• #1

Ist für euch fluchen ein Nogo?

Vor kurzem gab es doch einen Thread von @Walnuss1 in dem es darum ging den anderen anzuschreien. Mir geht es hier eher darum wie ihr es findet wenn man schreit oder auch mal fllucht. Allerdings nur mit sich selber. Beispielsweise wenn mal was schief läuft, man sich weh tut usw.

Ich gebe es offen und ehrlich zu. Ich bin jemand der schon mal flucht wenn was schief läuft. Allerdings würde ich nie meine Frau und meinen Sohn anschreien. Meine Frau stört es jetzt nicht so. Meine Ex hat sich da immer geärgert.

Habe da auch Beispiele. Vor kurzem ist mir mein Smartphone die Treppe bei uns im Treppenhaus runter gefallen. Das Display war kaputt. Musste zur Reparatur. Da habe ich richtig geflucht. Das war eine Treppe aus Fliesen.

Meine Ex hat das immer geärgert. Selbst wenn man sich richtig weh getan hat. Ich habe mir mal im Backofen die Finger oben an den Grillstäben verbrannt. Sie haben noch geglüht. Sie sind schon extrem heiß. Für sie war das kein Grund zu fluchen. Oder als Tollpatsch wie ich bin habe ich mir mit dem Hammer auf die Finger gehauen. Findet ihr in dem Fall fluchen in Ordnung oder würde es euch da schon stören.

Nicht falsch verstehen. Wenn jemand ständig nur am fluchen oder schreien ist ist natürlich was anderes. Das würde mich auch stören und nerven?
 
  • #3
Das habe ich vorher noch vergessen. Sorry, dass ich das erst jetzt erwähne. Beim Autofahren bin ich auch ständig am fluchen. Also über die anderen Fahrer.
 
  • #4
Was jetzt, fluchen oder schreien? Da gibt es doch einen Unterschied? Ich fluche natürlich, gerne im Auto, nachdem ich den Telefonhörer aufgelegt habe-ganz wichtig- wenn was nicht läuft wie es soll. Mein Mann flucht andauernd, das nervt manchmal, aber ich werde es überleben.
 
  • #5
Ich finde das echt unmöglich, das ist für mich ein ungehobeltes, proletarisches und pupertäres Verhalten. Wer sich sprachlich auf dieser Stufe bewegt, verrät seinen wahren Charakter, läßt sich gehen, das zeigt sich auch in anderen Bereichen und in anderen Situationen, labil zu sein, sich nicht beherrschen zu können. Ich frage mich, ist nach dem fluchen dann alles plötzlich wieder gut, in Ordnung? Natürlich nicht, ist doch nur ein kindisches und unerwachsenes Verhalten!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #6
Zu sich selbst fluchen mache ich gelegentlich. Ich versuche in meiner Alltagssprache Schimpfwörter wie Sch... zu vermeiden und mag es nicht, wenn es inflationär benutzt wird, egal ob Freund, Familie oder Bekannter.
Im Spanischen ist Fluchen viel verbreiteter - übersetzt klingt das richtig übel. "Hurensohn" ist ein Wort, was dort auch von 70jährigen Frauen im Alltag benutzt wird, aber auf Spanisch klingt das dann harmloser. Trotzdem verbitte ich mir das bei meinem Freund, aber ich mach kein Drama drum.
Der letzte Punkt ist Erziehung, die Kinder testen damit ja ihre Grenzen aus, da tänzle ich zwischen ab und zu weghören, dann ermahnen und wenn es dann noch mal vorkommt kleinere Strafen.
Ordnung muss sein 😄
W37
 

Laleila

Cilia
  • #7
Ich denke, das ist ein völlig normales Verhalten, wenn ich da emotional niemand mit einbeziehen.
Schwierig wird's, wenn man jemanden dabei hat und dann passiert sowas, wie mit dem Handy.... Ich persönlich würde eher sowas sagen wie: "na schönen Dank auch, genau DAS fehlte noch um den doofen Tag abzurunden"
Aber nicht schreiend.
Wäre ich an der Seite von jemanden, dem das passiert, der dann laut Herumflucht, würde ich schon erstmal einen Hoffnungsverbreitungsversuch starten, wie: vielleicht geht's ja noch. Oder, so kaputt sieht's doch gar nicht aus, komm erstmal runter und dann schauen wir weiter.

