• #1

Ist es nur ein Generationsproblem?

Ich(44) lebe seit ca. 5 Jahren in einer Partnerschaft und die Eltern meines Freundes machen immer mehr mein Leben zur Hölle. Die Mutter meines Freundes führt sich auf wie ein Feldwebel und kontrolliert immer bei ihren Besuchen, ob auch alles sauber ist. Letztes hat sie sogar mit der Hand die Oberkante der Türen kontrolliert. Mein Freund lacht zwar nur darüber, aber ich finde es mittlerweile nicht mehr zum Lachen. Ebenso auch wie sein Vater so hantiert. Da brachte mein Freund den Müll heraus und schon konterte sein Vater: "Was machst Du da? – Das ist Frauenarbeit. Emanzipation der Frauen wird nur von Weicheiern geduldet."

Auch hier schmunzelt nur mein Freund und meint nur: "Die Beiden sind schon Ü75 und man soll das nicht so eng sehen."
Ich überlege schon, ob ich überhaupt noch die Beiden noch in mein Haus lasse. Ja es ist mein Haus und ich brauche mich nicht so runterputzen zu lassen. Normaler Weise ist mein Freund nicht so lammfromm, aber bei seinen Eltern benimmt er sich wie ein Teenager.

Ist es also nur ein Generationsproblem oder habe ich einfach nur die Alptraumeltern erwischt?

Leider sind aber die Beiden noch sehr rüstig und somit ist es auch kein zeitliches Problem, dass sich in naher Zukunft von selber lösen würde. Natürlich wünsche ich ihnen nicht den Tod, aber es gibt Tage da bin ich kurz davor.:)

Kennt jemand von euch das und hat ein paar Tipps für mich.
 
  • #2
Nein, ich kenne dieses allgemein gegenwärtige "Schwiegereltern-Problem" überhaupt nicht und nicht alle Generationen sind so.

Die Eltern meiner beiden EX waren sympathische Leute, da ich viel Empathie im Kundenkreis und bei der Akquise benötige, kann ich mich gut in andere hineinversetzen und schaffe somit immer eine angenehme Atmosphäre, ich habe gleich einen Draht zu Leuten mit denen ich mich mental verbinden will oder muss.

Ein guter Kontakt zu sogenannten Schwiegereltern war mir sehr wichtig und ich würde sozusagen "Kritik" niemals ernstnehmen, humorvoll kontern oder sagen, tchja, wenn ich nur die Zeit dazu hätte, aber Vollzeitjob und obendrein das Haus putzen geht schlecht, aber evtl. hast Du 3x die Woche Zeit, wie wär es oder kennst Du eine gute Reinigungskraft? Oder.....dafür backe ich die besten Kuchen...wie findest Du übrigens Aprikosenrahmtorte??

Man sollte immer bedenken, dass ältere Generationen wiederum von ihrer vorherigen Generation so erzogen wurden. Was wir heute cool finden wird die Generation nach uns auch nerven.

Ich habe also volles Verständnis für ältere Leute, wir alle werde nicht jünger und wir werden alle verschroben, man sollte für einen Besuch diese Kommentare locker überspielen oder wenn nötig, eine Debatte aufwerfen was aber Nerven kostet.

Hinnehmen und denken bald sind sie ja weg - wäre das Beste.
 
G

Gast

  • #3
Da hilft nur eine klare Ansage seitens deines Freundes bei seinen Eltern. Du musst ihm deutlich sagen, wie sehr es dich ärgert und dass er das regeln soll! Mach ihm klar, dass er sich zu positionieren hat!

Ich hatte das Thema auch. Mir ging die Kritik an meiner Freundin wirklich zu weit, obwohl sie es noch nicht einmal so wahrnahm. Mir tat der Umgang mit ihr weh. Und indirekt wurde mir damit gesagt, dass ich die Falsche ausgewählt habe... und dann bin ich deutlich geworden!

Dann gab es mal ein halbes Jahr Funkstille seitens der Altvorderen, ich habe mich auch nicht mehr gemeldet! Aber dann kamen sie wieder.. es wurde nicht thematisiert... aber seit dem haben sie sich zurückgehalten....

Meine Freundin war dann plötzlich beste "Schwiegertochter" ever ;-)
 
  • #4
Du hast viel zu lange auf die Beschwichtigungen Deines Freundes gehört und das Verhalten seiner Eltern geduldet. Generation hin, Generation her, schlechtes Benehmen musst Du nicht hinnehmen.

