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  • #1

Ist es unfair im Arbeitsalltag die Frauenkarte zu ziehen?

Ich (32/m) begleite eine Führungsfunktion in einem vorwiegend männlich-akademisch geprägten Unternehmen. Ab und an bin ich gezwungen, Frauen einzustellen. Das ist immer schwierig, weil diese sehr oft die "Frauenkarte" ziehen, um die Dinge zu bekommen, die sie haben wollen. Dies äußert sich meist daran, dass sie die Männer im Team kirre machen, damit diese am Ende die Arbeit machen, für die diese Frau eigentlich vorgesehen waren. Leider scheint das eher die Regel, als die Ausnahme zu sein. Gleichzeitig halten sie meiner Erfahrung nach auch Druck nicht so aus. Nun ist es keine Lösung, Frauen von vornherein auszuschließen, aber sie machen meine Teams einfach ineffizient. Was kann ich tun?
 
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  • #2
Nichts - solange die Emanzipation einseitig bleibt, kannst du gar nichts tun, weil dir sonst sofort das Fell über die Ohren gezogen wird.

Erst wenn allgemein und besonders von den Frauen akzeptiert wird, dass sie sich nicht nur die Rosinen aus der Emanzipation picken können, und gleichzeitig allgemein anerkannt ist, dass "Gleichberechtigung" nicht "Gleichheit" ist.

Ich sehe allerdings nicht, wann das in naher Zukunft sein könnte ...
harre der Hyänen, die gleich hier über mich herfallen werden!
 
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  • #3
Hallo Fragesteller, ich kenne die Situation auch, da ich seit vielen Jahren ein Unternehmen leite und Personalverantwortung habe. Eines habe ich gelernt, dass man die Mitarbeiter von Geschlecht her ausgewogen halten sollte. Ein Übergewicht in die eine oder andere Seite führt zu Problemen. Dein Thema ist mir auch schon öfters unter gekommen. Hier bist Du gefordert, sehr frühzeitig die Grenzen zu ziehen. Wenn dir so etwas auffällt, bitte die Dame zu einem Einzelgespräch und sage ihr ganz deutlich, was Sache ist. Sage ihr auch ganz genau, was Du von ihr verlangst und wenn es zu arg kommt, dann lasse dir regelmäßig ihre Ergebnisse reporten.
Wenn Sie weitermacht, dann zeige ihr auch die Konsequenzen von Abmahnung bis zur Entlassung. So weit habe ich zum Glück dann doch nicht gehen müssen, würde es aber jederzeit tun, wenn es notwendig ist.

Andersherum schreibst Du, dass Du in einem sehr männerlastigem Unternehmen arbeitest. Bei dieser Konstellation wirst Du immer mit der Situation konfrontiert sein. Ein positiver Effekt wäre das Einstellen von drei - vier Frauen, dann wird die Konstellation gesünder und alles etwas entspannter. Die sind dann auch ein bisschen mehr mit sich beschäftigt und das schafft etwas Ruhe :).

Trotzdem konsequent aber fair sein. Und wenn einer deiner männlichen Mitarbeiter kirre wird, steh es dir durchaus frei, ihn in den A... zu treten. Dein Job.
 
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  • #4
Lieber Fragesteller: Vielleicht kannst Du mal etwas deutlicher definieren, was man sich unter dem Satz: "Ich begleite eine Führungsfunktion......" vorzustellen hat? Kann man eine "Funktion" überhaupt begleiten?

2. Frage: Du bist "gezwungen" Frauen einzustellen?

Ich war rd. 25 Jahre leitende Angestellte in der Funktion einer Personalleiterin eines global aufgestellten deutschen Großbank (rd. 150.000 Mitarbeiter/-innen), muss aber ganz ehrlich gestehen, dass mir Deine Wortwahl ein wenig fremd ist. Generell ist es die Aufgabe eines Personalleiters (aber das scheinst Du mir offenbar nicht zu sein, oder?), Probleme in der Zusammenarbeit im Team durch Gespräche zu lösen. Teamwork und Teamfähigkeit sind die Zauberworte. Wer das in der heutigen Zeit nicht begreift, muss damit rechnen, eine Abmahnung z.B. w/ Störung des Betriebsfriedens zu erhalten (sofern der Betriebsfrieden gestört wird!).