Würde er dann aber, noch immer die Situation verfluchen, mir gegenüber aggressiv, abwertend oder zickig auftreten, dann würde ich ihn einfach stehen lassen und mir 'nen schönen Tag machen.

Also generell und kurz mal fluchen, niemanden durch Mimik, Gestik oder Tonfall in das eigene schlechte Gefühl einbeziehen... und dann muss aber auch mal wieder gut sein, wäre für mich völlig okay.
Aber wehe ihm, mich trifft während seiner inneren Raserei auch nur ein böser Blick...
Aus die Maus.
Natürlich nicht Beziehungsende, aber er hätte ein Weilchen Zeit, einen Weg zu finden, wo er nicht mich mit zum Aggressionspunkt macht. Nichtmal peripher.
 

Laleila

Cilia
  • #8
Ich finde das echt unmöglich, das ist für mich ein ungehobeltes, proletarisches und pupertäres Verhalten. Wer sich sprachlich auf dieser Stufe bewegt, verrät seinen wahren Charakter, läßt sich gehen, das zeigt sich auch in anderen Bereichen und in anderen Situationen, labil zu sein, sich nicht beherrschen zu können. Ich frage mich, ist nach dem fluchen dann alles plötzlich wieder gut, in Ordnung? Natürlich nicht, ist doch nur ein kindisches und unerwachsenes Verhalten!
Obwohl ich nicht wirklich fluche, bin ich ziemlich stolz darauf, dass unter meinen Vorfahren ein paar tatkräftige Proletarier waren.
Wer proletarisches Verhalten mit ungehobelt, labil und charakterlos assoziiert, lässt ganz schön tief in seine Bildungsleere blicken.
 
  • #9
Also wenn mal was echt Blödes passiert, irgendwas auf dumme Art schiefgeht oder man sich verletzt, kann man, finde ich, schon mal "Scheiße!" oder so was sagen, das fände ich dann nicht schlimm. Wenn es öfters oder gar regelmäßig vorkommt, würde ich mir dann eher Gedanken um den allgemeinen Zustand meines Partners machen, dass er so oft Anlass zum Fluchen hat.

Ich war total schockiert und überrascht, als mein Partner einmal, als was richtig Blödes passiert ist, tatsächlich "So eine verfi**** Scheiße!" gerufen hat, wie heftig! Ich meinte, oha, so kenne ich ihn gar nicht, das hört sich für mich total falsch aus seinem Mund an, denn normalerweise ist mein Partner die Höflichkeit in Person und sehr freundlich und liebenswert, normalerweise fluchen wir beide nicht und verwenden auch keine obszönen Kraftausdrücke, sondern sind freundlich, höflich, ruhig, das ist einfach unser Wesen, daher finde ich es faszinierend, schockierend und irgendwie auch süß, wenn es selten doch mal vorkommt.
Würde ich schon erstmal einen Hoffnungsverbreitungsversuch starten, wie: vielleicht geht's ja noch.
Hoffnungsverbreitungsversuch -- herrlich! Danke für den Begriff, das mache ich auch manchmal, jetzt habe ich einen Namen dafür!
w26
 
  • #10
Was jetzt, fluchen oder schreien? Da gibt es doch einen Unterschied? Ich fluche natürlich, gerne im Auto, nachdem ich den Telefonhörer aufgelegt habe-ganz wichtig- wenn was nicht läuft wie es soll. Mein Mann flucht andauernd, das nervt manchmal, aber ich werde es überleben.
Wenn man flucht wird man natürlich auch mal laut. Allerdings ist es ja ein Unterschied ob man jemanden anschreit oder mit sich selber schreit
 
