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  • #31
Hier noch mal der Fragestellter:

Ich möchte mich erst einmal bei den vielen Frauen bedanken, die wirklich lesenswerte Beiträge geschrieben haben.

Andererseits muss ich aber auch feststellen, dass die Titelfrage nach wie vor vollkommen offen ist.
"Ist Freuen sexuelle Frustration egal?"

Ich denke wir haben so weit Konsens:
Frauen müssen sich insgesamt wohl fühlen bevor sie bereit sind, sich zu öffnen.

Daraus lässt sich ableiten, dass der Mann ein Auge auf die Harmonie in der Beziehung haben sollte. Da dürften wir auch noch Konsens haben.

Weiterhin offen ist aber das Problem, dass zum einen der Mann oft nichts dagegen tun kann, wenn der Frau das "insgesamt wohl fühlen" fehlt. Der Grund könnte z. B. auch am Arbeitsplatz liegen oder in anderen Bereichen, auf die der Mann keinen Einfluss hat.

Weiterhin gibt es auch Fälle wie diesen:
ich (w,40) selber hatte jahrelang wenig, bis gar keine Lust mehr mit meinem Mann Sex zu haben. Ich kann nicht sagen, woran es lag. ... Ich weiß es nicht, ich hatte einfach keine Lust..
Auch hier stehen dem Mann keine Handlungsoptionen offen.

Mithin kann nicht unbedingt argumentiert werden, es läge eine Bringschuld beim Mann, da dieser dafür sorgen müsse, dass sich die Frau "insgesamt wohl fühlt". Sei der Mann hierzu nicht willens oder in der Lage sei, so könne er eben in der Ehe seine Sexualität auch nicht ausleben.

Diese Haltung scheint mehr sehr unbedacht. Zum einen schiebt die Frau dem Mann in ungünstiger Weise die Gesamtverantwortung für die Harmonie in der Partnerschaft zu. Noch fataler erscheint mir aber, dass die Frau dadurch zur Schau trägt, dass ihr die sexuelle Frustration ihres Partners durchaus egal sei.
Mir scheint da ganz klar eines der Patentrezepte für eine desaströse Ehe zu liegen.

m und FS
 
  • #32
Die Frage wurde doch nun oft beantwortet: Nein, natürlich ist niemand gerne frustriert, weder sexuell noch sonstwie. Natürlich ist auch Frauen sexuelle Frustration nicht egal.

Aber viele Frauen scheinen einfach weniger Bedürfnis nach Sex zu haben, wenn die Beziehung nicht so läuft. Sie vermissen dann eher die Harmonie der Beziehung als den Sex. Die natürlichen, angeborenen Prioritäten scheinen einfach anders zu sein. Ein Mann vermisst den Sex und denkt dann vielleicht nach, was er and er Beziehung ändern könnte, um wieder Sex zu haben. Eine Frau leidet eher an der miesen Beziehung selbst und der Ausfall der Libido ist nur direkte Folge und eine kleine Facette des Gesamtleidens. Der Ausfall der Libido ist zudem nicht absichtlich oder bewusst, sondern natürliche Konsequenz.

Frauen müssen sich in einer Partnerschaft wohlfühlen und geliebt fühlen, um Sex zu wollen und genießen zu können. Frauen haben Sex, wenn sie Gefühle haben und die Partnerschaft funktioniert. Das macht biologisch Sinn und das macht eben auch emotional Sinn.

Diese Haltung scheint mehr sehr unbedacht. Zum einen schiebt die Frau dem Mann in ungünstiger Weise die Gesamtverantwortung für die Harmonie in der Partnerschaft zu.
Sorry, aber wie kannst Du das aus dem Satz von SusanneHH herauslesen? Sie schrieb, sie wisse nicht, woran es lag -- nicht aber, dass der Mann die Schuld hatte.

Libido ist nicht willentlich beeinflussbar. So wie ein Mann, der keinen hochkriegt, weil er Stress hat, so fällt bei Frauen die Libido weg, wenn sie sich ind er Beziehung unwohl fühlen. Begehren und sexuelle Lust entsteht eben dadurch, dass man sich geliebt und begehrt fühlt, in Harmonie lebt, mit seinem Partner harmoniert.

