• #1

Ist es falsch auf der Suche nach einen Mann, der feiert oder es zumindest akzeptiert zu sein?

Hallo zusammen,

ich bin hier bislang nicht fündig geworden, was vor allem daran liegt, dass die meisten Männer mein Hobby nicht akzeptieren.
Ich versuche es mal ausführlicher zu erklären:
Schon seit meiner Kindheit höre ich nur elektronische Musik, damals eher "Mainstream". Mit der Zeit wurde es mir langweilig und der Techno wurde immer härter - ich landete irgendwann bei Hardstyle, inzwischen auch Hardcore. Die entsprechenden Events/Festivals besuche ich auch seit 2009 schon. Das Feiern bereitet mir einfach große Freude und war während des Studiums meine Lern-Motivation (damals ging ich nur selten aus da ich wirklich fleißig war, aber ich hatte immer etwas zum freuen). Ich machte meinen Master unterhalb der Regelstudienzeit und habe nun einen guten Bürojob. Auch als Ausgleich für das viele Sitzen und die eher unspektakuläre Woche gehe ich noch immer gern feiern - wenn es passt gerne jeden Samstag, lasse aber natürlich auch mal ein paar Wochenenden aus. In Verbindung mit den Veranstaltungen besichtige ich auch gern vorher die Städte (in den Niederlanden normalerweise) - so etwas kann man ja auch zu zweit machen, selbst wenn der Partner am Feiern nicht so Interesse hat.
Mir ist klar, dass die Gabber-Szene keinen guten Ruf hat. Aber ich trinke nicht, rauche nicht und nehme keine Drogen. Auch benehme ich mich anständig, treu bin ich sowieso immer, und bin da auch als Single nicht auf Männer-Jagd. Die meisten dort sind leider nicht sonderlich gebildet und ich möchte einen Mann mit Hochschulabschluss, deswegen suche ich ja hier. Das sind außerdem auch allgemein keine Flirt-Partys wie man es aus Standard-Clubs kennt, sondern die Leute gehen wegen der Musik hin.
Also Mann hat bei mir keinen Grund zur Sorge, jedoch wollen die meisten Akademiker, dass ich mich zwischen ihnen und dem Hobby entscheide. Ich wäre froh, wenn es mal jemand akzeptieren könnte und derjenige auch eigene Hobbys hat, denen er nachgehen kann während ich unterwegs bin. Noch schöner wäre, wenn er auch mal mitkommt (es gibt auch gemischtere Events mit normalen Musikrichtungen).
Gibt es hier zufällig so jemanden? Vielleich sogar ähnlicher Musikgeschmack / Feierfreudigkeit?
 
  • #3
Ich bin kein Mann, aber ich würde dir gerne ein paar Worte dazu sagen. Ich freue mich, dass du so ein Hobby hast, bei dem du viel Freude hast. Natürlich wäre es schön, wenn ein Mann dabei wäre oder es akzeptieren kann und ggf selbst ein Hobby hat, dem er nachgeht, wenn du auch unterwegs bist. Das kann ich alles gut verstehen.

Was ich mir vorstellen könnte ist, dass weniger die generelle Bessorgtheit der Männer hinter deren Skepsis steckt, als vielmehr der Gedanke "ist sie erwachsen genug", "welche Wichtigkeit hätte ich gegenüber ihrem Spaß"...so in der Richtung vielleicht. Natürlich gibt es zu jedem Topf einen Deckel, aber ich denke viele Männer wollen es irgendwann ruhiger mit der Frau und suchen einfach etwas anderes. Du findest schon noch deinen Deckel.
 
  • #4
Hm, ich denke, Du brauchst einfach einen wirklich toleranten Partner, der Dir gerne Freiraum gibt, weil er selber Freiraum braucht.
Ich überlege mir, wie das für mich wäre: Wie schaut es mit gemeinsamen Urlaub ohne Deine Musik aus? Wie schaut es daheim aus, werde ich da zugeschallt (ich selber habe es gerne ruhig, bei mir gibt es nie Musik z.B.)? Also, von mir aus könntest Du so weitermachen, vielleicht würde ich auch einige Male mitfahren, aber nicht zur Veranstaltung gehen. Wenn Du mich daheim zuschallen würdest, würde z.B. nichts aus uns werden.
ErwinM, 49
 
  • #5
Danke für die Antworten.

