• #32
Lieber TE,
sollte es sich um die junge Frau aus dem Nebenthread handeln, ist mein Gefühl: Du hängst ganz schön tief drin. (Ich täusche mich gerne.)
Alles Gute.
w,41
 
  • #33
Ich finde es bedenklich - nachdenkenswert - dass es heute als übergriffig verstanden wird, wenn man sich bei einer/einem guten Bekannten /Freund erkundigt, wie es ihr /ihm geht.
Vielleicht kann man es anders formulieren, als ich mache mit Sorgen - aber wenn bekannt ist, dass es der/dem anderen nicht gut geht?

Übergriffig empfände ICH, wenn jemand, wie hier auch schon vorgeschlagen, die Polizei und den psychiatrischen Notdienst verständigt.

Natürlich gibt es Grenzen, inwieweit man aktiv wird - das muss die andere Seite wollen.

Aber - ok, ich habe dazu gelernt, demnächst ist die Frage, wie geht es Dir, schon übergriffig...

Wenn ich so sehe, wie es meinen Eltern am Lebensende ergangen ist, möchte ich das Recht auf einen wohlschmeckenden, sanften Schlummertrunk haben.
Das möchte ich auch.
Und insgesamt Zwangs"rettungen" in Frage stellen.

Aber ein Nachfragen wie es jemandem geht?
Da bin ich dabei.
Was bitte soll eine Belästigung an einer netten, kurzen Mail sein ? "Ich hab dich lange nicht gesehen, nix von dir gehört ... Geht es dir gut ?"

Ich habe mich, als ich diese Zeiten, erlebte, gefreut. Das Gefühl, nicht ganz alleine zu sein.

Mir geht es heute gut, einem guten Teil habe ich das auch Freund*Innen zu verdanken, die sich zwar nicht eingemischt haben, aber doch immer wieder nachgefragt haben, oder gesagt haben, komm machen wir was Schönes zusammen. Ohne Problembesprechungen. Oder ein Ohr hatten, ohne anderweitig ungebetene "Hilfe" zu aktivieren.
Entschieden habe immer ich. Ich habe auch Stopp gesagt, wenn es mir zuviel wurde.

W, 51
 
  • #34
Was bitte soll eine Belästigung an einer netten, kurzen Mail sein ? "Ich hab dich lange nicht gesehen, nix von dir gehört ... Geht es dir gut ?"

Ich finde es bedenklich - nachdenkenswert - dass es heute als übergriffig verstanden wird, wenn man sich bei einer/einem guten Bekannten /Freund erkundigt, wie es ihr /ihm geht.
Wir müssen wohl unterscheiden.

Ich habe es so verstanden, dass der FS den Mann nicht mal kennt. Und dann schickt er ernsthaft eine WA, in der er seine Sorgen ausdrückt? Das finde ich übergriffig.

Da redet ein Bekannter mit seinem mir nicht bekannten Freund über meine persönliche Situation, die er irgendwie empfindet und dieser Freund äußert sich mir gegenüber dann telefonseelsorgenartig? Da wäre der „Bekannte“ für mich erledigt.
Ist der nächste Schritt dann, dass die Telefonseelsorge demnächst immer mal anruft und fragt, ob‘s noch gut geht und das wird dann als „solidarische Nächstenliebe“ verkauft und gleich mal den Notdienst schickt, wenn ich nicht schnell genug reagiere?

Wenn also der Freund sich bei seinem Bekannten meldet, prima, da bin ich natürlich dabei. Aber auch da kann man sich doch den anonymen WA-Beitrag sparen und zufällig vorbeigehen, wenn man denjenigen telefonisch nicht erreicht und sich ernsthaft sorgt.

Was sind das für Menschen, die ein paar doofe Smilies schicken, wenn sie sich Sorgen um jemanden machen?
 
  • #36
Für mich ist völlig klar und normal, dass ich unter bestimmten Umständen die Freiheit haben möchte, mein Leben zu beenden
Ich denke nicht, dass man von Freiheit sprechen kann, wenn eine an Depression erkrankte Person sich das Leben nimmt.
Es ist eine Störung der Gefühlswelt, die in einer stetigen Abwärtsspirale zum Tod führen kann. Mit einer rationalen "Entscheidung" hat das nichts zu tun.
Diese Menschen können meist geheilt werden und dann wollen sie auch keinen Suizid.
wir lassen uns Regeln vorschreiben und merken noch nicht einmal, dass wir dadurch die Fähigkeit einbüßen, kleinste persönliche Entscheidungen zu treffen. Merkt das außer Lebenslust und mir denn niemand ?
Ähm nein...
Der FS hat hier um Rat gefragt, mehr nicht. Entschieden hatte er sich ja schon.
 
