• #1

Ist es wichtig für euch gemeinsame Interessen zu haben?

Wie wichtig sind gemeinsame Interessen für Euch?

50.000-Teile Schallplatten und Vinylsammlung
Leidenschaftlicher Angler
Computerspiele Zocker
Formel Eins Fan


Wie wichtig ist es Euch dass ihr ähnliche Interessan habt wie ER? Wie geht ihr damit um wenn esbei Hobbies kaum Gemeinsamkeiten gibt? Ist das für Euch ein Ausschlusskriterium? Warum? Warum nicht?

: )
 
  • #2
Kommt immer auf die Balance an. Ich finde gemeinsame Interessen wichtig, da man immerhin viel Zeit mit seinem Hobby verbringt.
Was jedoch nicht heißt, dass nicht ein Hobby, welches man schon in die Beziehung bringt und das der andere nicht teilen kann, aufgibt. Das würde ich nicht wollen und auch nicht fordern.
Mein Partner macht Fitness, fährt Motorrad und Mountainbike. Ich laufe und spiele Golf. Nicht ganz einfach, zumal wir beide selbstständig sind. Was uns verbindet ist die Liebe zur Natur. So gehen wir oft abends noch 1 1/2 Stunden spazieren oder an einem Tag am Wochenende in die Berge oder wir fahren einfach noch mit dem Cabrio. Für uns passt das so. Für den anderen wäre es vielleicht zu wenig.
Wenn wir gar nichts miteinander teilen würden, fände ich es schwierig. Und ja, sicher lasse ich mal einen Flight sausen und er eine Tour mit seinen Freunden, damit wir was zusammen machen können. Eine Frage der Organisation und Kommunikation. Was wir so gut gar nicht tun: Fernsehen.
 
  • #3
Ich habe die Erfahrung gemacht das man komplett verschiedene Hobbys und Spleens haben kann ,solange es den anderen nicht einschränkt,stört, oder man direkt und indirekt gezwungen wird daran irgendwie teilzuhaben.
Deine 50.000 Schallplatten brauchen ja auch einen Platz in der Bude,oder nicht ? Also wenn deine Partnerin sich dafür einschränken müsste auf Platz für Ihre persönlichen Befindlichkeiten,dann kann ich mir vorstellen das das berechtigterweise Spannung in der Beziehung gibt,um es mal milde auszudrücken.
Ich finde Gegensätze oft auch Spannend,im positiven Sinne. Wenn du gerne angelst ,dann genieße ich in der Natur mein Buch das mich fesselt und halte automatisch die Klappe. Bei Formel eins würde ich dir die Kopfhörer aufsetzen und meinen eigenen Interessen nachgehen.Wenn du zockst würde ich es geil finden wenn du mit mir Alien spielst und mir zeigst wie man über die dämlichen Level kommt. Wenn sich aber alles immer nur um Dich,diene Hobbys dreht und alle sollen sich nur auf dich einstellen,tja dann würde ich dich in die Wüste schicken.
Ich glaube nämlich auch das es AUCH auf das richtige Mass ankommt der Dinge.
 
  • #4
Für mich ist es wichtig, dass es sowohl gemeinsame Interessen gibt als auch jeder sein Ding hat.
Wir mögen beide gerne spazieren gehen, zusammensitzen, lesen, ausgehen, versch. Fernsehsendungen, kochen, Cabrio fahren (bedingt, sie im Zusammenhang mit einem Ausflug) , Sportstudio (ich bekomme hoffentlich die ärztliche Freigabe für leichtes Training wieder, sie macht Zumba) , Urlaub am Wasser und auch Kurztrips
Formel 1 oder Sportschau sehe ich, sie macht so lange ausgedehnte Schönheitspflege, Theater mögen wir beide, Ballett nur sie. Autobasteln und Fussball nur ich. Teilweise haben wir den selben Bekanntenkreis.
Ich finde es gut, dass gemeinsame Interessen da sind, aber jeder auch sein eigenes Leben hat. Und wenn ich zu begeistert von Autos erzähle, werde ich mit einem Vortrag über Mode und Kosmetik bestraft.
Was ich sehr schön finde: wir können beim spazieren auch schweigen - ohne dass dieses einen von beiden belastet.
 
  • #5
Ich schließe mich Tom an. Für mich gehört eine prinzipielle Schnittmenge gemeinsamer Interessen zu einer Beziehung.
Ich will mein Leben mit meiner Partnerin ja teilen und nicht nur neben ihr her leben. Unabhängig davon ist es aber auch wichtig dass jeder noch eigene Zeit für sich hat. Wie gross die Schnittmenge der gemeinsamen Interessen sein sollte, muss jedes Paar für sich selbst definieren.
 
  • #6
Ich frage mich, ob ich mich gut fühlte mit einem Partner, der am WE ständig Motorrad fährt, oder zu Fußballspielen geht (grusel!!), oder vorm PC hockt und zockt statt gemeinsam Dinge zu unternehmen.

