• #1

Ist es was Echtes?

Hallo,
ich hab Chaos im Kopf und im Herzen und habe hier schon nach ähnlichen Fragen / Antworten gesucht.
Situation Anrissweise mal erklärt: Ich, 12 Jahre mit M zusammen, davon 7 verheiratet, habe mich getrennt, da 5 Jahre Ehe wie WG-Leben bzw. Bruder und Schwester, unser gemeinsames 5-Jahre-altes-Kind lebt mit bei mir. Ich bin gegangen, um mir und meinem Kind ein Leben mit Raum für Liebe und Familie zu ermöglichen und nicht ein Festsitzen mit dem schönen Schein einer Familienidylle, die nicht existiert. Bin sehr viel allein gewesen, erst recht mit unserem Kind.
Habe jetzt seit geraumer Zeit einen neuen Partner, er hat ähnliches durchlebt.
Jetzt beschleicht mich das Gefühl, dass sich das ganze wiederholt. Anstatt das Zusammenspiel familiärer wird und die Ambitionen vom Anfang gemeinsam wachsen, wird alles weniger und abgeklärter. Das Zusammensein beschränkt sich auf 2 Abende die Woche, da sein Kind uns (mein Kind und mich) nicht akzeptiert und uns als Eindringlinge sieht, gibt es auch selten nur gemeinsame Wochenenden, da beide Expartner sich die Kindschaftstermine und Sachen so drehen, wie sie es brauchen. Bei ihm steht auch jedes WE die Großfamilie und Freundeskreis auf dem Treppenabsatz. Ich fühle, dass das WIR wieder hintenangestellt gestellt wird. Habe mit ihm darüber gesprochen. Antwort: "Mir liegt das Reden darüber nicht so. Ich sehe das nicht so eng. Wir wollten das doch genießen was wir haben." SOOOOOO.... Was haben wir denn? Ist das eine "normale" Patchworkfamilysituation? Bin ich zu ungeduldig? Ist das eine moderne Beziehung von heute, wo sich jeder nur vom anderen die Goodies abholt und sonst jeder seins macht?
 
  • #2
Ich bin gegangen, um mir und meinem Kind ein Leben mit Raum für Liebe und Familie zu ermöglichen und nicht ein Festsitzen mit dem schönen Schein einer Familienidylle, die nicht existiert. Bin sehr viel allein gewesen, erst recht mit unserem Kind.

Anstatt das Zusammenspiel familiärer wird und die Ambitionen vom Anfang gemeinsam wachsen, wird alles weniger und abgeklärter.

Liebes Fs,
kannst Du konkreter beschreiben, wie eine gute Beziehung für Dich aussehen soll?

Ich verstehe nicht, was Du mit Raum für Liebe und Familie meinst.

Du fühltest Dich damals alleine. was ist konkret Deine Vorstellung von Zusammensein?

Scheinbar hast Du Dir jedes Mal einen Mann gesucht, der Dir nicht soviel Nähe gibt, wie Du willst. Das hat bei Frauen oft mit der Beziehung zum Vater zu tun (wieviel Zeit hat der Vater mit seiner Tochter verbracht...)

Wie lange bist Du schon in der neuen Beziehung?
 
  • #3
Antwort: "Mir liegt das Reden darüber nicht so. Ich sehe das nicht so eng. Wir wollten das doch genießen was wir haben."

Wenn solche Worte fallen, weiß man schon wie der Hase läuft. Derjenige, der diese Worte ausspricht, ist emotional nicht so sehr engagiert. Derjenige will es so lange laufen lassen, so lange genügend Spaß abfällt und die Sache nicht zu kompliziert oder verbindlich wird.

Ich denke, seine Zukunftspläne decken sich nicht mit deinen. Hat er überhaupt welche und wenn ja, solche in denen du eine Rolle spielst?
 
  • #4
Möglicherweise stand bei deiner erneuten Partnerwahl »die Gemeinsamkeit der Vergangenheit« zu sehr im Vordergrund. Das verbindet natürlich - vorerst. Und es läuft sicher auch mehr oder weniger unbewusst ab.

Doch jetzt merkst du, dass du gerade dabei bist, in alte Verhaltensmuster zurück zu rutschen, von deiner Seite und dummerweise auch von seiner.
Glücklicherweise erkennst du das und wehrst dich, wenn auch vorerst nur leise. Dass dein neuer Partner nicht einmal darüber reden möchte, würde mich stutzig machen. Denn damit übergeht er dein Gefühl und deine Sorgen. Grundsätzlich mag ich nicht immer gleich zur Trennung raten, doch solltest du vielleicht mit Freunden, die euch beide kennen, darüber reden, vielleicht mit einem Eheberater (alleine oder noch besser mit Partner). Nimm es nicht hin, dass sich eine (für dich) lieblose Beziehung einnistet und wiederholt!

Schwierig finde ich auch, dass sein Kind euch (dich und dein Kind) ablehnt. Das kommt zwar in neuen Patchworkfamilien häufiger vor, doch da der Vater nicht einzulenken scheint, würde auch ich das als eine Ablehnung gegen mich begreifen. Insgesamt hört sich das nicht zukunfts-glücklich an, du solltest mutiger deine und deines Kindes Bedürfnisse einfordern. Oder gehen ... denn erzwingen kannst du ein liebevolles Verhalten von deinem neuen Partner nicht.