  • #37
Also mich macht diese Entwicklung depressiv. Schon die Diskussion hat doch was Verrücktes. Da klingelt morgen einer an meiner Tür und sagt „Guten Tag, ich habe gehört, es geht ihnen nicht gut. Wollte ich mal prüfen und wenn sie jetzt nicht mit mir reden, rufe ich den psychiatrischen Notdienst“. Und fragt hier ernsthaft, wie ich mich dann wohl fühle?
Bei normalem Verstand ordne ich das als neue Masche der Zeugen Jehovas ein.
😄Da ist aber deine Phantasie mit dir durch gegangen.
Gruselige Vorstellung, aber unrealistisch.
Tatsächlich hab ich schon erlebt, dass es Leute richtig schlecht gegangen ist, es irgendwie alle mitbekommen und keiner was machte ( aus verschiedenen Gründen) Bis es zu spät ist. Dann wird unter großer Betroffenheit diskutiert, wer wann was verpasst hat zu tun.
Ist jetzt auch nicht besser, oder?
In meinem Arbeitsumfeld zb hatte ich eine zeitlang mit Magersüchtigen zu tun.

Irgendwann hab ich im entfernteren Freundeskreis mitbekommen, dass eine junge Frau beim Essen jedesmal danach lange auf der Toilette bleibt, plötzlich viel Sport treibt, schlapperige Klamotten, die rausstehenden Knochen verstecken sollten, trug usw. Es war so ein klassisches Bild.
Vielleicht ist es auch bei mir ein Helfersyndrom. Mag sein.
Aber damals suchte ich die Nähe dieser Frau. Irgendwann vertraute sie mir und dann kam auch das Thema zur Sprache. Wobei sie es fast startete. Sie stellte mir ein paar Fachfragen und ließ bei der Antwort nebenbei die Info durchblicken, dass sie schon seit Monaten nicht mehr blutete.
Ich bot ihr Hilfe und viele Kontaktadressen an, die sie erst ablehnte.
Irgendwann ließ sich behandeln und ist mittlerweile gesund und sogar Mutter.

Eine Tante von mir rutschte in eine Depression und ließ sich nicht helfen.
Der Nachbar merkte es und stand ständig auf der Matte mit Frühstück, Blumen usw.
Redete meinen Onkel darauf an. Erst dann wurde den beiden bewusst, dass wirklich was im Argen ist.

Allerdings hab ich auch mal eine Mitbewohnerin in die Jugend Psychiatrie gefahren, da ihr Liebeskummer so stark war und sie sich umbringen wollte.
Dort ließen sie sie nicht mehr gehen, ohne Medikamente. Sie reagierte mit Trotz und drehte immer mehr auf, bzw wiedersetzte sich immer mehr.
Letztendlich wurde sie nie mehr frei. Landete mit 22 in einer betreuten Wohngruppe und hat sich dann mit 28 umgebracht, schwer Medikamenten abhängig.
Oft frage ich mich, ob sie nicht noch leben würde, wenn sie damals nicht einfach in der WG geblieben wäre.
 
  • #38
Ich finde es bedenklich - nachdenkenswert - dass es heute als übergriffig verstanden wird, wenn man sich bei einer/einem guten Bekannten /Freund erkundigt, wie es ihr /ihm geht.
Ich habe es so verstanden, dass es konkret um die Wortwahl „Ich mache mir Sorgen um dich“ geht. Die finde ich tatsächlich nicht gut. Ein allgemeines Erkundigen nach dem Befinden des anderen oder der Vorschlag, sich mal wieder zu treffen, ist etwas ganz anderes. Da geht es dann einfach um die freundschaftliche Beziehung an sich, und das Thema und der Verlauf eines Gesprächs ist offen. Hätte ich hingegen Probleme, und jemand, den ich nicht besonders gut kenne, würde mit den Worten „Ich mache mir Sorgen um dich“ ankommen, würde ich mich in die Ecke gedrängt fühlen. Wem ich wann von meinen Problemen erzähle, entscheide ich selbst, nach Gefühlslage. Und nicht nach in nette Worte gepackter Aufforderung durch mir nicht nahestehende Menschen.

Mir ist der FS im allgemeinen etwas zu helfersyndrommäßig unterwegs - siehe auch seine anderen Posts. Wenn er anderen Menschen helfen will, sollte er dieses Bedürfnis vielleicht zum Beruf und damit professionell machen. Ansonsten finde ich eine freundschaftliche Konzentration auf Freunde richtig - ohne der Retter sein zu wollen.

Mir ist ehrlich gesagt seine Art und Weise, mit Sun Ny in ihrem Post umzugehen, aufgestoßen - mein zu kritischer Post wurde damals aber nicht veröffentlicht.

w45
 
  • #39
Ich habe es so verstanden, dass der FS den Mann nicht mal kennt. Und dann schickt er ernsthaft eine WA, in der er seine Sorgen ausdrückt? Das finde ich übergriffig.
Wäre es auch.
Ich hab es so verstanden, dass der FS Kimi der bekannten Frau, der FREUND vom Kimi SELBER seinen Freund kontaktiert.
Übrigens wollte Kimi wissen, wie wir auf einen bestimmten Satz reagieren würden.
Sämtliche Antworten bezogen sich auf genau diesen Satz.
Und viele (auch ich), meinten prinzipiell ist anfragen OK, doch nicht mit genau den Worten.
 