Also zum Thema "Wichtigkeit des Partners" möchte ich noch ergänzen, dass er meine gesamte übrige Freizeit bekommen würde. Auf den Events treffe ich zugleich meine Freunde, das heißt, dafür geht nicht noch weitere Freizeit "verloren". Ich habe also regulär nach Feierabend Zeit (abgesehen von so Pflichten wie Haushalt zwischendurch), freitags gerne was länger und sonntags nach dem Ausschlafen auch wieder. Es würde wohl nicht daran scheitern, dass man sich zu wenig sieht oder der Partner sich vernachlässigt fühlen müsste. Und Sightseeing-Wochenenden kann man ja wie gesagt gemeinsam machen.
Urlaub unabhängig von der Musik geht natürlich auch und zu Hause höre ich entweder nur leise bei mir im Zimmer oder mit Kopfhörern - ich belästige meine Mitmenschen schon nicht ;)

Und zum Thema "evtl. nicht erwachsen genug": ich werde in 1-2 Jahren mit dem Feiern aufhören habe ich mittlerweile beschlossen und hoffe dann ein Ersatz-Hobby finden zu können. Also ich weiß schon, dass das ab einem gewissen Alter nicht mehr angemessen ist.
 
  • #6
Du wirst trotzdem eher in der Szene suchen dürfen.
Auch mit dieser Frage ist das Forum wahrscheinlich das falsche Klientel.

Aber es ist wie mit jedem Hobby, das man teilen will, gerade wenn es spezieller ist, findet man den passenden Partner eher direkt dort.
Vielleicht gibt es Internetseiten mit Mitfahrgelegenheiten, ähnlichem?
Du bist sicher nicht die Einzige, die aus dem Klischeebild fällt.

Mein großer Sohn ist auch eher in diesem Bereich zu finden, nicht jedes Wochenende, aber wenn es geht. Niederlande, jetzt dann im August, etc.
Kein Alkohol, keine Drogen, keine Dumpfbacke...Nur ein bisschen jünger als Du.

Gib nicht auf - und bleib auf den Events offen.

Eines bitte, rechtfertige Dich nicht für Deinen Lebensstil, es ist Dein Leben.
 
  • #7
Es kommt einfach auf den Mann an. Ich kann dir sagen dass mich sowas nicht stören würde. Ganz im Gegenteil, ich empfinde es als viel schlimmer, wenn der Partner sich nicht selber beschäftigen kann.
 
  • #8
Diese Männer gibt es bestimmt, nur ist es nicht der Hauptanteil der Männer.

Ich gehe auch nicht damit hausieren, dass ich gelegentlich Hardstyle/Jumpstyle höre. Die meisten Leute erklären einen für verrückt und können nicht nachvollziehen, dass man so etwas hört. Anders als du bewege ich mich aber nicht in dieser Szene. Trotzdem habe ich auch genug Akademiker kennengelernt, die Jumpstyle hören.
Ich kann mir die Ablehnung schon erklären. Es ist ja nicht nur ein Hobby, sondern eine Art Lebensstil. Du gehst jedes Wochenende auf entsprechende Parties, fährst nach Holland zu den Festivals. Das muss man mögen, genauso wie man nur mit jemandem aus der Gothic-Szene zusammensein kann, wenn man zumindest ein Grundinteresse für die entsprechende Musik zeigt.

Ich bin bei Facebook in einer "Neu in Stadt xy-Gruppe". Gelegentlich findet man dort auch Anfragen, wer zu den entsprechenden Parties mitkommt. Das schienen keine ungebildeten Leute zu sein. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit für dich neue Leute und damit auch potentielle Flirts kennenzulernen?