Die Verantwortung dafür liegt natürlich nicht einseitig bei dem Mann, sondern an einer Partnerschaft müssen immer beide mitarbeiten. Wer von beiden Schuld an aktuellen Dilemma ist, ist doch in jedem Einzelfall anders. So gut wie nie wird die Schuld 50:50 verteilt sein, und auch nur ziemlich selten 100:0, fast immer wird sie irgendwie zwischen den Partnern verteilt sen. Es kann aber sein, dass Männer unter wenig Sex mehr leiden als Frauen. Frauen leiden dafür mehr unter der schlechten Beziehung selbst.

Noch fataler erscheint mir aber, dass die Frau dadurch zur Schau trägt, dass ihr die sexuelle Frustration ihres Partners durchaus egal sei.
Wie gesagt, der Fokus sollte gar nicht auf Sex liegen, sondern auf Partnerschaft. Wenn die Partnerschaft gut läuft, dann passt auch der Sex. Die sexuelle Frustration des Mannes mag der Partnerin in der Tat nicht oberste Priorität sein, solange es grundlegende Beziehungsprobleme gibt.

Männer sollten sich mal nicht auf Sex fokussieren, sondern auf Harmonie der Partnerschaft. Dann käme der gute Sex ganz von alleine.
 
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  • #33
#30 (FS) @ # 31

Liebe Frederika,

was Du schreibst, stimmt sicherlich weitgehend. Trotzdem sind für mich noch viele Fragen offen.

Sicherlich richtig ist:
Aber viele Frauen scheinen einfach weniger Bedürfnis nach Sex zu haben, wenn die Beziehung nicht so läuft. Sie vermissen dann eher die Harmonie der Beziehung als den Sex.

Hier sind für mich aber immer noch zwei Fragen offen:

- Ein Mangel an Harmonie führt offenbar zu einem Mangel an Sex. Dies lässt jedoch nicht den Umkehrschluss zu, dass zu wenig Sex unbedingt durch zu wenig Harmonie verursacht wurde. Offenbar gibt es auch eine Vielzahl weiterer möglicher Gründe, die für einen Mann oft nicht erkennbar sind.
Beispielsweise wird oft berichtet, dass schon kurz nach dem Zusammenziehen oder nach dem Heiraten die sexuelle Aktivität der Frau recht massiv nachlässt.

- Offen ist die Frage, wie sich ein Mann in der Situation verhalten soll. Zum einen ist unklar, ob fehlende Harmonie wirklich die Ursache des Problems ist.
Zum zweiten bringen Frauen oft (VERBAL) vor, sie würden es schätzen, wenn der Mann sich aktiv um Harmonie bemüht (z. B. sich im Haushalt hervortun, Fehlverhalten der Frau nicht kritisieren...). In der RELITÄT wird der Mann dann aber sexuell auch nicht attraktiver. Vielmehr sieht ihn die Frau dann als Weichei, mit dem sie erst recht nicht ins Bett möchte.

Weitere (nach wie vor) offene Frage:
Zitat von Fragesteller:
Diese Haltung scheint mehr sehr unbedacht. Zum einen schiebt die Frau dem Mann in ungünstiger Weise die Gesamtverantwortung für die Harmonie in der Partnerschaft zu.

Die Aussage war natürlich von mir nicht auf SusanneHH bezogen (die nicht weiß, was den Wegfall ihrer Libido verursacht hat), sondern auf die hier vielfach geäußerte Position:
Frauen müssen sich in einer Partnerschaft wohlfühlen und geliebt fühlen, um Sex zu wollen und genießen zu können. Frauen haben Sex, wenn sie Gefühle haben und die Partnerschaft funktioniert.

Aus Männerperspektive hat man den Eindruck, die Frau meine, es sei die alleinige Verantwortung des Mannes, ihr eine funktionierende Partnerschaft zu bieten, in der sie sich dann wohlfühlen kann. Stellt sich der Mann jedoch dumm an und bekommt das nicht auf die Reihe, dann gibt es eben keinen Sex.

Diese (etwas polemisch dargestellte) Perspektive übersieht, dass an einer Partnerschaft immer ZWEI arbeiten müssen. Ein solche Konsumhaltung der Frau ist für die partnerschaftliche Harmonie keineswegs vorteilhaft. Dies gilt ganz besonders, wenn der Mann (falscher oder richtigerweise) den Eindruck hat, die Frau drohe ihm bei unbotmäßigem Verhalten mit Sexentzug.

