• #1

Ist es schon zu spät?

Hey ihr Lieben,

Ich möchte hier mal neutral etwas loswerden, was mich schon sehr lange beschäftigt. Ich bin mit meinem Freund über 3 Jahre zusammen. Es war anfangs so, dass ich diese Beziehung eingegangen bin, obwohl ich mir dessen nicht hundertprozentig sicher war. Wir waren vorher gut befreundet und er hat sehr um mich gekämpft, es war eher eine Vernunftssache anstatt der großen Schmetterlinge. Nun ja, ich habe mich sehr wohl bi ihm gefühlt also habe ich dem ganzen eine Chance gegeben. Nach kurzer Zeit fing es dann aber an, immer schlimmer zu werden. ich habe gemerkt, dass ich mir lange etwas vorgemacht habe, habe gemeckert, ihn runtergemacht, immer wieder das Gefühl gegeben, dass er nicht gut so ist, wie er ist, der Respekt war nicht vorhanden, mich haben einfach zu viele Sachen gestört. Dann haben wir uns getrennt, sind jedoch nach kurzer Zeit wieder zusammengekommen. Es hat sich vom Herzen richtig angefühlt, ich bin endlich angekommen.

Das ganze hielt dann einige Monate, bis wir uns wieder distanzierten, immer wenn ich den Mund aufgemacht habe und gesagt habe, was mich stört, dann hat er sich immer wieder zurückgezogen, hat mir gesagt dass seine Gefühle auf diese Art und Weise minimiert werden. 04.2015 hat er sich dann endgültig getrennt, er hat während meiner Abwesenheit eine andere Frau kennengelernt. Ich hab um ihn gekämpft, meine Freunde hielten mich schon zu diesem Zeitpunkt mehr als verrückt. Es war jedoch immer etwas zwischen uns, was ich nicht verlieren wollte.

Im Sommer hat es dann nochmal gefunkt, er hat der anderen Frau gesagt, dass er sich nichts Ernstes vorstellen kann, dass er ich nicht vergessen kann etc. Wir sind wieder zusammengekommen, hatten einen wunderschönen Urlaub, kein Stress. Doch irgendwann kamen wieder all die Probleme, wieder nur angezicke und es wurde gemeckert, meistens von mir. Ich hab ihm gesagt, dass mir das ständige Gesaufe nicht gefällt, dass er mehr im Haushalt machen soll und es ging so weit dass ich ihm Sachen verboten habe. Ja ich weiß, dass das absolut nicht in Ordnung ist! Im August war ich dann im Urlaub mit einer Freundin, als ich wiederkam war es wirklich einige Tage harmonisch, bis ich misstrauisch wurde, habe in seinem Handy geguckt und gesehen, dass er mehreren Frauen schrieb, dass er sich mit ihr treffen möchte und das mit mir so nicht weitergeht. Er hatte also Interesse an anderen Frauen, er wollte bewusst diesen Weg gehen. Ich hab ihn daraufhin zur Rede gestellt, er sagt immer wieder, dass es natürlich eine scheiß art gewesen sei, dass ich aber mal bitte darüber nachdenken solle, woher das alles kommt. Das er keine Bestätigung von mir bekommt, dass ich nur meckere und keine harmonische Beziehung mit ihm führen würde.

Ich bin ehrlich gesagt an einem Punkt, an dem ich nicht mehr weiter weiß. Für mich ist es eine Art Betrug, ich weiß nicht wie ich jemals vertrauen soll, ich will an mir arbeiten, ich will eine schöne Beziehung aber ich habe das Gefühl, dass einfach zu viel passiert ist.
 
  • #3
Dir ist echt nicht zu helfen, da du so lange dieser wiederholte Zirkus mitmachst, nur weil du keinen Selbstwert hast, laesst du auf dir so rumtrampeln. Wach auf ziehe Konsequenzen und trenne dich mit Blockierung und Punkt. Ansonsten leide weiter ohne Beschwerden!

Das Problem ist, welches eigentlich viele nur sehen, er macht das, ist ein Schwein, aber ich möchte ja verstehen, ob das Dinge sind, die er gemacht hat, die aus meinem Verhalten resultieren.. ich möchte das alles einfach gerne verstehen
 
  • #4
Ich finde ja gut dass du einsiehst, dass der Stress viel von deiner Seite aus kam. Aber ich IHN da komplett verstehen! Er war mehr als geduldig mit dir und wenn du ihn nicht so akzeptieren kannst, wie er ist, dann such dir jemanden, den du akzeptieren KANNST!