W32
 
  • #9
Ich bin heute Abend mit meinem Motorrad eine Runde in Norddeutschland gefahren und dabei auf den "Einflugschneisen" zum Airbeat One gewesen.
Das Publikum war in der Stadt unterwegs, um sich mit Lebensmitteln einzudecken, das Festival-WE fängt ja erst an.
Mir sind da Leute von U20 bis Ü50 über den Weg gelaufen - Musik vereint. Wie in Wacken oder beim Deichbrand oder beim Hurricane oder auf der Fusion: Querschnitt der Gesellschaft, alters- und bildungsunabhängig.
Ich habe in diesem Jahr leider keine Zeit, aber im nächsten Jahr bin ich wenigstens am Samstag beim Airbeat One.
Ich könnte mit Leuten nichts anfangen, die mir diese Freude vergällen wollen.
Sei unbesorgt, Du wirst noch den Menschen kennenlernen, der Dich so liebt, wie Du bist.
Ich passe als Frau in keine der herkömmlichen EP-Schubladen.
Alleine mein Beruf und das Motorradfahren lässt bei vielen Gentlemen die Klischee-Relais klicken.

W, 49, zwei Kinder
 
  • #10
Solche Männer gibt es schon - auch unter Akademikern. Ich bin seit Schulzeiten mit zwei Männern befreundet, die diese Musik ebenfalls mögen. Events besuchen sie allerdings nur 1-3x jährlich. Beide haben ein Hochschulstudium, der eine strebt eine Karriere als Staatsanwalt an. Wie du trinken und rauchen sie nicht. Von Drogen ganz zu schweigen. Aber du hast Recht, die wenigsten Männer dort sind gebildet. Meine Bekannten sind leider oder zum Glück in festen Händen
 
  • #11
Du gehst leider nicht darauf ein, an welchem Punkt des Kennenlernens deine "Feierwütigkeit" für die Männer zum Problem wird. Sind deswegen schon Beziehungen gescheitert oder blocken potentielle Kandidaten gleich ab, wenn du dein Hobby erwähnst?

Und wo/auf welchem Wege hast du die Männer kennengelernt, die dich deswegen abgelehnt haben bzw. dich umerziehen wollten? Beziehst du dich hier v.a. auf die Onlinesuche und da speziell auf EP?

Jedenfalls, falls es um die frühe Kennenlernphase geht, evtl. sogar um die Anbahnung von Dates auf Singlebörsen/-Apps, wäre vielleicht zu überlegen, ob du es anders verpacken solltest. Mich z.B. schreckt es immer ab, wenn jemand von sich sagt: "Ich geh gern feiern". Ich finde diesen Ausdruck irgendwie belämmert. Feiern tut man doch eigentlich immer etwas Bestimmtes (Abschluss, Hochzeit, Geburststag...). Man feiert nicht einfach so vor sich hin. Oder doch? Wenn jemand gern "feiern geht", feiert der dann das Leben an sich?

Okay, an solchen linguistischen Spitzfindigkeiten sollte man sich wohl nicht zu sehr hochziehen. Aber ich hab bei dieser Formulierung i.d.R. ein bestimmtes Bild vor Augen - ich stell mir da eine eher etwas simpler gestrickte Persönlichkeit vor. Vermutlich ist das noch ein Relikt aus meiner Jugend. Ich komm ursprünglich aus dem Mecklenburgischen und hab immer noch die tumben Dorfkids im Ohr, wie sich montags immer in diesem langgezogenen Dialekt unterhielten: "Na, was habt ihr gemacht am Samstach? Wart ihr auch feieeern?".

Aber du verstehst unter "Feiern" ja scheinbar nicht besoffenes Gegröle und hemmungsloses Gebaggere. Wenn ich dich richtig verstehe, hast du ein Faible für eine bestimmte Art von Musik und liebst es, dir dazu die Seele aus dem Leib zu tanzen und den grauen Alltag zu vergessen. Und das finde ich alles andere als primitiv; im Gegenteil, es ist mir sehr sympathisch.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich würde Formulierungen wie "Ich geh gern feiern" oder auch "Ich mach gern Party" radikal aus meinem Wortschatz streichen. Stattdessen würde ich sagen/schreiben: "Ich liebe elektronische Musik und tanze gern" oder sowas in der Art. Und dann natürlich noch möglichst schnell klarstellen, dass das drogenfrei abläuft.