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  • #40
Ich habe es so verstanden, dass der FS den Mann nicht mal kennt. Und dann schickt er ernsthaft eine WA, in der er seine Sorgen ausdrückt?

Also ich verstehe die Frage so, dass es um 2 Fälle ging - beim Freund um einen Bekannten von ihm.
Und bei Kimi im die besagte Dame aus dem anderen Thread.

Bei letzterem Fall würde ich es, nachdem sie nachdrücklich den Kontakt abgebrochen hatte, für übergriffig halten.
Den Fall des Freundes kennen wir nicht genauer.

Und in der Fragestellung ging es dann weder um den einen noch im dem anderen Fall, sondern generell wie es bei einer/einem Empfänger*in einer solchen Frage ankäme.

Da wären wir am Ende an dem Punkt, wo Jurist*innen gerne anfangen mit - es kommt darauf an...

Auf die Beziehung, die sonstige Nähe, Vertrautheit, auf ein Kommunikationsweg - Telefon, WhatsApp...

Dass man als Fremde*r nicht so nachfragen würde, ist eigentlich klar?
Das fände ich auch übergriffig, ziemlich strange.

Wenn mich ein*e Freund*in fragt, kein Thema - und ich würde umgekehrt auch fragen, mit anderen Worten.

W, 51
 
  • #41
Also irgendwie gehen bei einigen wieder die Pferde durch. Ich bin nicht der Typ, der sich Freitagnachmittag die weiße Mütze mit dem roten Kreuz aufsetzt und die Menschen rettet, weil ich in mir eine innere Leere fühle. Klar, hätte ich mir als Kind auch "Hilfe" gewünscht und man kompensiert das im seinem Leben, aber ich kann das durchaus sehr gut steuern. Ich sehe sowas halt, andere nicht. Punkt.

Nochmal, ich dachte ich hatte es klar beschrieben (leider bietet EP nur 3000 Zeichen an).

Telefonat mit einem Freund, der von seinem Freund erzählt, den ich NICHT kenne. Er hat schon häufiger über ihn gesprochen, macht sich Sorgen. Er ist psychisch auffällig. Hat ihm eine Nachricht geschickt. Keine Antwort.

Ich sage ihm, dass ich vor Monaten ERSTMALS (!) in meinem Leben in einer ähnlichen Situation war und wir diskutieren darüber wie sich der Empfänger der Nachricht fühlt. Das ist alles. Ich kenne den Dritten nicht und werde sicherlich niemals vor seiner Tür stehen. was soll ich da? Ich stand auch nicht vor ihrer Tür. Das ist für mich komplett übergriffig.

Die andere Frau, die sich vor 10 Jahren das Leben genommen hat spilet hier keine Rolle in der Diskussion.

Übrigens: Wenn man wirklich ahnt, dass jemand ernsthaft Selbstmord vor hat, ruft man in Deutschland professionelle Hilfe! Derjenige wird dann in eine Psychiatrie gebracht, wenn auch die Seelsorger den Eindruck haben, es könne "Ernst werden" bei dem/derjenigen. Und dies wird selbst dann gemacht, wenn er/ sie sich wehren sollte. Dies gilt in Deutschland nicht als "Eingriff in die Privatsphäre": Ein Mensch hat offiziell nicht das "freie Recht", im Sinne von "nicht die freie Wahl", sich umzubringen.

Man geht davon aus, dass ein Mensch in dem Moment eines Selbstmord-Gedanken eine Psychose (die nur vorübergehend ist) haben kann. Man leistet ihm sozusagen Hilfestellung, dass er seinen (manchmal ja nur sehr kurzzeitigen) Drang, sich das Leben zu nehmen, NICHT vollziehen kann.

Das ist für mich ein NoGo. Darf jeder gerne anders sehen.

Jeder Mensch ab 18, der nicht völlig "gestört" ist hat m.M.n. das Recht sein Leben zu beenden. Ihm dort die Maske einer "Psychose" aufzustülpen, weil so etwas für andere nicht sein darf und das Leben doch so schön ist, finde ich extrem übergriffig. Es ist weder meine Aufgabe noch mein Recht jemand in seinem Leben zu halten, der dies nicht mehr will.

In meiner 10jährigen Beziehung mit meiner BPD-Ex haben wir natürlich häufiger darüber gesprochen. Irgendwann war ich an dem Punkt sie gehen zu lassen. Ich habe sie "gebeten" noch zu "warten" bis unsere Tochter größer ist. Hätte sie gesagt, es geht nicht mehr, hätte ich sie dabei unterstützt. Mit allen Konsequenzen. Sie hat mit mir geredet. Nur mit mir.
"Ich schweige um euer Ich zu schützen." hat sie gesegt, weil ich sie immer gefragt habe warum sie mit anderen nicht redet und sie hat mich sicherlich nie ganz tief in ihre inneren Abgrund blicken lassen.
 
