• #61
Mit dieser Meinung stehe ich nicht allein, alle meine Bekannten sehen es ebenso.

Klar. Ich erzähle allen meinen "Bekannten", was ich von Beziehung halte und wie ich die lebe.
Ich bin auch Deiner Meinung, jedenfalls grundsätzlich. Ich würde Situationen nicht ausschließen, in denen ich nicht mehr treu bin. Wenn ich es nicht wäre, würde ich es bestimmt nicht herumerzählen. Ich würde dem gesellschaftlichen Konsens "Zu einer Beziehung gehört Treue" folgen. Was geht "Bekannte" an, wie ich das handhabe? Das wird nicht mal unter "Freunden" regelmäßig besprochen. Soll ich da meinen Kollegen erzählen, wann ich nicht mehr treu bin?

Klar, es gibt keine Garantie für Liebe bis zum Tod. Aber Partnerschaft bedeutet auch Verantwortung und Pflichtbewusstsein und da haben m. E. Affären, ob heimlich oder nicht heimlich, nichts zu suchen.

Das ist Deine und meine Meinung. Es gibt hier Teilnehmer, die sehen das komplett anders. Es gibt immer wieder Threads über Menschen, die das anders sehen. Das als "allgemeingültig" hinzustellen, ist damit einfach realitätsfern, sorry.
 
  • #62
Ich denke Tom26, so richtig verknallt bis über beide Ohren bist du in deine aktuelle Freundin nicht denn sonst käme nicht der Spruch: Ich kann nicht garantieren/versprechen, dass... Für mich nichts weiter als Hintertürchen offenhalten für Gelegenheiten oder als ultimativen Schritt die Trennung wenn man sich nach dem Ausrutscher ernsthaft verliebt.

Seine Freundin soll eine jüngere hübsche Frau sein. Sie hätte sicherlich mehr Chance ihre Freiheiten zu genießen. Er stört ihn nicht und da beide stillschweigend vereinbart haben, wird es das auch zukünftig nicht.
Sie wohnen nicht zusammen, da muss man sich also nirgends einbringen oder einrichten.
Sie lässt ihn seine Freiheiten und er lässt ihr ihre Freiheiten. Sie und ihre Tochter werden materiell verwöhnt und haben ein ruhiges Leben, also um seine Liebe und ihre Bedürfnisse braucht sich hier keiner Gedanken machen. Seine + Ihre Entscheidung Es gibt durchaus ungünstigere Konstellationen.

Jeder darf sein Privatleben nach eigenen Wünschen gestalten.
Wenn ich auf Treue / sex. Exklusivität großen Wert lege dann suche ich mir das passenden
Pendant. Ändern sich im Laufe der Partnerschaft die gemeinsame Werte einseitig und/oder heimlich dann ändert sich eben auch der Beziehungsstatus/ Familienstatus.
Das ist mit Anhang sicherlich mehr oder weniger schwierig, aber niemand ist gezwungen den Rest seines Lebens in einer unglücklichen Beziehung auszuharren.
 
  • #63
Mir ging es auch darum, mal zu hinterfragen was das alles auch aus einem macht, wer man letztendlich sein will

Um sich diese Fragen zu stellen, muss man erstmal wissen, dass man betrogen wird. Danach setzt erstmal die akute Schmerzbewältigung ein, dann beginnt die farge "was macht das mit mir längerfristig" (ist ein schwieriger Prozess, der oft tief verschüttetes nach oben befördert" und abhängig von der Antwort auf diese Frage folgt "was mache ich mit der Erkenntnis".

Wer das erlebt hat, der weiß, dass es ein Prozess ist der Zeit braucht und das Losbollern/sofort wegrennen selten dazu führt, dass man sich mit der Thematik wirklich auseinander setzt und fürs eigene Leben was daraus lernt.

interessant die Aspekte, wo wirtschaftliche Interessen höher gehandelt werden als der eigene innere Frieden, wenn Haus, Hof und der Nachbar wichtiger sind als das eigene Glück und ich als betrogene Ehefrau "aushalte".