Ansonsten denke ich, dass es sehr darauf ankommt, wo du wohnst. In Berlin z.B. (zumindest in bestimmten Stadtteilen) ist es auch für 40-jährige noch ganz normal, regelmäßig auf die Piste zu gehen und ich denke, da gibt es auch eine sehr lebendige Elektro-Szene. Da wäre es für dich vermutlich leichter, Gleichgesinnte zu finden als in einer kleinen - mittelgroßen Stadt. Aber da du scheinbar einen guten Job hast, und den vermutlich auch noch nicht sehr lange, kommt ein Umzug wohl gerade nicht in Frage?

Apropos - wie sieht eigentlich deine Lebensplanung aus? Was erwartest du von einer Beziehung, außer dass dein Partner dein Hobby akzeptieren soll? Möchtest du z.B. Kinder?
 
  • #12
Falls Du in Berlin bist, kannst Du mal zum Tanzen ins Zentrum für Lebenskunst und Tantra gehen. Die machen alle zwei Wochen Dienstags 19,45 Uhr einen rauchfreien und alkoholfreien Tanzabend, bei dem unter anderem auch die Musikrichtung gespielt wird.

Da gehen Leute hin, die in Dein Schema passen könnten. Die wollen sich da völlig auspowern ohne sich den Verstand wegzusaufen oder Pillen einzuwerfen. Man bewegt sich da Barfuss. Getränke sind umsonst. Es gibt allerdings nur Wasser und Tee.

Das Ganze ist ein echter Geheimtip.

Und ansonsten gibt es natürlich Leute, die auf bestimmte Musikstile abfahren und Festivals besuchen. Da gibt es doch bestimmt Foren, Facebook oder ähnliches, wo sich Leute austauschen.
 
  • #13
Und zum Thema "evtl. nicht erwachsen genug": ich werde in 1-2 Jahren mit dem Feiern aufhören habe ich mittlerweile beschlossen und hoffe dann ein Ersatz-Hobby finden zu können. Also ich weiß schon, dass das ab einem gewissen Alter nicht mehr angemessen ist.
Hallo Prinzessin,
was ich nicht verstehe, ist, warum Du das Ende nicht vorverlegen magst, wenn Du es ohnehin schon avisiert hast. Du fasst einen Beschluss, etwas in 1-2 Jahren zu beenden. Ich meine, das ist eine Nachricht von Deiner Seele. Sie will etwas Altes loslassen und etwas Neues beginnen. Wenn Deine Seele nun also schon ein "Nein" zum Feiern ausgesprochen hat, dann kannst Du Dein Hobby auch schon früher verabschieden. Du musst nicht an diesen 1-2 Jahren Abschiedsfrist festhalten. Verabschiede Dich in Liebe von Deinem Hobby, sage ihm danke für alles, was es Dir gegeben hat und wende Dich Deinem neuen Weg zu. Dem Wanderer ebnet sich der Weg im Gehen.
Herzliche Grüße, w., 37 Jahre
 
  • #14
Uff,
Prinzessin,

Warum willst Du etwas aufgeben, was Du magst?
Nicht angemessen?
Wer sagt das? Nur Du selbst bestimmst, was angemessen ist.

Seriös werde ich auch mal, so vielleicht in 50 Jahren :), habe ich mir fest vorgenommen, genau wie langsam Autofahren, etc.