Vielleicht wäre es ganz gut, wenn Du mal anhand eines konkreten Beispiels erklären würdest, warum Frauen Teams ineffizient machen? Sie nicht mehr einzustellen, ist nicht nur "keine Lösung" wie Du schreibst, sondern fällt unter Diskreminierung der Frau aufgrund ihres Geschlechtes und das ist bekanntlich strafbar.

Ich weiß zwar nicht, welchem Druck ie Menschen in Deinen Teams ausgesetzt sind, weiß aber aus langjähriger Erfahrung, dass Frauen sehr oft -trotz einer 60-Std. Woche (nämlich in Führungspositionen) noch locker anschließend den Haushalt und ggfs. noch Kinder versorgen. Insofern kann ich auch diese Aussage überhaupt nicht nachvollziehen.

Aber Du wirst Dich sicherlich noch einmal melden und uns Näheres schreiben, denke ich.
 
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  • #5
Was mich interessieren würde: Du schreibst, du MUSST Frauen einstellen. Das klingt so, als ob du lieber Männer einstellen würdest.
Macht mich schon stutzig, da ja für die Besetzung einer freien Stelle eigentlich die Qualifikation und nicht das Geschlecht ausschlaggebend sein sollte. Deine Aussage klingt so, als ob du Frauen von vorne herein diese Qualifikation absprichst. Deine Einstellung klingt sehr frauenfeindlich und ich kann mir gut vorstellen, dass diese Einstellung das Arbeitsklima verschlechtert. Eine Frau merkt immer, dass sie nur geduldet ist und um ihre Stellung im Team kämpfen muss um nicht zum Kaffeekochen abgestellt zu werden.
Führungsqualität ist gefragt, dann klappt es auch mit den Frauen.
Ich kenne einige männliche Teams, die super gut mit den eher seltenen Frauen auskommen. Wenn die Aufgaben klar festgelegt sind und der Arbeitnehmer als MENSCH und nicht als Mann oder Frau gesehen wird.
Es gibt sicher tolle Fortbildungen in Sachen Menschenführung, spring doch mal über deinen Schatten.
 
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  • #6
Ein Team mit Frauen und Männer finde ich gut als Ausgleich. Ich habe bei mir nur eine Frau und sonst sind es Männer in meinem Team. Doch ich hatte die umgekehrte Situation auch schon.

In deinem Fall würde ich die jeweilige Frau persönlich ansprechen und fragen, weshalb sie ihre Arbeit nicht selber macht sondern anderen übergebt, was dir aufgefallen sei.

Auch kannst du das so handhaben, dass wenn sie nicht weiter kommt oder es ihr zuviel wird, direkt zu dir zu kommen und dass ihr die Arbeit zusammen anschaut.

So werden sie die Arbeit weniger abgeben denke ich. Ein Versuch ist es wert.

Ich hatte das so nie erfahren, im Gegenteil, meisten halfen Frauen den Männer...ausser als ich im Team war früher da war ein Mann, der freiwillig mir immer helfen wollte ich das aber nicht zuliess.

Gruss
w40
 
  • #7
Die TITELFRAGE lautet: "Ist es unfair, die Frauenkarte zu ziehen?"

Diskutiert werden soll hier also, ob es von den FRAUEN unfair ist, im Berufsalltag "die Frauenkarte" zu ziehen, und außerdem WIE ER das verhindern kann, oder wie er es abstellen kann, wenn es doch passiert. Diese Frage ist interessant und relevant. Es ist nicht Aufgabe dieses Threads, Männerbashing zu betreiben oder den Fragesteller zu diskreditieren. Wer auf die Titelfrage nicht antworten möchte, sollte es einfach sein lassen.