Das würde bedeuten ich hätte eine Partnerschaft - wäre jedoch am WE wie ne Single-Frau alleine, weil er geht ja Hobbies nach, die ich nicht mag. Mitgehen zum Fußball oder mich an den anderen genannten Hobbies beteiligen ist keine Option für mich, ich mag es nicht, daher tue ich es nicht. Klar und einfach.
Dadurch fallen aber immer wieder potentielle Partner durchs Raster.

Oder ganz anderes Beispiel: Eine Freundin von mir, die seit Jahren verheiratet ist, die ist eigentlich alleine. Er kommt teils nicht mal am WE nach Hause, übernachtet in dem Hotel, das er leitet. Er lässt sie mit allem allein. Kindererziehung macht nur sie. Sie ist sehr traurig, erzählt mir, daß sie sich wie eine Alleinerziehende fühlt, nur dass sie eben nicht arbeiten gehen braucht, weil er alles zahlt. Dass sie esmanchmal nicht aushält. Als sie schwanger war mit demletzten Kind ist sie aus Verzweiflung zu Ihrer Mutter gefahren, hat die letzten Wochen der Schwangerschaft dort verbracht, weil er sie wie Luft behandelt - NUR sein Ding macht. Nach aussen ist alles schick - viel Geld, opulentes Haus.


Ich verstehe nicht warum sie bei ihm bleibt.

Für mich ist der Sinn einer Beziehung, daß man gern Zeit miteinander verbringt. Die Meinung, die mein Mann, wenn ich denn einen Partner hätte, zu Erziehungsfragen hat, interessiert mich und ich finde es schön, wenn ein Mann sich mit seinen Kindern freiwillig beschäftigt. Und in der Schwangerschaft wäre es toll, wenn er sich Zeit nimmt um mehr für mich da zu sein.

Je länger ich Single bin desto mehr tausch eihc mich mit Freundinnen aus über das, was für uns GLÜCK bedeutet. Viele beneiden mich - wenn ich dann sage dass ich oft traurig bin und Nähe und Geborgenheit vermisse dann kommen erstaunliche Geschichten heraus bei den anderen - die sind auch nicht glücklich.


Es scheint so schwierig zu sein, eine einigermassen ausbalancierte Partnerschaft zu führen, in der neide sich wohl fühlen. Dabeiist das doch das natürlichste auf der Welt - deshalb sind wir doch alle hier um zu lieben.
 
  • #7
Ich denke, das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manch einer will auch mal allein was machen, andere verstehen sich so super, dass sie alles mögliche zusammen machen können. So rein vom Wesen her. Deswegen werden die einen gut mit auskommen, wenn jeder noch viel Zeit anderweitig verbringt, während die anderen sich nur wohlfühlen, wenn der Partner nur sehr wenig andere Hobbys hat als sie selbst.

Ich finde gemeinsame Hobbys wichtig, aber dann sollte man auch was gemeinsam machen, also wenigstens die Möglichkeit zum Unterhalten sollte gegeben sein, auch wenn man vielleicht mal länger schweigt, und nicht nur nebeneinander sitzen, konsumieren, fahren oä. und dabei doch jeder für sich sein.
Tanzen ist ja was sehr schönes. Ich kannte mal ein Paar, das zusammen LARP machte, sie nähten und bastelten ihre Kostüme selber zusammen.
Malen, schriftstellern, Instrumente üben sind ja eher Einzeltätigkeiten. Zusammen musizieren find ich toll, aber üben muss man ja auch mal allein. Lesen könnte man auch zu zweit, aber allein ist ja das Übliche, zumal sich Interessen unterscheiden könnten. Ebenso bei Filme gucken. Wobei das ja eher ein gemeinsames Konsumieren ist, denn so intensiv werden die Filme danach ja nicht besprochen werden.
Ich würde mir wünschen, was Kreatives oder Sportliches mit dem Mann machen zu können.
Wie geht ihr damit um wenn esbei Hobbies kaum Gemeinsamkeiten gibt? Ist das für Euch ein Ausschlusskriterium?
Schwierige Frage. Wenn der Mann toll ist, ist dann störend, dass man gar nichts zusammen machen kann? Ich finde schon, dass man irgendwas finden sollte, das man zusammen machen kann. Schach spielen, tanzen, Federball spielen, irgendwas, das genauson ernst genommen wird und genauso gern gemacht wird, wie man die anderen Hobbys macht.
 
  • #8
Nach Lebenserfahrung: Die Gemeinsamkeiten sind sehr wichtig.

Früherer Freund war Jazz-Musiker und ich stand als Außenseiter da, der mit dem Stil gar nichts anfangen konnte, der aber immer versucht hat, sich zu integrieren bis zur Selbstaufgabe. Später habe ich die Gemeinsamkeiten an einem neuen Partner wieder mehr geschätzt. Das Leben ist weniger dramatisch, wenn man sich ähnlich ist. Man versteht sich wortlos. Das fand ich sexy.