W, 48
 
  • #15
Hallo FS,

wenn mir ein Mann sagt, dass er gerne feiern geht und ansonsten keine Hobbys/Interessen vorzuweisen hat, ausser arbeiten-dann hake ich denjenigen schnell ab. Das würde einfach nicht zu mir passen. Ab und zu feiern, gerne auch tanzen, aber nicht jedes Wochenende nonstop und Techno schon gar nicht. Ich könnte diese Art von Musik-ich halte das nicht einmal für Musik, nicht ertragen. Das kann man doch nur mit Alkohol und Drogen ertragen, weshalb in dieser Szene auch viele damit in Berührung kommen :)

Das gleiche gilt auch für die ständigen Konzertgänger von Rock am Ring bis Wacken. Das wäre eben auch nicht mein Fall. Aber es gibt sicherlich Gleichgesinnte, die zu dir passen könnten. Vielleicht schaust du einmal bei den Freizeitgruppen (spontacts/meetup etc.), wenn dort einige solche Aktivitäten einstellen.
Da wirst du sicherlich Glück haben. Alles was in Maßen ist, geht auch gut. Da würde ich auch nicht viel darüber sprechen, insofern
du nicht erwartest, dass derjenige immer mit dir mitkommt oder sich diese Musik zu Hause anhören muss, sehe ich kein Problem.
 
  • #16
... ich landete irgendwann bei Hardstyle, inzwischen auch Hardcore.
Was auch immer das ist...

In Verbindung mit den Veranstaltungen besichtige ich auch gern vorher die Städte (in den Niederlanden normalerweise) - so etwas kann man ja auch zu zweit machen, selbst wenn der Partner am Feiern nicht so Interesse hat.
Ah, gepflegte Tanzveranstaltungen am Nachmittag? Wahrscheinlich eher Start gegen Mitternacht, Ende morgens um 5? Dann ist das mit den Besichtigungen irgendwie nicht so witzig, weil Du beim Frühstück noch schläfst...

Im Grunde ist das wie eine Frau mit Schichtarbeit, die am Wochenende Dienst im Krankenhaus hat. Das kann passen, wenn der Mann dazu passende Hobbies hat (LAN-Parties etc.), aber ich denke, Du musst gezielt suchen.

Die meisten dort sind leider nicht sonderlich gebildet und ich möchte einen Mann mit Hochschulabschluss, deswegen suche ich ja hier.
Ich befürchte, entweder hast Du Glück und findest dort einen Mann, der auf diese Art "Feiern" steht oder Du machst Abstriche beim Bildungsgrad. Die meisten Akademiker sind wohl mit ü30 eher gesettelt...
 
  • #17
Das ist auch nicht meine Vorstellung von Erholung und ich würde mich fragen, wie unsere Wochenenden aussehen sollen. Jede Woche nach Holland fahren und abends gehst du feiern, während ich im Hotel warte? Klingt nicht so verlockend.

Wer so exzessiv sein Hobby pflegen möchte, der braucht - egal, was es ist - einen Partner, der diese Leidenschaft teilt.
 
  • #18
Lange Rede, kurzer Sinn: ich würde Formulierungen wie "Ich geh gern feiern" oder auch "Ich mach gern Party" radikal aus meinem Wortschatz streichen. Stattdessen würde ich sagen/schreiben: "Ich liebe elektronische Musik und tanze gern" oder sowas in der Art. Und dann natürlich noch möglichst schnell klarstellen, dass das drogenfrei abläuft.
Ja, dem kann ich nur völlig zustimmen.
Es liegt vielleicht an der darstellung dessen, was du tust. Wenn jemand einfach einen anderen Musikgeschmack hat und sich dazu auf live-Events begibt, finde ich das gut. Die Vokabel "feiern" für Konzert-/Clubbesuch habe ich noch nie verstanden. Ich hab aus völliger Unkenntnis mal meine Azubine gefragt, was es denn immer zu feiern gäbe - un diese Frage hatte sie wieder nicht verstanden. Nenne es doch "Konzertbesuch". Der eine hört klassik, die andere Hardcore. So what.
Das du es tust, würde mich nicht abschrecken. Mitkommen würde ich aber nicht.
M 42
 