  • #42
1.) Zur Hauptfrage: Grundsätzlich kann man guten Freunden und Verwandten auch mal mitteilen, dass man sich um sie Sorgen mache, um ihnen vielleicht ein wahrhaftiges und persönliches Gespräch zu entlocken, also um wirklich herauszufinden, wie es ihnen geht. Ich finde aber, dass das nur bei Personen, zu denen ein besonderes Vertrauensverhältnis besteht, überhaupt angemessen ist, sich Sorgen zu machen.

Was hat das mit fair oder unfair zu tun? Es ist eine Frage des Erkennens von Angemessenheit und Aufdringlichkeit, denke ich. Eine Frage sozialer Kompetenzen, in diesem Fall konkret: "Grenzen von anderen achten und respektieren".

2.)
Ich wollte bei ihr eine Sensibilität erreichen. In dem „keine Antwort“ sehen wir beide eine Bestätigung für unsere Sorgen.
Wieso denn nur? Manchmal, wenn man dich so liest, fragt man sich, wieso du nur immer aus guten Ansätzen solche übergriffigen Fehlschlüsse ziehst? Mir kommt das ganz oft bei deinen Texten. Das meine ich nicht abwertend, aber irgendwie... ich kann es schlecht ausdrücken. Ich finde deine Schlussfolgerungen immer so unlogisch (vor allem wenn es darum geht, dass jemand DEINE Hilfe nicht will), eine Anfangsgedanken aber menschlich und richtig.

3.)
Ich habe selbst vor 10 Jahren völlig unerwartet eine Freundin (37) durch Suizid verloren, die als überaus lebenslustige Frau in eine tiefe Depression gerutscht ist und sich in einer Klinik fernab der Heimat (sie war überregional bekannt) das Leben nahm.
Wenn wir uns doch nur auf die Fragen im Text konzentrieren sollen, wieso erwähnst du das dann?Was willst du uns sagen? Dass du der ganzen Welt Hilfsangebote machen möchtest, weil du irgendwie glaubst, was tun zu können? Du hast das Bedürfnis, für Leute in Not dazu sein und scheinst der einzige zu sein, der erkennt, dass die Leute in Not sind? Obwohl sie gar nicht mit dir darüber reden wollen? Oder woher kommt das bei dir?
Sorry, ich will dich wirklich nicht angreifen, aber ich frag mich das wirklich.
 
  • #43
Ich finde es bedenklich - nachdenkenswert - dass es heute als übergriffig verstanden wird, wenn man sich bei einer/einem guten Bekannten /Freund erkundigt, wie es ihr /ihm geht.
"Ich mache mir Sorgen um Dich" ist keine Frage, "wie ght es Dir?", sondern die Formulierung enthält andere Botschaften:
- ich bin derjenige, der Dich retten kann, weil Du selber Dein Leben nicht auf die Reihe kriegst
- Du bist Schuld, dass es mir jetzt auch nicht gut geht

- Genau darum geht es "welche Botschaft will ich senden" - obwohl ich garnicht weiß, was los ist und ob was los ist.
- Und es geht um den Sendeweg. Was soll eine WA bringen bei jemanden, der sich zurückgezogen hat?
- Es geht um die Relation, in der man zu demjenigen steht. Wenn ich wegen sozialer Distanz zu der Person nur ein diffuses Gefühl habe, dass was nicht stimmt und darum nur eine WA schreiben würde, dann ist die Haltung "sich Sorgen machen" wohl nicht die richtige und dann sollte man besser nichts tun als das Falsche.

Ich habe mich, als ich diese Zeiten, erlebte, gefreut.
@Tom26 beschreibt aber eine viel unbefangenere Kontaktaufnahme, nichts Besorgtes, nichts was noch mehr belastet. Das ist was ganz anderes.

Ich hatte auch eine gute Freundin, die in dunklen Zeiten immer wieder mal kontaktete mit solchen Dingen "wie neues Restaurant, ich will da nicht allein hingehen, machst Du meine Wingwoman?".
 
  • #44
Was bitte soll eine Belästigung an einer netten, kurzen Mail sein ?
Nichts. Man muss es differenziert sehen.

Wenn der Freund A die Probleme seines Freundes B bespricht mit einem für B Fremden C und A und C dann an B eine Mail verfassen, dass sie ihre Hilfe anbieten, ist das schon ... naja, wenigstens grenzwertig. Kann in manchen Fällen verständlich sein, wenn C vom Fach ist, aber ist das gegeben, ist die Frage.

Mal kein vergleichendes Beispiel, aber was, um das Gefühl zu verdeutlichen, weshalb sowas auch unangemessen sein kann:
Angenommen, Du erzählst einem guten Freund, dass Du jeden Abend Whisky trinkst, Du trinkst auf einer Party auch mal ein bisschen sehr viel und er bekommt den Verdacht, dass Du Alkoholiker bist. Er schreibt Dir irgendwann ne Mail, dass er sich Sorgen macht und das mit einem ihm bekannten Freund, der Arzt ist und den Du nicht kennst, besprochen hat, der die Sorgen Deines Freundes versteht. Beide bieten Dir ihre Hilfe an.
Gutes Gefühl?