Du liest Dich wie die über Jahre frustrierte Affärenfrau, die lange ergebnislos gewartet hat, dass der Mann sich trennt.
Woher weißt Du denn, dass die betrogene Ehefrau ihren inneren Frieden nicht wiederfindet und ihr Leben nach so einem Ereignis nur noch aushält?
Es kann sie durchaus, wenn sie radikal ihren untreuen Ehemann als solchen akzeptiert, sich ein innerliches Ende der Ehe setzt (emotionaler Rückzug von ihm) und nur noch den familär-freundschaftlichen Part des Lebens mit ihm lebt. Ich konnte und wollte das nicht (ohne Kinder waren wir eh' keine richtige Familie, d.h. weniger erhaltenswert), was aber nicht heißt, dass es grundsätzlich nicht möglich ist.

Es sind viele Lebensformen möglich. Wenn die Affärenfrau für den Mann der Burner wäre, würde er seine Ehefrau verlassen. Er tut es nicht, weil er mit seiner Ehefrau den Alltag leben kann und will, nicht aber mit der Affärenfrau.

Es wurde schon angesprochen, die "Rache" dann später, wenn das Alter kommt und ich soll meinen untreuen Ehemann vielleicht pflegen? Wie bitte?
Wieso "wie bitte"? Das ist eben die zwangsläufige Konsequenz von der innerlichen Entfernung vom Partner - Umstellung auf Freundschaft statt Partnerschaft. Die Liebe wurde verzockt und das hat weitreichende Folgen.
Pflege durch Angehörige ist eine enorme Strapaze und dafür braucht man echte Liebe füreinander: Eltern-Kind-Liebe oder Partnerliebe und selbst da führt Pflege oft in den Burnout.
Dass Freunde die Pflege dauerhaft übernehmen kommmt eher nicht vor sondern sie springen eventuell-vielleicht mal ein, sind aber eher die manchmal Freizeitbespasser als eine Größe, auf die man im Katastrophenfall setzen kann.
 
  • #64
Klar, genau deshalb hast du ja auch einen Mann geheiratet, der keinerlei Lust hat, auf seine Affären zu verzichten. Völlig logisch und glasklar ....
Wenn ich Tinis Geschichte richtig im Kopf habe, war das vor der Ehe von seiten ihres Mannes nicht so kommuniziert: Ach Schatz, ich werde übrigens auch Affären haben, du bleibst aber selbstverständlich meine Ehefrau mit allem Pipapo. Sie hat es wohl auch selbst herausfinden müssen, dass er fremdgeht. - Klar manche machen dann einen Deal, ok gegen Geld/Status lass ich dir deine Affären, aber das hat siewohl nicht mitgemacht. Insofern ist doch nur fair, wenn alle Beteiligten ihre Bedürfnisse klar artikulieren, das findet eher selten statt.
 