Wie eine »Klette« hörst du dich für mich nicht an - ich finde deine Ansprüche an gemeinsame Familienzeit nicht überzogen ... und dich nicht »ungeduldig«.
 
  • #5
Liebe FS,

wenn sich in neuen Beziehungen bestimmte Muster aus vorhergegangen Beziehungen zu wiederholen scheinen, dann ist das ein Alarmsignal und gleichzeitig eine Chance. Die meisten leben heute nach dem Motto "wenn es mit dem einen Partner zu schwierig wird, suche ich halt den nächsten", in der Hoffnung, dass dann automatisch alles besser wird. Wobei ich natürlich nicht bestreite, dass in manchen Fällen die Trennung für alle die beste Lösung ist.
Dennoch:bei solchen Wiederholungsphänomenen kann man meist davon ausgehen, dass unbewusste Muster und Prägungen bei BEIDEN Partnern das Verhalten steuern und so Konfliktpotenzial schaffen. Es ist kein Zufall, dass du das Gleiche wieder erlebst, du hast dir unbewusst wieder den selben Typ Mann ausgesucht und gleichzeitig gibt es bestimmte Verhaltensweisen in dir selbst, die bei deinem Partner die entsprechende Reaktion auslösen, über die du dich dann hinterher ärgerst.

Willst du eine wirkliche Veränderung/Verbesserung der Situation, dann darfst du nicht die ganze Schuld an einem Problem dem Partner zuschieben, sondern musst bei dir selber schauen, an welchen Punkten du nicht dazugelernt hast. Am besten unterstützt durch psychologische Hilfe von außen, denn die eigenen "blind spots" erkennt man oft nicht selbst. Wenn dein Partner wiederum selbst ein Typ ist, der keinerlei Bereitschaft hat, sein eigenes Verhalten zu hinterfragen und an der Beziehung zu arbeiten, hast du allerdings langfristig schlechte Karten.
 
  • #6
Schau mal auf dich selbst ......
- sind beide Männer vom Typus her ziemlich ähnlich?
- was genau hat dich in deiner Ehe gestört (mir ist das zu allgemein formuliert) - und was stört dich heute im Detail.
- alleine ist man immer dann, wenn man es nicht schafft, mit anderen Menschen Kontakt aufzubauen - ein Problem von dir ?
- vereinnahmend, eifersüchtig, nach dem Ideal strebend und Phantasien wie im Roman - trifft davon etwas auf dich zu?
- Unzufriedenheit, die Unfähigkeit, Glück zu empfinden .... Baustelle?

Ich bin auf deine Antwort gespannt.
 
  • #7
Anstatt das Zusammenspiel familiärer wird und die Ambitionen vom Anfang gemeinsam wachsen, wird alles weniger und abgeklärter.

Liebe FS,

du solltest dein Gefühl in dieser Angelegenheit ernst nehmen.

Es ist nicht gerade von Vorteil, dass sein Kind euch (dich und dein Kind) nicht mag und als Eindringlinge sieht. Aber es wäre seine Angelegenheit hier ein moderates Umgehen miteinander zu forcieren.

Nicht so toll finde ich auch, dass er euch als WIR hintenan stellt und alles andere vorher kommt, wie Termine mit Expartner, Großfamilie und Freundeskreis.

Seine Bemerkung: "Mir liegt das Reden darüber nicht so. Ich sehe das nicht so eng. Wir wollten das doch genießen was wir haben", lässt darauf schließen, dass er konfliktscheu ist und Entscheidungen gerne aus dem Weg geht.

Du siehst das richtig, eine normale Patchworkfamiliy-Situation sieht anders aus.

Eine Patchworkfamily wohnt in der Regel gemeinsam in einem Haus oder einer Wohnung und die Familienmitglieder, Kinder und Erwachsene raufen sich zusammen, weil die Erwachsenen eine klare Linie vorgeben, an der die Kinder sich orientieren können. Das sieht bei euch nicht so aus.

Wie lange habt ihr schon eine Beziehung?
Wohnt ihr überhaupt zusammen?

Dieses Wischiwaschi - Verhalten von ihm wird sich - vermutlich - auch in Zukunft nicht ändern und immer wieder für Unstimmigkeiten zwischen euch sorgen. Du wirst dich nicht geschätzt fühlen und mit deinem Kind immer als fünftes Rad am Wagen vorkommen, weil dir das Zusammengehörigkeitsgefühl fehlt.

Eine Patchwork-Beziehung braucht klare Vorgaben, die für alle Beteiligten stimmig sind und die solltet ihr beide gemeinsam ausarbeiten.
Sorry, aber sonst wird das nix.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #8
Ich denke, wenn sich Menschen aus einer langen Beziehung trennen, in der sie viel Energie gelassen haben, die mal mit viel Hoffnung und Illusionen beladen war, dann bleiben eine gewisse Resignation und natürlich nicht mehr so viel Kraft für eine neue Beziehung. Die Exbeziehung hat sehr geprägt, man erkennt, dass alles nicht mehr so heiß gegessen wie gekocht wird usw.,also der Gestaltungswille ist vermindert, Bequemlichkeit geht vielleicht auch vor. Das ist natürlich nicht in jedem Fall so. Aber ich denke, dass viele Menschen auch ein großes Stück "Glaube an die Liebe" im illusionären Sinne verlieren, wenn ihre - ich nennen es einfach mal - LEBENSHAUPTBEZIEHUNG (also die lange mit den Kindern und dem Wunsch, sich was bis ans Lebensende aufzubauen) sich als Trugschluss bzgl. bestimmter Vorstellungen erwies, die zum Teil auch ziemlich verklärt sind.