Das ist nun beim Fall von @Kimi 48 anders, weil der Freund sich ja wirklich auffällig schon länger verhält. Von daher finde ich es normal, dass der Freund sich sorgt, vielleicht auch mit jemandem spricht, von dem er meint, dass der sich damit auskennt (@Kimi 48 hat sich woanders so geäußert, dass ich den Eindruck gewonnen habe, dass er von berufswegen Erfahrung beim Umgang mit depressiven Leuten hat.)

Es ist, wie gesagt, zu differenzieren. Niemand hier hat mE davon geschrieben, dass man keine Sorgen um Freunde haben soll und denen das nicht schreiben soll, um Hilfe anzubieten.
Aber es ist zu bedenken, ob es angemessen ist oder nicht, davon zu sprechen, dass ein anderer einen dazu bringt, sich Sorgen zu machen.
 
  • #45
Ich finde es bedenklich - nachdenkenswert - dass es heute als übergriffig verstanden wird, wenn man sich bei einer/einem guten Bekannten /Freund erkundigt, wie es ihr /ihm geht.
Das ist nicht gemeint. Es wird von "Sorgenmachen" geredet und ein Dritter - ein UNBEKANNTER - wurde eingeweiht und schreibt dabei mit, weil er vielleicht vom Fach ist oder schon Erfahrungen mit "solchen Fällen" hat.

Das kann ziemlich komisch rüberkommen.

Übergriffig empfände ICH, wenn jemand, wie hier auch schon vorgeschlagen, die Polizei und den psychiatrischen Notdienst verständigt.
Kommt auch drauf an, was da los ist.
Nur weil einer sich auf ne Mail nicht meldet, kann m.E. nicht der Grund sein.

Natürlich gibt es Grenzen, inwieweit man aktiv wird - das muss die andere Seite wollen.
Eben, das schreiben doch aber viele so oder sinngemäß so?!
Aber - ok, ich habe dazu gelernt, demnächst ist die Frage, wie geht es Dir, schon übergriffig...
DAS hast Du aus dem Thread gezogen?
 
  • #46
Ich denke nicht, dass man von Freiheit sprechen kann, wenn eine an Depression erkrankte Person sich das Leben nimmt.
Für mich ist das ein Grenzfall, den ich nicht beurteilen kann und möchte.
Diese Menschen können meist geheilt werden und dann wollen sie auch keinen Suizid.
Also irgendwie gehen bei einigen wieder die Pferde durch.
Bei mir keine Pferde zu sehen. Aber:
Telefonat mit einem Freund, der von seinem Freund erzählt, den ich NICHT kenne. Er hat schon häufiger über ihn gesprochen, macht sich Sorgen. Er ist psychisch auffällig. Hat ihm eine Nachricht geschickt. Keine Antwort.
Ist etwas anderes als dass ein Fremder eine Nachricht schickt.
Jeder Mensch ab 18, der nicht völlig "gestört" ist hat m.M.n. das Recht sein Leben zu beenden. Ihm dort die Maske einer "Psychose" aufzustülpen, weil so etwas für andere nicht sein darf und das Leben doch so schön ist, finde ich extrem übergriffig. Es ist weder meine Aufgabe noch mein Recht jemand in seinem Leben zu halten, der dies nicht mehr will.
Da stimme ich überein. Natürlich kann oder sollte man unterstützen, aber letztlich ist es eine individuelle Entscheidung, die aus meiner Sicht zu respektieren ist, auch wenn man selbst das völlig anders sieht. Ich respektiere ja auch, wenn jemand weiterleben möchte an einer Stelle, an der ich das für mich beenden würde.
 
  • #48
Ich denke, hier ist die Wortwahl entscheidend. Dieses ich mache mir Sorgen um Dich, kommt irgendwie gouvernantenhaft rüber. Irgendwie nicht wertschätzend oder für den, um den man sich in Wirklichkeit Sorgen macht, auf Augenhöhe. Ich glaube, damit erzeugt man durchaus sehr schnell eine Ablehnung, die nicht sein müsste. Man kann Hilfe anbieten, sagen, dass man immer für die Person da ist und sie in jeder Lebenslage Tag und Nacht anrufen darf. Damit ist viel geholfen und eine liebevolle Atmosphäre geschaffen. Ich glaube, dass es deutlich hilfreicher als alles andere.
 
  • #49
Wenn man sich nicht gut kennt, wenn man kein guter Draht hat, empfinde ich eine solche Haltung sogar echt unverschämt, ihr bekommt keine Antwort, weil er es genauso auch empfunden wird!
Du wirst mit Recht keine Antwort erhalten, das geht dich gar nichts an!
Ein solches Verhalten ist absolut übergriffig, ich verstehe nicht, dass man sich in das Leben eines anderen Menschen mit dem man keinen Kontakt hat, sich so einmischt, ohne gerufen zu werden!
 
