infos...
 
G

Gast

Gast
  • #29
Ein Satz von #25 entlarvt es genau: "Wenn ich jemanden auf einer Party kennenlerne, sage ich auch nur meinen Vornamen".

Nein! Eben nicht!

Erwachsene zivilisierte Menschen stellen sich mit Vor- und Nachnamen vor. Jedenfalls wenn sie über das Duz- und Studentenalter hinaus sind.

Und genau aus diesem Grund gibt ein Mann, der nicht im Eilzug durch die Kinderstube gerast ist, selbstverständlich VOR dem ersten Date seine Identität preis.

w54, auch #5
 
V

Vicky

Gast
  • #30
@ # 28

Nun, ich glaube, unser Altersunterschied (ich bin 34) ist einfach zu groß, um da auf einen Nenner zu kommen, denke ich. Wenn ICH auf PRIVATparties bin, ja, dann geht dies in den meisten Fällen immer noch ähnlich ab wie im Studentenalter - auch, wenn heute viele verheiratet sind und Kinder haben und die Kinder auch teils dabei sind. Die meisten Leute, die ich kenne, haben studiert und verhalten sich auf privaten Parties auch teilweise noch so. Aber im positiven Sinne, wie ich finde. Also nicht steif, sondern einfach nett und unkompliziert. Aber bei Leuten, die nicht studiert haben, kenne ich es von Parties auch nicht anders.

Wenn ich z.B. auf einer Party bin, die von einem Freund meines Freundes organisiert wird, dann werde ich vorgestellt mit: "Das ist meine Freundin, die XY." Ich selbst sage es genauso. Was soll derjenige mit meinem Nachnamen anfangen? Für mich im privaten Sektor eine völlig unnötige Information. Im englischsprachigen Raum ist das ja sogar noch verbreiteter - aber das ist natürlich für unsere Etikette nicht bindend.

Was die Kinderstube mit einem Sicherheitsdenken zu tun hat, erschließt sich mir auch nicht. Wieso raten denn die Online Dating Plattformen selbst sowie die Polizei dazu, erst mal nicht zu viele Realdaten herauszugeben? Aus Unhöflichkeit? Erst mal kommt doch wohl die Sorge um mein körperliches und seelisches Wohlergehen. Und nein, das hat nichts mit Unhöflichkeit zu tun. Die zeigt sich bei ganz anderen Dingen. Es ist weder dumm noch unhöflich sich selbst vor Problemen und Gefahren schützen zu wollen. Und wer höflich ist, hat meines Erachtens dafür auch Verständnis.

Meine Datingpartner, die ja logischerweise Männer waren und sich weniger Sorgen um Gefahren machen müssen, haben mir in der Regel vorher auch nicht ihren Nachnamen usw. genannt. Einer war z.B. bei der Polizei in einer Spezialeinheit, allein deshalb hatte er im Voraus weder genauen Beruf noch Nachnamen genannt, weil es eben gewichtige Gründe gibt, dass er nicht jedermann seine Daten gibt. Beim ersten Date hat er mir dann aber erklärt, warum er seinen Beruf vorher nicht verraten konnnte.

Wenn man sich beim realen Date kennenlernt, ist immer noch Zeit genug, Dinge auszutauschen und schrittweise Vertrauen entgegenzubringen. So würde ich z.B. nie beim ersten Date auf der Hinfahrt zum Treffpunkt den Mann im Auto mitnehmen oder mich mitnehmen lassen. Was ich aber schon mehrmals getan habe, ist, nachdem man einige Stunden zusammen verbracht hat, mit dem Auto von einem Punkt zum anderen zu fahren. Das ist auch nicht ganz ungefährlich. Aber meine Menschenkenntnis und Intuition hat mir grünes Licht gegeben. Das ist wahrscheinlich auch nicht das Verhalten, was die Polizei empfehlen würde. Aber beim ersten Treffen nehme ich den Menschen mit mehreren Sinnen wahr und kann ihn besser einschätzen.

Was ist denn - außer der angeblichen Höflichkeit - noch ein Grund, vorher alle relevanten Realdaten auszutauschen? Neugier? Kontrollmöglichkeit? Man könnte eben auch sagen, dass, wer vorher alles mögliche wissen will, derjenige ist, der übermäßig mißtrauisch und vorsichtig ist.. Das kann man aus verschiedenen Perspektiven betrachten....
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Top