• #1

Ist fehlender Sex wirklich ein Trennungsgrund?

Hallo
Meine Frau und ich sind seit 10 Jahren verheiratet und haben zwei Mädchen (6 und 8). Seit der Geburt des zweiten Kindes haben wir keinen Sex mehr. Meine Frau mag nicht mehr und fühlt sich ständig schlapp. Eine Therapie vor 3 Jahren haben wir abgebrochen.
Nun hab ich bei der Arbeit eine andere Frau kennengelernt und mit ihr eine Verhältnis begonnen. Es ist sehr schön und aufregend - aber ich kann doch nicht wegen so was meine Frau verlassen, oder? Ich weiss, dass das nicht die feine Art ist. Aber ich glaube nicht, dass ich mit meiner Frau körperlich nochmals zusammenkommen werde. Ich fühle mich aber doch irgendwie verbunden mit ihr und ich liebe meine Töchter. Aber ich kann doch nicht für den Rest meines Lebens auf eine befriedigende Sexualität verzichten, oder?
 
  • #2
Wieso haben soviele Leute nicht verstanden, dass zu einer monogam Beziehungn Beziehung KEIN ausserehelicher (ihr seid sogar verheiratet) Sex gehört?
Hättest du das nicht vor dem Seitensprungficken ansprechen und klären können?

Sag es bloss deiner Frau, damit sie weiss, dass ihr eine Ansteckung mit Geschlechts-, ansteckenden Hautkrankheiten oder sonstiges droht und sie nicht blind der Gefahr ausgesetzt ist.
Es gibt auch Sexualpraktiken wo ein Kondom eher ungewöhnlich ist...
 
  • #3
Deinen Betrug lasse ich jetzt mal außen vor. Ist das falsche Thema für mich.
Aber du hast seit mind. 6 Jahren keinen Sex mehr mit deiner Frau. Was mich interessiert. Habt ihr das mal als Problem thematisiert und nach der Ursache und Lösungen gesucht. Hätte sich deine Wartezeit auch auf sagen wir mal 10 Jahre oder mehr verlängert, wenn du diese Nebenfrau nicht kennen gelernt hättest?
Wenn mir Sex so Wichtig ist, ihn aber aus unerklärlichen Gründen nicht zuhause bekommen kann, dann warte ich doch nicht Sechs Jahre und eine Bekanntschaft lang ab um mir eine solche Frage zu stellen.
Ist deine Frau Krank? Gibt es andere Anzeichen warum sie nicht mag. Könnte es auch an dir liegen? Whatever!
Ok die Geschichte mit den Kindern, gerne oft genommen. Aber wie ist deine Ehe ausserhalb des Sexleben. Versteht ihr Euch gut. Ist sonst alles Harmonisch? Und, und ,und?
Was möchtest du denn in einem Forum nun hören auf eine solche Frage?
Einen Freibrief das du verstanden wirst weil du keinen Sex mehr bekommst und du alles Recht der Welt hast, auch Glücklich zu sein?
Bitte nicht falsch verstehen, aber ich möchte dich nicht ver - oder beurteilen sondern nur andere Gedankengänge anregen, bevor du voreilig die Flinte ins Korn wirfst. Bevor du etwas doch nicht so übles wegwirfst nur weil deine Hose ( verständlicherweise) juckt wie verrückt.
Aber ich glaube nicht, dass ich mit meiner Frau körperlich nochmals zusammenkommen werde.
Warum denkst du das. Wir können alle hier nicht in deinen Kopf sehen. Was sollen wir denn darauf gescheites antworten?
m46
 
  • #4
Warum so kompliziert?
Frag nicht uns, sondern Deine Frau.

Offensichtlich bist Du Dir doch unsicher darüber, ob es überhaupt gerechtfertigt ist, daß Du wegen fehlendem Sex Deine Frau verläßt.
Ich kann Dir sagen - Du mußt es nicht tun.
Sprich mit Deiner Frau darüber und mache ihr klar, daß Du die sexlose Zeit nicht mehr weiter hinnehmen willst und gleichzeitig aber Rücksicht auf ihre Gefühle nehmen willst. Sage ihr, daß es für Dich inakzeptabel wäre, sie durch Druck bei ihr zu bleiben zum gemeinsamen Sex bringen.
Sage ihr, daß Du vielmehr soviel Achtung und Respekt vor ihr hast, daß Du statt dessen auf Dauer auf Sex mit ihr (Deiner Frau) verzichtest und dieses Deine Bedürfnis mit einer anderen Frau erfüllend erleben wirst.

Wenn Deine Frau charakterlich gefestigt ist, wird sie dieser Handlungsweise zustimmen, weil auch ihr Dein Wohlergehen am Herzen liegt und sie auf Deine sexuellen Bedürfnisse nach mehr (bzw. überhaupt) Sex ebenso mitfühlend eingehen und zustimmen wird, wie Du bei ihrem Bedürfnis nach wenig bis null Sex.
Im Allgemeinen gestehen nämlich Frauen ihren Männern dieselben Rücksichten zu, wie ihre Männer ihnen gegenüber an den Tag legen, weil Frauen üblicherweise empathisch reagieren.