Schade, dass Dein Freund ist wie viele Männer, sobald es um die Eltern geht, werden sie zu Luschen. Darum musst Du jetzt handeln. Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Du sprichst mit den ungebetenen Besuchern Klartext (was schon längst fällig war) oder Du sagst Deinem Freund, dass Du die beiden nicht mehr in Dein Haus lässt, wenn die sich weiter so aufführen.
 
  • #5
Das Problem ist dein Freund, der dir nicht hilft, dir das ungezogene Verhalten der alten Leute zu verbitten.
ER müßte ihnen Einhalt gebieten.
Da er es nicht tut und dich das Verhalten der Leute stört ( mit Recht, wie ich finde ), solltest du dich wehren.
Ok, er wird sauer und zwar auf dich, aber das wirst du aushalten müssen.
Wer Respekt bekommen will, muß bereit sein, sich unbeliebt zu machen ( Zitat: Adenauer ).
Ich ecke oft an, aber ganz sicher tanzt mir niemand auf der Nase herum. Das ist es mir wert, nicht von jedem gemocht zu werden.

Bitte denke daran, dass du eine schon lange erwachsene Frau bist und nicht das junge Mädchen, das nach der Heirat von der Schwiegermutter beigebracht bekommt, wie man einen Haushalt führt ( auch das würde ich mir verbitten ).
Ihr seid gleich, beide erwachsen. Die Eltern bekommen keinen Bonus für's Altsein. Niemand bekommt Respekt allein aufgrund seines Alters.
Falls sie dement sind, könnte man nachsichtig sein, aber das sind sie nicht, oder ?

Wenn sie dich ungefragt duzen, duze sie auch. Wenn sie unfreundlich sind, sei nicht unterwürfig.
Wenn die Mutter die Türrahmen kontrolliert, sage, dass sie das nichts angehe und dass ihr Verhalten unangemessen, unhöflich und ungezogen sei.
Wenn der Vater diesen reaktionären Anti-Emanzipationsmist von sich gibt, sage, dass er mit der gesellschaftlichen Entwicklung nicht Schritt halte und du seine Einstellung für ein kognitives Unvermögen hältst.
Und sage beiden, dass du in Frieden mit ihnen leben möchtest, falls sie das aber nicht wollen, du sie nicht weiter in deinem Haus willkommen heißen wirst.
Sage deinem Freund, an besten im Beisein der Eltern, dass du nicht bereit bist, ihnen Narrenfreiheit ( 'nicht so eng sehen, weil Ü75' ) zu gewähren, es sei denn, sie möchten als Demenzpatienten von dir wahrgenommen werden.

w 47
 
  • #6
Denke ich nicht, dass das ein Generationsproblem ist. So was fiele ja nicht mal meiner ü91jährigen Oma ein. Es ist wie du sagst, er benimmt sich wie ihr Kind und die verlangen auch dass du dich in der Kinderrollen brav zu gehorchen wiederfindest. Ich würde da Butter bei die Fische tun, da lässt sich anders als durch eine klare Ansage, das sie die Pfoten von der Türkante lässt und der Sohnemann soviel Müll in seinem eigenen Haushalt mit ü40 runterträgt wie es ihm passt, lösen. Wenn überhaupt. Wahrscheinlich werden sie dich dann unter Druck setzen um dich zu zwingen. "Beleidigte Leberwurst, wir kommen nicht mehr", usw. Da musst du durch, wenn du dein Recht das du dir den Mist nicht bieten lassen willst durchsetzen willst. Gesagt haben muss man es. Auch dem Partner würde ich nicht mehr die feige Tour erlauben. Mit ü75 sind die nicht mehr in dieser Generation. Das waren vielleicht die Generation die 1800-1890 geboren wurde. Preußen, usw. Selbst mein Opa Jahrgang 1900 war nicht so. Die sind einfach übergriffig. Ich würde mich mit Eltern vom Partner aber auch nicht abgeben, wenn es mir nicht passt. Zu meinen bräuchte mein Partner auch nicht. w48
 