Würdest du dir drei Jahre lang Zickereien und Genörgel über dich anhören? Weiß du eigentlich, was du ihm damit antust? Ja, es ist nicht nett von ihm dass er mit anderen Frauen schreibt, aber du vernichtest viel von der Liebe zu dir in ihm!

Lass ihn in Ruhe ziehen und gib ihm die Chance auf eine Frau, die netter zu ihm ist. Und dann überlege mal in Ruhe, woher deine ganze Unzufriedenheit kommt und warum du ausgerechnet die Leute dafür büßen lässt, die dir nahe stehen! So sabotierst du dir ja alles!

w(28)
 
  • #5
Ich finde ja gut dass du einsiehst, dass der Stress viel von deiner Seite aus kam. Aber ich IHN da komplett verstehen! Er war mehr als geduldig mit dir und wenn du ihn nicht so akzeptieren kannst, wie er ist, dann such dir jemanden, den du akzeptieren KANNST!

Würdest du dir drei Jahre lang Zickereien und Genörgel über dich anhören? Weiß du eigentlich, was du ihm damit antust? Ja, es ist nicht nett von ihm dass er mit anderen Frauen schreibt, aber du vernichtest viel von der Liebe zu dir in ihm!

Lass ihn in Ruhe ziehen und gib ihm die Chance auf eine Frau, die netter zu ihm ist. Und dann überlege mal in Ruhe, woher deine ganze Unzufriedenheit kommt und warum du ausgerechnet die Leute dafür büßen lässt, die dir nahe stehen! So sabotierst du dir ja alles!

w(28)


danke für deinen ehrlichen Antworten. Die helfen mir wirklich weiter, weil ich auch oft an dem Punkt bin, an dem ich mir denke, wie würde ich mich verhalten, wenn mir jemand so gegenübertreten würde. ich wäre gegangen schon nach Wochen, es ist traurig, dass es so kommen musste. Freunde sehen halt nur die eine Seite, die nehmen mich zur Seite und sagen, dass sein Verhalten nicht gehen würde aber blicken nicht hinter die Fassade, ich weiß nur nicht warum ich nicht loslassen kann, warum ich alles versuchen möchte, um ihm zu zeigen, wie gut es funktionieren kann
 
  • #6
Doch irgendwann kamen wieder all die Probleme, wieder nur angezicke und es wurde gemeckert, meistens von mir. Ich hab ihm gesagt, dass mir das ständige Gesaufe nicht gefällt, dass er mehr im Haushalt machen soll und es ging so weit dass ich ihm Sachen verboten habe.

Dauerndes Gezicke und Gemeckere (egal, ob berechtigt oder nicht) haben dazu geführt, dass er sich in der Beziehung nicht mehr wohlfühlt und die Folge ist, dass er sich getrennt hat. Du hast dann darum gebettelt, dass er es nochmal versucht. Ich glaube, Du bist nie wirklich verliebt gewesen, sondern es war schlicht Gewohnheit und Du wolltest nicht alleine sein. Für ihn bist Du praktisch, solange sich keine andere Frau findet.
Zukunft hat das nicht. Das würde ich an Deiner Stelle akzeptieren. Du tust Dir keinen Gefallen und ihm auch nicht.
 
  • #7
Also ganz ehrlich?Was erwartest du von ihm, daß er den Rest seines Lebens sich dieses Gezicke und Gemecker antut?
Es wäre doch keiner glücklich.Du scheinst immer irgendwas zu finden, was dir nicht passt. Stellst du dir so eine Beziehung vor?
Lass ihn gehen und eine Beziehung führen, so das er glücklich wird.Und frage dich, was mit dir los ist, das du so unzufrieden bist.
Er ist nicht der Richtige für dich.Such dir jemanden, mit dem du respektvoll umgehst.Den du so akzeptieren kannst, wie er ist.
 
  • #8
Moin,

du schreibst, dass du die Beziehung anfangs mehr aus Vernunft eingegangen bist, sprich, so besonders verliebt warst du nicht in ihn, auch später nicht. Der Partner, der nicht verliebt ist, wird im Laufe der Zeit immer unzufriedener, das ist recht normal. Streit und Stress in der Beziehung wird immer von dem ausgehen, der nicht verliebt ist (allerdings ist es dein gutes Recht, seine Säuferei zu kritisieren).
Was dich an ihn bindet, ist vor allem Nostalgie, Gewohnheit, die Angst, alleine zu sein... alles nicht besonders überzeugend.