Eine Frau, die erfährt, daß ein Mann mit Rücksicht auf ihre Bedürfnisse auf Sex oder das Drängen zum Sex mit ihr verzichtet, wird (sofern sie charakterlich gefestigt ist) im Gegenzug ihrem Mann in Rücksicht auf seine sexuellen Bedürfnisse zugestehen, diese dann mit einer anderen Frau ausleben zu können, ohne daß der Haussegen deswegen schief hängt. Sowas ist gelebte sexuelle Gleichberechtigung und eigentlich selbstverständlich.

Du wirst sehen, daß Dein größtes Problem bei einer solchen Konstellation eher nicht die Zustimmung Deiner Frau zu dieser Konstellation sein wird, sondern eher die Zustimmung Deiner Affäre, die Dich mit Sicherheit ganz für sich haben will.

m47

Der Hausfreund - nicht der Freund des Mannes
entzweit sehr oft das Ehepaar.
Die Hausfreundin nimmt dann
den Rest als ihre Chance wahr.
 
  • #5
Du könntest aber ehrlich sein. Was Du jetzt machst, ist wegen Deines Bedürfnisses und Deiner Feigheit einfach mal zwei Frauen vera***, falls Deine Geliebte denkt, dass Du Dich trennst. Und ich nehme an, dass sie das tut, weil Du hier auch mit dem Gedanken spielst, Deine Frau zu verlassen, es aber nicht willst.
Die eine benutzt Du als trautes Heim, die andere zum Sex und beide denken, sie hätten einen ehrlichen Mann.

Gegen Dein Bedürfnis "Sex" ist absolut nichts zu sagen, aber wie Du das umsetzt, ist daneben (und wie üblich).
Welches Bild hast Du von Dir als Mann, ein positives? In die Augen Deiner Frau gucken, geht noch? Die Bettfrau zählt ja überhaupt nicht bei Dir, die ist Deine Bedürfnisbefriedigerin, und was sie sich erhofft, ist Dir nicht mal egal, Du denkst ja nichtmal drüber nach, denke ich. Das ist meist so, dass es dem Mann immer nur um den Mann geht. Und danach um die belogene Ehefrau. Das Mittel zum Zweck scheint gar keine Gefühle haben zu dürfen. Gut, das ist nunmal so, wenn man sich mit einem Verheirateten einlässt - sie wird Teil der Ehe"therapie", die der Mann sich ausgedacht hat allein für sich, und denkt aber, sie kriegt einen Partner. Ich will Dir die Verantwortung dafür auch nicht geben, dass sie Dir glaubt. Das sind einfach Lebenserfahrungen für sie.
Die Erfahrung Deiner Frau wird sein, falls es rauskommt, dass sich eine sexlose Ehe nunmal nicht aufrecht erhalten lässt, ohne dass der Mann, wenn er noch Sex will, entweder sich trennt (was ich erwachsen finde) oder eine offene Beziehung will, und wenn die nicht geht, sich dann trennt (was ich auch erwachsen finde) oder seine Frau einfach mal hintergeht und weiterhin den netten Gatten mimt (was ich kindisch-egozentrisch finde, weil er denkt, nur seine Bedürfnisse zählten, egal, wie er sie durchsetzt. So sind Kinder drauf, und bei denen ist das auch normal bis zu einem gewissen Alter).

Wie es nun weitergeht, musst Du wissen. Vermutlich geht Deine Ehe kaputt, wenn es rauskommt. Wäre sie vielleicht auch, wenn Du die offene Bez. angesprochen hättest.
Eine Beziehung ohne Sex geht auch in meiner Welt nicht, wenn das bedeutet, dass einer doch Sex will. Aber Du kannst nicht Deiner Frau die Verantwortung aufhalsen, dass Du fremdgehen "musst", und alle wie Statisten in Deinem Bedürfnisuniversum hin und her schieben. Zumindest die Bettfrau wird das vermutlich nicht lange mitmachen.

Tja, was tun? Du wirst Deine Frau gut kennen. Was will sie? Ehrlichkeit? Würde sie es lieber nicht wissen wollen und Du lebst ab jetzt sexlos oder beendest es nicht und lebst, wenn Deine Bettgespielin Dich durchschaut hat und geht, mit anderen Sexaffären und lebenslangem Lügen?Bedenke dabei, dass auch Frauen, die im Bett eines Verheirateten waren, sehr sauer werden können, wenn sie rausfinden, dass sie veräppelt wurden. Also da steht Dir vielleicht sowieso die Aufdeckung bevor, sodass eine Flucht nach vorn das beste wäre?
 
  • #6
Doch kannst Du !
Nein kannst Du nicht !

Was denn nun. Sinnvoll wäre gewesen vor dem Fremdgehen drüber nachzudenken. Wie willst Du aus der Nummer rauskommen. Entscheide Dich zwischen den zwei Möglichkeiten und handele und jammere nicht.

M 47
 
  • #7
Meine Frau mag nicht mehr und fühlt sich ständig schlapp. Eine Therapie vor 3 Jahren haben wir abgebrochen.

Dein hier gewählter NIckname ist sehr sprechend. Ich hätte da viele "Warum"-Fragen, auf die du aber nur sehr vage Antworten zu haben scheinst, "warumauchimmer"...

Wenn sogar eine Therapie begonnen worden ist, gibt es doch sicherlich einen angedeuteten Grund für das Nicht-Mehr-Mögen und die ständige Schlappheit? Und wer ging zu dieser Therapie? Ihr beide? Warum wurde sie von einem "wir" abgebrochen? War es eine Paar-Therapie? Wenn ja, was war denn der Grund für das Abbrechen?