Wenn Frauen das anders sehen, können sie mich hier gerne korrigieren.

m, FS
 
  • #34
Ein Mangel an Harmonie führt offenbar zu einem Mangel an Sex. Dies lässt jedoch nicht den Umkehrschluss zu, dass zu wenig Sex unbedingt durch zu wenig Harmonie verursacht wurde. Offenbar gibt es auch eine Vielzahl weiterer möglicher Gründe, die für einen Mann oft nicht erkennbar sind. Beispielsweise wird oft berichtet, dass schon kurz nach dem Zusammenziehen oder nach dem Heiraten die sexuelle Aktivität der Frau recht massiv nachlässt.
Natürlich gibt es mannigfache Gründe für mangelnde Lust. Partnerschaftsprobleme und Stress sind aber die mit Abstand häufigsten.

Offen ist die Frage, wie sich ein Mann in der Situation verhalten soll. Zum einen ist unklar, ob fehlende Harmonie wirklich die Ursache des Problems ist.
Natürlich ist es sinnvoll, die tatsächlichen Ursache im Einzelfall zu kennen, nur dann kann man das Problem beheben. Falls es an der Partnerschaft liegt, hilft es im allgemeinen, mehr Zweisamkeit zu leben, mehr gemeinsam zu erleben, mehr Zärtlichkeiten im Alltag zu tauschen und sich mehr zu zeigen, dass man sich liebt. Siehe oben.

Zum zweiten bringen Frauen oft (VERBAL) vor, sie würden es schätzen, wenn der Mann sich aktiv um Harmonie bemüht (z. B. sich im Haushalt hervortun, Fehlverhalten der Frau nicht kritisieren...). In der RELITÄT wird der Mann dann aber sexuell auch nicht attraktiver. Vielmehr sieht ihn die Frau dann als Weichei, mit dem sie erst recht nicht ins Bett möchte.
Wo hast Du das denn her? Fehlverhalten nicht zu kritisieren ist immer schlecht und Haushaltshilfen sind nicht sonderlich erotisch. Nein, das sind sicherlich keine aussichtsreichen Strategien.

Aus Männerperspektive hat man den Eindruck, die Frau meine, es sei die alleinige Verantwortung des Mannes, ihr eine funktionierende Partnerschaft zu bieten, in der sie sich dann wohlfühlen kann. Stellt sich der Mann jedoch dumm an und bekommt das nicht auf die Reihe, dann gibt es eben keinen Sex.
Ich hoffe nicht, dass alle Männer so denken. Natürlich ist die Aussage grundfalsch, wie ich schon oben richtig gestellt habe. Zu einer Partnerschaft gehören immer zwei. Jeder einzelne kann Fehler machen und muss dafür alleine die Verantwortung tragen, aber in den allermeisten Fällen machen beide Fehler und sind beide mitverantwortlich für eine suboptimale Partnerschaft.

Sex darf niemals als Belohnung und Sexentzug niemals als Strafe verwendet oder auch nur gedacht werden. Daran scheitern Partnerschaften viel schneller als an anderen Fehlern. Libidoverlust tritt aber einfach ein, auch ohne Absicht, wenn die Gefühle nicht mehr stimmen. Nicht als Strafe für Fehlverhalten, sondern als Konsequenz für eine nichtharmonierende Partnerschaft.
 
  • #35
[Mod.= gelöscht! - Bitte vermeiden Sie Chats und Nebenthemen und falsche Formatierungen. Bitte nutzen Sie künftig die vorgegebenen Formatmöglichkeiten, damit Ihre Beiträge veröffentlicht werden können.]
 
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  • #36
Wie gesagt, der Fokus sollte gar nicht auf Sex liegen, sondern auf Partnerschaft. Wenn die Partnerschaft gut läuft, dann passt auch der Sex. Die sexuelle Frustration des Mannes mag der Partnerin in der Tat nicht oberste Priorität sein, solange es grundlegende Beziehungsprobleme gibt.

Männer sollten sich mal nicht auf Sex fokussieren, sondern auf Harmonie der Partnerschaft. Dann käme der gute Sex ganz von alleine.