Das Spezielle bei euch beiden scheint mir zu sein, dass dein Freund auch nicht besonders in dich verliebt ist, wahrscheinlich hält er an dir auch nur aus Vernunftgründen fest, vielleicht weil du gut aussiehst, weil er gerade noch keine andere erfolgreich angebaggert hat usw..

Beides zusammen hört sich wie eine richtig gute Anleitung zum Unglücklichsein an.

manchmal
 
A

Allegria

Gast
  • #9
"Ist es zu spät?", fragst Du. Fragt sich wann und für was. Ich würde sagen es war von Anfang an zu spät für die Liebe, denn so wie Du es darstellst, warst Du von Anfang an nicht mit dem Herzen dabei. Warum Du Dich "aus Vernunft" wie Du sagst auf eine Beziehung eingelassen hast, verstehe ich nicht. Was war denn der vernünftige Grund, der Dich dazu bewogen hat, Dich halben Herzens auf einen Mann einzulassen, der mit ehrlichen Gefühlen und Liebe um Dich gekämpft hat? An der Stelle liegen Deine Probleme verborgen, Du musst Dich fragen bzw. Du weißt es vielleicht, was Dein psychisches Problem ist, dass es so anfing und sich zum Horror entwickelte. Mag sein, dass er später nicht immer alles richtig gemacht hat, aber Du hast ihn offenbar psychisch fertig gemacht, weil Du ein Problem mit Dir selbst hast. Er wollte Dich lieben, aber er reichte Dir nicht und daraufhin machst Du ihm mit Psychoterror den Vorwurf, dass er Dir nicht genügt. Dass er sich nicht längst getrennt hatte, ist das einzig komische. Dass Du jetzt ihm hinterher rennst, klingt nach Egoproblem und Profilneurose. Du hast einen Dich liebenden Menschen immer wieder sehr verletzt, was erwartest Du da. Er will geliebt werden so wie Du. Nur scheinst Du aus irgendeinem Grund nicht fähig dazu. Es ist definitiv zu spät und zwar schon lange. Sei ehrlich mit Dir selbst! Trennt Euch und versucht es so fair und menschlich wie möglich zu tun.
 
  • #10
Liebe FS,

auf eine Art betrügst du ihn auch. Du liebst ihn nicht und es wäre fairer gewesen, sich auf ihn nicht mehr einzulassen und um ihn zu kämpfen. Wenn du einen Menschen auf diese Art und Weise solange deckelst, wird er sich andere Nischen suchen, um das ertragen zu können.
Ein Mann mit einer stabilen Persönlichkeit hätte sich schon längst von dir getrennt.
 
  • #11
Ich habe den Eindruck, dass du hier mit aller Macht eine Beziehung mit ihm erzwingen willst, obwohl ihr überhaupt nicht zueinander passt.

Sicherlich gibt es auch einige nette Stunden, du magst ihn sicher auch, aber alles andere stört dich so sehr, dass du ihn eben nicht richtig lieben kannst.

Ich denke, dein Gemecker hat ein Ziel: du willst, dass er alle diese dich störenden Eigenschaften abstellt, und der Mensch wird, den du dir als Partner eigentlich wünschst. Da kannste aber warten bis du schwarz wirst. Er wird sich nicht ändern. Ihr mögt euch, seid aber nicht beziehungskompatibel, weil ihm für dich einfach was fehlt, was dir in einer Beziehung wichtig ist.

Dann beende das mit ihm, denn ihr blockiert euch beide für Menschen, die besser zu euch passen. Es ist nur logisch, dass er das nicht mehr aushält. Ich hatte auch mal so einen Partner, der ständig an mir genörgelt hat, sowas macht auch etwas mit der Psyche des anderen. Es ist wirklich unfair ihm gegenüber. Genauso gut könnte man aber auch fragen, warum er nicht einfach geht, wenn es ihn so sehr stört.

Hört auf, euch beide so zu quälen, und wagt einen Neuanfang, jeder für sich.
 
