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  • #31
Liebe FS,

Es tut mir wahnsinnig leid für Dich und der Weg wird hart. Zu retten ist aber wahrscheinlich kaum etwas. Ich (44) war mit meinem Mann (50) 22 Jahr verheiratet. WIR WAREN DAS TRAUMPAAR!. Ich stark, zuverlässig, eine sichere Bank, er der in mich ewig verliebte Künstler. Und dann kam die Midlife Crisis. 2 Jahre habe ich gebraucht und um meine Ehe für mich und unsere Kinder gekämpft. Es hat nichts genutzt. Er ist wahrscheinlich so mit seinem neuen ICH angefüllt, dass die 14 Jahre, die ihr hattet, wohl die längste gemeinsame Zeit war. Ich persönlich habe in den 2 Rest-Jahren meiner Ehe wie im Trance erlebt, dann aber als der nächste Krach kam, war ich ruhig und in der Seele frei. Stärke deine Kraft, auch wenn sein muss, dann in der Wut, manchen Menschen hilft das. Such nach Wegen für Dich, denn ihn kümmert´s nicht. Viel Kraft, es tut höllisch weh, man übersteht es aber. Wo das Urvertrauen aber verloren ist, so ist nichts mehr wie es war. VIEL GLÜCK UND VIEL KRAFT, ganz liebe Grüße

Hallo an alle, die geantwortet haben:
Die Gedankenanstöße haben mir sehr geholfen. Gestern habe ich dann auch noch eine zufällige Entdeckung gemacht, als ich mit meinem Smartphone etwas schreiben wollte, nämlich dass er während unseres schönen Urlaubs, den wir hatten, als er schon die Beziehung mit der anderen Frau angefangen hatte, von meinem Handy aus mit ihr kommuniziert hat und leider die Technik bzgl. endgültigem Löschen von Kommunikation nicht ganz im Griff hatte.
Da hat sich bei mir irgendwie ein Schalter umgelegt und ich bin jetzt zwar immer noch extrem verletzt und traurig, aber auch unendlich wütend, dass er in der für mich so schönen Zeit an einem Platz, den wir beide sehr lieben und wo wir wunderbare Zeiten verbracht haben, mit der anderen per E-Mail in Verbindung ist, während ich gerade in unserem Apartment unter der Dusche stehe und mich auf den gemeinsamen Abend freue oder so, und das auch noch mit meinem Handy, weil er seines nicht dabei hatte.
Dies nur als aktuelle Info zu meinem Gefühlszustand derzeit ;-)
 
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  • #32
Hallo zusammen,
noch mal danke für eure Kommentare. Ich habe meinen Mann um ein Gespräch gebeten, damit er mir die wahren Gründe für die Trennung sagt, denn ich habe das Gefühl, dass ich nur so irgendwie Ruhe finden kann irgendwann, wenn ich weiß, was genau alles an ihm genagt hat und wie es in seinem Herz ausgesehen hat und aussieht. Und wenn ich gewartet hätte, bis er das Gespräch sucht, wären wohl noch Wochen vergangen, denn er möchte, so wie es mir scheint, das Alte schnell hinter sich lassen und sich nicht mehr damit befassen nach dem Motto: Tür zu, hallo neues Leben!
Er hat mir bisher ja nur eröffnet, dass er eine andere hat und auszieht, was er dann ja auch am selben Abend noch getan hat, aber mit mir richtig gesprochen darüber hat er nicht.
Ich denke, es hat auch mit Respekt und Achtung zu tun, dass man einem Menschen, mit dem man so viel Zeit seines Lebens verbracht hat, gerade in die Augen schaut, aufrecht geht und sagt, wie es ist und warum es so ist.
Ich treffe mich heute Abend mit ihm und hoffe, dass ich genug Kraft haben werde, um nicht wie eine Heulsuse da zu sitzen, sondern alles, was er sagen wird, aufzunehmen und für mich einzuordnen.
 