Lieber Fragesteller! Du hast recht, dass es gerade in den unteren Ebenen öfter weibliche Mitarbeiter gibt, die unangenehme Aufgaben mit einem Augenaufschlag versuchen, an männliche, gleichrangige Kollegen quasi zu deligieren. Sie kommen durch Koketterie auch öfter damit durch, bestimmte unbeliebte Aufgaben gar nicht zu machen. Diese Fakten kann ich aufgrund eigenen Erlebens voll bestätigen. In gehobenen Ebenen verhalten sich Frauen deutlich seltener so, aber selbst dort kommt es gelegentlich vor. Ich finde das persönlich auch widerlich. Keine Frau sollte sich so unsozial verhalten, den Ruf der Frauen damit schädigen und sich vor ihren Verpflichtungen drücken.

Es gibt genug Führungsseminare, auf denen Führungskräfte lernen können, solche und andere, vergleichbare Situationen zu lösen. Diese Aufgaben können wir hier nicht leisten. Eine wichtige Komponente sind aber ganz klare Mitarbeitergespräche schon in der Einarbeitungsphase: Es müssen klare Aufgaben übertragen werden, es muss die Anweisung herrschen, die übertragenen Aufgaben auch persönlich auszuführen und bei besonders "delegationsgefährdeten" Aufgaben kann auch im voraus, spätestens aber nach der ersten Beobachtung, unter vier Augen deutlich gemacht werden, dass jeder Mitarbeiter alle Aufgaben zu bewältigen hat und ein Drücken oder Deligieren nicht akzeptiert wird. Hier ist Einfühlungsvermögen und Respekt wichtig. Der Vorgesetzte muss akzeptiert und befolgt werden. Hier setzt man gleich zu Beginn die Maßstäbe. Bei unteren Ebenen kann man auch klare Tagesarbeitsanweisungen und Aufgabeneinteilungen verkünden und muss dann eben mal etwas enger führen. Bei mittleren Ebenen sollte die reine Anweisung genügen.

Ein "kirre machen" von männlichen Teammitgliedern ist niht akzeptabel. Hier kann und muss man als Führungskraft rechtzeitig einfühlsam, aber deutlich, eingreifen und klarmachen, wo die akzeptabele Grenze liegt.

Alles in allem: Ja, solche Frauen gibt es, aber diese Probleme lassen sich lösen.

Außerdem sind ja weiß Gott nicht alle Frauen so und genau dazu gibt es auch die Probezeit. Wer sich in den ersten sechs Monaten nicht ins Team eingliedert, sondern sich dann schon vor bestimmten Arbeiten drückt, muss eben wieder entlassen werden. Das ist doch ganz normales Verhalten in der Industrie.
 
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  • #8
Eine Nachfrage: Hast du nun eine Führungsposition oder begleitest du nur einen Führenden bei seiner Position? Da ist doch ein deutlicher Unterschied, denn im letzteren Fall hättest du nur eine vielleicht beratende Funktion und könntest deinen Vorgesetzten die Sache entscheiden lassen.
Musst du bei der Besetzung von freien Stellen die sog. Frauenquote einhalten?
 
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  • #9
Es war wieder mal völlig klar, dass bei diesem Thema die Gender-Keule herausgeholt wird... Das ist einfach ermüdend - immer wieder dieselbe Leier.

Wir sollten akzeptieren, dass es geschlechterspezifische Unterschiede gibt und aufhören, diese wegdiskutieren, wegcoachen oder wegtrainieren zu wollen. Das klappt nie und nimmer und bleibt eine Selbsttäuschung.

Ich selbst habe zwar keine Personalverantwortung, arbeite aber seit ca. 10 Jahren in einem Großraumbüro mit einem deutlichen "Frauenüberschuss". Es wiederholt sich immer wieder dieselbe Beobachtung: Frauen nutzen ihre "Reize", um das zu bekommen, was sie wollen (etwa Hilfe bei der Arbeit, Beförderung etc.) und... Es klappt! Und solange das klappt, wird das auch so bleiben! "Eignung" oder "Können" sind bei weitem nicht die einzigen und nicht mal die hinreichenden Kriterien für eine Beförderung. Gilt übrigens für beide Geschlechter.