  • #12
Wir wissen gar nicht wirklich, was die Themen waren (außer, dass er gerne und offenbar viel "säuft", was für mich schon der Grund wäre, mich zu verabschieden).
Du denkst über dich nach. Das ist schon mal gut und richtig denn auch du hast Fehler gemacht und ihn zum Teil sehr unfair behandelt.
Ihr müsst euch aber BEIDE fragen, welchen Anteil jeder von euch an den "bad vibrations" zwischen euch hat.
Ich denke aber, ehrlich gesagt, dass du ihn nicht wirklich liebst, sondern dich nur phasenweise bei ihm wohlfühlst. Er fühlt das auch und weiß, dass er im Grunde nichts richtig machen kann.
Allerdings ist sein Verhalten eine Frage des Charakters und nicht der jeweiligen Lebenssituation. Er kann sich ja trennen wenn er unglücklich ist bzw. getrennt bleiben, denn ihr wart ja bereits getrennt oder aber mit dir vorher sprechen aber so ist das inakzeptabel. Du musst sonst jedes Mal wenn sich eine Situation ergibt, die ihm nicht passt, befürchten, dass er ausbricht statt sich konstruktiv mit der Sache auseinanderzusetzen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ihn diese Situation glücklich macht.
Manchmal passt man einfach nicht zusammen, dann tut man sich gegenseitig Weh, ohne es zu wollen. Dann ist es ehrlicher und respektvoller, den endgültigen Schlussstrich zu ziehen. Von aufgewärmten Dingen halte ich persönlich ohnehin nichts.
 
  • #13
Hallo,

irgendwie, kommt mir deine Geschichte sehr bekannt vor. Hab ich auch gerade hinter mir und seit heute ist es endgültig vorbei. Ich hätte ihn auch gerne zurück, muss aber akzeptieren, dass es kein zurück mehr gibt, zu viel passiert, zu viel kaputt....
Ich denke, auch bei euch besteht keine Chance mehr. Es wird bei ihm zuviel kaputt gegangen sein und die Liebe, blieb auf der Strecke. Wenn man lange um jemanden kämpft, kann man irgendwann einfach nicht mehr und es ist zu spät. Das musste ich jetzt auch einsehen. Habe mich auch gefragt, ob ich ihn mit dazu getrieben habe und ja, das habe ich wohl. Muss einsehen, dass es einfach nicht passte, so wie bei dir wohl auch. Sonst hätten wir uns beide wohl auch anders gegenüber unseren Partnern verhalten. Auch ich hätte ihm jetzt gerne gezeigt, dass es auch anders geht, aber die Chance gibt es nicht mehr.
 
  • #14
Auch für mich hört sich die Beziehung destruktiv und mithin nicht erhaltenswert an.

Wenn Du sie weiterführen willst, musst du meines Erachtens an diesen Punkt gehen:

Es war jedoch immer etwas zwischen uns, was ich nicht verlieren wollte.

Worum geht es da? Kannst du es benennen?

Wiegt es so schwer, dass du bereit bist, ihn so zu nehmen, wie er nun mal ist: Ohne zu nörgeln und zu zicken?
 
  • #15
Vielen vielen Dank an all die tollen und auch emotionalen Antworten. Es ist gut mal mit Leuten zu reden, die nicht immer darüber reden, wie schlecht doch der Gegenüber ist. Es steckt ja noch viel mehr dahinter, leider blicken viele Menschen nicht hinter die Fassade. Gründe, die mich an ihm stören sind banal, wie etwa wenn was nicht im Haushalt läuft, er ist in unserer ersten gemeinsamen Wohnung oft zu den Eltern gefahren, vielleicht auch aus Schutz, weil es unter der Woche immer Stress gab, weil er in der Umgebung seine Freunde hatte (ein paar Dörfer von seiner Arbeit entfernt), jetzt wohnen wir hier in der Nähe bei seinen Eltern, seitdem fühl es sich auch endlich an wie ein gemeinsames Leben. Ich meckere, wenn er mal wieder weg will am Wochenende, weil wir uns sonst so wenig sehen und ich bringe es scheinbar so rüber, dass er denkt ich sperre ihn ein oder verbiete ihm etwas.

Es stimmt, wenn viele von euch sagen, dass ich wohl nie verliebt war.. das war ich anfangs auch nicht so, wie er es war oder wie es eigentlich gewöhnlich ist. Ich habe aber nach der Trennung letzten Jahres gemerkt, dass da was ist. Ich habe gelernt allein zu sein, ich denke nicht, dass ich aus Egogründen wieder angekommen bin, ich hab da einfach gemerkt, dass da was ist. Ich war auch bei meinen Exfreunden so kritisch, habe viel gemeckert, ich weiß, dass es an mir liegt, vieles jedenfalls, NICHT alles!

Ich habe eine sehr schwere Kindheit durchmachen müssen und hab mir so ziemlich alles selbst aufgebaut, ohne Rückhalt. Er war immer für mich da, hat mir aber auch gesagt, dass ich mich fallen lassen solle, damit er das Gefühl hat, dass er auch mal was machen kann. Ich kann das bis heute nicht, ich habe einfach angst die Kontrolle zu verlieren, vielleicht wisst ihr, was ich meine.