G

Gast

  • #7
Ohje, Du Ärmste! Ja, sowas kenne ich - nicht in dieser Form, da seine Eltern noch nie in meinem Heim waren, aber ähnlich. Er (29) lebte bis zu unserem Kennenlernen 2011 noch bei seinen Eltern. Die Besuche dort waren ein Graus. Nicht, dass ich niemals auch nur was zu Essen angeboten bekam (er kam mit seiner Portion ins "Kinderzimmer" und teilte sie mit mir), sondern auch Kommentare, die ich immer mal zufällig oben im Haus mitbekam, wie: "Wer zahlt das denn?" (da ging es ums duschen) oder auch "Wenn sie den xyz lieben würde, würde sie ihm helfen" (seine Wäsche legen, sein Zimmer aufräumen, mich um alles mögliche kümmern - was ich Dummerchen auch noch oft tat). Was soll ich sagen? Heute haben wir ein Kind zusammen: "Soll der xyz doch hier bei uns wohnen, und den Kleinen besuchen". Auch zu Abtreibung wurde von Muttern geraten bzw. von Muttern gefordert. Und seit er ENDLICH ausgezogen ist, in seine eigene Wohnung vor 6 Monaten, bekomme ich sogar noch von Muttern gesagt, ich solle doch SEINE Finanzen in Ordnung halten, die Buchführung übernehmen - ja denn Bübchen bringt das nicht fertig und rennt dann zu Muttern um nach Geld für Miete zu betteln, bekommt er dann natürlich auch. Ich kann nur sagen: Das ist kein Generationenkonflikt - meine Großeltern sind Ü75 und würden sowas nie erachten. In einer Beziehung sind beide Partner für gemeinsame Dinge verantwortlich. Solche Schwiegereltern sind einfach ein Graus. Und da ist grundsätzlich was ganz schief gegangen in der Erziehung. Goldsöhnchen - soll sich ja nicht überanstrengen. Da soll Frau die Ersatzmama spielen. Putzen, Waschen, Kochen und am Besten noch sonst Alles regeln. Mein Rat an Dich: Unterlasse den Kontakt zu diesen Leuten, das macht Dich nur fertig. Und wenn es sowieso Dein Haus ist, dann lass die Türen verschlossen! Ach, und nochwas: Also den Müll bringt schon eh und je mein Opa raus. ;) LG Grüße, w33
 
  • #8
Solange dein Freund weiterhin den Müll runterträgt solltest du die Sprüche und die unangenehmen Handlungen der Alten nicht einmal ignorieren (als Steigerungsform von ignorieren).
Den wie mein Urgroßvater schon sagte:
Gegen einen Misthaufen kann man nicht anstinken.
Bleib einfach cool, dass wird sie richtig ärgern.
 
G

Gast

  • #9
Oh je, Du hast genau das, was meine Mutter hatte, nur war mein Vater immer auf der Seite seiner Mutter.

Also wenn Dein Freund darüber lacht, dann ist das zwar nicht gerade erwachsen, allerdings habe ich in manchem die Erfahrung gemacht, dass Eltern das NIE begreifen ("hast du nen Schal um?" fragt meine Mutter seit 40 Jahren, wenn sie die Gelegenheit hat)

Die Eltern sind alt und stur. Da ist nichts mehr "umzuerziehen" oder klarzumachen. Nicht wegen des Alters, sondern weil sie nicht wollen.

Ich würde die Mutter wischen lassen und den Vater labern lassen. Sieh sie wie Kleinkinder, die nicht anders können. Niemand findet doch dieses Verhalten angebracht, dass Du Dich rechtfertigen müsstest, dass es bei Dir sauber ist. Kein Mensch denkt sich: Ja, genau, diese alte Frau hat recht! Man denkt viel eher, was ist das für ein Benehmen? Ein Glück, sowas hab ich nicht in meiner Familie.

Dann erträgt man den Besuch, weil der Freund nun mal seine Eltern auch sehen will.

Zitat von Alptraumfrau:
Ja es ist mein Haus und ich brauche mich nicht so runterputzen zu lassen.
Eben. Und indem Du Dich ärgerst, machst Du sie zu höheren Instanzen, denen Du gefallen willst, statt sie einfach nicht ernstzunehmen.
Warum ärgerst Du Dich so über zwei Menschen, die anscheinend überhaupt nicht in der Lage sind, Dir irgendwas zu erzählen vom Leben, so wie Du es führst? Wieso übergehst Du diese seltsamen Verhaltensweisen nicht einfach, und wenn Dir der Vater mit einem blöden Spruch kommt, überhörst Du ihn und fragst ihn, ob er noch ein Stück Kuchen will oder was gerade passt.