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  • #33
Ich noch einmal,
das Treffen gestern hat mir nun ein bisschen Klarheit gebracht: Er sagt, dass ihm zunehmend Nähe in unserer Beziehung gefehlt hat, etwas, das ich auch gefühlt und vermisst habe, was wir aber nie besprochen und immer im Alltag weggewischt haben. Und dass er sich neben mir zunehmend klein und unwichtig gefühlt hat, wie ein dummer Junge.

Er sagte, dass habe mit ihm zu tun, damit, dass er kein Selbstwertgefühl mehr habe und sich halt zunehmend so gefühlt habe und immer unzufriedener geworden sei, ohne zu wissen, woran das lag. Erst als die Neue um die Ecke bog, sei ihm das alles halbwegs klar geworden, und bei ihr findet er nun all das, was er mit mir vermisst hat.

Er sagt, dass er derzeit glaubt, dass die Lücke zwischen uns in diesem beiden Punkten zu groß geworden ist, als dass wir es mit Hilfe von außen (Therapie etc.) noch einmal versuchen könnten, weil er im Moment das Gefühl hat, dass es vielleicht kurzfristig helfen könnte, wir aber in 2, 3 oder 5 Jahren wieder unglücklich wären und an einem ähnlichen Punkt stehen würden.

Ich habe ihm gesagt, dass ich auch nicht weiß, ob er und ich gemeinsam und jeder für uns das schaffen können, dass ich aber aktuell bereit wäre, es zu versuchen und alles zu investieren, was ich kann, dass ich aber nicht sagen kann, wie ich mich entwickeln werde und ob ich das so auch noch in einigen Wochen oder Monaten fühle.
Wir haben sehr geweint und uns gefragt, wie unserer großen Liebe so etwas passieren konnte...

FS <Mod.>
 
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  • #34
Liebe FS,

mich berührt deine Geschichte wirklich! Ich finde ihn aber einfach nur feig. Wieso ergreift er nicht die Chance, wenn es seiner Meinung nach noch weitere Jahre halten könnte? In dieser Zeit hätte man sich sehrwohl wieder annähern können. Ich glaube, dass er dich nicht einmal belügt, sondern sich selbst. Dass er ein geringes Selbstbewußtsein hat, war vorhersehbar, das ist bei allen Betrügern so. Hinzukommt, dass er jetzt auch noch den Helfer geben darf in der neuen Beziehung. Ganz ehrlich, euer Problem wäre ein Pipifax gewesen. Andere haben mit finanziellen Problemen, schwierigen Kindern, schwieriger Familie, belastendem und frustrierendem Job oder Krankheiten zu kämpfen und er hat all das einfach so weggeschmissen. Du tust mir unglaublich leid, aber bitte trauere ihm nicht allzu lang nach und glaube seinen Tränen nicht. Sicher tut es ihm leid, aber getan hat er nichts dagegen! Er hat sich auf eine Affaire eingelassen, die er dir dann im Nachhinein beichten wollte. Ich weiß von einer Freundin, dass ihr Freund bei der Trennung total geweint hat und furchtbar unglücklich ausgesehen hat. Wie sich später im Gespräch mit ihr herausstellte, habe ich ihn noch am selben Abend lachend mit der neuen Freundin im Arm gesehen. Er hat seine Tränen im Moment sicher ernsthaft vergossen, aber letztlich will er dich nicht mehr. Das musst du dir klarmachen. Er hätte dich wiederhaben können, aber er will dich nicht. Er will die andere. Während du weinst, verbringt er schöne Stunden mit ihr. Seine Tränen sind wieder getrocknet.

Sei ganz herzlich umarmt, ich kann dir leider keinen tollen Rat geben, außer, daß du ihn abschreibst und momentan nicht zu viel über das "Warum?" grübeln solltest, das frisst dich auf. Schau, dass du zeitlichen Abstand gewinnst (Reisen, die du immer machen wolltest, Sprachkurse, usw.), so kann man es im Anschluß besser auf-und verarbeiten.

Dir alles, alles Liebe! Auch wenn es jetzt nach Weltuntergang aussieht, du wirst wieder unbeschwert lachen können!
 