Wenn du ein Sammler bist, ist es am Befriedigsten, wenn du eine Sammlerin kennenlernst. Ebenso Zockerin, Anglerin, etc. Man kann sich tiefsinniger austauschen. Das wird mit dem Alter so ab 35 ziemlich wichtig. Außer du bist ein über 50jähriger Hase, der nichts außer Pimpern mit einer jungen Gespielin nichts mehr im Kopf hat.
 
  • #9
Je länger ich Single bin desto mehr tausch eihc mich mit Freundinnen aus über das, was für uns GLÜCK bedeutet. Viele beneiden mich - wenn ich dann sage dass ich oft traurig bin und Nähe und Geborgenheit vermisse dann kommen erstaunliche Geschichten heraus bei den anderen - die sind auch nicht glücklich.

Als ehem. AE-Mutter mit einem Kind war ich ganz überrascht, als auf dem Gymnasium die Trennungswelle anfing und mir verheiratete Mütter mit gutem finanziellem Hintergrund erzählten, wie gut ich es doch hätte.

Auf meinen Widerspruch hin, sagten sie mir, sie wären genauso allein wie ich, hätten vielleicht a bissel mehr Sex und a bissel mehr Geld, aber dafür oft viel mehr Arbeit und Stess mit dem Mann.

Die Frauen, die berufstätig waren, trennten sich, auch weil die Kinder älter waren, die Frauen die zu Hause geblieben sind, trennten sich nur, wenn der Mann gut verdiente, der Rest blieb in der Beziehung, da sonst Absturz in H4 vorprogammiert war.

Am schlimmsten finde ich, dass diese Männer/Frauen dabei nicht überlegen, was sie ihren Kindern antun und die nächste Generation von Beziehungsunfähigkeit heraus bilden.

W Ü50
 
  • #10
Liebe Libertybelle, welch´passender Nickname:) , in Deinem zweiten Post kommt ein anderes Thema auf.Die Situation Deiner Freundin und wieviel sie alleine ist. Das hat jedoch nichts mit mangelnden gemeinsamen Interessen zu tun, sondern diese Ehe ist in absoluter Schieflage.
der am WE ständig Motorrad fährt, oder zu Fußballspielen geht (grusel!!), oder vorm PC hockt und zockt statt gemeinsam Dinge zu unternehmen.
Von ständig kann keine Rede sein, und auch ein Fussballspiel dauert keine 10 Stunden. Ich gönne meinem Partner sein Motorrad. Es geht ihm gut dabei und danach. Ab und zu fahre ich mit. Ich geh´gern mal zum Fussballspiel ins Stadion. Meinen Partner interessiert das nicht so und doch begleitet er mich ab und zu und freut sich, dass ich mich so begeistere. Das ist für mich auch Beziehung. Etwas zu tun für den anderen, weil man weiß, es freut ihn. Wem das alles zu viel ist und immer nur sein Ding machen möchte, der ist wahrlich besser alleine. Doch was für mich gut und ok ist, ist es für Dich eben nicht.
 
  • #11
Der Mix macht es. Gemeinsame Interessen sind wichtig, um seine Zeit gemeinsam zu verbringen. Individuelle Interessen können helfen, nicht zu sehr aufeinander zu kleben (was natürlich manche Paare genau tun möchten).
Außerdem ist doch entscheicend, wie sehr ein Hobby das Leben beeinflusst. Wer jedes Wochenende auf Mittelaltermärkten oder auf dem Flugplatz aktiv ist, braucht entweder eine Partnerin, die mitmacht oder eine, die damit klarkommt oder sogar ihrerseits andere Hobbies hat, die sie alleine betreibt. Wer 50.000 Schallplatten in der Wohnung hat, bei dem muss auch das der Partnerin gefallen.
Wie bei anderen Fragen auch, gibt es hier keine allgemeingültige Antwort. Es muss halt bei zwei Menschen passen.
 
  • #12
Wenn ich nicht eine ausreichende Basis am gemeinsamen Interessen, Hobbies habe, ist es ein Ausschlusskriterium.

Schließlich möchte ich einen Teil meiner freien Zeit mit meinem Partner gestalten, erleben, genießen.

Ich bin z.B. aktiv, viel in den Bergen und der Natur unterwegs - das möchte ich teilen, weil es meine Zeitgestaltung sehr maßgeblich beeinflusst.

Und ähnlich ist es mit Vorstellungen, Haltungen, Werten.
Divergenzen sind wichtig, bereichernd, aber wenn sie zu groß sind, funktioniert es für mich nicht.

Meine Freiräume brauche ich trotzdem, und deswegen finde ich es auch wichtig, dass er seine eigene Interessen, Hobbies, Freunde hat.
 