Man müsste sich eher mal fragen, warum die Männer, die ja noch immer die meisten Führungspositionen innehaben, auf diese "Weibchen-Masche" hereinfallen. Sicherlich wird der eine oder andere seine "Vorteile" daraus ziehen aber das werden wohl eher die Ausnahmen sein.
Solange die Frauen, den Fortpflanzungstrieb des Mannes für sich instrumentalisieren können, werden sie es tun. Warum sollte es auch anders sein, wenn es doch so einfach geht??

Also liebe Männer und liebe Frauen: Hört auf euch etwas vorzumachen. Es gibt geschlechtsspezifische Unterschiede und geschlechtstypische Verhaltensweisen. Es gibt tiefgreifende Unterschiede zwischen Mann und Frau, im Denken, Fühlen, in der Wahrnehmung.
Und hört auf, auf dieser armen "Emanzipation" herum zu reiten. Das ist ein Konstrukt, ein Wunschtraum, der seine Ziele auf diese Art und Weise wohl kaum je erreichen wird.

m37
 
  • #10
@#8: Ja, volle Zustimmung! Es gibt in der Tat geschlechtsspezifische Unterschiede und geschlechtstypische Verhaltensweisen. Es gibt tiefgreifende Unterschiede zwischen Mann und Frau, im Denken, Fühlen, in der Wahrnehmung. Du hast wirklich die richtigen Worte gefunden!

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Das lässt sich nicht ändern und das sollte sich auch gar nicht ändern. Solange Männer und Frauen ihre geschlechtstypischen Fähigkeiten im Sinne des Unternehmens einsetzen, dürfen sie auch aufgrund dieser Fähigkeiten gefördert werden. Es ist die Verblendung der Emanzipation, dass die Geschlechter gleich sind. Sie sind es nicht und genau das bietet ja auch viele Vorteile!

Dort, wo es Nachteile mit sich bringt, muss eben durch gute Führung und klare Anweisungen dagegen vorgegangen werden. Gleichzeitig muss die totale Gleichmacherei aber vermieden werden und müssen stattdessen die Vorteile der beiden Geschlechter genutzt werden.
 
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  • #11
Es ist vielfach erwiesen, dass Gruppen mit einem gewissen Frauenanteil am besten funktionieren. Den genauen Anteil weiß ich nicht mehr, etwas weniger als die Hälfte, da Männer sich in der Unterzahl gleich bedroht fühlen. So viel dazu, dass Frauen keinen Druck aushalten. Wir sind im Berufsleben so gut wie immer in der Unterzahl. Männer neigen dazu eigene Seilschaften zu bilden, da wird man als Frau ja geradezu gezwungen die Frauenkarte zu ziehen um nicht komplett unterzugehen. Aus meinem eigenen Berufsleben kenne ich sowohl Männer als auch Frauen, die es geschafft haben ihre eigene Arbeit von anderen, unabhängig von deren Geschlecht machen, zu lassen.

Finanziell gesehen, sollte man nur Frauen einstellen. Wir verdienen schließlich bei gelicher Leistun 23% weniger und verlangen viel seltener Erhöhungen. Und wenn es nur Frauen im Unternehmen gibt, dann funktioniert die Frauenkarte auch nicht mehr....
Das kann natürlich nicht die Zukunft sein, aber es gibt wirklich so ein Unternehmen der Hauptsitz der Reederei MSC in der Schweiz und sie läuft super und der Chef/Eigentümer ist ein Mann.

Ich denke es ist die Aufgabe der Führungsperson, also Deine (ich denke mal mit begleiten meintest du bekleiden) ein funktionierendes Team zusammenzustellen und Probleme zu erkennen und zu beheben. Die Tatsache, dass Du den Frauen pauschal die Schuld gibst, läßt mich allerings an Deiner Reife zweifeln.