  • #11
Ich finde das echt unmöglich, das ist für mich ein ungehobeltes, proletarisches und pupertäres Verhalten. Wer sich sprachlich auf dieser Stufe bewegt, verrät seinen wahren Charakter, läßt sich gehen, das zeigt sich auch in anderen Bereichen und in anderen Situationen, labil zu sein, sich nicht beherrschen zu können. Ich frage mich, ist nach dem fluchen dann alles plötzlich wieder gut, in Ordnung? Natürlich nicht, ist doch nur ein kindisches und unerwachsenes Verhalten!
Darf ich dich mal direkt fragen? Sagst du nicht mal so Sachen wie so ein Sch...
 
  • #12
Naja wenn man sich mit dem Hammer auf den Finger kloppt, möchte ich den mal sehen der dann noch ruhig bleibt 😅. Da schreie und fluche ich zartes Geschöpf natürlich wie ein Berserker 😂.
 
  • #13
Zu sich selbst fluchen mache ich gelegentlich. Ich versuche in meiner Alltagssprache Schimpfwörter wie Sch... zu vermeiden und mag es nicht, wenn es inflationär benutzt wird, egal ob Freund, Familie oder Bekannter.
Im Spanischen ist Fluchen viel verbreiteter - übersetzt klingt das richtig übel. "Hurensohn" ist ein Wort, was dort auch von 70jährigen Frauen im Alltag benutzt wird, aber auf Spanisch klingt das dann harmloser. Trotzdem verbitte ich mir das bei meinem Freund, aber ich mach kein Drama drum.
Der letzte Punkt ist Erziehung, die Kinder testen damit ja ihre Grenzen aus, da tänzle ich zwischen ab und zu weghören, dann ermahnen und wenn es dann noch mal vorkommt kleinere Strafen.
Ordnung muss sein 😄
W37
Ich finde wenn man ein Vorbild für Kinder ist auch schwierig böse Schimpfwörter zu sagen, selbst wenn man sich damit auch selber meint, weil was blöd gelaufen ist.
Ich glaube die Kinder werden solche Wörter/Begriffe in der Kita/ Schule ohnehin zwar irgendwann kennen lernen aber man muss dieses ja nicht noch unterstützen und selbst verwenden.

Auf der Arbeit sage ich aber auch schon mal „was ist das denn hier schon wieder für eine Kacke“ wenn mich was richtig nervt und irgendwas wieder misslingt, am System spinnt oder blöd ist. 🙄🤦‍♀️

Ist denke es ist Gewohnheit in bestimmten Situationen bestimmte Wörter zu sagen.
Ich sage allermeistes wenn was schiefgelaufen ist/ich mich gestoßen habe „oh, nein“ oder „verdammt“

Mein Mann ist da eher der, der mit heftigen Worten spricht.

Mein Sohn sagt auch „oh, nein“ wenn ihm was runter fällt zb. 🙂

Einmal im Auto hat mein Mann gesagt „Fahr, Alter!!!“ und unser Sohn hat es direkt nachgesagt - also man muss schon aufpassen, wir haben darüber zwar gelacht, so schlimm ist „fahr, alter“ auch nicht, schon nicht einwandfrei aber es gibt deutlich schlimmeres. 🤣
Im Auto muss ich manchmal auch fluchen aber auch nicht so fies, eher so „ja, aber sonst gehts dir gut! wenn mir einer die Vorfahrt nimmt.“ oder „was ein Kackvogel“

Mein Mann hat aber auch schon mal den Mittelfinger gezeigt, sowas würde ich nicht machen 😂
 
  • #14
Das habe ich vorher noch vergessen. Sorry, dass ich das erst jetzt erwähne. Beim Autofahren bin ich auch ständig am fluchen. Also über die anderen Fahrer.
Das ist nicht gut. Mir gefällt das nicht.

Ich finde ein bisschen fluchen okay, aber ich mache es sehr selten.