  • #13
Das würde bedeuten ich hätte eine Partnerschaft - wäre jedoch am WE wie ne Single-Frau alleine, weil er geht ja Hobbies nach, die ich nicht mag. Mitgehen zum Fußball oder mich an den anderen genannten Hobbies beteiligen ist keine Option für mich, ich mag es nicht, daher tue ich es nicht. Klar und einfach.
Hier muß jetzt die Frage erlaubt sein: was wäre denn die Alternative? Das ganze Wochenende lang nur die Interessen der Frau leben, damit man „zusammen” ist? Könnte er nicht mit dem gleichen Recht sagen: ist keine Option für mich, ich mag es nicht, also tue ich es nicht? Warum soll das nur für sie gelten und nicht auch für ihn? Nur weil die Frau sagt „dann kann ich auch alleine leben”? Ja, dann soll sie halt am WE „wie ne Single-Frau alleine” leben, das ist eben der Preis, wenn sie mit diesem Mann zusammen sein will.

Oder es bewegen sich beide aufeinander zu.
 
  • #14
Hier muß jetzt die Frage erlaubt sein: was wäre denn die Alternative?

Die Alternative ist schlicht, sich einen Partner zu suchen, mit dem man kompatibel ist. Ob die Frau dann glücklich alleine am Wochenende zu Hause hockt, seine Hobbies teilt oder ihren eigenen nachgeht, ist doch völlig wurscht. Das klärt man aber in der Kennenlernphase.

Eine Freundin von mir, die seit Jahren verheiratet ist, die ist eigentlich alleine. Er kommt teils nicht mal am WE nach Hause, übernachtet in dem Hotel, das er leitet.

Da geht es nicht um Hobbies, sondern um den Beruf. Auch den wird er vermutlich nicht gewechselt haben nach der Heirat. Und die große Überraschung:

Er lässt sie mit allem allein. Kindererziehung macht nur sie. Sie ist sehr traurig, erzählt mir, daß sie sich wie eine Alleinerziehende fühlt, ...

Was soll er denn machen? Den Beruf wechseln? Halbtags arbeiten?
So werden wohl etliche Frauen von Piloten, Unternehmensberatern, Projektingenieuren oder eben Hoteldirektoren klagen. Ein bedauernswertes Schicksal? Lesen wir weiter:

... nur dass sie eben nicht arbeiten gehen braucht, weil er alles zahlt. ... Nach aussen ist alles schick - viel Geld, opulentes Haus.

Also eigentlich nur eine naiv-dumme Cappuccinomama. Der Porsche Cayenne steht vor der Tür der schicken Villa, aber das ist natürlich auch nicht recht. So viel Arbeit, die Putzfrau und den Gärtner zu koordinieren. Und dann ständig diese anstrengenden Kaffeekränzchen mit den Leidensgenossinnen.
Ich rate in dem Fall: Rollentausch. Vor der Familiengründung das Spatzenhirn einschalten. Oder einfach mal die Kohle ranschaffen, die diesen Lebensunterhalt sichert. Ich bin sicher, der Mann wüsste mehr zu schätzen, wenn sie sich reinhängt...
 
  • #15
Das würde bedeuten ich hätte eine Partnerschaft - wäre jedoch am WE wie ne Single-Frau alleine
Ja, das ist ein wichtiger Punkt.
Das wird insbesondere ein Problem, wenn sie nicht arbeitet, am häufigsten wegen der Kinder. Der Mann arbeitet und will, wenn er nach Hause kommt, auch mal Zeit für sich haben. Die Kinder sind Frauensache. Die Arbeitsteilung ist ja auch so gewesen, er = Geld, die = Betreuuung. Nur dass man ein Kind eben ständig zu betreuen hat und keine Zeit für sich haben wird, wenn sich nicht ein anderer mal um das Kind kümmert. Der Punkt ist auch, dass solche Frauen einen wichtigen Teil der Richtungsgebung ihres Lebens vom Mann übernehmen lassen, wenn sie da hin ziehen, wo er am besten arbeiten kann. Ihre eigenen Berufsambitionen stellen sie zurück, ihr Freundeskreis ist weg und als einzige nahe Person des Vertrauens bleibt der Partner und als einziges Lebensziel die Ausgestaltung der Beziehung. Wenn dann dem Mann das sichtbar zu viel ist, ist die Enttäuschung da.

Dadurch fallen aber immer wieder potentielle Partner durchs Raster.
Die Frage ist, was Deine Hobbys sind und ob Du anderen vorschreiben willst, dass sie am WE bei Dir zu sein haben, obwohl Du selber nichts mit ihnen anfangen würdest. Ich meine z.B.: Wenn Du Lesen oder Zeichnen als Hobby hättest - müsste dann der Mann neben Dir sitzen und auch lesen oder könnte er allein was machen? Und sind Deine Hobbys partnerkompatibel, also kann man die zu zweit überhaupt machen?

Das Problem der Gemeinsamkeiten ist aber ein sehr häufiges. Ich kenne viele Paare, die gar nichts gemeinsam machen außer zusammen leben. Zur gelegentlichen Kinderbetreuung musste der Mann gebettelt, erpresst, mit Druck gebracht werden.
Ich denke, man muss a) selber Hobbys haben, die einen Partner "gestatten" und b) einen Menschen finden, der das auch gern macht. Gemeinsame Erlebnisse und gemeinsames Zeit verbringen und wirkliches Interesse daran haben sind wichtig. Neben einem Partner zu hocken, der in seinem Hobby aufgeht, und selber kein Interesse daran zu haben, was er tut, ist verschwendete Lebenszeit.