  • #19
Ich denke, dass es sicher einen passenden Mann geben wird, der dieses Hobby mit dir teilen könnte.
Kann mir gut vorstellen, dass viele Leute, die das so nicht kennen & mögen, sofort das Bild von Ravern, die vollgepumpt mit Ecstasy, die ganze Nacht mit bunten Neonlichtern herum wedeln, im Kopf haben.
(Ich fahre mit meinem Partner & Freunden aufs Novarock, Rock am Ring etc, da haben alle sicher auch gleich ein Bild im Kopf.)
An der Musikrichtung alleine wird es bei dir aber nicht happern, sondern auch an der Häufigkeit. Ein Partner der jedes Wochenende auf ein/e Metal/Rockkonzert oder -party muss, wäre mir auch too much, so sehr ich die Musik mag.
Wie stellst du dir die gemeinsamen Wochenenden & Urlaube vor, wenn er seine eigenen Hobbys pflegen soll, während du Nachts feiern bist? Wann ist bei dir "nach dem Ausschlafen"? Kann man am nächsten Tag was mit dir anfangen, oder bist du dann Tod müde vom feiern? Ich kenne Leute, die schlafen bis 14 Uhr aus, dann ist der halbe Tag vorbei..
Vielleicht musst du dein Hobby auch garnicht ablegen, sondern einfach reduzieren, dass auch mal ein Wochenende zu Zweit bleibt.
Oder du findest eben jemanden, der das mit dir macht
 
  • #20
Hey Hey Freundin der elektronischen Tanzmusik :)

Früher in meiner Jugend habe ich auch Hardstyle und Hardcore sehr gern gehört. Mittlerweile ist mir das zu doll. Heute ist es ruhiger geworden und ich höre nur noch Deep House / Melodic. Und gehe auch gerne auf Elektro Festivals (Fusion, Katermukke und so weiter).
Allerdings nicht jedes Wochenende, sondern alle paar Wochen oder so. Wahrscheinlich gehst du dann auch zur "Black Sensation" und so?

Ich würde einfach sagen, "Ich gehe auf Veranstaltungen / Festivals wo Elektronische Musik gespielt wird." Eventuell das Ganze etwas reduzieren. Also nicht mehr jedes Wochenende losziehen.

Davon abgesehen würde ich dieses Hobby nicht aufgeben, nur weil das hier jemand schreibt. Man kann auch noch mit 60 auf solche Festivals, wenn man Lust auf diese Musikrichtung hat! Lass Dir da nichts einreden. Habe schon oft genug Menschen im mittleren Alter auf Elektro Festivals gesehen und die sahen nicht aus, als hätten sie keinen Spaß.

Schau doch sonst auf solchen Veranstaltungen ob Du dort jemanden findest. Ich finde die Musikrichtung sollte schon in der Beziehung passen, sonst ist Ärger vorprogrammiert. Und ich denke, jemand der die selbe Musikrichtung hört, geht auch mit dir dancen.

Übrigens, auch Akademiker und intelligente Menschen können solche Musikrichtung hören.
 
  • #21
Ehrlich gesagt, klingt mir das alles bisschen komisch. "Feiern" ist doch kein Hobby! Ich geh auch viel auf Underground-Parties und bin fast jedes Wochenende unterwegs. Aber das ist doch kein Hobby. Das ist eben dein Lebenswandel. Bei dir fühlt es sich nur an wie ein Hobby, weil du das Pech hast, entsprechende Veranstaltungen eben nicht vor der Haustür zu finden und deswegen dauernd unterwegs sein musst.
Wenn ich jemanden treffe, der mir auf meine Frage nach seinen Interessen "Feiern" zur Antwort gibt, der wäre bei mir auch raus, weil mir das ein bisschen zu wenig wäre, egal wieviel Zeit der Mensch dafür verwenden muss.
Es könnte eventuell daran liegen, dass die Leute das halt ziemlich ungeil finden, das "Feiern" bei dir ein Hobby ist. Egal ob mit oder ohne Drogen.

Du brauchst eben jemanden, der diesen Lifestyle mitträgt. Wird schon nen Grund haben, warum du auf den Veranstaltungen nur Vollhonks triffst.
 