Eine kleine Anekdote aus meiner Vergangenheit. Ich habe mal als einzige Frau in einem Team mit 15 Männern gearbeitet (Breich Finanzen). Da ich die einzige Frau war, viel es mir viel schwerer in der Masse zu verschwinden, auf mir lag immer viel mehr Fokus, was mal gut, mal schlecht war.
Irgendwann sollte ein Azubi eingestellt werden und mein Vorgesetzer wollte die Frauenquote erhöhen. Also kam er mit einem Mädchen von 20 an, groß, schlank, lange blonde Haare, blaue Augen. Alle Männer waren hin und weg (sie hat sich ganz normal verhalten und gekleidet und für ihr Aussehen kann sie nichts - so viel zu kirre machen). Alle wollte sie haben. Ich war die Einzige die sicher war, dass diese Faru eigentlich etwas ganz anderes sucht und wir nur die Lücke füllen sollen. Daraufhin war ich stutenbissig und einfersüchtig ung mßgünstig und neidisch und und und. Sie wurde eingestellt, 2 Monate eingearbeitet und dann hat sie gekündigt, weil sie eine Ausbildungsstelle bei Douglas bekommen hatte..... Hätte die Männer ein bißchen mehr mit ihrem Kopf gedacht, wäre das nicht passiert. Dem Mädchen, deren Alternative gewesen wäre auf der Strasse zu stehen, kann ich keinen Vorwurf machen, auch wenn ihr Verhalten sicherlich nicht toll war.
 
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  • #12
Frauen haben es in einem Männer dominierendem Betrieb auch heute noch schwerer sich durchzusetzen und da kann es vorkommen, dass sie ihre "Karten" ausspielen. Dem kann man mit einem guten Führungsstil entgegnen. Somit haben die Männer nicht die Chance die Frauen zu untergraben und die Frauen nicht die Chance, mit einem Augenaufschlag durch den Tag zu kommen.
Männer können oft klar und strukturiert denken, Frauen haben die nachweislich angeborene Multitaskingfähigkeit (deshalb bekommen Frauen ja die Kinder).
Nutzt man die Fähigkeiten beider Geschlechter und setzt alle im Betrieb geschickt ein, läuft der Laden einwandfrei.
Ausnahmen bestätigen die Regel, selbstverständlich, ein guter Personalchef glänzt durch die Fähigkeit der Emphathie und Menschenkenntnis.
Und bezüglich des "Kampfthemas": Mir wurde erst vor kurzem ein Mädel vorgezogen, welches an meine Erfahrung und Bildung in keinster Weise herankommt. Zwei Argumente (mindestens "C") haben gereicht. Nun gut, kommt vor, es gibt jedoch genug Firmen, in denen ein Ausgleich geschaffen wird.
Frederika, der Text unterscheidet sich von der Titelfrage indem der FS das Wort "gezwungen" verwendet und unterstellt, Frauen hielten den Druck nicht stand. Das lässt schließen, dass der FS selbst Vorurteile hat.
Deshalb, lieber FS: Übe dich selbst in Verständnis und Weitsicht.
w-30J
 
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  • #13
ch selbst hatte in meiner Abteilung immer nur gemischte Teams und es hat wunderbar funktioniert. Nicht ein einziges Mal haben Frauen ausgespielt, dass sie Frauen sind. Es wäre dann allerdings meine Aufgabe gewesen, hier sofort einzuschreiten oder -wenn ich dazu nicht in der Lage gewesen wäre- mir Hilfe von außerhalb zu holen. Diese Gesprächsführung, die sicherlich nicht einfach ist, kann man trainieren (sofern es Dein Job ist, Fragesteller. Leider kann man das aucs der schwammigen Formulierung Deiner Frage nicht entnehmen). Welche Funktion in der Firma bekleidest Du denn?
 