Könnte er nicht mit dem gleichen Recht sagen: ist keine Option für mich, ich mag es nicht, also tue ich es nicht?
Ja klar. Der Punkt ist aber, dass viele Männer vielleicht gar nicht sehen, dass "keine gemeinsam verbrachte Zeit" (außer beim Essen, Wohnen, Alltag und Sex) ein wirkliches Problem in einer Beziehung ist und deswegen nicht gleich "nein" sagen zu einer Frau, die ihre Hobbys nicht teilt. Wobei viele Frauen sich ja anfangs bemühen, das interessant zu finden, was der Mann toll findet (ich will nicht sagen: Interesse heucheln). Also sie täuschen den Mann, weil sie ihn wollen.
 
  • #16
Das wird insbesondere ein Problem, wenn sie nicht arbeitet, am häufigsten wegen der Kinder. ...Die Arbeitsteilung ist ja auch so gewesen, er = Geld, die = Betreuuung. Nur dass man ein Kind eben ständig zu betreuen hat und keine Zeit für sich haben wird, wenn sich nicht ein anderer mal um das Kind kümmert.

Da hilft nur: echte Teilung. Beide haben eine Ausbildung, die ein ordentliches Einkommen bringt, beide gehen auf Halbtags oder gleichmäßig anders zurück und teilen sich dann die Familienaufgaben.
 
  • #17
Der Punkt ist auch, dass solche Frauen einen wichtigen Teil der Richtungsgebung ihres Lebens vom Mann übernehmen lassen, wenn sie da hin ziehen, wo er am besten arbeiten kann. Ihre eigenen Berufsambitionen stellen sie zurück, ihr Freundeskreis ist weg und als einzige nahe Person des Vertrauens bleibt der Partner und als einziges Lebensziel die Ausgestaltung der Beziehung. Wenn dann dem Mann das sichtbar zu viel ist, ist die Enttäuschung da.

Ja! jaha! Genau das!! Sie hat nicht mal einen Beruf. In welchem Land die beiden gerade leben richtet sich nach seinem Job. Du hast Recht! Oh man - ich war lang so traurig, weil ich nicht das hab, was diese Freundin hat. Aber..sie hat ja gar nichts erstrebenswertes. Ich kapiere das gerade durch Deine Antwort nochmal besser. Ich will wirklich gar nicht das die hat. : )))


Die Frage ist, was Deine Hobbys sind und ob Du anderen vorschreiben willst, dass sie am WE bei Dir zu sein haben, obwohl Du selber nichts mit ihnen anfangen würdest. Ich meine z.B.: Wenn Du Lesen oder Zeichnen als Hobby hättest - müsste dann der Mann neben Dir sitzen und auch lesen oder könnte er allein was machen? Und sind Deine Hobbys partnerkompatibel, also kann man die zu zweit überhaupt machen?

Ich schreibe gerne und dazu brauch ich "Alleinezeit". Ideal wäre ein Partner der auch ab und an alleine was macht. Und ab und an machen wir gemeinsam etwas. Ich bin gern draussen. Ausgedehnte Spaziergänge liebe ich.

Wichtig ist, daß er, wenn wir dann gemeinsam was unternehmen GERNE mit mir zusammen ist.
Ich hatte mal einen Partner mit dem haben sich die langen Spaziergänge angefühlt, als ob ich ein heulendes, trotziges, sich auf dem Boden herumwälzendes Kind vor der Supermarktkasse neben mir herlaufen hätte.
Also er hat natürlich nicht geheult und gezetert und sich herumgewälzt. Er lief eisern schweigsam neben mir her. Aber es hat sich so angefühlt, als ob ich ihn hinter mir her zerre. Aus diesem Grund habe ich ihn dann letztendlich verlassen.

Der Punkt ist aber, dass viele Männer vielleicht gar nicht sehen, dass "keine gemeinsam verbrachte Zeit" (außer beim Essen, Wohnen, Alltag und Sex) ein wirkliches Problem in einer Beziehung ist und deswegen nicht gleich "nein" sagen zu einer Frau, die ihre Hobbys nicht teilt.

Jap. Hab ich auch so erlebt. Als ich angesprochen habe was ist, ist er aus allen Wolken gefallen und wusste nicht was ich meine. Für ihn war alles gut so wie es ist. Sehr interessant wie unterschiedlich wir ticken.

Mod: Bitte halten Sie sich an die Zeichenbegrenzung. Mehrteiler werden nicht veröffentlicht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #18
Ich denke, die Mischung macht es. Es sollten gemeinsame wie auch unterschiedliche Interessen da sein. Interessen, die nicht unter "gemeinsam" fallen, pflegt jeder auf seine eigene Art und Weise. Vielleicht liege ich falsch, aber macht das unseren Partner /Partnerin nicht auch interessanter?
 