Nun hast du einen anderen Weg eingeschlagen und deswegen Gewissensbisse. Auch hier: man kann dir (hier und auch woanders) schlecht raten, wenn du keine Hintergründe mitteilst. Deine Frau will nicht mehr. Das ist alles. Es gibt, wie in den meisten dieser hier sehr häufig diskutierten Fälle, eine Vielzahl von Gründen. Sie können medizinisch, psychisch sein oder in der Art eures Zusammenlebens und in ihrem Erleben eurer Partnerschaft begründet sein.

Wenn du was retten willst, musst du anfangen zu arbeiten. Und zwar zuerst an dir. Schonungslos. Und dann musst du sowieso sehen, wie du mit dem Seitensprung umgehst - ob das Kind nicht schon längst in den Brunnen gefallen ist? Die Affäre läuft noch, nicht wahr? Eine schlechte Ausgangslage für einen Neubeginn.
 
  • #8
Ich bin auch erstaunt, dass deine Arbeitskollegin dir skrupellos behilflich ist. Ist sie auch bei anderen Kollegen behilflich?
Normalerweise lässt sich doch keine Frau mit Niveau mit einem jammernden verheirateten Mann ein.
Du hast ihr doch die Wahrheit gesagt?

Feigwarzen, Fusspilz, Kopfläuse, Schamläuse ...alles ansteckende Sachen außerhalb Standardsexgefahren wie Tripper, HIV...usw
 
  • #9
Ich verstehe es nicht, warum redest du nicht darüber? Da ihr schon mal eine Therapie gemacht habt, sind gewisse Themen ja wohl durch aus bekannt?! Es sollte jedem Menschen klar sein, dass solche Themen nicht durch verschweigen und verdrängen einfach in den Äther verschwinden. Sprich mit deiner Frau ehrlich über deine Bedürfnisse. Das du ohne Sex unglücklich bist, ist dein gutes Recht und verständlich. Sexualität ist ein Grundbedürfnis. Jeder normal denkenden Frau sollte klar sein, dass ein gesunder Mann eine Libido hat.....Wenn sie selber keine Lust mehr hat, ist sie vielleicht froh, wenn du dir deine Befriedigung unkompliziert wo anders holst?! Es kann kaum in ihrem Interesse sein, dass dieses Damoklesschwert ständig über euerer Ehe schwebt. Ich würde mich aber an deiner Stelle mal fragen ob es wirklich nur der Sex ist?! Du solltest deinen Ethos mal überdenken. Kinder sind kein Grund eine Ehe zu führen, in der eine oder vielleicht beide Parteien unglücklich und unzufrieden lieblos nebeneinander her leben. Seid ihr ein gutes Team? Schätzt du deine Frau und liebst sie vielleicht sogar? Dann sei ehrlich zu dir und zu ihr. "Wegen sowas" finde ich übrigens eine ziemlich moralinsaure Herabwürdigung deiner Affäre. Für mich schmeckt das nach Doppelmoral und da fängt dein eigentliches Problem schon an. Steh zu deinen Bedürfnissen, werte sie nicht (wenn vielleicht auch unbewusst) selber ab. Genau so wenig, wie die Frauen die gerade in deinem Leben sind.
 
  • #10
Wie sieht es denn deine Frau? Warum hat sie keine Lust mehr auf Sex mit dir?

Ich kenne das selbst aus meiner Ehe. Es lag aber nicht an mangelnder Lust an sich, sondern an dem Verhalten meines Mannes mir gegenüber, was dazu führte, dass ich IHN nicht mehr begehrte.

Ich denke es macht mehr Sinn über Lösungen nachzudenken, wenn du die Ursache des Problems kennst.

Es gibt ja auch noch andere Lösungen als Trennung.
 
  • #11
Lieber FS, selbstverständlich kannst du für den Rest deines Lebens auf Sex verzichten, auch heutzutage gibt es Männer, die im Zölibat leben. Aber du willst es nicht mehr.

Mit der Heirat seid ihr beide ein Versprechen eingegangen, das sogenannte Eheversprechen. Integraler Bestandteil dieser zivilrechtlichen Übereinkunft ist der eheliche Verkehr. Deine Frau verweigert ihn nun schon seit sechs Jahren. Sie kann sich doch unmöglich die gesamte Zeit nur schlapp fühlen, das ist unmöglich.
Es müssen daher andere Gründe maßgebend sein, sei es, dass sie dich nicht mehr begehrt oder nur als Mittel zum Zweck des Kinderkriegens benutzt hat, oder ob ihr der herkömmliche Verkehr Schmerzen bereitet. Da die Kinder inzwischen aus dem Gröbsten heraus sind, ist hier dringend über eine Trennung nachzudenken, diese wird ohnehin irgendwann erfolgen. Hättest du schon vor fünf Jahren Konsequenzen gezogen, anstatt auf Dulden und Harren zu setzen, wäre deine Ehe schon lange eine ferne Erinnerung, dir würde es in einer Partnerschaft
mit einer neuen heißblütigen Frau viel besser gehen.

Die einzige Alternative dazu wäre die Öffnung der Ehe, du würdest dir Sexpartnerinnen außerhalb(ob gewerblich oder nicht) suchen, und sie würde still zu Hause leiden. Das ist aber auch keine erfreuliche Lösung.