  • #22
Du bist jedes Wochenende "feiern", da solltest du doch Leute kennenlernen. Als ich noch regelmäßig auf Parties war, hatte ich nie Probleme, Frauen zu finden, die zu mir passten. Anhand von Auftreten, Aussehen und dem ersten Smalltalk merkt man doch schon ganz gut, ob man auf einer Wellenlänge ist. Aber natürlich sieht man keinen Kontoauszug.
Wenn du zu dem Schluss kommst, dass in der Szene, in der du dich bewegst, nur "Idioten" herumlaufen, wäre zu überlegen, ob du dein Umfeld wechseln solltest. Manches im Leben hat so seine Zeit und man muss sich weiterentwickeln.
 
  • #23
Liebe Princess90,

(schon allein dein Nick ist interessant!)...

Ich lese das aus weiter Ferne (mental, vom Lebenswandel her) und ich habe - muss ich gestehen - erst mal das Netz bemüht, um mir mal ansatzweise klarzumachen, was für eine Art Musik das ist, wie die Leute aussehen, die da hingehen und wie sie tanzen. Mannoman!

Ich habe mir überlegt, wie du das zusammenkriegst - weil ich diese Musik und das, was dann dort unter "Feiern" läuft, als extremen Ausbruch aus der Realität, aus der Normalität sehe. Und das ist ja auch bewusst so gemeint - immer noch ein bisschen härter, noch ein bisschen abgefahrener... du fährst immerhin dafür in ein Nachbarland, du hast deine Freunde dort, wie du schreibst - also: es ist dir einiges wert! Du magst es und du hast was davon! Da nimmst du auch den schlechten Ruf der Gabber inkauf - der ja inzwischen auch politisch eher zweifelhaft ist.

Und dann lese ich, wie sehr du bemüht bist, uns zu versichern, dass du eigentlich jetzt "bügerlich" sein möchtest - also kriegst du irgendwie das "Ausbrechen" durch deine Musik und das Tanzen dazu nicht mehr zu deinem übrigen Leben und den anderen Wünschen nach Stabilität und vielleicht sogar Familiengründung (?) dazu.

Versteh mich richtig - ich finde das eigentlich toll, wenn man nicht gleich so verspießert - aber hier hast du natürlich ziemliche Extreme beeinander. Wie sind denn die Leute so drauf, mit denen du da "feierst"? Haben die innerhalb der Woche auch einen gutbezahlten Bürojob? Eher nicht, oder? Du bist da ein bisschen die Exotin, noch dazu, wenn du nichts Stimulierendes nimmst, also nicht trinkst und nichts einwirfst, oder?

Das gilt es auszuhalten, solange du das Bedürfnis hast, weiter deine Wochenenden mit diesen Ausbrüchen zu füllen und Spaß dran hast - dass es dann schwierig ist mit einem Partner, der genau diesen Zwiespalt verstehen kann und das mitträgt. Ich denke, genau so einen Exoten unter den Feiernden zu finden, wie du einer bist - das wäre vielversprechender. Aber das ist dann wie die Nadel im Heuhaufen.

Vielleicht kannst du als "Hobby" etwas finden, was du neu entwickelst - was aber nicht so spaltet wie diese doch für "Normalverbraucher" schwer zu hörende Musik - etwas, dass dich neu herausfordert und dir genau so Spaß bringt, ohne, dass es für andere so fremd und teilweise abturnend ist.

Glück auf deinen Weg!
 
  • #24
Ich halte es mal sehr allgemein .....
.... natürlich ist es prinzipiell richtig, dass du dir einen Mann suchst, der zu dir und deinem Leben passt.
Vielleicht lässt deine "Feiern Sturm und Drang Zeit" ja auch irgendwann mal nach - dann wirds einfacher.

Mein Rat als ehemaliger RockDJ - reduziere dich nicht auf dein Hobby, sondern stelle sicher, dass du immer als Mensch gesehen wirst. Irgendwann kommt nämlich die Zeit auch für dich, die da andere Interessen mit sich bringt. Und jemand, der nur eindimensional zu einer Szene gehört - kann und will sich im Normalfalle nicht mir dir zusammen weiterentwickeln.