Ich habe einfach Angst, etwas zu verlassen, was doch zu mir passt. ich spüre diese emotionale Bindung auch wenn es lange gedauert hat aber ich habe auch angst, dass ich wir uns weiter gegenseitig kaputtmachen.

zu @Angel2016 ich hoffe, dass du wieder zu dir finden kannst. Ich weiß wie schwer das ist. Wie lange wart ihr denn zusammen?
 
  • #16
Vieles was du schreibst, hätte auch von mir sein können ;) Die fehlende Liebe am Anfang, viel Streit um eigentlich "nichts", dann doch gemerkt, dass da mehr ist....nur leider viel zu spät. Auch er war nicht fehlerfrei und hat letztendlich mein Vertrauen missbraucht. Haben darüber geredet, wollte uns nochmal eine Chance geben. Merkte aber, dass ich damit nicht klar kam, dass es für mich noch nicht geklärt ist und sprach das Thema wieder an. War ihm dann zu viel, nervte ihn und letztendlich beendete er es. Hatte keine Lust mehr auf den "Stress". Auch er gab mir die Schuld an seinem Verhalten. Wir hätten uns wohl auch nur weiter kaputt gemacht.
Wir waren 2,5 Jahre zusammen.
 
A

Allegria

Gast
  • #17
Es liegt sicher nicht nur an Dir und nicht nur an ihm, ihr habt beide Anteil daran. Und es ist - so lässt es Dein letzter Beitrag erkennen - viel Angst, viel Vergangenheitsballast, viel Ringen im Spiel. Ein Egoproblem ist es nicht im plakativen Sinne, dafür scheinen Deine Verlustängste zu tief, doch dass Du um eine Beziehung gerungen hast, bei der offenbar nie eine tiefe Liebe von euch beiden aufeinander getroffen ist und Du heute sagst, dass Du spürst, dass da "was ist" - was Du noch immer nicht wagst Liebe zu nennen und in seiner unkonkreten Geste nicht so tiefgründig wirkt, führt doch etwas wieder auf Dein Ego zurück, das vielleicht nicht sehen möchte, dass die Chancen schon viel früher verspielt worden waren, durch Dich - wenngleich er auch seine Grenzen bis heute nicht offen zeigt und fair mit Dir umgeht. Ob Du mit Deiner Andeutung des Saufens sagen wolltest, dass er ein Alkoholiker ist? Oder nur mal am Wochenende mit seinen Kumpels über den Durst getrunken hat, nachdem Du ihn nicht hast gehen lassen?, ist mir jetzt nicht klar geworden. Das kannst Du vielleicht noch klarstellen. Es ist nicht leicht loszulassen, aber es scheint der einzige richtige Weg zu sein. Ihr habt von Anfang an nicht richtig gut zueinander gepasst und erst wenn Du Dich löst, wirst Du frei für eine Beziehung, die zu Dir passt.

Ich wünsche Dir viel Kraft, Mut und Glück!
 
  • #18
ich spüre diese emotionale Bindung auch wenn es lange gedauert hat
Jetzt fühle ich mich, sorry, veräppelt.

Eine emotionale Bindung ist kein Grund, eine destruktive Beziehung fortzuführen!

Ich habe noch heute, viele viele Jahre nach der unschönen Trennung, eine emotionale Bindung zum Ex! (Es sind allerdings Kinder im Spiel.)

Ich hatte mal nach einer Trennung noch eine so starke Bindung, dass ich alles träumte, was dann jeweils eintraf, dass ich.. ach ich will es nicht ausführen.

Ich glaube, mann braucht nicht mal wirklich tiefe Gefühle, um eine emotionale Bindung zu einem Menschen zu entwickeln, mit dem man länger zusammenlebt und mit dem man viel erlebt.

Und es ist auch normal, dass die Bindung nach der Trennung noch eine Weile fortbesteht. Auch deswegen sollte man sich ja erst mal Zeit zur Verarbeitung nehmen.
 
  • #19
Erstmal ging es mir das saufen am Wochenende. Er trinkt gerne mal mehr aber das nur am Wochenende. Ich fand es zu viel. Habe ihm gesagt dass ich das nicht möchte und dass er doch bitte am Wochenende zu einigen Freunden nicht hingehen solle. Er hatte demnach natürlich keine Lust mehr und für ihn hat es sich wie verbieten angefühlt. Er hat viele Hobbys. Ist viel beschäftigt, ist ja auch alles ok. Ich verstehe mich selber nicht, warum ich ihn da oft in die Ecke drängen wollte.