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  • #14
sorr, mit Verlaub: Du führst schlecht.
In Teams, die gut geführt sind, hat keiner die Notwendigkeit, irgend eine Karte zu ziehen.
Habe ein großes gemischtes Team, welches sich wirklich als Team sieht: jeder setzt sich mit seinen am stärksten ausgeprägten Fähigkeiten ein.
So sollte es sein. Mach mal ein paar Führungskräfteseminare. Dann wird das auch
M/47
 
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  • #15
@11: Was das "Vorziehen bei Beförderungen" betrifft, kenne ich vom Erzählen auch durchaus die gegenteilige Variante, insbesondere bei Behörden. Wenn man dort eine gute Beurteilung erhält, beinhaltet das zwangsweise eine Beförderung. Bei Beförderungsstops heisst das, dass dann eben nur negative Beurteilungen erstellt werden können, weil man ja keine neuen Planstellen schaffen kann. Wenn dann mal einige, wenige Beförderungen "genehmigt" werden, dann heisst es oft: "Dann müssen wir Herrn XY gut beurteilen, damit er weiter kommt. Er hat schließlich 4 Kinder."

Als ich das hörte, habe ich mich gefragt, WARUM Beamte befördert werden: Für ihre Leistung innerhalb der Behörder oder für das p.......zu Hause?"

Das wäre in wirschaftlichen Unternehmen undenkbar!
 
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  • #16
Ich würde mich an Deiner Stelle erst mal ordentlich arbeitsrechtlich beraten lassen, weil die Gefahr, daß etwas schief läuft und daß dann das Geschrei auch rechtlich da ist, ganz schön groß ist.

Ansonsten denke ich, es sind immer zwei Seiten: Erstens die machen, zweitens die etwas mit sich machen lassen und so glaube ich, daß die Schuld wohl nicht - wonach Du aber klingst - einseitig bei den Frauen liegt.

Geht es nicht mit einer Defintion der Aufgaben an die einzelnen Teammitglieder ? Sprich du sagst "Frau Müller - das ist Ihre Aufgabe" - gleichzeitig gibt es eine klare Weisung daß die Aufgaben nur von dem zu erledigen sind, der sie bekommt.

Aber ein komischer Haufen sind die Männer schon. Solange kein Weib in der Nähe ist, arbeiten sie ineffizient, sobald ein Weib da ist, erledigen sie die Aufgabe des Weibes mit. Vielleicht hilft da nur ein radikaler Umstieg ... was ist mit Teams 2:1 (also mehr Frauen als Männer) ?
 
  • #17
FS: versuche doch durch die Blume klar zu machen, dass diese Frauen offensichtlich nicht fähig sind ihre ihnen aufgelegten Aufgaben selbstständig zu erledigen und ihre Helfer anscheinend diese Aufgaben zusätzlich zu ihren übernehmen könnten.

#10: dein Beiträg ist gespickt mir feministischen Märchen und deine Fixierung auf das Geschlecht anstatt auf die Persönlichkeit sagt schon alles...

#11: noch so ein Mythos: weder Frauen noch Männer sind multitaskingfähig!
 
  • #18
ok, dann versuche ich mal einfach die Frage zu beantworten.

Ja, es ist unfair, im Arbeitsalltag die Frauenkarte (was immer das auch sein mag) zu ziehen.
Ja, es ist aber auch unfair, daß Männer Seilschaften bilden.
Ja, es ist unfair, daß Frauen für die gleiche Arbeit noch immer schlechter bezahlt werden als Männer.

Fazit: Das Leben ist nicht fair.
 
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  • #19
@16, hier #11: Nachweislich nehmen Frauen - prozentuell gesehen - mehr Dinge gleichzeitig wahr als Männer. Frauen - besonders Mütter - sind meist umsichtiger, was besonders für ein gutes Arbeitsklima hilfreich ist. Dies wird durch wissenschaftliche Tests bewiesen. Wie bereits geschrieben, Ausnahmen bestätigen diese Regel.
Alles in Allem sollte ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen, verschiedenem Bildungsstatus sowie der Altersklassen vorhanden sein. Die Jüngeren kommen mit frischen Ideen, die Älteren glänzen durch Erfahrung, und so weiter...
Ein Akademiker hat die theoretische Ausbildung, ein Handwerker packt mit an. Wenn in einem Betrieb verstanden wird, dass jeder von jedem abhängig ist, ob austauschbar oder nicht, bedeutet das Gold für die Umsatzzahlen.
 