  • #50
Kannst Du das mal näher beschreiben? Und wie ist Dein Freund so drauf, könnte er was projizieren und bei seinem Dir unbekannten Kumpel was als Problem sehen, das gar nicht so da ist?
Mein Freund ist jemand der gut reflektiert, ich würde sagen, sehr sensibel ist und sehr feine Antennen hat. Das ist halt einer, der so etwas sieht und es auch in Worte fassen kann.

Stell Dir vor Du gibst drei Menschen ein weißes Blatt Papier mit einem schwarzen Strich drauf. Alle sollen sagen, was sie sehen.
1. "Ein leeres Blatt"
2. "Ein Blatt Papier mit einem schwarzen Strich."
3. "Ein Glas Milch mit einem schwarzen Strohhalm drin. Von oben betrachtet."

Er ist der Typ mit dem Strohhalm :cool:

Und wenn er die Situation so beschreibt, wie am Telefon, dann würde ich ihm erstmal glauben. Er hat ab und an über ihn gesprochen, aber ich habe keine Details parat. Mir fällt es leichter mich an Dinge zu erinnern, wenn ich die Person wenigstens einmal vor mir gesehen habe und mir selbst ein Bild machen kann.

Er hat mich um meine Meinung gebeten, ob es so richtig ist, weil er weiß, dass ich davon Ahnung habe (oder wie andere Forumsmitglieder sagen würde: "Kimi glaubt Ahnung zu haben") oder zumindest, weil er meine Meinung in diesem Thema schätzt. Ich werde öfter in diesen Dingen um Rat gefragt.

Klar kann er daneben liegen.
Das liegt mir fern zu beurteilen.

Er ist der Einzige, der die Geschichte mit ihr kennt, zumindest 80%. Er hat mich zuvor (!) mehrfach auf sie angesprochen. Dann erst habe ich mit ihm darüber gesprochen. Das wir beide so gnadenlos bei ihr danebenliegen, halte ich für ausgeschlossen. Aber dieses Thema wurde ja schon anderweitig ausdiskutiert.

Mir ging es hier darum, wie ein "Betroffener" es sieht. Und es ist für mich sehr interessant, wie unterschiedlich die Sichtweisen sind. Das wollte ich ja lesen.

Ich bleibe weiter bei mir:
"Mach das, was Du gut und für richtig findest und frage nicht (zuviel) nach was Andere denken!"
Ist es ein Fehler, dann übernehme ich die Verantwortung dafür. Das habe ich in meinem Leben gelernt.
 
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  • #51
Ich denke, hier ist die Wortwahl entscheidend. Dieses ich mache mir Sorgen um Dich, kommt irgendwie gouvernantenhaft rüber. Irgendwie nicht wertschätzend oder für den, um den man sich in Wirklichkeit Sorgen macht, auf Augenhöhe. Ich glaube, damit erzeugt man durchaus sehr schnell eine Ablehnung, die nicht sein müsste.
Okay @HollyGolightly , wie würdest Du es denn konkret formulieren, wenn es Bestandteil einer Nachricht wäre?
 
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  • #52
Das Beispiel mit dem Strohalm ist gut :D

Also eigentlich müsste Dein Freund das wissen, wie er das sensibel formuliert. Das klingt jedenfalls nicht nach einem Übergriffigen, sondern eher nach einem, der DInge sieht, die andere nicht sehen. Zwar kann auch das danebengehen, also er so ein "Sammler armer Seelen" sein kann, um sich selbst Bedeutung zu geben oder sich selbst zu heilen, aber das kannst Du vermutlich auch nicht sagen. Und in dem Fall würde er übergriffig sein können, ohne es zu merken, dass er einem, der in Ruhe gelassen will, mit Gewalt ein Problem anzudichten versucht.

Die mögliche Sichtweise des Betroffenen ist ja hier in vielen Facetten geschrieben worden. Aber das ist ja nicht Dein Thema, Dein Freund ist hier der Mensch, der sich einen Kopf drum machen sollte. Du weißt ja nicht mal, ob der andere depressiv ist oder nur seine Ruhe will, um sich auszukurieren und neu zu orientieren. Es gibt auch nicht wenige Leute, die überhaupt nicht drüber reden wollen. Wollen sie nicht. Kommen allein mit klar oder suchen sich Hilfe, wenn sie denken, sie bräuchten sie.

Das müsste Dein Freund einschätzen, was für ein Mensch das ist. Also ob er allein "lebensfähig" und flexibel ist und sich Hilfe suchen würde, wenn er sie bräuchte, oder nicht.
 
  • #53
Ich bleibe weiter bei mir:
"Mach das, was Du gut und für richtig findest und frage nicht (zuviel) nach was Andere denken!"
Ist es ein Fehler, dann übernehme ich die Verantwortung dafür. Das habe ich in meinem Leben gelernt.
Gut so. Meinst du nun dich, oder auch deinen Kumpel 😉

Okay @HollyGolightly , wie würdest Du es denn konkret formulieren, wenn es Bestandteil einer Nachricht wäre?
Hier schonmal Beispiele:
Besser wäre: ich hab schon lange nichts mehr von dir gehört. Hoffentlich geht's dir gut? So oder so, du kannst dich jederzeit bei mir melden.