Dann glaube ich kein Stück, dass schon was verarbeitet wurde. Das ist aber wichtig, um dem anderen emotional offen begegnen zu können.
Viele leben doch auch einfach ihr Leben weiter und integrieren den neuen Partner nur am Rand, weil es anders nicht geht. Die Verpflichtungen ggü. dem Kind bleiben, die Rituale mit der Familie bleiben, nur ist halt die Ex oder der Ex nicht mehr dabei. Und so wäre das Bequemste ein neuer Partner ganz ohne Anhang und Verpflichtungen, der sich in das Leben integrieren kann, was ohne den Expartner einfach weitergeht. Nur ist der neue Partner fremd für die anderen des eingespielten "Ex"teams und wird vielleicht abgelehnt und nicht zuletzt hat auch er ein Vorleben, in das sich am liebsten auch alles so zu integrieren hat, dass dieses Vorleben reibungslos weitergehen kann. Die Frage ist, wie sehr man sein Leben ändern kann für einen neuen Partner. Kinder, Familie, Freunde bleiben ja, und eben die Verpflichtungen.

Ich würde heute mit Ende 40 auch ohne Kinder ganz anders an eine Beziehung herangehen als noch mit 20, was auch wieder anders war als mit 30. Viele machen ja für eine Beziehung was nicht aus Überzeugung, sondern weil sie die Beziehung nicht verlieren wollen. Ging sie doch verloren, macht man vielleicht für die nächste Beziehung nicht mehr so viel Kompromisse.
Naja, was erwartest Du. Du und Dein Kind seid Eindringlinge für das Kind des Mannes. Er kann mit Dir nicht einen auf Familie machen, wenn sein Kind Dich ablehnt. Vielleicht hat er auch genug zu tun mit seinem "Restleben ohne Ex", als dass er Kapazitäten hätte für Neues. Was ihr habt, sind ein paar schöne Stunden, ansonsten hat jeder mit seinem eigenen Leben zu tun, denke ich.
 
  • #9
Mir liegt das Reden darüber nicht so. Ich sehe das nicht so eng.
Also diese Antwort ist zum Himmel schreien. Spätestens bei dieser Antwort solltest du wissen das wird niemals eine Beziehung.
Was haben wir denn? Ist das eine "normale" Patchworkfamilysituation? Bin ich zu ungeduldig? Ist das eine moderne Beziehung von heute, wo sich jeder nur vom anderen die Goodies abholt und sonst jeder seins macht?
Was du hast ganz einfach, der unpassendste Partner als Mann, dieser gehört in die Wüste verfrachtet.
Du fragst dich noch, ob du zu ungeduldig bist, ich muss meinen Kopf schütteln!
Mich würde das überhaupt nicht interessieren ob das eine moderne Beziehung ist oder nicht, für mich persönlich ist das keine Beziehung sondern ausschließlich ein Problem Kontakt, es passt ganz einfach nicht, mache Kontaktabbruch, trenne dich notfalls mit Blockierung oder gehe in Richtung Exbeziehung, leide wieder, sei unglücklich wieder und unerfüllt wieder!
 
  • #10
Das Zusammensein beschränkt sich auf 2 Abende die Woche, da sein Kind uns (mein Kind und mich) nicht akzeptiert und uns als Eindringlinge sieht, gibt es auch selten nur gemeinsame Wochenenden, da beide Expartner sich die Kindschaftstermine und Sachen so drehen, wie sie es brauchen. Bei ihm steht auch jedes WE die Großfamilie und Freundeskreis auf dem Treppenabsatz.
Ich sehe kein Wir. Es gibt zwei Abende, wo ihr euch seht und wahrscheinlich kocht und Sex habt und das wars.
Wochenenden sind anderweitig verplant. Prio haben sein Kind, seine Großfamilie und seine Freunde.
Mir liegt das Reden darüber nicht so. Ich sehe das nicht so eng. Wir wollten das doch genießen was wir haben.
Klassische Aussage für: bitte mach keinen Stress. Mir reicht völlig was wir haben. Ich will dich weiter nicht in mein Leben einbeziehen.

Ich würde das als F+ ansehen auf gar keinen Fall als Paarbeziehung.
Wenn du es so sehen kannst, geniesse ein paar schöne Stunden.
Parrallel kannst du dich nach anderen Männern umschauen.
Hätte ich jetzt in dem Fall keine Skrupel, da er nur was Lockeres will.
Distanzier dich emotional von ihm und schaue dich nach anderen Kandidaten um oder mach gleich Schluss. In seinem Leben bist du nur Zaungast.
 