  • #65
Die Affärenfrau wird nicht als ganzer Mensch geliebt, sondern es werden nur die schönen Stunden, die lockere Freizeitgestaltung, ihre liebevolle, ihm ausschließlich zugewandte positive Art geliebt. Die Affäre ist meistens auf wenige Stunden und wenige Tage in der Woche reduziert, die beide zumeist im Bett verbringen. In der Haupbeziehung ist der komplette Alltag, Arztbesuche, Krankenpflege, Kinder, Verpflichtungen, Freundeskreis, Verwandtschaft, alles gut eingespielt und harmonisch. Die Ehe ist meist harmonisch, vorhersehbar & etwas langweilig, doch im Großen & Ganzen gut & intakt. Die Geliebte ist bei Männern zumeist nur das nette Add-On und ein bisschen Nervenkitzel, Vorfreude auf ein paar schöne Stunden und in jedem Fall mit Aussicht auf regelm. Sex. Die Geliebten sind Anpassungsfaktors und schlucken ihre Wünsche und Bedürfnisse runter; stellen keine unbequemen Fragen oder Forderungen. Sind steht flexibel und jederzeit verfügbar, haben keine schlechten Tage, fühlen sich weder krank noch haben sie Probleme, damit würden sie ihren gebundenen Mann verprellen. Der Affärenmann behandelt die Affärenfrau wie ein schönes Spielzeug, mit dem er sich bei Lust vergnügt, und alles andere interessiert ihn nicht. Ihn interessiert nicht, ob und wie sie, wegen ihm leidet, ob es in ihrem Leben vor- oder abwärtsgeht. Bei seiner Ehe sieht es völlig anders aus, hier sind Verpflichtungen und die Basis für alles, voraus er frei agieren kann. Zumal die Ehefrau ihm zusätzlich Freizeit und Freiraum schenkt, da sie für ihn Dinge miterledigt und zu Zweit geht es im Alltag effektiver. Da er die Affäre nur mag für ihr Anhimmeln, ihre sehnsuchtsvollen, süßen Worte, ihr Begehren, er ihr persönlicher Held und Meister ist (da er über sie nach Belieben verfügt), und der Mensch per se bequem ist, und ungern etwas hergibt, was ihm schöne Stunden bereitet, kommt es zu längeren Affären. Dabei lernt er natürlich die Geliebte besser kennen. Mit der Zeit mag er sie sicher sehr und auch toll finden (nicht lieben) und so dauert es halt solange, wie die Geliebte sich weiterhin anpasst, es ihm Spaß bereitet oder er die Lust verliert. Seine Home-Base zu zerstören, mit allen anderen Annehmlichkeiten seiner teusorgenden Ehefrau, sich zusätzlich Probleme auszuhalsen, wie es bei einer Trennung der Fall ist, Einbußen und Verlust des gewohnten Umfelds, wie auch die Sicherheit & Stabilität einer jahrelangen gut funktionieren und bewährten Ehe, aufzugeben; liebe FSin wo lebst Du? Die Affäre ist in den meisten Fällen nur zusätzliche Freude und Ego-Streicheleinheiten, für ein sonst bequemes und intaktes Familienleben.
 
  • #66
Die Affäre ist in den meisten Fällen nur zusätzliche Freude und Ego-Streicheleinheiten, für ein sonst bequemes und intaktes Familienleben.

Eine gute Beschreibung, denn so ist es tatsächlich.

Wenn seine Ehe die absolute Hölle sein sollte, wechselt der Mann schon mal warm.

Meistens stimmt aber alles im trauten Heim.
Nach außen hat er den Status als treu sorgender Ehemann, womöglich noch als angesehene Stütze der Gemeinde; für ihn wird alles geregelt, er hat Sex, seine Unterhosen und Socken sind immer frisch gewaschen, seine Hemden gebügelt; ab und zu bringt er seiner Frau Blumen mit, küsst sie und sagt ihr, wie sehr er sie liebt, während er bereits in Vorfreude auf die aufregenden Stunden mit seiner Affäre ist.

Meine Schwiegermutter erzählte mir viel später, dass sie bereits zwei Jahre bevor ich es heraus fand, durch Zufall von der Affäre meines Ex erfahren hatte. Sie hätte ihn damals aufgefordert, die Sache sofort zu beenden, sonst würde sie mich darüber zu informieren. Er hätte sie damals unter Druck gesetzt und gesagt, er und ich wären so ein gutes Team und wenn ich Bescheid wüsste, würde ich mich sofort scheiden lassen. Dann wären die Kinder Scheidungswaisen und sie wäre daran schuld. Ganz zu schweigen davon, was dann mit unserer Zusammenarbeit in der Firma wäre. Daraufhin schwieg meine Schwiegermutter, denn sie wollte nicht daran schuld sein, dass alles den Bach runter gehen würde.

Übrigens hörte ich, nachdem alles offen lag, von allen Seiten Storys, die schon Jahre bekannt waren. Es ist halt so, dass die Ehefrau es meistens zuletzt erfährt. Deshalb bin ich dafür, eine Ehefrau immer gleich zu informieren. Ich wäre jedenfalls dafür dankbar gewesen, denn dann hätte ich nicht viele Jahre damit vertan, einen Mann zu unterstützen, der mich hintergangen und betrogen hat, sondern meine Energie für mich und mein Weiterkommen einsetzen können.

Was eine betrogene Frau mit der Information macht, ist dann ihre Sache. Aber sie hat wenigstens die Möglichkeit für ihr weiteres Leben eine Entscheidung zu treffen, was nicht der Fall ist, solange sie unwissend bleibt.
 