Denke an Dich, kannst Dich immer melden
Aber ich lass Dich bis dahin in Ruhe

Das Einzige was man machen kann wäre z.B. etwas in der Richtung zu schreiben, dass man an die Person denkt und bei Redebedarf gerne jederzeit zur Verfügung steht oder irgendetwas Positives erwähnen, was man an der Person schätzt oder sowas.
Aber:
Das müsste Dein Freund einschätzen, was für ein Mensch das ist. Also ob er allein "lebensfähig" und flexibel ist und sich Hilfe suchen würde, wenn er sie bräuchte, oder nicht.
Wie viel mehr Input brauchst du denn @Kimi 48 ?

Übrigens danke für die interessante Frage.
 
  • #54
Wieso denn nur? Manchmal, wenn man dich so liest, fragt man sich, wieso du nur immer aus guten Ansätzen solche übergriffigen Fehlschlüsse ziehst? Mir kommt das ganz oft bei deinen Texten. Das meine ich nicht abwertend, aber irgendwie... ich kann es schlecht ausdrücken. Ich finde deine Schlussfolgerungen immer so unlogisch (vor allem wenn es darum geht, dass jemand DEINE Hilfe nicht will), eine Anfangsgedanken aber menschlich und richtig.
Macht nichts, verstehe Dich auch nicht @NormaJean :)

Ich versuche es einmal.

Ob jemand die Hilfe will oder nicht, kann nur derjenige selbst beantworten. Alles andere ist Spekulation.
Ich habe im Umgang mit Menschen gelernt, dass es sehr wohl einen Unterschied macht, ob jemand die Hilfe nicht annehmen will oder es nicht kann, wenn Du verstehst.

Weißt Du ob nicht Situationen mit anderen hattest (Du bist doch im pädagogischen Bereich oder?) von denen diese heute noch zehren und sagen "Damals der Kontakt mit @NormaJean hat mir viel gebracht, ich habe es ihr nur nie gesagt."
Ich nehme mir doch auch Menschen zu Vorbild ohne es ihnen gleich aufs Brot zu schmieren.
Ich wollte bei ihr eine Sensibilität erreichen.
Weil die Situation, wie Du weißt, recht kompliziert ist und mir ist das sehr wohl bewusst. Ich habe sehr lange überlegt was ich wie mache. Ich bin der Überzeugung, dass es richtig war.

In dieser Situation reicht es mir halt, dass sie die Botschaft verstanden hat. Machen muss sie es ohnehin. Ich sehe eine affektive Störung, Dysthymie? BPD, NPS oder SPS, eine Kombi? Keine Ahnung. Wir haben das Thema mal angerissen, mehr ging halt nicht. Nochmal: Ich muss niemand retten. Aber ich will wenigstens erreichen, dass sie es wahrnimmt. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es richtig ist es so zu machen.

Andere haben andere Meinungen, das ist okay.
 
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  • #55
Okay @HollyGolightly , wie würdest Du es denn konkret formulieren, wenn es Bestandteil einer Nachricht wäre?
Ich kenne deinen Freund nicht, also wäre es überaus unseriös, hier eine Nachricht schreiben zu wollen. Als Anregung, das habe ich auch schon so formuliert, frage wie es geht, wenn er irgendetwas braucht, du bist jederzeit für ihn da. Mehr kannst du nicht tun, das wird schnell übergriffig. Und dann sorgt man sich eher um sich und um den eigenen Umgang mit Problemen des anderen als um den, der die Probleme habt.
 
  • #56
Auf jeden Fall erstmal Danke für den Versuch, es mir nochmals zu erklären. Das ist wirklich sehr nett von dir.

Mein Unverständnis kommt vielleicht daher, dass ich bei dir manchmal das Gefühl habe, dass du anderen deine Hilfsangebote aufdrängst, und wenn sie diese nicht wollen, dann denen ein tiefergehendes (manchmal psychisches) Problem unterstellst, welches DU dringend lösen möchtest. Und je mehr diese Menschen dich dann auf Distanz halten, setzt du noch einen drauf und willst noch mehr darauf bestehen, der andere möge doch bitte mal endlich sein Problem erkennen und es mit DEINER Hilfe lösen wollen. Und wenn es nur erstmal mit dir reden ist. Es kommt mir so vor, wie ein Problemtourist, der sich übermäßig viel mit den Problem von anderen beschäftigt und es nicht erkennt, dass die das gar nicht wollen. Vielleicht hat der andere (oder die andere) ja wirklich ein Problem, will es aber nicht mit DIR teilen. Aber gut, ich führe hier unzulässigerweise die Konversation aus deinem anderen Thread fort.

Und sicher, es kann sein, dass bei mir ein völlig falscher Eindruck entstanden ist, wenn ich dir Unrecht getan habe, dann tut es mir leid.