Mich verletzt halt auch unheimlich die Sache mit den anderen Frauen. Klar ist, funktioniert eine Beziehung, kommt weder Mann noch Frau auf solche Ideen. Aber die Grenze würde iWie übersprungen.

Als wir getrennt waren, war es nicht das Gefühl des alleinseins. Ich habe gemerkt, dass die Gefühle der Grund waren, warum ich ihn so vermisse. Ja, ich nenne es auch liebe. Wenn das nicht so wäre, dann würde ich mich ja die ganze Zeit nur belügen...

Vielleicht definiere ich Liebe auch einfach anders. Das mag zwar komisch klingen aber es ist jetzt nicht wie mit 15 (ich bin jetzt 25) totale Schmetterlinge etc. Ich betrachte das eher erwachsen. Ich freu mich natürlich, wenn ich ihn sehe, wenn wir Urlaub machen auch der Alltag ist schön. Wir haben nach Häusern geguckt und er meinte dass er sich das alles mit mir vorstellen kann. Vielleicht ist deswegen die Sache mit den anderen Frauen so unbegreiflich für mich.
 
  • #20
Ähm, versteh ich das richtig?Du nörgelst und zickst, er sieht sich nach anderen Frauen um und ihr schaut euch Häuser an?Ist das dein Ernst?
Ganz ehrlich, das muß ich nicht verstehen.
Warum arbeitet ihr nicht erstmal an eurer Beziehung?
Dich verletzt die Sache mit den Frauen?Hast du nicht das Gefühl, das du ihn mit deinem Gezicke dahin treibst?Wie oft hast du ihn mit deinem Verhalten verletzt?
Sorry,aber so wie ich es lese ist die ganze Geschichte zum Scheitern verurteilt.
Meine Meinung.
 
  • #21
Erstmal kann ich dich verstehen oder eure Meinungen. Natürlich habe ich meinen Großteil dazu beigetragen, dass er sich anders orientiert. Ich frage mich aber gleichzeitig, warum er sich nicht getrennt hat. Was hat er sich dadurch erhofft? Ich versuche jeden Tag weniger zu meckern, darauf einzugehen aber bei den kleinsten Dingen gibt es schon Streit... ich versuche wirklich alles. Er erklärt mit die Situation dann so dass er keine materialistischen Dinge, wie kochen oder aufräumen braucht, sondern einfach eine liebevolle Freundin, Die ihn machen lässt. Er sagt ich halte ihn klein und gebe ihm nicht das Gefühl, dass er auch mal Mann sein kann
 
  • #22
Ich frage mich aber gleichzeitig, warum er sich nicht getrennt hat. ... Ich versuche jeden Tag weniger zu meckern, darauf einzugehen aber bei den kleinsten Dingen gibt es schon Streit... ich versuche wirklich alles. Er erklärt mit die Situation dann so dass er keine materialistischen Dinge, wie kochen oder aufräumen braucht, sondern einfach eine liebevolle Freundin, Die ihn machen lässt. Er sagt ich halte ihn klein und gebe ihm nicht das Gefühl, dass er auch mal Mann sein kann
Da hast du doch deine Antwort! Du versuchst doch immer mehr, möglichst perfekt zu funktionieren für ihn. Er will 'ne liebevolle Freubndin fürs bett und ansonsten aber ungestört sein Ding machen dürfen - auch mit anderen Frauen, wenn es ihm beliebt. Du bist geradewegs dabei, ihm dieses Paradies zu bauen. Nur lieben wird er dich dann immer noch nicht. Aber warum sollte er sich trennen? Für ihn läuft es doch in die richtige Richtung.
Eure "Beziehungshistorie" liest sich so unsagbar schwer und anstrengend - da vergeht einem schon beim lesen jegliche Lust auf Beziehung. Ihr KÖNNT NICHT miteinander - und WOLLT NICHT ohne einander. Da liegt der hase im Pfeffer. Ihr passt nicht zueinander und wollt das aber partout nicht wahrhaben. Vor allem du nicht. Du merkst doch, dass dir diese Beziehung nicht gut tut - aber du hältst stur daran fest. Dannleide halt weiter und lass dich kaputt machen. m44

P.s. Die Fragen nach dem "warum" wer was tut oder nicht tut, sind sehr häufig reine Vermeidungsfragen. Man kann sich dann in endlosen Spekulationen darüber ergehen und muss sich nicht mit den unangenehmen, aber wichtigeren Dingen befassen. Nämlich: was will ich wirklich? Wie bekomme ich es? Hat das ganze überhaupt eine Zukunft? Was kann und muss ich tun, damit es mir wieder besser geht? WIE trenne ich mich gegebenenfalls? wie könnte mein Leben ohne ihn aussehen? Was kann ich tun, damit mein Selbstwert wieder steigt? etc etc.
 