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  • #35
Hallo nochmal,

hier ein paar Infos zur aktuellen Enwicklung: Mein Mann rief mich heute an (nachdem wir keinen Kontakt hatten seit dem letzten Treffen vor 1 Woche), eigentlich nur, um ein paar organisatorische Fragen zu klären. Dann erzählte er mir von sich aus, dass er seit der Trennung vor 2 Wochen rastlos mit seinen Klamotten im Kofferraum ständig von A nach B unterwegs ist, jetzt aber endlich alles in die Wohnung seiner Schwester räumen will, die er vorübergehend haben kann, um mal zur Ruhe zu kommen und seine Gedanken und Gefühle zu ordnen. Er hat einen ersten Termin mit einem Therapeuten vereinbart, um mit einem externen Berater sein Verhalten, seine Handlungen und Gefühle zu reflektieren und über uns und natürlich auch seine Gefühle für und Beziehung zu der anderen Frau zu sprechen. So sieht's also derzeit bei mir aus....
 
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  • #36
Hallo FS,

und wie geht es dir bei der ganzen Sache zwischenzeitlich? Wie fühlst du dich?

Liebe Grüße
(W 41)
 
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  • #37
Ich denke er hat sich in jugentliche Unbeschwertheit und heißen Sex verliebt. Das kann passieren und hört i.d. Regel auch wieder auf. Ich an deiner Stelle, würde mich nicht trennen und ihm das auch so sagen, ihn dann in Ruhe lassen. Er wird beeintruckt von deiner Liebe und Gelassenheit sein und irgendwann verstehen, dass man nur mit so einer Frau alt werden kann.

P.S. Das sagt eine verheiratete Frau, für die allerdings sexuelle Treue keine große Rolle spielt.
 
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  • #38
Ich denke er hat sich in jugentliche Unbeschwertheit und heißen Sex verliebt. Das kann passieren und hört i.d. Regel auch wieder auf. Ich an deiner Stelle, würde mich nicht trennen und ihm das auch so sagen, ihn dann in Ruhe lassen. Er wird beeintruckt von deiner Liebe und Gelassenheit sein und irgendwann verstehen, dass man nur mit so einer Frau alt werden kann.

P.S. Das sagt eine verheiratete Frau, für die allerdings sexuelle Treue keine große Rolle spielt.

Die Umsetzung dieses Tipps würde ganz sicher ein dickes Eigentor. Meine Exfrau hat nach dem gleichen Rezept gekocht. Sie hatte nach dem von mir veranlassten offiziellen Auffliegen, dass ich eine Geliebte hatte, zuerst gestanden, dass sie das seit langem weiß, dann hat sie eingeräumt, dass sie mich zumindest seit vielen Jahren ihrerseits nicht mehr liebt. Trotzdem hat sie versucht, auszusitzen. Sie hat gesagt, dass sie mit mir verheiratet bleiben will, dann angefangen, mich ins Bett zu verfolgen, obwohl ich den Sex mit ihr seit meiner Beziehung mit meiner damaligen Geliebten eingestellt hatte und betont, was uns angeblich verbindet. Sie hat mir durch dieses billige Verhalten gezeigt, dass sie nur den Status und die Bequemlichkeit als Ehefrau schätzt und und meine Gefühle nicht ernst nimmt. Das hat es mir enorm erleichtert. Meine damalige Geliebte war zwar immer für mich da, wenn ich sie gebraucht habe und hat betont, dass sie mir keine Vorschriften macht, sich aber weiter von anderen Männern umwerben lassen und mir war klar, dass ich sie verliere, wenn ich die Sache nicht in trockene Tücher bringe. Wer ist jetzt wohl meine Frau?
 
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  • #39
Hallo nochmal,.
wie es bei mir gerade aussieht: Mir ging es in den letzten 2 Wochen eigentlich ganz gut, bis heute. Ich hatte mich wohl an der Hoffnung festgehalten, dass mit Reflexion seinerseits das Ganze schon wieder wird mit der Zeit und er sich doch für mich entscheidet.