  • #11
Wenn er sich um seine Familie und Freunde kümmern will, verstehe ich das.

Er stellt dich dort aus irgendwelchen Gründen nicht vor? Der will vermutlich nicht mit dir und deinem Kind!

Er sieht das nicht so? Mag nicht drüber reden? Seine und auch deine Sexvetsorgung ist zumindest sichergestellt.

Für mich liesst sich das, als ob du in erster Linie einen Ersatzpapa suchst. Vermutlich auch für dich. Bruder und Schwester war dir nicht gut genug. Kam dir da nicht in den Sinn, dir einen Liebhaber zu nehmen? Du wärst finanziell besser dagestanden.
 
  • #12
Er findet es gut so wie es ist
und empfindet es wirklich nicht problematisch.
In der 2. Runde gibt es eben noch Kinder/Betreuungszeiten und die jetzige Regelung macht ihn selbst zufrieden = er genießt es.

Du geniesst es so aber nicht und keiner kann dem anderen sein Gefühl überstülpen.

Somit solltest Du sicher einmal für Dich in Klausur:
- ist mir bewusst, dass eine Beziehung mit jemanden, der auch Kinder hat, andere Vorraussetzungen hat?
- ist mir bewusst, dass Kinder vorgehen?
- habe ich ihn gekauft wie gesehen?
- was ist mir wichtig?
- und ich kann den anderen nicht verändern = passt es nicht, passt es nicht
 
  • #13
Naja, was erwartest Du. Du und Dein Kind seid Eindringlinge für das Kind des Mannes. Er kann mit Dir nicht einen auf Familie machen, wenn sein Kind Dich ablehnt.
Kinder spüren sehr genau, wie Mama oder Papa drauf sind und spiegeln nur, was Erwachsene sich nicht trauen, auszusprechen. Wenn Partner vorbehaltlos akzeptiert wird, haben Kinder plötzlich keine Probleme mit dem " Eindringling". Deswegen sehe ich es so wie Pfauenauge- du bist nur Zaungast und sollst keinen Stress machen.
 
  • #14
Ist das eine moderne Beziehung von heute, wo sich jeder nur vom anderen die Goodies abholt und sonst jeder seins macht?
Ja das ist eine der modernen Beziehungen von heute. Dir wird vielleicht noch gesagt werden, dass du nicht zu anspruchsvoll sein sollst und nicht mehr erwarten kannst.
Du kannst noch eine Sache ausprobieren- diese unter der Woche Dates mal weglassen und ihm sagen dass du da keine Zeit hast.
Mal schauen, ob er sich dann bewegt.
 
  • #15
Jetzt beschleicht mich das Gefühl, dass sich das ganze wiederholt. Anstatt das Zusammenspiel familiärer wird und die Ambitionen vom Anfang gemeinsam wachsen, wird alles weniger und abgeklärter. Das Zusammensein beschränkt sich auf 2 Abende die Woche, da sein Kind uns (mein Kind und mich) nicht akzeptiert und uns als Eindringlinge sieht, gibt es auch selten nur gemeinsame Wochenenden, da beide Expartner sich die Kindschaftstermine und Sachen so drehen, wie sie es brauchen. Bei ihm steht auch jedes WE die Großfamilie und Freundeskreis auf dem Treppenabsatz. Ich fühle, dass das WIR wieder hintenangestellt gestellt wird.
  • Es ist ein Irrtum zu glauben, dass die Dinge mit der Dauer des Zusammenseins besser werden. Sie werden fast immer schlechter, weil die Euphorie nachlässt und der Alltag einzieht.
  • Wenn sein Kind Euch ablehnt, ist das zum Teil seine Verantwortung. Er muss sich hinter Euch stellen und integrieren.
  • Die Ausgangslage ist schlecht. Das Thema wechselnde Wochenenden ist bekannt. Das ist mit einem Paar von zwei Alleinerziehenden schwierig.
  • Und last but not least: Es ist elementar wichtig, einen Freundeskreis zu haben, damit nicht die ganze Aufmerksamkeit nur auf dem Partner klebt. Man kann sich auch nach Trennung und mit Kind bemühen (Spontacts, Facebook, Freunde von Freunden, einfach mal Leute zum Essen einladen, Sportverein usw.). Du wirst merken, dass das Thema Beziehung dann nicht mehr so wichtig ist. Und bist eventuell auf dem Level Deines Partners, was das Beschäftigtsein betrifft. 2 Abende pro Woche ist aus meiner Sicht doch ganz gut?
 
  • #16
Also es kann durchaus sein, dass Du Dir unbewusst wieder einen Partner gesucht hast, mit dem sich das alte Szenario wiederholt. Ich kenne solche "Schleifen" und auch, dass ich immer früher!! gemerkt hab dass was schief läuft.

Das ist die gute Nachricht. Du erkennst es. Also kannst Du handeln.

In gewisser Weise verstehe ich, dass ein alleinerziehender berufstätiger Mann, der noch ne "Großfamilie" am Hacken hat, nicht mit Dir "Rama" Familie spielen will um Deine schlechten Erfahrungen "zu heilen".
Vielleicht steckt er auch in ner Wiederholungsschleife, dass mehr von ihm erwartet wird als er geben kann oder will.