Ich hatte mal einen Chef der jeden Tag so oft Scheisse, Dammi etc. gesagt hat, ich habe aufgehört zu zählen. Seine Partnerin hat ihm auch gesagt "Hör auf so viel zu fluchen". Aber es war wirklich absolut extrem.
 
  • #15
denn normalerweise ist mein Partner die Höflichkeit in Person und sehr freundlich und liebenswert, normalerweise fluchen wir beide nicht und verwenden auch keine obszönen Kraftausdrücke, sondern sind freundlich, höflich, ruhig, das ist einfach unser Wesen,
What the f...? Lass doch mal den Heiligenschein- ausser wenn ihm Fussgänger vors Rennrad taumeln oder ihn ein Autofahrer schneidet...

Ich finde jemanden anschreien und fluchen kann man nicht vergleichen.
 
  • #16
Ich finde das echt unmöglich, das ist für mich ein ungehobeltes, proletarisches und pupertäres Verhalten. Wer sich sprachlich auf dieser Stufe bewegt, verrät seinen wahren Charakter, läßt sich gehen, das zeigt sich auch in anderen Bereichen und in anderen Situationen, labil zu sein, sich nicht beherrschen zu können. Ich frage mich, ist nach dem fluchen dann alles plötzlich wieder gut, in Ordnung? Natürlich nicht, ist doch nur ein kindisches und unerwachsenes Verhalten!
Jede Emotion gehört verboten.
Und alles was über ruhig zuhause sitzen hinausgeht, allenfalls noch lesen (aber nichts trivialeres und moderneres als Homer), ist infantil.
Jede regung ist was für labile ohne S Klasse, äh S 04, nein S Presso, na S Werte, so.
Alle doof außer ich.

Hochachtungsvoll
Seine Unfehlbarkeit IM
 
  • #17
Jochen1:
Darf ich dich mal direkt fragen? Sagst du nicht mal so Sachen wie so ein Sch...

Habe ich in meinem Wortschatz schon vor Jahren gestrichen, ich brauche solche Sachen nicht mehr, sie helfen mir nicht mehr, das hat mit Bewusstseinserweiterung zu tun!
 
  • #18
Jede Emotion gehört verboten.
Und alles was über ruhig zuhause sitzen hinausgeht, allenfalls noch lesen (aber nichts trivialeres und moderneres als Homer), ist infantil.
Jede regung ist was für labile ohne S Klasse, äh S 04, nein S Presso, na S Werte, so.
Alle doof außer ich.
Irgendwas ist bei dir zu locker, oder zu fest, warum fühlst du dich so angespannt schlecht, was ist geschehen, hast du Stress?
Mich interessieren die Ursachen, warum es zu dieser Wirkung kam und umgekehrt! Ich kommuniziere aus meinem reichen, reflektierten Erfahrungsschatz, das ist alles!
 
  • #19
Ja ich fluche fürchterlich und unter aller Sau. Ist halt so, hab ich mir mal angewöhnt vor 20 Jahren und nun gehört es zu mir. Ich schrei auch mal, wenn ich mich aufrege...es baut sofort den Druck ab und ist gut für mich. In der Regel schrei ich mit mir selber und nur meine Wut raus...man hört es halt, weil ich laut bin...Meine Freundin sagt, in andren Ländern ist es durchaus normal...in südländischen...Sollte ich deswegen ein Nogo sein - dann soll es so sein für denjenigen 😀
 
  • #20
Beim Autofahren bin ich auch ständig am fluchen. Also über die anderen Fahrer.
Boah, das kann ich nicht ausstehen. Wer flucht hat seine Emotionen nicht im Griff, d.h. wird am Steuer zu einem Sicherheitsrisiko, während es allein im Werkkeler ja nichts ausmacht.
Hat mein Ex im Auto auch gemacht, mit der Konsequenz dass ich fast nie mehr mit ihm mitgefahren bin - er war mir zu unberechenbar am Steuer.
 
  • #21
What the f...? Lass doch mal den Heiligenschein- ausser wenn ihm Fussgänger vors Rennrad taumeln oder ihn ein Autofahrer schneidet...