  • #67
Meist sind die Menschen, die irgendwann bemerken, dass der/die Andere auch noch eine oder mehrere Affären am Laufen hat, vom Typus "Graubrot". Alltag ohne Genuss, Mülldiskussion, kein Thema ausser Kindern, Forderungen ohne Ende ........ und sich dann wundern, wenn der "Partner" Urlaub von dieser Person braucht und sich nimmt.
(...)
Vielleicht sind solche Menschen deswegen attraktiver, weil sie nicht verkniffen allen anderen ihr Lebensmodell aufzwingen wollen.
(...)
90 % der Gesellschaft sind eben kleine Angstkläffer - das macht die restlichen 10 % so attraktiv.

Wäre dennoch die Frage, warum erstens jemand von den 10 % mit einem "Graubrot" offiziell in einer Beziehung bleibt, anstatt sich zu trennen und mit seinesgleichen von den 10 % Beziehungen zu führen. Liegt m.E. oft an Feigheit und Angst vor den materiellen und psychischen Folgen.
Und zweitens die Frage, warum man es als vermeintlicher Freigeist nötig hat, sich über "90 % Angstkläffer" zu erheben wobei das einzige Unterscheidungskriterium die Einstellung zur Monogamie sein soll.
Passt übrigens auch nicht damit zusammen, dass gemäß Umfragen ca. 50 % der Leute schonmal fremdgegangen sind.
 
  • #68
Liebe Foristen, danke für die vielen sehr tiefsinnigen Kommentare, die vielen unterschiedlichen Antworten und Ansichten, es wird mir helfen, letztendlich die richtige Entscheidung zu treffen.
 
  • #69
Meist sind die Menschen, die irgendwann bemerken, dass der/die Andere auch noch eine oder mehrere Affären am Laufen hat, vom Typus "Graubrot".
Ich würde es umdrehen. Also nicht die Partner sind von irgendeinem Typus, sondern der Fremdgänger ist es. Er löst ja sein "Problem mit dem Alltag" auf eine bestimmte Weise.
Alltag ohne Genuss, Mülldiskussion, kein Thema ausser Kindern, Forderungen ohne Ende
Der springende Punkt ist für mich, dass der, der als der fordernde Teil angesehen wird, wenigstens den Mund aufmacht und Probleme benennt. Der andere Part, der den heimlichen Weg geht, traut sich nicht, was zu sagen. Er hat Angst, dass der Partner sich trennt, wenn er Widerworte gibt. Oder er kann nicht kommunizieren und denkt, alles müsste von selbst so laufen, dass er glücklich ist in seiner Beziehung. Dass der, der als Nörgler empfunden wird, auch nicht zufrieden ist, sieht der Ausweicher nicht.
Es ist die Haltung "ich überlass meinem Partner die Beziehungsführung und engagiere mich nicht. Ich sag auch nicht, was mich stört. Und wenn er die Beziehung nicht zu meiner Zufriedenheit führt, ist ER schuld, wenn ich fremdgehe". Das ist der unterlegene Mensch, der seine Beziehungsprobleme mit Fremdgehen löst.
Oder er ist einfach nur bequem und macht sein Ding, egal, welche Verpflichtungen er eingeht. Hat der andere eben Pech, wenn er dableibt, obwohl er mit einem Ignoranten zusammen ist. Haben wir auch gerade aktuell als anderen Thread.

Das ist aber auch schon das Einzige, was man als verwerflich ansehen könnte.
Was anderes finde ich auch nicht verwerflich. Jeder soll sexuell leben wie er mag. Nur wird genau dem Monogamen das genommen, wenn er hintergangen wird. Der Betrüger will ihn, aber nicht seine Bedingungen erfüllen, die für die Partnerschaft gewünscht sind.

Vielleicht sind solche Menschen deswegen attraktiver, weil sie nicht verkniffen allen anderen ihr Lebensmodell aufzwingen wollen.
Du verdrehst das wieder. Der Betrüger zwingt dem Monogamen was auf, nicht andersrum. Er könnte doch vorher gehen, bevor er in ein anderes Bett hüpft. Und gleich eine Affäre als Bez.form anstreben, aber als Single.

