• #61
Meine Frau und ich sind seit 37 Jahren ein Paar. Wir haben uns in der Schule verliebt und sind es bis heute. Meine Frau war und ist sehr schön und eine wundervolle erotische Partnerin. Wir haben "im Bett" sehr viel Freude aneinander und erleben beinahe immer ekstatischen Sex. Sie ist erotisch für mich, weil sie als schöne Frau auch noch intelligent und selbstbewusst ist.

Das ist die ganze Weisheit: Meine Frau gehört zu den 5% "Traumfrauen", die alle anderen Männer gern hätten. Sie übertrifft einfach die "Konkurrenz" und es ist nicht meine Charakterfestigkeit oder eine Moral, die mich vor dem "Fremdgehen" bewahrt - sondern meine Liebste mit ihrer Schönheit, Anmut und Freundlichkeit. Das ganze moralische christliche Gelaber von "Treue" halte ich für Heuchelei, bestenfalls hat es eine therapeutische Funktion für abhängige Menschen, um kurzfristige Dummheiten zu verhindern oder das Selbstwertgefühl zu stabilisieren. Ich werde regelmäßig von Leidenschaften für andere attraktive Frauen gepeinigt und bin so glaube ich, sehr leicht verführbar. Zum Glück wollen die meisten gar nichts von mir. Die wenigen, die vielleicht etwas von mir wollen, sehen nur die Leidenschaft für meine Frau und wissen nicht, was ich mir mit Ihnen vorstelle. Zudem würde ich nie Frauen ansprechen, die in meinem sozialen Umfeld vorkommen - so was von peinlich und sinnlos! Ich bedarf keiner Anerkennung durch andere Frauen, weil mir meine Frau das gibt - so suche ich auch nicht exzessiv und baggere keine Frauen an. Die Wahrheit ist wohl auch: Zwar halte ich mich für einen sportlichen und sympathischen Mann, sehr groß, schlank und jungenhaft aussehend, aber ich bin nicht "schön" und überfordere die meisten Frauen (auch Männer, nur die stehen hier nicht zur Debatte) intellektuell und schrecke sie so ab.

Meine Frau ist auch durch meine Liebe so attraktiv, so wie ich ohne sie gleichermaßen nicht so ein attraktiver Mann wäre. Dies schafft die gemeinsame Biografie, das partnerschaftliche Kapital, die Geborgenheit und Sicherheit. Dadurch entsteht der Wert einer langen Beziehung, der dann hoffentlich auch die Belastungen des gemeinsamen Alterns übersteht. Denn das ist meine wirkliche Angst, dass wir das Begehren aneinander verlieren, weil wir alt werden. Mit Anfang 50 bin ich aber auf das Angenehmste überrascht, wieviel erotisches Vergnügen mir meine Liebste schenkt. Außerdem sind unsere Kinder erwachsen, das Haus bezahlt und der Beruf macht Spaß und wirft genug Geld ab.
 
  • #62
Auch zur Gesellschaft noch einen Satz: Wenn eine Gesellschaft glückliche Menschen haben will, dann braucht sie diese erotisch glückliche Menschen - es gibt kein größeres Glück als dieses. Eine Beziehung aber, die durch ständige soziale und finanzielle Sorgen belastet ist, kann nicht glücklich sein. Menschen, die durch verschiedene Formen von Gewalt und Diskriminierung schikaniert werden, können nicht glücklich sein. Diese Menschen wenden sich, statt sich gegen die politischen Ursachen ihrer sozialen Diskrimierung zu wenden, leider sehr häufig gegen die Menschen auf die sie zählen sollten - ihre erotischen Partner, Ihre Vertrauten. Dass ich davon einigermaßen frei bin, hängt ganz wesentlich von meinem Wohlstand ab. Zufällig habe ich davon ein Stück abbekommen. Für sehr viele Paare aber ist diese Gesellschaft aus ökonomischen und politischen Gründen vollkommen liebesfeindlich und unerotisch. Natürlich ist konkret jede Frau und jeder Mann selbst für sich und sein erotisches Glück verantwortlich, aber Geldsorgen und Konkurrenz dringen in jede noch so gute Partnerschaft ein und können sie zersetzen.
 
  • #63
Die Ehe meiner Eltern und meines Bruders, auch meiner Freundinnen sind Beispiele einer lebenslangen Ehe und kennenlerneten sie sich mit Anfang 20. Natürlich ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen, aber statt fremdgehen und mal warmwechseln oder den Problemen des Alltags aus dem Wege gehen, reden diese Paare miteinander und versuchen gemeinsame Wege zu finden, Wege aus einer Disharmonie in die Harmonie und finden sie auch, weil sie sich viel bedeuten und sich lieben.