In dieser Antwort steckt viel Wahres. Aber den Schlusssatz kann ich so nicht teilen. denn ich erlebe das Gegenteil. Ich erlebe seit einigen Jahren meine Frau als geradezu sexuell desinteressiert. Mehrmals habe ich versucht, es anzusprechen, dass es mich traurig macht, dass wir nur ca 5 - 6 mal im Jahr miteinander schlafen. Dabei geht es mir überhaupt nicht um irgendeine Quote, die wir unbedingt erreichen müssten. Mir geht es auch nicht ausschließlich um Sex.

Es geht mir darum, dass einfach gar nichts mehr da zu sein scheint. Ich bin z.B noch nie in den Schlaf gestreichelt worden, während ich das umgekehrt sehr oft gemacht habe. Mittlerweile kann ich es nicht mehr, weil es mir zu weh tut. Auf meine Gesprächsversuche bekomme ich nur die Antwort, dass ihr nichts fehlen würde. Auch eine eventuelle gemeinsame Therapie bzw. ein Erstgespräch, um zu sehen, ob eine Therapie sinnvoll sein könne, wird von ihr total blockiert.

Ich halte meine Frau für einen Kontroll-Freak, der sich (nach eigener Aussage!) kaum bis gar nicht fallen lassen kann. Sie ist nicht bereit, genau darüber mal nachzudenken, sondern setzt das einfach als Realität, mit der ich klar kommen muss. Da kann ich mir noch so viel Mühe um Empathie, Harmonie und Partnerschaft machen...
 
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  • #37
Je harmonischer die Beziehung desto besser und häufiger Sex?
Ich erlebe seit Jahren folgendes:
Je harmonischer unsere Beziehung verläuft desto öfter kuschelt sich meine liebste an mich und... schläft in meinen Armen einfach ein. Sex braucht sie dann einfach nicht. Monatelang.
 
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  • #38
Ich kenne es auch andersrum. In früheren Zeiten habe ich mal eine jahrelange Beziehung gehabt, wo der Mann schlichtweg kein Sex wollte. Also nicht 1x im Monat oder einmal 1x halben Jahr, nein, sondern wirklich kein einziges Mal. Kerngesund, attraktiv, aber schlichtweg hatte er einfach andere Hobbies, beruflich von morgens bis abends gearbeiten, sexuelle Anziehung war zwar vorhanden, aber trotzdem hat es nicht geklappt und je länger man sowas raus schiebt, desto eher rückt es in die Ferne.

Wir waren beide nicht hässlich und hätte zahlreiche andere Partner haben können, aber die jugendliche Naivität und vorzugsweise die Harmonie hat uns wohl zusammen gehalten. Wir waren wirklich ein Musterbeispiel an Paar für alle Bekannten und Freunde, weil wir auch noch nach 8 Jahren harmoniesüchtig und glücklich aussahen. Aber nach besagten 8 jahren hab ich mich dann getrennt, einfach so. Es war lasch und langweilig. Egal wieviel Harmonie man walten läßt.
Das Alter spielt wohl eine große Rolle. Wenn man unter 30 ist, macht man sowas noch länger mit. Ein zweites Mal wohl eher nicht. Dafür ist die Lebenszeit zu kostbar und dementsprechend muss ich heute viel nachholen in Sachen Sex.

Klingt doof, aber oftmals rutscht man von einem Extrem ins Nächste. Heute lege ich in einer Partnerschaft dafür mehr wert auf guten und häufigen Sex.
 
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  • #39
ich war #36

Nunja, wir sind über 40 und seit 8 Jahren zusammen. Wir interessieren uns für die gleichen Themen, mögen die gleichen Filme, begeistern uns für die gleichen Sportarten, verabscheuen die gleichen Dinge, haben ein gemeinsames Hobby und lieben uns wirklich sehr. Wir reden viel miteinander, verstehen uns gut. Da ist so vieles was mir in früheren Beziehungen gefehlt hat...
Wenn ich in der Lage wäre mir eigenhändig das Herz aus der Brust zu reißen, wäre eine Trennung möglich.
 
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  • #40
Ich als Mann (40 Jahre) kann jede Frau verstehen, die sagt, bei einer nicht funktionierenden Partnerschaft macht Sex keinen Spaß. Ging mir umgekehrt auch so.

Einkauf nicht erledigt, Bad nicht geputzt, Fahrrad muss noch repariert werden, Steuererklärung noch zu machen, Kind braucht dringend eine neue Jacke etc., aber schnell in die Kiste hüpfen für 0815 Blümchensex... nicht mit mir, macht so keinen Spaß.