Nach ein Lob von Mann zu Mann: sechs Jahre Enthaltsamkeit, um eine gescheiterte Ehe zu retten, soviel Seelenstärke hat nicht jeder, ich ganz gewiss auch nicht.
 
  • #12
Nun hab ich bei der Arbeit eine andere Frau kennengelernt und mit ihr eine Verhältnis begonnen. Es ist sehr schön und aufregend - aber ich kann doch nicht wegen so was meine Frau verlassen, oder?

Schwierig, da eine Pauschalantwort zu geben. Aber:
  • wenn Deine Frau keinen Sex mehr haben möchte, solltest Du das natürlich respektieren
  • Wenn Du weiter Sex haben möchtest, sollte sie das auch respektieren
  • es bleibt im Grunde, das entweder offen anzusprechen (und auch die Gründe zu klären) oder ihr Einverständnis (heimlich) vorauszusetzen, denn ihr dürfte ja klar sein, dass Du weiter Sex möchtest. Ich würde das offen ansprechen.
  • Ob Du sie verlässt, hängt davon ab, wie wichtig Dir Sex ist und wie wichtig ihr die Beziehung ist, auch wenn Du in Form einer offenen Beziehung weiter Sex hast.
Wieso haben soviele Leute nicht verstanden, dass zu einer monogam Beziehungn Beziehung KEIN ausserehelicher (ihr seid sogar verheiratet) Sex gehört?

Die haben öfter mal Partner(innen), denen entgangen ist, dass für sehr viele Menschen Sex zu einer Beziehung gehört. Dann ist ausserehelicher Sex natürlich überflüssig.


Sag es bloss deiner Frau, damit sie weiss, dass ihr eine Ansteckung mit Geschlechts-, ansteckenden Hautkrankheiten oder sonstiges droht und sie nicht blind der Gefahr ausgesetzt ist.

Keine Gefahr. Die beiden haben ja seit 6 Jahren keinen Sex mehr...
 
  • #13
Also die Aburteilung des FS durch @kcLydia und ihre Ausdrucksweise gehen gar nicht.
Es ist ein Wunder, dass es der FS sechs lange Jahre ohne Sex ausgehalten hat (wenn das denn stimmt). Kann ich kaum glauben dass es Menschen solange ohne körperliche Intimität aushalten. Ich könnte das nicht.

Und sorry, eine Ehefrau, die sechs Jahre lang ihren Mann hinhält und den Sex verweigert, muss selbstverständlich damit rechnen, dass sich ihr Ehemann außer Haus umsieht.
So naiv kann keine Frau sein zu denken ihr Mann lebt jetzt die nächsten 50 Jahre ihr zuliebe ohne Sex.

Von daher kann ich dich verstehen lieber @warumauchimmer. Du bist schwach geworden, und das ist menschlich. Wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein.

Nur solltest du jetzt Klartext sprechen mit deiner Frau. Ihr erklären wie die Sachlage ist, und dass sie nicht unschuldig ist dabei (es sei denn sie ist schwerkrank seit sechs Jahren).

Entweder ihr kriegt nochmal die Kurve (das läge an ihr) oder du trennst dich sauber.

Eine andere Möglichkeit wäre dass sie es billigt, dass du dir den fehlenden Sex und die ersehnte Intimität woanders holst und sie eurer Ehe und der Kinder zuliebe die Augen zudrückt.

Sie kann nicht erwarten, dass du noch jahrelang oder jahrzehntelang ihr zuliebe sexlos lebst.

Wie auch immer - du musst mit ihr sprechen und sie aufklären.
Es liegt an ihr was sie damit macht.

Alles Gute
 
  • #14
Wieso haben soviele Leute nicht verstanden, dass zu einer monogam Beziehungn Beziehung KEIN ausserehelicher (ihr seid sogar verheiratet) Sex gehört?
Hättest du das nicht vor dem Seitensprungficken ansprechen und klären können?

Sag es bloss deiner Frau, damit sie weiss, dass ihr eine Ansteckung mit Geschlechts-, ansteckenden Hautkrankheiten oder sonstiges droht und sie nicht blind der Gefahr ausgesetzt ist.
Es gibt auch Sexualpraktiken wo ein Kondom eher ungewöhnlich ist...
Ja, sie sind sogar verheiratet... Und haben seit sechs Jahren keinen Sex miteinander (demnach kann sie sich auch nicht mit sonstwas anstecken). Frau will nichts Körperliches mehr, gemeinsame Therapie vor drei Jahren abgebrochen, er fühlt sich ihr irgendwie verbunden (während er die KInder liebt) - hört sich für mich so an, als wenn die Miesere thematisiert wurde. Für mich stellt sich dann die Frage, ob es tatsächlich noch eine Ehe ist oder eine Art Zweck-, Versorgungs-, Lebensgemeinschaft. In meinen Augen könnte damit das Recht auf Exklusivität in Bezug auf das Sexleben einfach nicht mehr vorhanden sein - es gibt ja keines mehr. Ganz provokant gefragt: Warum nicht auslagern, wenn unterschiedliche Bedürfnisse in diesem Bereich da sind? Wäre ja eine win-win-Situation, wenn... ja wenn da nicht gekränkte Eitelkeit, anerzogene Moralvorstellungen und was weiß ich noch alles ins Spiel kommen würden. Unlogisch aus meiner Sicht! Selbstredend, das aber Unehrlichkeit fies und nicht in Ordnung ist.
 
  • #15
Nein, Du musst keinen Sex mit der Affäre haben.