Warum reagierst Du auf sowas, das überhaupt nicht angemessen ist? :)
 
Z

Zuckerpüppi

  • #10
Eine gute Bekannte von mir ist seit sechs Jahren mit einem Inder verheiratet.
Er ist ein guter Ehemann und Vater (zwei gemeinsame Kleinkinder), lebt seit Jahren bereits hier und nach "westlichen Standarts". Sie haben sich während dem Studium kennen gelernt.
Seine Eltern und überhaupt die ganze Verwandtschaft seinerseits lebt in Indien.
Wenn seine Eltern (reiche, gehobene Inder. Weiß nicht ob das eine Rolle spielt) zu Besuch bei den beiden sind, "muss" meine Bekannte sich ihrem Mann und den Schwiegereltern komplett unterordnen und unterwürfig sein. Das hat ihr Mann ihr anfangs erklärt und sie stimmte zu, da er sonst ein toller Mann ist, der ihr auf Augenhöhe begegnet.
Da die Schwiegereltern aufgrund der großen Entfernung meist mindestens zwei Wochen oder länger bleiben. Belastet das Verhalten des Mannes und seiner Eltern die Beziehung meiner Bekannten jedesmal nachdrücklich. Sie ist getroffen durch Respektlosigkeiten und das permanente herum scheuchen und Dienstmädchen für "niedere Tätigkeiten" spielen zu müssen.
Sie kommt aus "dieser Nummer" nicht mehr raus.
Eine Lösung bei dir könnte sein, mit deinem Mann darüber zu sprechen, das dich sein Verhalten, während der Anwesenheit seiner Eltern, verletzt. Alternativ darfst du dich darüber freuen, das es sich bei deinen Besuchen, im Gegensatz zu denen bei meiner Bekannten, nur um Stunden handeln dürfte. :) Lass die Kritik unter diesem Aspekt doch einfach an dir abprallen und lächle sanftmütig dazu.
 
G

Gast

  • #11
Hallo FS,

wie oft musst Du Deine Schwiegereltern denn ertragen?

Es wäre längst an der Zeit, dass Dein Partner hier klare Grenzen zieht. Ich fände das auch nicht lustig. Es ist respektlos und ist übergriffig.

Immer wieder schade, dass Menschen nicht in Frieden leben wollen.

Wenn sie sich nicht ändern, würde ich sie nicht mehr in der Wohnung haben wollen. Keine Einladungen mehr.
 
  • #12
Herzliches Beileid. Das ist natürlich ziemlich extrem, aber solche reaktionären Vorstellungen über Geschlechterrollen sind noch sehr weit verbreitet. Die Eltern Ihres Freundes sind aber sein Problem. Er ist anscheinend dran gewöhnt und macht sich leider nicht ausreichend stark für Sie. Er sollte da ein Machtwort sprechen und Ihnen den Rücken stärken. So gehts nicht, wie das da läuft. Es wäre schon wichtig, dass wütende Alte irgendwann auf die Plätze verwiesen werden.
 
  • #13
Ich finde auch dass dein Partner da die Schlüsselrolle trägt. Wenn nur du dich mit ihnen anlegst, dann werden sie sich nicht selbst reflektieren, im Gegenteil, DU wirst am Ende nur die schlechte Schwiegertochter sein. Ich finde außerdem, dass das absolut nichts mit dem Alter zu tun hat! Es gibt halt solche und solche. Schlimm ist nur, dass solche Einstellungen (die Frau macht den Haushalt, macht sie es nicht, ist sie eine schlechte Frau) bei dieser Art von Ehepaaren tief verwurzelt sind. Da kann man im Grunde nichts dran ändern. Man kann sie nur in ihre Schranken weisen. Und da sollte dein Freund definitiv mithelfen!

w (27)
 
  • #14
Liebe FS,
das kommt mir von meiner Ex-Schwiegermutter bekannt vor und leider auch von mir (sich klein machen lassen). Das ist ein typisches 40+ Frauenproblem, muss an hormonellen Umstellungen liegen, anders kann ich mir dieses Massenphaenomen nicht mehr erklären: man lässt sich nicht mehr bieten, was man jahrelang mit viel innerem Stress ertragen hat, verlangt vom Partner, dass er sich endlich nicht mehr wie Bubi verhält sondern wie ein Mann, wenn frau nicht komplett den Respekt verlieren will. Nicht nur bei mir, bei meinen Schwestern und Freundinnen habe ich das mit 40+ gesehen - jetzt reicht's.