  • #19
ich war lang so traurig, weil ich nicht das hab, was diese Freundin hat
Finde ich normal, weil man ja sich auch beim Betrachten immer das raussucht, was einem gefällt, und dann aber ummünzt auf das eigene Leben und wie man es sich außerdem noch wünscht. Die Bedingungen, die daran hängen, ein beneidetes Leben zu führen, die sind ja meist nicht sichtbar oder man ignoriert es einfach, weil die eigene Vorstellung davon so schön ist. Ich hatte auch mal so ein Erlebnis, wo ich echten Neid empfand und dann aber dachte: Um das zu haben, müsstest du so sein wie die Frau. Nicht, dass ich sie schlecht fand, im Gegenteil, ich hab sie bewundert nach Strich und Faden. Aber sie war ganz anders gestrickt als ich und ich fand gerade mein Leben gut, fühlte mich so als mich selbst gut, also hätte ich zwar dies und das auch haben wollen, aber nicht, wenn ich jemand anders als ich hätte sein müssen.

Ich finde gut, dass es unter euch Freundinnen ehrlich zugeht. Ich habe eine Bekannte, die dazu übergegangen ist, nur noch "perfekt" nach außen hin scheinen zu wollen mit allem, und das auch vor Leuten, die sie seit Jahrzehnten kennen und wissen, wieviel Schönrednerei dabei ist. Das kommt sicher durch ihr berufliches Umfeld, allerdings auch durch das Umfeld, das sie vor 7 Jahren durch ihr Kind bekam. Was diese Mütter sich verglichen haben mit "mein Kind krabbelt schon", "mein Kind spricht schon" usw., hab ich nicht für möglich gehalten. Da tobt ein Konkurrenzkampf, der für die Kinder auch absolut nicht gut sein kann.

Wenn man anfangen muss, sein Leben schönzureden, will man es auch schön darstellen und erzählt von seinen Problemen damit nicht und auch nicht vom Neid, den man auf andere empfindet. Den Neid finde ich normal, das Vergleichen auch, und ich würde auch zusehen, dass ich solchen Perfekte-Fassade-Menschen nicht noch Stoff liefere über mich, damit sie sich erheben können, dh. denen bestimmt nichts Negatives über mein Leben erzählen. Aber wenn man sich selber anfängt vorzumachen, dass alles toll und problemlos sei, und meint, dass man es jedem so demonstrieren muss, macht man sich auch einsam, weil man dann niemanden mehr haben wird, mit dem man mal ein Problem besprechen könnte. Je mehr Lügen, umso mehr Fassade fällt zusammen, wenn man sich dann doch öffnet.
 
  • #20
Letztlich entscheidend ist doch, sind solche Hobbies "teilbar" und wie intensiv wird das ausgelebt.
Treibt jemand als Hobby exzessiv Sport, lässt sich das eben nicht teilen, wenn der andere nicht auch so sportlich ist - oder soll der dann immer hechelnd hinterherlaufen?
Macht einer gerne Fernreisen, der andere Balkonien, weils ihm in der Fremde graust, gibts auch keine Kompromisse - weil ein Jahr Balkonien, eins Asien für beide jeweils eine Quälerei bedeuten würde.
Es sollte genügend Zeit übrig bleiben,die mit Dingen ausgefüllt werden, die beiden gefallen - wenn einer sich immer miesepetrig ins Stadion oder über Flohmärkte schleppt, bringt das "teilen" auch nichts.
Zwei unterschiedliche Charaktere in ein Schema zu pressen, bringt manchmal eben nichts ... dann passts eben nicht...
 
  • #21
Mein erster Gedanke war, dass es doch von den Hobbys abhängt. Zum Beispiel Autoschrauben kann man gut allein, aber ich habe auch schon mit Freunden längere Bastelstunden und -tage hinter mich gebracht und dabei eine schöne Zeit gehabt. Sport, Nähen, Natur, Wandern ... überall das gleiche.
Es gibt auch Ausnahmen, zum Beispiel Tanzen. Das kann man nicht allein. Und wenn der Eine Tanzen gehen will, der Andere aber nicht und es dann auch noch verbieten will. Und wenn andere Tanzpartner ins Spiel kommen, dann ist die Situation ungünstig. Für mich wäre es kein Problem, wenn das Vertrauen da ist.
Also an der Art des Hobbys liegt es nicht.

Manche haben einfach keine Hobbys, das finde ich schonmal langweilig und wenig attraktiv. Aber auch für diese Menschen findet sich ein passender Partner, wahrscheinlich hat dieser ebenso wenige Hobbys. Bestenfalls motivieren die sich gegenseitig und kommen ein wenig raus.