Weißt Du doch nicht, ob die Monogamen nicht mehr Lebensfreude haben.
Ich hab keine Ahnung, aber ich sah mal einen Bericht über eine offene Bez.. Das war auch nicht einfach für die Menschen hinsichtlich zB Eifersucht u Zeit, die man miteinander hat.

Ich denke auch, dass viele Bez. tot sind oder mühsam, immer nach gleichem Muster ablaufen usw.. Das liegt aber garantiert nicht daran, ob man sexuell monogam leben will oder nicht.
 
  • #70
Du verdrehst das wieder. Der Betrüger zwingt dem Monogamen was auf, nicht andersrum. Er könnte doch vorher gehen, bevor er in ein anderes Bett hüpft. Und gleich eine Affäre als Bez.form anstreben, aber als Single.
Hier hast du meine Aussage verdreht @void.
Mir ging es darum, zu zeigen, dass die Menschen, die zu ihrem Tun stehen, die Begehrten sind.
Eine oder mehrere Affären zur gleichen Zeit sind nicht verwerflich. Vor allem dann nicht, wenn Mann oder Frau dazu steht. Und eben nicht verspricht, was nicht unbedingt zu halten ist.
Ganz persönliche Erfahrung: Kommt das Gespräch auf "sexuelle Exklusivität" und ich sage klar und offen, dass ich diese nicht verspreche, geht kaum eine.
Ja, offene Affären sind es oftmals, die langjährige Ehen vor der Scheidung bewahren. Ich darf hier einen entfernten Kumpel zitieren:
"Sie ist eine gute Frau, hat mir einen prächtigen Sohn geschenkt. Sie kocht gut, hält mein Haus sauber.... soll ich sie verlassen, weil sie seit 10 Jahren keine Lust mehr auf Sex hat? Den Sex bekomme ich doch überall nachgeworfen ..."
Vielleicht sollte man sich mal genau überlegen, wie viel Ärger und Frust der Menschheit durch die Erfindung der Affäre erspart geblieben ist.
 

Laleila

Cilia
  • #71
Kommt das Gespräch auf "sexuelle Exklusivität" und ich sage klar und offen, dass ich diese nicht verspreche, geht kaum eine.
Weil sie dann wahrscheinlich schon emotional an Dir hängt oder der Meinung ist (ohne es Dir zu vermitteln), sie wwrd Dich schon "zähmen". Sie wir DIE sein, bei der Du das nicht mehr "brauchst".

Wüssten Frauen dies von Anfang an, vor dem ersten Kuss, dass Du generell keine Monogamie versprichst, wäre Deine diesbezügliche Erfahrungswelt eine andere.

Mir ging es darum, zu zeigen, dass die Menschen, die zu ihrem Tun stehen, die Begehrten sind.
Nicht wenn sie offen zu einer promidken Lebensweise stehen.

Obwohl ich selbst nie sexuelle Treue versprach, vermeide ich sexuell umtriebige Männer wie die Pest, finde sie unattraktiv, abgebrüht, beliebig und absolut nicht reizvoll.
Nein, ich finde nicht, dass diese Männer/Frauen begehrt sind, wenn sie offen damit umgehen, daher tun sie es fast nie, oder erst zu einem Zeitpunkt, bei dem sie Dich relativ sicher sind, dass es ihnen die Tour nicht mehr vermasselt.
Offenheit sieht anders aus.

Promiskuitive Menschen sind auch nicht glücklicher, genießen das Leben nicht mehr.... Sie sind einfach 'gieriger' und ich-bezogener als monogame Menschen.
 
  • #72
"Sie ist eine gute Frau, hat mir einen prächtigen Sohn geschenkt. Sie kocht gut, hält mein Haus sauber.... soll ich sie verlassen, weil sie seit 10 Jahren keine Lust mehr auf Sex hat? Den Sex bekomme ich doch überall nachgeworfen ..."
Die Frau als Mutter und als Haushälterin. Ok, sie hat keine Lust auf Sex mehr, warum auch immer. Was daran fortschrittlich sein soll, sein Leben zu spalten, erschliesst sich mir nicht. Wenn beide mit dem Deal leben können, ist es doch gut. In anderen Ländern gibt es dafür die Polygamie, was zumindest den Vorteil für die Frau hat, dass alle versorgt sind.- Und wäre es für ihn auch ok, wenn sie sich den Sex aushäusig holt, während er auf Arbeit ist, zb.?
 