Ich finde jemanden anschreien und fluchen kann man nicht vergleichen.
Hä, was denn, wir beide verwenden wirklich normalerweise(!!) keine vulgären Flüche und mein Partner ist (und er beschreibt mich umgekehrt genau so) ein ruhiger, höflicher, freundlich-herzlicher, anständiger junger Mann. Wenn es dann selten doch mal vorkommt, dass ihm eine vulgäre Beschimpfung oder ein Fluch rausrutscht, stört es mich nicht, aber überrascht mich immer, da es gar nicht zu ihm passt, nichts anderes habe ich je behauptet.

Das mit den Autofahrern hatte ich tatsächlich erst ergänzend dazu geschrieben und ausführlich erklärt, dass er in solchen Situationen, wenn er Fahrrad fährt und Autofahrer ihn oder uns durch fahrlässiges Handeln bedrohen, ein anderer Mensch ist, dass er sie dann auch mal laut anschimpft und verfolgt und an der Ampel zur Rechenschaft zieht und dass ich dann immer staune, weil ich diese sozusagen aggressive Seite so überhaupt nicht von ihm kenne (denn wie gesagt, sonst ist er immer super nett und höflich und hilfsbereit), und dass ich dann die Autofahrer sogar etwas in Schutz nehme, weil sie es ja nicht mit Absicht machen und mir in dem Moment etwas leid tun, da ich selbst mich erschrecken und schlecht fühlen würde, wenn ein Radfahrer mich plötzlich in der Öffentlichkeit mit so einer männlich-lauten Stimme empört anschreien würde, er aber natürlich verständlicherweise auch nicht einfach aus Versehen umgelegt werden will, das nicht akzeptiert und meint, ich bin da noch viel zu nett und das Anpöbeln von fahrlässigen Autofahrern müssen wir noch etwas üben (was aber nicht klappen wird, da ich fremde Menschen niemals anschreien oder beschimpfen würde, habe ich noch nie gemacht), das hatte ich hier alles erst noch dazu geschrieben, dann aber wieder gelöscht, weil mir dann im Nachhinein aufgefallen ist, dass @Jochen1 ja explizit meinte:
wie ihr es findet wenn man schreit oder auch mal fllucht. Allerdings nur mit sich selber. Beispielsweise wenn mal was schief läuft, man sich weh tut usw.
Daher gehört Streit mit anderen Personen eigentlich nicht dazu. Und es kommt auch nur selten vor, daher stimmt mein "normalerweise" schon.

Übrigens habe ich nichts dagegen, wenn man mal gelegentlich flucht, ich hab ja nur erklärt, dass es bei uns nicht so oft vorkommt und mich daher immer überrascht und schockiert, aber gar nicht negativ, wie gesagt, ich finde es dann eher faszinierend, diese komplett andere Facette zu sehen, genau so, wie ich es bspw. faszinierend finde, wenn mein Partner seine Arbeitskleidung anzieht, weil er dann auch schlagartig komplett anders aussieht, dann wird aus lässig professionell. So eine plötzliche komplette Typveränderung finde ich immer irgendwie interessant.
w26
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #22
Das ist nicht gut. Mir gefällt das nicht.

Ich finde ein bisschen fluchen okay, aber ich mache es sehr selten.

Ich hatte mal einen Chef der jeden Tag so oft Scheisse, Dammi etc. gesagt hat, ich habe aufgehört zu zählen. Seine Partnerin hat ihm auch gesagt "Hör auf so viel zu fluchen". Aber es war wirklich absolut extrem.
Ich gehe gerade mal darauf ein, da du meinen Beitrag mit dem Autofahren zitiert hast. Es gibt ja manche die fahren so, dass man meint die haben ihren Führerschein im Lotto gewonnen. Da fällt es mir dann schon etwas schwer darauf zu verzichten. Ich akzeptieren natürlich auch wenn ich da einen Fehler mache über mich flucht.
 