Ich finde wichtig, dass mein Partner überhaupt Hobbys und Interessen hat, auch wenn ich selbst diese an sich langweilig finde. Wenn jemand für etwas eine Begeisterung hat, dann macht es mir auch Spaß zuzuhören wie er darüber erzählt oder auch mal dabei zuzuschauen. Das bringt auch wieder eine wertvolle, schöne, gemeinsame Zeit, die die Partner verbindet.
Das ist doch wichtig, denn damit man sich in einer langfristigen Partnerschaft, mit eigenen Herrausforderungen und neben dem Alltag nicht entfremdet, braucht es gemeinsame Zeit. Hier liegt doch die Krux. Eine Partnerschaft braucht schöne gemeinsame Erlebnisse. Das können Hobbys, der allgemeine Austausch (ggf über eigene Hobbys, Arbeit, Kinder) oder auch Sex sein. Ich denke, dass ist das beliebteste gemeinsame Hobby. :)

Ausserdem hängt es davon ab, was die generellen Erwartungen an eine Partnerschaft sind. Wieviel Nähe oder Zeit für sich man benötigt. Braucht man viel gemeinsame Zeit, dann sollte diese auch sinnvoll gefüllt werden und dann braucht man auch gemeinsame Hobbys.
Paare die viel Nähe brauchen und keine Hobbys haben, sitzen dann einmal die Woche beim Lieblingsitaliener und schweigen sich an.... Würrgh...Da bleibe ich lieber allein....

Wie gehe ich damit um: Ich empfinde es als eine Art Wertschätzung, wenn ich mindestens ein wenig interesse an dem Hobby des Partners zeige, auch wenn es mich inhaltlich Null interessiert.
Das ist ein Zeichen von Respekt und handhabe ich bei Freunden genauso. Manchmal genügt es, dem anderen einfach mal zuzuhören. Das ist kein Verbiegen oder Selbstaufgabe, wie es in einem anderen Thread breit diskutiert wurde. Da Partnerschaft keine Einbahnstraße ist, bekommt man ja auch was zurück.
 
  • #22
Ausgewogen sollte es sein. Es ist schön wenn man überhaupt Gemeinsame Interessen hat. Jeder sollte auch unbedingt etwas eigenes haben. Zeit für sich alleine. Natürlich interessiere ich mich für Dinge die meine Partnerin macht, heißt aber nicht das ich dafür Feuer und Flamme sein muss. Sich interessieren bedeutet nicht verinnerlichen. Man muss nicht zwingend Hobbys miteinander haben. Dann sollte die Zeit die man Gemeinsam verbringt aber ganz besonders beachtet und genossen werden. Wenn das funktioniert ist für mich alles gut. Aber! Natürlich ist es schön auch ein Hobby
( Freizeit ) zusammen zu haben. Aber wenn der eine das nur zur Liebe für den anderen macht, ist es nicht das was man braucht. Dann lähmt es eher.Und das brauchen beide nicht. Dann lieber jeder sein eigenes Hobby und Abends dem anderen gespannt (Grins...) lauschen, wieviele Birdies man fast geschafft hätte.Lach...
m46
 
  • #23
Ich denke das alte Sprichwort von wegen Gegenteile ziehen sich an stimmt beim kennen lernen und Möglichweise auch bei Freundschaft-Plus oder ähnlichem aber ich bin der Meinung, dass es für eine langfristige Beziehung auf jeden Fall gemeinsame Hobbys und Interessen braucht. Vor allem, wenn es um eine Passion geht oder man ein wirklich großer Fan von etwas ist. Natürlich braucht auch jeder etwas für sich und das ist ja auch ganz normal aber ist doch etwas sehr schönes wenn man etwas hat was einen verbindet und worüber man sich immer austauschen kann.
 
  • #24
Ich finde wichtig, dass mein Partner überhaupt Hobbys und Interessen hat, auch wenn ich selbst diese an sich langweilig finde.
Richtig. Weil es einem die ständigen Vorwürfe erspart, daß einem etwas anderes wichtiger ist als der Partner. Denn in der Gesellschaft von Menschen, die sich nicht selbst beschäftigen können und keiner Motivation zugänglich sind („zu viel Action”), aber ständig Aufmerksamkeit wollen, erleidet man früher oder später eine Art Gefängniskoller, kann sich auch selber zu nichts mehr motivieren oder für irgend etwas Interesse entwickeln: es liefe ja doch wieder nur auf Zank hinaus. Negative Konditionierung.

Da haben es die Menschen, die alles immer nur zusammen machen wollen, ja noch besser. Da kommen die eigenen Interessen, so sie denn partnerkompatibel sind, wenigstens an jedem zweiten Tag zur Geltung.
 
  • #25
Wobei viele Frauen sich ja anfangs bemühen, das interessant zu finden, was der Mann toll findet (ich will nicht sagen: Interesse heucheln). Also sie täuschen den Mann, weil sie ihn wollen.
So negativ sehe ich das nicht. Mehrfach im Leben habe ich mich anfangs nur einer Freundin oder einem Partner zuliebe für etwas interessiert - Musikrichtung, Hobby, z.B. - und siehe da, oft habe ich dsnn auch richtiges Interesse bzw Gefallen daran entwickelt. Inspiration durch andere, ist doch gut wenn man offen dafür ist.
 