Erinnere Dich, was Du mal Diener Frau geschworen hast.

Nein, Deine Frau muss keinen Sex mit Dir haben, wenn Sie nicht will.

Nein, Ihr müsst diese Beziehung nicht weiterführen.
Die Beziehung ist am Ende, schon längst.

Nur für die Kinder müsst ihr auch keine Ehe führen. Irgendwann werden die Kinder merken, dass es bei ihren nicht stimmt, ganz schlecht.

Dein Leben ist eine Lüge. Führe ein ehrlicheres Leben.
 
  • #16
@Lebens_Lust bzgl.des ersten Teils ging es bei mir noch weiter. Ich hätte den Anspruch gehabt, dass der Fragesteller vor Beginn der Affäre das hier klärt und nicht mitten in einer laufenden Affäre.

Vorausgesetzt die 6 sexfreien Jahre stimmen, ist dennoch seine Frau einer erheblichen Ansteckungsgefahr ausgesetzt, wenn sie davon nichts weiss. Aber mit meinen Beispielen ansteckende Warzen, Fusspilz, Läuse, Gesichts-Herpes auch seine Kinder.
Bettwanzen heften sich glaube ich auch an die Kleidung an und können so neue Wohnungen zum Vermehren erobern.

Ich teile die Einschätzung, dass bzgl. Sex beide glücklich sein sollten, egal wie häufig und ob das Paar Sex hat.
Aber es kann nicht angehen, dass 6 sexfreie Jahre in der Ehe als etwas besonders gutes aufopferungsvolles gesehen werden, was ist mit körperlich behinderten Männern, die nie eine Partnerin haben, was ist mit männlichen Singles, die 6 Jahre solo sind und auf Selbstbefriedigung setzen.
Das nur der Vollständigkeit halber.

Der Ansatz von Joggerin ist sehr nachgehenswert, ist die Frau vor Frust in Sexstreik getreten, weil es zu schlecht war?
 
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  • #17
Ich finde es wirklich erschreckend, wie barsch hier mit dem Fragesteller umgegangen wird. Auch in Bezug auf die Geschlechtskrankheiten. Als wäre er durch das Fremdgehen eine wandelnde ABC-Waffe.

Sex ist ein Bedürfnis und nur weil die Ehefrau nicht mehr möchte, kann es nicht sein, dass der Fragesteller auch darauf verzichten soll. Das der Fragesteller nach sechs Jahren irgendwann schwach wird, ist meines Erachtens verständlich. Ich kenne beide Seiten. Auf meinem damaligen Ehemann hatte ich irgendwann keine Lust mehr. Da wäre ich froh gewesen, wenn er sich den Sex irgendwo anders geholt hätte. Somit hiess es für mich immer Augen zu und durch.

Nach der Trennung war ich fünf Jahre alleine und mein nachfolgender Partner wollte keinen Sex. In den fünf Jahren Beziehung hatten wir vielleicht 10 × Sex. Diese Situation war für mich ebenfalls ganz, ganz furchtbar. Ich wollte ja mit ihm schlafen und nicht mit irgend jemand anderem. Aber es hätte mir ebenso gut passieren können, wenn jemand Passendes über den Weg gelaufen wäre, dass ich auch schwach geworden wäre.

Berufsbedingt habe ich mit vielen fremdgehenden Männern zu tun.Und auch da höre ich immer wieder die gleiche Geschichte. Ich liebe meine Frau, wir sind ein tolles Team, wir vertrauen uns, wir können über alles reden, das Haus, die Kinder nur dieser eine Punkt passt nicht mehr. Und da sehe ich sehr oft, wie stark doch diese Männer mit sich hadern. Aber sie haben auch das Bedürfnis nach Nähe, Zärtlichkeit, Verständnis und natürlich auch Sex.

Lieber Fragesteller, ich möchte dein Tun nicht gutheißen. Aber ich habe vollstes Verständnis für dich, sechs Jahre sind eine sehr lange Zeit. Was denkt denn deine Ehefrau? Glaubt sie, du hättest dein Bedürfnis abgeschaltet? Und was ist mit deiner Geliebten ? Ist sie auch verpartnert ? Erwartet sie jetzt von dir, dass du dich trennst ? Kannst du dir mit der neuen Frau überhaupt eine Beziehung vorstellen ? Vielleicht solltest du erst mal diese Fragen für dich klären. Und dann würde ich schauen, Ob eine Trennung überhaupt in Frage kommt. Ich meine ganz ehrlich, sofern deine Geliebte keine Beziehung mit dir möchte, nimmt man deiner Ehefrau ja nichts weg.

Ich wünsche dir alles Gute und vor allen Dingen gute Entscheidungen.
 
  • #18
Aber ich kann doch nicht für den Rest meines Lebens auf eine befriedigende Sexualität verzichten, oder?

Deine Frau mag nicht mehr, fühlt sich ständig schlapp.
Ich gehe davon aus, dass Du Deinen Frust sachlich ihr kommuniziert habt (falls nicht, kommunizieren).
Die Ehetherapie hat nichts gebracht.
Ergo: Ihr beide habt alles versucht, es funktioniert nicht mehr.

Du weißt selber, dass es nicht die feine Art ist, den Partner zu betrügen. Habt ihr beide über eine Trennung gesprochen? Oder über das Öffnen der Beziehung? Vielleicht ist letzteres ein Lösungsansatz, weil Deine Frau nicht mehr mit Dir schlafen will, aber mit anderen Männern.