Aber trotzdem:
Weil die Situation, wie Du weißt, recht kompliziert ist und mir ist das sehr wohl bewusst. Ich habe sehr lange überlegt was ich wie mache. Ich bin der Überzeugung, dass es richtig war.
Darum ging es nicht. Es ging darum, dass dein Kumpel und du aus einem "Keine Antwort" die Schlussfolgerung zieht, eure Sorgen bestätigt zu sehen. Hä? Wieso denn dass? Keine Antwort heißt erstmal: Ich will nicht mit Dir reden. Wieder das alte Thema: eventuelle Aufdringlichkeit wird mit Ignoranz beantwortet.
 
  • #57
Als ich schwer krank war, hat sich das nicht nur im engsten Freundeskreis herumgesprochen. Als DJ hatte ich viele Menschen um mich, die ich wenig kannte und dennoch mochte.
Ich hatte über die Disco eine eigene mail Adresse. Und habe haufenweise Mails bekommen - alle besorgt um meine Gesundheit. Viele gute Wünsche.
Ich hab mich sehr gefreut und jede dieser Mails eigenhändig beantwortet. Hat Tage gedauert - aber es war mir ein Bedürfnis.

Insofern - ich fand es schön.
 
A

*a_n_s_i_n*

Gast
  • #58
Ich finde es bedenklich - nachdenkenswert - dass es heute als übergriffig verstanden wird, wenn man sich bei einer/einem guten Bekannten /Freund erkundigt, wie es ihr /ihm geht.
Ja, mag sein. Aber es geht ja hier in der Eröffnungsfrage eben nicht um einen guten Bekannten/Freund.

Bei Person 1 geht es um einen Bekannten vom Bekannten vom FS, FS selbst kennt ihn nicht mal, wie er schreibt.
Der Bekannte des Bekannten will aber keinen Kontakt zum Bekannten, geht nicht mal ans Telefon wenn der anruft, die haben sich seit Monaten nicht mehr gesehen, sporadisch gibt es WA.
Alles andere ist Hörensagen über Dritte, wie es dem Bekannten vom Bekannten angeblich geht ("Umfeld").

Fazit für mich: der Bekannte ist an einem Kontakt mit dem Bekannten nicht interessiert, hält ihn auf kleiner Flamme und möchte anscheinend mit ihm nichts zu tun haben

Wenn die so gut "bekannt miteinander" gewesen wären, damals als sie noch Kontakt hatten, wäre in meinen Augen das einzig Logische gewesen, dass der Bekannte schon längst (!) beim Bekannten vor der Tür gestanden hätte... so nah sind bzw. waren sich die Personen aber anscheinend nicht...

Bei Person 2 geht es um eine frühere Bekannte vom FS, die aber mit ihm gar nichts mehr zu tun haben möchte und dies auch mehrfach auf verschiedene Weise klar zum Ausdruck gebracht hat... u.a. damit, dass sie wortwörtlich sagte, der FS sei "penetrant". Sie hat klare Kante gezeigt. Sie will vom FS nichts wissen... der ist aber verliebt in die Frau und will sie unbedingt "therapieren", weil er meint, er sei der Richtige dafür und er müsse das tun... die Frau will aber von ihm in Ruhe gelassen werden...

Der FS sollte froh sein, wenn er sich hier nicht irgendwann mal eine Unterlassungsklage einfängt, dass er sich der Frau nicht mehr nähern darf, wenn er sich weiter so darein verbeißt.

Dass diese Personen entsprechende Nachfragen als "übergriffig" empfinden, leuchtet mir absolut ein...
 
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  • #59
Wie fühlt sich aber der Empfänger bei dieser Nachricht?

Setze ich ihn unter Druck? Wie würdet ihr reagieren, wenn die Bedenken gerechtfertigt sind und wie wenn nicht? Kann man eine Antwort „erwarten“?

Wird es als übergriffig empfunden, weil der Andere es so verstehen kann, dass ich ihm nicht zutraue allein mit seinen Problemen fertig zu werden?
Das hier war die Frage.
Ganz allgemein, nicht im Einzelfall. Es ging nicht um die beiden Geschichten - die waren nur der Anlass mal zu reflektieren, was könnte auf der Empfängerseite passieren.

Nur, wie geht es einem, wenn man so eine Nachricht bekommt...
Was tut man, was fühlt man.

Und im Fazit, es kommt darauf an...

Dass die Frau im Beispiel ganz sicher genervt ist, in diesem Fall, davon gehe ich auch aus. Das ist aber nicht die Frage.

W, 51
 
  • #60
Man kann Hilfe anbieten, sagen, dass man immer für die Person da ist und sie in jeder Lebenslage Tag und Nacht anrufen darf. Damit ist viel geholfen und eine liebevolle Atmosphäre geschaffen. Ich glaube, dass es deutlich hilfreicher als alles andere.
Irgendwie liest hier niemand. Aber nun gut. Vielleicht muss man auch Fremden seine Sicht ihrer Angelegenheiten aufdrücken, wenn man selbst das braucht.
Das ist wohl die neue "Solidarität" des 21. Jahrhunderts. Bin ich zu alt für.
 
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