  • #26
Mehrfach im Leben habe ich mich anfangs nur einer Freundin oder einem Partner zuliebe für etwas interessiert - Musikrichtung, Hobby, z.B. - und siehe da, oft habe ich dsnn auch richtiges Interesse bzw Gefallen daran entwickelt.
Ja, es ist allerdings etwas vollkommen anderes , zu sagen: Ich gehe mal mit zu dem, was dir Freude macht - vielleicht gefällt es mir auch - als Interesse an einer Sache zu heucheln, obwohl keines da ist.
Gemeinsamkeiten vorzuspiegeln ist meiner Meinung nach auch eine Art der Lüge.
 
  • #27
Auch wenn das jetzt unromantisch klingen mag, aber gemeinsam zu leben bedeutet, eine gewisse Zeitökonomie zu beachten. Will sagen, wenn die Schnittmenge an gemeinsamen Interessen eher gering ist, aber jeder seine Hobbys wie vor der Beziehung ausleben will, dann wird man gemeinsam nur wenig Zeit verbringen. In so einem Fall ist es ganz gut, wirklich offen für neue Interessen und Tätigkeiten zu sein, die vom Partner kommen. Damit erhöht sich auch die gemeinsame Zeit.

Nur ist es leider so, dass die Menschen im Alter (stöhn, ächz) unflexibler werden, sich für neue Dinge zu begeistern. Ich beobachte das an einigen neuen Pärchen, die sich mit Ü40 kennengelernt haben. Dann versucht eine Seite nachgiebig zu sein und die Dinge zu machen, die der Partner mag. Umgekehrt probiert der Partner vielleicht einmal aus, eine neue Sache zu probieren und sagt dann, das sei nichts für ihn/sie. Es entsteht ein Ungleichgewicht in der Partnerschaft. Eine Seite muss die eigenen Lebensgewohnheiten kaum ändern, während die andere Seite durch ständiges entgegenkommen versucht die Beziehung zu erhalten.

Ich kann deshalb nicht verstehen, warum man gemeinsame Interessen quasi als "nice to have" ansieht, als wenn das in einer Beziehung nicht wichtig ist. Das Gute ist, es sind Eigenschaften, die man beim Kennenlernen schnell herausfinden kann. Das Schlechte ist, viele finden eine erotische Ausstrahlung noch viel wichtiger.
 
  • #28
Liebe FS
Ich scheine mir intuitiv immer jemanden zu suchen, der ein bisschen was Bekanntes mit sich trägt, aber auch etwas Neues und Unbekanntes in mein Leben bringt. Was zu exotisch oder zu familiär ist, das zieht mich gar nicht erst an.
Es hat sich daher bislang organisch ergeben, dass immer eine ausreichende Schnittmenge an Interessen da gewesen wäre. Was allerdings unersetzlich ist und nicht automatisch mitgeliefert wird: Dass man sich selbst sein darf. Das finde ich fast wichtiger. Wenn ein Partner nicht so gern tanzt oder singt oder Netflix schaut wie ich, dann ist das voll in Ordnung. Schade fände ich es einfach, wenn er mich dafür kritisieren und ich mich unwohl in seiner Nähe fühlen würde.
 
  • #29
Schreckliche Vorstellung: ein Partner, der alles gut findet, was ich mache bzw. was mich interessiert. Umgekehrt genauso.

Dennoch muss die Richtung stimmen. Damit meine ich die Weltanschauung, seine oder meine Freunde - nicht unbedingt alle, aber die Mehrzahl. Grundsätzliche Vorstellungen von Bewegen und Ruhe-miteinander-haben. Auch hätte ich wohl Probleme mit einem Mann, der nicht weiß, wie man ein Buch hält.

Ansonsten genieße ich, dass ich Einblick in seine Wichtigkeiten bekomme und zeige ihm gerne die meinen. Daneben macht jeder von uns auch "seines", das bringt neue Impulse in das Zusammenleben. Wir fahren beispielsweise mehrmals jährlich getrennt in Urlaub, er mit seinen Freunden, ich mit den meinen. Das geht gut, weil wir zusätzlich ausgedehnte gemeinsame Reisen unternehmen. Wir haben einen sehr ähnlichen Musikgeschmack und stehen meist zu zweit in der Küche. Dass es dort nie Auseinandersetzungen gibt, genieße ich sehr.

Unser "Hobby" ist das Leben. Und das bekommen wir gemeinsam ganz gut hin.
 
T

trust&love

Gast
  • #30
Ein herzliches Hallo in diese illustre Runde!

Gemeinsame Interessen in einer Partnerschaft; ein sehr interessantes Thema wie ich finde.

Aber ich frage mich, wie es mit jenen potenziellen Kandidaten aussieht, welche nur ein wahres Hobby haben. Wenn sie sich nur einer Sache mit Leib und Seele, Haut und Haaren verschreiben. Beispielsweise, wenn sie ihr Hobby zu ihrem Beruf machen, wenn sie es als ihre Berufung, ihre Erfüllung ansehen.

Wird es dann umso schwieriger für diese Menschen einen Partner zu finden oder in umgekehrte Richtung gefragt, wäre dies eine Art Belastungsprobe für eine Beziehung?
 
Top