  • #23
Ich gehe gerade mal darauf ein, da du meinen Beitrag mit dem Autofahren zitiert hast. Es gibt ja manche die fahren so, dass man meint die haben ihren Führerschein im Lotto gewonnen. Da fällt es mir dann schon etwas schwer darauf zu verzichten. Ich akzeptieren natürlich auch wenn ich da einen Fehler mache über mich flucht.
Das ist ja auch ein Zeichen des Schrecks und der Angst in solchen Situationen, wenn dir einer die Vorfahrt geklaut hat und du schon dein eigenes Kreuz am Straßenrand gesehen hast. Diese Situation kann ich durchaus verstehen.
 
  • #24
ich hatte mal einen Partner, der sich auf der Autobahn sehr aufgeregt hat, weil er die falsche Ausfahrt nahm. Das passierte, weil ich fälschlicherweise die falsche Ausfahrt empfahl. Er hätte die Strecke auch kennen müssen, weil er sie ungefähr so oft gefahren war, wie ich. Also machten wir den Fehler gemeinsam.
Er schimpfte laut vor sich her und mit mir mit den Worten "Scheiße!, Scheiße!, Scheiße...., Scheiße..." so ungefähr 10 x.
Ich war sehr traurig über dieses unkontrollierte Wesen neben mir.
Hinterher habe ich einen Tag lang nicht mit ihm gesprochen. Habe die Fahrt mit ihm bereut.
Er machte mir dann Vorwürfe, ich hätte keine "Streitkultur", weil ich mich schweigend zurückzog (nachdem ich mich verbal natürlich mit 2 Sätzen gewehrt hatte). Das verletzte mich doppelt, dieser Vorwurf ich hätte keine Streitkultur.
So großspurig war er immer im Auto.
Das war auch symbolisch für unsere Partnerschaft.
Er war Mr. Perfect und die anderen sind die, die er als Bühne braucht. Er konnte sich nicht in andere versetzen.
Deswegen ist er u.a. jetzt mein Ex.
 
  • #26
Irgendwas ist bei dir zu locker, oder zu fest, warum fühlst du dich so angespannt schlecht, was ist geschehen, hast du Stress?
Mich interessieren die Ursachen, warum es zu dieser Wirkung kam und umgekehrt! Ich kommuniziere aus meinem reichen, reflektierten Erfahrungsschatz, das ist alles!
Ok, jetzt ist es Amtlich. Da erlaubt sich jemand nen Scherz und trollt alle.
Irgendwie erleichternd zu wissen das es so einen Menschen nicht in Wirklichkeit gibt.

Aber für gespielt die Rolle.
Nur immer die gleichen Textbausteine benutzen, da musst du etwas kreativer werden.
Aber sonst... top
 
  • #27
Findet ihr in dem Fall fluchen in Ordnung oder würde es euch da schon stören.
Ich fände in dem Fall Fluchen in Ordnung. Gerade wenn man einen Schmerz aushalten muss. Das mit dem Handy...naja.

Das erinnert mich dann eher an eine Szene aus "Der Gott des Gemetzels", als eine der beiden Frauen das Handy des ständig telefonierenden Ehemanns (Christoph Walz) in einer mit Wasser gefüllten Vase versenkt.
Woraufhin er vollkommen durchdreht und unter anderem kundtut, dass darauf sein ganzes Leben gespeichert wäre. 😅

Es kommt auf das Wie an.
Ein Ex von mir, hat wirklich äußerst inakzeptabel geflucht.
Aber der war eh nicht ganz dicht und außerdem aggressionsgestört, weshalb er auch verlassen wurde.
Da wurde antisemitisch geflucht, unter Anderem das Wort "Hure" verwendet und an das S-Wort noch ein "Dreck" drangehängt usw.
Es kommt inhaltlich darauf an:
Gegen ein "Kruzifix" spricht für mich nichts. Auch das S-Wort ist noch akzeptabel, wenn es selten gebraucht wird, gepaart mit "verdammte".
Zudem kommt es auf die Dauer und auf die Häufigkeit an:
Ein kurzer Fluch stört wohl niemanden. Wenn sich jemand aber gar nicht mehr einkriegt, würde mich das stören. Manche Personen hängen dann da ihren ganzen Frust des Lebens rein. Personen die glauben, dass sich alles gegen sie verschworen hat. :rolleyes:
Was grundsätzlich nervig ist.