Die eigenen Bedürfnisse sollten nie auf Dauer vernachlässigt werden.

Einigt Euch pragmatisch und für beide Seiten fair.
 
  • #19
Ich mag nicht so richtig glauben, dass der mangelnde Sex das ursprüngliche Problem ist. Das liegt vermutlich ganz woanders und ihr sitzt das seit 6 Jahren aus. Das einzig auf deine Frau zu schieben, ist zu einfach. Beide scheint ihr unter Trennungsängsten zu leiden- eine solche sexlose Konstellation in relativ jungen Jahren macht in der Regel unglücklich. Deine Frau war das vielleicht mit gewissen Aspekten der Beziehung schon vorher und hat dann den Sex eingestellt. Beide kriegt ihr irgendwie nicht die Kurve, obwohl ein Therapieversuch ja schon ein guter Start war. Klingt, als würdet ihr eure Bedürfnisse massiv verleugnen. Auch du willst doch bestimmt etwas anderes, als du jetzt hast, oder? Was nun? Es wird eine Entscheidung fällig, denke ich mal. Rede mit ihr. Sag ihr alles. Hör ihr zu. Eure Ehe ist längst den Bach hinunter gegangen, das müsst ihr beide wohl akzeptieren. Ob es Rettung gibt, weiß ich nicht. 6 Jahre (und vermutlich davor schon viel länger) sind eine lange Zeit. Als Vater und Mutter könnt ihr für eure Kinder da sein. Als Partner haben sie mit euch leider ein denkbar schlechtes Modell.
 
  • #20
...Eheversprechen. Integraler Bestandteil dieser zivilrechtlichen Übereinkunft ist der eheliche Verkehr.
Wow, ist das so ?
Rechtlich oder moralisch oder tradiert oder wie ?
Ja, früher gab es den Begriff 'eheliche Pflicht', damit hing auch zusammen, dass Vergewaltigung in der Ehe nicht strafbar war.
Das ist aber meines Wissens abgeschafft worden.

Du meinst aber, das gilt immer noch als Vertragsbestandteil einer Heirat, die Garantie auf lebenslangen Sex bzw. solange einer der beiden darauf besteht ?
Und du hältst es für legitim, auf die Einhaltung dieses Vertragsbestandteils zu pochen ?
Du könntest dir vorstellen, mit deiner Frau zu schlafen in dem Wissen, sie erfüllt nur den Vertrag ?

Oder wolltest du nur sagen, dass die einseitige Nichteinhaltung des Vertrags zur Aufhebung dessen berechtige ?
Nun, du brauchst keinen Grund, man kann sich ganz ohne Begründung scheiden lassen.

Wow, noch ein Grund nicht zu heiraten !

w 50
 
  • #21
Mich würde interessieren, ob ihr wirklich seit sechs Jahren gar keinen Sex mehr habt oder ob das jetzt einfach nur eine maßlose Übertreibung von dir ist, um uns mehr Verständnis abzuhaschen. Ich möchte nämlich fast drauf wetten, dass du mit "seit der Geburt des zweiten Kindes" einfach nur meinst, dass der Sex einmal wöchentlich und ziemlich kurz stattfindet. Der deutsche Durchschnitt vielleicht.

Ich finde nicht in Ordnung dass du fremd gehst und Verständnis dafür möchtest indem du nachschiebst, es gäbe ja angeblich seit sechs Jahren GAR KEINEN Sex mehr. Das glaube ich dir nämlich nicht. Du bist bequem, scheust das Gespräch mit deiner Frau, traust dich nicht aus der Komfortzone raus und hintergehst jetzt alle. Ja, deine Frau, deine Töchter, und deine Geliebte. Alle werden leiden und am Ende, wenn alles mal vorbei ist, ihr Urteil über dich haben. Und warum? Weil du zu feige warst, dich ehrlich zu trennen. Stell dir mal vor was deine Töchter eines Tages von dir halten werden, wenn sie älter werden und diese Geschichte erfahren (und das werden sie garantiert)! Man(n) kann sich den ganzen Rosenkrieg nämlich ersparen, in dem man mit Respekt auseinander geht, wenn es nicht mehr läuft. Was du jedoch tust hat nichts mit Respekt zu tun, das ist einfach nur purer Egoismus und Feigheit. Und dann wundere dich nicht, wenn dich irgendwann in der Familie niemand mehr sehen will.

Was du jetzt tun kannst? Mund aufmachen, ehrlich sein, dich trennen, weiterhin (hoffentlich) guter Vater sein.

w(29)
 
  • #22
Ich bin der Meinung, dass fehlender Sex über Jahre sehr wohl ein triftiger Grund für eine Trennung ist. Wir leben nicht mehr in Zeiten, in denen Mann und Frau lebenslang verbunden bleiben, weil man das halt so macht und weil man sich gegenseitig versorgt. Niemand ist verpflichtet, mit einem guten Freund oder einer guten Freundin verheiratet zu sein oder zu bleiben. Man kann sich heutzutage sehr gut gemeinsam um die Kinder kümmern und dabei getrennt leben (Stichwort Wechselmodell). Wenn es euch gelingt, trotzdem wertschätzend und respektvoll miteinandern umzugehen, nah beiander wohnen zu bleiben, damit die Kinder im selben sozialen Umfeld wohnen und Mama und Papa zu gleichen Teilen haben, ist das ein ebenso guter Weg.
Dazu würde ich dich ermuntern wollen. Trennt euch und bleibt ein Elternteam mit engen Absprachen und Verantwortungen. Dann wird es euren Kindern an nichts fehlen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Laleila

Cilia
  • #23
Es ist sehr schön und aufregend - aber ich kann doch nicht wegen so was meine Frau verlassen, oder?