  • #23
Ich glaube du hast das etwas missverstanden. Er ist schon derjenige der mich liebt. Das weiß ich. Das merke ich. Deswegen kann ich den ersten Teil nicht nachvollziehen.

Ich halte daran fest weil ich weiß dass ich mit jedem anderen Mann aufgrund meiner Vergangenheit die gleiche Erfahrung machen werde. Genau wie auch in den Beziehungen zuvor. Es mag komisch klingen aber das ist meine Erklärungen, die ich auch nicht versuche zurecht zu legen
 
  • #24
Ich halte daran fest weil ich weiß dass ich mit jedem anderen Mann aufgrund meiner Vergangenheit die gleiche Erfahrung machen werde. Genau wie auch in den Beziehungen zuvor. Es mag komisch klingen aber das ist meine Erklärungen, die ich auch nicht versuche zurecht zu legen

Du missbrauchst ihn anstatt an dir zu arbeiten und fragst, warum er sich nicht trennt? Na weil er dich liebt, eben. Ein Mensch, der liebt, hofft, dass du ihn irgendwann auch lieben wirst. Er verharrt in dieser Hoffnung bis er vor die Hunde geht. Er sagt dir auch noch, was ihn verletzt aber anstatt darauf einzugehen ist es dir total egal und du machst weiter, nach dem Motto, es gibt eh keine Konsequenzen für dich.
Hättest du einen Funken Anstand würdest du dich selbst trennen und alleine deinen Mist aufarbeiten. Aber dir gefällt es, an ihm alles auszulassen was in dir angestaut ist und deine Macht auszukosten. Das ist ein derart mieser Charakterzug, dies mit voller Absicht zu tun und mit dem Wissen darüber, was es mit ihm macht, dass es noch mieser kaum geht.
Mir fehlen die Worte angesichts dieser völlig abgebrühten Eiseskälte.
 
  • #25
Ich halte daran fest weil ich weiß dass ich mit jedem anderen Mann aufgrund meiner Vergangenheit die gleiche Erfahrung machen werde. Genau wie auch in den Beziehungen zuvor. Es mag komisch klingen aber das ist meine Erklärungen, die ich auch nicht versuche zurecht zu legen

Doch , Du legst es Dir zurecht.
Du schreibst anfänglich, Du möchtest an Dir arbeiten.
Gleichzeitig postulierst Du als Fakt, dass sich nie etwas ändern kann und wird aufgrund Deiner Vergangenheit.
Damit ist daran arbeiten sinn- und zwecklos, keine Bereitschaft erkennbar.

Du willst Dich, Dein Verhalten nicht verändern, nimmst die Vergangenheit als Rechtfertigung.

Für seine Vergangenheit kann man nicht zwangsläufig etwas, aber man ist dafür verantwortlich, wie man seine Zukunft gestaltet.
So ist sehr bequem und, wenn andere darunter leiden, egoistisch und rücksichtslos.

Dein Partner liebt Dich, Du machst ihm das Leben richtig schwer und sagst, das ist so, weil ich mich so verhalte und auch künftig so verhalten werde, wofür ich aber nicht verantwortlich bin, sondern negative Erfahrungen aus der Vergangenheit?

Das ist billig.
Er hat seinen Anteil an Verantwortung, er müsste Dein Verhalten nicht akzeptieren.

Aber Du?
Arbeite an Dir wirklich und ernsthaft, stelle Dich Deinen Themen, suche Dir gute professionelle Unterstützung. Das kann dauern, unangenehm, schmerzhaft sein, aber willst Du wirklich so weiterhin leben, Dich in dieser Art Komfortzone im Leiden einrichten?
 
  • #26
Ich frage mich aber gleichzeitig, warum er sich nicht getrennt hat. Was hat er sich dadurch erhofft?

Platt und pragmatisch formuliert: Warmwechseln ist praktischer als Alleinesein. Die Zicke kann Mann abstoßen, wenn sich was Passendes Neues findet. Wie machen es Frauen mit Kindern in einer Ehe? Die trennen sich auch nicht, solange es irgendwie auszuhalten ist und sich kein besserer Ersatz anbietet.
 