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  • #20
@FS: Es gibt auch genau das Gegenteil, nämlich, dass Frauen erst ein Team verfolständigen, es effizienter machen. ....und von außerdem halten mE Frauen meht Druck aus, als mancher Mann. Denke, eher, dass bei Dir im Unternehmen die Angestellten schlecht ausgewählt wurden.
 
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  • #21
Ich arbeite in einer fast reinen Männerdomäne, Akademiker, Ingenieure, nur 5 % Frauen, auch in Führungspositionen. Bin selbst Dipl-Ing.
Bisher hatte ich noch nie Schwierigkeiten damit. Ich spiele irgendwelche "Frauenkarten" nicht aus, so ein Quatsch, habe ich nicht nötig. In Besprechungen geht es sehr gesittet zu, wenn Frauen dabei sind und zickig sind Männer untereinander und mir gegenüber auch nicht. Ich zicke auch nicht rum.
Wir machen unseren Job, erreichen die Ziele, die zu erreichen sind, nicht immer auf dem gleichen Weg, aber immer gleich effizient. Und ich glaube, dass wir alle voneinander pofitieren. Jedenfalls wird viel und oft gemeinsam gelacht und der Umgang miteinander ist sehr "sozial erwünscht".
Irgendwie fehlt mir das Verständnis worüber hier so aufgeregt diskutiert wird.
w,50
 
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  • #22
Vielleicht nicht unbedingt unfair, aber auf jeden Fall nervtötend.
Ich habe eine Zeitlang in einer großen Uniklinik in einem sehr gemischten Kollegenteam gearbeitet, und da gab es eine oder 2 Frauen, die so drauf waren. Der große Witz waren dann aber die paar bescheuerten Männer, die im Angesicht (oder An-Dekolleté) dieser Damen von sonst ehrgeizigen, seriösen, objektiven Wissenschaftlern zu absoluten Volldeppen mutierten. Zum Glück waren es nicht viele, und der Rest hatte was zu lachen.

@FS: zu Frauen, die die "Frauenkarte" ausspielen, gehören nun mal auch immer Männer, die sich dadurch verarschen lassen sprich deren Arbeit mitmachen. Vielleicht solltest du da mal einhaken?
 
  • #23
Lieber FS, es liegt an Dir, Fehlverhalten nicht zuzulassen. Sei es männlich oder weiblich! Sofort einschreiten, persönliches Gespräch, klare Arbeitsanweisungen ansonsten Sanktionen.

Ich halte Frauen eigentlich für belastbarer als Männer.
 
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  • #24
Lieber FS,
wer so schreibt und fragt wie Du, ist entweder keine Führungskraft oder verdankt seine Position dem Umstand, dass es noch nicht bemerkt wurde.
m
 
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  • #25
Wie sieht es denn eigentlich mit der "Männerkarte" aus. Auch Männer versuchen Frauen im Job zu manipulieren. Greifst du, lieber FS, dann auch ein?
 
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  • #26
Ob kirre machen, Augenaufschlag, ob auf Mitleidstour machen, eine kleine Träne vergiessen oder beim Chef/Rektor reklamieren...
Habe u.a. bereits über 4000 Frauen (mit Männern noch viel mehr) aller Alterstufen unterrichtet. Viele nutzen diese "Waffen" schamlos aus. Männer, Kollegen oder Schulleiter(innen), die das nicht durchschauen oder verstehen, richten mit ihrem (falschen) Handeln enormen Schaden aus.
 
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  • #27
Hier ist nocheinmal der Fragesteller. Mein Ziel in dieser Diskussion ist nicht eine Art Frauenbashing zu betreiben. Allerdings lege ich wert darauf, dass unter der Annahme geschlechtsspezifischer Unterschiede, eine ernsthafte Diskussion möglich ist.

Zu meiner Funktion, ich bin CFO eines Energie/Tradingunternehmens in London.