Sex macht Spaß, wenn man den Kopf einigermaßen frei hat und sich darauf einlässt, sich fallen lässt.
Das Ideal sollte sein: man harmoniert im Alltag und am Abend sollte der Alltag erstmal bewältigt sein, auch wenn nicht alles erledigt ist, und dann nimmt man sich Zeit füreinander mit allem drum und dran.

@36 bzw. 38:
Machs mal nicht so theatralisch von wegen "Herz ausreißen". So harmonisch ist es ja bei euch nicht, da dir etwas wichtiges fehlt.

m, 40
 
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  • #41
#39
Außerdem ist sie strahlend schön wie ein Morgen im Mai.
...und hatte ich erwähnt dass sie obendrein noch lecker kochen kann?
 
  • #42
#39
Außerdem ist sie strahlend schön wie ein Morgen im Mai.
...und hatte ich erwähnt dass sie obendrein noch lecker kochen kann?

Du glücklicher ;) schön aber davon mal abgesehen gibt es da einen sehr passenden Spruch zum Thema:
Ein Mann liebt, wenn er Sex hat und eine Frau hat Sex, wenn sie liebt.

Meine mehrfache Erfahrung in der Vergangenheit war, dass Frauen Sex immer erst ganz toll fanden und nicht genug bekamen, dann aber sehr schnell die Lust verloren. Ich wäre immer gerne auf ihre Wünsche eingegangen, hätte ihr es so schön wie mögliche gemacht, die Liebe neu beleben wollen. Habe sie gefragt, was sie suchen und wie ich es für sie schöner machen kann. Aber alle meine Exen konnten weder ihre sexuellen Wünsche in Worte fassen, noch schien ihnen eine Verhinderung des langsamen Todes des sexuellen Miteinanders wichtig zu sein. Alle Versuche meinerseits, es ihnen schön zu machen (langes Vorspiel, oral etc.) wurden sogar abgeblockt. Zitat: "Mir ist Sex halt nicht so wichtig." (Unterton: "Das musst Du akzeptieren, wenn Du mich liebst!")

So kenn ich das auch … Sie war meine erste Frau (das wusste sie) und hatte, reichlich Erfahrung und hat mir nicht gesagt, das müssen wir so oder so machen, warum???? – da wäre, ich doch glücklich gewesen und es ist nicht so, dass ich da nicht gern vieles ausprobiert hätte. Es folgten Jahre mit ca. 3-4x Sex sie sagte sie hätte keine Lust und das würde ihr reichen ... meinerseits fast der psychische Burn-out. Sie wurde dann über die Jahre immer dicker und das war ihr auch egal. Da hatte ich irgendwann auch keine Lust mehr auf sie (bin aber niemals fremdgegangen - habe einfach nur gelitten) und ein paar Jahre später in Kurzform ...fing sie an zu chatten, Sport zu machen, dann kamen Vorwürfe sie hätte keinen Orgasmus gehabt und wäre jetzt in der Midlife-Crisis und ich sollte ausziehen. Und dieser ganze Prozess ist meiner Meinung nach auch ein Teufelskreis.
Das schlimmste ist nicht reden und daraus folgt Unzufriedenheit ... der Mann hätte gern Sex aber sie hat keine lust und blockt irgendwann ist der Mann und auch die Frau völlig frustriert und so geht das langsam bis zum Ende einer Beziehung. Das ist den wenigsten egal aber es wird auch meist nicht daran gearbeitet.
 
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  • #43
Ich suche seit Monaten das Internet nach Erfahrungen und Ideen ab.
Das meistempfohlene Mittel gegen divergierende Lust ist miteinander reden.
Nur habe ich bis heute keinen Hinweis gefunden dass es jemals funktioniert hätte.
(Falls jemand doch ein positives Beispiel kennt - ich wäre wirklich dankbar für ein wenig Hoffnung!)
Aber immer nur: "Wir haben alles versucht und uns dann doch getrennt." oder "Er/Sie will nicht darüber reden... akzeptiere es oder trenn dich."

Das beste war noch ein Mittel dass die Libido hemmt. Das hilft schon gewaltig. Man wird die Frustration los und kriegt den Kopf wieder frei.
Aber auch hier kein Hinweis dass es auf Dauer funktioniert.
 