Total abturnen wuerde mich sein Satz, er wolle nicht drüber reden!!
Totales Macho Aussage. Er bestimmt also ob Du ein Problem thematisieren darfst??!
Mit solch konfliktvermeider Männern hab ich nur schlechte Erfahrung gemacht!
Mir ist lieber es wird mal diskutiert, gestritten oder auch dass ich ggf kritisiert werde als wichtige Schiefstaende nicht zu thematisieren und keine Lösungen zu finden.

An Deiner Stelle wuerde ich ihm sagen, dass wenn ihn Beziehungsgestaltung nicht interessiert, es nicht funktionieren wird. Zwingen kannst ihn nicht. Aber gehen wenn Du unglücklich bist.
 
  • #17
Wir wollten das doch genießen was wir haben." SOOOOOO..

Guten Abend,

liebe FS, ihr beide habt verschiedene Vorstellungen von einer Partnerschaft.
Du solltest an deinen Idealen und Vorstellungen festhalten und keine Wiederholung akzeptieren. Du stehst mit deinen Vorstellungen sehr auf wackeligen Beinen, stellst dich und deine Wünsche infrage. Du solltest in der Tat ungeduldiger mit dir sein und deine kostbare Lebenszeit und -energie nicht mit einem Menschen verschwenden, der in eine ganz andere Richtung schaut, als du.
In dem Moment, wo du nicht an deinen Gefühlen und Vorstellungen zweifelst, wirst du das in dein Leben ziehen, was deiner entspricht.
Strebe nach dem, was deiner Vorstellung von einer WIR-geprägten Partnerschaft gerecht wird. Du hast es nicht nötig, dich mit Brotkrumen zufrieden zu geben.

Hab Mut und du wirst finden, was du suchst, da bin ich sicher.
 
  • #18
Ui... das ging ja schnell mit viel Resonanz. Vielen Dank erstmal auf die Sichtweise in der Angelegenheit mit euren Gedanken. Danke für das "geraderücken" des Gesamtgebildes, was doch bedingt niederschmetternd ist.

Ich bin ein kontaktfreudiger Mensch. Kenne viele Leute, habe einen stabilen Freundeskreis, der trotz Umzug, doch gut funktioniert. Bin im Leben eher eine Powerfrau, die viel gewuppt bekommt und höre oft: "Wenn du das nicht schaffst, wer sonst." Ich habe einen tollen, abgerundeten Job. Problem ist, so denke ich, genau das. Ich habe Energie, bin der Machertyp.
Ich war in meiner Ehe immer die treibende Kraft für Entscheidungen für Haus, Alltag, Kindangelegenheiten. Meinem Exmann, gefiel das bedingt, da er sich darauf verlassen konnte und auch so immer den "Rücken frei" hatte. Mit dem beruflichen Erfolg von mir, hatte er eher ein großes Problem.
Ich selbst konnte mich in der Beziehung zu keinem Zeitpunkt fallen lassen, es war keiner da, der mich in schwachen Momenten, traurigen Momenten aufgefangen hat. Immer Kämpfen, immer Haltung, immer der Fels in der Brandung. Für mich ist Partnerschaft und Familie eine liebevolle Begegnung auf Augenhöhe. Man kann offen und ehrlich über fast alle Themen reden. Man ist Freund und Partner in einem. Ich habe mal gelesen, dass es drei Kernsegmente bezüglich Zusammensein gibt. Partnerschaftlichkeit, Freundschaft, Leidenschaft. Funktionieren 2 Teile davon miteinander, setzen sie den dritten außer Kraft. Bei der These geh ich mit.

Ich bin mit meinem neuen Partner nun 8 Monate zusammen, und sehne mich nach Zukunftsausblick, da habt ihr recht. Das Verhalten seines Kindes war schon oft Gesprächsthema, Einsicht nur bedingt. Schlussendlich - so sehe ich es - fehlt seinem Kind, auch aufgrund von Wechselmodell der Eltern, die Basis, das zu Hausegefühl und klare Regeln. Keiner der beiden möchte der "Buh-Mann" sein, also was es möchte bekommt es auch.
Zwei Dinge haben mein Ex-Mann und mein neuer Partner bei näherer Betrachtung gemeinsam, Gefühlspanik und Bequemlichkeit, so denke ich.

Die Familie und Freunde von meinem neuen Partner habe ich kennen gelernt. Ich habe mein Leben durch die Trennung umkrempeln müssen, und seine Muster/Strukturen sind geblieben. Er hat bereits versucht mir diese sagen wir mal überzustülpen, geht aber nicht, weil ich auch Vergangenheit habe und in diese Strukturen schon aufgrund meines Wesens nicht reinpasse.

Mein Kind akzeptiert ihn als Freund, sagt ihm, dass es ihn lieb hat, drückt ihn auch mal. Sein Kind macht das nicht bei ihm. Und das wirft auch Fragen auf. Ich suche keinen Ersatzpapa, ich brauche einen Gefährten für mich und mein Kind.
 