Ich habe damals mit meinem Mann Klartext geredet, entweder er setzt seine Mutter auf den Topf oder ich ergreife Maßnahmen. Erstes war natürlich nix, also hatte ich freie Bahn. Ich hatte keinen Bock auf Rumstreiterei und verschwand den ganzen Tag zum Sport und Wellness, wenn der Schwiegermutterbesuch anstand. Ich habe nichts vorbereitet, keinen Extra-Hausputz, keinen Kuchen gebacken - durfte alles der wenig unterstützende Exmann machen. Mir wars egal, ich habe ihr Genoele ja nicht gehört.
Später hatte er keinen Bock mehr und fuhr sie besuchen. Ich bin nicht mitgefahren, weil es bei ihr nicht ansatzweise so sauber war wie bei mir.

Wenn Dein Partner Dich nicht unterstützt, schick ihn allein zu seinen Eltern auf Besuch und mach' Dir in der Zeit einen schönen Tag. Wenn ihr in Deinem Haus lebt und er keinen Kostenbeitrag liefert, bist Du der Boss und musst sie nicht als Gäste akzeptieren. Beteiligt er sich an den Kosten, hat er das Recht, dort auch Besuche zu empfangen, die Dir nicht passen. Dann musst Du halt das Feld räumen und ihm alles überlassen.
Selbst wenn er sich nicht an den Wohnkosten beteiligt, würde ich nicht in den vollen Konflikt gehen, sondern ihm sagen: er hat genau noch einen Besuch, um ihnen Benehmen beizubringen, danach bestreitet er die Besuche allein und Du lässt es Dir in der Zeit außer Haus gut gehen.
 
G

Gast

  • #15
Ich würde da total streiken bzw. auch revoltieren - wenn sich solch unangenehmer Besuch bei mir ankündigen würde, würde ich bestimmt nicht mehr vorher putzen. Irgendwas würde undefinierbar komisch riechen. Und oben auf der Türkante wäre irgendwas Ekliges, Schleimiges (was sich schwer von den Fingern waschen lässt).
Für Schubladen (falls sie da auch reingucken) würde ich mir auch irgendwas einfallen lassen - etwas, das rausspringt z.B.
Faschingsscherzartikel bieten sich da sicher gut an, macht euch mal den Spaß, präpariert eure Wohnung.
Man kann jemanden konditionieren, so etwas nicht mehr zu tun, indem die Handlung als unangenehm empfunden wird. (Bitte macht nichts gefährliches - wie gesagt, die Artikel aus dem Faschingssortiment reichen aus.) Hab ich bei meiner Mama auch gemacht, die hat auch gern alles bei mir durchforstet. Macht sie jetzt nicht mehr.
 
  • #16
Ich würde solche Schwiegereltern meiden. Wenn sie zu Besuch kommen, wäre ich nicht im Haus. (Und umgekehrt: Sie nicht besuchen)
Dann lassen deren Sprüche etwas nach. Weil deren "Opfer" nicht anwesend ist.

Die sollen sich nicht in eure Ehe + Zuhause einmischen.
Zumal ihr euch nicht in deren Ehe und Zuhause einmischt.

Deren Sohn macht es am besten. An dem prallen diese Sprüche seiner Eltern ab. Also suchen Diese ein anderes "Opfer," was empfindlicher = verletzbarer ist. Würden die Sprüche auch an der FS abprallen, dann geben sie schnell auf. Weil dann kein "Opfer" für ihre Sprüche da ist.
 