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  • #44
Die Abnahme oder der Wegfall von sexuellem Interesse ist kein Bagatellproblem, sondern das sichere Anzeichen, dass die Beziehung am Ende oder vor dem Ende ist. Weil Frauen oft den Aspekt der Versorgung sehen, den sie nicht einbüßen wollen, versuchen sie den Männern einzureden, das sexuelle Verlangen ließe eben nach und eine tiefere Art von Liebe trete dann an die Stelle. Sexuelles Verlangen spreche nur von Verliebtheit. Das hat meine Exfrau mir während drei Jahren Enthaltsamkeit auch gesagt und ihre Unlust auch auf ihren "Stress" - ein Kind, ein paar Stunden in der Woche gearbeitet - geschoben. Merkwürdig war nur, dass sie in dieser Zeit trotzdem die Kraft für andere Männer hatte.
 
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  • #45
2012 können die Frauen selber Auto fahren, selber Geld verdienen und selber einen GV gestalten. Wenn ihnen die Liebeskünste ihres Partners nicht genügen, steht es ihnen doch frei, selber aktiv zu werden und ihm mal einen vorzumachen (aber erst den Kerl mit Ausdauer und viel Liebe umwerben, damit er auch in Stimmung kommt!) Da kann er dann mal erleben, wie toll sie das draufhat und das wird ihn dann sicher enorm anspornen und inspirieren, es ihr gleichzutun.
 
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  • #46
(...)

Es geht mir darum, dass einfach gar nichts mehr da zu sein scheint. Ich bin z.B noch nie in den Schlaf gestreichelt worden, während ich das umgekehrt sehr oft gemacht habe. Mittlerweile kann ich es nicht mehr, weil es mir zu weh tut. Auf meine Gesprächsversuche bekomme ich nur die Antwort, dass ihr nichts fehlen würde. Auch eine eventuelle gemeinsame Therapie bzw. ein Erstgespräch, um zu sehen, ob eine Therapie sinnvoll sein könne, wird von ihr total blockiert.

Ich halte meine Frau für einen Kontroll-Freak, der sich (nach eigener Aussage!) kaum bis gar nicht fallen lassen kann. Sie ist nicht bereit, genau darüber mal nachzudenken, sondern setzt das einfach als Realität, mit der ich klar kommen muss. Da kann ich mir noch so viel Mühe um Empathie, Harmonie und Partnerschaft machen...

Das kommt mir sehr, sehr bekannt vor! Ich bin 36 und seit sieben Jahren verheiratet und wir haben drei Kinder. Wir sind durch dick und dünn gegangen und haben stressige Jobs. Nach dem letzten Umzug könnte jetzt auch alles perfekt sein, wenn wir noch eine Beziehung hätten. Ich weiss nicht mehr aus, noch ein und bin ab heute zum Schafen in den Keller gezogen. Ihr ist es egal, dann kann sie in Ruhe Brigitte und shades of grey lesen.

Warum ich jetzt da bin wo ich bin? Sie hält sich für leidenschaftlich, kann sich aber nur leidenschaftlich aufregen, nix is Recht und umwerben funktioniert nicht. Ich gebe mir Mühe sie zu hofieren aber sie findet das "komisch" weil ich mich nicht "verstellen" soll. Hallo? Ich möchte ihr zeigen dass sie etwas besonderes für mich ist. Ich habe seit langer Zeit kein Kompliment mehr von ihr bekommen, Gute Nacht Küsse gibt sie nicht und ein "Hallo guten Morgen" ist manchmal auch schon zuviel verlangt. Bevor wir verheiratet waren hatten wir eigentlich regelmässig viel, wenn auch recht langweilen (finde ich) Sex. Kommt mir aber jetzt nicht damit dass ich sie nicht befriedigen würde! Ich liebe es sie zu lecken, zu fingern und habe auch ein paar lustige toys besorgt damit sie immer was davon hat. Sie dagegen f@@@t wie ein Kerl (Zitat nach einer mehrwöchigen Auszeit "Das war mal wieder nötig !") und hat mir auch noch nie einen runter geholt (10 Jahre!), Pornos darf ich mir auch nur ganz heimlich anschauen weil das "ekelhaft" ist...