  • #19
Liebe cloverleaf

Neben euren Persönlichkeiten, die ihren Anteil daran haben wie die Beziehung aussieht, sehe ich bei euch auch eine schwierige Situation.
- Sein Kind akzeptiert euch nicht
- Eure Ex-Partner jonglieren zu flexibel mit euren Wochenenden
- Du scheinst nicht integriert in seinen Freundes- und Familienkreis (wie ich das verstanden habe)
Ich denke, für jedes Paar wäre dies eine schwierige Ausgangslage. Wenn sich das nicht ändert, sehe ich keine grosse Chance, dass ihr als Paar wachsen könnt. Weil, dann wird es immer bei diesen 2 Abenden pro Woche bleiben müssen und da kommt ihr emotional auch nicht über eine gute Freundschaft hinaus.
Übrigens: Könnte es sein, dass dein Freund vielleicht gar nicht mehr möchte, als eine gute Freundschaft mit Sex?
 
  • #20
Es ist ganz normal, dass sich das wiederholt, zumal sich der heutige Partnermarkt auch dahingehend verändert hat, dass man so ziemlich unverbindlich lebt als Paar. Du wirst wahrscheinlich keinen normalen Partner mehr mit echtem Partnerwunsch finden, der sich eine Patchworkfamilie antut. Außerdem hast du nie die Probleme deiner Ehe gelöst. Also wiederholt es sich an selbem Punkt wieder. Ich sehe da nichts ungewöhnliches.

Ich bin kein Freund von Scheidung, außer man will sich totalitär alleine selbstverwirklichen und kommt nicht weiter oder erfährt Gewalt und Missbrauch.
Du hast dich aber für ein Familienleben entschieden und Ehe heißt tägliche Arbeit, vor allem in schweren Zeiten. Ich bin davon überzeugt, dass man das zurück bekommt, was man an Qualtiät in seine Beziehung steckt. Manche stecken eben 10 Mal mehr da rein und manche werfen 10 Mal früher den Löffel. Auch hier hast du dir wieder einen Partner gesucht, der nicht reden kann oder möchte. Er möchte die Sonnenseiten mit dir genießen. Ich würde sofort abbrechen. Das führt gar nirgendwo hin. Er nutzt dich schamlos um deine besten Momente aus. Die traurigen Momente, damit sollst du alleine fertig werden. Und es werden noch traurigere Momente in deinem Leben kommen.

Überdenke und reflektiere, was war so schlecht an deiner Ehe? Gäbe es ein Zurück, der Kinder wegen? Ja, Ehe heißt auch, manchmal Zähne zusammenbeißen müssen, und heile Welt spielen müssen. Es wachsen ja nur noch alleinerzogene Kinder auf, das ist sehr sehr schlecht, wenn die Vaterrolle fehlt. Diese Kinder bleiben orientierungslos im Leben und werten in heutiger Zeit auch leicht verschwult und asexuell. Guck dir die heutige Jugend an. Ich finde das fürchterlich. Es findet nur noch Gender-Wahnsinn statt, die Kinder verlieren ihre Identität, fühlen sich verloren, wissen nicht wohin mit sich. Ändere das bitte!

Ich weiß jetzt nicht, welcher Partner für dich besser wäre, ich weiß nur, dass dieser Mann die Art von Männer ist, die man meiden sollte, weil sie einem mit ihrem kranken Scheißdreck dominiert, der einfach nicht wahr ist für eine wahre Liebe.
 
  • #21
Bin im Leben eher eine Powerfrau, die viel gewuppt bekommt und höre oft: "Wenn du das nicht schaffst, wer sonst." Ich habe einen tollen, abgerundeten Job. Problem ist, so denke ich, genau das. Ich habe Energie, bin der Machertyp.
Ich war in meiner Ehe immer die treibende Kraft für Entscheidungen für Haus, Alltag, Kindangelegenheiten. Meinem Exmann, gefiel das bedingt, da er sich darauf verlassen konnte und auch so immer den "Rücken frei" hatte. Mit dem beruflichen Erfolg von mir, hatte er eher ein großes Problem.
Ich selbst konnte mich in der Beziehung zu keinem Zeitpunkt fallen lassen, es war keiner da, der mich in schwachen Momenten, traurigen Momenten aufgefangen hat. Immer Kämpfen, immer Haltung, immer der Fels in der Brandung. Für mich ist Partnerschaft und Familie eine liebevolle Begegnung auf Augenhöhe. Man kann offen und ehrlich über fast alle Themen reden. Man ist Freund und Partner in einem. Ich habe mal gelesen, dass es drei Kernsegmente bezüglich Zusammensein gibt. Partnerschaftlichkeit, Freundschaft, Leidenschaft. Funktionieren 2 Teile davon miteinander, setzen sie den dritten außer Kraft. Bei der These geh ich mit.

Ich bin mit meinem neuen Partner nun 8 Monate zusammen, und sehne mich nach Zukunftsausblick, da habt ihr recht. Das Verhalten seines Kindes war schon oft Gesprächsthema, Einsicht nur bedingt. Schlussendlich - so sehe ich es - fehlt seinem Kind, auch aufgrund von Wechselmodell der Eltern, die Basis, das zu Hausegefühl und klare Regeln. Keiner der beiden möchte der "Buh-Mann" sein, also was es möchte bekommt es auch.
Zwei Dinge haben mein Ex-Mann und mein neuer Partner bei näherer Betrachtung gemeinsam, Gefühlspanik und Bequemlichkeit, so denke ich.