In den vergangenen Monaten gab es einige Umstrukturierungen, wobei mir neue Bereiche/Team zugeordnet worden worden, in denen jetzt einige Vertragsverlängerungen einiger befristeter Verträge anstanden. Die ursprüngliche Konstellation dieser Teams habe ich nicht zu verantworten. Ich kann daher erst seit zwei Wochen "führen", und geht davon aus, dass die Dinge nicht so bleiben werden. Mich enteressiert hier aber die Sicht anderer.

Sicher funtionieren gemischte Teams unter gewissen Konstellationen besser. Es wird aber niemand ernsthaft bestreiten, dass mitunter eine den geschlechtsspezifischen Qualitäten geschuldete Allokation der Mitarbeiter sinnvoll sein kann. So wird man ein Team von Bergarbeitern kaum mit mehr Frauen besetzen, ebenso eine Fallschirmjägereinheit bei der Bundeswehr. Genauso sind Männer als Kindererzieher eher selten. Wenn wir vierzig Jahre Emanzipation unterstellen, kann diese in der Mehrheit vorgefundene Allokation kein Zufall sein.

Nun zu meiner Situation: Durch die Übernahme neuer Einheiten, kann ich nicht so ohne weiteres Frauen, bei denen ich das beschriebene Verhalten festgestellt habe, aussortieren. Dies wäre nun wirklich albern. Gleichzeitig ist das britische Arbeitsrecht hier etwas anders gelagert. Soviel zu "gezwungen".

Bei Verhandlungen zu den Vertragsverlängerungen bin ich, als es zu den Vergütungen gekommen ist, mehrmals ernsthaft von weiblicher Seite angebaggert worden. Als ich dann weiterhin in meinen Augen zu große Gehaltssprünge abgelehnt habe, hatte ich sofort eine Diskussion mit dem Tenor "menschliche Enttäuschung" etc. an der Backe. Ich finde, dass geht überhaupt nicht. Sowas ist mir mit Männern noch nie untergekommen. Da ist von vornherein klar, für Leistung gibt's Kohle, für Versagen gibt's keine Kohle. Weiterhin gilt meiner Meinung nach das Abwälzen von Arbeit auf andere Mitarbeiter durch "Augenaufschlag" nicht als Leistung.

Nun gibt es im Finanzbereich auch Einheiten, die eher einer Fallschirmjägereinheit entsprechen und die eine gewisse "analytische Brutalität" erfordern damit deren Job präzise ausgeführt werden kann. Dies führt sehr leicht zu zwischenmeschlichen Konflikten, die diese Mitarbeiter dann auch aushalten können müssen. Meiner Erfahrung nach funktioniert das mit Männern besser und dementsprechend möchte ich meine Teams zusammenstellen. Auch hier finde ich es vollkommen daneben, Mitarbeiter nur aufgrund des "Augenaufschlags" in diesen Teams zu belassen, genau wir hier auch Männer aus diesen Teams entfernt werden, wenn sie die nötige Leistung nicht bringen können.
 
B

Berliner30

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  • #28
Warum müßte ihr Frauen dann überhaupt einstellen, wenn es doch nicht passt? Soweit ich weiß gibt es zum Glück noch keine Frauenquote und bis dahin finde ich es ok in sinnlosen Bereichen so eine Regel freiwillig zum eigenen Schaden nicht einzusetzen.
 
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  • #29
Hier nochmal der Fragesteller. Sorry Mädels, aber um es deutlich zu sagen, ich würde selbst keine Frauen im Finanzbereich einstellen. Das ist eher was für Männer. Im Marketing, HR oder Sekretärin ja und sehr gern, aber nicht wenn's um wirklich wichtige Dinge geht. Die Frauen, die für uns arbeiten habe ich wie gesagt, von meinem Vorgänger geerbt. Und der war da nicht so wie ich.
 
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  • #30
Schön, dass mein Arbeitsgeber da schon weiter ist. Arbeite zwar nicht in der Finanzabteilung bei uns, aber da gibt es sogar in der Bilanzbuchhaltung Frauen...
 
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