Zu all dem wäre ich vor ein paar Tagen fast beim Abendessen vor Lachen vom Stuhl gefallen. Sie hatte eine harten Tag und sagt dass sie einfach gerne etwas TLC (tender loving care) hätte. Ich sage ihr das regelmässig seit Jahren und es ist ihr schlicht egal. Ich kann nicht mehr und bin sehr frustiert wie man wohl lesen kann. Na egal, eines Tages werde ich fremd gehen, sie wird es heraus finden und es kommt zu einer Riesenschlammschlacht mit Scheidung... Was soll ich tun.
 
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  • #47
@45
Warum hast du dich überhaupt hinreisen lassen so jemanden zu heiraten?
Schlechter Sex vor der Ehe ist DAS Zeichen mangelnder Kompatibilität.

An deiner Stelle würde ich mich trennen.
 
  • #48
@45

Karten auf den Tisch und nicht fremdgehen! Das macht die ganze Geschichte mega kompliziert, wenn es zur Trennung kommt. Zusammenbleiben ist besser, aber auch nur, wenn es nicht unerträglich ist. Und du kannst dich mit reinem Gewissen trennen, ohne Vorwürfe und das ganze ev. ohne Rosenkrieg, was erheblich schneller geht und finanziell nicht so expensive ist. Es ging mir M42 (2 Kinder) in meiner Beziehung ähnlich, und wenn ich vor 15 Jahren gewusst hätte, was ich heute weiß ... hätt ich mich schon da getrennt, weil es nie besser wurde.
 
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  • #49
@45
Warum hast du dich überhaupt hinreisen lassen so jemanden zu heiraten?
Schlechter Sex vor der Ehe ist DAS Zeichen mangelnder Kompatibilität.

An deiner Stelle würde ich mich trennen.

Ich wusste am Anfang eines ziemlich bald: Wenn nicht mir, dann klappt's mit keiner. Wir haben/hatten gemeinsame Interessen, hatten wirklich viel Spass in unserer Beziehung und gemeinsame Ziele. Nach vier Jahren im Ausland und drei Kindern (2, 4, 6) sind wir jetzt angekommen und uns fehlen die gemeinsamen Ziele die wir 10 Jahre lang verfolgt haben.

Der Sex war "gut" aber langweilig und leidenschaftslos. Experimente sind nicht ihr Ding und die meisten müssen ja eh "pervers" sein. Wenn man jemanden richtig liebt, dann kann man über so etwas halt auch hinwegsehen.

Und ne Trennung mit drei kleinen Kindern...? Wird's dann besser? Für mich, für sie, für die Kinder??
 
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  • #50
Ich wusste am Anfang eines ziemlich bald: Wenn nicht mir, dann klappt's mit keiner. Wir haben/hatten gemeinsame Interessen, hatten wirklich viel Spass in unserer Beziehung und gemeinsame Ziele. Nach vier Jahren im Ausland und drei Kindern (2, 4, 6) sind wir jetzt angekommen und uns fehlen die gemeinsamen Ziele die wir 10 Jahre lang verfolgt haben.

Du hast deine Prioritäten gesetzt und den Sex für unwichtig gehalten, der laut deinem Kommentar von Beginn an leideschaftslos war. Den Schluss, dass es sonst mit keiner geklappt hätte, halte ich für falsch. Gemeinsame Interessen und Ziele haben, ist nicht nunmal alles. Das ist eher die verkopfte Seite. Wenn der Sex und die Leidenschaft da sind, gelingt das Setzen gemeinsamer Ziele wie von alleine. Und man interessiert sich automatisch für die Dinge, mit denen sich jemand beschäftigt, der einen stark anzieht. Dafür sorgen die Hormone.
 
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  • #51
Hallo #45
Du hast leider absolut recht. Ich bin mittlerweile schon einige dieser Schritte weiter. Fremdgehen, Rosenkrieg, Schlammschlacht die ihresgleichen sucht. Und das alles nur deswegen, weil meine Frau das jahrelang kritisierte männliche Verhalten an den Tag legte. Ihre eigene Befriedigung war wichtig. Die hat sie auch bekommen. Nach ihren zahlreichen Höhepunkten bei einem Akt, war nur mehr wichtig, dass ich so schnell wie möglich fertig werde. Wie ich mich dabei gefühlt habe, darf sich jeder selbst ausmalen. Allerdings war es 2 mal im Monat ausreichend. Den Rest? Interessierte sie nicht im Geringsten. Reden? Sie steht auf und geht weg. Und das alles begann erst nach der Geburt unseres Kindes. DAVOR: Sexleben wie in einem Pornofilm. Ich glaubte ich wäre im 7. Himmel. Danach schlagartig NULL.
Ja meine lieben Damen, es gibt auch solche Geschlechtsgenossinen. Nicht nur dumme, einfallslose, tollpatschige, oder wie immer ihr sie bezeichnen mögt, Männer.
Akzeptiert doch auch einmal die Kommentare der Männer, wir lügen nicht ständig, wie ihr vielleicht glaubt. Es ist leider bittere Realität. Und negieren macht euch nicht besser.
 