Die Familie und Freunde von meinem neuen Partner habe ich kennen gelernt. Ich habe mein Leben durch die Trennung umkrempeln müssen, und seine Muster/Strukturen sind geblieben. Er hat bereits versucht mir diese sagen wir mal überzustülpen, geht aber nicht, weil ich auch Vergangenheit habe und in diese Strukturen schon aufgrund meines Wesens nicht reinpasse.

Mein Kind akzeptiert ihn als Freund, sagt ihm, dass es ihn lieb hat, drückt ihn auch mal. Sein Kind macht das nicht bei ihm. Und das wirft auch Fragen auf. Ich suche keinen Ersatzpapa, ich brauche einen Gefährten für mich und mein Kind.

Mein Tip unabhängig von Deinem Partner: erlaube Dir mal, schwach zu sein, traurig, hilflos und bedürftig.
Es ist vermutlich eine Rolle die Du da spielst. Ich glaube es gibt keine "powerfrauen" und "powermaenner". Wir alle haben Unsicherheiten, Schwächen und Ängste.
Hast Du Dir erlaubt um Deine Ehe zu trauern? Geweint? Dich unterstützen lassen.

Ich sage Dir aus langjähriger Erfahrung: wer mit dem Etikett " powerfrau" auf der Stirn rumlaeuft, zieht automatisch Menschen an, die eher bequem, schmarotzend und "Nehmer" sind. Ganz allgemein und nicht nur in Partnerschaft.
Es ist der Pol, den Du nicht lebst.
 
  • #22
Es ist gut, dass du ein Machertyp bist. Die Welt ist voller Männer. Dieser und der Letzte waren nichts. Ich würde mich schleunigst lösen, eben weil Beziehungen heute viel unverbindlicher und oberflächlicher sind und man mehr giftige Nachteile daraus zieht.

Versuche eine Selbsttherapie zu machen und dich in das Thema einzulesen, warum du Männer mit Defiziten anziehst.

- Halte dich fern von Männern, die erfolgloser sind als du und dich anfänglich erst hoch loben (Love-Bombing), für das, was du alles Tolles machst. Ihr Geschmeichele endet später in genau dem Gegenteil: Beleidigung und Verachtung oder Abwertung. Du wirst dich für deine Leistungen und "Rückenfreihalterei" sogar immer minderwertiger fühlen.

- Halte dich fern von emotional unterkühlten Männern und Familienscheuen oder Problemmännern allgemein.

- Binde sich selber nicht mehr so feste, denn die Männer sind schwer oberflächlich und kurz angebunden geworden.
 
  • #23
So wie du dich beschreibst, hast du im Grunde 2 Möglichkeiten
- einen Mann mit den eher weiblichen Tugenden auszusuchen, dann bist du in der Macher Rolle und er himmelt dich an. Hat dich nicht wirklich glücklich gemacht, weil so ein Mann dich niemals verstehen kann. Das kenne ich von Frauen - ich war immer der "Boss" und der "Arsch" in Personalunion. Geht dann die Leidenschaft ... ist es vorbei.
- einen starken Mann, der dazu noch akzeptiert, dass du selbst stark bist. Damit das klappt, musst du allerdings seine Stärke und seine Macherqualitäten ebenfalls akzeptieren. Das geht - aber nur mit einem Quantum Freiheit. Erlebe ich momentan - und es tut mir gut.
Es gibt wenige solcher Männer - aber die Natur ist schlau, es gibt auch nur wenige Frauen, die wirklich zu denen passen. Wenn du eine bist - dann wirst du dein Pendant finden. Aber Warnung - es geht dann nicht alles nach deinem Kopf.
 
  • #24
Das musst Du überdenken. Es gibt hier in irgendeinem Thread einen Superbeitrag von @Tini_HH , die auch eine Macherin ist. Das hatte sie immer übertragen auch auf Männerbekanntschaften und dann gemerkt, dass die sich zurücklehnten. Seit sie das erkannt hat, verhält sie sich Männern gegenüber anders. So sortierten sich die aus, die die Frau als "Felsin in der Brandung" wollten/gern hinnahmen.

Führertypen können sehr anstrengend sein, weil sie konkrete Vorstellungen haben, immer ihren Kopf durchsetzen müssen, auf der anderen Seite aber einen Partner wollen, wo sie sich mal fallenlassen können. Nur muss dieser dann ja alles haargenau so machen, wie sie wollen, damit sie sich überhaupt fallenlassen können. Ist denn Platz für einen Partner, der auch die Führungsrolle übernehmen kann?Lässt man auch ihn sich durchsetzen? Meist wird er ja niedergeredet, wenn er eigene Ideen bringt, weil der Führertyp schon entschieden hat, was er am besten findet.