  • #27
Also: ich arbeite schon lange an mir in Form einer therapeutischen Maßnahme. Ich weiß, wo meine Fehler liegen aber es klappt halt nicht alles perfekt. Es gibt immer Rückschläge. Ich vermisse diese Partnerschaft, bei der man liebevoll miteinander umgeht. Kaum gibt es Stress, wird einer anderen Frau geschrieben. Ich hab das Gefühl, dass er mich mit den Problemen alleine lässt. Ich kann nicht erwarten, dass er sich von mir klein machen lässt und daraufhin meine Hand hält und sag dass wir das zusammen schaffen. Ich finde aber schon, dass man auch erkennt, dass ich an mir arbeiten will und Hilfe suche.

Ich verstehe eben nicht warum die kleinsten Sachen zu einer großen Explosion führen und trotz Hilfe habe ich Angst dass wir das nicht mehr hinbekommen. Auch weil ich durch die Aktion kein Vertrauen mehr habe. Er natürlich auch nicht wenn ich immer wieder sage dass ich mich ändere, dann aber nix passiert.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #28
Ich verstehe eben nicht warum die kleinsten Sachen zu einer großen Explosion führen

Weil du ihn nicht liebst. Das ist normal denn da stört einen alles selbst wenn man keine Vorgeschichte hat. Die Vorfälle sind nur die willkommenen "Ausreden", ihm mal wieder eine reinzuwürgen, man hat dann ja einen Grund... Ich hatte eine Kollegin, die mir mal erzählt hat, sie wurde aggressiv beim Anblick ihres Mannes wegen der Art, wie er gegessen hat!!! Da hasst man quasi dann alles.
Trenn dich von ihm, arbeite an dir und warte bis du jemanden triffst, den du ehrlich liebst und umgekehrt. Alles andere bringt doch nichts. Ihr verletzt euch gegenseitig und das wird- je mehr Zeit vergeht und die Vorfälle und Verletzungen sich häufen - nicht besser, sondern schlimmer.
Das willst du zwar nicht hören aber gegen nicht vorhandene Liebesgefühle hilft keine Therapie.
 
  • #29
Naja aber es ist nicht so dass ich ihn gar nicht liebe. Es sind Gefühle da. Aber durch die Streitigkeiten gehen sie eben auch sehr schnell weg und sie leiden darunter. Deswegen bin ich ja so hin und her. Weil ich nicht weiß, ob es noch eine Chance gibt und wenn ja, wie man sie am besten gestalten kann
 
A

Allegria

Gast
  • #30
Dann ist es trotzdem der konstruktiveste Vorschlag, sich zusammenzusetzen und zu klären, ob BEIDE diese Beziehung aufrecht erhalten wollen und ob BEIDE so starke Gefühle füreinander haben, dass es da eine realistische Chance gibt. Die kann es nur mit einer lange, ehrlichen und offenen Aussprache geben, in der Du genauso Farbe bekennen musst wie er. Und solltet ihr das tatsächlich wollen, dann empfehle ich Euch auch Limits zu setzen, also was definitiv gar nicht mehr geht, wie ihr euch einander helft, wann ihr euch das nächste Mal ganz bewusst zusammensetzt, um über die Zeit seit der Aussprache zu reden und zu sehen, ob ihr das hinkriegt. Das ist sehr pragmatisch, aber vielleicht der einzige Weg. Rauft Euch zusammen, wenn ihr Euch liebt. Aber liebt ihr Euch? Liebst Du ihn? Das ist die Frage. Wie oft liest man hier irgendwo "es bestehen Gefühle" - das ist viiiieeeel zu wenig. Gefühle habe ich auch, wenn mein Lieblingsgericht vor mir steht oder wenn ich meine Mutter besuche. Gefühle auf einer noch nicht so tiefen Ebene lassen sich im Grunde schnell zu einem Menschen entwickeln. Gefühle hat man in langen Beziehungen z.B. allein schon aus der Gewohnheit. Doch Liebe darf nicht mit Vertrautheit verwechselt werden, auch wenn es einen Zusammenhang gibt. Es bleibt die Frage: Liebst DU ihn? Fühlst Du Liebe, im Sinne eines tiefen, großen Gefühls, trotz dem Leid - das er ja auch hat und vielleicht noch viel mehr. Wenn du ihn liebst, dann würde Dir vieles vielleicht schon nicht mehr so heftig passieren. Ich glaube, da ist das Problem! Und da habe ich so meine Zweifel...
 
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