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  • #52
Je harmonischer die Beziehung desto besser und häufiger Sex?
Ich erlebe seit Jahren folgendes:
Je harmonischer unsere Beziehung verläuft desto öfter kuschelt sich meine liebste an mich und... schläft in meinen Armen einfach ein. Sex braucht sie dann einfach nicht. Monatelang.

Das ist normal. Um so vertrauter die Beziehung, um so weniger Sex haben Paare. Das ist statistisch sogar belegt. Oft ist der Sex aufregender und spannender, wenn man ungebunden ist.
(w/25)
 
  • #53
Das ist normal. Um so vertrauter die Beziehung, um so weniger Sex haben Paare. Das ist statistisch sogar belegt. Oft ist der Sex aufregender und spannender, wenn man ungebunden ist.
(w/25)

Um Hmmels willen wie kannst du sowas sagen ..das ist ja völlig politisch unkorrekt.. da gibt man ja den ganzen ONSlern und Fremdgehern weitere Nahrung ihr Verhalten zu rechtfertigen..

(wer es nicht bemerkt haben sollte, das war ironisch gemeint... genau so ist es nämlich..=) )
 
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  • #54
Das ist normal. Um so vertrauter die Beziehung, um so weniger Sex haben Paare. Das ist statistisch sogar belegt. Oft ist der Sex aufregender und spannender, wenn man ungebunden ist.
(w/25)

Also... das statistische Mittel ist angeblich 2 mal pro Woche. Aufs Jahr gerechnet wären das 108 mal. Laut welt.de seien es durchschnittlich gar 138,9mal.
Es mag sein, dass manche Paare täglich Sex haben und so den Mittelwert etwas verfälschen.
Es mag sein, dass ein Paar im Laufe der Jahre nur 1x pro Woche oder 2-3mal pro Monat Sex hat.
Auf Focus Online wird eine Umfrage auf EP erwähnt in der nur 1,7% der Teilnehmer mit 1x pro Monat zufrieden wären.
4 mal pro Jahr weicht um den Faktor 27 vom statistischen Mittel ab. Eine Abweichung in dieser Größenordnung ist sicher nicht normal.
Ich weiß, Sex ist nicht alles. Aber ohne Sex ist alles nichts.
 
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  • #55
Sexuelle Frustration ist mir nicht egal. Es wäre auch für mich als Frau ein Trennungsgrund, wenn wir uns im Bett nicht verstehen. Es ist nur z.T. eine Frage des Lernens, ob man hier harmoniert - Geschmäcker und Talente sind einfach verschieden.
In dem bekannten deutschen meinungsbildenden Blättchen gab es neulich eine nette Differenzierung von Liebhabertypen in Abhängigkeit von ihrem Musikgeschmack. Ausnahmsweise kam dies der Wahrheit (meines Lebenserfahrungsrepertoires) sehr nahe ...
 
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  • #56
Hallo #45
Du hast leider absolut recht. Ich bin mittlerweile schon einige dieser Schritte weiter. Fremdgehen, Rosenkrieg, Schlammschlacht die ihresgleichen sucht. Und das alles nur deswegen, weil meine Frau das jahrelang kritisierte männliche Verhalten an den Tag legte.........

Falsch, nicht deswegen bist du fremdgegangen, hast einen Rosenkrieg und eine Schlammschlacht an der Backe. Das ist nicht der Grund. Der Grund ist der, dass du das mitgemacht hast, dass du die Reißleine nicht gezogen hast, dass du dich nicht früher getrennt hast.
Warum müssen Männer immer erst fremdgehen und das dann als Entschuldigung nehmen.
Warum kann man(n) nicht einfach gehen, wenn es nicht stimmt - ohne Fremdgehen -
Das würde die Schlammschlacht auf ein Minimum reduzieren, weil dann die ganzen Verletzungen nicht sein müssen.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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