Man muss Verantwortung abgeben können, wenn man sich fallenlassen können möchte. Wenn das Verantwortungsgefühl des Partners kein Vertrauen einflößt, entweder weil man sowieso denkt "wenn was richtig gemacht werden soll, mach's selbst" oder weil der Partner wirklich nur von der Tapete bis zur Wand denkt und gar keine Verantwortung übernehmen kann, klappt das nicht mit dem Fallenlassen. Mir ist klar, dass die Masse gern jemanden hätte, der die Verantwortung für alles übernimmt. Ich denke, es ist ein Bequemlichkeitsaspekt des menschlichen Charakters oder vielleicht sogar das kosmische Prinzip, dass alle Prozesse mit der wenigsten Energie ablaufen sollten. Jemand, der aus eigenen Sicherheitsgründen abends den Rundgang macht und alles abschließt, jemand, der Angst davor hat, nichts zu Essen im Kühlschrank zu haben, und deswegen immer schon von selbst einkauft, jemand, der sich in der Welt draußen rumschlägt und versucht, Geld zu verdienen, damit seine Familie gut leben kann...

Wenn Du keine passiven Männer willst, musst Du mE umdenken und nicht mehr die Führung und Verantwortung an Dich reißen, um dann zu erwarten, dass jemand mit Dir drum kämpft, damit er Dir seine Kompetenz beweisen kann und Du das Gefühl haben kannst, Dich mal fallenlassen zu können.
Das soll nicht heißen, dass massenweise Männer rumlaufen, die Verantwortungsgefühl und Beziehungsführungskompetenz haben. Vielleicht ist die Lösung auch, es nicht vom Partner zu verlangen. Denn ich denke, Du kannst entweder nur einen sehr anpassungsfähigen Partner haben, der sich Deiner Führung "ergibt", aber trotzdem sich nicht ausklinkt aus der Partnerschaft, oder jeder macht sein Ding und Du führst Deine Lebenswelt, er seine, und ab und an kommt ihr für schöne Stunden zusammen. Ich denke nicht, dass Du einen Mann finden kannst, der Dir die Führung bietet, die Du vollumfänglich gut findest und Dich dann selbst in den anpassungsfähigen Part verwandelst.
 
  • #25
Ich sage Dir aus langjähriger Erfahrung: wer mit dem Etikett " powerfrau" auf der Stirn rumlaeuft, zieht automatisch Menschen an, die eher bequem, schmarotzend und "Nehmer" sind...
Es ist der Pol, den Du nicht lebst.

Da ist viel Wahres dran.

Als Powerfrau hat die Fs ihre eigenen Pläne und Vorstellungen. Sie wird diese aktiv umsetzen.
Ein Powermann hat seine eigenen Pläne und Vorstellungen und will diese nach seinen eigenen Gusto umsetzen.

Für eine Powerfrau ist es erstmal einfacher, wenn der Mann weniger Energie hat, weil er damit scheinbar in ihre Vorstellungen und Pläne passt.

Bei einem Powermann muss sie sich von vorne herein mit seinen anderen Vorstellungen auseinandersetzen, Kompromisse eingehen, die Kontrolle abgeben.

Also beides hat Vor- und Nachteile.
 
  • #26
oder mach gleich Schluss. In seinem Leben bist du nur Zaungast.
Beidem stimme ich zu.

Für mich ist Partnerschaft und Familie eine liebevolle Begegnung auf Augenhöhe. Man kann offen und ehrlich über fast alle Themen reden. Man ist Freund und Partner in einem. Ich habe mal gelesen, dass es drei Kernsegmente bezüglich Zusammensein gibt. Partnerschaftlichkeit, Freundschaft, Leidenschaft. Funktionieren 2 Teile davon miteinander, setzen sie den dritten außer Kraft. Bei der These geh ich mit.
Ich habe gelesen, man bräuchte alle drei Aspekte in der Partnerschaft. Das ist mir auch ganz wichtig.

Dein jetziger Partner wird dir nicht die Nähe geben, die du willst- dazu ist jetzt schon zu viel anderweitig festgefahren, er hat ja nicht die Sehnsucht danach mit dir. Kinder können im Patchwork eine enge Beziehung blockieren, wenn es aus ihrer Sicht nicht passt. Habe ich auch schon erlebt.

Du bist intelligent, hast viel Kraft- das wird schwierig bei der Partnersuche, nimm dir die Zeit, die es braucht. Als Hilfe: Für mich war beim Kennenlernen die Schreib- und Telefonierphase wichtig- ich wollte zuerst nicht-physisch austesten, ob es passt, ob er emotional-geistig Nähe zulassen kann, ob wir gemeinsame Gesprächsthemen haben, die wirklich in die Tiefe gehen, ob er Gefühle verbalisieren kann- bevor ich mich auf Begegnungen einlasse. Da könnte es dann aus anderen Gründen vielleicht auch manchmal zu schnell funken. Jemanden, der von sich sagt, er wäre nicht so der Typ, der über uns und unsere Gefühle füreinander reden oder schreiben könne, wäre von mir vorher schon aussortiert worden.

Mach was Schönes mit deinem Kind, versuche mal, dich eine Zeitlang darauf zu konzentrieren, auf welche schönen Erlebnissen mit deinem Kind du zurückschauen möchtest. Vermutlich leidet es auch unter der Situation und vor allem deinem Unglück? Andererseits waren mir die Kinder in all dem Partnersuche- Unglück die größte Stütze- das geht dir vielleicht ähnlich?

Gib nicht auf, der Passende, ein ebenfalls starker, emotionaler Mann, kommt schon noch!
 
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