Nein, dafür gibt es auch keinen Grund.
An Deiner stelle würde ich Deiner Frau liebevoll kommunizieren, dass Du sie sehr liebst (wenn dem so ist), du aber Dein Bedürfnis nach Sexualität nicht für immer unterdrücken kannst und willst.
An dieser Stelle würde ich nun die Wahrgeit etwas variieren und ihr sagen, Du hättest jemanden kennen gelernt, mit der Du Dir ein rein sexuelles Verhältnis vorstellen kannst.
Wahrscheinlich wird es erst einmal Verletzungen und Tränen geben, dies wirst Du nicht mehr ganz umgehen können. Vielleicht will sich unter den Umständen dann auch Deine Frau von Dir trennen...

Auf jeden Fall sind die Karten dann neu gemischt und es wird eine Entwicklung geben. Die Richtung könnt ihr dann verhandeln.

Wie auch immer Du Dich entscheidest. Take care!
 
  • #24
Ansteckungsgefahr ausgesetzt, wenn sie davon nichts weiss. Aber mit meinen Beispielen ansteckende Warzen, Fusspilz, Läuse, Gesichts-Herpes auch seine Kinder.
Bettwanzen heften sich glaube ich auch an die Kleidung an und können so neue Wohnungen zum Vermehren erobern.
Ja, geht´s noch ein wenig heftiger! Wie lebst Du denn, dass Du so etwas formulierst? Noch nie hatte ich je mit so etwas Kontakt, geschweige denn bei den Männer mit denen ich intim gewesen bin.
Lieber FS, suche das Gespräch mit Deiner Frau. 6 Jahre ohne Sex , sorry , das ist für mich eine WG Situation und wäre für mich nicht hinnehmbar. Es wird Ursachen und Gründe haben. Wenn Dir an Deiner Ehe etwas liegt, dann wird es lohnen, einen weiteren Versuch einer Therapie zu beginnen. Ganz sicher ist Deine Frau kein geschlechtloses Wesen. Was auch immer sie in diese Situation gebracht hat. Alles Gute für Euch
 
  • #25
Was ist los, wegen "sowas" kannst du deine Frau nicht verlassen??? Ist das jetzt dein in Ernst?
Du solltest deine Frau verlassen und zuvor ein ehrliches Wort mit ihr reden. Dann gehst du zu deiner Affäre und hast eine befriedigende Sexualität. So einfach ist das. Dazu gehört eine Portion Mut, Anstand und Respekt deiner Frau gegenüber.
Deine Frau hat dann noch den großen Vorteil, ihr Leben neu planen zu können. Die Kinder verkraften das besser als diesen unwürdigen Zustand jetzt.
Alles Gute!
 
  • #26
Aber ich kann doch nicht für den Rest meines Lebens auf eine befriedigende Sexualität verzichten, oder?

Nein, musst du nicht. 6 Jahre sind mehr als genug. Deine Frau will nicht mehr mit dir schlafen, hat auch kein Interesse an einer gemeinsamen Therapie - wozu sollst du denn verzichten? Und was hat deine Frau davon, dass du auch zölibatär lebst?

Aus meiner Sicht hast du alles Recht der Welt, dich aushäusig zu vergnügen und dir wieder nen Gusto zu holen. Vielleicht sollte sie das auch in Betracht ziehen.

Was ich nicht verstehe ist allerdings, wieso du dir diese Bedarfsgemeinschaft 6 Jahre lang antust. Wirklich.
 
  • #27
immer wieder die gleiche Geschichte. Ich liebe meine Frau, wir sind ein tolles Team, wir vertrauen uns, wir können über alles reden, das Haus, die Kinder nur dieser eine Punkt passt nicht mehr. ...

Ich meine ganz ehrlich, sofern deine Geliebte keine Beziehung mit dir möchte, nimmt man deiner Ehefrau ja nichts weg.

Vielleicht meinst Du, dass die Ehefrau Verständnis dafür haben könnte, dass er Sex mit einer anderen Frau hat, und er es ehrlich erzählen soll. Dann geh ich mit.
Aber der FS betrügt ja die Ehefrau. Du hast geschrieben, dass Du beruflich mit Fremdgehern zu tun hast. Wie können die dann behaupten, dass ihre Ehen ansonsten so super seien, sie mit der Frau über alles reden würden und vor allem: einander vertrauen? Auch wenn die Frauen es nicht wissen, treten die Männer das Vertrauen der Frau mit Füßen. Sie integrieren ihre Lügen in ihre Ehe, in den Umgang mit der Ehefrau, der der Boden unter den Füßen vermutlich weggesprengt würde, wenn sie erführe, dass sie ihrem Mann überhaupt nicht mehr vertrauen kann. Er schafft ja FAKTEN, mit denen sie fertig werden muss, dh. sie kann gar nicht mehr entscheiden, ob sie die Beziehung beenden will, wenn er sich den Sex woanders holt.