Fazit: Es sollte halt nicht zu primitiv werden, so dass man sich fremdschämen muss. Sonst könnte es ein NoGo sein.
 
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  • #28
@realwoman das hat nichts mit Heiligenschein zu tun. @Inanna* studiert Sprachwissenschaft, da achtet man m.E. sehr auf seine Alltagssprache und zumindest mir geht es so, dass ich mir innerhalb kurzer Zeit eine unschöne Ausdrucksweise abgewöhne, das wird sie auch tun.
Eine Zeit lang habe ich in der Alltagsssprache öfter "Sch..." benutzt und dann fiel es mir bei einer Freundin auf, dass es negativ vulgär ist. Also nicht im Affekt, sondern im Alltag benutzt sie es oft.
Sobald es mir auffiel, verbannte ich das Wort halt aus meinem Wortschatz, und das klappt innerhalb weniger Wochen.
Das kann man sich ja auch mit anderen Ausdrücken oder Grammatik antrainieren, wenn man z.B. irgendwo liest, dass man in Zukunft statt hingenuscheltes "Moin moin" "Guten Morgen, Max!" sagt.
Also es gibt wirklich Menschen, die sich gewählt ausdrücken, nix Heiligenschein.
W37
 
  • #29
Boah, das kann ich nicht ausstehen. Wer flucht hat seine Emotionen nicht im Griff, d.h. wird am Steuer zu einem Sicherheitsrisiko, während es allein im Werkkeler ja nichts ausmacht.
Hat mein Ex im Auto auch gemacht, mit der Konsequenz dass ich fast nie mehr mit ihm mitgefahren bin - er war mir zu unberechenbar am Steuer.
Da kann ich dir nicht zustimmen, das Gegenteil ist der Fall. Fluchen entschlackt den Geist und die Aufmerksamkeit steigt. Du wirst den Ärger günstig los und frisst nix in dich rein. Wer nichtmal im Auto fluchen kann, ist mir sehr suspekt. Fluchen ist wunderbar, gar kreativ wenn man es denn drauf hat.
 
  • #30
ich hatte mal einen Partner, der sich auf der Autobahn sehr aufgeregt hat, weil er die falsche Ausfahrt nahm. Das passierte, weil ich fälschlicherweise die falsche Ausfahrt empfahl. Er hätte die Strecke auch kennen müssen, weil er sie ungefähr so oft gefahren war, wie ich. Also machten wir den Fehler gemeinsam.
Er schimpfte laut vor sich her und mit mir mit den Worten "Scheiße!, Scheiße!, Scheiße...., Scheiße..." so ungefähr 10 x.
Ich war sehr traurig über dieses unkontrollierte Wesen neben mir.
Hinterher habe ich einen Tag lang nicht mit ihm gesprochen. Habe die Fahrt mit ihm bereut.
Er machte mir dann Vorwürfe, ich hätte keine "Streitkultur", weil ich mich schweigend zurückzog (nachdem ich mich verbal natürlich mit 2 Sätzen gewehrt hatte). Das verletzte mich doppelt, dieser Vorwurf ich hätte keine Streitkultur.
So großspurig war er immer im Auto.
Das war auch symbolisch für unsere Partnerschaft.
Er war Mr. Perfect und die anderen sind die, die er als Bühne braucht. Er konnte sich nicht in andere versetzen.
Deswegen ist er u.a. jetzt mein Ex.
Partner, die wegen sowas gleich die Bezih2in Frage stellen, die braucht doch eigentlich kein Mensch. Deshalb ist es gut, dass ihr nicht mehr zusammen seid. Wenn du mit normalen menschlichen Äußerungen nicht klar kommst gibt es sicher Welten, wo niemand flucht. Ich denke da an religiöse Einrichtungen.
 
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