  • #73
Ich bezog mich auf die Aussage, es würde dem Fremdgänger was aufgezwungen. Aber Du hast wohl gemeint, dass die, die sich was verkneifen müssen, anderen was aufzwingen wollen. Also es sind nicht die Partner, die betrogen werden. Da würde ich Dir recht geben - wer so lebt, wie andere es gern würden, egal in welchem Bereich, aber sich nicht traut, könnte missgünstig sein.
Ob jetzt Menschen, die nicht sexuell treu sein wollen, die Begehrteren sind... Ich denke, nicht, wenn man der Partner von denen sein soll, kann mir aber vorstellen, dass es doch einige gibt, wenn sie der Nicht-Treue sein können.

Eine oder mehrere Affären zur gleichen Zeit sind nicht verwerflich. Vor allem dann nicht, wenn Mann oder Frau dazu steht.
Nein, NUR dann, es sei denn natürlich, das ist ein Single, der mal hier mal da pennt. Der muss seinen Bettgelegenheiten natürlich keine Rechenschaft ablegen, aber einer in einer angeblich monogamen Beziehung MUSS das. Das ist es, was ich meinte mit "den Lebensstil aufzwingen". Der Untreue zwingt dem anderen, der Treue will, was auf.

"Sie ist eine gute Frau, hat mir einen prächtigen Sohn geschenkt. Sie kocht gut, hält mein Haus sauber.... soll ich sie verlassen, weil sie seit 10 Jahren keine Lust mehr auf Sex hat? Den Sex bekomme ich doch überall nachgeworfen ..."
Wenn die Frau das gut findet und selbst Affären haben könnte, würde ich nie was dagegen sagen. Affären sind für mich völlig in Ordnung, wenn keiner belogen wird.
 
  • #74
Kommt das Gespräch auf "sexuelle Exklusivität" und ich sage klar und offen, dass ich diese nicht verspreche, geht kaum eine.

Mag sein, dass es solche Frauen gibt, doch dann scheinen sie es wirklich nötig zu haben. Ich würde nicht mal Matt Bomer nehmen, falls er an mir interessiert wäre und mir gleichzeitig erzählen würde, dass er keine Exklusivität versprechen kann. Und der gefällt mir wirklich. Will sagen, selbst wenn ein Mann mir gefallen würde und an mir Interesse hätte, aber gleichzeitig erwähnen würde, dass er bei Gelegenheit und Bedarf auch andere Frauen beglückt, würde ich dankend ablehnen. Und das würde ich auch tun, wenn ich bereits verliebt wäre.

Vielleicht sollte man sich mal genau überlegen, wie viel Ärger und Frust der Menschheit durch die Erfindung der Affäre erspart geblieben ist.

Oh ja, und was für ein Glück, dass es Bordelle gibt.
Wenn man sich in einer Beziehung oder Ehe ständig ärgert oder frustriert ist, muss man sich vielleicht mal fragen, nach welchen Kriterien man sich sein Pendant ausgesucht hat. Es heißt nicht umsonst: Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Zudem hat jeder die Möglichkeit sich zu trennen oder scheiden zu lassen. Keiner muss auf Gedeih und Verderb an jemanden gefesselt sein, wenn er das nicht will.
 