  • #17
Schwiegermutterbesuch
Ich habe nichts vorbereitet, keinen Extra-Hausputz, keinen Kuchen gebacken - durfte alles der wenig unterstützende Exmann machen. Mir wars egal, ich habe ihr Genoele ja nicht gehört.
Später hatte er keinen Bock mehr und fuhr sie besuchen. Ich bin nicht mitgefahren.
.
Gute Methode. Besser als meine ( s.o. ) oder zumindest nervenschonender.
Ich gehe immer in die Offensive, will, dass kein Interpretationsspielraum bleibt, den gibt es bei deiner Methode schon. Die sehr selbstbewußte, man könnte auch sagen bornierte Schwiegermutter könnte den Verlauf der Geschichte in deiner Variante als Sieg interpretieren: der Sohn kommt zu ihr und zwar ohne dich. Das kann dir natürlich egal sein, falls du souverän bist. Bin ich wohl leider nicht, mich würde das stören.
Mal sehen, ich nehme diese Geschichte mal als Beispiel, ein bißchen an meiner Souveränität zu arbeiten.
Merci *knicks*

w 47
 
G

Gast

  • #18
Das ist ein Problem mit dir selber. Warum lässt du das zu und dich auch noch von deinem Freund auslachen? Du scheinst voller abhängier Liebe zu diesem Mann zu sein.

Die Eltern eines Mannes dürften mit mir so nicht umspringen! Da müsste der Mann an meiner Seite Angst haben, dass er mich aber sofort verliert!
 
  • #19
...... Ich gehe immer in die Offensive, will, dass kein Interpretationsspielraum bleibt, den gibt es bei deiner Methode schon. Die sehr selbstbewußte, man könnte auch sagen bornierte Schwiegermutter könnte den Verlauf der Geschichte in deiner Variante als Sieg interpretieren: der Sohn kommt zu ihr und zwar ohne dich. Das kann dir natürlich egal sein, falls du souverän bist.
Liebe FS,
genau das ist der Punkt. Ich habe mich nicht der Deutungshoheit meiner Schwiegermutter ausgesetzt. Es war mir egal, ob sie das als Sieg interpretiert hat, Hauptsache mir ging es gut und ich musste mir das Genoele nicht anhören.
Der wesentliche Punkt für mich war: ich habe mich weniger über ihr Verhalten geärgert als über die Passivität meines Mannes. Er gab den Bubi vor Mama statt den unterstützenden Partner und ich spürte das Gift, was sie in die Ehe träufelte. Ich verlor den Respekt vor meinem Mann, war wütend, dass er sich nicht positionierte.
Das fehlte noch, dass meine Schwiegermutter meine Ehe an die Wand fährt , das mache ich selber, wenn ich das will und so geschah es, allerdings aus anderem Anlass.

Ich will einfach der Kapitän in meinem Leben sein und ich lasse mich nicht von Menschen in unnötige Konflikte schieben. In Sachen effektiver passiver Widerstand bin ich schwer zu schlagen - kann ich Dir nur empfehlen, das ins Repertoire den Konflikthandlings aufzunehmen. Das spart jede Menge Nerven bei Dir.
 
  • #20
Liebe FS,
genau das ist der Punkt. Ich habe mich nicht der Deutungshoheit meiner Schwiegermutter ausgesetzt. Es war mir egal, ob sie das als Sieg interpretiert hat, Hauptsache mir ging es gut und ich musste mir das Genoele nicht anhören.
Der wesentliche Punkt für mich war: ich habe mich weniger über ihr Verhalten geärgert als über die Passivität meines Mannes. Er gab den Bubi vor Mama statt den unterstützenden Partner und ich spürte das Gift, was sie in die Ehe träufelte. Ich verlor den Respekt vor meinem Mann, war wütend, dass er sich nicht positionierte.
Das fehlte noch, dass meine Schwiegermutter meine Ehe an die Wand fährt , das mache ich selber, wenn ich das will und so geschah es, allerdings aus anderem Anlass.

Ich will einfach der Kapitän in meinem Leben sein und ich lasse mich nicht von Menschen in unnötige Konflikte schieben. In Sachen effektiver passiver Widerstand bin ich schwer zu schlagen - kann ich Dir nur empfehlen, das ins Repertoire den Konflikthandlings aufzunehmen. Das spart jede Menge Nerven bei Dir.
Ich stimme dir vollumfänglich zu, nichts zu kritisieren :)
Ich kann das dennoch nicht so gut wie du, die Menschen sind eben verschieden und Gelassenheit gehört nicht zu meinen Stärken.
Ich übe aber.

w 47
 
A

Ars_Vivendi

  • #21
Viele Männer (Frauen auch!?) haben sich nie richtig losgelöst von den Eltern, speziell der Mutter. Ein Defizit, das lebenslang Probleme macht. Dein Partner sollte für sich diese Ablösung vollziehen (kannst Du googeln) und selbstverständlich in Deinem Haus solches Verhalten nicht zulassen.