Heute habe ich ihn angerufen, um ihn zu fragen, wie es ihm geht. In dem langen Telefonat kam dann heraus, dass er seine Zukunft inzwischen plant und dies "zu 75% ohne mich" (Zitat). Außerdem hat sein Psychologe ihm ein "Dreiergespräch" mit einem erfahrenen anderen Kollegen vorgeschlagen, nicht etwas Paartherapie, sondern damit er in diesem Gespräch mit mir und dem Dritten feststellen kann, ob diese 25% Fantasie sind von ihm oder reale Option, unserer Beziehung eine Chance zu geben. Er weiß aber noch nicht, ob er dieses Dreiergespräch will, eine Paartherapie will er aber auf jeden Fall nicht.

Ich habe das Gefühl, dass das alles eine vielleicht nicht unbedingt absichtlich gemachte, aber dennoch vorhandene Hinhalteaktion ist, nach dem Motto: Ich weiß ja noch gar nicht genau, wo das alles hinführt, ich will keine Entscheidung treffen, das Leben ist ja erstmal ganz schön so, die Tür zurück soll offen bleiben. Oder: Ich habe Schuldgefühle, und mit so einem Gespräch kann ich vielleicht einen "sanften" Abschied machen und meine Frau ein bisschen in Watter packen, und dann geht es mir besser und ich fühle mich nicht ganz so mies ihr gegenüber.

Ich muss mir dazu noch eine Meinung bilden, aber eines ist mir jetzt endlich klar: Ich brauche nicht mehr hoffen, nd muss diese 25% als 0% betrachten, um weiterzukommen in meinem Leben.
Ich werde nächste Woche verreisen mit einer Freundin und ihm sagen, dass ich möchte, dass er alle seine Sachen, die noch in der Wohnung sind, alles persönliche von ihm, in dieser Zeit abholt, und dass ich alles, was nach meiner Rückkahr nicht weg ist, selbst einpacken und ihm zum Abholen rausstellen werde.

Irgendwie will ich aus dieser Warteschleife raus, und auf Tote wartet man ja auch nicht, geschweige denn, dass man ihre Sachen im Haus behalten sollte.
 
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  • #40
Liebe FS,

ich habe Ihnen schon vor einigen Tagen geschrieben und habe Ihre Geschichte verfolgt. Ich bin auch relativ frisch getrennt (5 Monate). Heute las ich Ihren Zwischenbericht. Sie schreiben über den Vorschlag das"Dreiergespräch" zu führen. Nun dazu will ich mich nicht äußern, das müssen Sie schon selbst entscheiden, aber bitte seien Sie vorsichtig, denn die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Ex sich einfach "reinwaschen" will, sich eine emotional komfortable Nische errichten möchte, ist extrem hoch. Er will einfach sein Schuldgefühl mindern. Das versucht mein Ex auch andauernd, damit es IHM besser geht. Bitte, nehmen Sie Rücksicht auf sich selbst und horchen ganz tief in sich hinein, was Ihnen gut tut. Nach so einer langen Partnerschaft neigt man dazu reflexartig den Ex noch zu schützen, ich spreche aus eigener Erfahrung. Ich habe wahrhaftig versucht, sein Verhalten und die Trennung für ihn zu relativieren. Irgendwann erkannte ich dass ich mich dadurch selbst beschädige und ab dann hörte ich auf, ihn noch mental zu bekuscheln. Es kann nicht sein, dass Sie die Konsequenzen (Schmerz, Verlust, Verzweiflung, Einsamkeit) ganz allein tragen. Man geht kaputt daran. Mir geht es auch nicht gut, denn inzwischen hatte ich auch schon die eine oder andere schlechte Erfahrung, wie schwer es ist, die Einsamkeit in Griff zu bekommen. Denn man findet nicht gleich Anschluß (was natürlich, ehrlich gesagt) für Sie das beste wäre. Aber das geht vorbei. Fahren Sie in den Urlaub, nehmen Sie Abstand. Es ist ein harter Weg, aber man geht jeden Tag einen Schritt nach vorn.
Seien Sie ganz herzlichst gegrüßt und viel Kraft
 
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  • #41
@FS, 17.9., 6.46 Uhr :
Sehr gute Vorgehensweise! Jedenfalls auch die bestmögliche!
Egal, was er sich jetzt noch erhofft, erwartet, sein Zögern bzgl. einer Paartherapie und sein gleichzeitiges Mitteilen des entsprechenden Vorschlags zeigen, dass er innerlich abgeschlossen hat, nichts mehr Tiefes erwartet und unabhängig von der 25jährigen lieber neu suchen würde...