Würdest Du noch einer Freundin oder einem Freund vertrauen und wärst noch gern mit denen befreundet, wenn die oder der Dein Vertrauen missbraucht, z.B. Dir Geld aus dem Portemonnaie klauen oder Deinen Partner hinter Deinem Rücken anbaggern? Ein Partner ist einem noch viel näher, also ein Vertrauensbruch, wenn man von "Team" und sonstwas labert (ja, es ist nur Gelaber für mich, weil die Person sich ihr Nest erhalten will, aber das andere auch will. Wenn Nest aber nur möglich ist, wenn kein Sex mehr stattfindet für BEIDE, dann kann nicht einer heimlich diese Bedingung hintergehen), ist noch viel schlimmer.
Mir ist auch bewusst, dass man bei der Eheschließung keine Ahnung hat, wie sich alles entwickelt, dass viele denken, dass weil die Geschlechtsteile ineinanderpassen, sei auch guter Sex möglich, und dass viele ihre eigenen Bedürfnisse zugunsten einer Beziehung unterdrücken. Nur das macht auch der andere, der einem vertraut.

Also wenn man etwas an bisherigen "Absprachen" durchbrechen will und wirklich meint, man sei mit dem anderen ein gutes Team und der Mensch sei einem wichtig, sollte man das auch mit ihm besprechen und nicht allein seine Süppchen hier und da und dort kochen. Auch die Frau muss die Möglichkeit bekommen, dass sie entscheiden kann, wie sie mit der Situation, dass ihr Mann doch nicht sexlos leben will, umgehen will.

Ich seh nicht, dass einer im Paar, ob nun Mann oder Frau, dem anderen diese Entscheidung vorenthalten darf und einfach für sich die Rosinen rauspickt.
 
  • #28
Moment mal. Was hast du denn die über 5 sexlosen Jahre davor gemacht, um deinen Bedürfnissen nachzukommen? Da ich nicht glaube, dass jemand über 5 Jahre damit wartet, um untreu zu werden, frage ich mich, warum dich gerade jetzt dein Gewissen plagt. Außerdem ist es nicht unbedingt schlau, solange mit der Scheidung zu warten, wenn einmal der Wurm drinnen ist. Denn umso teurer wird die ganze Sache für dich.
An deiner Stelle würde ich auch mal nachforschen, ob deine Frau dir überhaupt treu ist.

m38
 
  • #29
Was Du darst, lieber FS, entscheidet Du ganz allein, denn es ist Dein Leben und Du gestaltest es nach Deinen Vorstellungen.

Offenbar hast Du selbst jedoch Probleme mit der Art und Weise, wie Du Deine persönlichen Dinge in dieser speziellen Angelegenheit regelst -deshalb die Frage. Meine Erfahrung ist, dass man mit Ehrlichkeit und Offenheit auch fast immer erreicht, was man will - und das gute Gewissen, niemanden belogen zu haben, gibt's dazu.

Ich empfehle Dir daher, erstmal zu überlegen, was Du denn genau willst. Deine Ehefrau plus Affäre? Trennung von der Ehefrau? Anderes?
Wenn Du das weißt, sprich offen mit allen Personen, die Du zur Umsetzung Deiner Idealvorstellung "brauchst".

Übrigens, Du warst 6 Jahre sexlos? Deine Ehefrau auch?
Ich könnte mir vorstellen, dass Deine Ehefrau sich ihren Sex auch "anderswo holt" und Du genausowenig davon mitbekommen hast wie sie jetzt von Deiner Affäre. Also redet miteinander, es lässt sich sicher eine gute Lösung für alle Beteiligten finden.
 
  • #30
Ich war ja auch schon 20 Jahre verheiratet. Gesetzlich gesehen zumindest. Und ich hatte die letzten Jahre auch keinen GV mehr mit meinem Mann. Und ich habe mich gefragt, ob ich normal bin.

Mein Mann allerdings war ein sehr jähzorniger, bockiger und grober Mensch. Und seine Körperpflege war sehr sehr mangelhaft, Einzelheiten erspare ich den Lesern, weil sie zu unappetitlich sind.

Irgendwann ist es meinem Mann auch zu bunt geworden und er hat eine aussereheliche Beziehung angefangen. Genaugenommen war das ein Glück. Endlich gab es einen offiziellen Trennungsgrund und ich glaube, wir beide wurden von unserer Ehe erlöst.

Auch ich kannte Zeiten, in denen ich absolut energielos war, ständig müde war. Ich glaube, es ist energiefressend, wenn man in einem traurigen und ausweglosen Ehehamsterrad gefangen ist.

Dann lernte ich meine Langzeitaffäre kennen. Ein Mann, der mir Null Sicherheit gab. Dort gab es den leidenschaftlichsten Sex meines Lebens. Sogar mein Bett ist kaputt gegangen, obwohl es die 20 Jahre davor völlig unbeschadet überstanden hat. Ich glaube, das war fast schon obsessive Sucht aus einem extremen Mangel heraus, absolute Unsicherheit eben. Genauso krank wie die Ehe davor.

Nun bin ich in einer sehr sehr glücklichen Beziehung. Genaugenommen ist mir hier der Sex auch nicht so wichtig. Aber: er ist mir wichtig. Und deshalb lege ich großen Wert darauf, dass er auf seine Kosten kommt. Es ist ein anständiger und treuer Mann, dem es an nichts fehlen soll. Dies mal eine Schilderung von einer Frau, die schon alles kennengelernt hat. w 52
 
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