  • #75
Eine oder mehrere Affären zur gleichen Zeit sind nicht verwerflich. Vor allem dann nicht, wenn Mann oder Frau dazu steht. Und eben nicht verspricht, was nicht unbedingt zu halten ist.
Das musst du schon den jeweilig Betroffenen entscheiden lassen. Du kannst nicht für alle sprechen.
Ich finde Affären nur dann nicht verwerflich, wenn man keine feste Beziehung hat. Dann kann man von mir aus auch mehrere Affären haben
Ganz persönliche Erfahrung: Kommt das Gespräch auf "sexuelle Exklusivität" und ich sage klar und offen, dass ich diese nicht verspreche, geht kaum eine.
Ja, offene Affären sind es oftmals, die langjährige Ehen vor der Scheidung bewahren. Ich darf hier einen entfernten Kumpel zitieren:
"Sie ist eine gute Frau, hat mir einen prächtigen Sohn geschenkt. Sie kocht gut, hält mein Haus sauber.... soll ich sie verlassen, weil sie seit 10 Jahren keine Lust mehr auf Sex hat? Den Sex bekomme ich doch überall nachgeworfen ..."
Das ist ja ein Alptraum. Er hat seine Frau zur Haushälterin und zum Kindermädchen degradiert.
Wie fändest du es umgekehrt, wenn eine Frau sagen würde:
"Er ist ein guter Vater, er verdient gut und sorgt finanziell für uns, er repariert alles im haus und bucht unsere Urlaube. Wieso soll ich ihn verlassen? Sex kann ich auch woanders bekommen."
Das ist doch Rosinenprickerei! Sich einen Versorger/eine Versorgerin suchen und ansonsten wild rumvögeln!?
Kannst du dir vorstellen, dass der Betrogene auch gerne Sex hätte?
Sex ist nicht mal kurz zum Sport gehen - es ist die innigste Verbindung zwischen 2 Menschen und meistens spielen auch Emotionen eine große Rolle.
Es ist gemein, dass die Ehefrau den Haushalt und die Kinder in Schach hält, aber die wirklich schönen Dinge macht der Mann dann mit einer Anderen? Ausgehen, Gespräche bei Wein und Kerzenschein, leidenschaftliche Liebesnächte...

Wolltest du nur der Versorger sein, während deine frau sich den Sex woanders holt?

Wenn mir ein Mann gleich am Anfang sagt, dass er nicht treu sein kann oder evtl. nicht will, dann bleibe ich emotional auf Abstand. evtl. wenn er mir gut gefällt, wird er dann zum Toy Boy. ernst nehmen würde ich ihn dann aber nicht mehr. Er wäre sozusagen das Pendant zur Schlampe.
 
  • #76
Schuld sind doch beide: Der Fremdgeher / die Fremdgeherin und die Geliebte / der Geliebte.
In meiner Firma gibt es seit rund fünf Jahren einen attraktiven Mann, der offenbar auch an mir Gefallen gefunden hat. Er hat mich nach einiger Zeit in sein Team geholt, obwohl ich keinerlei Qualifizierungen für die Stelle mitbringe. Hier und da wird getuschelt, dass ich ihm gefalle. Es gab auch genügend Situationen, in denen er mit mir subtil flirtete.
Wenn ich wollte und unmoralisch wäre, würde ich mich auf ihn einlassen. Aber ich weiß, dass er vor zwei Jahren geheiratet hat und Vater geworden ist.
Ich würde eine Familie nicht zerstören wollen. Für eine Affäre wäre ich mir auch zu schade. Davon abgesehen: Wir sehen uns seit einem halben Jahrzehnt in der Arbeit. Er hatte so viele Gelegenheiten, mit mir etwas anzufangen. Letzten Endes hat er eine Andere gewählt.
Er hatte seine Chance. Die bekommt er von mir nie wieder.

P. S. Ich habe die Stelle relativ bald hausintern gewechselt.
 
  • #77
Deine Ansicht - ich hab das über Jahrzehnte anders gesehen und gehalten.
Ich bin da wohl einfach zu pragmatisch - wenn alles stimmt ausser dem Sex, dann wird Sex eben zum Sport.
Moral - oder neudeutsch "political correctness" - als Argumentationshilfe lösen in mir grundsätzlich die Frage aus: "Wer verdient daran?" Mag zynisch sein - wie die Moral selber. Oder ist die Moral nur als Rechtfertigung für eigenes Verhalten bzw Versagen zu sehen?
Vertrauen - Treue - monogame Partnerschaft. Das ist dann meine klare Haltung und der andere weiß, wo er steht.
Hier werden eigene Wünsche ohne "Moral" oder "verwerfliches Handeln" o.ä. formuliert - dann kann sich jeder darauf einstellen. Ähnlich wie bei mir. Oder es sein lassen.

Ein Moral daraus zu stricken, dass dem eigenen Ehepartner gegenüber versagt wurde, mit dem einzigen Ziel, diesen dann für sein verwerfliches Handeln abzuzocken ..... das halte ich für sehr fragwürdig. Oder vielleicht sogar für unmoralisch???
 
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