Und das könntest Du auch! Bin ebenfalls über 40, getrennt, auch mein Mann wollte keine Paar- bzw. Familientherapie, auch bei uns war es die große Liebe, ich hab gehofft und gekämpft bis zum körperlichen Zusammenbruch und hätte ihn erst, als ich ihn nicht mehr wollte, weil ich seinen Rückzug endlich akzeptierte, wieder halb haben können... mit ganzem Herzen wär er nicht mehr dabei gewesen. Das hab ich mir gespart.

Jetzt bin ich mit einem einfühlsamen, reflektierten, witzigen und definitiv erwachsenen Mann zusammen, der seine väterlich-beschützende Seite genauso auslebt wie seine zärtlichkeits- und anlehnungsbedürftige, Selbstbewusstsein nicht suchen, nicht beweisen muss, sondern schlicht hat. Ich wusste gar nicht mehr, wie sich umfassende Nähe zu einem Mann anfühlt.

Viel Glück bei der Suche nach dem Partner für die zweite Lebenshälfte!!! :) Ich hab ihn hier gefunden.
 
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  • #42
Liebe FS,
ich würde ihm nicht mehr die Möglichkeit geben, sein Gewissen reinzuwaschen. Wenn er eine Paartherapie ablehnt, ist doch alles gesagt. Wenn du ihn wegen der Abholung seiner Sachen anrufst, sag ihm auch gleich, dass es bzgl der 25% keines Dreiergesprächs mehr bedarf, sondern dass du ihm die 0% gleich schriftlich geben kannst. Gib ihm jetzt ja nicht noch auch das Gefühl, alles so nett und ordentlich wie möglich gemacht und immer noch zurück gekonnt zu haben. Es ist, wie ich es schon einmal geschrieben habe: Seine Tränen sind getrocknet und er geht jetzt voll in dieser neuen Beziehung und Verliebtheit auf. Alles andere ist gelogen oder Nostalgie.
Genieße die Reise mit deiner Freundin! Du bist in dem Alter, in dem auch andere Ehen kaputtgehen und findest sicher noch deine große Liebe für die zweite Lebensphase!

Viel, viel Kraft wünsche ich dir!
 
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  • #43
Können wir, wenn wir einen Trennungsschmerz durchmachen, vielleicht doch auch mal die Größe an den Tag legen zu akzeptieren, dass zwei Menschen sich wirklich ineinander verlieben, auch wenn das weh tut? Was soll jemand denn machen, wenn es ihm oder ihr passiert ist, egal, wie lange die Beziehung geht? Vielleicht gibt es auch Menschen, die in der midlife crisis sind und sich nicht in einen Beziehung flüchten, sondern sich tatsächlich verlieben. Es soll sogar Menschen geben, die sich selbst hinterfragen und dafür auf die Nähe zu dem Menschen verzichten, in den sie sich verliebt haben. Aus Sorge, sich selbst nicht mehr trauen zu dürfen. Was ist, wenn zwei Menschen Kinder haben und sich verlieben, um alle Schwierigkeiten im Leben schon wissen und doch merken, dass da Liebe entsteht. Liebe, wisst Ihr noch, was das ist? Es geht nicht darum, was man darf oder nicht darf, wer wem gehört oder ob das Alter stimmt. Wer liebt, fühlt sich frei und ist ganz freiwillig dort, wo er sein möchte. Die Frage der Treue stellt sich gar nicht, weil man nirgendwo anders sein möchte. meine Erfahrung ist, jemanden in Liebe loszulassen, ist ein Geschenk an sich selbst. Es ist keine Tugend, jemanden zu verachten oder zu hassen, nur weil er einen nicht mehr liebt. Es tut sehr weh, ja, aber den Rest entscheidet man selbst. Zu sagen, ich lasse Dich gehen und wünsche Dir Glück und bin dankbar für das, was ich mit Dir teilen durfte. Das befreit. Dann kann man selbst wieder weitergehen und leben. Und irgendwann wieder Liebe finden.
 
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